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München 1972 5. September, 2022

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In Erinnerung an das Verbrechen, das vor 50 Jahren vor aller Augen in München geschah.

Ich war seit den Spielen von Rom, 1960, eine glühende Anhängerin „Olympias“, wie ich – und viele andere – den Begriff „Olympische Spiele“ verkürzte.

Natürlich hing ich auch bei „unseren“ Spielen in München vor dem Fernsehgerät, wann immer es der Beruf zuließ. Auch wenn der Apparat mir nur schwarz-weiß-Bilder lieferte, dass die Spiele bunt waren und unbeschwert-fröhlich, das bekam ich natürlich mit und ich freute mich darüber.

Wie schlagartig und auf welch fürchterliche Weise Buntheit und Fröhlichkeit vorbei waren, muss ich hier sicher nicht ausführlich darstellen, ebenso wenig das Entsetzen, dass sich mir sofort einstellt, die Trauer, die Anteilnahme mit den getöteten Israelis und ihren Angehörigen.

Ich hatte mir nicht vorstellen können, dass dieser furchtbare Terror gegen Juden in Deutschland während der Olympischen Spiele überhaupt möglich sein könnte. Mit dieser Einschätzung stand ich ganz offenbar nicht allein. Auch die für die allgemeine Sicherheit der Sportler insgesamt zuständigen Stellen hatten offensichtlich den arabischen Terror nicht auf dem Schirm.

Ein sträfliches Versagen der Sicherheitsbehörden, wie wir heute wissen – und wie man es auch 1972 hätte wissen müssen, zumindest aber wissen können, gab es doch bereits in allen Jahren in Israel brutale Anschläge gegen die israelische Bevölkerung durch arabische Kämpfer der PLO, hatte es Entführungen von Flugzeugen durch die Anhänger der FATAH und ihrer Terroristen gegeben. (siehe hier)

Ich muss das jetzt nicht weiter ausführen. Vielmehr möchte ich auf einen Artikel hinweisen, den Michael Wolffsohn im Tagesspiegel veröffentlichte:

Olympia-Attentat von München 1972 Deutschland hat versagt – und macht bis heute Fehler in der Israelpolitik

Der palästinensische Terror bei Olympia am 5. September 1972 zeigte: Deutschlands Umgang mit Israel war problematisch. Und er ist es noch. Ein Gastbeitrag. Michael Wolffsohn

Herr Wolffsohn leitet seinen Artikel so ein:

Bundesdeutschlands Versagen am 5. September 1972 im Kampf gegen den Terrorismus hatte historische Ursachen. Nicht nur gegen den palästinensischen Terrorismus, denn dieser kooperierte eng mit der deutschen RAF und anderen westeuropäischen sowie japanischen Linksterroristen. Auch mit Rechtsterroristen.

Das deutsche Versagen hatte sozusagen Methode, geschichtsbedingt. Markiert sei hier der „Historische Ort“ von Olympia 1972 bezüglich der deutsch-israelischen Beziehungen.“

Deutschlands Verhalten am und seit dem 5. September 1972 war der sichtbare Beginn bundesdeutscher Selbstamnestierung gegenüber Israel und Juden, ja, vom Holocaust. Parteiübergreifend wird es bis heute ganz anders verkauft: Israels Sicherheit sei deutsche Staatsräson.“

Der Vorwurf wiegt nicht nur schwer, er macht vielmehr die schwerwiegende Verfehlung deutscher Israel-Politik deutlich. Michael Wolffsohn fährt fort:

In dauerhafte, vollmundige, realitätsleere Wortform wurde diese „Garantie“ im März 2008 von Angela Merkel vor Israels Parlament gegossen. Dabei konnte und kann Deutschland – Folge der jahrzehntelangen Vernachlässigung der inneren und äußeren Sicherheit – weder die eigene Sicherheit noch die eines anderen Staates garantieren.“

Im Rückblick auf München schreibt er:

Als rundum erneuertes, heiteres, lebenspralles Deutschland wollte sich die Bonner Republik 1972 präsentieren. Bayerische Liberalität statt Preußentum. Widerstandskämpfer Willy Brandt statt Massenmörder Adolf Hitler. Nicht Bund deutscher Mädel, sondern das deutsche „Fräuleinwunder“, personifiziert von fröhlichen Olympia-Hostessen. Neu-Deutschland als Anti-Alt-Deutschland.

Die Welt war erleichtert – endlich ein normales Deutschland. Wahr ist, dass jenes Neu-Deutschland 1972 noch lange nicht so neu war wie es nach innen und außen schien und auch im Rückblick immer noch verklärend scheint. 1972 war die Bonner Republik ein Sowohl-als-auch-Deutschland, sowohl Neu- Anti-NS- als auch Alt-NS-Deutsch. Sozusagen ein Zwitter.“

Dass nicht nur das Sommermärchen in Wirklichkeit kein Märchen war, sondern auch die märchenhafte Verklärung deutscher Nachkriegspolitik mit der Wirklichkeit, die in der Vergangenheit lag, nicht übereinstimmte, machen diese Aussagen deutlich:

Ein Blick aufs politische Personal beweist diese These. Das politische Märchen besagt: Die Regierung Brandt/Scheel wäre NS-frei gewesen. Das hatte am 24. November 1969 Brandt-Intimus und Kanzleramtsstaatssekretär Egon Bahr Israels Botschafter Ben Nathan verkündet. Deshalb werde man Israel gegenüber frei von Schuldgefühlen auftreten. Dass Bahr diesbezüglich „keine Komplexe“ hatte, versteht sich aufgrund seiner jüdischen Mutter und Großmutter von selbst.

Doch wer weiß um die bei ihnen gar nicht so harmlose NSDAP-Mitgliedschaft der SPD-Minister Karl Schiller, Horst Ehmke und Erhard Eppler sowie der FDP-Minister Walter Scheel, Hans-Dietrich Genscher und Josef Ertl? Noch mehr Braun gab es auf der Bundesländer-Ebene. Vom SPD-Blechtrommler Günter Grass und Helmut Schmidts Schriftsteller-Freund Siegfried Lenz ganz zu schweigen.

