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In Augenschein genommen…. 16. April, 2018

Posted by Rika in aktuell, araber-"palästinenser", gesellschaft, hamas, hass, israel, mord, politik, terrorismus.
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Ja, schaut hin!

 

Kein automatischer Alternativtext verfügbar.

Die Karte bei fb entdeckt und hierher kopiert. Quelle

Darum geht es in der Berichterstattung über den Marsch der Rückkehrer und ihre so überaus friedlichen Aktionen am Zaun, der den berühmtesten Landstreifen der Welt trennt von dem am meisten verurteilten und verachteten Land der Welt  (legt man dem Rekord „am meisten verurteilten Land“ einfach mal die  Anzahl der Verurteilungen durch den UN-Sicherheitsrat zugrunde).

Wir reden hier nicht von riesigen Entfernungen, die zwischen den Zaunaktivisten mit ihren mörderischen Absichten und der Zivilbevölkerung Israels liegen. Wir reden von Strecken, die schon meine Omma in den 60er Jahren mühelos beim Einkaufen zurücklegen konnte.

Man muss das in deutsche Verhältnisse übertragen:

Die Entfernung vom „Zaun“ bis zu dem Ort  Nahal Oz beträgt ganze 1,3 km. Das ist in etwa die Strecke, die ich in meinem Ort von meinem Haus bis zum Bahnhof  meines Ortes gehen muss, wenn ich mit der S-Bahn nach Hannover fahren will. Übrigens, die Strecke von meinem Dorfbahnhof bis zum Hauptbahnhof in Hannover ist  ziemlich genau so weit, wie die Strecke in Israel an seiner schmalsten Stelle zwischen Mittelmeer und den von den „Palästinensern“ beanspruchtem Gebiet,  Samaria und Judäa,  gut  15 km.

Nun stelle man sich vor – rein fiktiv natürlich – am Bahnhof meines schönen Dorfes sei ein riesiges Protestcamp und zu allem wild entschlossene junge Männer würden große Mengen an Autoreifen in Brand setzen, um ihrem Zorn auf die Bürgermeisterin meines Dorfes Ausdruck zu verleihen ….    Schon das alljährliche Osterfeuer in etwas näherer Entfernung zu meinen Fenstern  bedingt, dass ich diese absolut geschlossen halte… obwohl ich den Geruch von Lagerfeuern eigentlich mag. Den Geruch brennender Autoreifen mag ich  allerdings ganz und gar nicht! (Und manchmal nervt mich im Sommer sogar schon der Geruch, der vom beinahe ständig lohenden Grill des Nachbarn ausgeht…. und der ist doch harmlos, der Nachbar ebenso wie der Grillgeruch!)

Die Entfernung vom „Zaun“ bis zum Kibbuz Mefalsim beträgt schlappe 1,8 km… wie wenig das ist, konnte ich bei einem Besuch des Kibbuz vor etlichen Jahren an Ort und Stelle erfahren.  Das entspricht in etwa der Strecke, die ich in unserem Dorf von meinem Haus bis zum Friedhof zurücklegen muss…

Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie es in unserem Dorf aussehen würde, wenn wöchentlich hunderte Autoreifen in Brand gesteckt werden.

Und noch viel weniger mag ich mir vorstellen, dass an den Grenzen meines Dorfes uns extrem feindlich gesonnene Mörderbanden nur durch einen Zaun davon abgehalten würden, mir und meinen Mitmenschen in diesem schönen niedersächsischen Dorf an die Gurgel gehen zu wollen und unsere Polizei müsste uns vor diesen Mordbuben schützen…

Aber genau das ist doch die Realität der Israelis, die in Grenznähe zum Gazastreifen leben… und sollten sie dort etwa nicht leben dürfen?

 

Ihr könnt ja anhand dieser wunderbaren Karte mal überlegen, wie es in Euren Städten, Dörfern und Gemeinden aussähe, wenn in nur geringer Entfernung stinkender schwarzer ätzender Qualm die Luft verpestete und den Himmel so verdüsterte, dass man nicht mehr unterscheiden könnte zwischen Feind und Freund. Und von der Bedrohung durch mörderische Terroraktionen  –  nicht nur der Hamas  –  will ich gar nicht erst reden.

Ich stelle mir vor, jemand wie der nette Herr Plöger würde abends bei den Hauptnachrichten vor einer Karte Israels und Gazas stehen und erläutern, mit welchen Widrigkeiten israelische Familie am zurückliegenden Tag wieder fertig werden mussten und mit welchen sie für die nächsten Tage zu rechnen hätten. Und statt auf die Isobarensymbole würde er uns Zuschauer auf brennende Reifen, Raketenhagel, Tunnelnetzwerke und Attacken auf den Zaun aufmerksam machen und dabei besonders darauf hinweisen, dass die Zeit bei Raketenbeschuss zwischen Auslösen des Alarms und dem Einschlag einer Rakete kaum mehr als ein Wimpernschlag lang ist.

 

Schaut sie Euch an, die Karte.

Und dann sagt mir, was die israelische Armee tun soll, um zigtausende junge arabische  Männer vom Erstürmen des Zauns im Schutz des dichten Qualms abzuhalten und wie sie die eigene israelische Zivilbevölkerung schützen soll, wenn sie nicht von Schusswaffen Gebrauch machen kann oder darf oder sollte… wie es sich hierzulande so manche Friedensbewegte vorstellen?

Für nützliche Hinweise wäre die israelische Armee vermutlich dankbar….

Aber die Betonung liegt auf NÜTZLICH !!! Also WIRKSAM!

 

 

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„Am Israel chai“ … 12. April, 2018

Posted by Rika in antisemitismus, araber-"palästinenser", gesellschaft, hamas, hass, HOLOCAUST, islam, israel, judentum, plo, politik, terrorismus.
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Ich kopiere im vollen Wortlaut und unter Missachtung der „Goldenen Regel der Blogger“, die Kolumne  Dr. Rafael Korenzechers hierher.

Herr Dr. Korenzecher ist Herausgeber der Monatszeitung „Jüdische Rundschau„.

Ich unterstreiche diese Kolumne Wort für Wort und Satz für Satz  –   auch wenn ich selbst  an manchen Stellen –  wie beispielsweise bei der durchaus berechtigten  Kritik an unserer Regierung –  nicht die  drastische Wortwahl nutzen würde, derer sich Dr. Korenzecher bedient.   Dennoch, ein Hinzufügen eigener ergänzender Kommentare erübrigt sich. Der Text spricht für sich  –  und eben auch für das, was ich denke, meine und empfinde:

 

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

 

die Zeit läuf schnell – das gemeinsame Mahl des Seder-Abends, der alljährlich als wichtiges Familienfest begangenen wird, liegt in diesem Jahr bereits hinter uns.

Das noch andauernde einwöchige Pessachfest erinnert alljährlich an das Ende der pharaonischen Unterdrückung der Juden. Nach dem unter Führung Moses von Pharao abgetrotzten Auszug des jüdischen Volkes aus ägyptischer Knechtschaft und der nach 40 Jahren Wanderschaft am Ende dieses Exodus stehenden Ankunft im Gelobten Land markiert Pessach die Einleitung der jüdischen Eigenstaatlichkeit vor bereits mehr als drei Jahrtausenden.

Das vor 70 Jahren auf altem, dem jüdischen Volk durch diverse Fremdherrschaften nahezu zwei Jahrtausende lang geraubten Gebiet wiederbegründete, demokratische Israel mit seiner ungeteilten Hauptstadt Jerusalem ist somit – allen anderslautenden Behauptungen und Ansprüchen seiner Feinde zum Trotz – einer der am längsten auf seinem Territorium legitimierten Staaten der Welt.
Angesichts des diesjährig zu gleichen Zeit begangenen wichtigen christlichen Osterfestes sei an dieser Stelle festgehalten, dass neben der Gestalt des im Königreich Judäa geborenen Religionsgründers Jesus und vielem anderen aus seiner jüdischen Welt auch das am Vorabend des Pessachfestes mit der Verlesung der Geschichte des jüdischen Auszugs aus Ägypten seit alter Zeit jährlich zelebrierte Seder-Mahl, dem gemäß den christlichen Schriften auch der Jude Jesus beigewohnt hat, als heiliges Abendmahl Eingang in die christliche Lehre gefunden hat.

Die nach dem Exodus der Juden aus Ägypten im weiteren Verlauf des Pessach-Geschehens entstandenen zehn Gebote bilden eine erste frühe Vorlage für als Menschenrechte anzusehende moralische Wertvorgaben menschlichen Zusammenlebens und stellen einen unverzichtbaren, allgemein gültigen ethischen Verhaltenskodex dar. Als großes jüdisches Erbe haben die zehn Gebote in kaum zu überschätzender Weise in wachsendem Maße bis heute ein Unrechtsbewusstsein für die Verletzung zwischenmenschlicher Normen geschaffen. Obwohl von der Menschheit nie wirklich erreicht, haben sie maßgeblich nicht nur die Rechtsgrundlagen und die Verhaltensethik des jüdisch-christlichen Abendlandes geprägt, sondern ausgehend von dort die zivilisatorische Entwicklung der gesamten Menschheit im Sinne einer gelebten Humanität beeinflusst.

Es darf nicht ohne Stolz gesagt werden, dass sich das zahlenmäßig kleine jüdische Volk im Laufe seiner häufig und besonders im letzten Jahrhundert von unendlichem Leid begleiteten Geschichte nahezu unschätzbare Verdienste um Humanität, Ethik und die Zivilisation unseres Planeten erworben hat. Nahezu unschätzbar ist auch der überproportionale kulturelle, wissenschaftliche und technologische Beitrag jüdischer Menschen und des winzigen Staates Israel auf dem Gebiet der Medizin, der Naturwissenschaft , der Technologie, der heutigen digitalen Revolution und nahezu allen anderen Bereichen des menschlichen Lebens.

Angesichts dieses Sachverhalts und des zweifelsfrei belegten historisch legitimierten Anspruchs auf sein Jahrtausende altes Staatsgebiet und seine ungeteilte Hauptstadt Jerusalem ist es besonders bedrückend und beschämend, dass die Delegitimierung des jüdischen Staates und die gemeinsam mit den brutalen muslimischen Landusurpatoren praktizierte Leugnung der geschichtlichen Bezüge des jüdischen Volkes zu seinem rechtmäßigen Stammland in Judäa, Samaria und Galiläa heute wieder die Richtlinien der deutschen und westeuropäischen Politik bestimmen und nur sieben Jahrzehnte nach der durch Nazi-Deutschland vor den untätigen Augen der Welt verübten bestialischen Ermordung von Millionen unschuldiger jüdischer Opfer tradierter rechter und neu-importierter islamischer Antisemitismus vor allem in unserem Lande und den Ländern Westeuropas täglich neuen traurigen Höhepunkten entgegensteuern.

Abgrundtiefer, weiten Teilen der Muslime von klein auf anerzogener Mord-Hass auf alles Jüdische hat – weiterhin uneingestanden von unserer Politik und vielfach verschwiegen von unseren Medien – mit wachsendem hiesigen Anteil der muslimischen Bevölkerungsgruppe bereits zu tiefgreifenden destruktiven Veränderungen unserer Gesellschaft und einer massiven Verschlechterung der Lebensbedingungen aller, besonders aber der des jüdischen Populationsanteils geführt.

Das noch im letzten Jahr als skandalöse Besonderheit berichtete, von den Lehrern, Elternvertretern und der Schulleitung tatenlos geduldete Hinausprügeln eines jüdischen Gymnasiasten durch muslimische Mitschüler aus einer Berliner Schule ist nicht nur im Wesentlichen ungeahndet geblieben. Es ist zwischenzeitlich an einer wachsenden Zahl von Schulen mit höherem Anteil islamischer Schüler geradezu zur Norm geworden und stellt den Alltag jüdischer Schüler und Schülerinnen an derartigen Schulen dar, wo sie vor den Augen einer untätigen links-ideologisierten und häufig Islam-affinen Schulbehörde nicht nur gemobbt, verängstigt und verprügelt, sondern sogar mit dem Leben bedroht werden. Jüdisches Leben in unserem Lande und anderen Teilen West-Europas ist ohne durchgehenden Schutz seiner Kindergärten, seiner religiösen Einrichtungen und fast aller anderen Bereiche nicht mehr ohne Gefahr für die körperliche Unversehrtheit jüdischer Menschen möglich.

