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Habecks Masterplan 8. September, 2022

Posted by Rika in aktuell.
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Langsam wird klar, wie Robert Habeck regiert. Der Wirtschaftsminister ist, positiv formuliert, verbindlich, wendig und voller Erfindungsreichtum. Wenn er etwas gegen jemanden durchsetzen will, dann sucht er nicht den offenen Streit – sondern lässt seine Leute hinter den Kulissen einen Weg finden...“

Leider ist der Rest dieses Artikels von Petra Pinzler (Warum die Methode Habeck an ihre Grenzen stößt) bei der ZEIT auch hinter den Kulissen (der Bezahlschranke) verborgen. Darum habe ich keine Ahnung, wie es nach diesen schönen Sätzen weitergeht.

Wer verbindlich, wendig und voller Erfindungsreichtum hinter den Kulissen arbeiten lässt, bildet den positiven Gegensatz zu „offenem Streit“, wie ihn diejenigen praktizieren, die öffentlich die Probleme diskutieren und über Lösungswege verhandeln.

Ich würde ja die Methode Habecks als Mauschelei im Hinterzimmer bezeichnen, verbindlich-wendig, eben das Fähnlein der Erkenntnis im Wind der Meinungen oder der Gegenargumente schwenkend und mit Erfindungsreichtum, aber ohne jede Verbindlichkeit, mal das eine, mal das andere geschickt zugunsten der eigenen Darstellung als „Problemlöser“ je nach Problemlage wenden, wie man es ja bei Maischberger beobachten konnte.

Geht es aber um Fakten, wie sie die Gesetze der Natur, der Physik und Mathematik unerschütterlich und gar nicht zu wenden darstellen, dann kommt die Methode Habeck an ihre Grenzen, dann bringt es der Redekünstler allenfalls noch fertig, mit immer neuen sprachlichen Wendungen das Gegenüber so zu verwirren und / oder einzuschläfern, dass man seine Ahnungslosigkeit, die er geschickt mit Worten zu verbergen sucht, kaum wahrnehmen kann. Frau Maischberger war aber nicht nur hellwach, sie war auch sehr gut vorbereitet und ließ den Minister nicht vom Haken ihrer Fragen.

Die Experten aber, die Herrn Habeck gründlich und deutlich die Faktenlage klarmachen, und das eben nicht im Hinterzimmer, sondern auch offen wagen, werden sie von der Öffentlichkeit wahrgenommen, als lägen sie im „Streit“ mit Habeck?

Wieso seine Gasumlage ein schwerer Fehler war, sollte nicht offen diskutiert werden können, wie es um die Energieversorgung – und damit um die Existenz der Betriebe bestellt ist, die mit ihrer Produktion komplett vom Gas, zumindest aber von zuverlässiger und bezahlbarer Energie abhängen, kann nicht offen debattiert werden, warum sich ein AKW nicht als Notfallreserve eignet, sondern im (durchaus reduzierten) Dauerbetrieb gehalten werden muss, darf nicht berichtet werden, OHNE mit dem Attribut „Streit“ versehen zu werden? Ist es Streit, wenn bei Sachthemen kritisch nachgefragt wird?

Gerade in Bezug auf die Energieversorgung ist Offenheit und Transparenz das einzige Mittel, um Vertrauen in der Bevölkerung für die Maßnahmen zu erhalten. Das gilt insbesondere auch für das Thema „Kernenergie und Atomkraftwerke“, das ganz sicher bei den Wählern der Grünen heftige Reaktionen hervorrufen wird.

Zum Thema Habeck und die AKW empfehle ich diesen Artikel:

Daraus diese Absätze:

Auf der Pressekonferenz erklärte der Wirtschafts- und Energieminister, dass die beiden Kernkraftwerke genutzt werden könnten, „wenn es die Situation gebiete“. Am wichtigsten war Habeck die Feststellung, am Atomausstieg festzuhalten: „Das heißt auch: Alle drei derzeit in Deutschland noch am Netz befindlichen Atomkraftwerke werden planmäßig Ende 2022 regulär vom Netz gehen. Am Atomausstieg, wie er im Atomgesetz geregelt ist, halten wir fest. Neue Brennelemente werden nicht geladen und Mitte April 2023 ist auch für die Reserve Schluss.“

So formuliert Habeck verbindlich-wendig, dass alles beim Alten bleibt, aber, das Volk könne beruhigt sein, wenn es zum Notfall kommen sollte, könne man ja flugs die AKWe hochfahren.

Dass das aber ganz und gar nicht geht, muss ihm da bereits klar gewesen sein, wie in dem Artikel zu lesen ist:

Nun wird bekannt, dass die Geschäftsführung der Preussen Elektra, die das Kernkraftwerk Isar 2 betreibt, sich am Dienstag mit einem Brief an den für energiepolitische Fragen zuständigen Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Patrick Graichen, der zudem ein enger Vertrauter Habecks ist, gewandt hat. Preussen Elektra bestätigt, so wie der Stresstest es auch ergeben hatte, dass der Versorgungsbeitrag der drei Kernkraftwerke erforderlich sei, aber die Idee, sie in einen Reservebetrieb zu schicken, um sie bei Bedarf wieder hochzufahren, technisch nicht möglich wäre.“

„In dem Schreiben von Guido Knott, dem Chef von Preussen Elektra, das dem Spiegel vorliegt, heißt es: „Zwei der drei laufenden Anlagen zum Jahreswechsel in die Kaltreserve zu schicken, um sie bei Bedarf hochzufahren, ist technisch nicht machbar und daher ungeeignet, um den Versorgungsbeitrag der Anlagen abzusichern.“ Knott verwies darauf, dass dem Ministerium seit dem 25. August bekannt ist, dass „ein flexibles Anheben oder Drosseln der Leistung nicht mehr möglich ist“. Offensichtlich hat Habeck die technischen Einwände ignoriert oder schlichtweg nicht verstanden.“

Und weiter:

Robert Habeck, der sich schon mit der wunderlichen Welt des Insolvenzrechts auseinanderzusetzen hatte, zeigte sich irritiert über den Brief der Preussen Elektra und kommentierte: „Ich habe den Brief mit einiger Verwunderung heute Morgen zur Kenntnis genommen.“ Wieso das? Ihm waren doch schon Ende August die Monita zur Kenntnis gebracht worden. In Habecks Augen hatte die Preussen Elektra das Konzept der Einsatzreserve nicht verstanden, bei dem es sich nicht um das Hoch- und Herunterfahren des Kraftwerks handele, sondern um die Entscheidung, ob die beiden AKWs überhaupt benötigt würden oder nicht. Was heißt das? Ging es nur um graue Theorie? Nur um ein Spiel der Phantasie oder eine theoretische Überlegung, lediglich um ein Gedankenspiel? Sollte die Öffentlichkeit mit dem Formelkompromiss beruhigt werden, mit dem das grüne Wirtschaftsministerium hoffte, über die Niedersachsen-Wahl am 9. Oktober zu kommen? Doch die Taktik des „Wasche mir den Pelz, doch mache mich nicht nass“ mag auf grünen Parteitagen und in der Mirakelwelt grüner Stuhlkreise funktionieren, in der Physik, in der Technik, in der Wirtschaft funktioniert sie nicht, da sind klare Ansagen vonnöten, denn das Atom hört nicht auf Ideologie.“

Wäre Habeck, was manche Leute inzwischen für möglich halten, wirklich zu dumm, das zu verstehen, müsste man ihm wegen schwerwiegender mangelnder Kompetenz die Führung des Wirtschaftsministeriums entziehen. Es wäre doch unverzeihlich, einen Mann, dem die kognitiven Möglichkeiten fehlen, die Materie, mit der er es zu tun hat, zu durchschauen, in so einer verantwortungsvollen Position zu halten, noch dazu in einer Krise, wie sie die Bundesrepublik kaum je erlebt hat.

Da der Minister aber immerhin von einer Universität promoviert wurde, kann man ihm mangelnde Intelligenz wohl kaum zuschreiben.

Eher sollte man sich mit der „Methode Habeck“ beschäftigen, wie sie von seiner Biografin beschrieben wird:

Der Grünen-Vorsitzende stellt es gern so dar, als sei seine steile Parteikarriere eine Verkettung von glücklichen Zufällen; tatsächlich ist sie eher das Ergebnis von gut kaschierter Zielstrebigkeit und erheblichem Einsatz. Habeck hat kein Problem damit, dass andere in seinem Interesse zurückstecken müssen. „Er hält sich für Gottes Geschenk an die Menschheit“, sagt ein Grünen-naher Politikwissenschaftler, der es sich mit niemandem verscherzen und deshalb anonym bleiben möchte.“

Bei einem weniger gut aussehenden Schwiegermutter-Typ würde man vermutlich nicht von „Methode“ sprechen, sondern von eiskaltem Vorgehen gegen den politischen Gegners, ob innerparteilich oder parteiübergreifend.

Tatsächlich baut Habeck, so beschreiben es Freunde, einen gewissen Druck auf, wenn er seine fairen Vier-Augen-Gespräche führt. „Guck mal, hier bin ich“, signalisiere er dann, „ich würde den Job super machen, und am Ende profitieren wir alle.“ Dem Konkurrenten schiebt er so die Verantwortung dafür zu, mit der eigenen, weniger strahlenden Persönlichkeit womöglich ein schlechteres Ergebnis für die Grünen zu holen. So machte er es nicht nur bei Hentschel, so machte er es wohl auch bei der grünen Spitzenfrau Monika Heinold, die er bei der Landtagswahl 2012 nicht als Co-Kandidatin neben sich haben wollte, obwohl sie auf Platz eins der Landesliste stand. Eine gewisse Genugtuung dürfte es dementsprechend für Heinold bedeutet haben, dass Habeck mit seiner Solonummer kein wesentlich besseres Ergebnis holte als die Doppelspitze 2009.“

…..

Auch gegenüber Cem Özdemir ging Habeck in gewohnter Weise vor, als es 2017 um die Spitzenkandidatur ging. Er rief Özdemir an und teilte ihm mit, dass das zwar jetzt irgendwie blöd sei, sich aber nicht vermeiden lasse: Er werde gegen Özdemir kandidieren. Formal kann man gegen eine solche Konkurrenz gar nichts einwenden, jeder Grüne hat schließlich das Recht, sich um jede Parteiposition zu bewerben. Aber aus der Perspektive des Angegriffenen, der jetzt plötzlich gegen Habecks Charme, sein Charisma und seine Entschlossenheit anzutreten hat, mag sich das trotzdem manchmal wie Nötigung anfühlen.“

Die Methode Habeck scheiterte bei Frau Maischberger, weil die kluge Journalistin nicht nur gut vorbereitet war, ich sagte es bereits, sondern auch eine große Erfahrung im Umgang mit Blendern, Scharlatanen und machtbewussten Selbstverliebten hat.

Habeck wurde demaskiert und vorgeführt, seine Methode funktionierte nicht.

Man kann nur hoffen, dass das mehr und mehr in das Bewusstsein der Leute dringt und sie – vor allen Dingen die Frauen – sich nicht mehr von der smarten Teddybärfassade blenden lassen. Ich darf das sagen, ich bin eine Frau.


Wer wissen möchte, welche Auswirkungen Habecks Masterplan für Deutschland hat und wie die Methode Habeck erkennbar schwerwiegende Veränderungen herbeiführen wird, sollte diesen Beitrag lesen:

Die Deindustrialisierung Deutschlands hat begonnen

Zehn Prozent der deutschen Mittelständler sehen sich vor dem Zusammenbruch. Stahlfabriken machen dicht, Papierfabriken stehen vor dem Aus. Der Papierhersteller Hakle ist erst der Anfang. Die Aluminiumindustrie hat ihre Produktion weitgehend stillgelegt. Alarmierend ist auch die Lage von Chemie- und Düngemittelfabriken.

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Ist es Sarkasmus oder pure Verzweiflung, wenn ich vermute, dass Putin mit seinem Angriff auf die Ukraine ungewollt (?) den grünen Plänen für ein industriearmes Deutschlands ganz wunderbar in die Hände spielt, zumal auch die USA als Unterstützer der Ukraine von einem schwachen Deutschland und einer nicht minder schwachen EU profitieren werden…

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Nicht mal die Haltung ist überzeugend… 7. September, 2022

Posted by Rika in aktuell.
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Nach Frau Baerbock ist „Haltung“ die neue wesentliche Basis der Politik und wird umgesetzt mit „klare Kante“ zeigen.

