jump to navigation

Fremde Feder: Reden über Jerusalem 7. Dezember, 2017

Posted by Rika in aktuell, antisemitismus, araber, fatah, gesellschaft, islam, israel, israelkritik, judentum, medien, plo, politik, presse, terrorismus.
Tags: , , , , , , , , , , , ,
2 comments

„Redet mit Jerusalem freundlich“ , lautet eine berühmte Aufforderung, die wir schon in der Bibel lesen können … (Jesaja 40,2)

Seit gestern ist Jerusalem  ganz besonders in aller Munde, doch die meisten, die über  – nicht „mit“ – Jerusalem reden, tun das nicht freundlich, jedenfalls nicht wenn mit „Jerusalem“ die israelische Regierung gemeint ist, analog zu „Berlin macht… tut… schweigt…“, wenn Frau Merkel ein bedeutungsschweres Statement zur politischen Lage der Welt,  die sie ja permanent zu retten beabsichtigt, verkündet oder verkünden lässt…

Nein, die Reden über Jerusalem sind in aller Regel nicht freundlich.

Aber es gibt Ausnahmen, eine davon fand ich heute bei mena-watch.

. Thomas Eppinger hat sie gehalten, bzw. aufgeschrieben. Ich nehme mir die Freiheit und stelle sie hier ungekürzt ein. Ich weiß, dass das nicht so ganz den Regeln entspricht, aber die Erfahrung aus 10 Jahren Blog machen dieses Vorgehen nötig, denn schon oft habe ich nur ein kurzes Zitat, versehen mit einem Link eingestellt, doch nach 3 oder 4 Jahren war der Link nicht mehr stabil, der ganze Text nicht mehr auffindbar. Das ist oftmals sehr schade…

Für den nun folgenden Text wäre es aber mehr als das. Darum, lieber Thomas Eppinger, Sie mögen mir verzeihen, wenn ich Ihren Text einfach hierher kopiere…  er ist zu gut, um in 4 Jahren oder so nicht mehr auffindbar zu sein.

Reden wir über Jerusalem. Das Ende einer diplomatischen Scheinheiligkeit

Von Thomas Eppinger

Treffen sich ein Jude, ein Christ und ein Moslem.
Christ: „Ihr Juden habt Jesus umgebracht!“
Jude: „Nein, das waren die Muslime!“
Moslem: „So ein Blödsinn. Vor zweitausend Jahren gab es noch gar keine Muslime!“
Christ: „Da hat er recht!“
Jude: „Stimmt, dann können wir ja jetzt über Jerusalem sprechen!“

Ja, reden wir über Jerusalem. Und überspringen wir die feindseligen Kommentare der üblichen Verdächtigen von Jakob Augstein bis Michael Lüders, gehen wir an dieser Stelle nicht auf die Phrasen von einer drohenden Gewaltspirale ein, lassen wir die Appeaser außen vor, die vor einer Störung des Friedensprozesses im Nahen Osten warnen. Wir kennen die Sprüche seit Jahren.

Außerdem: Syrien, Jemen, Sunniten gegen Schiiten, Iran gegen Saudi-Arabien, islamischer Fanatismus, arabischer Nationalismus, autokratische Herrscher, die jedes demokratische Pflänzchen im Keim ersticken – der Frieden im Nahen Osten hängt von ganz anderen Dingen ab als vom Sitz der amerikanischen Botschaft in Israel. Die breite Front gegen die Anerkennung der israelischen Hauptstadt durch den amerikanischen Präsidenten war vorhersehbar. Sie ist eine logische Folge des Mainstreams in Politik und Medien, der seit Jahren durch die schrittweise Delegitimierung Israels gekennzeichnet ist.

Reden wir also über Jerusalem. Reden wir darüber, dass diese Stadt schon jüdisch war, als es Christen und Muslime noch gar nicht gab. Dass der erste Tempel vom Sohn Davids fast tausend Jahre vor der Geburt Jesu errichtet wurde. Dass Jerusalem schon vor 3000 Jahren die Hauptstadt von Juda war. Dass erst im 7. und 8. Jahrhundert der Felsendom und die Al-Aqsa Moschee unter islamischer Herrschaft errichtet worden sind, an eben jenem Ort, an dem einst der erste und der zweite Tempel standen, und der den Juden zu dem Zeitpunkt schon seit mehr als eineinhalb Jahrtausenden heilig war. Doch so schwer 3000 Jahre auch wiegen mögen, die Neuzeit wiegt noch schwerer.

Reden wir also über die Gründung Israels, über den Teilungsplan der UNO von 1947, in dem Jerusalem als corpus separatum vorgesehen war, der von den Vereinten Nationen durch einen Treuhänderrat und einen Gouverneur regiert werden sollte. Ausländische Truppen sollten die Stadt schützen und den gleichberechtigten Zugang für Gläubige aller drei abrahamitischen Religionen zu ihren heiligen Stätten sicherstellen. Israel hat diesen Teilungsplan akzeptiert, während eine Allianz aus Ägypten, Syrien, Libanon, Jordanien und Irak schon am Tag nach der Unabhängigkeitserklärung über Israel hergefallen ist. Den Unabhängigkeitskrieg hat Israel gewonnen, das jüdische Viertel der Altstadt Jerusalems und den Osten der Stadt jedoch an Jordanien verloren. In Westjerusalem, das unter israelischer Hoheitsgewalt stand, galt seit 1948 israelisches Recht. 1949, nach dem Waffenstillstandsabkommen, erklärte Premierminister David Ben-Gurion Jerusalem zum untrennbaren Teil Israels und dessen ewiger Hauptstadt, der Beschluss des Parlaments folgte am 4. Januar 1950.

Reden wir darüber, dass während der jordanischen Besatzung von 1949 bis 1967 vom religiösen Interesse an den islamischen Heiligtümern wenig zu spüren war. Einige örtliche Institutionen wurden geschlossen, wie das Arabische Hochkommissariat und der Oberste Muslimische Rat, andere wurden nach Amman verlegt. Daniel Pipes bezeichnet das Jerusalem unter jordanischer Herrschaft als „isolierte Provinzstadt von weniger Bedeutung als Nablus“ und beschreibt die diplomatische Bedeutungslosigkeit der Stadt für die arabische Welt:

„Kein arabischer Führer kam während der neunzehn Jahre, die Jordanien Ostjerusalem kontrollierte, hierher und König Hussein (regierte 1952 – 1999) selbst kam nur selten zu Besuch. König Faysal von Saudi-Arabien sprach nach 1967 oft von seiner Sehnsucht in Jerusalem zu beten, jedoch schien es ihn nie gekümmert zu haben dort zu beten, als er die Chance dazu hatte. Wahrscheinlich am bemerkenswertesten ist, dass die Gründungsurkunde der PLO, der Palästinensische Nationalvertrag von 1964, Jerusalem nicht ein einziges Mal erwähnt oder auch nur andeutet.“

Bis heute steht die politische Symbolik im krassen Gegensatz zum nachlässigen Umgang der palästinensischen Behörden mit den angeblich so bedeutsamen islamischen Stätten Jerusalems.

Reden wir vom antisemitischen Furor während der Besatzungszeit. Nach dem Einmarsch der jordanischen Truppen in Ostjerusalem im Mai 1948 wurden Tausende Juden vertrieben, deren Familien seit Jahrhunderten in der Stadt gelebt hatten. Jordanien verweigerte den Israelis den Zugang zur Klagemauer, dem heiligsten Ort des Judentums, und zum Friedhof auf dem Ölberg, seit mehr als 2500 Jahren eine jüdische Begräbnisstätte, was ein klarer Bruch des Waffenstillstandsabkommens von 1949 war. Hunderte jüdische Gräber wurden von einer Autobahn zerstört, die direkt über den Friedhof geführt wurde.

„Die Grabsteine, die das Andenken von Rabbis und Weisen ehrten, wurden von der Bauabteilung der jordanischen Arabischen Legion für Fußböden und Latrinen verwendet (die Inschriften auf den Steinen waren noch sichtbar, als die Israelis die Stadt befreiten). Das alte jüdische Viertel der Altstadt wurde verwüstet, 58 Jerusalemer Synagogen – manche davon Jahrhunderte alt – wurden zerstört, andere wurden als Vieh- und Hühnerställe genutzt. Direkt neben der Westmauer entstanden Slumsiedlungen.“

Der 1997 wiedererrichtete Große Bogen der Hurva-Synagoge (Von MathKnight, CC BY 2.5)

Schon nach der Sprengung der Hurva-Synagoge 1948 brachte der jordanische Kommandeur Abdullah el Tell die Strategie seiner Truppen präzise auf den Punkt: „Zum ersten Mal seit 1000 Jahren verbleibt kein einziger Jude im Jüdischen Viertel. Kein einziges Gebäude verbleibt intakt. Das macht eine Rückkehr der Juden unmöglich.“ Die Juden vertrieben, ihre Häuser und Synagogen zerstört, ihre Gräber geschändet. Die Hoheit über Ostjerusalem jemals wieder aus der Hand zu geben, ist für Israelis nicht verlockend.

Reden wir darüber, dass die Israelis trotz alldem bei der Rückeroberung der Stadt 1968 auf den Einsatz schwerer Waffen verzichteten, um Moscheen und Kirchen zu schonen. Sie verwehrten den Muslimen nicht den Zugang zu ihren heiligen Stätten und unterstellten den Tempelberg einer autonomen muslimischen Verwaltung: dem Waqf. Die arabisch-palästinensischen Einwohner haben den Status von „ständigen Einwohnern“, können sich innerhalb Israels bewegen und sind auch sozialversichert. Auch der Zugang zur israelischen Staatsbürgerschaft steht ihnen offen. Heute sind rund ein Drittel der Einwohner Jerusalems Muslime.

