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Was ist das für ein Land? 24. Oktober, 2022

Posted by Rika in aktuell.
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Was ist das nur für ein Land, das den Schutz von Hühnerembryonen fordert und gesetzlich festlegt, (des Schmerzempfindens der noch nicht vollkommen ausgebrüteten Hähnchen wegen!!)

ABER ZULÄSST, DASS JEDES JAHR 100 000 KINDER IM MUTTERLEIB GETÖTET WERDEN !!?

Haben Kinder im Mutterlelib kein Schmerzempfinen?

Sind sie weniger schützenswert als Hühnerküken?

Wenn man den folgenden Beitrag liest, kann man nur noch schreien! Gefunden habe ich ihn bei Achgut, ich stelle ihn komplett ein, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass ein Link nach einiger Zeit nicht mehr funktioniert und meine einleitenden Sätze dann sinnlos auf blankem „Papier“ stehen.

Also nun der Beitrag, er ist als Glosse geschrieben, aber mir kommt er wie die Beschreibung des zunehmenden Wahnsinns unserer Gesellschaft vor, die die Natur in all ihren Varianten vergöttlicht:

Die Würde des Huhns ist unantastbar

Deutschland hat sich fast unbemerkt an die Spitze der Bewegung zum Schutz des ungelegten Eies gesetzt.

Falls Sie gelegentlich lesen, was so alles auf Essensverpackungen steht, um uns zu verdeutlichen, wie moralisch hochwertig unser Konsum ist, ist Ihnen sicher schon aufgefallen, dass die Eier in Deutschland inzwischen „ohne Kükentöten“ erzeugt werden.

Noch vor Kurzem sah das ganz anders aus. Am 14. Dezember 2021 teilte die Bundesregierung mit: „Jährlich werden in Deutschland etwa 45 Millionen Hühnerküken getötet. Dem setzt die Bundesregierung ein Ende. Ein entsprechendes Gesetz tritt 2022 in Kraft. Damit ist Deutschland das weltweit erste Land, das diese Praxis verbietet.“

Und so sieht das Verbot aus: Seit dem 1. Januar 2022 ist es laut §4c des Tierschutzgesetzes verboten, Küken von Haushühnern der Art Gallus gallus zu töten. Die Gesetzgebung wurde notwendig, nachdem das Bundesverwaltungsgericht im Juni 2019 die Praxis nur für eine Übergangsperiode für zulässig erklärt hatte. Doch damit nicht genug. Ab dem 1. Januar 2024 wird zudem das Töten von Hühnerembryonen im Ei nach dem 6. Bebrütungstag untersagt. Denn ab diesem Zeitpunkt sei „die beginnende Entwicklung des Schmerzempfindens nicht auszuschließen.“

Deutschland hat sich also an die Spitze der Bewegung zum Schutz des ungelegten Eies, äh, des ungeschlüpften Kükens gesetzt. Um das zu erreichen, haben wir tief in die Tasche gegriffen. Mit vielen Millionen Euro förderten Bundesregierung und EU die Entwicklung von Verfahren, um das Geschlecht der Hühner bereits im Ei bestimmen zu können. Zwei davon sind mittlerweile in den Brütereien des Landes im Einsatz. Entweder schaut man auf die Hormone (REWE) oder auf die Gene (Aldi). Dafür muss jedem Ei nach einigen Tagen des Anbrütens eine kleine Probe entnommen werden, die dann biochemisch analysiert wird. Damit der Käufer weiß, dass er Gutes tut, sind die Eierkartons mit den Schlagworten „respeggt“ oder „ohne Kükentöten“ gekennzeichnet.

Jedes einzelne Ei invasiv untersucht

Noch nicht praxistauglich ist die spektroskopische Bestimmung, die schon, wie ab 2024 verlangt, vor dem 6. Bebrütungstag Resultate liefern kann. Hierfür wird in jedes Ei ein kleines Loch gebohrt und durch dieses ein Lichtstrahl auf eine Blutader am Dotter gerichtet. Anhand der Streuung des Lichts lässt sich das Geschlecht des Embryos spektroskopisch bestimmen. Eine weitere Alternative wäre das Durchleuchten in Kernspintomographen. Zeigt sich beim Blick ins Ei, dass der Embryo weiblich ist, wird das Ei weiter ausgebrütet. Heraus schlüpft eine zukünftige Legehenne. Ist der Embryo indes männlich, wird er vor dem Tod nach dem Schlüpfen gerettet, indem das Ei vorher „industriell verwertet“ wird.

In unseren Brütereien wird also jedes einzelne Ei invasiv untersucht. Und ich muss sagen: Es ist eine gute Sache. Nicht, weil damit irgendwelchen Küken geholfen würde. Denen ist es piepegal, ob sie vor oder nach dem Schlüpfen abgemurkst werden. Sondern weil hier Arbeitsplätze wegrationalisiert wurden, auf die man gerne verzichtet. Die Geschlechtsbestimmung bei Küken in Handarbeit ist ein monotoner, harter, unangenehmer Job, der nur wenigen Menschen Freude bereiten dürfte.

Warum ein solcher Fortschritt von unserem obersten Gericht im Namen des Tierschutzes angeordnet wurde und wir Käufer uns nun gut fühlen sollen, weil uns suggeriert wird, wir ersparten kleinen Tieren großes Leid, ist allerdings rätselhaft. Nein, nicht rätselhaft, es ist bezeichnend.

Huhn ist nicht gleich Huhn

Wer bis hier nur Bahnhof verstanden hat, dem sei kurz erläutert, was es mit dem vorgeburtlichen Kükenschutz überhaupt auf sich hat: Bei der Aufzucht von Legehennen nutzen wir Hühnerrassen, die besonders gut im Eierlegen sind, die also viele und große Eier legen. Das Problem ist: Legehennen müssen immer weiblich sein. Legehennen legen aber genauso viele männliche wie weibliche Eier. Die Hälfte des Nachwuchses, der in den Brütereien aus dem Ei schlüpft, besteht somit aus Hähnen. Die sind als Legehennen nicht zu gebrauchen, taugen aber auch als Broiler wenig, da dafür andere Rassen genutzt werden, nämlich natürlich solche, die schnell wachsen und Fleisch ansetzen. Deshalb wurden diese männlichen Küken in der Legehennenproduktion gleich nach dem Schlüpfen wieder getötet und in der Regel als Tierfutter genutzt. Katzen und Fischotter freuen sich über diese leckeren Snacks.

So war das bisher. Aber dann hat sich unsere Regierung gesagt: Küken sind doch total süß, und deshalb ist Kükentöten irgendwie total doof. Also müssen wir dringend etwas unternehmen, um unsere globale moralische Führerschaft unter Beweis zu stellen. Wir machen Schluss mit dem Kükentöten!

Der Kükenmord erfolgt folgendermaßen: Die Küken schlüpfen (in Massen) aus ihren Eiern, sie landen auf Fließbändern und werden nach Geschlecht (bei Hühnern gibt es nur zwei) getrennt. Die Mädchen dürfen ihre Karriere als Legehennen antreten, den Jungs bleibt indes die Karriere als Broiler verwehrt; sie werden, kaum haben sie das Licht der Welt erblickt, in Kohlendioxid getaucht. Bei realistischer Einschätzung der kognitiven Fähigkeiten (einschließlich ihrer emotionalen Intelligenz) frisch geschlüpfter Hähnchen könnte man sagen: Ihr Licht wird ausgeknipst, bevor sie überhaupt mitgekriegt haben, dass es angeknipst wurde.

Vor der gesetzlich verordneten Technikoffensive konnte die Würde dieser Hühner nur dadurch gerettet werden, dass man sie als sogenannte „Bruderhähne“ ein paar Monate mästete, bevor sie getötet wurden, um bei zahlungsbereiten, moralisch ambitionierten Nochnichtvegetariern im Backofen zu landen, quersubventioniert durch Aufpreis auf die Eier ihrer „Schwestern“. Aber mangels Nachfrage war dieses superiore Schicksal nur einer kleinen Anzahl von Hähnchen vorbehalten.

Für die hat sich allerdings der Einzelhandel eine Menge netter Namen ausgedacht: Bruderhahn Initiative Deutschland (Demeter und Bioland), haehnlein (denn’s Biomärkte, Alnatura, Real, Globus, Edeka, Citti), Bruderküken-Initiative (Alnatura), Initiative Bruder-Ei (SuperBioMärkte), Spitz & Bube (Rewe), Herzbube (Penny), Henne & Hahn! (Aldi Nord und Aldi Süd).

Nun denn. Mittlerweile hat der Gesetzgeber „Respeggt“ verordnet. Und vielleicht ist ja die maschinelle Geschlechtssortierung vor dem Schlüpfen am Ende sogar der Sortierung durch Menschenhand nach dem Schlüpfen ökonomisch überlegen. Und ja, man kann sich schönere Jobs vorstellen. Und außerdem muss man ja auch an die Werbefuzzis denken. Die brauchen auch immer mal was Neues, was sie auf die Lebensmittelpackungen drucken können.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei Novo-Argumente.