Das letzte Mal, dass sich jüdische Schüler und ihre häufig ratlosen und gedemütigten Eltern in Deutschland in einer derartigen Ausgrenzungs- und Bedrohungssituation befanden wie in den gegenwärtigen Zeiten der linksdurchseuchten Judenhasseinlass-Regierung der Kanzlerin Merkel war zur Zeit der Nazi-Diktatur und liegt inzwischen 73 Jahre zurück. Jedenfalls sollte es sich, glaubt man den markigen „Never Again“- Parolen unserer Islam-affinen Bessermenschen und den gemeinsam mit den bestens Regierungs-domestizierten offiziellen jüdischen Vertretern hingeheuchelten Gedenktagsritualen für tote Juden eigentlich nie wieder möglich geworden sein.

Statt wirksamer Abhilfe ist die in Nazi-Deutschland verordnete Zwangsmarkierung von Juden in der Regierungszeit der Kanzlerin Merkel lauwarmen, von offiziöser Seite erteilten duckmäuserischen Empfehlungen an Juden gewichen, weitgehend auf das Tragen jüdischer Identifikationsmerkmale zu verzichten, um die hiesigen Muslime nur nicht zu provozieren.
Schlimmer noch – zu einer echten und dringend erforderlichen politischen Umbesinnung gegenüber dem Islam hat das hauptsächlich von der Kanzlerin verantwortete unbeschreibliche Geschehen in unserem Staat die im Wesentlichen Wahl-gescheiterte und trotz halsbrecherischer Koalitionsakrobatik und künstlicher Beatmung durch die einschlägigen Ja-Sager-Medien im Bundestag fast wieder – und diesmal sogar wegen ihrer eigenen Leute – durchgefallene Angela Merkel aber nicht geführt.

Auch weiterhin beharrt die Kanzlerin bei der wieder aus gutem Grunde in Deutschland entbrannten Islam-Debatte gegen jede historische Wahrheit und jede der Selbsterhaltung unserer Demokratie dienende Vernunft auf der geschichts-verfälschenden These, der Islam gehöre zu Deutschland.

Nahezu täglich finden zwischenzeitlich und mit zunehmender Tendenz mehrfach und an mehreren Orten hauptsächlich von unser zahnloses Strafsystem weder fürchtenden noch achtenden muslimischen Tätern verübte Messerattacken auf Unschuldige und Unbewaffnete. Über jedes erträgliche Maß traurig und wütend macht der soeben zu beklagende sinnlose und bestialische Mord an der 85-jährigen jüdischen Holocaust-Überlebenden Mireille Knoll durch einen islamischen Mörder in Paris. Bleibt zu hoffen, dass dies und die ebenfalls durch einen muslimischen Täter in Frankreich verübte kaltblütige Ermordung eines jungen Polizisten nicht die neue Islam-Terror-Saison 2018 eröffnet worden ist.

Die mit dieser Regierung der Wahlverlierer jetzt wohl unausweichlich auf uns zukommenden neuen Demontage-Jahre für unser Rechtssystem und unsere freiheitliche westliche Lebensart gehen unvermindert weiter.

Unsere Politik übt sich trotz erfolgter Wahlabstrafung in links-ideologischem Islam-Appeasement und unterlässt so gut wie nichts, um die mangelnde Integrationsbereitschaft eines nicht unerheblichen Anteils der Muslime durch ubiquitäre Erleichterungen und Anpassung unserer Lebensweise an die Islamisierung unserer Welt zu honorieren, was verbunden mit der zwischenzeitlich Alltag gewordenen Verunsicherung und Angst vor islamischer Gewalt tatsächlich zu einer immer spürbarer werdenden Änderungen unserer liebgewordenen Gewohnheiten und unseres Verhaltens geführt hat.
Gleichzeitig tobt – von unseren Medien bestenfalls unter häufiger Ausblendung der islamischen Täter-Identität gerade eben noch erwähnt, aber wegen der Fülle der Vorfälle kaum noch hinreichend und Ursachen-bezogen thematisiert – auf unseren Straßen und den öffentlichen Plätzen unserer Städte ein Krieg der Messer gegen alle und jeden, Frauen und Kinder keinesfalls ausgenommen.

Angesichts der nahezu ausschließlich von Muslimen verübten Messerattacken in Supermärkten und Vergewaltigungen und Angriffen auf Joggerinnen vermag es niemanden mehr zu verwundern, dass die Amtsführung dieser neuen alten Kanzlerin mit ihrer nahezu unkontrollierten Einlasspolitik für islamischen Judenhass sowie dessen Frauen- und Demokratieverachtung in den bisherigen viel zu vielen Jahren ihrer Amtszeit ein Sicherheitsdesaster für diese Republik und ganz besonders für die jüdische Bevölkerungsminderheit angerichtet hat. Dass sie damit den größten Vertrauensverlust der Bürger gegenüber der Demokratie und den größten Rechtsruck der Nachkriegsgeschichte in unserem Staat zu verantworten hat, ist geradezu folgerichtig.

Nicht anders verhält es sich in der fast durchweg verfehlten Außenpolitik und ihren mit links-ideologischen Vorgaben gefundenen Affinitäten. Mit ihren bisherigen ministerialen Fehlgriffen Steinmeier und Gabriel im Außenamt wurde Nähe zu islamischen Unrechtsregimen wie der Türkei und dem Iran erzeugt, wurden Terror-Finanzierer wie Abbas hofiert und eine massiv Israel-averse Außenpolitik verschuldet. Dazu gehören unabdingbar auch nahezu alle Gepflogenheiten der Diplomatie überschreitendes, haltloses Bashing des amerikanischen Präsidenten und eine massive Zerrüttung des deutsch-amerikanischen Verhältnisses und eine durchaus gefährliche Verschärfung des osteuropäischen Konfliktes und der Gegnerschaft zu Russland, für das, anders als ständig beim evidentem islamischen Fehlverhalten praktiziert, auch nur die geringste Unschuldsvermutung gelten gelasssen wird.

Ob eine politische Entfrostung des vorsätzlich durch die beiden vorgelaufenen Fehlbesetzungen im Außenamt, S.Gabriel und F.W. Steinmeier vereisten politischen Klimas mit dem nun erfolgten Wechsel im deutschen Außenministerium und dem Besuch des neuen deutschen Außenministers Heiko Maas in Israel bleibt trotz der nunmehr vernehmbaren weniger dissonanten Tonlage und trotz des Verzichts auf diplomatische Brüskierungen aus Deutschland noch abzuwarten.

Wie weit dies durch die von Heiko Maas während seiner Reise betonte Ablehnung jeder Form des Antisemitismus – also auch der gewalttätigen islamischen Komponente – und durch die neuen Töne einer positiven Würdigung des bevorstehenden 70. Jahrestages der Wiedergeburt des Staates Israel möglich und von unserer Regierungspolitik und seiner eigenen von linkem antijüdischen Vorbehalt und nicht zu übersehender Israel-Feindschaft geprägten Partei mitgetragen wird, werden wir sehr bald an den hiesigen Unterstützungs-Zusagen gegenüber dem Terrorfreund Abbas, an dem deutschen Abstimmungsverhalten in der UNO, an der Positionierung in der Problematik des desaströsen Atomabkommens mit dem Iran und an der künftigen Haltung Deutschlands zum Thema der von Präsident Trump mit klarer geschichtlicher Legitimierung betriebenen Anerkennung Jerusalems, die im Übrigen besonders Deutschland gut zu Gesicht gestanden hätte, aber bisher vehement abgelehnt worden ist.
Anlass zur Skepsis gibt die auch in Deutschlands Politik und ihren nachgeschalteten Medien an den Tag gelegte Reaktion und ausgebliebene eindeutige Verurteilung der Hamas-Bande für die neueste Grenzprovokation aus Gaza.

Dabei scheint es weder für die Terrorbosse aus Gaza noch für die Israel-feindliche Politik der UNO und auch nicht für unsere mit Krokodiltränen für tote Juden nur mangelhaft cachierte politische Israel-Aversion eine Rolle zu spielen, dass es außer dem erklärten Ziel der Hamas-Terroristen und des Terror-gegen-Israel Förderers Abbas, Israel zu vernichten , wie auch zuvor schon keinen wirklichen Grund für diese neuerliche Grenzattacke gegen Israel gibt.
Wissen sollte man dazu, was vielfach in Vergessenheit geraten ist und auch bei unseren Israel-Diffamierungs-Medien vorsätzlich unerwähnt bleibt: Es war der von unserer Politik und unseren Medien als Hardliner beschimpfte israelische Ministerpräsident Ariel Scharon, der bereits im Jahre 2005 den freiwilligen Rückzug Israels aus dem im 6-Tage Krieg 1967 von Ägypten übernommenen Gaza-Streifen veranlasste. Die letzten der 8.000 dort ansässigen Juden verließen Gaza am 12. September 2005 und hinterließen ein entwickeltes Gebiet mit funktionierender Wirtschaft, das in der Lage war die Bevölkerung zu versorgen und sogar den Überschuss zu exportieren.

Seither ist in Gaza Hitlers Traum verwirklicht worden. Gaza ist 100 % judenrein. Und dies, obwohl in Gaza schon seit dem Altertum Juden ansässig waren, die erst im Jahre 1929 während massiver arabischer antijüdischer Pogrome aus Gaza vertrieben wurden.
Statt – wie es sinnvoll und erhofft war – mit Israel zu kooperieren, übernahm die Terrororganisation Hamas bereits 2006 durch Wahlen (soviel zur Friedensliebe der gazanischen Bevölkerung) die Macht in Gaza, die sie seither – irrwitzigerweise erheblich finanziert durch westliche Gelder – auch gegenüber der eigenen Zivilbevölkerung mit Gewalt, willkürlichen Verhaftungen, Folter und Erschießungen mit eiserner Hand aufrecht hält.

Gleichzeitig und zur Ablenkung von den wachsenden durch Korruption und Bereicherung der Hamas-Bosse entstandenen desaströsen wirtschaftlichen Probleme wurde das unversöhnliche Feindbild zu Israel bis heute perpetuiert und führte zu unzähligen Grenzprovokationen, Mordanschlägen auf Israel, Raketen-Beschüssen auf den israelischen Nachbarn und folgerichtig immer wieder zu Reaktionen der angegriffenen Israelis.

Jetzt ist es wieder soweit und die weltweiten zu Marionetten der Gaza-Bosse degenerierten Staaten der UNO, die EU und auch unser Land tun wie von den Puppenspielern der Hamas geheißen:
Trotz Tonnen an westeuropäischem Geld und Sachzuwendungen für ihren Terror gegen Israel hat die Hamas und haben die ihr folgenden Gazaner das ihnen geschenkte, einst blühende Gaza gründlich ruiniert, verwüstet und unbewohnbar gemacht. Jetzt machen sie sich gerade auf im nächsten Schachzug mit einem sogenannten „Marsch der Rückkehr“ zu versuchen, ob ihnen nicht auch in Israel und Jerusalem glücken könnte, was sie so trefflich in Gaza geschafft haben.

Die Hamas hat mehrere Hundert Millionen der vom Westen und der UNO kassierten Gelder verwendet, um „Protestcamps“ für 300.000 Menschen direkt an der Grenze zu Israel zu organisieren. Überschreitet die Grenze und „Keinen Zentimeter von Palästina werden wir aufgeben!“ lautet die Devise. Der jüdische Staat soll und muss – und zwar insgesamt – l von der Landkarte verschwinden.
„Entweder wir kehren heim, (wo das auch immer sein soll) oder der Dritte Weltkrieg beginnt!“ klingt es martialisch aus Gaza.

Und natürlich klappt alles vorzüglich und ganz so wie es die Terrorbosse und Strippenzieher der neuerlichen antiisraelischen Eskalation geplant haben. Die Marionetten von der UNO, der EU und bei uns tanzen im von der Hamas vorgegebenen Takt.
Nur noch schnell 17 Menschen , wenn möglich auch Kinder opfern. Menschenleben – auch das der eigenen Bevölkerung – ist für die Mörderbosse aus Gaza ohnehin ein billiges Gut und schon bricht der Zorn der Welt und unserer Politik mit gelebtem antijüdischem Vorbehalt über Israel herein.
Israels Grenze wird mit Waffengewalt angegriffen. Welcher Staat würde sich nicht verteidigen? Egal!