Reden wir auch darüber, dass Donald Trump mit der Anerkennung der israelischen Hauptstadt nur eine Jahrzehnte lange diplomatische Scheinheiligkeit beendet. „Seit Jahrzehnten erkennt die internationale Gemeinschaft stillschweigend an, dass die Stadt der jüdischen Könige David, Salomon und Herodes, die Stadt, in der bis zur Zerstörung durch die Römer der Tempel stand, und in der Jesus als „König der Juden“ von den Römern gekreuzigt wurde, die Stadt, die Juden seit 2000 Jahren beim Pessachfest beschwören – „Nächstes Jahr in Jerusalem!“ –, dass diese Stadt, die nur deshalb Christen und Muslimen heilig wurde, weil sie seit jeher den Juden heilig ist, die Hauptstadt des jüdischen Staates ist und sein muss.“, schreibt Alan Posener dazu in der WELT. Ganz allein ist Trump mit seiner Entscheidung übrigens nicht. Im April dieses Jahres nahm die Welt schweigend zur Kenntnis, dass Russland Westjerusalem als israelische Hauptstadt anerkannt hat. Und im Mai hat das tschechische Parlament Jerusalem als Hauptstadt anerkannt.

Und zuletzt, reden wir noch darüber, dass es den Frieden keinen Schritt näher gebracht hat, ständig den Druck auf Israel zu erhöhen. Denn selbst die schmerzhaftesten Zugeständnisse Israels reichten den Palästinensern nicht, deren eigentliches Ziel immer lautete: „Geht zurück ins Meer. Oder sucht euch ein anderes Land.

Unabhängig davon, wann bzw. ob die USA ihre Botschaft nach Jerusalem verlegen, markiert die Anerkennung der israelischen Hauptstadt eine Wende in ihrer Nahostpolitik. Schon mit der Ankündigung steigt der Druck auf die arabische Welt, endlich die Realität anzuerkennen: Es kann niemals ein „Rückkehrrecht“ für Palästinenser geben, die nicht in Israel geboren wurden. Und Jerusalem wird die Hauptstadt Israels bleiben. Vielleicht wird es einmal auch die Hauptstadt eines palästinensischen Staates sein, aber nie wieder werden sich die Juden aus ihrer Stadt vertreiben lassen. Je geschlossener Europa sich dem anschließen würde, desto größer wäre die Aussicht auf Erfolg. Leider beweist der Kontinent vorläufig nur, wie recht Dan Shueftan mit seinem Bonmot hatte: „Immer wenn Du Zweifel hast, frag die Europäer – und mach dann das Gegenteil.“

 

Advertisements

Nikolaustag… 6. Dezember, 2017

Posted by Rika in araber, araber-"palästinenser", fatah, gesellschaft, hamas, islam, israel, medien, meine persönliche presseschau, plo, politik, terrorismus.
Tags: , , , , , , , , , ,
2 comments

Seit ungefähr 61 Jahren glaube ich nicht mehr an den Nikolaus, bzw. daran, dass es diese geheimnisvolle Person sei, die mir am Morgen des 6. Dezember meinen am Abend zuvor gründlich geputzten Schuh mit Süßigkeiten füllt…. (vor 61 gab es noch keine Geschenke… diese Unsitte kam erst später auf, als schlaue Kaufleute „im Nikolaus“ das Potential  für das vorweihnachtliche Geschäft erkannten und mit „Kleinigkeiten“ als Geschenk warben…) Ich war auch schon damals  nicht katholisch und dementsprechend auch mit den Gebräuchen der Heiligenverehrung nicht vertraut.

Irgendwann stellten meine Eltern als quasi Nikolausvertreter die Verteilung von Süßigkeiten an mich und meinen Bruder auch ein…  wir machten es uns als Familie gemütlich mit einem „bunten Teller“ und Tee oder Kakao.

Später,  ich war inzwischen Ehefrau und Mutter, gab es für unsere lieben Kleinen kleine Geschenke und für uns Erwachsene Nikolauspunsch… ein ganz wunderbar wundersames Getränk….

Aber auch unsere Kinder wurden groß, der „Glaube“ an den Nikolaus wandelte sich auch für sie in eine schöne Legende, die mit  liebevollen Gesten am Nikolaustag ins Bewusstsein gehoben wird…

Heute aber könnte ich beinahe selbst wieder an den Nikolaus glauben, der heimlich still und leise Dinge in Ordnung bringt, kleine Geschenke macht und damit Freude auslöst bei denen, die so beschenkt werden.

Denn heute – allerdings nicht heimlich still und leise – , am Nikolaustag 2017,  löst der als „irrlichternder Egomane“ von vielen Medien  verhöhnte Präsident der Vereinigten Staaten, Donald Trump, eine vor Jahrzehnten  getroffene Entscheidung ein:  Die USA erkennen Jerusalem als Hauptstadt des Staates Israel an!  Gleichzeitig  kündet Trump an, die Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen… dieses Versprechen hatte er bereits im Wahlkampf gemacht, jetzt hat er die entsprechenden Stellen angewiesen, den Umzug vorzubereiten.

 

Vielleicht ist es ja ein Zeichen für kindliches Wunschdenken oder für politische Naivität, wenn ich unumwunden zugebe, mich über diese Entscheidung des Präsidenten zu freuen und damit ganz diametral entgegen allen Kommentatoren unserer öffentlich-rechtlichen Wahrheitsverkünder zu denken.  Die werden nämlich nicht müde, die Sicht der sogenannten „Palästinenser“ weiter zu reichen, nach deren Lesart wird Jerusalem die künftige Hauptstadt ihres künftigen Staates sein. Der liegt zwar noch in weiter Ferne und wird – wie wir alle wissen – von den „Siedlungen“ massiv am Entstehen gehindert, aber der bereits bestehende Staat Israel darf darum auf gar keinen Fall Jerusalem zu seiner Hauptstadt machen.

Ist doch logisch, oder?

Die Araber, die sich seit Arafat „Palästinenser“ nennen, diese Identität stiftende  Bezeichnung für ein mögliches „Volk“ aber während der britischen Mandatszeit stolz ablehnten und darauf beharrten Araber zu sein, diese Araber also haben sich seit 1947 der Teilung des damaligen Mandatsgebiets „Palästina“ in einen jüdischen und einen arabischen Staat strikt verweigert. Sie wollen den ganzen Kuchen – das kann man in der Charta der Hamas nachlesen. Und deshalb dürfen die Juden keine Hauptstadt „Jerusalem“ haben. Die sogenannte Völkergemeinschaft weist gerne auf den „ungeklärten Status“ Jerusalems hin und ignoriert dabei geflissentlich die 3000-jährige Geschichte der Stadt Jerusalem als Zentrum der jüdischen Welt ebenso, wie die einfache Tatsache, dass jeder Staat weltweit selbst darüber bestimmt, welcher Ort auf seinem Staatsgebiet die Funktion der „Hauptstadt“ innehat. So hat auch der Staat Israel die uralte, ja ewige „Hauptstadt des Judentums“ zu seiner „staatlichen Hauptstadt“ gemacht.

In Jerusalem tagt die Knesset – seit 1966 in dem ebenso genannten Gebäude – , in Jerusalem ist der Sitz des Ministerpräsidenten und des Präsidenten, der Ministerien und der meisten Einrichtungen der Verwaltung. Aber die Weltgemeinschaft in Form der akkreditierten Botschaften  findet es vermutlich in Tel Aviv sehr viel interessanter, außerdem ist der Weg zum Strand deutlich kürzer und der Shabbat wird in Tel Aviv nicht ganz so streng eingehalten wie in Jerusalem. Kurz gesagt, Tel Aviv ist die „Hauptstadt für die  Botschafter“ und Botschaften. (Ich musste mal in aller Herrgottsfrühe mit meiner Freundin von Jerusalem nach Tel Aviv fahren, weil der Freundin in einem kleinen Straßencafe direkt am Damaskustor der Pass und auch sonstige wichtige Utensilien geklaut worden war und sie einen Behelfspass in der deutschen Botschaft beantragen musste…  wir warteten endlos lange, aber sie bekam den Pass. Anslchließend erholten wir uns am Strand von Tel Aviv von den ausgestandenen Strapazen….  am nächsten Tag fuhren wir über Eilat nach Taba und von dort aus weiter mit einer kleinen Gruppe auf den Sinai….  das würde ich heute nicht mehr machen, die Jeep- und Wandertour im Sinai!)

Heute nun, am Tag des Heiligen Nikolaus, freue ich mich darüber und wiederhole es gerne noch einmal: Der Präsident der USA löst ein Versprechen ein und stimmt dem Selbstbestimmungsrecht Israels zu:

JERUSALEM  IST DIE HAUPTSTADT DES STAATES ISRAEL

Da kann Marietta Slomka wettern und wüten wie sie will. Das stört mich gar nicht, allenfalls ärgere ich mich darüber, dass sie immer noch anti-israelische Propaganda macht.

Und was der  Siggi,die Angie, der Martin und der Aiman, der angebliche Stellvertreter Gottes auf Erden und der beinahe heilige Emanuel aus Frankreich dazu sagen… geschenkt. (Ich finde das zwar ganz schrecklich, aber heute und gleichzeitig ganz und gar unerheblich und auch vollkommen überflüssig!)

Ich würde mir aber vom Nikolaus noch ein kleines Zusatzgeschenk wünschen:

Bitte, bitte lass es friedlich bleiben in Jerusalem und ganz Israel.

Denn schon wetzen sie wieder die Messer, die unversöhnlichen, unfriedlichen arabischen Nachbarn in Samaria und Judäa…

Und ich wünsche mir,  dass all die Neunmalklugen, die sogenannten „Freunde Israels“, die immer und ausschließlich Israel in der Pflicht zu Zugeständnissen sehen und bei Zuwiderhandlungen an den Pranger stellen, dass diese „Freunde“ einfach mal die Klappe halten. Wenigstens das.