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Das Täuschungsmanöver der Grünen… 17. Oktober, 2022

Posted by Rika in aktuell.
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Wie man den deutschen Michel an der Nase herumführen kann, ohne dass die sonst so kritischen Journalisten auch nur mit der Wimper zucken, wurde anlässlich des Parteitages der Grünen von Ricarda Lang eindrucksvoll in einem Interview vorgeführt.

Die ARD berichtet:

„Parteichefin Ricarda Lang wies im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF darauf hin, dass die Grünen bereits einen Weiterbetrieb bis maximal zum 15. April 2023 im Rahmen einer Einsatzreserve für zwei süddeutsche AKW Isar 2 in Bayern und Neckarwestheim 2 in Baden-Württemberg angeboten haben.“

Der betrügerische Aspekt steckt in dem harmlos erscheinenden Teil: „im Rahmen einer Einsatzreserve für zwei süddeutsche AKW „!

Die Grünen suggerieren, dass sie den Weiterbetrieb der AKW bis April 2023 gnädig gewähren wollen. Aber das, den Weiterbetrieb im Rahmen einer Einsatzreserve zu erlauben, hat doch nichts mit dem regulären Weiterbetrieb der Kraftwerke zu tun, die in dem Fall eben nicht am 31. 12. 2022 wie ursprünglich geplant runtergefahren, sondern im normalen Betriebsmodus bleiben würden.

Einsatzreserve bedeutete, dass der Betrieb der Kraftwerke tatsächlich am 31. 12. eingestellt wird, die AKW keinen Strom produzieren, sondern lediglich unter Vorbehalt in einem irgendwie gearteten Standby gehalten werden. Erst dann, wenn die Not am Energiemarkt riesengroß ist, werden die Meiler wieder hochgefahren und ihre Stromproduktion „neu“ aufgenommen.

Für wie dumm halten uns eigentlich Ricarda und ihre Freunde? Was ist das für ein durchsichtiges Manöver, mit dem die Grünen sich gönnerhaft als die Retter in der Not präsentieren wollen, obwohl sie eben das genau NICHT sind. SIE, und keine andere Partei in der Regierungskoalition, verhindern auf diese Weise einen wesentlichen Baustein zur sicheren Stromversorgung während der Wintermonate, in denen die Sonne weniger scheint und auch der Wind ein höchst unzuverlässiger Geselle ist, um die Gaskraftwerke spürbar zu entlasten und das ohnehin knappe Gas damit für Haushalte und Industrie so lange wie möglich verfügbar zu halten.

Es ist pure Ideologie oder ideologischer Fanatismus, mit der die Basis der Grünen kalt lächelnd über die Bedürfnisse der Bevölkerung hinweggeht.

Machen wir uns doch nichts vor, WIR ALLE SIND AUF SICHERE ENERGIE UNMITTELBAR UND ALTERNATIVLOS ANGEWIESEN !

Was die jungen grünen Wilden offenbar immer noch nicht verstanden haben, ist doch, dass unser gesamtes Leben in allen Bereichen davon abhängt, dass die Produktion von Gütern weitergehen kann, dass damit das Geld erwirtschaftet werden muss, von dem unser Sozialstaat TOTAL abhängig ist.

Die Zuwendungen in Form von Geld, die der Staat und die mit ihm verbundenen Systeme im Sozial- und Gesundheitswesen, im Bildungswesen, im Rentenwesen, in Infrastruktur und Kultur, in bezahlbaren Wohnungen leisten, fallen doch nicht als Sterntaler vom Himmel, die Herr Lindner nur noch aufzusammeln hätte.

Und die finanziellen Fähigkeiten der Bürger, die ausreichend vorhandenen Güter des täglichen Bedarfs erwerben zu können (die Rede ist von rund 80Millionen Menschen), sind doch ebenfalls davon abhängig, dass ARBEITSPLÄTZE bestehen bleiben, durch die Arbeitnehmer Lohn und Einkommen erst erhalten! Gerät aber die Wirtschaft in eine existentielle Krise, wirkt sich das nicht nur auf „die Unternehmer“ aus, sondern zuerst und vor allen Dingen auf diejenigen Menschen, die ihre Anstellung verlieren oder nur noch in Kurzarbeit leisten und damit weniger, bzw. gar keinen Lohn mehr erhalten, ganz abgesehen davon, dass sich alle – bisher relativ normale – Kosten für den Lebensunterhalt (Wohnen, Nahrung, Bekleidung, Mobilität) und ein bisschen „Wohlstandszugabe“, wie Gaststätten- oder Cafébesuche, Kino, Theater oder Konzerte, Sportveranstaltungen oder Zoobesuche erheblich verteuern werden.

Denken die Grünen auch nur einen Augenblick an diejenigen, die ohnehin nicht auf Rosen gebettet sind? Oder an Leute, die nicht mit hippen Lastenrädern durch ihre schicken Stadtviertel lässig zum Einkaufen fahren können, sondern weite Wege mit dem PKW zurücklegen müssen, weil der PNV entweder zu unregelmäßig oder gleich gar nicht die kilometerlangen Strecken abdeckt, die sie zu nehmen gezwungen sind, weil Arbeitsplatz und Infrastruktur nichts anderes zulassen?

Ich halte die Entscheidung der Grünen hinsichtlich der „AKW als Einsatzreserve“ für im höchsten Maße unsozial. In einer Krise die eigene Ideologie zur Richtschnur zu machen, ohne auch nur den leisesten Gedanken an das Gemeinwohl zu verschwenden, ist in meinen Augen nicht nur egoistisch, unsozial und untragbar, sondern sogar fahrlässig und damit kriminell.

Frau Lang sieht das natürlich anders und sieht ihre Partei in der Rolle des sich aufopfernden Gönners:

„Wir sind bereit über unseren Schatten zu springen“, sagte die Parteichefin. „Ich hoffe, dass es jetzt von der anderen Seite die Bereitschaft gibt, da mitzugehen.“

Ich kann nur hoffen, dass SPD und FDP nicht auf diese betrügerischen Machenschaften der Grünen hereinfallen und ihrerseits die rechtliche Basis dafür schaffen, den Weiterbetrieb der AKW ohne Unterbrechung der Produktion nach dem 31. 12. zu gewährleisten auch über den April 2023 solange hinaus, wie es die Krise erforderlich macht. Eine entsprechende Eingabe im Bundestag würde – so meine berechtigte Hoffnung und Vermutung – mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Mehrheit finden, es sei denn, Herr Merz würde für seine Partei weiterhin Opposition um der Opposition willen machen und sich bei einer möglichen Abstimmung enthalten, um nicht mit „den Falschen“ zu stimmen, obwohl in der CDU die Stimmen laut und zahlreich sind, die einen Weiterbetrieb der AKW verlangen.

N A C H K L A P P

Die Grünen haben bei ihrem Parteitag exakt das beschlossen, was der große Guru und Zampano bereits im September als Marschrichtung vorgegeben hat:

Auf der Pressekonferenz erklärte der Wirtschafts- und Energieminister, dass die beiden Kernkraftwerke genutzt werden könnten, „wenn es die Situation gebiete“. Am wichtigsten war Habeck die Feststellung, am Atomausstieg festzuhalten: „Das heißt auch: Alle drei derzeit in Deutschland noch am Netz befindlichen Atomkraftwerke werden planmäßig Ende 2022 regulär vom Netz gehen. Am Atomausstieg, wie er im Atomgesetz geregelt ist, halten wir fest. Neue Brennelemente werden nicht geladen und Mitte April 2023 ist auch für die Reserve Schluss.““ (Quelle)

(Siehe meinen Blogbeitrag vom 8. September)

NACHKLAPP II um 20. 24

https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/scholz-anordnung-weiterbetrieb-akw-101.html

Nach wochenlangem Streit hat Kanzler Scholz ein Machtwort gesprochen: Die drei verbliebenen Kernkraftwerke sollen bis zum 15. April 2023 weiterlaufen können. Das teilte er in einem Schreiben an die zuständigen Minister mit.

Bundeskanzler Olaf Scholz hat im AKW-Streit innerhalb der Regierung eine klare Ansage gemacht. Die verbliebenen drei deutschen Atomkraftwerke sollen maximal bis zum 15. April 2023 weiterlaufen können.

Auf Basis seiner Richtlinienkompetenz ordnete Scholz an, die gesetzliche Grundlage zu schaffen, um die Kernkraftwerke Isar 2, Neckarwestheim 2 sowie Emsland über den 31. Dezember hinaus bis längstens zum 15. April 2023 zu betreiben. Ein entsprechendes Schreiben richtete er an Wirtschaftsminister Robert Habeck, Umweltministerin Steffi Lemke und Finanzminister Christian Lindner.“

Das ist den Leuten, die immer schreien, Scholz möge führen, vermutlich auch wieder nicht recht, wenn man dem Unterton in Frau Hassels Berichterstattung Glauben schenken will…


Wiedervorlage 16. Oktober, 2022

Posted by Rika in gesellschaft.
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Ich habe das – so eine Wiedervorlage – vermutlich höchstens drei oder vier Mal in all den Jahren gemacht, seit ich im März 2007 den Blog „himmel und erde“ begann.