Als nichtdeutscher, von Alt- und Neudeutschland hofierter zentraler Akteur trat 1972 als personelle Brücke zu 1936 der amerikanische IOC- Präsident Avery Brundage auf. Ihm hatten es Hitler und die Seinen zu verdanken, dass trotz zahlreicher Bedenken die olympischen Winter- und Sommerspiele im nationalsozialistischen Deutschland stattfanden. „The games must go on“ verlangte Brundage 1972 am Tag nach dem palästinensischen Terrorakt. Das honorierte bei der Schlussfeier Amts-Deutschland auf der Stadiontafel ausdrücklich. „Thank you, Avery Brundage.““

Wie bitter, wie unsagbar furchtbar dieses „Thank you“ tatsächlich war und bis heute ist, macht folgende Beschreibung der Versäumnisse deutlich:

„Seit 1969 hatte es auch in Deutschland wiederholte Warnungen vor und Erfahrungen mit palästinensischem Terror gegeben. Sie wurden in den Wind geschlagen. Scharfe Sicherheitsmaßnahmen, wozu? Nahost, Palästinenserterror? Weit weg! Im neuen, friedlichen, seit 1970 auch ostpolitisch versöhnten Bundesdeutschland könne und werde es keine Terrorakte geben, träumte man in Bonn und Bayern. Bis 2022 blieb Deutschland ein Träumerland. Auch mit Putins Krieg und Gaserpressung hatte Deutschlands Politik, von Ausnahmen abgesehen, nicht gerechnet – Unfähigkeit zum realistischen, strategischen Denken, überparteilich.“

Und in unsäglicher Arroganz und grotesker Selbstüberschätzung der deutschen Behörden kam es zum nächsten Fehler, wie Michael Wolffsohn darstellt:

Dann der Ernst- und Notfall am 5. September 1972. Das antiterrorerfahrene Israel bot Hilfe an. Systematisch und teils hochnäsig wiesen Bonn (SPD/FDP) und München (CSU) das Angebot zurück. Den herbeifliegenden Mossad-Chef ließ man zwei Stunden über München kreisen, um sein Eingreifen ohne Eklat zu verhindern. Nach seiner Landung wollte der Israeli helfen. Nein danke, hieß es, einen Bruch deutscher Souveränität lasse man nicht zu. Wer wollte sie brechen?“

Altbekannte Stereotype deutschen Antisemitismus wurden sichtbar, wie Herr Wolffsohn deutlich macht:

Wollten etwa „die“ Juden Deutschland bevormunden? Zumindest diese alt- und neudeutschen Töne „hört“ man bei der Lektüre der relevanten Dokumente heraus.“

Auch die israelische Reaktion und Einschätzung vermittlet der Autor:

srael tobte und warnte: Die Palästinenser würden sicher die drei überlebenden, in Bayern inhaftierten Terroristen freipressen.

So geschehen am 29. Oktober 1972. Palästinensische Gesinnungsgenossen entführten eine Lufthansa-Maschine. Die drei in Bayern inhaftierten Terroristen wurden von Deutschland in Windeseile freigelassenen. Die Attentäter gingen fröhlich im libyschen Tripolis von Bord.

Alle Indizien deuten darauf hin, dass diese Entführung von der SPD/FDP-Bundesregierung und der bayerischen CSU-Landesregierung mit den Palästinensern vorab gemeinsam orchestriert wurde.

Trotzdem bat Israels Ministerpräsidenten Golda Meir im Juni 1973 den „Genossen Willy“, dem ägyptischen Präsidenten Sadat ihren Friedensvorschlag zu überbringen. Brandt versprach’s – und tat nichts. Am 6. Oktober 1973 begannen Ägypten und Syrien den Jom-Kippur-Krieg gegen Israel.

Nach wenigen Tagen hing Israels Existenz am seidenen Faden. Die USA wollten dem bedrohten Judenstaat Waffennachschub aus und über Deutschland liefern. Kommt nicht infrage, hieß es. Terror, München 1972. Krieg, Nahost 1973. Beide Male ließ Deutschland Israel im Stich.“

Es ist eine furchtbare Realität, die sich da offenbart. Und sie setzt sich bis heute fort, wie M. Wolffsohn schreibt:

Ebenso von 1977 bis 1979/82 unter Helmut Schmidts und Genschers SPD/FDP Koalition im israelisch-ägyptischen Friedensprozess. Anders als in seinen Erinnerungen geschildert, hat Schmidt diese bahnbrechende Initiative mächtig torpediert, dafür aber deutsche Panzer an das israelfeindliche Saudi-Arabien liefern wollen.

Anders die Kohl-Genscher-Koalition von CDU/CSU und FDP. Sie war willig, aber unfähig, illegale Hilfen deutscher Unternehmen bei der chemischen und technischen Aufrüstung des neuen starken Mannes gegen Israel zu unterbinden: Iraks Saddam Hussein. Anfang 1991, im Zweiten Golfkrieg, schlugen irakische Raketen in Israel ein. Tief betroffen bewilligte Deutschland daraufhin dem jüdischen Staat großzügige Hilfen bei Kauf und Lieferung atomwaffenfähiger deutscher U-Boote.

Sie sollten (und können noch heute) Israel ermöglichen, im Fall der atomaren Fälle einen nuklearen Zweitschlag auszuführen. Stopp der Lieferung, hieß es dann unter Gerhard Schröder und Joschka Fischer (SPD und Grüne). Während der Kanzler und spätere Freund Putins seine Israel-Abneigung nie verhehlte, bemühte sich Außenminister Joschka Fischer zartwortreich um gute Stimmung zwischen Berlin und Jerusalem.

Die Ampel setzt den falschen Kurs fort

Verbal folgte Angela Merkel Fischers Beispiel. Mit ihrer Sicherheits-“garantie“ für Israel übertraf sie die einstige Grünen-Ikone sogar. Mehr noch, unter ihrer Regie stimmten die wechselnden Koalitionspartner SPD und FDP auch der subventionierten Lieferung deutscher Korvetten an Israel zum Schutz seiner Gasförderanlagen im Ost-Mittelmeer zu.

Aber höchst initiativ und mehr als nur gezwungenermaßen auch dem Atomabkommen mit dem Iran, das Israel als existenzielle Bedrohung betrachtet.