Lieber Nikolaus, kannst Du nicht dafür sorgen, dass sie ausnahmsweise mal Trumps Beispiel folgen… dieses eine Mal?

Ich verspreche Dir, ich werde auch ganz brav sein….

So blöd kann selbst der Sigi nicht sein… 26. April, 2017

Posted by Rika in aktuell, antisemitismus, araber-"palästinenser", fatah, freunde, gesellschaft, hamas, israel, meine persönliche presseschau, politik, terrorismus.
Tags: , , , , , , , ,
7 comments

Man stelle sich vor, man sei neu in ein Amt gewählt worden und wolle nun seine Antrittsbesuche machen, um sich als neuer Amtsträger zu präsentieren und natürlich dabei gleichzeitig um gute und gedeihliche Zusammenarbeit zu bitten.

Einer der diplomatisch herausfordernden Besuche wäre es, sich mit jemandem treffen zu müssen, den man – gelinde gesagt – nicht leiden kann, aber das Amt gebietet es, mit eben dieser Person doch in relativ gutem Einvernehmen zu sein.

Bevor man also seinen Besuch antritt, informiert man sich so ein bisschen darüber, welche der verborgenen Fettnäpfchen auf jeden Fall ausgelassen werden müssen, damit es nicht zu einer unschönen Begegnung kommt.

Sie, Du und ich würden das so machen, oder? Jedenfalls auf der informellen Ebene würden wir das so machen.

Wir würden es auf jeden Fall vermeiden, den zu Besuchenden an mögliche unangenehme Be- oder Gegebenheiten zu erinnern, etwa an seinen gerade erst verflossenen Liebhaber, an 25 kilo Übergewicht, an missratenen Kinder, an eine wenig attraktive Gattin / hässlichen Gatten oder was auch immer auf der rein persönlichen Ebenen so an extremen Fettnäpfchen lauern könnte. Wir würden doch alles vermeiden, den Besuchskontakt vor die Wand zu fahren, oder?

Sie, Du und ich würden wohl auch auf der „amtlichen Ebene“ herauszufinden suchen, wer der Widersacher des zu Besuchenden ist, mit wem er gerade im Clinch ist oder wer ihm größtmöglichen Schaden zufügen möchte, wir würden das herauszufinden suchen, damit wir nicht Gefahr laufen, ausgerechnet diese Personen als  mögliche Gesprächspartner  bei unserem Antrittsbesuch ebenfalls zu beehren. Wir, Sie, Du  ich, fänden das peinlich und unpassend, stelle ich mir dank meiner guten Kinderstube jedenfalls so vor.

Wir würden aber auch bei „guten Freunden“ nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen und den Freund bei der ersten sich bietenden Gelegenheit damit konfrontieren, was er unserer Meinung nach gerade wieder verbockt hat und erst recht würden wir nicht zu den Leuten gehen und sie unserer Unterstützung versichern, von denen wir genau wissen, dass der „gute Freund“ gerade extreme Probleme mit ihnen hat. Nein, Sie, Du und ich würden das nicht machen. Wir würden erst mal in aller Ruhe mit dem „guten Freund“ bei einem schönen Essen reden, ein bisschen Wein oder Bier dazu trinken, für eine angenehme Atmosphäre sorgen und dann, wenn die ‚Gesprächstemperatur‘ auch für schwierige Themen geeignet erscheint, unsere nicht ganz so schönen Anliegen vortragen, beispielsweise unser Bemühen, einen Nachbarschaftskonflikt zu entschärfen oder dergleichen. Auf keinen Fall würden wir erst mit den Nachbarn und dann mit dem „gute Freund“ sprechen.

Wenn nun der neu gekürte Außenminister eines Staates seinen Antrittsbesuch als Außenminister bei einem „befreundeten Staat“ macht, wie geht er dann am besten und am diplomatischsten vor?

Nun, er wird, so denke ich, seine Berater konsultieren und sich über die außen- wie innenpolitische Lage des „befreundeten Staates“ auf den neuesten Stand bringen lassen – siehe Fettnäpfchenvermeidung und Diplomatie.

Alsdann, so stelle ich mir weiter vor, wird er aufgrund dieser Informationen seine notwendigen Besuchstermine vor Ort in einen zeitlich wie thematisch passenden Rahmen bringen.

Was sieht so ein Besuchsprotokoll vor?  Dem Staatspräsidenten die Aufwartung machen, ein Gespräch mit dem Regierungschef des Landes führen, eine kulturelle Einrichtung besuchen, sich für besondere wissenschaftliche oder wirtschaftliche Institutionen interessieren, die humanitären Aufgaben des Landes nicht vergessen und natürlich auch den Oppositionsführern des Parlaments ein offenes Ohr schenken. Wenn dann noch Zeit ist und alle anderen Termine gut verlaufen sind, kann man sich auch noch mit Vertretern der Außerparlamentarischen Opposition treffen… hier in Deutschland wäre das möglicherweise der Unterstützerkreis des NSU oder ehemalige Mitglieder der RAF, ein „Schwarzer Block der Antifa“  oder die „Identitären“  in Meck-Pom, vielleicht sogar die „Reichsbürger“.  Alles sehr „ehrenwerte“ Vereinigungen, die nichts anderes im Sinn haben, als den offiziellen Staat in Frage zu stellen  oder sogar zu zerstören…  (Frau Merkel und Herr Steinmeier als Kanzlerin und Präsident wären bestimmt ganz entzückt, wenn der Außenminister eines „befreundeten Staates“ diese Gruppierungen sehr gezielt aufsuchen würde.)

Was um alles in der Welt hat aber unseren Herrn Außenminister Sigmar Gabriel geritten, als er bei seinem Antrittsbesuch als Außenminister in ISRAEL  jede diplomatische Vorgehensweise über den Haufen warf und noch vor einem Treffen mit  dem Regierungschef Netanjahu ankündigte, sich mit den höchst umstrittenen, aber dennoch von EU gepäppelten und finanziell großzügig ausgestatteten APO-Gruppen „Breaking the Silence“ und B’Tselem treffen zu wollen, die mit ihren Aktionen den Terroristen von Fatah und Hamas in die Hände spielen und Abbas (Gabriel nennt ihn ‚mein Freund‘) immer wieder Munition liefern in der EU und bei der UN  gegen Israel zu agitieren.

„So blöd kann selbst der Sigi nicht sein“ habe ich  diesen Beitrag überschrieben.

Das ist nicht fein von mir.

Aber ich muss doch davon ausgehen, dass Herr Gabriel nach seinem desaströsen Auftritt in Hebron vor ein paar Jahren wenigsten irgendetwas dazu gelernt hat. Er ist doch nicht dumm. Immerhin hat er studiert, war mal Ministerpräsident des schönen Bundeslandes in dem ich lebe, „mein (noch)“  Parteichef , Merkels Wirtschaftsminister und Vizekanzler… ein bisschen Grips gehört doch dazu, um das zu schaffen.

Wenn er also nicht so blöd sein kann, sich dermaßen dämlich zu benehmen, dann, so muss ich doch annehmen,

HAT ER ES MIT VOLLER ABSICHT GETAN.

Und natürlich frage ich mich, WARUM ???

Klügere und politisch versiertere Leute als ich mögen dieser Frage auf den Grund gehen.

Ich will mich auch nicht als Küchenpsychologin versuchen, obwohl ich durchaus die dafür notwendigen Voraussetzungen mit brächte.

Aber wie kann ein Mann am ‚JomhaShoa‘   in ‚Yad Vaschem‘  einen Kranz niederlegen und große Betroffenheit angesichts der deutschen Schuld an der unfassbaren Tragödie zum Ausdruck bringen und nur einen Tag später alle politische und diplomatische Vernunft fahren lassen?

cui bono

Wem dient es…

Bald sind Wahlen in Deutschland – und wie der Antisemitismus-Bericht der Bundesregierung als traurige Gewissheit ausweist, ist der deutsche Antisemitismus virulent wie nie, unterstützt von den muslimisch-arabischen Zuwanderern und sind 40% der Deutschen gegen Israel gestimmt…

 

Wenn das kein Grund ist, sich in Israel wie der Elefant im Porzellanladen aufzuführen. …

Einige Vertreter  der deutschen Medien sind darum auch voll des Lobes für unseren tapferen Außenminister, der sich dem einzigen Schurken im ganzen, ach so friedlichen nahen Osten nicht gebeugt hat….

 

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

NACHTRAG

Einen sehr guten Artikel dazu hat Alex Feuerherdt geschrieben, daraus dieser abschließende Absatz als Zitat:

Selbstverständlich hat Sigmar Gabriel es nicht lassen können, zu beteuern, welch großer Freund Israels er doch sei. In einem Gastbeitrag für die Berliner Zeitung behauptete er, die „pro-israelische Einstellung“ sei ein „Markenzeichen der deutschen Sozialdemokratie“, und verstärkte die Peinlichkeit seines Auftritts sogar noch mit dem unsäglichen Satz: „Sozialdemokraten waren wie Juden die ersten Opfer des Holocausts.“ Nicht des Nationalsozialismus, nein, der Shoa – was bekanntlich nicht stimmt und lediglich dazu dient, sich auf die gleiche Stufe zu stellen wie die Opfer der Judenvernichtung. Nachdem der aus einer Täterfamilie stammende deutsche Minister sich so selbst auf die moralisch gute Seite der Geschichte bugsiert hatte, konnte er daran gehen, gezielt jenen Eklat zu provozieren, der in Deutschland nun Benjamin Netanjahu angelastet wird. Der aber war bloß nach dem Motto verfahren: Gott, bewahre mich vor meinen Freunden, mit meinen Feinden werde ich allein fertig.

Quelle

Besser kann man die Unverschämtheit der Gabriel’schen Taktik kaum zusammenfassen.