Die heutige Situation in Deutschland / Europa, speziell die Verbissenheit der „Grünen“, mit der sie trotz der gegenwärtigen schweren Energiekrise an dem beschlossenen Ende der Energiegewinnung durch AKWe festhalten, bringt mich dazu, diesen alten Blogbeitrag nochmals einzustellen,

Aussteiger mit Tradition….

geschrieben am 5. März 2018

Nein, ich meine in diesem Fall mit  „Aussteiger“ nicht die „üblichen“ einzelnen Individuen, die ihr vom ganz normalen Wahnsinn beherrschtes   Leben hinter sich lassen und sich irgendwo in der schönen weiten oder auch nahen wilden Welt in eine kleine ökologische und / oder esoterische Nische zurückziehen und sich die Welt machen, wie es ihnen gefällt. Es geht – wie schon in dem Beitrag  über den „Abschied vom Diesel“ um die Artikelserie, die bei Achgut von verschiedenen Autoren geschrieben wird und sich auf die  –  auf ideologischen Konstrukten basierenden – Veränderungen bezieht, die sich leise, schleichend und von den meisten Bürgern dieses Landes kaum wahrgenommen vollzieht: Der Ausstieg aus bisher bestehenden  Grundannahmen  in gesellschaftlichen / ökonomischen / familiären / ökologischen / wissenschaftlichen  Belangen und Bereichen.

Das, was ich schon lange wahrnehme, aber nicht konkret in Worte fassen und schon gar nicht belegen konnte, weil mir dazu einfach die Mittel der Recherche fehlen, wird an wenigen exemplarischen Modellen dargestellt und somit deutlich gemacht. Es ist das Verdienst von Achgut, diesen nahezu geräuschlos verlaufenden  Prozess der Veränderung – der sehr viel stärker in unser Leben eingreifen wird, als es bisher denkbar ist – sichtbar und erkennbar  zu machen.

Der zuletzt erschienene Artikel trägt den Titel : „Gefühlte Wissenschaft“ und   beschäftigt sich u.a. mit der Abkehr von anerkannten wissenschaftlichen Methoden des Erkenntnisgewinns …

Wissenschaft ist aus gutem Grund ein nachdenklicher und vorsichtiger Prozess: Alles darf kritisiert und angezweifelt werden. Wissen muss revidierbar bleiben. Der Zweifel ist das methodische Prinzip der gesamten modernen Naturwissenschaft. Dieses aufklärerische Prinzip ist beispielsweise beim Thema Klimawandel weitgehend außer Kraft gesetzt. In der öffentlichen Debatte gilt „Klimaschutz“ als hochmoralisches Anliegen.

Die aus wissenschaftlichen Versuchen gewonnenen Erkenntnisse werden – sollte ich besser sagen wurden bisher – nur dann in den Kanon des Wissens aufgenommen, wenn nachfolgende Versuche in /  zu unterschiedlichen Bedingungen  sie bestätigten, um auszuschließen, dass zufällig auftretende  Variablen das Ergebnis beeinflusst haben könnten.  Das macht Wissenschaft aus und das macht sie gleichzeitig auch so spannend.  „Der Zweifel ist die Mutter der Erkenntnis.“ Und daneben ist  das alte Wort des Sokrates zugeschrieben wird, „Ich weiß, das ich nichts weiß“  der Urgrund allen Erkenntnis- und Wissensgewinn, meint es doch nichts anderes, als dass jede neu gewonnenen Einsicht den Blick der Neugier weitet für das, was hinter dem Horizont des bisherigen Wissens liegt, es sind die Fragen nach diesem „Dahinter“ die Menschen antreibt ihr Dasein zu erforschen, die Geheimnisse des Lebens zu entschlüsseln.

Wir wissen, dass es in der Geschichte immer wieder machtvolle Versuche der Herrschenden gegeben hat, neues Wissen und Erkennen, das durch diesen Forscherdrang gewonnen wurden,  zu unterdrücken und / oder ins Reich des Bösen zu verweisen. „Und sie bewegt sich doch!“ lernten wir in der Schule. Das trotzige Aufbegehren des Gelehrten Galileo Galilei   gegen die mächtige katholische Kirche, die religiös verbrämtes Weltbild in Gefahr sah, wonach nämlich die Erde der FEST STEHENDE Mittelpunkt der Welt sei, um den sich alles andere dreht.

Umgekehrt ist es auch keine neue Erkenntnis, dass die Herrschenden immer versucht haben, die Wissenschaft für die Interessen des Staates einzuspannen. Und vermutlich ist es auch nicht neu, dass dabei nicht unbedingt den strengen Regeln der Wissenschaft der Vorrang gegeben wurde, sondern wissenschaftliche Erkenntnisse „passend gemacht “ wurden zugunsten der jeweiligen vorherrschen ideologischen Ausrichtung der Machteliten und aus  einer Arbeitshypothese ein quasi dogmatisches Modell wurde.

Dirk Maxeiner beschreibt dieses Vorgehen im Zusammenhang mit den wissenschaftlichen Untersuchungen zu Klima und Klimaveränderung (s.o.) und führt weiter aus:

Wer an den vorherrschenden Szenarien zweifelt, dessen moralische Integrität wird umgehend in Frage gestellt. Es hängen mittlerweile auch nicht nur politische, sondern auch massive ökonomische Interessen an der Erzählung von der Klimakatastrophe. Der Zweifler stellt schließlich auch die Sinnhaftigkeit der zur Vermeidung der hypothetischen Katastrophe eingeleiteten praktischen Maßnahmen in Frage.  ….   Der Übergang von Pseudo-Wissenschaft zu magischem Denken ist inzwischen erfolgreich absolviert. …  Politiker wollen ihre Entscheidungen durch einen breiten wissenschaftlichen Konsens legitimeren. Deshalb wurde das „Intergovernmental Panel on Climate Change“ (IPCC) in den achtziger Jahren von der UN ins Leben gerufen, um den Klima-Sachverstand aus aller Welt zusammenzutragen und eine einheitliche Aussage daraus zu kondensieren. Das IPCC-Prozedere ist damit kein wissenschaftliches, sondern ein von der „neuen Klasse“ beherrschtes diplomatisches Verfahren. Schlüsselpositionen haben dabei jene Wissenschaftsfunktionäre inne, die den Wortlaut einer kurzen Zusammenfassung der vielen tausend Seiten umfassenden Studien und Arbeiten festlegen.

Hervorhebung von mir.

Diese kurzen Zusammenfassungen aber sind es, die unter das Volk getrommelt werden, so verkürzt, dass sie zu der seit Jahren etablierten „grünen Meinung“ passen. Wer beachtet die Details und wer von uns könnte mühelos nachvollziehen und damit auch erkennen, was die Studie tatsächlich aussagt?  Ich kann  doch gar nicht beurteilen, was die Forschungsergebnisse  für die Zukunft bedeuten und bin deshalb auf die Redlichkeit der „Wissenschaftsfunktionäre“ angewiesen. Wobei, das muss man doch in aller Deutlichkeit sagen, die Klima-Lobbyisten niemals gegen die Interessen ihrer lukrativen Auftraggeber agieren würden.

Am Beispiel des Klima-Themenkomplexes bringt Dirk Maxeiner einen weiteren Gedankengang  ins Spiel. Er zeigt auf, wie  totalitäre Systeme in der jüngeren Vergangenheit mit utopischen Plänen sich des Klimas „bemächtigen“ wollten und zieht einen Vergleich zu den heutigen Experten:

Deshalb reiften in den Köpfen der (sowjetischen) Planer noch phantastischere Projekte: Holzkohlenstaub, so wurde diskutiert, sollte die Eiskappen des Nordpols gezielt abschmelzen. Fünfzig Jahre später ist es wieder so weit – allerdings unter umgekehrten Vorzeichen. Eine von ökologistischen Untergangsszenarien verunsicherte Öffentlichkeit fürchtet – diesmal in einer Art negativem Machbarkeitswahn – ihr irdisches Tun werde die Pole dahinschmelzen lassen. Kohlendioxid (CO2), das nach der Verbrennung fossiler Rohstoffe aus Schloten und Auspuffen in den Himmel steigt, könne den alten sowjetischen Traum doch noch wahr machen – unfreiwillig.

Die heutigen Klimaschützer werden in ihrem Machbarkeitswahn den sozialistischen Klimaplanern von einst immer ähnlicher. Die vernünftige Idee, die Umwelt zu schonen und Ressourcen und Energie zu sparen, genügt offenbar nicht mehr. Stattdessen glauben Klimaschützer, wie weiland die sowjetischen Großtechnokraten, Stoffströme umleiten und die Biosphäre nach einem großen Plan managen zu können.

Einfügung von mir.

Einer der Protagonisten der ‚Klimakontrolle durch den Menschen‘ ist Herr Schellnhuber. Maxeiner schreibt:

Er träumt von einem Elite-Zirkel, „bei dem die 100 bis 200 weltbesten Wissenschaftler einige Jahre in einem Kolleg zusammenarbeiten“, und, wenn diese die Lage als bedrohlich ansähen, „müssten sie  schnellstmöglich eine neue Weltgesellschaft erfinden“.

und macht darauf aufmerksam, dass das keineswegs eine neue Strategie, sondern bereits tief in der  Umweltideologie der Grünen verankert sei.