Trotz netter Worte in oder nach Israel setzt die Ampelkoalition diesen aus israelischer Sicht lebensbedrohlichen Kurs fort. Zu Recht oder nicht? Das ist nicht die Frage. Fest steht: Seit Olympia 1972 hat sich Deutschland von Israels Existenzsicherheit aus fehlendem Willen, Können oder beidem abgekoppelt. Allen gegenteiligen Bekundungen zum Trotz. „Normalität“ eben.“

Soweit der Artikel zum Gedenken an das Münchener Verbrechen.

Und wie schon zu allen Gedenkreden an den Gedenktagen zum Holocaust, so auch hier:

Ich kann diese Reden unserer Politiker, die vor Betroffenheit und eigenener Ergriffenheit triefen, nicht mehr ertragen und halte sie für pure Heuchelei, solange dem Terror, den Drohungen des Iran, den Arabern und Palästinensern nicht mit einer klaren Ansage seitens der deutschen Regierung begegnet wird, in der Art, wie ich sie hier fordere:

ISRAEL IST EIN JÜDISCHER STAAT OHNE WENN UND ABER!

Wer Israel angreift, seine Sicherheit gefährdet, es bedroht oder seine Existenz delegitimiert, wird von der deutschen Regierung zur Rechenschaft gezogen. Das gilt auch für deutsche Politiker oder deren Sympathisanten, die via NGOs und BDS Israel bekämpfen.

Irrsinnig – komisch – lesen! 1. September, 2022

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Ich habe ja schon an verschiedenen Stellen und zu unterschiedlichen Zeiten hier mitgeteilt, dass ich mit der „Achse“ und ihren Artikeln nicht mehr so einverstanden bin, wie ich es vor „Corona“ war. Das hat natürlich Gründe, die ich hier aber nicht beschreiben und schon gar nicht diskutieren will.

Vielmehr weise ich auf die „Chronik des Irrsinns“ hin, die Claudio Casula bei „Achgut“ zusammengestellt hat. Man – also ich – könnte gleichzeitig quietschen vor (Lese)Vergnügen und heulen über den Irrsinn, der in solch geballter Form auftritt, dass man – also ich – es kaum ertragen kann:

https://www.achgut.com/artikel/chronik_des_irrsinns_der_august_2022

Kleine Kostproben gefällig?

Bitte sehr:

“ Claudia Kemfert, Wirtschaftswissenschaftlerin und Energiewende-Märchenerzählerin der Nation, nennt die Argumente gegen die Energiewende – wie Dunkelflaute und dass nachts die Sonne nicht scheint – „altbewährte Mythen“.“

„Kika-Moderator Matondo Castlo nimmt gerade an einem israelfeindlichen Jugend-Festival in Farkha (Westjordanland) teil, das von der marxistischen „Palestinian People’s Party“ organisiert wird, die seit Jahrzehnten gegen Israel hetzt und Terroristen verherrlicht. Der Sender kennt Castlo aber als „sehr engagierten und stets am Wohl der Kinder orientierten Menschen, der sich in seiner Arbeit als Coach, Musiker und Erzieher deutlich gegen Hass und Gewalt positioniert“. Na dann!“

„In einem tagesthemen-Kommentar meint eine Sabrina Fritz, der Staat gebe Milliarden für Elektroautos, neue Medikamente oder dass wir günstig mit der Bahn fahren. Er könne aber „nicht immer nur geben, er muss auch mal nehmen“. Ach, wissen Sie, Sabrina: Der Staat gibt doch nur, was er uns vorher genommen hat! Man nennt das Steuern. Und davon nimmt der deutsche Staat viel. Er nimmt uns auch monatlich 18,36 Euro, damit wir uns Ihren gequirlten Mist anhören müssen.“

„Der Chef des Umweltbundesamtes, der den Grünen nahestehende Dirk Messner, liebäugelt mit einer CO₂-Steuer für Kühe. Die furzen nämlich alle drei Minuten und emittieren so übers Jahr jeweils 100 kg Methan. Wie üblich eine Milchmädchenrechnung, weil die Rindviecher nicht mehr Treibhausgase ausstoßen als die Pflanzen, die sie fressen, vorher durch Photosynthese gebunden haben. Aber Geld stinkt ja nicht, wusste schon der römische Kaiser Titus Flavius Vespasianus.“

„Genderei im Endstadium: In der WDR-Sendung „Lokalzeit“ stellt Moderator Stefan Fuckert seine Interviewpartnerin als „Intensivkrankenschwesterin“ vor. Ich habe mich nicht verhört, er sagt es dann gleich nochmal. Auch WDR-Moderatorin Catherine Vogel spricht von einer „Krankenschwesterin“. Laut Sender ein „Versprecher“. Hä? Eine Versprecherin, wenn schon!“

„Der NDR hat mit Henry Gross zwar einen gut entlohnten Musik-Chef, leistet sich aber noch einen Dieter Petereit als „Musikberater“ und lässt sich bzw. den Gebührenzahler das bis zu 50.000 Euro im Jahr kosten. Dass Herr Petereit auch der Lebensgefährte von Sabine Rossbach, der Direktorin des NDR-Landesfunkhauses in Hamburg ist – reiner Zufall!“

„Lange nichts mehr von größeren Geldbeträgen gehört, die von Asylbewerbern gefunden und umgehend bei der Polizei abgegeben werden. Aber jetzt wird es ein wenig origineller, fasten your seatbelt: „Von der Straßenbahn aus entdeckt Asylbewerber Mostafa Mahmoud einen verletzten Babyvogel. Er fährt zurück, versorgt ihn, gibt ihm einen Namen. Jetzt ist ,Abbas‘ im Flüchtlingscamp Neuss eine Legende.“ Illustriert ist die herzergreifende Geschichte mit einem Foto von gleich vier Migranten (neben Mostafa noch Zoheir, Khalil und Mohammed), die das Taubenbaby gefunden und gerettet haben sollen. Darauf ein Paulaner!“

Ich hoffe, dass das Taubenbaby gesund und munter ist und ihm ein so langes Leben beschieden ist, wie seinem Namenspatron, dem Holocaustleugner Dr. Mahmud Abbas, der Terroristen und Mörder mit unseren Steuergeldern finanziert und von einem Staat Palästina „vom Meer bis zum Fluss“ ganz ohne Israel dazwischen träumt. Dass sich die Presse nicht schämt, diese Story so ganz ohne leise Kritik an Abbas dem Schlächter zu verbreiten, wundert mich allerdings gar nicht mehr. (Wenn ich mich richtig erinnere, schrieb ich mal einen ironischen Beitrag über Abbas als Friedenstaube… oder war er gar ein Friedensengel? Siehe dazu auch den undassbar einseitigen und israelkritischen Bericht des Spiegel , wie er nicht schlimmer sein könnte!)