Aber da sitzt der wichtigste Mann des Kabinetts bei Maischberger und bietet eine jammervolle Gestalt, von „Haltung“ kann keine Rede sein und der „klaren Kante“ fehlen schlicht Wissen, fachliche Kompetenz und Ausdrucksvermögen. (Wer kein ausreichendes Wissen von Fach und Materie hat, kann auch nicht wirklich darüber Auskunft geben, da helfen selbst schöngeistige Formulierungen nicht weiter.)

https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/irre-habeck-aussagen-bei-maischberger-weiss-der-minister-nicht-was-eine-insolven-81246176.bild.html

Habeck wird unsicher, formuliert vorsichtig: „Man würde dann insolvent werden, wenn man mit der Arbeit immer größeres Minus macht.“ Maischberger zusehends fassungslos: „Ja. Aber: Wie wollen Sie denn kein größeres Minus machen, wenn Sie Leute bezahlen, aber nichts mehr verkaufen?“

Der Bundeswirtschaftsminister verheddert sich immer weiter in seinen Erklärungen, sagt: „Ich weise darauf hin, dass es nicht automatisch eine Insolvenzwelle geben muss. Aber es kann sein, dass sich bestimmte Geschäfte nicht mehr rentieren und die dann eingestellt werden. Vielleicht werden sie später wieder aufgenommen, das kann ja sein. Also, das ist dann ja keine klassische Insolvenz.““

Maischberger fasst nach weiteren gestotterten Erklärungen Habecks zusammen:

„Moderatorin Maischberger hakt noch einmal nach : „Also, die sind dann pleite, weil sie nicht mehr arbeiten können, aber melden nicht Insolvenz an. Ich glaube, den Punkt muss man sich tatsächlich noch mal überlegen, aber ich hab das Gefühl, die richtige Antwort ist da noch nicht gefallen bei Ihnen …““

Es passiert äußerst selten, dass ich „BILD“ zitiere, aber dieser Bericht muss einfach sein.
Wir sind nicht nur in einer schweren Krise, wir haben einen Wirtschaftsminister, der in Bezug auf „Wirtschaft“ keine Qualifikationen vorzuweisen hat. Eine Formulierung, mit der ich es höflich ausdrücken könnte, nämlich „keine Qualifikationen zu haben scheint“, ist nach diesen entlarvenden Äußerungen wirklich nicht mehr angebracht.
Es ist ein Trauerspiel, ein Desaster, eine Offenlegung von fachlicher Inkompetenz, wie man sie selten bei einem Minister gesehen hat, schon gar nicht bei einem, der ein solch entscheidendes Ministerium leitet.

Ein Märchen war die bisherige politische Karriere des Dr. phil. Robert Habeck, der vor seiner Zeit als Politiker der Grünen gemeinsam mit seiner Frau Märchenbücher schrieb.

Das Schöne an Märchen ist ja, dass am Ende meistens alles gut wird.

Den Glauben, dass mit diesem Wirtschaftsminister überhaupt noch irgendetwas gut werden kann, habe ich spätesten seit dem heutigen Morgen verloren, als ich mich mit der geballten Inkompetenz des Wirtschaftsministers Robert Habeck konfrontiert sah.

Schöne Reden, Haltung, Authentizität, wie sie so sehr von Journalisten und Wählern bewundert werden, sind leider keine hinreichenden Fähigkeiten, einer Krise zu begegnen, wenn eben keine Sachkompetenz vorhanden ist.

NUR schöne Reden, Haltung und die viel gepriesene Authentizität sind allenfalls für Schönwetterzeiten tauglich, um das Wahlvolk mit freundlichen Geschichten zu beglücken und bei der Stange zu halten.

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Im Stil eines absolutistischen Herrschers … 2. September, 2022

Posted by Rika in aktuell.
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Im Stil eines absolutistischen Herrschers verkündet Frau Minister Baerbock, dass sie der Ukraine am möglichen Unwillen der Deutschen vorbei jegliche Unterstützung gewährleistet, die sie (im Überschwang der Gefühle) jemals zugesagt hatte.

„Wenn ich den Menschen in der Ukraine das Versprechen gebe: ‚Wir stehen an eurer Seite, solange ihr uns braucht´, dann werde ich diese Versprechen einhalten. Egal, was meine deutschen Wähler denken. Aber ich werde die Menschen in der Ukraine wie versprochen unterstützen“, sagte Baerbock nach dem informellen Treffen der EU-Außenminister auf einer Podiumsdiskussion am Mittwoch in Prag.“ Quelle

Dass Frau Baerbock in größenwahnähnlicher Selbstüberschätzung unterwegs ist, wissen wir ja nicht erst seit diesem Statement, das wurde doch schon im vergangenen Jahr deutlich, als sie ihren Lebenslauf manipulierte, um ihre Leistungen großartiger darzustellen, als sie eigentlich sind. Es kostete sie vermutlich das Kanzleramt, aber hinzugelernt hat sie daraus NICHT.

„Egal, was meine deutschen Wähler denken!“

Was „ihre“ deutschen Wähler denken, kann Frau Baerbock in der Tat total egal sein, viele ihrer Anhänger haben nämlich längst das eigene Denken eingestellt und plappern fröhlich nach, was die vermeintliche Lichtgestalt der Grünen von sich gibt und folgen ihr blindlings nach – selbst auf dem Kriegspfad, den Frau Baerbock vom ersten Tag des russischen Überfalls auf die Ukraine beschritten hat.

Zitat: „„Wir werden an der Seite der Ukraine stehen, und das bedeutet, dass die Sanktionen auch im Winter aufrechterhalten werden, selbst wenn es für Politiker sehr schwierig wird“, sagte die Grünen-Politikerin weiter.“

Diesen Satz muss man sich auf der Zunge zergehen lassen…. „wenn es für Politiker sehr schwierig wird“!!!! Oh, es könnte für Frau Baerbock schwierig werden, die Ärmste! Dass es für viele einfache Bürger bereits sehr schwierig ist, ist ihr offenbar …egal!