Und wie schon zu Zeiten Galileis sind es die Herrschenden, die darüber wachen, welche Utopie erlaubt, welcher Erkenntnis gefolgt und welche Fragen und Zweifel verboten sind. Herr Maxeiner beschreibt das so:

Eine Nomenklatur von Umweltbürokraten und Wissenschaftsfunktionären, von Politikern und Wirtschaftslobbyisten glaubt sich in der Lage, über planetare Stoff- und Menschenströme befinden zu können. Ihr Traum ist eine globale Öko-Regulierungsbehörde – und deren oberstes Gebot lautet: Du sollst keine Zweifel ha­ben. In Deutschland ist diese Maxime mittlerweile auch in andere Politikbereiche – etwa die Zuwanderungsdebatte – eingedrungen und wird mit dem Adjektiv „alternativlos“ gekennzeichnet. Skeptische Fragen oder das Bemühen von empirischen Daten und praktischen Beobachtungen werden als destruktiv ausgemustert.

In Klimadingen gelten folgende Fragen als unanständig. Erstens: Hat die Erde sich tatsächlich bereits über ein von der Natur verursachtes Maß hinaus erwärmt? Zwei­tens: Wird Sie sich weiter erwärmen? Und drittens: Wenn ja, ist das überhaupt schlimm? Besonders letztere Frage gilt als zynisch.

Ich erlebe es immer wieder, dass kluge Leute in meinem Freundeskreis absolut verstört reagieren, wenn ich Misstrauen in Bezug auf die Vorstellungen der Klimaretter erkennen lasse und  ich eine ebenso logische wie einfachste Frage stelle, nämlich die, wie es möglich sein kann, auf 2 Grad genau die Erderwärmung steuern zu wollen, erlebe ich es in meinem schlichten Eigenheim doch immer wieder, dass nicht einmal die Temperatur in meinem Wohnzimmer punktgenau meinen Vorstellungen und Eingaben entsprechend eingehalten wird… und dabei haben wir eine neue, supermoderne, computergesteuerte Heizungsanlage.

Einschub:

Doch nicht nur in Bezug auf „Klima“ haben Skepsis und Zweifel in der gegenwärtigen Diskussion keinen leichten Stand, um nicht zu sagen, sind sie vollkommen unerwünscht und darum auch kaum wahrnehmbar in einer  öffentlichen Debatte, die doch eigentlich in den Medien geführt werden müsste. Wir erleben gerade eine seltsame Paradoxie: Der Begriff „Fakenews“ steht hoch oben auf der Agenda der Schlagworte, wobei man „Schlag“ getrost wörtlich nehmen kann. Fakenews, so möchte ich beinahe sagen, sind  die „News“, die nicht von den großen Sendeanstalten, den meinungsbildenden Magazinen und Zeitungen und den Berliner Politakteuren abgesegnete worden sind. „Fakes“ sind Hirngespinste, die sich eben nicht an Fakten orientieren. Und dabei sind es gerade und gleichzeitig in vielen Fällen  die gleichen medialen und politischen Eliten, die seltsam faktenrestistent ihre Heilsbotschaften verkünden und keinen Widerspruch, keinen Zweifel erlauben und vielmehr einen großen Teil ihrer Energie darauf verwenden, das „Volk“ (der Begriff gilt auch als verpönt), also die Bevölkerung im Sinne ihrer Heilslehre umzuerziehen. Das beginnt mit Veggiedays und Vorschriften für gesunde Ernährung (den bewährten Hauswirtschaftsunterricht früherer Jahrzehnte, in denen Schüler noch alles Notwendige über Ernährung und Nahrungszubereitung lernten, hat man inzwischen aus dem Curriculum allgemeinbildender Schulen entfernt, allenfalls finden noch AGs zum fröhlichen Kochen statt),  setzt sich in dem fort, was ich gerne als „Gender-Wahn“ bezeichne, äußerlich  kenntlich gemacht an Binnensternen und auf der pädagogischen Ebene durch Erziehungsratgeber für das Vorschulalter, in denen schon drei- bis 6-jährige Kinder sich mit der Frage beschäftigen sollen, wie viele Geschlechter es außer den ihnen sichtbaren – Jungen und Mädchen – noch möglich sind, bzw. sich mit der Forderung vertraut machen sollen, die Vielfalt der Geschlechter als gegeben anzusehen.  Die Frühsexualisierung unserer Kinder, die als zerstörerisch für eine gute Entwicklung der Kinder angesehen wurde und  die man noch vor wenigen Jahren vor allen Dingen den Werbeleuten in die Schuhe schieben wollte, wird heute mit Fleiß betrieben, wie mein Schwiegervater selig sagen würde, gefördert und gefordert ausgerechnet von den Familienministerien und Kultusbehörden des Bundes und der Länder. Eltern, die sich in organisierten Demonstrationen dagegen zur Wehr setzen, werden beleidigt, beschimpft und in die „reaktionäre Ecke“ gestellt. (Einschub Ende)

Wie sich die diktatorische Umerziehung der Gesellschaft im Sinne einer als alternativlos angesehenen Ideologie auswirken kann, reißt Herr Maxeiner kurz so an:

Im letzten Jahrhundert hat sich zweimal, 1917 in Russland und 1933 in Deutschland gezeigt, was einer Gesellschaft wiederfährt, deren politisches System von einer Weltanschauung beherrscht wird, die den Untergang beschwört und radikale Veränderungen fordert, um ihn abzuwehren. Das Konstrukt drohender Katastrophen wird zur Tatsache erklärt. Basierend auf dieser Wissens-Anmaßung wird einem massiven Eingriff in die Persönlichkeitsrechte das Wort geredet. Die Expertengremien suggerieren wissenschaftliche Exaktheit und leiten daraus scheinbar vernünftige und moralisch gebotene Verhaltensforderungen ab.

Mit der Etablierung der „GRÜNEN“ in der deutschen Parteienlandschaft, wurde ein ideologisches Konstrukt machtvoll ins Bewusstsein der Mehrheit der Bevölkerung gerufen, das aber  bereits  lange vor den 1980er Jahren seinen Anfang genommen hatte. Maxeiner schreibt:

Die Idealisierung des Naiven und vermeintlich Natürlichen ist weit oben in Staat und Gesellschaft angekommen. Ihre Spur zieht sich von Rousseau über die der Romantik, die Wandervögel und die Hippies bis zum Ökologismus unserer Tage. Im deutschsprachigen Kulturraum waren solche Strömungen immer besonders beliebt. Durch’s bürgerliche Wohnzimmer zog schon zu Urgroßvaters Zeiten der wehmütige Duft des Sentimentalismus.

Diese „Idealisierung, angekommen in Staat und Gesellschaft“, geht mit einem besonderen Wesenszug der Deutschen einher, der schon einmal zu verhängnisvollen Auswirkungen führte, der Hybris nämlich, sich im Besitz des Steins der Weisen  zu wähnen und  darüberhinaus befugt und beauftragt zu sein, die ganze Welt im Sinne der gewonnenen Erkenntnisse belehren zu müssen und mit nahezu allen Mitteln alle anderen Gemeinschaften und Staaten auf den gleichen Kurs zu bringen. (Frau Merkel ist eine Expertin auf dem Gebiet der erpresserischen Erziehung anderer Staaten – ihr Mittel ist jedoch nicht die kriegerische Gewalt der Hitler-Regierung, ihr Mittel ist das von deutschen Steuerzahlern erbrachte „Vermögen“ des Staates, dessen Sachwalter doch eigentlich zu Gunsten Deutschland und seiner Bevölkerung dieses Vermögen einsetzen sollte… meine ich in aller Naivität.)

Dirk Maxeiner fährt fort (und damit schließe ich die Übernahme seines Textes) und schreibt:

Der in den siebziger Jahren rasant anwachsenden grünen Bewegung gelang es, sich als neu und historisch unbelastet darzustellen. Doch der Ökologismus war keinesfalls, wie bis heute viele denken, 1970 vom Club of Rome in Deutschland eingeführt worden. Er hat eine lange nationale Geschichte, die in der Romantik begann, in der Lebensreformbewegung um 1900 eine erste Blüte erlebte und dann – das wurde jahrzehntelang unter den Tisch gekehrt – von den Nazis aufgegriffen und propagandistisch reiflich genutzt wurde.