 

 

 

 

Eine alternativlose Lösung…. 10. März, 2017

Posted by Rika in araber, araber-"palästinenser", israel, medien, plo, politik, terrorismus, zweistaatenlösung.
Tags: , , , , , , , , ,
4 comments

… für den sogenannten „Nahost-Konflikt“ hat er nicht parat!

Er ist ja auch nicht unser Außenminister – weder der ehemalige, noch der jetzige –  oder unser  Bundespräsident (weder der jetzig noch amtierende, noch der gewählte  zukünftige),  erst recht ist er nicht die Kanzlerin, von der ja die berühmte Alternativlosigkeit für ihre Regieanweisungen  stammt – nicht nur an Israel, aber an Israel vor allem.

Er hält überhaupt nichts von fremdgesteuerten Lösungen  – und mit fremdgesteuert meine ich die Vorschläge all der klugen Menschen auf Gottes schöner Erde, die bequem, sicher und gemütlich abends vorm Fernseher sitzen und mit leichtem Schauder den berühmten Kampf „David gegen Goliath“ verfolgen und stante pede sofort wissen, wer Goliath und wer David ist  und falls sie es doch noch nicht oder nicht mehr wissen sollten, von allen klugen Nachrichtenerzählern und Terrorexperten sofort bestens informiert werden.

In meiner Sonntagschule habe ich ja noch gelernt, dass David ein jüdischer Hirtenjunge war, der von Gott ausersehen war, einmal König zu werden und Goliath war ein philistrischer Kämpfer, der die ganze Gegend damals mit Schrecken überzog, indem er kriegerische Beutezüge gegen die jüdischen Bewohner des Landes verübte. Man kann die Geschichte übrigens nachlesen, sie beginnt so:

Die Philister sammelten ihre Heere zum Streit und kamen zusammen zu Socho in Juda und lagerten sich zwischen Socho und Aseka bei Ephes-Dammim. 2 Aber Saul und die Männer Israels kamen zusammen und lagerten sich im Eichgrunde und rüsteten sich zum Streit gegen die Philister. 3 Und die Philister standen auf einem Berge jenseits und die Israeliten auf einem Berge diesseits, daß ein Tal zwischen ihnen war.

(Vorsichtshalber habe ich die Namen, wie sie in meiner Sonntagschule erzählt und in der Bibel geschrieben stehen, mal deutlich hervor gehoben, nur damit man sieht, dass damals schon die Israeliten in Juda, dem heutigen Judäa lebten.)

Hier,   1. Samuel 17, ab Vers 4 ,  geht’s übrigens weiter weiter mit der Geschichte…  (Ich habe bewusst die alte Fassung gewählt, sie ist so schön erzählend.)

Aber so werden Sie /  werdet Ihr die Rollenverteilung bezüglich „wer ist David, wer Goliath“ von unseren Nachrichtenerklärern niemals hören. Die behaupten nämlich immer genau das Gegenteil: Goliath, das sind die Israelis mit ihren modernen Waffen und David, das sind die kleinen Jungs, die Steine gegen israelische Soldaten werfen, damit  es spannende Zweikämpfe gibt, über die das Fernsehen toll schauderhafte Berichte von ganz bösen Israelis senden kann. Oder besser noch, Goliath, das sind die rund 8 Millionen Israelis und David sind die mehr als 100-Millionen (oder mehr)  Araber, die etwas gegen Israelis haben. (Von den anderen muslimischen, aber nicht-arabischen Ländern rede ich erst gar nicht!)

Die alternativlosen und ferngesteuerten Lösungen des Konflikt zwischen den Arabern, die die Juden nicht wollen und Israelis, die ihren Staat mit ausdrücklicher Billigung der Völkergemeinschaft (heute UN) im alten jüdischen Land errichtet haben, sehen immer nur eines vor: Israel muss alternativlos das in den Kriegen eroberten Gebiet „Samaria und Judäa“  zurück geben an das inzwischen entstandene Volk der Palästinenser und darüber hinaus alle jüdischen Dörfer und Kleinstädte, die sogenannten „Siedlungen“ in eben jenem Gebiet räumen. Denn die Siedlungen, sagt unsere Kanzlerin, sagen die Herren Außenminister und Bundespräsidenten (s.o), etliche Männer der Kirche – katholisch wie evangelisch – die Linken, Grünen und SPD-Genossen, CDU-ler und CSU-ler, kurz, nahezu alle wichtigen politischen Vertreter unseres Landes, die Siedlungen, sagen sie, sind    D A S    Friedenshindernis. Ja. Behaupten sie, ohne auch nur  rot zu werden. Von der Hamas-Charta haben sie noch nie etwas gehört, geschweige denn sie gründlich studiert, der Iran ist ein viel zu wichtiger und wieder neu lieb gewordener Handelspartner, als dass man dessen Forderung, Israel müsse von der Landkarte ausradiert und aus den Geschichtsbüchern getilgt werden, auch nur ansatzweise ernst nehmen und damit auch zurückweisen würde. (Herr Weil, MP von Niedersachsen hat einen zaghaften Versuch gestartet…. ohne Erfolg)

A propos aus den Geschichtsbüchern tilgen, das hat ja neulich die UNESCO prima vorgemacht, wie das geht, einfach mal per Beschluss nahezu aller Mitglieder den historischen Bezug der Juden/Israelis zum Tempelberg eliminiert und verfügt: Die einzigen historisch bezeugten und damit rechtmäßigen „Besitzer“ des Tempelbergs sind die 1968 erschaffenen Palästinenser.  Ihr Prophet Mohammed hat ja bereits bei seiner nächtlichen Reise in das nicht im Koran genannte Jerusalem dort sein Ross an irgendeinem Felsen angebunden, oder so ähnlich. Deshalb haben dann ja auch die muslimischen Eroberer Jerusalems dort oben auf dem uralten Tempelberg   –  der so heißt, weil da der jüdische Tempel stand, in dem übrigens auch Jesus ein reger Besucher war –  den Felsendom und die Al Aksa-Moschee gebaut.

So weit so simpel.

„Er“, von dem oben bereits andeutungsweise die Rede ist, redet nicht von der einzigen alternativlosen Lösung, der von der Kanzlerin so viel beschworenen Zweistaaten-Lösung.

In einem eindrucksvollen Vortrag nimmt er die Zuhörer mit hinein in das unentwirrbar scheinende  Geflecht des Konflikts, Schuldzuweisungen an die eine oder andere Seite sind nicht seine Sache. Er beschreibt die Realität, offen, sachlich, schonungslos und  mit Humor.

Ich bedauere es sehr, dass er nicht mehr in meiner Zeitung schreibt – wie früher – und ich finde es schade, dass man ihn nicht mehr als sehr kompetenten Fachmann in den Öffentlich-Rechtlichen zu sehen bekommt und stattdessen mit Berichten über Israel abgefertigt wird, denen man die Einseitigkeit und erklärte Gegnerschaft schon aus 10 Metern Entfernung ansieht.

Ich würde mich freuen, wenn viel mehr Leute, als „nur“  die  auf seinen Vortragsreisen von ihm hören würden. Darum, auch wenn mein Leserkreis sehr überschaubar ist, stelle ich hier den Vortrag ein, den  ULRICH SAHM  in Hannover gehalten hat, mit Dank an ihn und die Organisatoren.

Fremde Feder: „10 Dinge über den israelisch-arabischen Konflikt…“ 10. November, 2015

Posted by Rika in araber, araber-"palästinenser", fatah, gesellschaft, israel, plo, politik, terrorismus.
Tags: , , , , , ,
3 comments

Diesen sehr lesenswerten Artikel entdeckte ich bei  Facebook und stelle ihn hier ungekürzt und unkommentiert ein, weil er für nahezu jedes Gespräch über Israel hilfreiche  Argumente bietet:

Dies ist die „Quelle“

10 Dinge über den israelisch-arabischen Konflikt, die Du noch nicht wusstest

 

Als Tourguide in Israel spreche ich tagtäglich über Geschichte, Religionen, die Wüste und alles andere, was Israel zu bieten hat. Doch um ein Thema scheinen wir dabei auf Zehenspitzen herum zu schleichen: den israelisch-arabischen Konflikt. Manchmal denke ich, dass dieses Thema eigentlich interessanter ist als alle anderen. Ich versuche hier nun die wichtigsten Punkte aus hunderten Gesprächen und Diskussionen zusammenzufassen.

Der israelisch-arabische Konflikt ist unwichtiger als allgemein angenommen

Versuche mal den folgenden Satz zu vollenden: „Der israelisch-arabische Konflikt ist wichtig, weil…” Du wirst merken, dass es keine gute Antwort gibt. Der Konflikt ist einer der kleinsten der Welt. Israel ist ein winziges Land ohne strategische Bedeutung. Weder in Israel noch in einem der angrenzenden Länder gibt es Öl. Der einzige Grund dafür, dass man so viel über Israel hört, ist, dass die Menschen entschieden haben, es sei wichtig. Einen objektiven Grund gibt es nicht.

Jeder Moment, den sich die Weltöffentlichkeit mit diesem Konflikt beschäftigt ist ein Moment, in dem sie sich nicht mit den wirklich großen und bedeutsamen Problemen auseinander setzt: mit China, der weltgrößten Wirtschaftsmacht, wo Milliarden Menschen unter einer Diktatur leben, dem blutigen Krieg in Syrien oder dem Völkermord, der grade im Sudan verübt wird.