Damit macht sie einmal mehr deutlich, wie wenig sie tatsächlich an ihre Aufgabe denkt und dafür umso mehr an ihr eigenes Wohlergehen.

Noch niemals habe ich eine derartige Äußerung eines Politikers vernommen, so selbstbezogen wie naiv.

Kein Grüner vor ihr hat so einen Satz jemals in die Welt posaunt und damit sein erbärmliches Innerstes offen gelegt. Es kann für Politiker schwierig werden…. Kann man sich so eine Offenbarung bei Joschka Fischer vorstellen, der jahrelang immer damit konfrontiert war, unpopuläre Entscheidungen treffen zu müssen?

Und kein verantwortlicher Politiker der Grünen vor ihr hat jemals so unverhohlen für den Krieg und gegen diplomatische Lösungen gesprochen, wie es Frau Außenminister tut, auch wenn sie natürlich beteuert, man habe alle nötigen diplomatischen Wege erkundet. Es ist ein Unterschied, ob man einen Weg erkundet oder ihn zielstrebig beschreitet. Ich kann in Frau Baerbocks Äußerungen zum Ukraine-Konflikt nicht erkennen, dass sie ihre gesamte Energie auf eine nicht-militärische Lösung ausrichtet, forderte sie doch von Beginn an die Lieferung (und ihren Einsatz) schwerer Waffen für die Ukraine und hält bis zum heutigen Tag an diesen Forderungen fest.

Was mich aber beinahe noch mehr, als dieses „egal, was meine deutschen Wähler denken“ aufregt, ist ihre erkennbare Überschätzung der Zuständigkeit ihres Amtes. Nicht das Außenamt entscheidet über die politische Strategie in diesem überaus ernsten Konflikt mit seinen nicht abzusehenden Folgen für uns, unser Land, unsere Wirtschaft, unsere Bevölkerung. Es geht doch nicht darum, was Frau Baerbocks Wähler denken, es geht darum, wie gut und vor allem wie schnell es gelingt, die Krise zu meistern, die doch unübersehbar mit den Sanktionen verbunden ist, mit denen der Westen Putin zum Einlenken zwingen wollte und will.

Die Bewältigung der Krise erfordert eine gemeinsame Anstrengung aller an der Regierung beteiligten Ministerien, da kann doch nicht in selbstherrlichem Absolutismus die Frau Minister Baerbock entscheiden, ob und wie und wie lange SIE die Ukraine unterstützen will. Die Sprache sei den Menschen gegeben, die Gedanken zu verbergen, so oder so ähnlich habe ich es einmal gelesen, und nach wie vor halte ich es für die Basis der Diplomatie, mit dem gesprochenen Wort sorgfältig umzugehen, die Strategien eben nicht offenzulegen für jedermann, egal ob Freund oder Feind. Aber vielleicht denkt Frau Baerbock ja, sie könne mit ihren Zusagen Herrn Putin beeindrucken und ihn das Fürchten lehren.

Eher – das ist mein ganz persönlicher Eindruck – lehrt sie uns, die Deutschen, das Fürchten, die Furcht vor einer Regierung nämlich, die die Interessen des „deutschen Volkes“ (dem zu dienen die Minister feierlich versprachen) sträflich vernachlässigen zugunsten eines Vorgehens „gegen Putin“. Das, so will es mir zunehmend mehr scheinen, ist der wesentliche Beweggrund für alle bisher getroffenen Entscheidungen und vorgenommenen Maßnahmen. Die Verteidigung der Ukraine ist längst zu einem Stellvertreterkrieg des Westens gegen Putin (und nicht einmal gegen Russland) geworden.

Wir werden in eine Auseinandersetzung gezwungen, die bereits jetzt das Potenzial hat, die Basis unserer Lebensumstände nachhaltig zu gefährden, wenn nicht gar zu zerstören.

Deshalb machen mich die Äußerungen Frau Baerbock nicht „nachdenklich“, sondern unfassbar wütend. Wir wurden nicht und werden nicht gefragt, ob wir den von ihr beschriebenen und auch bereits beschrittenen Weg mitgehen wollen, einen Weg, bei dem es doch nicht mehr um die Unterstützung für die Ukraine geht, auch nicht um die Verteidigung unserer westlichen Werte, sondern um die grundsätzliche Vernichtung des politischen Gegners namens Putin.

Putin, das will ich in aller Deutlichkeit sagen, ist ein tyrannischer und kaum berechenbarer Diktator, ihn international kalt zustellen, ist leider nicht gelungen, aber unseren Lebensstandard deutlich zu gefährden, um ihn in die Knie zu zwingen, halte ich mehr denn je für den falschen Weg.

Zitat: „Strategische Kommunikationsbemühungen sollten deswegen darauf abzielen zu zeigen, wie die Unterstützung für die Ukraine langfristig die Sicherheit Europas erhöhe und warum Sanktionen notwendig und effizient seien.“

Strategische Kommunikationsbemühungen“ stellt sich Frau Baerbock darunter vor, die Überlegungen andersartiger Zielsetzungen als die ihren, die ja auf eine militärische Lösung hinauslaufen, nicht zum Zuge kommen zu lassen? Strategische Kommunikationsbemühungen im Sinne von „Manipulation“ der Bevölkerung, sich der Sicht der Frau Baerbock und ihrer Follower anzuschließen?

An dieser Stelle wird für mich die Forderung nach einem Machtwort des Kanzlers laut und lauter.

Herr Scholz, weisen Sie Ihre Minister in ihre Schranken, stehen Sie zu Ihrem Wort, das Sie am Anfang Ihrer Regierung gaben: Schaden vom deutschen Volk abzuwenden.

Das gilt meines Erachtens auch Ihrem Vizekanzler, der sich immer noch weigert, die Energiesicherheit unseres Landes vor die ideologischen Grundsätze seiner Partei zu stellen.

Sie haben „Führung“ versprochen. Bitte stelle Sie klar, dass weder Frau Baerbock, noch Herr Habeck die Führung dieses Landes innehaben, auch wenn die Medien genau diesen Eindruck zu vermitteln suchen. Machen Sie von Ihrer Richtlinienkompetenz (endlich?) Gebrauch.