Keine deutsche Regierung vor 1998 (die erste rot-grüne Koalition) war so mit Öko-Ideologie befrachtet wie die nationalsozialistische. Hitler war bekanntermaßen Tierversuchsgegner und Vegetarier. Weniger bekannt dürfte sein, dass Reichsbauernführer Walther Darré persönlich dafür sorgte, dass der Führer immer frisches Bio-Gemüse bekam. Oder, dass Hitler der Reichsvogelmutter Lina Hähnle versicherte, „seine schützende Hand über die Hecken“ zu halten und für „verstärkten Vogelschutz“ eintrat. Himmler pries in einer Rede die alten Germanen, die „von der göttlichen Ordnung der ganzen Pflanzen- und der ganzen Tierwelt überzeugt waren“. Er schwadronierte über die Rechte von Mäusen und Ratten und warnte davor, über solche Betrachtungen zu lachen. „Es wäre besser,“ meinte er, „wir pietätlosen Menschen würden unser Haupt neigen vor der Tiefe und Größe dieser Weltanschauung.“

Wenn wir  wirklich  –   den Maxeiner’schen Befürchtungen – entsprechend aussteigen aus dem bisherigen Gefüge unseres gesellschaftlichen Konsens und Zusammenhalts und den Weg der hier beschriebenen ideologischen Utopie weiter gehen, stehen wir in einer ebenso gefährlichen wie unrühmlichen Tradition. Unsere bisher geübte (vermeintliche) Abkehr vom deutschen Faschismus wird auf eine geradezu beängstigende Art und Weise  reaktiviert. Es sind nicht die rassistischen und später kriegerischen  Mitteln der Unterdrückung, die diesen Faschismus kennzeichnen, es ist die Beschneidung des Einzelnen hinsichtlich seiner Entscheidungsfähigkeit und Entscheidungsmöglichkeit, es ist die Beschneidung unserer Wahrnehmung mit Hilfe einer uns auferlegten Schablone, die weder den Blick nach rechts noch nach links erlaubt, die andere Hypothesen nicht einmal zulässt, geschweige denn hinterfragt. Es ist die Vereinheitlichung der Individuen zu einer manipulierbaren Masse, der das eigene Denken  mit den freundlichsten Worten zuerst abgenommen und dann verboten wird.

Der neue Faschismus kommt in „Flecktarn“ daher…  in unseren Breiten ist das  braun-grün.

Den ganzen Artikel Dirk Maxeiners kann man unter diesem Link lesen:

Deutschland steigt aus (5): Gefühlte Wissenschaft

Was in mir so vorgeht…. 11. Februar, 2018

Posted by Rika in aus meinem kramladen, gesellschaft, politik.
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Die meisten Leute die ich kenne, machen sich Gedanken darüber, was wohl bei Prominenten aus Politik, Sport oder Personen öffentlichen Lebens welcher Art auch immer jeweils in ihm / in ihr vorgeht und ergehen sich in manchmal wilden, manchmal zärtlichsten Spekulationen darüber, was er oder sie gerade empfindet im Augenblick der Niederlage oder im wunderbaren Siebenten Himmel des Triumphes.

So kann man dann darüber lesen, wie es wohl „dem Martin“ jetzt gehen mag oder seinem Ex-Freund Sigmar, die ja beide ein intrigantes Spiel getrieben haben um Macht, Posten und Einfluss.

Wir erinnern uns gewiss noch:

In einer Nacht- und Nebelaktion hatte der Siggi seinem Freund Martin, der sein Amt in Brüssel turnusgemäß räumen musste,  den Parteivorsitz in der SPD zugeschustert, im Gegenzug übernahm Siggi das Außenamt (auf das der Martin auch schon geschielt hatte) von Frank-Walter , der ja mit Billigung der ideen- und alternativlosen Kanzlerin auf den frei gewordenen Posten des Bundespräsidenten befördert worden war. Ein munteres „Bäumchen wechsel dich“ auf höchster Ebene und ganz ohne die Beteiligung irgendwelcher Parteimitglieder oder gar Wähler. Ein „wie du mir, so ich dir“ in aller freundlichster Absicht selbstverständlich.

Ich hatte damals schon insgeheim gedacht: „Nachtigall, ich hör dir trapsen!“, um es mal etwas salopp auszudrücken. Uns allen war doch sonnenklar, dass Gabriel als Parteivorsitzender der SPD  niemals die Wahl gegen Angela die Erste würde gewinnen können, ganz abgesehen davon, dass er vermutlich auch nicht von der eigenen Basis zum Kanzlerkandidaten gekürt worden wäre. Sigmar Gabriel wäre krachend gescheitert und damit auch die Aussicht, bei der nächsten Wahl nach Merkel in führender Rolle seinem Land dienen zu können. Er hatte, so dachte ich damals, bereits im Vorfeld ziemlich elegant, aber eben auch ziemlich skrupellos den Schwarzen Peter dem lieben Freund Martin zugeschoben.  Der liebe Martin wurde für seinen Mut, sich ins erkennbare Höllenfeuer zu stürzen, gebührend gefeiert. Aber – auch das wissen wir sicher noch – die Begeisterung ließ schnell nach, Martin machte taktische Fehler, kommunizierte höchst unklug, dafür aber mit schnoddriger Selbstüberschätzung, kurzum, der Wahlkampf war zäh, quälend und ziemlich miserabel, die Wahl ging entsprechend verloren. „Schulz“ hieß der Schwarze Peter. Und der ging nicht etwa reumütig in sich, nein, mit gleicher Schnoddrigkeit und trotziger Überheblichkeit verkündete er unmittelbar nach den ersten  Hochrechnungen, seine Partei, die SPD, würde in die Opposition gehen. Eine Groko käme nicht noch einmal in Betracht und er selbst würde niemals unter Merkel in die Regierung eintreten und ein Ministeramt übernehmen.

Ich fand das aufgrund des Wahlergebnisses einleuchtend, nachvollziehbar und auch richtig.

Frau Merkel machte sich daran, eine Regierungskoalition aus CDU/CSU, Grünen und FDP zu schmieden. Die Sondierungsgespräche hielten die Nation wochenlang in Atem und wurden auf den buchstäblich letzten Metern dieses Marathons von der FDP ziemlich abrupt (aber für mich keinesfalls überraschend) für gescheitert erklärt.

Nun schlug Frank Walters große Stunde.

„Ist es genau die Situation, die Frau Merkel vorausschauend bedacht hat und die sie deshalb auf einen eigenen CDU-Kandidaten für  das Amt des Bundespräsidenten verzichten ließ?“ dachte ich.  Und hat sie es gar so bereits mit Frank Walter verabredet, der Präsident als Sicherheitsgarantie für ihre Kanzlerschaft?

Wie auch immer, der Präsident lieferte. Er lud die noch verbliebenen möglichen Koalitionäre (mit Linken und AfD wollte und konnte die Kanzlerin keine Regierung bilden!) zum Gespräch, redete ihnen ins Gewissen, beschwor die Verantwortung für Deutschland und zwang sie geradezu in die Sondierung.

Innerhalb der SPD begann es zu murmeln und zu grummeln… keine Groko…. Wortbruch… Untergang….

Aber die Genossen im Parteivorstand nahmen trotz der grummelnden Warnung der Basis die Sondierungsgespräche auf und ließen das Ergebnis (Koalitionsverhandlungen aufnehmen zu wollen)  bei einem Sonderparteitag mit denkbar knapper Mehrheit absegnen, nicht ohne das Versprechen gegeben zu haben, bei den eigentlichen Koalitionsverhandlungen „noch mehr rausholen zu wollen“.

Die Verhandlungen waren kurz, anstrengend und „erfolgreich“, wenn man es für einen Erfolg hält, dass Frau Merkel weiter Kanzlerin bleiben kann und darum zugunsten der SPD auf sogenannte „Schlüsselpositionen“ bei der Vergabe der Ministerien großherzig verzichtete. (Seitdem ist auch das Grummeln an der Parteibasis der CDU deutlich lauter geworden, war es doch zuvor eher ein leises Wispern einiger weniger, die ohnehin nicht mit einem gut dotierten Posten rechnen konnten.)

Ein stolzer Martin Schulz trat vor die Öffentlichkeit und verkündete den Verhandlungserfolg für seine SPD, die er aber fürderhin nicht selber weiter führen, sondern in Andrea Nahles weit geöffnete Hände legen wolle, um… ja um UNTER FRAU MERKEL ALS AUSSENMINISTER IN DIE REGIERUNG EINZUTRETEN!

Potz Blitz und  Tausend!

Dieser Martin aber auch. Da hat er es aber allen gezeigt. Allen voran seinem Freund Sigmar und dann allen Parteimitgliedern, die ohnehin nicht auf Groko-Kurs gehen wollten und auch allen verblüfften Wählern und politischen Gegnern.

„Was zu viel ist, ist zu viel!“ dachte ich und dass das nie und niemals von der Basis der Partei akzeptiert werden würde.

Es ist mir keine Freude, dass ich mit meiner Einschätzung Recht behielt, nicht einmal eine stille Genugtuung. Es macht mich eher ganz fassungslos und auch ein bisschen traurig, dass der Kampf um die Macht zu einem schmutzigen und erbärmlichen Pokerspiel verkommen ist, das nur Verlierer hervorbringt. Martin Schulz ist von seinem noch nicht angetretenen Posten als Außenminister abgetreten und wird nicht länger Parteivorsitzender bleiben.  Sigmar Gabriel hatte öffentlich in einem Zeitungsartikel die mangelnde Solidarität in der SPD beklagt  und sich damit als beleidigte Leberwurst geoutet, unfähig zu menschlicher Größe, Besonnenheit und Selbsterkenntnis…. selbst Parteifreunde nehmen ihm das übel. Angela Merkel hat deutlich an Strahlkraft und an der innerparteilichen Zustimmung eingebüßt.  Andrea Nahles könnte tatsächlich die neue SPD-Vorsitzende werden, aber zu welchem Preis? Und die SPD selbst wird sich wohl nur schwer von diesen Schlägen erholen …. und es ist keinesfalls ausgemacht, dass die Basis bei der geplanten Mitgliederbefragung zur Groko den Vorschlägen des Parteivorstandes folgen wird.