Viel Spaß mit dem restlichen Irrsinn, den ich nicht hierher kopiert habe.

Abbas, how dare you? 17. August, 2022

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Wäre es ein anderer als Abbas, der diesen unsäglichen Vergleich ausgerechnet in Deutschland anstellt, würde ich meinen Augen nicht trauen.

„Im Berliner Kanzleramt spricht Palästinenserpräsident Abbas von „50 Holocausts“, die Israel begangen habe. Scholz verurteilt den Vergleich – aber erst hinterher. CDU-Chef Merz spricht von einem „unfassbaren Vorgang“. Quelle

Aber es ist Abbas, der Präsident der Mordgesellen und Terroristen, der Holocaustleugner und Finanzier des Terrors, der die Familien der Mörder mit großzügigen lebenslangen „Renten“ beschenkt, Schulen nach Mördern benennt und sein Amtszimmer mit der Fahne „Palästinas“ schmückt, eines palästinensischen Staates, der das Gebiet „vom Meer bis zum Fluss“ umfasst –  ohne jedes Israel.

Abbas, der Hinterlistige, der Diabolos, der Schmeichler mit gespaltener Zunge, der in Arabisch seine Landsleute auf den ewigen Krieg gegen Juden und Israel einschwört  und auf Englisch den Journalisten und „befreundeten“ Politikern als Friedenstaube erscheint, die unermüdlich für den Frieden kämpft. Es ist am Ende ein Friede, in dem Israel nicht mehr vorkommt, geht es nach dem Alten in Ramallah, der inzwischen im 17. oder gar 18. Jahr seiner vierjährigen Amtszeit als gewählter „Präsident“ einer Chimäre vorsteht.

Wie kann man diesem Akteur des Terrors im Kanzleramt so eine Bühne bieten?

„Die Äußerungen von Abbas waren zum Ende der Pressekonferenz am Dienstagnachmittag gefallen und von Scholz nicht mehr kommentiert worden. Der Kanzler meldete sich aber noch am Abend zu Wort. „Gerade für uns Deutsche ist jegliche Relativierung des Holocaust unerträglich und inakzeptabel“, sagte er der Bild-Zeitung. Nach Darstellung des Kanzleramtes war Scholz über die Äußerungen seines Gastes empört gewesen und hatte eigentlich unmittelbar reagieren wollen. Regierungssprecher Steffen Hebestreit hatte die Pressekonferenz aber planmäßig nach der letzten Antwort von Abbas beendet.“

Was, um alles in der Welt, ging in Herrn Hebestreit vor, als er diesen unsäglichen Affront gegen Israel und gleichzeitig gegen den Kanzler unbeantwortet bleiben ließ? Sind die Regeln der Pressekonferenz so eng und unumstößlich, dass eine scharfe Erwiderung des Kanzlers nicht möglich gewesen wäre? Das kann doch nicht sein. Wie kann man so einen Vergleich ungerührt und unwidersprochen hinnehmen? In Deutschland? In dem Land, das den Holocaust zu verantworten hat, ein Verbrechen mit SECHS MILLIONEN TOTEN JUDEN ?

Da traue ich meinen Augen nun wirklich nicht. Das kann doch nicht sein! Das darf doch nicht sein!

Hebestreit, so scheint mir – sich der Ungeheuerlichkeit des Vorfalls vermutlich gar nicht bewusst – zieht sich in dem Moment der Provokation  auf „typisch deutsche Tugenden“ zurück und hält sich an das vereinbarte Prozedere. Aber ist er mit dieser erkennbaren Schwäche und einer eklatanten Wahrnehmungs- und Bildungslücke geeignet, das Amt eines Pressesprechers der Regierung auszuüben? Müsste nicht gerade er feine Antennen haben für die verbalen Fallen und Ungeheuerlichkeiten, die bei Leuten wie Abbas ganz sicher zu erwarten sind und dementsprechend gewappnet sein und handeln?

Es hilft wenig, dass der Kanzler seinen Zorn über Abbas und dessen sicher wohlüberlegtes Vorgehen in der Bildzeitung zum Ausdruck bringt.

Abbas, das muss doch jedem klar sein, der die politischen Ränkespiele dieses Mannes seit Jahren schon erlebt, hat diese Provokation sehr gezielt an den Mann gebracht. Seit Jahren schon führt er westliche Politiker am Nasenring durch die Arena.  Scholz ist zwar nicht Merkel, die in vergleichbaren Treffen Abbas stets als „Freund“ bezeichnete, mit dem sie lächelnd Händchen hielt für die Fotografen, die diese „besondere Freundschaft“ ins rechte Bild setzten. (Traumpaar), aber er hat leider auch nicht den Mumm, neben der Zurückweisung des Apartheid-Vorwurfs auch die Kritik an Abbas grundsätzlich scharf zu formulieren und dem Provokateur die Tür zu weisen, statt ihn mit einem Händedruck zu verabschieden, wie er es (protokollgemäß ?) getan hat.

Alle Beteuerungen hinsichtlich der Provokation durch Abbas, die jetzt im Nachhinein angestellt werden, machen den Vorfall nicht ungeschehen und lassen die direkte und heftige Kritik durch den Kanzler schmerzlich vermissen.  Der Spott ist der deutschen Regierung sicher.