Die Medien der Welt sind von Israel besessen

Das Medium ist die Nachricht. Normalerweise ist die Wahrscheinlichkeit, dass über ein Ereignis in den Medien berichtet wird, umso größer, je näher und je dramatischer es ist. Diese Regel gilt nicht für den israelisch-arabischen Konflikt. Der kleinste Zwischenfall in Israel landet sofort weltweit in den Schlagzeilen. Hier ist noch ein wichtiger Fakt: In mehr als 100 Jahren des Konfliktes, sind ungefähr 25.000 Palästinenser ums Leben gekommen. In der gesamten arabischen Welt haben in den letzten 50 Jahren mehr als 15.000.000 Menschen ihr Leben verloren. Über sie oder über die Millionen, die in Afrika ermordet werden (oder über 80% der Weltbevölkerung, die unter totalitären Regimes leben) hört man viel weniger. Ein Grund dafür ist, dass es für ausländische Reporter einfach ist, in Israel zu arbeiten. Es gibt eine moderne Infrastruktur, Pressefreiheit und Sicherheit für die Journalisten. Auch die Palästinenser fühlen sich in Israel in Sicherheit. Man beachte, dass Palästinenser niemals anonym sprechen, oder ohne ihr Gesicht zu zeigen, so wie Menschen es tun, wenn sie Angst vor der Obrigkeit haben. Israel ist nicht perfekt, andere Länder sind es auch nicht, aber wir dürfen nicht vergessen, dass auch das Recht, Missstände zu beklagen, ein Privileg ist, dass nur wenigen Menschen der Welt vergönnt ist.

(mehr …)

Fremde Feder: Rote Karte für Ihre Israel-Berichterstattung 14. Oktober, 2015

Posted by Rika in aktuell.
Tags: , , , , , , , , , , ,
add a comment

Seit Jahren schon nehme ich Anstoß an der Berichterstattung über Israel – und immer denke ich, dass es nicht noch schlimmer kommen kann, denke, dass es Journalisten doch ebenso wie mir möglich sein müsste, Schlüsse aus dem zu ziehen, was Hamas und Fatah verlautbaren, dass sie nämlich nie und niemals mit Israel Frieden machen werden, sie müssten doch auch über Abbas gelesen haben, der unverhohlen zu Mord und Blutvergießen aufruft, Mörder zu Helden erklärt. Journalisten könnten wie ich die Charta der Hamas lesen, aber sie folgen lieber antiisraelischer Propaganda und faseln von Siedlungen, die den Frieden stören…
Gerd Buurmann ruft dazu auf, diesen Journalisten endlich die Rote Karte zu zeigen.
Folgen wir diesem Aufruf, wehren wir uns endlich gegen diese verlogenen Form der Berichterstattung über Israel.

Tapfer im Nirgendwo

In den letzten Wochen sind Menschen in Jerusalem und Israel gestorben, weil sie Juden waren, von brutalen Terroristen ermordet, die Juden töten wollten.

Diese Terroristen wurden unter anderem von den regierenden Parteien Hamas und Fatah angefeuert, unterstützt und/oder angeworben.

Die Hamas fordert die Vernichtung aller Juden in ihrer Charta (Artikel 7). Mahmud Abbas von der Fatah hat vor den Vereinten Nationen erklärt, Israels Existenz nicht länger anzuerkennen. Beide Parteien erklären öffentlich:

„Die Stunde des Gerichtes und Frieden wird nicht kommen, bevor Muslime nicht die Juden bekämpfen und töten.”

Die Folge dieser Erklärung ist das Schlachten in Jerusalem und Israel! Der Schlachtruf »Itbah al Yahud« gehört bei den Attacken fest zum Repertoire der Täter. Übersetzt heißt das: »Schlachtet die Juden«.

Bei der Verteidigung von Juden durch israelische Sicherheitskräfte wurden ebenfalls Menschen getötet. All diese Menschen würden jedoch noch leben, wäre der Angriff von arabischer Seite nicht erfolgt!

Hätte die Verteidigung…

Ursprünglichen Post anzeigen 412 weitere Wörter

Na, bravo…. 17. Dezember, 2014

Posted by Rika in antisemitismus, araber-"palästinenser", gesellschaft, islam, israel, meine persönliche presseschau, politik, terrorismus.
Tags: , , , , , , , , , , ,
1 comment so far

„Aus Verfahrensgründen“ muss nach einem Urteil des europäischen Gerichtshofs die HAMAS von der EU- Terrorliste gestrichen werden, wie die FAZ in einem Artikel heute berichtet.

Manchmal möchte ich an der Justiz verzweifeln, und dann muss ich an den Fingern abzählen, warum ich es  dennoch für sinnvoll halte, an einer unabhängigen Justiz festzuhalten. Meistens reicht dazu ein Finger: Wir im westlichen Europa verdanken unsere demokratischen  Freiheiten, zu denen so wichtige Errungenschaften wie   Menschenrechte, Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit gehören, (auch) der  unabhängigen und keiner Ideologie untergeordneten Rechtssprechung, ob mir das nun passt , was die Richter so für Recht halten, oder nicht.

Im Fall der Entscheidung zugunsten der HAMAS passt mir das ganz und gar nicht und ein großes Murren überkommt mich, wenn ich solche Sätze lese:

Die von der EU getroffene Entscheidung basiere nicht auf „untersuchten und bestätigten Akten zuständiger Behörden, sondern auf sachlichen Anschuldigungen, die aus der Presse und aus dem Internet stammen“.

Was habe ich darunter zu verstehen?  Heißt das, dass das Gericht keinerlei Untersuchungen zum Terror der HAMAS für seine Entscheidung hinzugezogen, sondern sich auf Presseberichte bezogen hat? Was waren das für Berichte und  zu welchen Sachverhalten? Leider geht das aus dem Bericht der FAZ nicht hervor. Das aber würde mich interessieren, stattdessen nehme ich mit Erstaunen zur Kenntnis, dass

Das Gericht betonte, seine Entscheidung äußere sich nicht wesentlich zu der Frage, ob die Hamas tatsächlich eine terroristische Organisation sei.

Wie das?  Das Wesen einer Organisation wird nicht untersucht für die Entscheidung, ob diese auf die EU-Terrorliste gehört oder nicht?

Und auch die bekannte Zielsetzung der Organisation ist nicht entscheidend für die Richter, die HAMAS von der Terrorliste zu streichen?

Programmatisches Ziel ist die Zerstörung Israels und die Errichtung eines islamischen Staates Palästina von der Mittelmeerküste bis zum Jordanfluss.

Ist der erklärte Wille, einen bestehenden demokratischen Staat zu zerstören nicht Grund genug, diese Organisation auf die EU-Terrorliste zu setzen, zumal die HAMAS durch Reden, Anschläge,  Rakentenbeschuss auf Israel zu keiner Zeit auch nur den geringsten Zweifel an der Ernsthaftigkeit bei der Umsetzung ihrer Willensbekundung aufkommen ließ und lässt, die sie unter Berufung auf Allah und Koran in ihrer Charta   aller Welt mitgeteilt hat?

Und dennoch urteilen die Richter aus „verfahrenstechnischen“ Gründen, sie von der Liste zu streichen?

Ein wunderbarer Propaganda-Sieg der bösartigsten Art.

Und ist es nicht ausgesprochen perfide, dass ausgerechnet ein demokratisch legitimiertes Gericht einer Bande von Terroristen zu diesem Sieg verhilft, die selber das Recht mit Füßen tritt?

Da kann man doch nur noch verzweifeln an Recht und Gerechtigkeit und fühlt sich ausgeliefert einer Macht, die man nicht beeinflussen kann, die aber über Sein und Nichtsein entscheiden kann….

„Vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand“

Wobei ich die feste Zuversicht habe, dass Gott – im Gegensatz zu Richtern – Gebete erhört.

Möge sich das auch in diesem Fall in letzter Konsequenz herausstellen, selbst wenn die Mühlen sehr langsam mahlen….  um ein anderes Sprichwort zu bemühen.

Fremde Feder: „Ein Insider-Handbuch…“ 27. August, 2014

Posted by Rika in aktuell, araber-"palästinenser", gesellschaft, islam, israel, politik.
Tags: , , , , , ,
1 comment so far

Ruth hat einen Text übersetzt, der sich mit dem Phänomen beschäftigt, dass Israel, dieses winzige Land, im ständigen Fokus der Presse steht, obwohl in anderen Konfliktherden der Welt weitaus größere Opfer zu beklagen sind…
Danke an Ruth für diese Wahnsinnsarbeit.

Blick auf die Welt - von Beer Sheva aus

Das englische Original von Matti Friedman wurde gestern auf Tablet veroeffentlicht.

Bis Mitternacht habe ich den Text ins Deutsche uebersetzt. Ich habe versucht, Tablet und Matti Friedman zu erreichen, um mir eine Genehmigung fuer die Uebersetzung zu holen. Bis jetzt habe ich noch keine Antwort erhalten.

Die Veroeffentlichung des uebersetzten Texts geschieht also unter Vorbehalt. Notfalls muss ich ihn wieder aus dem Blog loeschen.

Ein Insider-Handbuch zur wichtigsten Story der Welt

Ein ehemaliger AP Korrespondent erklärt wie und warum Reporter Israel missverstehen und wieso das etwas ausmacht

Die Israel-Story

Blieb irgendetwas zu Israel und dem Gazstreifen noch ungesagt? Diesen Sommer sind die Zeitungen voll davon. Fernsehzuschauer sehen Trümmerhaufen und Wolkensäulen schon im Schlaf. Ein repräsentativer Artikel aus der jüngsten Ausgabe des „The New Yorker“ beschriebt die Ereignisse dieses Sommers, indem er je einen Satz für den Horror in Nigeria und in der Ukraine verwendet, vier Sätze für die fanatischen Völkermörder…

Ursprünglichen Post anzeigen 3.738 weitere Wörter

Experten für den Frieden? 21. August, 2014

Posted by Rika in aktuell, araber-"palästinenser", israel, terrorismus.
Tags: , , , , , , , ,
3 comments

In Deutschland gibt es überaus viele Experten, darunter besonders viele „Nahostexperten“. Diese haben sich nun mit einem offenen Brief an die Bundesregierung gewandt mit der Bitte, eindeutige Schritte gegen Israel zu unternehmen. Zuvorderst wird die Beendigung der „Blockade des Gazastreifens“  angemahnt, sowie die Stärkung der palästinensischen Präsenz in Ost-Jerusalem, die Aufgabe der Siedlungspolitik (bzw. der Siedlungen) und die Errichtung des Staates Palästina.