Siehe zum gleichen Thema: „Egal, was meine deutschen Wähler denken

Von Kühen, Schafen und Sommerwetter… 28. August, 2022

Posted by Rika in aktuell.
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(Nicht nur) Von Kühen, Schafen und Sommerwetter soll hier die Rede sein.

„Das Beste am Norden sind …“

So beginnen wunderbare Werbesprüche, die der NDR von Zeit zu Zeit sendet und in denen einige Eingeborene Norddeutschlands die Besonderheiten ihrer Heimat auf witzige Weise anpreisen können. Mir machen diese Liebeserklärungen an norddeutsche Frauen, Hühner, Schafe, Deiche, Trecker und was es sonst noch so auf dem Land gibt, unendlich viel Spaß.

Das Beste am Norden ist unsere Wiese…

Das ist für mich das Beste am Norden, dieses kleine Stückchen Land hinterm Deich, mit einem ebenfalls kleinen Häuschen darauf, aber mit dem weiten Blick über die Felder, die immer den Jahreszeiten entsprechend ihr Aussehen verändern und die jetzt schon sehr deutlich den Herbst ankündigen. Das Rapsfeld vor unserer Nase, das im Frühjahr so strahlend gelb und mit betörendem Duft blühte, ist längst abgeerntet. Vor ein paar Tagen zog der Bauer die erste Pflugbahn am Graben entlang … unterließ dann aber jedes weitere Pflügen, was mich dazu anregte, über den Sinn seines Tuns nachzudenken, ohne aber zu einem Ergebnis zu kommen.

Das – Nachzudenken über das, was vor meiner Nase geschieht – ist etwas richtig Gutes am Norden und an der Wiese. Ich bin etwas weiter weg von den täglichen Horrormeldungen, die mir via Zeitung, Fernsehen und Smartphone zugespielt werden. Ich schaue den Wolken nach, die jetzt, nach den heißen Tagen, wieder für kühlere Temperaturen sorgen, beobachte die jungen Elstern, die über die Wiese spazieren, als seien sie die Herrscher eines kleinen Königreichs, sehe den Weiden zu, deren Zweige im Wind hin und her wogen – das passt so gut zu Odile, wie eine der Weiden heißt, die ja, genau, tatsächlich nach „der“ Odile aus dem Ballett Schwanensee benannt ist….

Zu meinem Blickfeld gehören auch einige Windräder des nahen „Windparks“. Im Moment drehen sich fast alle, vor einer Stunde noch standen einige der Rotoren aber still. Vermutlich benötigt man gerade nicht den gesamten Strom, die die Dinger bei gutem Wind produzieren, wird doch in diesen Tagen, wie ich unlängst las und hier auch weitergab, die elektrische Energie durch die Verstromung von kostbarem Gas erzeugt, da würde der Überschuss durch die Windkraftanlagen eher stören.

Über Sinn und Zweck der Gasumlage will ich jetzt nicht weiter nachdenken, ich erlaube mir stattdessen aber doch den Hinweis auf einen Artikel, den ich vorgestern oder gestern las und in dem der Herr über die Umwelt mitteilte, „Legionen von Juristen“ hätten ihn vor der Regelung gewarnt, die er – um die Versorger, nicht aber die Abnehmer zu retten – allen zumutet, die irgendwie am Gasnetz hängen. Trotz der vielen Fachleute im Wirtschaftsministerium sei es offenbar nicht gelungen, die Folgen dieser „Gasumlage“ genannten Regelung in den Blick zu nehmen. Man fragt sich angesichts dieses ministeriellen Eingeständnisses natürlich, welche möglichen Folgen möglicher Regelungen ebenso wenig in den Blick genommen werden und ob es möglicherweise einen Zusammenhang geben könnte zwischen Wissen und Kompetenz des Ministers und dem nicht vorhandenen Weitblick. Ich meine ja nur, dass es doch seltsam anmutet, dass der Wirtschaftsminister einer der stärksten Volkswirtschaften der Welt keine Ahnung zu haben scheint von der Materie, mit der er es zu tun hat. „Schuster, bleib bei deinen Leisten!“ habe ich noch in der Schule gelernt, was nichts anderes bedeutete, als dass man von den Dingen, über die man redet, doch irgendwie Ahnung haben sollte, gar nicht erst zu reden von den Entscheidungen, die ein „Schuster“ nicht in seiner ureigensten Profession trifft, sondern in völliger Verkennung seiner Kompetenzen für gänzlich andere Gewerke und Wirtschaftszweige anordnet.

Anordnungen ganz anderer Art, so konnte man es auch in diesen Tagen lesen, sind ganz furchtbar „in die Hose gegangen“, um es salopp zu formulieren. Meine Rede ist von dem Erstellen und dem Verhindern von Büchern, d.h, die Bücher wurden zwar erstellt, der Verkauf aber verhindert, nachdem einige wenige besonders Erleuchtete den Verlag darauf aufmerksam gemacht hatten, dass die Bücher nicht dem korrekten Umgang mit dem hochsensiblen Thema „indigene Kulturen“ entsprachen. Wie man seither in vielen, vielen Artikeln lesen kann, gibt es tatsächlich auch Befürworter der Anordnung des Verlags, ich gehe aber davon aus – eine Statistik dazu habe ich weder gesucht noch gefunden – dass die „Ablehner“ dieser Maßnahme die Mehrheit bilden und einigen wenigen Zeitgenossen die ganze Diskussion schlicht nur auf den berühmten Keks geht. Karl Mays wundersame Erzählungen aus der neuen Welt über das Aufeinandertreffen völlig verschiedener Kulturen, die Freundschaft zwischen den Protagonisten dieser Kulturen, wie auch die ebenso beschriebenen feindlichen Aktivitäten sollen nicht mehr Jugendlichen zugänglich gemacht werden. Ob auch „Lederstrumpf“ unter den Bann fällt, habe ich zwar noch nicht gehört, aber davon ist doch auszugehen. Wir Deutschen hatten immer schon einen Hang für radikale Lösungen, die Scheiterhaufen, auf denen die Bücher verbrannt wurden, die nicht ins Schema der erwünschten politisch-kulturellen „Bildung“ passten, sollten uns doch Mahnung sein und eben nicht Vorbild, auch wenn die Ächtung heute nicht mehr bei nächtlichen Feuern auf öffentlichen Plätzen zelebriert wird, sondern der Sturm der Empörung sich auf den sogenannten sozialen Netzwerken austobt – wäre es da nicht besser, von „Unsozialen Netzwerken“ zu reden?!