Meine alte SPD gibt es „so“ ja schon längere Zeit nicht mehr…. sie hat sich verändert …. oder bin ich es, die sich so verändert hat, dass ich einfach nicht mehr zu ihr passe?

Das ist es, was in mir vorgeht…

Wie es in all den anderen aussehen mag, was sich in ihnen abspielt? Darüber will ich nicht spekulieren. Ich kann mir zwar Vieles vorstellen, aber darüber schreiben möchte ich nicht.

 

Sehr kurzer Zwischenruf… 19. November, 2017

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Vielleicht sollte man es sich mit Jamaika doch noch einmal ernsthaft überlegen…

Schließlich gibt es den Fluch der Karibik.

Den muss man doch hier nicht haben….

Darum, liebe Leute, kein Jamaika.

Wenn es aber sein muss und sich kein anderer Ausweg zur Erhaltung der MM ( Macht Merkels) anbietet,

wenn Ihr also doch  miteinander regieren wollt, obwohl Euch mehr trennt, als der Atlantik die BRD von Jamaika, nennt es doch einfach CDU-die Gelb-Grünen.

Oder noch einfacher, FGU     –   Freie Grüne Union.

Dann hätte sich auch endlich das „christlich“ erledigt, das ja ohnehin nur noch eine lästige Nebenerscheinung für Regierungen und Parteien ist. (So könnten auch mehr Vertreter der „Grünen Jünger des Propheten“  dem Verein beitreten und müssten nicht länger Sorge tragen, mit Ungläubigen freundschaftliche, aber vom Koran nicht legitimierte  Beziehungen zu pflegen…)

Vor allem aber würde die Bezeichnung  „FGU“ es vermeiden, noch länger einen armen Inselstaat mit täglichen  –    und durch die Medien  bis  zum Überdruss glorifizierten  –   Durchhalteparolen und Horrormeldungen gleich mit der Lächerlichkeit und Armseligkeit Preis zugeben.

Bitte, bitte, VERGESST   J A M A I K A  !

 

 

 

Der Blick von außen…. 30. September, 2017

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Manchmal, so scheint es mir, sieht man aus der Entfernung sehr viel klarer, als aus der Nähe.

Das sogenannte „Große Ganze“ wird leichter erkennbar, wenn man die vielen kleinen  Facetten unscharf stellt und „nur“ die wesentlichen Konturen betrachtet. Diese „Außensicht“ trifft auf einen Artikel zu, den ich über Facebook fand:

Sieh säte Wind und erntete Sturm„, ist der Titel bei baz-online.

Und im Untertitel wird deutlich, um wen und was es geht. Die Wahlen zum Deutschen Bundestag liegen hinter uns. Ich habe es  mir fast vollkommen verkniffen während des Wahlkampfes dazu zu schreiben. Das Ergebnis? Ein Desaster für die SPD, die FDP freut sich, wieder im BT vertreten zu sein, die Grünen konnten aufatmen, sahen die letzten Umfragen doch nicht danach aus, als würden sie die Hürde schaffen. Die Linke ist ebenfalls wieder vertreten und noch eine weitere Partei hat den Einzug ins Parlament geschafft, die AfD.

Die CDU ist wieder mal die stärkste Kraft – aber zu welchem Preis:

„Eigentlich ist Angela Merkel abgewählt worden. Alle spüren das. Nur Angela Merkel nicht.“

Hatte sie bei den letzten Wahlen schon jeweils Federn lassen müssen, so ist das jetzige Ergebnis eigentlich nur als Misstrauensvotum zu betrachten, aber die Kanzlerin sieht das anders. Sie spricht vom klaren Wählerwillen und davon, dass sie den Wahlkampf gut durchdacht habe und keine Fehler zu erkennen seien. Ihr fehlt eben jener Blick von außen, und der sieht so aus:

 

8,6 Prozent. So viel hat ein amtierender deutscher Bundeskanzler noch nie in einer Wahl verloren, und noch nie hat ein deutscher Bundeskanzler, dessen Partei so abgestürzt ist, das politisch überlebt. Hätte Angela Merkel (CDU) Verstand, kennte sie die ungeschriebenen Gesetze der Demokratie, glaubte sie an die Bedeutung von Wahlen: Sie hätte längst ihren Rücktritt angeboten, so wie das üblich ist, wenn man das Wort Verantwortung ernst nimmt.

Denn niemand trägt mehr Verantwortung für die Pulverisierung der CDU, einer der einst mächtigsten und solidesten bürgerlichen Parteien Europas, als Angela Merkel, eine Frau, die ihr Leben in der DDR begann, weil ihr Vater die DDR offenbar mehr geschätzt hatte als die alte Bundesrepublik und einst in den 1950er-Jahren freiwillig von Hamburg in die DDR gezogen war. Zwar dürfte dieser evangelische Pastor kein Kommunist gewesen sein, aber besonders abgestossen fühlte er sich von ihnen auch wieder nicht.

Angela Merkel, das merkt man immer wieder, und ich sage das als ein Schweizer, der in der alten Bundesrepublik gelebt und studiert hat, Angela Merkel kennt diese alte BRD nur vom Hörensagen her, und vielleicht mag darin ein Grund liegen, dass sie die eigentliche Staatspartei dieser BRD, die Wirtschaftswunderpartei, die katholische Adenauer-Partei, so malträtiert und mit einer Mischung von Geringschätzung und Nonchalance zerstört hat.

Ich werde hier nicht den ganzen Text einstellen,  diesen Abschnitt aber doch:

Die CDU amputiert, die SPD, um 1863 gegründet, beinahe auf das Niveau von 1890 gebombt, als sie auf einen Wähleranteil von 19,8 Prozent kam, und in der Ruinenlandschaft blieb eine neue Partei stehen, die aus dem Nichts zur dritten Kraft im Parlament gemacht wurde: Wenn solche Dinge geschehen, dann ist politisch sehr viel geschehen. Die Deutschen müssen, wie zuvor die Briten und die Amerikaner, in einem Masse über den Status quo verärgert sein, dass es eigentlich unmöglich ist, zur Tagesordnung überzugehen. Jamaika? No, woman no cry, sang Marley. Nein, Frau, weine nicht.

Die AfD hat gewonnen, obwohl sie sich wie eine unzurechnungsfähige Partei aufführt und obwohl manche ihrer Exponenten wahlweise Dummes, Geschmackloses, Bedenkliches und Inakzeptables von sich gegeben hatten. Die AfD hat gewonnen, obschon die Partei von ihren Konkurrenten mit dem schlimmsten Vorwurf belegt worden war, den man in Deutschland einer Partei machen kann, dass sie nämlich eine Nazi-Partei sei – und obschon sie wenig dafür getan hat, solche Beschimpfungen zu widerlegen, hat diese maximal verteufelte und tabuisierte Partei 12,6 Prozent der Stimmen bekommen.

Das lässt erahnen, wie unermesslich die Misere sein muss, in der sich manche Deutsche fühlen. Hätte die AfD einen besseren Ruf, sie wäre womöglich bei 20 Prozent angelangt. Wird Merkel eine Jamaika-Regierung bilden, könnte die AfD diesen Wert in vier Jahren erzielen, sofern sie sich nicht selber im Chaos auflöst, was durchaus denkbar scheint.

 

Teil dieser Misere ist meiner Meinung nach die nach wie vor herrschend Haltung  aller bisher im Bundestag vertretenen Parteien, sich nicht mit der Frage auseinander zu setzen, wie sehr Menschen aus einem gänzlich anderen Kulturraum die Gesellschaft herausfordern, sich mit ihrer eigenen Identität zu befassen, die ja, folgt man Frau Özoguz, außer der Sprache keine eigene Kultur aufzuweisen habe.  Wo blieb der Protest angesichts dieses ungeheuerlichen Statements?   Von Seiten der Kanzlerin, der Opposition, der Mehrheit der Medien war kein Aufbegehren gegen diese Erniedrigung deutscher Kultur zu hören.

Wie der Teufel das Weihwasser, so vermeiden die führenden Politiker der Republik die Auseinandersetzung mit dem religiös verbrämten Faschismus des Islam.  (Leider gilt das für die meisten Kirchenführer nicht minder!) Statt mit den sogenannten „gemäßigten Muslimen“ und mit Islamkritikern den Schulterschluss gegen die Vorherrschaft mittelalterlicher Verhaltensvorschriften in den Koranauslegungen ultrakonservativer Imame  in den Moscheen und den Darlegungen treuer Apologeten des Propheten in öffentlichen Debatten zu suchen, folgt man brav der von der Türkei gesteuerten DITIB und redet in der Islamkonferenz mit Leuten wie Aiman Mazyek. (Zum Glück deutet sich hinsichtlich DITIB ein ganz, ganz leichtes Umschwenken an,  zu wenig, wie ich meine!)