Endlich kann wieder auf Israel einprügelt werden. Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, die EU und natürlich auch unsere Regierung und ihre Medien äußern ihre tiefe Sorge, fordern Israel zur Mäßigung auf und verlangen eine internationale Untersuchung mit dem Ziel, Israel für seine unangemessene Aggression zu verurteilen.
Obwohl die israelische Armee besonnen reagiert: Unter den 17 Provokateuren, die getötet wurden, befanden sich zehn namentlich bekannte Terroristen der Hamas und anderer islamischer Terrorgruppen.

Trotzdem, wie von der sogenannten Völkergemeinschaft nicht anders zu erwarten und auch von den Strategen der Hamas-Mörderbande nicht anders geplant : Auch jetzt wieder Israel-Dämonisierung pur.
Wenn es um Israel geht, kennen die von Diktatoren und Unrechtsregimen dominierte UN(nütz)Organisation , die Islam-Appeaser aus der westlichen Sphäre der EU und unsere links-durchseelten Gesinnungsmedien in trauter Eintracht und abstruser Dauer-Konsequenz nur einen Schuldigen : den demokratischen jüdischen Staat und seine vorbildlich humanistischen Werten verpflichtete Verteidigungs-Armee.

Die bekanntermaßen höchste Autorität für Frieden und Demokratie, der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat die Vorfälle an der Gaza-Grenze als „Massaker“ verurteilt. Seine Regierung werde „israelischen Terror“ immer und überall anprangern, sagte Erdogan am Samstag vor Anhängern in Istanbul und sprach von einem „unmenschlichen Angriff“. Er fügte hinzu: „Wir werden unsere palästinensischen Brüder in ihren rechtmäßigen Anliegen bis zum Ende unterstützen.“
Die Bevölkerung von Afrin wird von der Türkei ohne jede Not aus reinem imperialen Antrieb massakriert. Die reguläre türkischen Armee plündert, mordet, brandschatzt und vergewaltigt kaum anders als ihre Janitscharen in dem 1453 gemeuchelten, eroberten und immer noch bis heute besetzten Konstantinopel. Die UNO bleibt dazu hochgradig unbesorgt .

Wehe aber wenn Juden es wagen, angemessen und verantwortlich ihre Grenzen und ihre Frauen und Kinder vor der Terror-Provokation der Hamas zu schützen. Selbst wenn wir die Farbe der Wand annehmen würden, um ja nicht durch unsere Existenz zu provozieren, würden uns unsere eingeschworenen hiesigen und weltweiten Hasser unser Jude-Sein und den Umstand, dass wir immer noch am Leben sind, niemals verzeihen.

Erfreulicherweise sind der jüdische Staat Israel und seine Menschen am Vorabend des auch auf den Monat April fallenden Jom Ha’atzmaut, der in diesem Jahr den 70. Geburtstag der Wiedergeburt der israelischen Demokratie kennzeichnet, jung, vital, erfolgreich, lebensbejahend, kreativ, wirtschaftsstark, unabhängig und verteidigungsbereit genug, um sich weder von Deutschland noch von der EU gängeln zu lassen.

Die Abkehr der USA von der Islam-affinen und Israel-feindlichen Obama-Politik und die historisch richtige Zuwendung und der Erfolg des neuen Präsidenten Trump verschaffen Israel nach 70 Jahren seiner Neugründung endlich auch die Anerkennung seiner heiligen, ungeteilten und ewigen jüdischen Hauptstadt.

Die ebenfalls im April durch die großen jüdische Fest und Gedenktage Jom HaSchoah und Jom HaZikaron zu ehrenden jüdischen Opfer und Helden des Aufstandes im Warschauer Ghetto und des Kampfes für Freiheit und Unabhängigkeit des jüdischen Volkes in seinem Staat Israel hätten diesen 70. Jom Ha’atzmaut mit tiefer Genugtuung über das heutige demokratische kleine, große Eretz Israel erlebt.

In diesem Sinne wünsche ich Medinat, Memshalah und dem ganzen Am Israel, sie mögen unbeschadet auch diesen Angriff ihrer Feinde überstehen und einen unbeschwerten und fröhlichen 70. Geburtstag des neuen Staates Israel in Frieden und Freiheit feiern.

Unseren Lesern, Freunden und uns allen alles erdenklich Beste.

Am Israel Chai – leolam waed!

Ihr Dr. Rafael Korenzecher

„What ISRAEL is defending…“ 9. April, 2018

Posted by Rika in araber, araber-"palästinenser", fatah, gesellschaft, hamas, hass, israel, plo, politik, terrorismus.
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Und mehr muss man eigentlich nicht wissen!

Ich teile dieses Video auf ausdrücklichen Wunsch Hananya Naftalis, der es produzierte und bei facebook veröffentlichte.

Möge es vielen Menschen  die Augen öffenen für die Realität am „Zaun von Gaza“.

 

Rechtzeitig zu Pessach und Ostern …. 31. März, 2018

Posted by Rika in hamas, hass, iran, islam, israel, mohammed, politik, terrorismus, zweistaatenlösung.
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zeigt die Hamas in Berufung auf die friedlichste aller Religionen was sie so drauf hat.

Fokus Jerusalem schreibt dazu:

GAZA, 30.03.2018 (TM) – Rund 30.000 Palästinenser haben sich heute an Protestaktionen im Gazastreifen beteiligt. Nach Angaben der israelischen Armee kam es an fünf Orten zu schweren Ausschreitungen. Randalierer hätten Autoreifen angezündet, israelische Soldaten seien mit Brandsätzen und Steinen beworfen worden. Die Armee antwortete mit Tränengas und Gummigeschossen. Das Militär bestätigte, dass auf die Anstifter der Unruhen gezielt gefeuert worden sei. Palästinensische Medien berichteten, mindestens sieben Demonstranten seien getötet und mehr als 500 verletzt worden.

….

Zu den Protesten unter dem Motto „Marsch der Rückkehr“ hatte die radikal-islamische Hamas *** aufgerufen. Israel warf der Terrororganisation vor, sie bringe das Leben der Menschen in Gaza in Gefahr und missbrauche Zivilisten als menschliche Schutzschilde. Die Armee berichtete, ein sieben Jahre altes Mädchen sei von der Hamas über die Grenze geschickt worden. Die israelischen Truppen erkannten noch rechtzeitig, dass es sich um ein Kind handelte, und schickten sie zurück zu ihren Eltern.

Anspruch auf das gesamte Land

Ismail Haniyeh, Chef des Politbüros der Hamas, hielt vor den Demonstranten eine Rede. Er unterstrich, es gebe keine Alternative zum Staat Palästina und zum „Recht der Palästinenser auf Rückkehr“. Haniyeh machte deutlich, dass er von einer Zwei-Staaten-Lösung, wie sie vom Westen propagiert wird, rein gar nichts hält: „Wir werden nicht aufgeben und mit dem zionistischen Gebilde über kein Stückchen von Palästina verhandeln.“ Das gelte auch für Jerusalem. Den Protestieren rief er zu: „Marschiert auf den Wegen Allahs – Ihr seid die Sieger.“

In den vergangenen Tagen hatten Palästinenser damit begonnen, entlang der Grenze eine Zeltstadt zu errichten. Die Proteste sollen sechs Wochen lang anhalten.

 

Hervorhebung von mir.

Ich habe es längst aufgegeben mich darüber zu wundern, dass niemand der friedensbewegten Nachrichtenverbreiter in unseren Qualitätsmedien von Funk, Presse und Fernsehen auch nur ansatzweise auf die Originalzitate der Hamas zurückgreift um endlich die höchst einseitige Berichterstattung ein wenig ins Lot zu bringen.  Und ich habe ebenso längst die Hoffnung aufgegeben, irgend jemand unseres politischen Personals in Berlin würde sich jemals die Mühe machen, die Statements der Hamas zum Thema „Zweistaatenlösung“ in den Fokus der Betrachtung und der Beurteilung der Lage zu rücken. Eher fließt der Jordan ins Mittelmeer, als dass nur einer von den Neunmalklugen in Berlin sich mit der Charta der Hamas ausführlich beschäftigte, um sie in die Überlegungen hinsichtlich der Verurteilung Israels als „Friedensverhinderer“ einzubeziehen.

Die Hamas erklärt seit Jahr und Tag, dass sie nicht eher Frieden geben werde, bis das „zionistische Gebilde“ für immer verschwunden, sprich, besiegt sei.  Ihr unveränderliches Ziel wird auch von Iran genau so definiert und natürlich  unterstützt der Iran die Terrororganisation Hamas (und Hisbollah) mit Waffen und Geld. Auch das könnten eigentlich unsere Volksvertreter im Berliner Parlament und erst recht unsere Kanzlerin und ihre Ministerriege wissen…. sie wissen es vermutlich sogar, aber schließen fest die Augen, um die „traditionell guten Beziehungen“ zu Iran und vielen anderen muslimischen Staaten nicht zu gefährden…. man erinnere sich an Herrn Gabriel und seine Reise nach Iran, kaum dass der Atomdeal mit dem islamistischen Staat unter Dach und Fach war…. oder an Claudia Roth, die züchtig mit Kopftuch verhüllt den Mullahs ihre Aufwartung machte….

Die Proteste sollen sechs Wochen lang anhalten.“  In sechs Wochen jährt sich die Staatsgründung Israel zum 70. Mal. Damals lud David Ben Gurion seine arabischen Nachbarn ein, miteinander in Frieden zu leben.

Unmittelbar nach der Staatsgründung überzogen die arabischen Nachbarländer Israel mit einem fürchterlichen und schier aussichtslosen Angriffskrieg, die Jüdische Altstadt Jerusalems wurde zerstört und unter jordanische Verwaltung gestellt und damit auch der Zugang zur Klagemauer für Juden unmöglich gemacht, die jüdischen Gräber auf dem Ölberg verwüstet, Synagogen in Schutt und Asche gelegt, Juden vertrieben.

Mit Mühe überlebte der junge Staat den Angriff.

Seither hat es mehrere Versuche gegeben, dem jüdischen Staat den Garaus zu machen.

Das ist den Arabern bisher nicht gelungen.

Gesiegt aber haben sie auf ganzer Linie im Propagandakrieg:

Es gab – laut  Abbas und UNO –  keinen Tempel auf dem Tempelberg,  Jerusalem hat keine jüdische Vergangenheit, es gab immer schon ein palästinensisches Volk in einem „Palästina“ genannten Land, den Holocaust hat es einerseits nie gegeben und dient andererseits als Begründung für den Staat Israel.  Israel selbst,  so schreien es die Medien immer und immer wieder, verweigert den Frieden, ist ein Apartheidstaat und fast genauso schrecklich wie dereinst Nazideutschland.

Gesiegt hat auch die arabische Propaganda, die es versteht, den fürchterlichen Terrorkrieg gegen die Zivilbevölkerung Israels als „legitimen Freiheitskampf“ zu verkaufen und  die Gegenmaßnahmen Israels zur Sicherung seiner Bürger aber als „unverhältnismäßig“ an den Pranger zu stellen.

Juden feiern in diesen Tagen Pessach …  in Israel und überall auf der Welt …

Christen feiern Ostern… überall auf der Welt und auch in Israel.

Die muslimische Hamas feiert den Terror  … gegen Israel …. und überall auf der Welt.

FROHE OSTERN !

CHAG PESSACH SAMEACH !

……………………………………………………………………………………………………………………………………………………..

*** „radikal islamische Hamas“ –   es würde völlig reichen „islamische Hamas“ zu sagen, bezieht sie sich doch in ihrer Charta ausdrücklich auf den Koran und den Gründer der „Religon des Friedens“ – Mohammed …   „der Schreckliche“,  so müsste der ideologische Urvater eigentlich genannt werden… denn schrecklicher als der berühmt berüchtigte   „Ivan der Schreckliche“ war er allemal….

 

Meine Rede zu „Benjamin Netanyahus Rede auf Deutsch“ 20. Februar, 2018

Posted by Rika in atomabkommen, HOLOCAUST, iran, israel, medien, politik, terrorismus.
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In München tagte die Sicherheitskonferenz….

Unsere Medien berichteten darüber.  Ausnahmsweise stand auch ein Deutscher im Fokus der Berichterstattung: Unser Noch-Außenminister Sigmar Gabriel, der, wie man lesen konnte, um sein Amt als Chef des AA fightet.