Reden muss man dieser Tage natürlich auch über das Wetter. Niemals, so behauptet man, sei ein Sommer so heiß und so trocken gewesen. Das „niemals“ bezieht sich jedoch auf die Zeit, seit es wissenschaftlich verbriefte und kommentierte Wetteraufzeichnungen gibt. Was davor war, fällt wegen mangelnder Beweise einfach unter den bekannten Tisch. Meine Erinnerungen an „gefühlt“ heißeste Sommer aller Zeiten in meiner Kindheit taugen leider nicht als Argument gegen jedwede Krisenhysterie, mit der die Wetternachrichten allabendlich das Fernsehvolk zu schocken suchen. „Alarm, Alarm“ schallt es allerorten. Getreide verdorrt auf den Feldern, Bäche versiegen, der stolze „Vater Rhein in seinem Bett“ ist auf ein kaum noch schiffbares Rinnsal geschrumpft, in den Talsperren werden längst versunkene Dörfer wieder sichtbar und in der Oder sterben die Fische. Klar, da kann man es schon mit der Angst zu tun kriegen. In den Flüssen meiner Kindheit gab es allerdings gar keine Fische, so dreckig waren sie, verseucht von den Einleitungen der Metall verarbeitenden Betriebe an den Flussläufen und den sie speisenden Bächen. 50 Jahre später tummeln sich Fische und Schwimmer im und Kanufahrer auf dem Wasser von Lenne und Ruhr – und auch der Rhein, der einst so schmutzig war, dass ein Bad darin einem geplanten Suizid gleich kam, ist wieder sauber. Fulda und Werra, die die Weser zur Weser machen, liefern kaum noch Schlagzeilen, das war vor 35 Jahren auch noch anders, als vor allem die Abwässer des Kaliabbau an der Werra den Fluss zu einer tödlichen Gefahr für Wassertiere machten. Die Umweltschutzministerin sollte daher nicht auf „jahrelang anhaltenden Katastrophenmodus“ schalten, sondern auf „Ärmel hochkrempeln“ und so schnell wie möglich die Ursache finden um die Schäden so schnellstmöglich beseitigen.

Schäden sind auch bei den verheerenden Feuern zu beklagen. Es ist schrecklich, verkohlte Wälder zu sehen, rußgeschwärzte Stämme einst wunderbarer Kiefern und Fichten zu sehen. Aber, auch das wird berichtet, zwischen den schwarzen, toten Stümpfen regt sich neues Grün. Viel schneller, als die Katastrophenhysteriker auch nur geahnt haben. – Da fällt mir ein, dass Brandrodungen nicht nur im heutigen Amazonasgebiet üblich sind, sondern in früheren Jahrhunderten auch in Europa ein beliebtes Mittel waren, den Boden für den Ackerbau zu bereiten.

Ich will mich einfach nicht mehr von den Katastrophenmeldungen der diversen Panikorchester in Schockstarre versetzen lassen. Ich schaue aus dem Fenster des Häuschens auf der Wiese in die mich umgebende Natur und vertraue auf die alte Zusage, dass nicht aufhören soll „Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht!“

Zum Glück haben wir es immer noch nicht in der Hand, Gezeiten, Wind und Regen, Unwetter, Jahreszeiten, Frost und Hitze unserem Willen unterzuordnen.

Aber wir haben es in der Hand, Vorsorge* zu treffen…. Der Deich, der mich vor dem Wüten der Nordsee schützt und den ich von unserer Terrasse in weniger als einem halben Kilometer Entfernung sehen kann, ist dafür ein gutes Zeugnis.

Selbst die Kühe, die vor dem Deich in den Salzwiesen grasen oder die Schafe, die die Grasnarbe auf den Deichen kurz, dicht und fest halten, sind ein Zeichen des Vertrauens in die Natur. Bauern und Schäfer würden ihre Tiere dort nicht weiden lassen, wenn sie nicht sicher sein könnten, dass ihre Tiere in den Sommermonaten dort gut aufgehoben sind….*** sofern nicht die Wölfe über die Deiche kommen, aber das ist ein anderes Thema… in meiner hannoverschen Heimatgegend wurden erst vor kurzem wieder zwei junge Pferde gerissen….


**Vorsorge: Wer jemals in Israel war, bekommt eine Ahnung davon, wie eine vernünftige Wasserwirtschaft in einem überaus regenarmen Land aussehen muss. Statt also an der CO2-Schraube zu drehen, ohne damit irgendeinen spürbaren Effekt zu erzielen, sollten sich die Klimabesorgten bei israelischen Landwirten schlaumachen, wie man sparsam mit wenig Wasser Getreide, Gemüse, Tomaten, Apfelbäume oder Palmen bewässern kann. Sinnvoll wäre es auch, sich bei den erwarteten Temperaturen nicht mit Dämmungen der Häuser gegen Kälte zu beschäftigen, sondern mit Vorrichtungen, die die Wärme draußen lassen und Häuser kühl halten. Und wenn hier keine deutschen Eichen mehr wachsen wollen, pflanzen wir eben Dattelpalmen an… sage ich mit einem Augenzwinkern. Die Wärme war doch auch ganz schön, oder? Wann sonst kann man bis spätnachts draußen sitzen und den Sternen zusehen, ohne sich in einen Pelzmantel hüllen zu müssen…

*** Ganz sicher würden die Tiere bei einer Wettervorhersage, die Unheil ankündigt, von ihren Besitzern in Sicherheit gebracht.

Am Ende des Sommers gehören Salzwiesen und Deiche ohnehin nur den Seevögeln…

Gerade fängt es an zu nieseln…. ganz leicht.

Klimakalt und lebensfeindlich… 27. Juni, 2022

Posted by Rika in aktuell.
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Normalerweise lese ich Achgut-Artikel nicht mehr…. sie erschienen mir in den vergangenen Corona-Zeiten allzu einseitig und irrational-verschroben. Da konnten sich die Corona-Maßnahmen-Kritiker austoben, dass es eine Pracht war und dies auf erschreckende Weise an vollkommene Medizin- und Wissenschaftsfeindlichkeit erinnernd – mittelaltermäßig.