Es ist natürlich richtig und auch wichtig, dass neben vielen anderen Stellen Volker Beck sofort deutlich Stellung bezieht:

„“Scholz hat nicht reagiert. Das hätte nicht passieren dürfen“, sagte Volker Beck, der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, der Süddeutschen Zeitung. Vor allem aber zeige der Verlauf der Pressekonferenz, „wes Geistes Kind Abbas“ sei. „Er spricht von einem Holocaust an den Palästinensern, statt den Terrorismus zu verurteilen. Die Verhöhnung der Opfer des Olympiaattentates ist auch ein Schlag in das Gesicht Deutschlands“, kritisierte der frühere Grünen-Politiker. „Das muss unmittelbar Konsequenzen im bilateralen Verhältnis haben“, forderte er. Wer so spreche wie Abbas, wiegele zur Gewalt auf. Deutschland müsse weitere Zahlungen an die Autonomiebehörde an Bedingungen knüpfen. So dürften keine „Märtyrerrenten“ mehr an Attentäter und ihre Hinterbliebenen gezahlt werden.“

Die Forderung, keine Märtyrerrenten mehr zu zahlen, steht doch schon seit Jahren im Raum – aber es geschieht nichts! Auch Frau Baerbock hat Abbas ihre Aufwartung gemacht und ihm versichert, Deutschland würde auch weiterhin die „Palästinenser“ (uneingeschränkt ?) unterstützen. Ich habe diese Haltung deutscher Politiker noch nie verstanden!

Da wundert es mich beinahe gar nicht, dass nicht alle Medien den Aufzug Abbas‘ in Berlin mit aller gebotenen Schärfe verurteilen.

Meiner Tageszeitung (HAZ) ist er nämlich nur eine schmale Spalte auf Seite 4 wert, mit der noch dazu verharmlosenden Überschrift „Abbas relativiert Holocaust“.

Dass Abbas als einflussreiches Mitglied der palästinensischen Führung, die das Massaker an den israelischen Sportlern 1972 in München zu verantworten hatte, ausgerechnet zum 50. !!! Jahrestag dieser Schandtat solche Äußerungen ungestraft von sich geben kann, macht es in meinen Augen noch viel schwerwiegender und schrecklicher.

Der Forderung vieler Kritiker der palästinensischen Politik, die Zuwendungen an die Autonomiebehörde zu sperren, sollte endlich nachgegeben werden.

NACHKLAPP

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/holocaust-vergleich-steffen-hebestreit-gibt-fehler-bei-abbas-aeusserungen-zu-a-0befcb69-df59-4bd8-a4b7-bd17246ee112

Dass man dennoch an dem Gespräch mit den Palästinensern festhalten will, wie es in dem Artikel heißt, würde ich als „Verstärkung“  eines extrem unerwünschten Verhaltens betrachten, gleichsam eine Belohnung für Lug und Trug, Beleidigung und Israelhass.

Die Palästinenser lassen eine ungeheure Provokation vom Stapel – und merken, generell schadet es uns nicht. Machen wir also weiter, drehen wir an der Provokationssschraube weiter und weiter und weiter. Wir haben keinerlei Nachteile zu befürchten. Die Deutschen – zumindest ihre Regierung und viele ihrer Journalisten –  werden uns brav mit Millionen und Abermillionen Euros und vielen netten Berichten und antiisraelischen Kommentaren unterstützen und uns auch nicht ihre Sympathie entziehen.

Nicht verdrängen…. 2. April, 2022

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Nicht verdrängen lässt sich und nicht verdrängen will ich, was mich – bei aller Freude des Vormittags – schnell wieder auf den rauen Boden der Tatsachen zurückholt.

Neben dem schrecklichen Krieg in der Ukraine, der völlig zu Recht die Schlagzeilen bestimmt und die Bemühungen um Frieden herausfordert, ist ein anderes Konfliktfeld beinahe ganz an den Rand gerückt, der nahezu immerwährende Terror, mit dem es die Bürger Israels zu tun haben.

In diesen Tagen mehren sich die Anschläge „palästinensischer Freiheitskämpfer“ gegen israelische Zivilisten, sowohl im jüdischen Kernland, das gemeinhin und dennoch fälschlicherweise als „von Israel besetzt“ bezeichnet wird, wie auch im – von den meisten Staaten der Welt anerkannten – „Staat Israel“.

Und die Sorge wächst, dass im bevorstehenden Ramadan die Frequenz der Attentate auf Israelis noch zunehmen könnte.

Palästinensische Angreifer haben bei Anschlägen zuletzt insgesamt elf Menschen in Israel getötet. Israel erhöhte die Sicherheitsvorkehrungen, aus Angst vor gewaltsamen Auseinandersetzungen zu Beginn des Fastenmonats Ramadan.“ meldet die Onlineausgabe der ARD und führt aus:

Schon vor einem Jahr war es an Ramadan verstärkt zu Zusammenstößen zwischen Palästinensern und der israelischen Polizei gekommen. Während die Palästinenser Israel dafür verantwortlich machen, verweist Israel auf palästinensische Gewalt. Die Furcht vor einer weiteren Eskalation in der heiligen Zeit ist hoch. Auch, weil diesmal der Ramadan mit dem jüdischen Pessach und dem christlichen Osterfest zeitlich zusammenfällt. Religion hat vor allem in Jerusalem immer wieder auch Konfliktpotential.“

Das, so denke ich, ist etwas oberflächlich betrachtet beschrieben. Nicht „Religion hat Konfliktpotential“, sondern einige besonders fanatische Vertreter der besonders gewaltbereiten „Religion des Friedens“, die immer wieder unter der Anrufung „ihres“ Gottes den jüdischen und christlichen Anhänger des angeblich „gemeinsamen Gottes“ nach dem Leben trachten. Das aber auszusprechen, ist in einem öffentlich-rechtlichen Sender grundsätzlich nicht vorgesehen. Es erstaunt mich geradezu, dass die ARD zumindest in Ansätzen erkennen lässt, dass die Gewaltbereitschaft nicht in erster Linie bei (jüdischen) Israelis zu suchen ist, wie die ausdrückliche Nennung von Täter und Opfer im folgenden Absatz des Artikels deutlich macht:

Im Norden Israels wurde kürzlich Amir Khoury beerdigt. Er war Polizist und arabischer – manche sagen auch: palästinensischer – Israeli. Khoury stoppte den palästinensischen Attentäter von Bnei Brak, der insgesamt fünf Menschen tötete – darunter den arabisch-israelischen Polizisten. Khoury wird im Land nun als Held gefeiert – und als Symbol, dass Juden und Araber auch zusammenhalten.“

Dass es in Israel durchaus eine enge Zusammenarbeit zwischen arabisch-muslimischen, arabisch-christlichen und jüdischen Israelis gibt, wird gerne in der Berichterstattung unter den Tisch fallen gelassen. Dass es aber leider immer wieder Terroranschläge auch arabisch-palästinensischer Israelis gibt, muss dennoch klargestellt werden.