Dabei sollte das Augenmerk doch nicht so sehr auf die privaten Ambitionen eines Profi-Politikers gerichtet sein, als vielmehr auf die Krisenherde dieser Welt. Derer gibt es viele und einige haben in der Tat das Zeug dazu, die Welt in einen neuen, alles umfassenden Krieg zu stürzen. Die Protagonisten dieses Szenario sind bekannt und bei den deutschen Medien „beliebt“, bringen sie doch mächtig Aufmerksamkeit und damit auch Kasse. Da haben wir einmal den Konflikt in dem schönen Teil der Welt, in dem  gerade die olympischen Winterspiele stattfinden. Der Herrscher aus der berühmten Dynastie der „Kim“ spielt mit dem Feuer, er droht und provoziert. Da kann der andere „Liebling“ der Medien natürlich nicht ruhig bleiben, Donald Trump, der demokratisch gewählte Präsident einer der stabilsten Demokratien der Welt beantwortet die koreanischen Provokationen auf seine, eben „Trump’s Weise“. Das „gefällt“ den Medien auch, jedenfalls was den „Ertrag“ seiner ebenfalls die deutschen Gemüter provozierenden Auftritte angeht, wenngleich sie – Nachrichtensprecher und Moderatoren, Kommentatoren, Leitartikler –  natürlich immer und immer wieder betonen, wie sehr Trump doch eigentlich zu verabscheuen ist.  Denn lärmende Präsidenten, die sich nicht einmal darum bemühen ein seriöses präsidiales Gehabe deutscher Prägung öffentlich zu zelebrieren, sind doch allemal besser fürs Geschäft, als die „show-mäßigen Langweiler“ aus Berlin mit ihrer stoischen Gelassenheit und formvollendeter Betroffenheitslyrik und Gestik.

Der andere Krisenherd in Dauerstellung ist der berühmt berüchtigte „Nahostkonflikt“ zwar mit unterschiedlichen Szenarien und wechselnder Besetzung auf der politischen Bühne, aber  einem Superstar: ISRAEL, repräsentiert von seinem Ministerpräsidenten, der in unseren Medien  IMMER  die Rolle des Schurken schlechthin zugewiesen bekommt. Da mag Herr Erdogan sich gerade daran machen, die Kurden von der Bildfläche verschwinden zu lassen – mit Hilfe deutscher Panzer übrigens – und einen autokratischen Herrschaftsstaat aufzubauen, da können die Herren des Iran laut und vernehmlich darüber spekulieren, wie lange sie brauchen, um Israel endgültig aus den Geschichtsbüchern zu tilgen oder von der Landkarte zu radieren und seelenruhig in Syrien und Libanon ihre militärischen Einrichtungen zur Umsetzung ihrer Pläne installieren, der Schurke ist wer???

Bejamin Netanyahu !

WER denn auch sonst?

Netanyahu warnt seit Jahren vor dem militärischen Erstarken des Iran, vor dessen Einflussnahme auf die gesamte Region, vor der Bedrohung, die von Iran nicht nur für Israel ausgeht.

Das nervt natürlich. Nervt diejenigen, die mit den Mullahs Irans Geschäfte machen wollen, jetzt, da das Atom-Abkommen mit Iran endlich wieder den freien Zugang zu einem lukrativen Handelsraum ermöglicht, weil die Sanktionen weggefallen sind, die zuvor doch die Dinge unglaublich kompliziert gemacht haben…. musste man doch Industrieprodukte, die sich vorzüglich zum Bau von Atomanlagen eigneten – speziell zu solchen Anlagen, die die Anreicherung mit waffenfähigem Uran möglich machten -, sehr umständlich als landwirtschaftliche Gerätschaften ausgeben, dazu gedacht, die Landwirtschaft des Iran den deutschen Standards anzupassen…  (ich stelle mir dabei unter anderem  Güllefahrzeuge vor….)   Und so verwundert es natürlich gar nicht, dass auch die Rede, die Benjamin Netanyahu in München gehalten hat, von den Medien als fürchterliche Bedrohung ausgegeben wurde. Ich spare mir an dieser Stelle jeglichen Hinweis auf Quellen, das machen die Medien ja auch. Sie behaupten etwas, ohne die Konsumenten ihrer   famosen Nachrichten  Märchenerzählungen mit den Tatsachen näher zu belästigen.

Deshalb, und weil man zwar in ARD und ZDF böse Kommentare zu Netanyahus Rede hören konnte und die großen Magazine sich auch nicht in frommer Zurückhaltung übten oder wenigsten nahe an der Wahrheit blieben, kopiere ich die Übersetzung der Rede hierher.

Dankenswerter Weise hat achgut die Übersetzung und Online-Stellung übernommen. Möge sich jeder seine eigenen Gedanken zur Rede, zu Netanyahu  und zu Israel machen… und ich hoffe doch sehr, dass das eigene Denken zu Ergebnissen kommt, die nicht unbedingt mit der  „Einordnung“ der Nachrichten durch die Klebers, Slomkas, Miosgas und Sievers der schönen heilen Fernsehwelt entsprechen.

Hier ist sie, die Rede. Dank an achgut, 

Benjamin Netanyahus Münchner Rede auf Deutsch

Der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu hielt heute auf der Münchner Sicherheitskonferenz die folgende Rede:

„Das ist eine wunderschöne Stadt. Es ist voll von beeindruckenden Denkmälern, reichlich ausgestatteten Museen, wunderschöner Architektur. Und durch diese Konferenz ist München in den letzten vier Jahrzehnten, Herr Vorsitzender, zum Synonym für Sicherheit geworden. Das ist wichtig, denn, wie ich gestern Abend sagte, ohne Sicherheit ist nichts wirklich möglich – nicht Freiheit, nicht Wohlstand, nicht der Frieden, den wir hegen und ersehnen.

Aber für das jüdische Volk ereigneten sich in dieser Stadt zwei berüchtigte Dinge. 1972 wurden 11 unserer Olympioniken auf dem Münchner Flughafen massakriert. In vielerlei Hinsicht hat dieser Akt der Grausamkeit den Aufstieg des internationalen Terrorismus eingeläutet, und wir alle haben ihn seither bekämpft.

Und vor 80 Jahren fand hier ein weiteres Ereignis mit weitreichenden Folgen statt. Hier wurde ein katastrophales Abkommen unterzeichnet, das die Welt auf einen Kurs in Richtung des schrecklichsten Krieges der Geschichte brachte. Zwei Jahrzehnte nach dem Ersten Weltkrieg, zwei Jahrzehnte nach einem Krieg, der 60 Millionen Menschenleben forderte, entschieden sich die Führer, die sich in München trafen, Hitlers Regime zu beschwichtigen, anstatt es zu konfrontieren. Diese Anführer waren edle Männer. Sie dachten, sie würden ihrer höchsten Verantwortung für die Erhaltung des Friedens nachkommen. Aber der Preis für ihr Handeln würde sich bald zeigen.

Die Zugeständnisse an Hitler ermutigten nur das NS-Regime und erleichterten seine Eroberung Europas. Anstatt einen Weg zu wählen, der den Krieg hätte verhindern können, oder zumindest seinen Umfang und sein Ausmaß zu begrenzen, machten diese gut gemeinten Führer einen breiteren Krieg unvermeidlich und weitaus kostspieliger. Irgendwann nach dem Krieg fragte Roosevelt Churchill, wie würde er diesen Krieg nennen? Und er antwortete sofort, ohne zu zögern, den Unnötigen Krieg. Er sagte, es hätte nie einen Krieg gegeben, der leichter aufzuhalten gewesen wäre.

Im Gefolge des Münchner Abkommens sollten im Zweiten Weltkrieg 60 Millionen Menschen sterben, darunter ein Drittel meines eigenen Volkes, sechs Millionen Juden, die im Holocaust von den Nazis und ihren Mitarbeitern ermordet wurden. Wir werden nie vergessen, und wir werden niemals zulassen, dass die historische Wahrheit neu geschrieben wird.

Wir werden nicht vergessen; wir werden nicht verzeihen; wir werden immer für die Wahrheit kämpfen.

Heute versammeln wir uns, zweieinhalb Jahre nach der Unterzeichnung eines weiteren Abkommens in einer anderen Stadt im Herzen Europas. Auch dort unterzeichneten edle Männer und Frauen, hochgesinnte Führer, die darauf hoffen, einen Krieg zu vermeiden, ein Abkommen, das die eigene Bevölkerung brutalisiert und die Nachbarn terrorisiert. Lassen Sie mich eines klarstellen. Iran ist nicht Nazi-Deutschland. Es gibt viele Unterschiede zwischen den beiden. Nun, zum einen hat sich der eine für eine Herrenrasse ausgesprochen, der andere für einen Herrenglauben. Juden im Iran werden nicht in die Gaskammern geschickt, obwohl religiösen und ethnischen Minderheiten grundlegende Freiheiten vorenthalten werden. Und es gibt natürlich noch viele andere Unterschiede.

Aber es gibt auch einige auffällige Gemeinsamkeiten. Der Iran erklärt offen seine Absicht, Israel mit seinen sechs Millionen Juden zu vernichten. Es macht absolut keinen Hehl daraus. Der Iran versucht, unsere Region, den Nahen Osten, zu dominieren, und versucht, die Welt durch Aggression und Terror zu dominieren. Sie entwickelt ballistische Raketen, um tief in Europa und auch in die USA vorzudringen.

Henry Kissinger sagte, der Iran müsse sich entscheiden, ob er ein Land oder eine Sache sei. Nun, das Regime im Iran hat sich für eine Sache entschieden. Der Kommandant der Revolutionsgarde, Ali Jafari, sagte, wir seien auf dem Weg zur Herrschaft des Islam weltweit. Das heißt, auch hier. Das ist nach meinem Dafürhalten die größte Bedrohung für unsere Welt. Nicht nur für Israel, nicht nur für unsere arabischen Nachbarn, nicht für Muslime weit und breit, sondern auch für Sie. Denn, einmal mit Atomwaffen bewaffnet, wird die Aggression des Iran ungebremst sein und die ganze Welt umfassen. Schauen Sie sich an, was sie jetzt tun, bevor sie Atomwaffen haben. Stellen Sie sich vor, was sie später tun werden, wenn – Gott möge es verhindern – sie sie haben.

Genau wie vor 80 Jahren hat ein Abkommen, das als Beschwichtigung angesehen wurde, das Regime nur ermutigt und den Krieg näher gebracht. Das Atomabkommen mit dem Iran hat den Countdown zu einem iranischen Atomwaffenarsenal in etwas mehr als einem Jahrzehnt begonnen. Und die Sanktionserleichterung, die der Deal mit sich brachte, hat den Iran nicht gemäßigt. Es hat sie innerlich nicht moderater gemacht und äußerlich nicht moderater gemacht. Tatsächlich hat es einen gefährlichen iranischen Tiger in unserer Region und darüber hinaus freigesetzt.

Durch seine Stellvertreter, schiitische Milizen im Irak, die Huthies im Jemen, die Hisbollah im Libanon, die Hamas im Gazastreifen, verschlingt der Iran riesige Streifen des Nahen Ostens. Nun hat es eine positive Folge der wachsenden Aggression des Iran in der Region gegeben. Es hat Araber und Israelis näher zusammengebracht als je zuvor. Das kann paradoxerweise den Weg für einen breiteren Frieden und letztlich auch für einen palästinensisch-israelischen Frieden ebnen. Das könnte passieren. Aber es wird nicht passieren, wenn die Aggression des Iran weiter zunimmt, und nirgendwo sind die kriegerischen Ambitionen des Iran klarer als in Syrien.

Dort hofft der Iran, ein zusammenhängendes Imperium zu vollenden, das Teheran mit Tartus, das Kaspische mit dem Mittelmeer verbindet. Seit einiger Zeit warne ich vor dieser Entwicklung. Ich habe in Wort und Tat deutlich gemacht, dass Israel rote Linien hat, die es durchsetzen wird. Israel wird den Iran weiterhin daran hindern, eine permanente militärische Präsenz in Syrien aufzubauen. Israel wird weiterhin handeln, um den Iran daran zu hindern, eine weitere Terrorbasis zu errichten, von der aus Israel bedroht wird. Aber der Iran versucht weiterhin, diese roten Linien zu überschreiten. Letzte Woche erreichte seine Schamlosigkeit neue Höhen, buchstäblich neue Höhen. Sie schickten eine Drohne auf israelisches Territorium, die die Souveränität Israels verletzte und unsere Sicherheit bedrohte. Wir zerstörten diese Drohne und das Kontrollzentrum, das sie von Syrien aus betrieb, und als unser Gebiet beschossen wurde, zerstörte Israel syrische Flugabwehrbatterien. Israel wird es dem iranischen Regime nicht erlauben, uns eine Schlinge des Terrors um den Hals zu legen. Wir werden ohne zu zögern handeln, um uns zu verteidigen. Und wir werden, wenn nötig, nicht nur gegen die Vertreter des Iran vorgehen, die uns angreifen, sondern auch gegen den Iran selbst.