Heute schaute ich neugierig über eine andere Website kommend doch mal wieder bei Achgut vorbei und entdeckte diesen Artikel:

https://www.achgut.com/artikel/wie_koennt_ihr_es_wagen

Wer starke Nerven hat und wenig Angst vor der Zukunft verspürt, mag ihn sich antun.

Draußen ist zum Glück endlich „mal wieder Sommer, wie er früher einmal war“, die Sonne scheint und heizt das Haus auch ganz ohne Solaranlagen auf dem Dach, das Gärtchen macht Freude, die Ukraine ist weit weg, Greta – wer war das noch? – und die mit Gas getriebene Heizungsanlage liefert gerade ohnehin nur das warme Wasser fürs tägliche Zähneputzen, geduscht wird kalt oder nur selten…

Bei so viel positiven Aspekten kann man den ganzen unangenehmen Kram, der spätestens ab Oktober auf uns zukommen wird, getrost vergessen. Ob Corona oder eine noch weitaus höhere Inflationsrate, ob unbezahlbare Benzin- und Dieselpreise oder ständig überfüllte und unpünktliche Züge, ob Lebensmittelpreise oder Kosten für warme Klamotten, noch sind wir in sommerlicher Wohlfühllaune, auch wenn bereits die drohenden Wolken am Horizont erkennbar sind.

Für die Regierung – speziell für Robert Habeck – sind das gute Voraussetzungen, kann sie, respektive er doch quasi unbemerkt von den Leuten, die sich so sommerlich wohlfühlen, die Weichen für die unangenehmen Zumutungen stellen, die mit Sicherheit auf uns alle zukommen. Die Solidarität machts möglich und nötig.

Fabian Nicolay beginnt seinen Artikel bei Auchgut mit diesen Sätzen:

„Wie könnt ihr es wagen?

Gretas Verbreitung des Endzeit-Aberglaubens vom baldigen Hitzetod wird nun zur Farce in seiner realwirtschaftlichen Umkehr: Menschen werden erfrieren, weil sie ihre Wohnungen nicht heizen können.

Viele Deutsche werden wohl im Winter frieren müssen, sich auf Entbehrungen einstellen. Und alle sollen mitmachen beim „Sparen“, verfügt der Wirtschaftsminister. Schon wieder ein Notfallplan: Als Vorgeschmack läutet Robert Habeck die zweite von drei Stufen ein, bei der Kunden über eine Preiserhöhung ihres Gas-Versorgers lediglich eine Woche vorher informiert werden müssen. Also gibt es de facto keine vertragliche Preisgarantie mehr, die Aufhebung erfolgt quasi von Amts wegen. Die zweit-unangenehmste Seite der Inflation zeigt sich nun bereits vor der Winterkälte: Verträge sind Makulatur, die Preise sind vogelfrei, die Endverbraucher ausgeliefert. Eine zuvor noch bezahlbare, angenehme Betriebstemperatur kann im Handumdrehen zum Luxus oder finanziellen Fiasko werden.

Sämtliche Gaspreise dürfen von den Versorgungsunternehmen nun beliebig auf ein „angemessenes Niveau“ angehoben werden. Aber nach oben gibt es keine Deckelung. Was „angemessen“ ist, entscheiden nicht die Kunden, sondern die Gasversorger. So warnt ein Energieexperte der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), die Privathaushalte wären auch vor extremen Gaspreisen nicht geschützt. Das ist ein Albtraum für Menschen ohne finanziellen Puffer.“

…..

Und fährt fort:

„Für die Anhänger der Klimakirche kommt es wie gelegen: Deutschland wird zum weltweit führenden Beispiel der konsequenten Abkehr von fossilen Brennstoffen, zumindest schon mal unfreiwillig. Ein Traum dieser Endzeit-Apologeten nimmt damit klare, destruktive Gestalt an. Denn nach ihren Vorstellungen stehen wir kurz vor den Kipppunkten, hinter denen es kein Zurück mehr gibt vom Klimakollaps, dem sicheren Hitzetod, dem CO2-Fanal einer gierig-verschwenderischen Menschheit. Man schaut auf die Klimaerwärmung wie auf ein schwarzes Loch, an dessen „Ereignishorizont“ für den Betrachter zwar alles stillsteht, aber dahinter der unumkehrbare Mahlstrom beginnt. Die Zeit scheint indes stehengeblieben zu sein am Erkenntnishorizont dieser Menschen. Deutschlands Beitrag zur Klimarettung kann im besten Fall knapp zwei Prozent bedeuten. Das ist der Anteil des deutschen CO2-Ausstoßes und damit am Klimawandel, wenn man annimmt, dass dieser allein vom Menschen verursacht wird. Aber der Klima-Glaube ist ein fester. Mal schauen, ob der den nächsten Winter übersteht.

Am Ende geht es den Aktivisten auf der Kreuzung in Berlin-Friedrichshain und ihren Sympathisanten in der Politik gar nicht um den Fortbestand Deutschlands als Industrienation. Ganz im Gegenteil: Sie wollen zurück in eine Zukunft ohne Wachstum, Industrie und Kapitalismus. Das ist eine weitverbreitete Heilslehre im gebildeten, öko-sozialen Mittelstand. Man sieht sich als Elite der Weltrettung und versteht die kommende Energiekrise als Chance, um den ökologischen Wertewandel als Abkehr von westlich geprägten Lebensstilen nun im Eiltempo zu inszenieren.

Greta, das Mädchen mit den Zöpfen und dem versteinerten Gesicht, hatte uns vor wenigen Jahren zugerufen: „Wie könnt ihr es wagen!“ Gestützt auf die sogenannte „Wissenschaft“ von NGOs und die voll aufgedrehten Lautsprecher der salutierenden Leitmedien verbreitete sich ihr Endzeit-Aberglaube vom baldigen Hitzetod wie ein Glaubensbekenntnis. Nun wird es zur Farce in seiner realwirtschaftlichen Umkehr: Menschen werden erfrieren, weil sie ihre Wohnungen nicht heizen können. Und Menschen werden ihre Arbeit verlieren, werden hungern, werden verelenden. Sie werden dann mit Recht rufen: „How dare you!“

Den kompletten Text kann man unter dem oben angegebenen Link lesen.