Es fällt auf, dass die versammelte Expertenschar ihre Forderungen ausschließlich an Israel richtet, nicht aber im Gegenzug die Forderung nach einer sofortigen Einstellung aller Terroraktionen gegen Israel an die „Palästinenser“  gestellt wird oder gar von diesen verlangt wird, die Existenz und das Fortbestehen des jüdischen Staates bedingungslos anzuerkennen.

Ich finde es sehr interessant, die Namen der Experten    der erklärten Gegner Israels zu erfahren. Da sie so freundlich waren, diese als „Unterzeichner“ unter den offenen Brief zu setzen, bin ich jetzt so offen, sie  hier zu versammeln, die Experten, die allesamt gegen Israel votieren!

Mag sich ein jeder seine Gedanken darüber machen…..

  • Prof. Dr. Helga Baumgarten, Politikwissenschaftlerin, Birzeit University (Westjordanland)
  • Prof. Dr. Ulrike Freitag, Direktorin, Zentrum Moderner Orient (ZMO), Berlin
  • Prof. em. Dr. Karin Kulow, Arabistin & Islamwissenschaftlerin, Berlin
  • Wiltrud Rösch-Metzler, Bundesvorsitzende, pax christi, Berlin
  • Prof. Dr. Udo Steinbach, Islamwissenschaftler, Berlin
  • Peter Röhrig, ehem. Landesdirektor Deutscher Entwicklungsdienst (DED) in Ramallah & EZ-Berater, Berlin
  • Dr. Reiner Bernstein, Historiker & Publizist, Genfer Initiative Deutschland, München
  • Judith Bernstein, Jüdisch-Palästinensische Dialoggruppe, München
  • Dr. René Wildangel, Leiter, Palästina/Jordanien-Büro Heinrich-Böll-Stiftung, Ramallah
  • Dr. Bahman Nirumand, Journalist & Autor, Berlin
  • Wolfgang Schmidt, Propst, Jerusalem
  • Dr. Gerhard Fulda, Botschafter a.D. & Vizepräsident der Deutsch-Arabischen Gesellschaft (DAG)
  • Almut Hoffmann, ZFD-Koordinatorin Weltfriedensdienst e.V., Bethlehem
  • Riad Othman, Leiter, Palästina/Israel-Büros von medico international, Ramallah
  • Prof. em. Dr. Werner Ruf, Politikwissenschaftler, Friedensforscher & Soziologe, Edermünde
  • Dr. Michael Lüders, Islamwissenschaftler & Politik- und Wirtschaftsberater & Publizist/Autor, Berlin
  • Loay Mudhoon, Redaktionsleitung Qantara.de: Dialog mit der islamischen Welt, Deutsche Welle, Bonn
  • Manuela Römer, Medienberaterin und -trainerin, AnNajah National University, Nablus (Westjordanland)
  • Kai Wiedenhöfer, Dokumentarfotograf, Berlin
  • Prof. em. Dr. Stefan Wild, Islamwissenschaftler, Universität Bonn
  • Dr. Katja Hermann, Islamwissenschaftlerin, Ramallah
  • Johanna von Toggenburg, Advocacy Coordinator Ewash (The Emergency Water and Sanitation-Hygiene Group), Jerusalem
  • Tessa Lambrich, Juristin, Ramallah
  • Jakob Rieken, Politikwissenschaftler, Jerusalem
  • Thomas König, Agraringenieur & Entwicklungshelfer im Auja-Umweltbildungszentrum, Al Auja, Jericho (Jordan-Tal)
  • Tsafrir Cohen, Nahostreferent medico international, Frankfurt
  • Prof. em. Dr. Helmut Mejcher, Hamburg
  • Dr. Marianne Schmidt-Dumont, Hamburg
  • Christian Sterzing, ehem. MdB & ehem. Leiter des Palästina-Büros der Heinrich-Böll-Stiftung & Autor/Publizist, Edenkoben
  • Dr. Stephan Rosiny, GIGA Institut für Nahoststudien, Hamburg
  • Thimna Bunte, ZFD-Fachkraft, KURVE Wustrow  Bildungs- und Begegnungsstätte für gewaltfreie Aktion e.V., Al-Walajeh (Westjordanland)
  • Dr. André Bank, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am GIGA Institut für Nahost-Studien, Hamburg
  • Prof. em. Dr. Mohssen Massarrat, Universität Osnabrück
  • Dr. Anja Zorob, Islam- & Wirtschaftswissenschaftlerin, Bochum
  • Clemens Messerschmid, Hydrogeologe, Ramallah
  • Prof. Dr. Arshin Adib-Moghaddam, Professor in Global Thought and Comparative Philosophies, School of Oriental and African Studies (SOAS), University of London
  • Stefan Wagler, Psychologe und ZFD-Fachkraft für den Weltfriedensdienst e.V., Bethlehem
  • Prof. Dr. Mustafa Gencer, Historiker an der Abant İzzet Baysal University, Bolu (Türkei) 
  • Kerstin Gollembiewski, ZFD-Koordinatorin Palästina/Israel, KURVE Wustrow, Ramallah
  • Prof. Dr. Andreas Kaplony, Arabist & Islamwissenschafter, Ludwig-Maximilians-Universität München
  • Prof. Dr. med. Günter H. Seidler, Leiter Sektion Psychotraumatologie, Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg
  • Alexandra Senfft, Autorin & Publizistin
  • Dr. Thomas K. Gugler, Exzellenzcluster „Religion und Politik“, Zentrum für Islamische Theologie, Universität Münster
  • Dr. Sonja Hegasy, stellv. Leiterin des Zentrums Moderner Orient (ZMO), Berlin
  • Dr. Mohammad Gharaibeh, Islamwissenschaftler & wissenschaftlicher Koordinator des Annemarie-Schimmel-Kollegs, Universität Bonn
  • Nirit Sommerfeld, Schauspielerin & Israel-Palästina-Reisen, München
  • Jörn Böhme, ehem. Leiter des Israel-Büros der Heinrich-Böll-Stiftung
  • Petra Salz, Betriebswirtin & Therapeutin, Silwan (Ost-Jerusalem)
  • Dr. Ludwig Watzal, Journalist & Redakteur, Bonn
  • Ali Fathollah-Nejad, Research Fellow, Deutsches Orient-Institut, Berlin
  • Gesa Heym-Halayqa, International Office, Freie Universität Berlin
  • Dr. Ulrike Stehli-Werbeck, Dozentin für Arabistik, Universität Münster & Universität Basel
  • Svenja Oberender, Programmkoordinatorin, Heinrich-Böll-Stiftung, Ramallah
  • Alia Rayyan, Direktorin, Al-Hoash Gallery, Jerusalem
  • Joachim Paul, ehem. Leiter des Palästina-Büros der Heinrich-Böll-Stiftung, Tunis 
  • Petra Schöning, Politikwissenschaftlerin, Köln
  • Dr. Bassam Helou, Vorstandsmitglied Deutsch-Arabische Gesellschaft (DAG), Sankt Goar
  • Bernhard Hillenkamp, Berater/ Referent Nahost im forumZFD & langjähriger KZE für medico International BMZ-Projekt in Gaza
  • Dr. Fritz Balke, stellv. Vorsitzender Nahost-Forum e.V., Berlin
  • Nora Lafi, Historikerin am Zentrum Moderner Orient, Berlin
  • Miriam Shabafrouz, Politikwissenschaftlerin, Frankfurt
  • Dr. des. Luay Radhan, Islamwissenschaftler, Heidelberg
  • Dr. Sophia Hoffmann, freiberufliche Beraterin, Berlin
  • Elhakam Sukhni, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Islamische Theologie, Universität Osnabrück
  • Iris Hefets, Psychotherapeutin, Jüdische Stimme für gerechten Frieden im Nahost, Berlin
  • Robert Jesse, Islamwissenschaftler & Development Advisor in Palästina
  • Dr. Lisa Franke, Arabistin/Islamwissenschaftlerin, Universität zu Köln
  • Katharina Kretzschmar, Doktorandin der Geschichte, Technische Universität Berlin
  • Charlotte Joppien, Doktorandin, Department of Anthropology, Macquarie University, Sydney
  • Neda Noraie-Kia, Politikwissenschaftlerin, Berlin
  • Shelley Harten, Doktorandin, Freie Universität Berlin, gefördert von der Studienstiftung des deutschen Volkes
  • Dr. Ahmed Badawi, Direktor, Transform e.V. – Zentrum für Konfliktbearbeitung und politische Entwicklung, Berlin
  • Michaela Birk, Geschäftsführerin, Transform e.V. – Zentrum für Konfliktbearbeitung und politische Entwicklung, Berlin
  • Angelika Vetter, Vorsitzende Institut für Palästinakunde e.V., Bonn
  • Nadine Schnelzer, Nahostwissenschaftlerin & Übersetzerin, Erlangen
  • Sarah Albrecht, Islamwissenschaftlerin, Freie Universität Berlin
  • Jochi Weil-Goldstein, ehem. Projektverantwortlicher für Palästina und Israel bei medico international Schweiz, Zürich
  • Dr. Gerlinde Wunder, Gerontologin, Ramallah 
  • Dr. Stephan Milich, Arabist & Übersetzer, Universität zu Köln
  • Hermann Kuntz, Pfarrer, zahlreiche Gruppenleitungen nach Israel/Palästina, Jerusalemsverein im Berliner Missionswerk, Berlin
  • Dr. Viktoria Waltz, ehem. Partnerschaftsbeauftragte TU Dortmund / Birzeit University & ehem. Regierungsberaterin beim Ministry of Housing (MOH) Gaza/Ramallah
  • Anna-Lena Punken, Politikwissenschaftlerin, Hamburg
  • Tanya Ury, Künstlerin & Mitglied der Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost, Köln 
  • Lerke Scholing, Dipl.-Pädagogin & Lehrauftrag an der Universität Lüneburg zum Nahost-Konflikt
  • Martin Forberg, Dozent, Mitglied der Internationalen Liga für Menschenrechte, Berlin
  • Eva Johais, Politikwissenschaftlerin, Universität Duisburg-Essen
  • Dr. Jochim Varchmin, Jüdisch-Palästinensische Dialoggruppe München & AK Nahost Berlin
  • Lothar Heusohn, Dipl.-Soziologe, Ulmer Volkshochschule
  • Galit Altshuler, Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost
  • Ali Memari Fard, Vorstandsmitglied der Deutsch-Arabischen Gesellschaft (DAG), Dessau-Roßlau
  • Fionn Harnischfeger, Politikwissenschaftler, München
  • Prokop Bowtromiuk, freischaffender Redakteur
 