Später spricht Herr Zarif zu Ihnen. Er ist das sanfte Sprachrohr des iranischen Regimes. Ich zolle Mr. Zarif Anerkennung. Er lügt mit Beredsamkeit. Letztes Jahr auf dieser Konferenz sagte Zarif, ich zitiere: „Extremismus wird durch Mangel an Hoffnung und Respekt angetrieben.“

Nun, wenn das stimmt, warum verweigert das iranische Regime dann seinem Volk Hoffnung und Respekt, indem es Journalisten und Aktivisten inhaftiert? Zarif sagte, es sei falsch, Iran als radikal zu bezeichnen. Wenn das stimmt, wie nennt man dann ein Regime, das Schwule an Kränen auf den Plätzen der Stadt aufhängt? Zarif sagte, dass Konflikte in Syrien und im Jemen nicht militärisch gelöst werden können. Wenn das wahr ist, warum schickt der Iran dann Kämpfer und Waffen, um die Gewalt genau an diesen Orten zu schüren? Kein Zweifel, Herr Zarif wird das ruchlose Engagement des Iran in Syrien schamlos leugnen.

Der Iran bestreitet auch, dass er letzte Woche eine Aggression gegen Israel begangen hat, dass er eine Drohne in unseren Luftraum geschickt hat, um unser Volk zu bedrohen. Nun, hier ist ein Stück von der iranischen Drohne, oder was davon übrig ist, nachdem wir sie abgeschossen haben. Ich habe es hierher gebracht, damit Sie es selbst sehen können. Herr Zarif, erkennen Sie das? Das sollten Sie aber. Es gehört ihnen. Sie können eine Botschaft an die Tyrannen von Teheran mitnehmen: Testen Sie nicht die Entschlossenheit Israels.

Und ich habe auch eine Botschaft für alle, die heute hier versammelt sind. Ich möchte, dass Sie das iranische Volk unterstützen. Ich möchte, dass Sie diejenigen in der Region unterstützen, die Frieden wollen, indem Sie sich mit einem iranischen Regime auseinandersetzen, das den Frieden bedroht.

Ich habe mit den Menschen im Iran über Videobotschaften gesprochen. Die Resonanz ist erstaunlich. Das habe ich vor den jüngsten Demonstrationen gesehen. Ich bat unsere Geheimdienstler, mir zu erklären, wie es möglich ist, dass wir Namen von Leuten bekamen, die unterstützen, was ich sagte, aus dem Iran, die ihr Leben riskierten, ihre Familien. Ich sagte, dass dort etwas vor sich geht. Diese Leute wollen Freiheit. Sie wollen ein anderes Leben. Sie wollen wirtschaftlichen Wohlstand. Sie wollen Frieden. Sie wollen diese weit verbreitete iranische Aggression nicht. Und ich habe erklärt, dass wir keinen Streit mit den Menschen im Iran haben, sondern nur mit dem Regime, das sie quält. Und ich nutze diese Gelegenheit, um den Familien der 66 iranischen Zivilisten, die heute bei dem Flugzeugunglück ihr Leben verloren haben, unser Beileid auszusprechen. Wir haben keinen Streit mit dem iranischen Volk, aber wir sind absolut entschlossen, die Aggression des iranischen Regimes zu stoppen und zurückzudrängen.

Lassen Sie uns heute, meine Damen und Herren, hier in München versprechen, die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen. Beschwichtigung funktioniert nie. Der Zeitpunkt, um einen Krieg zu verhindern, ist spät, aber es ist noch nicht zu spät. Ich bin überzeugt, dass dieses Regime eines Tages fallen wird, und wenn es das tut, wird der große Frieden zwischen dem alten jüdischen Volk und dem alten persischen Volk wieder aufblühen. Wenn das geschieht, werden die Menschen im Iran frei atmen, und die Menschen in der Region werden aufatmen. Aber heute müssen wir deutlich sprechen, wir müssen mutig handeln. Wir können dieses gefährliche Regime stoppen. Wir können ihre Aggressivität zurückdrängen und so eine friedlichere, wohlhabendere und sicherere Welt für unsere Region und unsere Zukunft schaffen.

Persien … Mullahs … Deutschland … 12. Februar, 2018

Posted by Rika in gesellschaft, hamas, hass, iran, islam, israel, politik, terrorismus.
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Ich weiß ja nicht, wie es Euch geht, die Ihr hier regelmäßig oder ab und zu mal vorbei schaut.

Meine erste Bekanntschaft mit „Persien“ machte ich im Geschichtsunterricht …. die Auseinandersetzungen zwischen Griechen und Persern faszinierten mich,  und heimlich – ich muss es gestehen – war ich immer auf der Seite der Griechen, denn die „kannte“ ich schon etwas länger, nämlich  aus der Lektüre der Ilias und Odyssee von Homer und aus einigen „Sagen des Klassischen Altertums“, die ich schon mit 10 oder 11 Jahren gelesen hatte… ich las halt sehr gerne und die Bücher standen bei uns im Regal.

Meine Eltern kauften nicht die Klatschblätter in denen dem Schah von Persien und seinen unglücklichen und schönen Frauen gehuldigt wurde und ich ging auch nicht zum Friseur, bei dem wohl auch damals schon das Goldene Blatt oder ähnliche Magazine auslagen und sicher  über den wundervollen  Pfauenthron berichteten… jedenfalls nicht zu der Zeit, als mir Griechen und Perser im Geschichtsunterricht begegneten.  Persien war weit, weit weg…

Irgendwann aber bekam auch ich die märchenhaften Erzählungen über den Schah und seine Familie mit.

Und ich begann mich für Politik zu interessieren. Da konnte es natürlich nicht ausbleiben, auch über die tiefe Abneigung der Linken (das war für mich damals vor allem die SPD) gegen die imperialen Strukturen der persischen Politik informiert zu werden. Und so schlug mein Herz durchaus für die Studenten, die sich beim Besuch des Schah in Berlin den „Jubelpersern“ entgegen stellten und machtvoll demonstrierten.  Diese Demonstrationen markieren für mich in der Erinnerung den Beginn der Studentenunruhen und  des Aufbruchs der „68er“, untrennbar verbunden mit   Benno Ohnesorg und  Rudi Dutschke …  Und natürlich war ich auf der Seite aller Entrechteten und Geknechteten dieser Erde.  Sogar der RAF begegnete ich in ihren Anfängen noch mit einer gewissen Sympathie, die sich aber sehr schnell legte, als es zu massiven Rechtsbrüchen und sogar zu Morden kam. Damit wollte ich nichts zu tun haben, dafür empfand ich tiefe Abneigung, ja,  Abscheu.

Aber meine Anteilnahme für die armen rechtlosen Perser war geblieben, und so begrüßte ich die „iranische Revolution“, die mit der Rückkehr des Ayatollah Khomeini aus dem Pariser Exil ihren Höhepunkt fand. Die Zustimmung zu dieser Revolution wich aber sehr bald einem stillen Entsetzen über das Vorgehen der Revolutionsgarden gegen alle Iraner, die sich nicht dem strengen Diktat der neuen islamischen Machthaber unterwarfen.

In den folgenden Jahren gab es für mich wenig Anlass, dem „politischen System Iran“ wohlwollende Sympathien entgegen zu bringen. Wer erinnert sich noch an den fürchterlichen Krieg zwischen Iran und Irak? Die Mullahs schickten damals Kinder in die Minenfelder, um den nachrückenden Soldaten den Weg frei zu machen. Es war unglaublich menschenverachtend. Die Kinder wurden mit dem Versprechen, auf direktem Weg ins Paradies zu kommen,  in die Minen gejagt, mit einem „Schlüssel“ für die Pforte des Paradieses in der Hand und Koranversen um den Kopf gebunden.  Damals las ich das Buch „Ich habe keine Tränen mehr“, von Freidoune Sahebjam über den Kindersoldaten Reza Behrouzi.   Meine Verachtung für die Mullahs wurde grenzenlos.

Die Mullahs in Iran, die politische und religiöse Führung des Landes gaben mir keinen Anlass, meine negative Haltung ihnen gegenüber zu überdenken oder gar zu revidieren, im Gegenteil. Der rigide Umgang mit Frauen, der Zwang zum Kopftuch, die Einschränkung der Meinungsfreiheit, die entsetzlichen Strafen für Abtrünnige vom Islam, die Steinigungen, das Erhängen Homosexueller, das alles stand und steht in einem absoluten Gegensatz  zu den Werten mit denen ich groß geworden bin und  die ich seit meiner Kindheit in meiner Familie und Gemeinde, später in Studium, Beruf und  Freundeskreis  als Basis des Zusammenlebens erfahren und gelebt habe.

Und dann dieser Hass. Dieser abgrundtiefe Hass der in Iran von den Mullahs gegen Israel und Juden geschürt wird. Alljährlich wird der Al Quds-Tag mit einer Massendemonstration gegen Israel  „gefeiert“ und aus mehr als hunderttausend Kehlen erklingt der Schrei, der zur Vernichtung der Juden aufruft. Der von deutschen Medien als „moderat“  gepriesene Ruhani marschiert an der Spitze der Hassenden, Khamenei, der oberste Geistliche des Islam in Iran kündigt unverhohlen an, den Kampf gegen Israel so lange zu führen, bis die Muslime obsiegen und das Land wieder vollständig unter islamischer Kontrolle steht, Israel vernichtet ist.

Das alles ist gut dokumentiert.

Man muss kein Israelfreund sein, um die Bedrohungslage erkennen zu können. Und eigentlich, so denke ich, muss man auch kein ausgesprochener Freund Israels sein, um diese iranischen Ansagen in aller Schärfe zu verurteilen. Aber als Freund Israels muss man ausdrücklich gegen die Politik Irans demonstrieren.

Und gleichzeitig reichen  schon alle  bekannten Verletzungen der Menschenrechte aus, um das Regime in Teheran in die Schranken zu weisen!

Ist es nicht genug, dass Frauen Menschen zweiter Klasse sind, dass sie unter das Kopftuch gezwungen und  als Anhängsel ihres Mannes betrachtet werden?  Neulich wurde in meiner Gemeinde der Film „No Land’s Song“  gezeigt. Wusstet Ihr, dass Frauen in Iran in der Öffentlichkeit nicht singen dürfen? Es könnte die Männer sexuell erregen, damit begründet  ein Mullah der Komponistin und Musikerin Sara Najafi die Absage für ihr Gesuch um ein öffentliches Konzert mit Sängerinnen.

Ist es nicht genug, dass homosexuelle Männer öffentlich an Baukränen aufgehängt werden?

Ist es nicht genug, dass die Meinungsfreiheit eingeschränkt ist, das Demonstrationsrecht nur für Demonstrationen gegen die politischen Gegner gilt?

Ist es nicht genug, dass der Iran mit Waffen und know how die Terrororganisationen Hisbollah und Hamas Jahr für Jahr stärker aufrüsten, dass Iran in Syrien ein widerwärtiges „Spiel“ treibt?

Ist das alles nicht genug auch für unsere Politiker den Iran zu ächten?

Nein. Es ist nicht genug.

Unsere Politiker bedienen die Klaviatur der wirtschaftlichen Vorteilsnahme … da nimmt man es mit Menschenrechten halt nicht so genau. Kaum war der Atom-Deal mit dem Iran unter Dach und Fach eilten deutsche Politiker nach Teheran, um für deutsche Wirtschaftsunternehmen die Tür zu einem „lukrativen“ Markt zu öffnen. Und während Herr Gabriel keine Mühe scheut, das demokratische Israel zu einem „besseren“ Verhalten und Umgang mit den „Palästinensern“ zu erziehen, kommt der Iran völlig ungeschoren davon, „Baukräne“, Folterkeller, Beschneidung der Rechte für Frauen und… und… und … hin oder her.

Unser Außenminister findet, dass das Atomabkommen mit dem Iran „Stabilität“ und Sicherheit für den gesamten Nahen Osten bedeutet… obwohl sich der Iran damit brüstet, Israel in 5 Minuten in Schutt und Asche legen zu können.