Mitten in Israel – erstmals seit Jahren – ereigneten sich mehrere schwere Terroranschläge in kurzer Zeit. Viele Menschen sind verunsichert. „Meine Kinder sind zu Hause geblieben“, sagte eine Mutter aus Netanya dem Portal „Ynet“. „Ich mache mir Sorgen. Bereits am Abend des Anschlags in Bnei Brak erhielten wir einen Brief unserer Bürgermeisterin, in dem Eltern mit Waffenschein aufgefordert wurden, in Bildungseinrichtungen anwesend zu sein.“

Das kommt dem „normalen Europäer“ vermutlich als ein Zeichen militanter Waffennarren vor, wird aber in Israel als größte Selbstverständlichkeit angesehen, zumal, wenn es um die Sicherheit von Kindern geht. Das schreckliche Massaker an Betern in einer Jerusalemer Synagoge vor einigen Jahren mag selbst vielen Leuten hierzulande noch in Erinnerung sein, wären damals die Beter bewaffnet gewesen, hätte es nicht so viele Opfer gegeben. Aber wer geht schon mit der Uzi zum Beten? Der Autor merkt darum sogar eher wohlwollend an:

Während eine hohe Waffendichte im Alltag in Europa wohl zur Beunruhigung beitragen würde, gilt sie in Israel als eine Art Lebensversicherung: Falls es erneut zu einem Anschlag kommt, bei dem der Attentäter gestoppt werden kann.“

Wer noch nie in Israel war, kann sich vermutlich gar nicht vorstellen, wie selbstverständlich und gleichzeitig überaus korrekt „diese Art Lebensversicherung“ von den Israelis gehandhabt wird. Ich war jedenfalls sehr beruhigt, dass mein Begleiter bei meinem Besuch während der ersten Intifada diese Lebensversicherung ganz unauffällig mit sich führte.

Weil die Erfahrung der vielen letzten Anschläge nicht nur tief verinnerlicht ist, sondern auch berechtigterweise Anlass zu größter Besorgnis und Vorsicht ist, muss es natürlich das Bestreben der Regierung sein, die Menschen zu beruhigen:

Verteidigungsminister Benny Gantz versuchte im Sender KAN zu beruhigen. „Wir müssen die letzten Vorfälle ordentlich aufarbeiten zusammen mit dem Geheimdienst“, sagte er. „Wir dürfen jetzt nicht in Hysterie verfallen.„“

Es ist ebenso erstaunlich wie erfreulich, dass der Autor dieses Berichts in neutralem Ton diese Feststellung trifft ….

Zwar rückte die israelische Armee nach dem Anschlag von Bnei Brak in die palästinensische Stadt Jenin ein, wo bei Zusammenstößen zwei Palästinenser getötet wurden, darunter ein 17-Jähriger. Bestimmte Erleichterungen Israels für die Palästinenser – etwa mehr Passierscheine für den abgeriegelten Gazastreifen – sollen aber vorerst erhalten bleiben.“

… und den verantwortlichen Minister zitiert:

„“Ramadan ist ein wichtiges Fest für arabische Israelis und Palästinenser“, so Gantz. „Und es ist die Politik der Regierung in Israel, die Religionsfreiheit zu garantieren.“

Der abschließenden Frage und der Betrachtung der bestimmenden Faktoren kann ich mich nur anschließen:

Wie es nun im Ramadan weitergeht? Zuletzt gab es verschiedene Signale. Das Freitagsgebet in Jerusalem ging friedlich zu Ende. In Hebron hingegen, im Westjordanland, kam es zu schweren Zusammenstößen zwischen Palästinensern und der israelischen Armee. Ein Palästinenser wurde getötet. Nach Angaben der Armee warf der Mann einen Brandsatz.

Ob sich die Lage während des Ramadan wieder beruhigt, hängt von mehreren Faktoren ab. Von individuellen Entscheidungen möglicher Attentäter, die sich durch die bisherigen Anschläge inspiriert fühlen könnten. Und von der Lage in Jerusalem, wo sich diese auf der Straße schnell zuspitzt.

Und schließlich hängt es auch von palästinensischen Gruppen wie der Hamas und dem Islamischen Dschihad ab. Deren Rhetorik ist angesichts der angespannten Lage voller Drohungen. Bislang ist es aber bei Worten geblieben.“

Wann war die Rhetorik der Hamas und des islamischen Dschihad und der sie beeinflussenden und finanziell stützenden iranischen Regierung nicht voller Drohungen?

Und wer sollte sie nach den Erfahrungen aus der Vergangenheit nicht ernster nehmen als die Israelis?

Und so hoffe ich, dass es ruhig bleibt im Land und besonders in Jerusalem, dieser uralten jüdischen Stadt im Lande der Verheißung.

Der eindringlichen Bitte um Frieden in der Ukraine schließt sich die ebenso eindringende Bitte um den Frieden in Israel an.

HERR, ERBARME DICH !

Das Lied von der Zweistaatenlösung 11. Februar, 2022

Posted by Rika in aktuell.
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Wieso, so frage ich mich schon seit Jahren, glaubt alle Welt, sich intensiv in die Belange des Staates Israel ungefragt einmischen zu müssen – von „dürfen“ ist ja nicht einmal die Rede.

Nun also auch Frau Baerbock, die – laut Pressemitteilung – zum zweiten Mal Israel einen Besuch abstattete, zum ersten Mal als Außenministerin der Bundesrepublik Deutschland.