Weitere UnterzeichnerInnen

  • Dr. Bettina Marx, Journalistin
  • Prof. Dr. jur. habil. Hans-Georg Ebert, Universitätsprofessur Islamisches Recht, Orientalisches Institut, Universität Leipzig  
  • Prof. Dr. Thomas Bauer, Arabist und Islamwissenschaftler, Universität Münster
  • Malika Bouziane, Research Associate, Arbeitsstelle Politik des Vorderen Orients, Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft, Freie Universität Berlin
  • Günther Orth, Übersetzer und Dolmetscher für Arabisch, Berlin
  • Jan Busse, Politikwissenschaftler, Berlin
  • Dr. Christiane Fröhlich, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik (IFSH), Universität Hamburg
  • Dr. Christoph Marcinkowski, Islamwissenschaftler, Leiter der Fachstelle Menschenrechte und Religionsfreiheit, missio Aachen
  • Prof. em. Dr. Norman Paech, Völkerrechtler, Hamburg
  • Layla Al-Zubaidi, Leiterin des Büros Südliches Afrika, ehem. Leiterin des Büros Mittlerer Osten der Heinrich-Böll-Stiftung, Kapstadt
  • Azadeh Zamirirad, Politikwissenschaftlerin, Universität Potsdam
  • Dr. Ulrike Dufner, Politikwissenschaftlerin, Istanbul
  • Dr. Hermann Düringer, ehem. Leiter der Evangelischen Akademie Arnoldshain, zahlreiche Tagungen zu Nahost
  • Jörg Tiedjen, Redakteuer „Informationsprojekt Naher und Mittlerer Osten“ (INAMO), Berlin
  • Ruth Fruchtman, Autorin, Mitglied der Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V. (EJJP  European Jews for a Just Peace, Deutschland)
  • Mike Thanner, Politikwissenschaftler, Jerusalem
  • Dr. Rüdeger Baron, Politikwissenschaftler, Mitglied im AK Palästina des Nürnberger Evangelischen Forums für den Frieden
  • Nuray Atmaca, M.A. Politik und Wirtschaft des Nahen und Mittleren Ostens (Universität Marburg)
  • Zuher Jazmati, Orientwissenschaftler, Marburg & Berlin
  • Hanna Pfeifer, Politikwissenschaftlerin, Universität Magdeburg
  • Jürgen Jung, Schauspieler und Politologe, Mitglied von Salam Shalom Arbeitskreis Palästina-Israel e. V. München

Gaza im Deutschlandfunk… 11. Juli, 2014

Posted by Rika in araber-"palästinenser", islam, israel, meine persönliche presseschau, terrorismus.
Tags: , , , , , , ,
3 comments

Es ist ja beileibe nicht das erste Mal, dass ich mich über den Deutschlandfunk aufrege. Immerhin hatte ich aber lange Zeit die Hoffnung, dass angesichts der immer schrecklicher zutage tretenden Gewalt islamischer Kämpfer in Syrien, im Irak, in Nigeria, im Sudan und der sich zuspitzenden Lage für die Menschen in diesen Ländern auch beim Deutschlandfunk die Einsicht wächst, dass es nicht  an den politischen und gesellschaftlichen Gegebenheiten in den betreffenden Ländern allein liegen kann, dass eine derart Menschen verachtende Gewalt über die Völker herein bricht.

Gerade der Terror der ISIS im Irak macht doch deutlich, dass es die ideologische-religiöse Grundlage ist, die zu einem derartigen Abschlachten und Morden all derjenigen führt, die mit der eigenen Weltsicht der Schlächter und Mörder nicht überein stimmen. Und ich hatte gehofft und geglaubt, dass man demzufolge auch in anderen Regionen die ideologische Basis für Terror stärker ins Kalkül ziehen würde als man es bisher getan hatte.

Doch noch ist das nicht grundsätzlich so.

Zwar las ich heute (10. 07.) in meiner Tageszeitung, der HAZ, dass der Verfassungsschutz mit Sorge den erstarkenden Antisemitismus in Deutschland zur Kenntnis nimmt, insbesondere den, der unter Muslimen vorherrscht, aber der Bericht der HAZ konnte nicht umhin, zumindest teilweise die „politischen Verhältnisse“ in den „besetzten Gebieten“  dafür verantwortlich zu machen, sprich: Israel ist Schuld am muslimischen Antisemitismus, der sich gegen Juden und Israel richtet. Mit Religion, so verharmloste der Bericht, habe das nur wenig zu tun. Nein, natürlich nicht! Den Damen und Herren in der Redaktion ist die Charta der Hamas vollkommen unbekannt,“immer noch“, muss ich sagen, denn ich habe sie mehrfach in Leserbriefen darauf hingewiesen und sie ausdrücklich gebeten, sich allein die Präambel dieses Pamphlets zu Gemüte zu führen, die doch ausdrücklich den Segen Allahs für ihren Kampf gegen  Juden und  Israel erfleht und darüberhinaus jeden Moslem dieser schönen Welt verpflichtet, sich dem Kampf gegen den verhassten Staat der Juden anzuschließen und „ganz Palästina“ zu befreien – mit dem besonderen Hinweis auf eine Sure des Korans, die es dringlich gebietet, gegen Affen und Schweine, wie Juden und auch Christen tituliert werden, vorzugehen, sie zwangsweise zum Islam zu „bekehren“ oder im dem Fall, dass sich diese der Mission widersetzten, sie zu töten.

Aber die Damen und Herren sind lernresistent, wie mein psychologisch versierter  Mann  zu sagen pflegt, wenn ein Mensch nun so gar nichts dazu lernt und weder aus Belehrung, noch aus Erfahrung klug wird.

Ebenso lernresistent sind die meistens   Damen und Herren Redakteure und Moderatoren des Deutschlandfunks.  Und das ist eine überaus freundliche Annahme von mir, denn angesichts ihrer permaneten Böswilligkeit mit dem Niveau und in der Nachfolge des antisemitischen Hetzblattes „Der Stürmer“ sprechen.

Ein hoffnungsvoll stimmendes  Beispiel lieferte aber die heutige Sendung:

http://www.deutschlandfunk.de/nahost-konflikt-massenmord-an-unserem-volk-in-gaza.694.de.html?dram:article_id=291351

 

In Gaza vollzieht sich nach dem Dafürhalten der Redakteure  ein „Massenmord“, zwar sind es nicht die Redakteure selbst, die das äußern, aber sie lassen die leibhaftige Auferstehung des Barons von Münchhausen zu Wort kommen. Doch anders als der berühmte Baron erzählt die Dame keine amüsanten Lügengeschichten, die sogleich als solche erkannt werden und ein feines Schmunzeln des Zuhörers hervorrufen, nein, sie nutzt die gut getarnte Lüge zur Diffamierung Israels:

 

Khouloud Daibes, Leiterin der palästinensischen Mission in Berlin, übt im DLF scharfe Kritik an Israel: Die Luftangriffe auf den Gazastreifen seien „ein barbarischer Krieg und Massenmord“ an den Palästinensern. Der UNO-Sicherheitsrat müsse die Gewalt stoppen und Israel zu Verhandlungen zwingen.

 

Dass die Hamas seit Wochen und Monaten Raketen auf das südliche Israel schießt, verheimlicht die Dame gekonnt. Sie sieht vielmehr Israel in der Rolle des Unruhestifters und behauptet frech:

 

Die Entführung und Ermordung dreier israelische Jugendlicher sei für Israel nur ein Vorwand gewesen, den geplanten Krieg zu starten. Auf palästinensischer Seite würden jeden Tag Menschen erschossen oder entführt. „Es ist unsere Pflicht, Widerstand zu leisten und auf Freiheit hinzuarbeiten“, sagte Daibes. Vom Aufruf der Hamas, alle Israelis zu töten, distanzierte sie sich: „Das ist nicht nicht unsere Sprache, wir sind prinzipiell gegen das Töten von Zivilisten.“

Sich von der Hamas zu distanzieren, muss ihr wohl ein gut geschulter Coach geraten haben, hat sich doch die Beurteilung der Hamas als Friedenspartner selbst hierzulande ein bisschen gedreht und man kann nur als völlig ideologisch vergeistigt-bornierte Linke noch Sympathien für diese Terrorbande äußern….

Diese knappe „Zusammenfassung des kompletten Interviews lässt schon ahnen, wohin die Reise gehen sollte, die von dem Moderator der Sendung durch seine gekonnte Anmoderation auch zunächst  befeuert wird:

 

Spätestens seit die rivalisierenden Palästinenser-Gruppen, die Fatah im Westjordanland und die Hamas im Gazastreifen, ihre Einheitsregierung ausriefen und Israels Premier Netanjahu daraufhin sämtliche Gespräche abbrach, war klar: Es bedurfte nur eines kleinen Funkens, um das getrocknete Schießpulver wiederzuentzünden. So geschehen mit der Entführung und Ermordung dreier jüdischer Religionsschüler und dem anschließenden Lynchmord an einem palästinensischen Jugendlichen. Jetzt fliegen Raketen und Kampfhubschrauber.