Und unser Bundespräsident?  Der beglückwünschte das Regime zum Jahrestag der  erfolgreichen islamischen Revolution….   (Zu diesem Vorgang findet sich allerdings außer dieser keine weitere Quelle… )

Vielleicht, so denke ich manchmal, habe sich viele Politiker der SPD niemals von ihren damaligen Ansichten lösen können, obwohl die Wirklichkeit doch eine so deutlich andere Sprache spricht. Immer noch verharren sie – so kommt es mir vor – in dem utopischen Weltbild, dass eine Revolution grundsätzlich etwas Gutes ist und niemals die schlimmsten Abgründe hervorbringen, geschweige denn in eine verachtenswerte Diktatur münden kann. Die iranische Revolution hat den Schah und seine Regierung gestürzt und aus dem Land gejagt. Die Mullahs,  die kamen, brachten aber keine demokratische Gesellschaftsordnung wie wir sie kennen und wonach wir leben,  sie verfluchten und verboten alles „Westliche“ und „Moderne“ und etablierten ein Herrschaftssystem, das sich einem Jahrhunderte alten religiösen Kult um Macht und Einfluss verschrieben hat, den politischen Islam mit allen seinen für den Einzelnen und für die Gesellschaft so verheerenden Folgen von Zwang und Unterdrückung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fremde Feder: Reden über Jerusalem 7. Dezember, 2017

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„Redet mit Jerusalem freundlich“ , lautet eine berühmte Aufforderung, die wir schon in der Bibel lesen können … (Jesaja 40,2)

Seit gestern ist Jerusalem  ganz besonders in aller Munde, doch die meisten, die über  – nicht „mit“ – Jerusalem reden, tun das nicht freundlich, jedenfalls nicht wenn mit „Jerusalem“ die israelische Regierung gemeint ist, analog zu „Berlin macht… tut… schweigt…“, wenn Frau Merkel ein bedeutungsschweres Statement zur politischen Lage der Welt,  die sie ja permanent zu retten beabsichtigt, verkündet oder verkünden lässt…

Nein, die Reden über Jerusalem sind in aller Regel nicht freundlich.

Aber es gibt Ausnahmen, eine davon fand ich heute bei mena-watch.

. Thomas Eppinger hat sie gehalten, bzw. aufgeschrieben. Ich nehme mir die Freiheit und stelle sie hier ungekürzt ein. Ich weiß, dass das nicht so ganz den Regeln entspricht, aber die Erfahrung aus 10 Jahren Blog machen dieses Vorgehen nötig, denn schon oft habe ich nur ein kurzes Zitat, versehen mit einem Link eingestellt, doch nach 3 oder 4 Jahren war der Link nicht mehr stabil, der ganze Text nicht mehr auffindbar. Das ist oftmals sehr schade…

Für den nun folgenden Text wäre es aber mehr als das. Darum, lieber Thomas Eppinger, Sie mögen mir verzeihen, wenn ich Ihren Text einfach hierher kopiere…  er ist zu gut, um in 4 Jahren oder so nicht mehr auffindbar zu sein.

Reden wir über Jerusalem. Das Ende einer diplomatischen Scheinheiligkeit

Von Thomas Eppinger

Treffen sich ein Jude, ein Christ und ein Moslem.
Christ: „Ihr Juden habt Jesus umgebracht!“
Jude: „Nein, das waren die Muslime!“
Moslem: „So ein Blödsinn. Vor zweitausend Jahren gab es noch gar keine Muslime!“
Christ: „Da hat er recht!“
Jude: „Stimmt, dann können wir ja jetzt über Jerusalem sprechen!“

Ja, reden wir über Jerusalem. Und überspringen wir die feindseligen Kommentare der üblichen Verdächtigen von Jakob Augstein bis Michael Lüders, gehen wir an dieser Stelle nicht auf die Phrasen von einer drohenden Gewaltspirale ein, lassen wir die Appeaser außen vor, die vor einer Störung des Friedensprozesses im Nahen Osten warnen. Wir kennen die Sprüche seit Jahren.

Außerdem: Syrien, Jemen, Sunniten gegen Schiiten, Iran gegen Saudi-Arabien, islamischer Fanatismus, arabischer Nationalismus, autokratische Herrscher, die jedes demokratische Pflänzchen im Keim ersticken – der Frieden im Nahen Osten hängt von ganz anderen Dingen ab als vom Sitz der amerikanischen Botschaft in Israel. Die breite Front gegen die Anerkennung der israelischen Hauptstadt durch den amerikanischen Präsidenten war vorhersehbar. Sie ist eine logische Folge des Mainstreams in Politik und Medien, der seit Jahren durch die schrittweise Delegitimierung Israels gekennzeichnet ist.

Reden wir also über Jerusalem. Reden wir darüber, dass diese Stadt schon jüdisch war, als es Christen und Muslime noch gar nicht gab. Dass der erste Tempel vom Sohn Davids fast tausend Jahre vor der Geburt Jesu errichtet wurde. Dass Jerusalem schon vor 3000 Jahren die Hauptstadt von Juda war. Dass erst im 7. und 8. Jahrhundert der Felsendom und die Al-Aqsa Moschee unter islamischer Herrschaft errichtet worden sind, an eben jenem Ort, an dem einst der erste und der zweite Tempel standen, und der den Juden zu dem Zeitpunkt schon seit mehr als eineinhalb Jahrtausenden heilig war. Doch so schwer 3000 Jahre auch wiegen mögen, die Neuzeit wiegt noch schwerer.

Reden wir also über die Gründung Israels, über den Teilungsplan der UNO von 1947, in dem Jerusalem als corpus separatum vorgesehen war, der von den Vereinten Nationen durch einen Treuhänderrat und einen Gouverneur regiert werden sollte. Ausländische Truppen sollten die Stadt schützen und den gleichberechtigten Zugang für Gläubige aller drei abrahamitischen Religionen zu ihren heiligen Stätten sicherstellen. Israel hat diesen Teilungsplan akzeptiert, während eine Allianz aus Ägypten, Syrien, Libanon, Jordanien und Irak schon am Tag nach der Unabhängigkeitserklärung über Israel hergefallen ist. Den Unabhängigkeitskrieg hat Israel gewonnen, das jüdische Viertel der Altstadt Jerusalems und den Osten der Stadt jedoch an Jordanien verloren. In Westjerusalem, das unter israelischer Hoheitsgewalt stand, galt seit 1948 israelisches Recht. 1949, nach dem Waffenstillstandsabkommen, erklärte Premierminister David Ben-Gurion Jerusalem zum untrennbaren Teil Israels und dessen ewiger Hauptstadt, der Beschluss des Parlaments folgte am 4. Januar 1950.

Reden wir darüber, dass während der jordanischen Besatzung von 1949 bis 1967 vom religiösen Interesse an den islamischen Heiligtümern wenig zu spüren war. Einige örtliche Institutionen wurden geschlossen, wie das Arabische Hochkommissariat und der Oberste Muslimische Rat, andere wurden nach Amman verlegt. Daniel Pipes bezeichnet das Jerusalem unter jordanischer Herrschaft als „isolierte Provinzstadt von weniger Bedeutung als Nablus“ und beschreibt die diplomatische Bedeutungslosigkeit der Stadt für die arabische Welt:

„Kein arabischer Führer kam während der neunzehn Jahre, die Jordanien Ostjerusalem kontrollierte, hierher und König Hussein (regierte 1952 – 1999) selbst kam nur selten zu Besuch. König Faysal von Saudi-Arabien sprach nach 1967 oft von seiner Sehnsucht in Jerusalem zu beten, jedoch schien es ihn nie gekümmert zu haben dort zu beten, als er die Chance dazu hatte. Wahrscheinlich am bemerkenswertesten ist, dass die Gründungsurkunde der PLO, der Palästinensische Nationalvertrag von 1964, Jerusalem nicht ein einziges Mal erwähnt oder auch nur andeutet.“

Bis heute steht die politische Symbolik im krassen Gegensatz zum nachlässigen Umgang der palästinensischen Behörden mit den angeblich so bedeutsamen islamischen Stätten Jerusalems.

Reden wir vom antisemitischen Furor während der Besatzungszeit. Nach dem Einmarsch der jordanischen Truppen in Ostjerusalem im Mai 1948 wurden Tausende Juden vertrieben, deren Familien seit Jahrhunderten in der Stadt gelebt hatten. Jordanien verweigerte den Israelis den Zugang zur Klagemauer, dem heiligsten Ort des Judentums, und zum Friedhof auf dem Ölberg, seit mehr als 2500 Jahren eine jüdische Begräbnisstätte, was ein klarer Bruch des Waffenstillstandsabkommens von 1949 war. Hunderte jüdische Gräber wurden von einer Autobahn zerstört, die direkt über den Friedhof geführt wurde.

„Die Grabsteine, die das Andenken von Rabbis und Weisen ehrten, wurden von der Bauabteilung der jordanischen Arabischen Legion für Fußböden und Latrinen verwendet (die Inschriften auf den Steinen waren noch sichtbar, als die Israelis die Stadt befreiten). Das alte jüdische Viertel der Altstadt wurde verwüstet, 58 Jerusalemer Synagogen – manche davon Jahrhunderte alt – wurden zerstört, andere wurden als Vieh- und Hühnerställe genutzt. Direkt neben der Westmauer entstanden Slumsiedlungen.“

Der 1997 wiedererrichtete Große Bogen der Hurva-Synagoge (Von MathKnight, CC BY 2.5)

Schon nach der Sprengung der Hurva-Synagoge 1948 brachte der jordanische Kommandeur Abdullah el Tell die Strategie seiner Truppen präzise auf den Punkt: „Zum ersten Mal seit 1000 Jahren verbleibt kein einziger Jude im Jüdischen Viertel. Kein einziges Gebäude verbleibt intakt. Das macht eine Rückkehr der Juden unmöglich.“ Die Juden vertrieben, ihre Häuser und Synagogen zerstört, ihre Gräber geschändet. Die Hoheit über Ostjerusalem jemals wieder aus der Hand zu geben, ist für Israelis nicht verlockend.

Reden wir darüber, dass die Israelis trotz alldem bei der Rückeroberung der Stadt 1968 auf den Einsatz schwerer Waffen verzichteten, um Moscheen und Kirchen zu schonen. Sie verwehrten den Muslimen nicht den Zugang zu ihren heiligen Stätten und unterstellten den Tempelberg einer autonomen muslimischen Verwaltung: dem Waqf. Die arabisch-palästinensischen Einwohner haben den Status von „ständigen Einwohnern“, können sich innerhalb Israels bewegen und sind auch sozialversichert. Auch der Zugang zur israelischen Staatsbürgerschaft steht ihnen offen. Heute sind rund ein Drittel der Einwohner Jerusalems Muslime.

Reden wir auch darüber, dass Donald Trump mit der Anerkennung der israelischen Hauptstadt nur eine Jahrzehnte lange diplomatische Scheinheiligkeit beendet. „Seit Jahrzehnten erkennt die internationale Gemeinschaft stillschweigend an, dass die Stadt der jüdischen Könige David, Salomon und Herodes, die Stadt, in der bis zur Zerstörung durch die Römer der Tempel stand, und in der Jesus als „König der Juden“ von den Römern gekreuzigt wurde, die Stadt, die Juden seit 2000 Jahren beim Pessachfest beschwören – „Nächstes Jahr in Jerusalem!“ –, dass diese Stadt, die nur deshalb Christen und Muslimen heilig wurde, weil sie seit jeher den Juden heilig ist, die Hauptstadt des jüdischen Staates ist und sein muss.“, schreibt Alan Posener dazu in der WELT. Ganz allein ist Trump mit seiner Entscheidung übrigens nicht. Im April dieses Jahres nahm die Welt schweigend zur Kenntnis, dass Russland Westjerusalem als israelische Hauptstadt anerkannt hat. Und im Mai hat das tschechische Parlament Jerusalem als Hauptstadt anerkannt.

Und zuletzt, reden wir noch darüber, dass es den Frieden keinen Schritt näher gebracht hat, ständig den Druck auf Israel zu erhöhen. Denn selbst die schmerzhaftesten Zugeständnisse Israels reichten den Palästinensern nicht, deren eigentliches Ziel immer lautete: „Geht zurück ins Meer. Oder sucht euch ein anderes Land.