Wie alle ihre Vorgänger sang auch sie das Lied von dem unumstößlichen Existenzrecht Israels, das auch für sie nicht verhandelbar sei.

Hat man jemals bei einem politisch motivierten Besuch eines anderen Landes vernommen, das Existenzrecht dieses gerade besuchten Landes sei „nicht verhandelbar“? Ist eigentlich noch niemandem der begleitenden und berichtenden Pressemeute aufgefallen, dass allein schon in der Formulierung und Behauptung vom „Existenzrecht Israels“ so etwas wie eine unausgesprochene Vermutung des Gegenteils enthalten ist? Wenn ich ausdrücklich etwas, was doch „eigentlich“ ganz selbstverständlich ist, solchermaßen betone, schwingt immer auch die Möglichkeit mit, es könne ganz anders sein und darum müsse stets und ständig das „eigentlich Selbstverständliche“ hervorgehoben und betont werden.

Warum man aber in dem betroffenen Land selbst zu dieser Formulierung greift, statt sie in den Ländern deutlich zu machen, die ja tatsächlich Israels Existenz bedrohen und bei Kundgebungen die Auslöschung des Staates fordern, ist mir nicht ganz klar. Dabei bieten sich doch sehr viele Gelegenheiten in den unzähligen Gegebenheiten auf kulturellen wie wirtschaftlichen Feldern, den Gegnern Israels die Leviten zu lesen, an vorderster Front dem Iran und seinen Mullahs, die nicht müde werden, die Vernichtung Israels zu fordern, wie seinen türkischen und arabischen und leider auch deutschen Sympathisanten hier in Deutschland, die gerne in machtvollen Demonstrationen ihre Absicht kundtun, das „Gebilde“ zwischen Mittelmeer und Jordan umwandeln zu wollen in ein „judenfreies Palästina“. Natürlich muss man das Recht Israels in Gesprächen mit allen Staaten wieder und wieder betonen, die mehr oder weniger unverhohlen Israel die Gegnerschaft ansagen.

Damit das Lied vom „Existenzrecht Israels“ aber bei Israels Gegnern nicht zu großen Unmut auslöste, so meine Vermutung, sang Frau Baerbock auch noch das Lied von der „Zweistaatenlösung“, die sie, getreu dem deutschen Narrativ vom Frieden in Nahost, für die einzige sinnvolle Lösung hält. Um diese Erzählung glaubwürdig weitersagen zu können, muss aber auch Frau Baerbock, wie alle ihre Vorgänger, die Augen ganz fest vor der Tatsache verschließen, dass es neben Herrn Abbas in Ramallah auch die Hamas in Gaza gibt. Das ist natürlich nichts Neues, neu ist auch nicht, dass die Hamas schon vor vielen Jahren eine Charta verabschiedete, in der sie alle Muslime der Welt zum Kampf gegen Israel auffordert und dabei ganz klarmacht, dass dieser Kampf so lange geführt werde, wie Israel als Staat existiere. Man kann das nachlesen. Es gibt keine Revision der Charta, die auf die Auslöschung Israel verzichten würde.

Bei ihrem Besuch in Ramallah hat Frau Baerbock vermutlich nicht das Arbeitszimmer des ewigen Präsidenten Abbas betreten. Sonst hätte sie sehen können, dass Herr Abbas nämlich gar kein Interesse an einer Zweistaatenlösung hat. Der große Präsident des nicht existierenden Volkes der Palästinenser läßt sich nämlich gerne vor einer Landkarte in seinem Arbeitszimmer ablichten, die nur einen einzigen Staat zwischen Mittelmeer und Jordan zeigt:

„Palästina“

Ein Staatsgebiet „Palästina“ ganz ohne irgendein Israel!

Aber das, Israel, müsste rein theoretisch, wenn es um die friedliche Zweistaatenlösung ginge, auch auf der Landkarte des Herrn Abbas, zwischen dem Mittelmeer und einem – in welchen Grenzen auch immer vorhandenem – „Palästina“ liegen.

Allein schon deshalb halte ich das Lied von der Zweistaatenlösung, das unsere Politiker immer anstimmen, wenn es um den angeblichen Friedensprozess geht, für eine einzige, große, lügenhafte Märchenerzählung.

Und ich frage mich, ob sie allen Ernstes wirklich daran glauben oder es sich beim Absingen dieses Lügenliedes nicht doch nur um reine Propaganda zugunsten des Friedens in Deutschland handelt. Immerhin leben in Deutschland genug Leute,

die der in der Charta der Hamas genannten Ummah angehören …

genug Leute, die mit der FATAH und ihrem militärischen Arm der PLO immer schon geliebäugelt haben, gar eine strategische Partnerschaft mit ihr anstreben, wie weiland die Jusos unter Andrea Nahles, oder, wenn wir noch weiter zurückdenken, die den vielen Sympathisanten und Unterstützern der RAF angehörten und / oder als aktive Kämpfer der RAF mit den Terroristen des Yasser Arafats gemeinsame Sache in den Ausbildungslagern der Terrororganisation der PLO machten …

genug Leute, die noch von der Nahost-Doktrin der ehemaligen DDR beeinflusst sind …

ganz abgesehen von denjenigen, die immer noch oder schon wieder antisemitischen Grundsätzen folgend, Juden an sich und Israel insbesondere ablehnen. BDS lässt auch an dieser Stelle grüßen und vergessen wir doch bitte nicht die unrühmliche Rolle, die Grüne bei der Abstimmung im Bundestag über das Verbot von BDS gespielt haben.

All das bedeutet für mich, zusammengefasst, dass Frau Baerbock, frisch im Amt und ohne jede Erfahrung auf dem Gebiet der Außenpolitik, doch bitte zunächst einmal den Mund halten sollte, bevor sie große Töne spuckt und meint, sie sei berufen, einen wie auch immer gearteten Friedensprozess wieder neu anzukurbeln.

Meiner unmaßgeblichen Meinung nach sind deutsche Politiker ohnehin die völlig falschen, Israel irgendwelche Vorschläge zu machen, wie Israel mit seinen Nachbarn und Feinden umgeht. Vor 80 ACHTZIG JAHREN beschlossen Deutsche in der Wannseekonferenz, die Juden Europas rigoros der Endlösung anheimzugeben, der Vernichtung auszuliefern, der Auslöschung. Bis 1945 setzten sie diesen Beschluss konsequent um. Es kostete SECHSMILLIONEN Menschen das Leben. Abertausende, die dem Horror der Vernichtungslager entkamen, waren traumatisiert und für ihr Leben gezeichnet.