Baz-online schreibt dazu:

 

Angela Merkel hat schliesslich eine Politik gemacht, wie sie im ganzen Westen zu beobachten ist, wie sie überall scheitert und wie sie in höchstem Masse unpopulär ist: In den vergangenen 15 Jahren hat eine unkontrollierte und nie vom Wähler abgesegnete – geschweige denn gewünschte – Immigration von Millionen von Menschen unsere Länder auf eine Art und Weise verändert, wie wir uns das nie hätten vorstellen können.

Wer hat das zugelassen, wer hat das gewollt, wem soll das etwas bringen? Eine hoch bezahlte, gut ausgebildete Elite, die nie im gleichen Masse von den Folgen dieser Masseneinwanderung betroffen ist wie die meisten einfachen Bürger, sieht untätig zu, wenn Immigranten unseren Sozialstaat zweckentfremden, verwöhnte Politiker, die mit Begleitschutz unterwegs sind, muten uns importierte Kriminalität und Terror zu und reden deren Auswirkungen schön, wenn sie uns darüber nicht ganz im Dunkeln lassen; angeblich vernünftige Staatsmänner lassen zu, dass sich unsere Gesellschaften vollkommen umwälzen, ohne Rechenschaft darüber abzulegen, inwiefern uns das gut tut oder uns Bürgerkriege bringt, ja, gewisse Politiker, wie vor allem Angela Merkel, haben diese Umwälzung sogar forciert – ohne irgendjemanden zu fragen, kein Parlament, kein Kabinett, keine EU, keinen einzigen deutschen Bürger.

Selten hat eine Politikerin so selbstherrlich entschieden, dass ihr Land ein anderes werden soll – und selten hat eine Bundeskanzlerin vom Wähler ein so unmissverständliches Urteil empfangen, was er davon hält. 8,6 Prozent. Nur Angela Merkel scheint die Bedeutung dieser Zahl noch nicht begriffen zu haben.

Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.

Doch dies noch zum Schluss des Artikels:

Als die Israeliten Gott vergessen hatten, kündigte der Prophet Hosea ihnen zahllose Strafen an:

«Denn sie säen Wind und werden Sturm ernten. Ihre Saat soll nicht aufgehen; was dennoch auf-wächst, bringt kein Mehl; und wenn es etwas bringen würde, sollen Fremde es verschlingen.» Vielleicht sollte Merkel, die Tochter des Pastors, wieder einmal in der Bibel lesen. Und dann abtreten.

 

Aber die halsstarrige Pastorentochter aus der Uckermark wird ganz gewiss nicht abtreten… sie ist schließlich ALTERNATIVLOS

 

 

 

Ich glaube, mein Schwein pfeift…. 2. März, 2016

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sagte man früher wenn man seine Fassungslosigkeit oder sein Erstaunen über eine Situation, ein Ereignis oder eine Behauptung ausdrücken wollte.

Und das ist genau das, was ich hiermit tun will!

Allerdings, Schweine pfeifen in der Regel nicht, sie quieken allenfalls, wenn sie sich in Gefahr wähnen…. ich weiß das, der Bauer von gegenüber hat noch  vor etwa  20 bis 25  Jahren regelmäßig in seinem Hof ein oder zwei Schweine geschlachtet… wir konnten das Quieken deutlich hören… und sahen dann das geschäftige Treiben und das Schwein auf der Leiter. Anschließend war Schlachtefest angesagt. Das war damals so üblich auch in unserer Gegend und vermutlich wird es in vielen bäuerlichen Gegenden heute noch so gemacht.

Aber zurück zum Thema: Ich glaube, mein Schwein pfeift!

23 Jahre habe ich als Werk- und Hauswirtschaftslehrerin an Sonder-, respektive Förderschulen  gearbeitet. Die Zubereitung von Gerichten mit Schweinefleisch gehörte ganz selbstverständlich in meinen von den Rahmenrichtlinien gedeckten Unterrichtsplan. In den 6 Jahren vor der 15 Jahre währenden Kinderpause gab es nie auch nur die kleinste Kritik daran, Schweinefleisch zu essen. Es wär an dem damaligen Schulstandort in der Abgeschiedenheit eines nordhessischen Dorfes auch sehr, sehr merkwürdig gewesen, wenn irgendwelche Eltern sich negativ zum Schweinefleisch geäußert hätten.

Bei einem Schlachter machte ich die nähere Bekanntschaft mit dem Handwerk des Schweineschlachtens, betreuten wir Lehrer doch unsere Schüler in den diversen Berufspraktikumsstellen. In aller Herrgottsfrühe fand ich mich beim besten Metzger des Dorfes ein, Meister und Gesellen und auch mein Schüler standen schon bereit. Ein Wagen fuhr vor, 4 oder 5 Schweine, so genau weiß ich es nicht mehr, wurde ausgeladen und vorübergehend in einem kleinen Gehege untergebracht, bis eines nach dem anderen zunächst mit dem Bolzenschußapparat betäubt, dann mit dem Messer abgestochen und den sich anschließenden Arbeitsgängen überlassen wurde… Abbrühen, entfernen der Borsten, abspülen, den Bauch öffnen und alles ausnehmen, was darin befindlich war…  Bis zu diesem Punkt habe ich alles mit angesehen, es war übrigens das erste Mal – und blieb auch das einzige Mal – , dass ich dieser Prozedur beiwohnen konnte. Dann bekam ich einen Schnaps auf meine bestandene „Erstschlachtung“….   das Schwein tat mir zwar ein bisschen leid, aber Wurst, Schinken und Fleisch aß ich auch weiterhin in Maßen und mit Vergnügen.

Nach der Kinderpause – wir lebten bereits im Land mit den meisten Schweinezuchtbetrieben, im schönen Niedersachsen – unterrichtete ich nun mehr ausschließlich das Fach  „Hauswirtschaft“, von den Schüler der Einfachheit halber „Kochen“ genannt. Und das taten sie mit Vergnügen: KOCHEN,  die lästige Ernährungslehre und die unweigerlich notwendigen Abwasch- und Aufräumarbeiten mehr oder weniger  billigend in Kauf nehmend. In den ersten Jahren hatten wir nur zwei oder drei muslimische Schüler an der Schule, die allesamt vollkommen säkular lebten, d.h. irgendwelche zu beachtenden Speisevorschriften gab es nicht. Das änderte sich im Laufe der Zeit. Und ich musste immer häufiger Rücksicht nehmen auf meine muslimischen Schüler. Nicht nur, dass sie kein Schweinefleisch essen durften, es war auch darauf zu achten, dass in Würstchen, die als Geflügelwürstchen ausgewiesen waren, nicht trotzdem Schweinefleisch verarbeitet war, was übrigens sehr oft der Fall ist. Auch das Kleingedruckte auf den Zutatenlisten ist genauestens zu beachten, nicht selten taucht dort der Begriff „Gelatine“ auf, die in aller Regel ebenfalls vom Schwein gewonnen wird. Ich hatte  – und habe es immer noch – viel Verständnis für diese besonderen Bedingungen, denen muslimische Kinder und Jugendliche unterworfen sind.  Ich lernte von meinen Schülern auch, dass es nicht einfach genügt, statt des Schweinefleischs eine Alternative anzubieten, ich musste auch darauf achten, dass die übrigen Lebensmittel für die muslimischen Schüler in einer  getrennten „Küche“ zubereitet wurde. (Mit Küche bezeichneten wir die 4 verschiedenen Küchenzeilen innerhalb der großen Küche, in denen jeweils 2 oder 3 Kinder gemeinsam arbeiteten). Einer meiner Schüler machte mich nämlich eines Tages darauf aufmerksam, dass  Geschirr, Besteck und Küchengeräte auf gar keinen Fall mit „Schwein“ in Berührung kommen dürfe.

In Israel hatte ich vor Ort und bei lieben Freunden das Prinzip der Trennung zwischen „milchigen“ und „fleischigen“  Speisen in Tat und Tun kennen gelernt (per Lektüre war es mir schon bekannt), das ja ebenfalls streng drauf achtet, Milchiges und Fleischiges nicht mit gleichem Geschirr und in gleichen Töpfen zuzubereiten oder anschließend im gleichen Spülbecken zu reinigen.

Ich konnte mich also gut auf diese Bedingungen einlassen.

Ich hätte aber niemals darauf verzichtet, Schweinefleisch zu verarbeiten „nur“ weil meine muslimischen Schüler es nicht essen durften. Es gab immer eine Alternative, wobei ich ehrlicherweise bekennen muss, dass manchmal die Alternative darin bestand, dass die Muslime das  Fleisch einfach nur weglassen und sich deshalb mit den Beilagen begnügen mussten. „Kochen“ in der Schule will ja auch bezahlt sein und oft genug habe ich aus meinem privaten Geldsäckel etwas zugegeben.

Mit der Zeit wurde das Vorgehen ganz normal,  einfach zur  Macht der Gewohnheit, Dinge so oder so zu regeln.