Unabhängig davon, wann bzw. ob die USA ihre Botschaft nach Jerusalem verlegen, markiert die Anerkennung der israelischen Hauptstadt eine Wende in ihrer Nahostpolitik. Schon mit der Ankündigung steigt der Druck auf die arabische Welt, endlich die Realität anzuerkennen: Es kann niemals ein „Rückkehrrecht“ für Palästinenser geben, die nicht in Israel geboren wurden. Und Jerusalem wird die Hauptstadt Israels bleiben. Vielleicht wird es einmal auch die Hauptstadt eines palästinensischen Staates sein, aber nie wieder werden sich die Juden aus ihrer Stadt vertreiben lassen. Je geschlossener Europa sich dem anschließen würde, desto größer wäre die Aussicht auf Erfolg. Leider beweist der Kontinent vorläufig nur, wie recht Dan Shueftan mit seinem Bonmot hatte: „Immer wenn Du Zweifel hast, frag die Europäer – und mach dann das Gegenteil.“

 

Nikolaustag… 6. Dezember, 2017

Posted by Rika in araber, araber-"palästinenser", fatah, gesellschaft, hamas, islam, israel, medien, meine persönliche presseschau, plo, politik, terrorismus.
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Seit ungefähr 61 Jahren glaube ich nicht mehr an den Nikolaus, bzw. daran, dass es diese geheimnisvolle Person sei, die mir am Morgen des 6. Dezember meinen am Abend zuvor gründlich geputzten Schuh mit Süßigkeiten füllt…. (vor 61 gab es noch keine Geschenke… diese Unsitte kam erst später auf, als schlaue Kaufleute „im Nikolaus“ das Potential  für das vorweihnachtliche Geschäft erkannten und mit „Kleinigkeiten“ als Geschenk warben…) Ich war auch schon damals  nicht katholisch und dementsprechend auch mit den Gebräuchen der Heiligenverehrung nicht vertraut.

Irgendwann stellten meine Eltern als quasi Nikolausvertreter die Verteilung von Süßigkeiten an mich und meinen Bruder auch ein…  wir machten es uns als Familie gemütlich mit einem „bunten Teller“ und Tee oder Kakao.

Später,  ich war inzwischen Ehefrau und Mutter, gab es für unsere lieben Kleinen kleine Geschenke und für uns Erwachsene Nikolauspunsch… ein ganz wunderbar wundersames Getränk….

Aber auch unsere Kinder wurden groß, der „Glaube“ an den Nikolaus wandelte sich auch für sie in eine schöne Legende, die mit  liebevollen Gesten am Nikolaustag ins Bewusstsein gehoben wird…

Heute aber könnte ich beinahe selbst wieder an den Nikolaus glauben, der heimlich still und leise Dinge in Ordnung bringt, kleine Geschenke macht und damit Freude auslöst bei denen, die so beschenkt werden.

Denn heute – allerdings nicht heimlich still und leise – , am Nikolaustag 2017,  löst der als „irrlichternder Egomane“ von vielen Medien  verhöhnte Präsident der Vereinigten Staaten, Donald Trump, eine vor Jahrzehnten  getroffene Entscheidung ein:  Die USA erkennen Jerusalem als Hauptstadt des Staates Israel an!  Gleichzeitig  kündet Trump an, die Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen… dieses Versprechen hatte er bereits im Wahlkampf gemacht, jetzt hat er die entsprechenden Stellen angewiesen, den Umzug vorzubereiten.

 

Vielleicht ist es ja ein Zeichen für kindliches Wunschdenken oder für politische Naivität, wenn ich unumwunden zugebe, mich über diese Entscheidung des Präsidenten zu freuen und damit ganz diametral entgegen allen Kommentatoren unserer öffentlich-rechtlichen Wahrheitsverkünder zu denken.  Die werden nämlich nicht müde, die Sicht der sogenannten „Palästinenser“ weiter zu reichen, nach deren Lesart wird Jerusalem die künftige Hauptstadt ihres künftigen Staates sein. Der liegt zwar noch in weiter Ferne und wird – wie wir alle wissen – von den „Siedlungen“ massiv am Entstehen gehindert, aber der bereits bestehende Staat Israel darf darum auf gar keinen Fall Jerusalem zu seiner Hauptstadt machen.

Ist doch logisch, oder?

Die Araber, die sich seit Arafat „Palästinenser“ nennen, diese Identität stiftende  Bezeichnung für ein mögliches „Volk“ aber während der britischen Mandatszeit stolz ablehnten und darauf beharrten Araber zu sein, diese Araber also haben sich seit 1947 der Teilung des damaligen Mandatsgebiets „Palästina“ in einen jüdischen und einen arabischen Staat strikt verweigert. Sie wollen den ganzen Kuchen – das kann man in der Charta der Hamas nachlesen. Und deshalb dürfen die Juden keine Hauptstadt „Jerusalem“ haben. Die sogenannte Völkergemeinschaft weist gerne auf den „ungeklärten Status“ Jerusalems hin und ignoriert dabei geflissentlich die 3000-jährige Geschichte der Stadt Jerusalem als Zentrum der jüdischen Welt ebenso, wie die einfache Tatsache, dass jeder Staat weltweit selbst darüber bestimmt, welcher Ort auf seinem Staatsgebiet die Funktion der „Hauptstadt“ innehat. So hat auch der Staat Israel die uralte, ja ewige „Hauptstadt des Judentums“ zu seiner „staatlichen Hauptstadt“ gemacht.

In Jerusalem tagt die Knesset – seit 1966 in dem ebenso genannten Gebäude – , in Jerusalem ist der Sitz des Ministerpräsidenten und des Präsidenten, der Ministerien und der meisten Einrichtungen der Verwaltung. Aber die Weltgemeinschaft in Form der akkreditierten Botschaften  findet es vermutlich in Tel Aviv sehr viel interessanter, außerdem ist der Weg zum Strand deutlich kürzer und der Shabbat wird in Tel Aviv nicht ganz so streng eingehalten wie in Jerusalem. Kurz gesagt, Tel Aviv ist die „Hauptstadt für die  Botschafter“ und Botschaften. (Ich musste mal in aller Herrgottsfrühe mit meiner Freundin von Jerusalem nach Tel Aviv fahren, weil der Freundin in einem kleinen Straßencafe direkt am Damaskustor der Pass und auch sonstige wichtige Utensilien geklaut worden war und sie einen Behelfspass in der deutschen Botschaft beantragen musste…  wir warteten endlos lange, aber sie bekam den Pass. Anslchließend erholten wir uns am Strand von Tel Aviv von den ausgestandenen Strapazen….  am nächsten Tag fuhren wir über Eilat nach Taba und von dort aus weiter mit einer kleinen Gruppe auf den Sinai….  das würde ich heute nicht mehr machen, die Jeep- und Wandertour im Sinai!)

Heute nun, am Tag des Heiligen Nikolaus, freue ich mich darüber und wiederhole es gerne noch einmal: Der Präsident der USA löst ein Versprechen ein und stimmt dem Selbstbestimmungsrecht Israels zu:

JERUSALEM  IST DIE HAUPTSTADT DES STAATES ISRAEL

Da kann Marietta Slomka wettern und wüten wie sie will. Das stört mich gar nicht, allenfalls ärgere ich mich darüber, dass sie immer noch anti-israelische Propaganda macht.

Und was der  Siggi,die Angie, der Martin und der Aiman, der angebliche Stellvertreter Gottes auf Erden und der beinahe heilige Emanuel aus Frankreich dazu sagen… geschenkt. (Ich finde das zwar ganz schrecklich, aber heute und gleichzeitig ganz und gar unerheblich und auch vollkommen überflüssig!)

Ich würde mir aber vom Nikolaus noch ein kleines Zusatzgeschenk wünschen:

Bitte, bitte lass es friedlich bleiben in Jerusalem und ganz Israel.

Denn schon wetzen sie wieder die Messer, die unversöhnlichen, unfriedlichen arabischen Nachbarn in Samaria und Judäa…

Und ich wünsche mir,  dass all die Neunmalklugen, die sogenannten „Freunde Israels“, die immer und ausschließlich Israel in der Pflicht zu Zugeständnissen sehen und bei Zuwiderhandlungen an den Pranger stellen, dass diese „Freunde“ einfach mal die Klappe halten. Wenigstens das.

Lieber Nikolaus, kannst Du nicht dafür sorgen, dass sie ausnahmsweise mal Trumps Beispiel folgen… dieses eine Mal?

Ich verspreche Dir, ich werde auch ganz brav sein….

So blöd kann selbst der Sigi nicht sein… 26. April, 2017

Posted by Rika in aktuell, antisemitismus, araber-"palästinenser", fatah, freunde, gesellschaft, hamas, israel, meine persönliche presseschau, politik, terrorismus.
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Man stelle sich vor, man sei neu in ein Amt gewählt worden und wolle nun seine Antrittsbesuche machen, um sich als neuer Amtsträger zu präsentieren und natürlich dabei gleichzeitig um gute und gedeihliche Zusammenarbeit zu bitten.

Einer der diplomatisch herausfordernden Besuche wäre es, sich mit jemandem treffen zu müssen, den man – gelinde gesagt – nicht leiden kann, aber das Amt gebietet es, mit eben dieser Person doch in relativ gutem Einvernehmen zu sein.

Bevor man also seinen Besuch antritt, informiert man sich so ein bisschen darüber, welche der verborgenen Fettnäpfchen auf jeden Fall ausgelassen werden müssen, damit es nicht zu einer unschönen Begegnung kommt.

Sie, Du und ich würden das so machen, oder? Jedenfalls auf der informellen Ebene würden wir das so machen.

Wir würden es auf jeden Fall vermeiden, den zu Besuchenden an mögliche unangenehme Be- oder Gegebenheiten zu erinnern, etwa an seinen gerade erst verflossenen Liebhaber, an 25 kilo Übergewicht, an missratenen Kinder, an eine wenig attraktive Gattin / hässlichen Gatten oder was auch immer auf der rein persönlichen Ebenen so an extremen Fettnäpfchen lauern könnte. Wir würden doch alles vermeiden, den Besuchskontakt vor die Wand zu fahren, oder?

Sie, Du und ich würden wohl auch auf der „amtlichen Ebene“ herauszufinden suchen, wer der Widersacher des zu Besuchenden ist, mit wem er gerade im Clinch ist oder wer ihm größtmöglichen Schaden zufügen möchte, wir würden das herauszufinden suchen, damit wir nicht Gefahr laufen, ausgerechnet diese Personen als  mögliche Gesprächspartner  bei unserem Antrittsbesuch ebenfalls zu beehren. Wir, Sie, Du  ich, fänden das peinlich und unpassend, stelle ich mir dank meiner guten Kinderstube jedenfalls so vor.

Wir würden aber auch bei „guten Freunden“ nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen und den Freund bei der ersten sich bietenden Gelegenheit damit konfrontieren, was er unserer Meinung nach gerade wieder verbockt hat und erst recht würden wir nicht zu den Leuten gehen und sie unserer Unterstützung versichern, von denen wir genau wissen, dass der „gute Freund“ gerade extreme Probleme mit ihnen hat. Nein, Sie, Du und ich würden das nicht machen. Wir würden erst mal in aller Ruhe mit dem „guten Freund“ bei einem schönen Essen reden, ein bisschen Wein oder Bier dazu trinken, für eine angenehme Atmosphäre sorgen und dann, wenn die ‚Gesprächstemperatur‘ auch für schwierige Themen geeignet erscheint, unsere nicht ganz so schönen Anliegen vortragen, beispielsweise unser Bemühen, einen Nachbarschaftskonflikt zu entschärfen oder dergleichen. Auf keinen Fall würden wir erst mit den Nachbarn und dann mit dem „gute Freund“ sprechen.

Wenn nun der neu gekürte Außenminister eines Staates seinen Antrittsbesuch als Außenminister bei einem „befreundeten Staat“ macht, wie geht er dann am besten und am diplomatischsten vor?

Nun, er wird, so denke ich, seine Berater konsultieren und sich über die außen- wie innenpolitische Lage des „befreundeten Staates“ auf den neuesten Stand bringen lassen – siehe Fettnäpfchenvermeidung und Diplomatie.

Alsdann, so stelle ich mir weiter vor, wird er aufgrund dieser Informationen seine notwendigen Besuchstermine vor Ort in einen zeitlich wie thematisch passenden Rahmen bringen.