FF = fiel Freude…. wie wir früher spaßeshalber sagten…

Unter dem Radar? 3. Juni, 2022

Posted by Rika in aktuell.
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Der Krieg gegen die Ukraine steht seit Wochen im ungeteilten Fokus medialer Aufmerksamkeit.

In diesen Wochen werden wir täglich mit erschütternden Bildern und Reportagen konfrontiert, womit – so denke ich – aber langsam eine Grenze des Erträglichen erreicht wird. Nicht etwa, weil uns die Lage der Menschen in der Ukraine gleichgültig wird, sondern weil unser eingebautes „Alarmsystem“ bei Daueralarm irgendwann abschaltet. Man kann es nicht mehr hören, schaltet ab. Das ist vielleicht nicht die ganz feine Art, mit den Problemen anderer Menschen umzugehen, aber dennoch eine zutiefst menschliche Eigenschaft. Das intuitive Ausschalten des Daueralarms macht uns wieder handlungsfähig,  müssen wir doch handlungsfähig bleiben, um mit gut durchdachtem Vorgehen die Ursachen des Alarms angehen und zu Lösungen kommen zu können.

Zu den Alarmtönen gehören ganz sicher auch die immer unverschämter gestellten Forderungen der „Kriegsteilnehmer“ nach schweren Waffen, seien es die vom Krieg tatsächlich bedrohten und betroffenen ukrainischen Politiker oder die deutschen Sympathisanten der ukrainischen Verteidiger, die den Kanzler und die Regierung bestürmen, ohne Rücksicht auf die gesamte Gemengelage, die Ukraine mit modernsten und schwersten Waffen zu versorgen und dabei sogar einen Gegenschlag Russlands auch auf die EU und die Nato-Staaten in Kauf zu nehmen.

Der Daueralarm, dem wir ausgesetzt sind, hat aber für eine ganz andere politische Entwicklung höchst positive Eigenschaften: Er hält alle anderen Themen unter dem Radar der Aufmerksamkeit. Doch nicht nur das, die mit dem Krieg in der Ukraine verbundenen wirtschaftlichen Sanktionen beschleunigen ein Vorhaben, das ohne das Kriegsgeschehen vermutlich heftigste Diskussionen auslösen würde.

Dazu fand ich heute diesen interessanten Beitrag, der aber nicht nur mich „alarmieren“ sollte.

Hier kann man ihn nachlesen:   https://eike-klima-energie.eu/2022/06/03/die-zerstoerung-des-deutschen-gasnetzes/

Es geht um nichts Geringeres als um den Rückbau einer Infrastruktur, die bisher die private, wie die industrielle Versorgung mit einem der wichtigsten Energieträger sicherstellte.

Dass dieses Vorhaben in dem von Habeck geführten Wirtschaftsministerium vorangetrieben wird, kann eigentlich nur diejenigen verwundern, die in Robert Habeck einen netten Mann sehen, der zwar eine Vision von einer zukünftigen heilen Welt hat und dabei als gutmütiger Onkel angesehen wird, der aber nicht daran denken würde, die jetzige Grundlage für unser Wohlergehen zerstören zu wollen. Doch genau das ist der Plan:

„Patrick Graichen, Staatsekretär im Bundeswirtschaftsministerium von Robert Habeck (Grüne), hatte auf der Handelsblatt-Tagung „Stadtwerke 2022“ am 10. Mai 2022 in Berlin die Stadtwerke aufgefordert, mit den Planungen zum Rückbau zu beginnen. Graichen führte zur Begründung aus: „Natürlich ist im Jahr 2045 da kein Gas mehr in den Netzen“ und der Betrieb einzelner Heizungen mit klimaneutralem Wasserstoff als Erdgasersatz sei „Träumerei“, wie die „Welt“ berichtete. Bis 2025 sollte es in jeder Kommune eine Wärmeplanung geben, die klare Vorgaben macht, wie lange noch welches Gasnetz betrieben werde, sagte der Staatsekretär. Das wäre dann der dritte finale Anschlag auf die Sicherheit der Energieversorgung Deutschlands: nach dem Kernenergie- und dem Kohleausstieg folgt der Erdgasausstieg.“

Es geht in dieser Vorlage nicht nur um die Einstellung der Gasversorgung, es geht darum, die Infrastruktur, das Leitungsnetz zu zerstören…. „zurückzubauen“ hört sich ja viel harmloser an, nicht wahr?

„Das Oster-Paket des Dr. Robert Habeck

Die Bundesregierung hat dem Bundestag ein Gesetzespaket zur Änderung der Stromerzeugung in Deutschland (genannt Oster-Paket) zugeleitet. Zur Beschleunigung des Ausbaus der Erneuerbaren in allen Rechtsbereichen soll im Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) der Grundsatz verankert werden, dass „die Nutzung erneuerbarer Energien im überragenden öffentlichen Interesse liegt und der öffentlichen Sicherheit dient“. In der Begründung des Gesetzesentwurfs heißt es weiter: „Im Jahr 2030 sollen mindestens 80 Prozent des verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Energien stammen, und bereits im Jahr 2035 soll die Stromversorgung fast vollständig aus erneuerbaren Energien gedeckt werden“. Die Strommenge soll bis 2035 auf 750 Terawattstunden (TWh) ansteigen, um Elektromobilität und Wärmepumpen zusätzlich mit Strom zu versorgen. Bis 2030 sollen bereits 600 TWh aus erneuerbaren Energien, vor allem aus Solar und Wind, stammen. Wie realistisch ist das? Wie versorgungssicher ist das? Und wie teuer wird das?  Darüber schweigt das Gesetzespaket. Der heutige Stromverbrauchmix zeigt die Ausgangslage.(Quelle: BDEW Jahresbericht 2021, S. 33)

Ich will hier nicht weitere Absätze des ganzen Berichts zitieren. Jeder kann den Beitrag lesen.

Mir graut es vor diesen Vorhaben und seinen Folgen… und beinahe bin ich froh, dass ich mit hoher Wahrscheinlichkeit die vollständige Umsetzung des Plans im Jahr 2045   (sollte er tatsächlich so durchgeführt werden) aus Altersgründen nicht erleben werde.

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