 

Chronologisch richtige Abläufe interessieren Herrn Dobovisek  nicht und den ständigen Beschuss aus Gaza hat er solange nicht zur Kenntnis genommen, wie er eben NICHT durch Israel erwidert wurde. Für ihn  lliegt das Problem bei Netanjahu, brach er doch die Gespräche ab und es lässt den Mann vom Deutschlandfunk dabei anscheinend ungerührt, dass die Hamas zu keiner Zeit von ihrem Ziel abgerückt ist, Israel zu bekämpfen…. WAS hätte Netanjahu also mit der neuen Einheitsregierung bereden sollen?

So ist dieses kurze Statement  eine prächtige Steilvorlage für Frau Daibes:

 

 Es ist ein Krieg, ein barbarischer Krieg und Massenmord an unserem Volk in Gaza, was auch Alltag geworden ist unter der Besatzung. Es hat sich verschärft in den letzten Tagen, aber man darf nicht vergessen, das ist der Alltag der Palästinenser unter der israelischen Besatzung. Die Entmenschlichung, die Entrechtung, die Belagerung von Gaza, das Scheitern der Verhandlungen, das führt zu dieser Gewalt, die kein Ende nimmt,

 

Barbarisch ist der „Krieg“  in der Tat!

Wer, wie die Hamas, seine Leute als Schutzschilde um Raketenstellungen drapiert und sich darauf verlässt, dass die israelische Armee  ihren Piloten nicht zumutet auf Menschenansammlungen Bomben abzuwerfen, der muss barbarisch genannt werden. Barbarisch ist der „Krieg“ aber auch, wenn ohne Kriegserklärung Tag für Tag israelische Zivilisten durch die Raketen der Hamas bedrängt werden.

 

Die Entrechtung und Entmenschlichung ist nicht den Israelis anzulasten, das ist ganz allein Sache der Hamas!

Israel handelt menschlich, wenn es trotz des Beschusses aus Gaza die Versorgung des Landstrichs mit Medikamenten, Strom, Wasser und Lebensmitteln nicht einstellt!

Israel handelt menschlich wenn es verletzte Gazaner medizinisch versorgt!

 

Israel handelt menschlich, wenn es die sofortige Waffenruhe ankündigt,sobald die Hamas den Raketenbeschuss einstellt.

Vielleicht auch wegen dieser Haltung fragt Herr Dobovisek  nach der unterschiedlichen Sichtweise von Israelis – die sich ja auch über den Beschuss aus Gaza beklagten und der der Araber und erhält folgende Antwort:

 Das sind asymmetrische Machtverhältnisse. Man darf nicht vergleichen und vergessen. In Ihrem Bericht war zu hören, in Gaza sterben Familien, ganze Familien werden ausgerottet. Die haben weder Vorwarnsysteme, noch Schutzräume. Das Kernproblem nochmals ist die Besatzung, ist die Gewalt der Besatzungsmacht und der bewaffneten Siedler, das Scheitern der Verhandlungen, die Hoffnungslosigkeit, die herrscht. Es war ein Vorwand, um den Krieg, den geplanten Krieg in Gaza zu starten.

Der mitfühlende Hörer muss ja Mitleid und Sympathie für die ausgerotteten Familie empfinden, er wäre ja sonst mit Recht als Unmensch zu bezeichnen.  Und leider erfährt der Hörer auch nicht, dass Israel seine  Gegenschläge so rechtzeitig ankündigt, dass die Zivilbevölkekrung sich in Sicherheit bringen „könnte“, wenn es die Hamas  nur zuließe.   Und was  die Dame ebenso  geschickt verschweigt ist die Tatsache, dass die Hamas zwar Geld für Raketen aller Art für Schmugglertunnel nach Ägypten und Terrortunnel nach Israel ausgibt, aber in keinster Weise dafür gesorgt hat, ihre Bevölkerung vor möglichen Verteidigungsschlägen der Israelis zu schützen, wohl wissend, dass Israel irgendwann auf den ständigen Beschuss regieren wird. Dafür darf Frau Daibes weiter das Märchen von der Besatzung und den Siedlern erzählen.

Erinnert sich der mitfühlende Hörer vielleicht zu diesem Zeitpunkt daran, dass Israel den Gazastreifen bereits vor 9 Jahren geräumt hat und die einzige Besatzungsmacht, die den Menschen das Leben ganz unzweifelhaft schwer macht, die Hamas höchstselbst ist mit ihren rigiden Regeln, ihren Angriffen auf Israel, ihrer paramilitärischen Erziehung, die bereits im Kindergarten beginnt und schon die kleinsten zu Hass auf Juden erzieht und Mütter dazu anhält, Kinder zu Märtyrern heranzuziehen? Nein, daran erinnert sich der von der Propaganda geblendete  Hörer in diesem Moment nicht.

 

Aber der Moderator erinnert sich offenbar daran, dass er einer gewissen journalistischen Neutralität verpflichtet ist und hakt nach:

Widerstand und Freiheitskampf, so nennen Sie es. Israel nennt es Terrorismus. Die Hamas erklärte, so wörtlich, alle Israelis zum legitimen Ziel, also auch Frauen und Kinder, und das Ziel sind die Angriffe durch Raketen. Seit gut einem Monat gibt es wieder eine Einheitsregierung von Fatah und Hamas, Frau Daibes. Sie sprechen zwangsläufig auch für die Hamas im Gazastreifen. Aber sprechen Sie auch die gleiche Sprache?

 

Frau Daibes windet sich und behauptet, die Einheitsregierung sei auch die Chance gewesen, die Hamas mit ins Boot der Friedensgespräche zu nehmen, aber Israel habe die Chance vertan. Daraufhin fragt Herr Dobovisek nochmals nach der Rolle der Hamas  und zu meinem Erstaunen lässt Herr Dobovisek nicht locker und fragt abermals nach der Rolle der Hamas und der Zusammenarbeit mit der Fatah. Es folgt ein weiterer sprachlicher Schlagabstausch in dem Frau Daibes die bekannte Litanei von der Besatzung und den Siedlern wiederholen darf.

Aber sie muss auch dies eingestehen:

 

Daibes: Der Friedenspartner auf der palästinensischen Seite ist die PLO, geführt von unserem Präsidenten, der ja für alle Palästinenser spricht und der sich für Frieden einsetzt.

Dobovisek: Auch die Hamas.

Daibes: Einschließlich Hamas, und Hamas hat sich dazu bereiterklärt. Nur die Provokation kam von der israelischen Seite. Diese Massenverhaftungen, das Töten von Zivilisten, das sind Kriegsverbrechen und dafür muss Israel zur Rechenschaft gezogen werden.

 

Herr Abbas spricht für alle Palästinenser, einschließlich Hamas!

Das macht es in Zukunft unmöglich zwischen Gemäßigten und Radikalen zu unterscheiden, zwischen der sogenannten „moderaten Fatah“ und der radikalen Hamas. Solange beide Gruppen mit einer Stimme sprechen, müssen die Raketenangriffe auf Israel auch der Fatah zu Last gelegt werden. Das scheint auch Frau Daibes zu dämmern, weshalb sie das Mantra von der „Provokation durch Israel“ schnell wiederholt und versucht, die toten Zivilisten in Gaza den Israelis anzulasten, wohl wissend, dass die Hamas diese Zivilisten auffordert, sich als lebende Schutzschilde vor ihren Raketenabschusseinrichtungen in Stellung zu bringen.

Israel tut alles, um seine Bürger zu schützen, die Hamas unternimmt alles, um die Waffen zu schützen – mit Hilfe der Menschen, deren Leben den Hamas-Strategen total egal ist.

Dass Frau Daibes nach dem UNsicherheitsrat rufen darf, der natürlich Israel massregeln soll, gehört zum propagandistischen Inventar, darüber rege ich mich schon lange nicht mehr auf.

Doch der Tenor dieses Interview ist nicht mehr so einseitig gegen Israel gerichtet, auch wenn die Interviewte ihre anti-israelischen Ansichten verbreiten darf. Wer gut zugehört hat und nachliest, wird spüren, dass nicht alle Moderatoren sich sang- und klanglos der arabischen Propaganda ergeben.

So hoffe ich, dass selbst im Deutschlandfunk langsam die Erkenntnis reift, dass nicht alles, was die Araber erzählen, den Tatsachen entspricht und man nicht länger allein Israel für das Übel in Nahost verantwortlich machen kann.

Vielleicht ist es  paradox, dass  ISIS zu diesem Wandel beizutragen scheint. Seine Kämpfer, so liest man, seien auch schon im Gazastreifen gesichtet…. Und deren Brutalität im Umgang mit den ideologischen Feinden, so scheint es,  lassen selbst freundlich und pro-palästinensische  gesinnte Moderatoren ins Grübeln kommen.

Mag auch sein, dass im Zeitalter von Twitter und Facebook die arabische Propaganda nicht mehr ganz so wirkungsvoll ist.

 

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

So leid es mir auch tut, aber ich muss das zarte Pflänzchen Hoffnung wohl für abgestorben erklären.

War der Moderator der gestrigen Sendung im Deutschlandfunk tatsächlich „moderat“, so hat der heutige – Gerd Breker –  wieder mit der anti-israellischen Keule zugeschlagen und dem Dreck schleudernden „Nahostexperten“ Lüders viel, sehr viel Raum gegeben, mit seinenmverderbenden und gänzlich unbekömmlichen Expertenmüll  die weite Deutschlandfunkwelt zu verpesten.