Was sieht so ein Besuchsprotokoll vor?  Dem Staatspräsidenten die Aufwartung machen, ein Gespräch mit dem Regierungschef des Landes führen, eine kulturelle Einrichtung besuchen, sich für besondere wissenschaftliche oder wirtschaftliche Institutionen interessieren, die humanitären Aufgaben des Landes nicht vergessen und natürlich auch den Oppositionsführern des Parlaments ein offenes Ohr schenken. Wenn dann noch Zeit ist und alle anderen Termine gut verlaufen sind, kann man sich auch noch mit Vertretern der Außerparlamentarischen Opposition treffen… hier in Deutschland wäre das möglicherweise der Unterstützerkreis des NSU oder ehemalige Mitglieder der RAF, ein „Schwarzer Block der Antifa“  oder die „Identitären“  in Meck-Pom, vielleicht sogar die „Reichsbürger“.  Alles sehr „ehrenwerte“ Vereinigungen, die nichts anderes im Sinn haben, als den offiziellen Staat in Frage zu stellen  oder sogar zu zerstören…  (Frau Merkel und Herr Steinmeier als Kanzlerin und Präsident wären bestimmt ganz entzückt, wenn der Außenminister eines „befreundeten Staates“ diese Gruppierungen sehr gezielt aufsuchen würde.)

Was um alles in der Welt hat aber unseren Herrn Außenminister Sigmar Gabriel geritten, als er bei seinem Antrittsbesuch als Außenminister in ISRAEL  jede diplomatische Vorgehensweise über den Haufen warf und noch vor einem Treffen mit  dem Regierungschef Netanjahu ankündigte, sich mit den höchst umstrittenen, aber dennoch von EU gepäppelten und finanziell großzügig ausgestatteten APO-Gruppen „Breaking the Silence“ und B’Tselem treffen zu wollen, die mit ihren Aktionen den Terroristen von Fatah und Hamas in die Hände spielen und Abbas (Gabriel nennt ihn ‚mein Freund‘) immer wieder Munition liefern in der EU und bei der UN  gegen Israel zu agitieren.

„So blöd kann selbst der Sigi nicht sein“ habe ich  diesen Beitrag überschrieben.

Das ist nicht fein von mir.

Aber ich muss doch davon ausgehen, dass Herr Gabriel nach seinem desaströsen Auftritt in Hebron vor ein paar Jahren wenigsten irgendetwas dazu gelernt hat. Er ist doch nicht dumm. Immerhin hat er studiert, war mal Ministerpräsident des schönen Bundeslandes in dem ich lebe, „mein (noch)“  Parteichef , Merkels Wirtschaftsminister und Vizekanzler… ein bisschen Grips gehört doch dazu, um das zu schaffen.

Wenn er also nicht so blöd sein kann, sich dermaßen dämlich zu benehmen, dann, so muss ich doch annehmen,

HAT ER ES MIT VOLLER ABSICHT GETAN.

Und natürlich frage ich mich, WARUM ???

Klügere und politisch versiertere Leute als ich mögen dieser Frage auf den Grund gehen.

Ich will mich auch nicht als Küchenpsychologin versuchen, obwohl ich durchaus die dafür notwendigen Voraussetzungen mit brächte.

Aber wie kann ein Mann am ‚JomhaShoa‘   in ‚Yad Vaschem‘  einen Kranz niederlegen und große Betroffenheit angesichts der deutschen Schuld an der unfassbaren Tragödie zum Ausdruck bringen und nur einen Tag später alle politische und diplomatische Vernunft fahren lassen?

cui bono

Wem dient es…

Bald sind Wahlen in Deutschland – und wie der Antisemitismus-Bericht der Bundesregierung als traurige Gewissheit ausweist, ist der deutsche Antisemitismus virulent wie nie, unterstützt von den muslimisch-arabischen Zuwanderern und sind 40% der Deutschen gegen Israel gestimmt…

 

Wenn das kein Grund ist, sich in Israel wie der Elefant im Porzellanladen aufzuführen. …

Einige Vertreter  der deutschen Medien sind darum auch voll des Lobes für unseren tapferen Außenminister, der sich dem einzigen Schurken im ganzen, ach so friedlichen nahen Osten nicht gebeugt hat….

 

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NACHTRAG

Einen sehr guten Artikel dazu hat Alex Feuerherdt geschrieben, daraus dieser abschließende Absatz als Zitat:

Selbstverständlich hat Sigmar Gabriel es nicht lassen können, zu beteuern, welch großer Freund Israels er doch sei. In einem Gastbeitrag für die Berliner Zeitung behauptete er, die „pro-israelische Einstellung“ sei ein „Markenzeichen der deutschen Sozialdemokratie“, und verstärkte die Peinlichkeit seines Auftritts sogar noch mit dem unsäglichen Satz: „Sozialdemokraten waren wie Juden die ersten Opfer des Holocausts.“ Nicht des Nationalsozialismus, nein, der Shoa – was bekanntlich nicht stimmt und lediglich dazu dient, sich auf die gleiche Stufe zu stellen wie die Opfer der Judenvernichtung. Nachdem der aus einer Täterfamilie stammende deutsche Minister sich so selbst auf die moralisch gute Seite der Geschichte bugsiert hatte, konnte er daran gehen, gezielt jenen Eklat zu provozieren, der in Deutschland nun Benjamin Netanjahu angelastet wird. Der aber war bloß nach dem Motto verfahren: Gott, bewahre mich vor meinen Freunden, mit meinen Feinden werde ich allein fertig.

Quelle

Besser kann man die Unverschämtheit der Gabriel’schen Taktik kaum zusammenfassen.

 

 

 

 

Eine alternativlose Lösung…. 10. März, 2017

Posted by Rika in araber, araber-"palästinenser", israel, medien, plo, politik, terrorismus, zweistaatenlösung.
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… für den sogenannten „Nahost-Konflikt“ hat er nicht parat!

Er ist ja auch nicht unser Außenminister – weder der ehemalige, noch der jetzige –  oder unser  Bundespräsident (weder der jetzig noch amtierende, noch der gewählte  zukünftige),  erst recht ist er nicht die Kanzlerin, von der ja die berühmte Alternativlosigkeit für ihre Regieanweisungen  stammt – nicht nur an Israel, aber an Israel vor allem.

Er hält überhaupt nichts von fremdgesteuerten Lösungen  – und mit fremdgesteuert meine ich die Vorschläge all der klugen Menschen auf Gottes schöner Erde, die bequem, sicher und gemütlich abends vorm Fernseher sitzen und mit leichtem Schauder den berühmten Kampf „David gegen Goliath“ verfolgen und stante pede sofort wissen, wer Goliath und wer David ist  und falls sie es doch noch nicht oder nicht mehr wissen sollten, von allen klugen Nachrichtenerzählern und Terrorexperten sofort bestens informiert werden.

In meiner Sonntagschule habe ich ja noch gelernt, dass David ein jüdischer Hirtenjunge war, der von Gott ausersehen war, einmal König zu werden und Goliath war ein philistrischer Kämpfer, der die ganze Gegend damals mit Schrecken überzog, indem er kriegerische Beutezüge gegen die jüdischen Bewohner des Landes verübte. Man kann die Geschichte übrigens nachlesen, sie beginnt so:

Die Philister sammelten ihre Heere zum Streit und kamen zusammen zu Socho in Juda und lagerten sich zwischen Socho und Aseka bei Ephes-Dammim. 2 Aber Saul und die Männer Israels kamen zusammen und lagerten sich im Eichgrunde und rüsteten sich zum Streit gegen die Philister. 3 Und die Philister standen auf einem Berge jenseits und die Israeliten auf einem Berge diesseits, daß ein Tal zwischen ihnen war.

(Vorsichtshalber habe ich die Namen, wie sie in meiner Sonntagschule erzählt und in der Bibel geschrieben stehen, mal deutlich hervor gehoben, nur damit man sieht, dass damals schon die Israeliten in Juda, dem heutigen Judäa lebten.)

Hier,   1. Samuel 17, ab Vers 4 ,  geht’s übrigens weiter weiter mit der Geschichte…  (Ich habe bewusst die alte Fassung gewählt, sie ist so schön erzählend.)

Aber so werden Sie /  werdet Ihr die Rollenverteilung bezüglich „wer ist David, wer Goliath“ von unseren Nachrichtenerklärern niemals hören. Die behaupten nämlich immer genau das Gegenteil: Goliath, das sind die Israelis mit ihren modernen Waffen und David, das sind die kleinen Jungs, die Steine gegen israelische Soldaten werfen, damit  es spannende Zweikämpfe gibt, über die das Fernsehen toll schauderhafte Berichte von ganz bösen Israelis senden kann. Oder besser noch, Goliath, das sind die rund 8 Millionen Israelis und David sind die mehr als 100-Millionen (oder mehr)  Araber, die etwas gegen Israelis haben. (Von den anderen muslimischen, aber nicht-arabischen Ländern rede ich erst gar nicht!)

Die alternativlosen und ferngesteuerten Lösungen des Konflikt zwischen den Arabern, die die Juden nicht wollen und Israelis, die ihren Staat mit ausdrücklicher Billigung der Völkergemeinschaft (heute UN) im alten jüdischen Land errichtet haben, sehen immer nur eines vor: Israel muss alternativlos das in den Kriegen eroberten Gebiet „Samaria und Judäa“  zurück geben an das inzwischen entstandene Volk der Palästinenser und darüber hinaus alle jüdischen Dörfer und Kleinstädte, die sogenannten „Siedlungen“ in eben jenem Gebiet räumen. Denn die Siedlungen, sagt unsere Kanzlerin, sagen die Herren Außenminister und Bundespräsidenten (s.o), etliche Männer der Kirche – katholisch wie evangelisch – die Linken, Grünen und SPD-Genossen, CDU-ler und CSU-ler, kurz, nahezu alle wichtigen politischen Vertreter unseres Landes, die Siedlungen, sagen sie, sind    D A S    Friedenshindernis. Ja. Behaupten sie, ohne auch nur  rot zu werden. Von der Hamas-Charta haben sie noch nie etwas gehört, geschweige denn sie gründlich studiert, der Iran ist ein viel zu wichtiger und wieder neu lieb gewordener Handelspartner, als dass man dessen Forderung, Israel müsse von der Landkarte ausradiert und aus den Geschichtsbüchern getilgt werden, auch nur ansatzweise ernst nehmen und damit auch zurückweisen würde. (Herr Weil, MP von Niedersachsen hat einen zaghaften Versuch gestartet…. ohne Erfolg)

A propos aus den Geschichtsbüchern tilgen, das hat ja neulich die UNESCO prima vorgemacht, wie das geht, einfach mal per Beschluss nahezu aller Mitglieder den historischen Bezug der Juden/Israelis zum Tempelberg eliminiert und verfügt: Die einzigen historisch bezeugten und damit rechtmäßigen „Besitzer“ des Tempelbergs sind die 1968 erschaffenen Palästinenser.  Ihr Prophet Mohammed hat ja bereits bei seiner nächtlichen Reise in das nicht im Koran genannte Jerusalem dort sein Ross an irgendeinem Felsen angebunden, oder so ähnlich. Deshalb haben dann ja auch die muslimischen Eroberer Jerusalems dort oben auf dem uralten Tempelberg   –  der so heißt, weil da der jüdische Tempel stand, in dem übrigens auch Jesus ein reger Besucher war –  den Felsendom und die Al Aksa-Moschee gebaut.

So weit so simpel.

„Er“, von dem oben bereits andeutungsweise die Rede ist, redet nicht von der einzigen alternativlosen Lösung, der von der Kanzlerin so viel beschworenen Zweistaaten-Lösung.

In einem eindrucksvollen Vortrag nimmt er die Zuhörer mit hinein in das unentwirrbar scheinende  Geflecht des Konflikts, Schuldzuweisungen an die eine oder andere Seite sind nicht seine Sache. Er beschreibt die Realität, offen, sachlich, schonungslos und  mit Humor.

Ich bedauere es sehr, dass er nicht mehr in meiner Zeitung schreibt – wie früher – und ich finde es schade, dass man ihn nicht mehr als sehr kompetenten Fachmann in den Öffentlich-Rechtlichen zu sehen bekommt und stattdessen mit Berichten über Israel abgefertigt wird, denen man die Einseitigkeit und erklärte Gegnerschaft schon aus 10 Metern Entfernung ansieht.

Ich würde mich freuen, wenn viel mehr Leute, als „nur“  die  auf seinen Vortragsreisen von ihm hören würden. Darum, auch wenn mein Leserkreis sehr überschaubar ist, stelle ich hier den Vortrag ein, den  ULRICH SAHM  in Hannover gehalten hat, mit Dank an ihn und die Organisatoren.