Darum kann ich es überhaupt nicht nachvollziehen, dass sich Mensen an Kitas, Schulen und Unis, in Firmen, Betrieben und öffentlichen Einrichtungen  den Zwang auferlegen, auf Schweinefleisch generell zu verzichten, um Muslimen nicht das gemeinsame Essen schwer oder unmöglich zu machen. Mit etwas gutem Willen lässt sich das doch regeln. So wie es ja in größeren Einrichtungen auch längst Usus ist, täglich ein vegetarisches Gericht anzubieten – und das ist nicht mehr der Milchreis, wie es noch zu meinen Studentenzeiten üblich war. Meine Tochter war immer total begeistert von der Vielfalt der Speisen aus denen sie in ihrer Uni-Mensa auswählen konnte.

Geradezu lächerlich finde ich darum die Erwiderung,  der in ihrer Volkserziehungbessenheit  unverbesserlichen Grünen (und neuerdings auch Mitglieder anderer Parteien),  auf den Vorschlag der CDU in Schleswig-Holstein, Schweinefleisch nicht verpflichtend vom Speiseplan zu entfernen.

So schreibt Frau Göring-Eckardt beispielsweise auf Twitter:

Witzig: fordert Integrationspflicht für Vegetarier. Unsere heißt Mettbrötchen! http://www.ln-online.de/Nachrichten/Norddeutschland/Schweinefleisch-Pflicht-in-oeffentlichen-Kantinen 

 

Das ist so strunzdumm, dass es fast schon wieder amüsant daherkommt, wäre es nicht als typisch grüne Provokation geschrieben.

Mit Sicherheit hat die CDU nicht gefordert, dass Tag für Tag auf jedem Speiseplan jeder Mensa ausschließlich „Schwein“ zu stehen habe…

 

Herr Lindner von den Liberalen gibt sich auch in Ernährungsfragen ganz liberal,  wenn er schreibt:

 

Erst , jetzt . Verrückte Idee:wie wäre es, wenn einfach jeder selbst entscheidet was er isst?CL

 

 

Deutschland an der Seite Israels… 8. März, 2012

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Das ist ein Traum!

Ein Wunschtraum, mein Wunschtraum.

Träume sind irgendwann einmal zu Ende, spätestens, wenn der Wecker klingelt oder das menschliche Rühren den Träumer aus dem Bett treibt.

Manche Träumer aber träumen mit offenen Augen, in vollem Bewusstsein und mit hellem Verstand. Heute ist mir schlagartig klar gemacht worden, dass ich selbst in so einem jahrelangen Tagtraum vor mich in träumte und dabei die lästige Gegenwart in Form von Gesprächen mit Freunden, Zeitungsartikeln, Nachrichtensprechern, Internetforen oder sonstigen irgendwie gearteten, negativen Meinungsäußerungen über Israel als „Ausnahmeerscheinung“ betrachtete,  zwar unschön und ärgerlich (geärgert habe ich mich ziemlich viel!!!), frustrierend und oft genug geradezu niederschmetternd furchtbar und deprimierend, sie  aber eben nicht als DIE REALITÄT angesehen habe.

Heute las ich mit wachem Bewusstsein und hellem Verstand und nach einem guten Frühstück einen Artikel bei welt-online, der mir mit großer Deutlichkeit den Traum von „Deutschland an der Seite Israels“ ausgetrieben hat.

„Woher die abgründige Distanz gegenüber Israel?“

fragt Michael Wolffsohn in dem Artikel und gibt – neben einem Rückblick auf Jahre der „Freundschaft“ zwischen Deutschland und Israel – auch selbst die Antwort. Die ist ebenso ernüchternd wie beschämend:

Woher die abgründige Distanz der Deutschen gegenüber Israel? Antisemitismus? Sind die Deutschen Israel und Juden gegenüber unbelehrbar? Im Gegenteil, die Deutschen haben ihre geschichtliche Lektion so gut gelernt, dass Israel heute in ihren Augen verkörpert, was Deutschland einst war, und mit diesem alten Deutschland identifiziert sich das neue nicht.

Wir sind heute  die besten Deutschen aller Zeiten. Wir haben aus unserer Geschichte gelernt: „NIE  WIEDER KRIEG“   heißt unsere Parole…

Die überwältigende Mehrheit der Deutschen lehnt, als Lehre aus ihrer Geschichte, Gewalt als legitimes Mittel der Politik ab. Sie sagen: „Nie wieder Täter!“

Die Phase, in der tausende junge Leute gerne aber auch: „Macht kaputt, was euch kaputt macht“ skandierten und Steine werfend durch die Innenstädte der Großstädte zogen, wird als Emanzipationsbewegung betrachtet, die die Gesellschaft vom Muff der Tausend Jahre befreit hat, der  unter den Talaren seine säuerlich-piefige Tradition konserviert hatte, ein Protetbewegung also,  die der jungen Republik ein neues und modernes Gesicht gab, fernab von Kaiserreich und noch weiter entfernt vom Tausendjährigen Reich. Doch das (die „Revolution“ der 68er) ist inzwischen, der Geschichte sei Dank, ja nun auch Geschichte …. !

Wobei ich mir die Bemerkung erlaube, dass doch eigentlich diejenigen, die damals zum Zerstören des Zerstörerischen aufriefen, am ehesten Verständnis für eine Bevölkerung aufbringen müssten, die seit ihrer beginnenden Staatlichkeit bis heute in extremer Weise dem Zerstörerischen um sie herum ausgeliefert ist.

Umgekehrt haben Israelis und Juden aus ihrer Geschichte gelernt: „Nie wieder Opfer!“ Deshalb halten sie Gewalt, notfalls auch vorwegnehmende, für ein legitimes Mittel der Politik. Erst recht, wenn sie ihr Überleben bedroht sehen, zum Beispiel durch iranische Atombomben.

Aber das Gegenteil ist der Fall, nicht Verständnis für die in ihrer Existenz bedrohten Israelis findet sich bei den ehedem jungen, wilden Linken, nein, überbordende und oftmals geradezu hasserfüllte Kritik an Israel ist das Credo der Linken und Grünen und, folgt man Herrn Wolffsohns Rückblick auf die Zeit von 1952 bis heute,  eigentlich nahezu aller politischen Kräfte von damals bis zur Gegenwart.  Dabei schmücken  sich die vereinigten deutschen Israelkritiker mit dem edelsten aller völkerverbindenden Attribute, dem der Solidarität, der Solidarität mit den Entrechteten und Verfolgten!    Nein, nicht die Verfolgten des  DrittenReichs und der  Vernichtungsmaschinerie der Nazis sind gemeint.

Die Solidarität gilt den arabischen Brüdern (von Schwestern ist meistens eher nicht die Rede), den „Palästinensern im von Israel besetzten Palästina“, wie es so schön heißt. Dabei übersehen die Sympathisanten  in ihrer uneingeschränkten Solidarität, dass sie sich ausgerechnet mit denen solidarisieren, die schon zu Adolfs Zeiten den gleichen Gedanken wie die Nazis von damals hatten: Die Juden müssen vernichtet, zumindest aber ins Meer befördert werden.

Bis heute hat sich an der Marschrichtung und Zielsetzung nichts geändert. Das zeigt die Charta der Hamas genauso wie die Doktrin der PLO.

Israel das zionistische Gebilde muss nicht nur nach Meinung der arabischen Interessenvertreter verschwinden, auch nach Ansicht der Mullahs im Iran   soll „das Gebilde“ von der Landkarte ausradiert, aus dem Buch der Geschichte getilgt werden. Der religiöse Führer des Iran spannte den Bogen sogar noch weiter und will, wie weiland die Deutschen, das „Krebsgeschwür“ aus dem Volkskörper (er meint mit „Volk“ die gesamte Menschheit!) herauslösen, entfernen, vernichten.

An diesem Punkt  irrt darum  Herr Wolffsohn, wenn er meint,  die Deutschen hätten (grundsätzlich) aus ihrer Geschichte gelernt, nein die Deutschen wollen nur nicht den Führer geben, ansonsten halten sie in Treue  fest  an  der Tradition der JudenIsraelfeindschaft. Damit es aber nicht so auffällt und sie nicht wieder zum Buhmann der Geschichte werden (denn das ist es, was sie wirklich nachhaltig quält), geben sie an Gedenktagen wundervoll reuemütige Erklärungen ab, die auch schon mal darin gipfeln, dass sich der Holocaust niemals wiederholen dürfte  unter, bzw. an  den Muslimen, die die Juden von heute seien, oder halten Reden in Israel in denen sie beteuern, dass sie „fest an der Seite Israels stehen“, oder schweigen beharrlich, wenn es angebracht wäre, arabisch-palästinensischen Terror zu verurteilen oder verteilen Preise an angebliche Friedensstifter, die aber hinter der Maske des Friedenschaffenden uralten Antisemitismus betreiben und ihn sogar als biblische Wahrheit verkaufen, wie neulich erst Pfarrer Raheb so eindrucksvoll vorführte!

„Deutschland an der Seite Israels“ das war (m)ein schöner Traum bis heute!

„Deutschland an der Seite Israels“ könnte hingegen für Israel zum Albtraum werden, wer braucht schon jemanden an seiner Seite, der einem das Messer an die Kehle hält.

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