Ich denke, wir haben nicht darüber zu befinden, was Israel tun oder lassen soll.

Die Männerwelt am Hindukusch… 19. August, 2021

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WARUM

Warum ist nach dem Abzug der NATO-Truppen das mühsam aufgebaute „neue“ Afghanistan so schnell und so gründlich zusammengebrochen? Wie kann es sein, dass nahezu ohne erkennbaren Widerstand durch die reguläre Armee Afghanistans die Taliban in kürzester Zeit eine Region nach der anderen „eroberten“ und nun in Kabul die Macht für sich und ihre Herrschaft reklamieren?

Von Säumnissen bei der Zahlung des Solds ist die Rede, von mangelnder Versorgung der Angehörigen der Streitkräfte. Das ist vermutlich alles richtig, aber doch ebenso vermutlich nur die halbe Wahrheit.

Wenn ich die Bilder sehe und die Berichte verfolge, entdecke ich doch noch eine ganz andere Wahrheit. Es sind vor allen Dingen die Frauen, die von der „Erneuerung“ der gesellschaftlichen Ordnung profitiert haben. Sie sind es, die die neuen Freiheiten ergriffen und für sich genutzt haben, und sie sind es auch, die den einzigen erkennbaren Widerstand gegen die Taliban leisteten unter der höchsten Gefahr für Leib und Leben.

Die jungen und wehrfähigen Männer dagegen verschaffen sich mit größtem Körpereinsatz die so bitter umkämpften Fluchtmöglichkeiten. Es hat mich unglaublich wütend gemacht, als ich gestern einen Bericht sah, in dem ein junger Afghane in die Kamera sagen durfte, er leide unsagbar darüber, dass er seine Frau und seine Kinder habe zurücklassen müssen. Warum, um Himmels willen, ist er nicht bei ihnen geblieben, um sie zu schützen? War seine Frau, waren seine Kinder es nicht wert, für sie zu kämpfen?

Warum haben die vielen und sicher auch gut ausgebildeten jungen Männer keine Gegenwehr geleistet? Am fehlenden Sold und mangelnder Versorgung wird es sicher nicht gelegen haben. Viel eher – und hier spricht nun der Küchenpsychologe in mir – liegt es doch an den patriarchalischen Strukturen einer alten Stammesgesellschaft, in denen Männer das Sagen haben und Frauen seit Urzeiten für „Haus und Hof“ zuständig waren und bis heute – von wenigen rühmlichen Ausnahmen abgesehen – in dieser Zuständigkeit gehalten werden sollen. Vermutlich waren die vielen Männer doch durchaus einverstanden mit den Restriktionen, die die Taliban mit der Machtübernahme in den 90er Jahren den Frauen auferlegten und damit die Errungenschaften der Neuzeit, in denen Frauen zu höchsten Ämtern und Ehren aufsteigen konnten, zurückdrehten in eine rückständig anmutende Gesellschaftsordnung. Es gab sie doch, die mutigen und starken Führungspersönlichkeiten unter den Frauen Afghanistans, „bevor Sharia spoiled everything“, wie eine Gruppe mit diesem Slogan bei Facebook an die vielen Frauen erinnert, die vor dem Aufkommen eines restriktiven Islam in Afghanistan, in Persien/Iran, Irak, der Türkei im öffentlichen Leben nicht nur sichtbar waren, sondern auch einen großen Anteil in Wissenschaft, Forschung, Verwaltung und Kunst des jeweiligen Landes hatten.

Es waren und sind die Männer, die mit religiösen Bestimmungen die Frauen wieder unter die Knute des Patriarchats zwingen wollen und zwingen.

Und darum, so meine stille Befürchtung, haben die vielen jungen Männer in Afghanistan ganz im Sinne der alten Ordnung nichts aber auch gar nichts dafür getan, die Frauen zu unterstützen und vor den Extremisten ihrer Religion schützen. Dass sie damit aber auch sich selbst aller Freiheiten berauben würden, die ein moderner Lebensstil mit sich brachte, das ist gleichsam der Hohn dieser Geschichte.

Es ist die bittere Erkenntnis, dass mit dem Verlust der Freiheit für die Frauen auch der Verlust der Freiheit einer ganzen Gesellschaft einhergeht, die eben nicht nach demokratischen Gesetzen wie wir sie verstehen handelt und lebt, sondern sich an denen der schwärzesten Phase ihrer Religion orientiert, dem Steinzeit-Islam.

Ich hoffe, dass wir irgendwann in nächster Zukunft endlich, endlich zu den eigentlichen Ursachen und Gründen der Verheerung in radikal-islamischen Ländern kommen werden und darüber reden können, wie wir als freie Gesellschaft dem ideologischen System namens ISLAM begegnen wollen und können, das scheinbar (oder tatsächlich) mit den Werten einer freiheitlichen und demokratischen Gesellschaft nicht in Einklang zu bringen ist:

Zuvor aber müssen wir alle Kräfte bündeln, um den Frauen und Kindern Afghanistans einen Weg der Rettung zu ermöglichen.

NACHTRAG

Mit diesem sehr lesenswerten Bericht der NZZ wird das Verhängnis deutlich, das mit dem Aufkommen des „Steinzeit-Islam“ in Afghanistan begann:

Afghanistan: Minirock statt Burka während der goldenen Ära (nzz.ch)

Daraus diese Einleitung: „Afghanistans König Mohammed Sahir Shah (1914–2007), der von 1933 bis 1973 im Amt war, förderte die Rechte der Frauen. Im Jahr 1959 wurde der Zwang zum Tragen von Tschador und Schleier abgeschafft. 1963 erhielten die Frauen das Wahlrecht. Die folgenden Bilder zeigen ein Land auf dem Weg in die Moderne. 1973 putschte sich ein Cousin des Königs mit Hilfe der Militärs an die Macht. Sahir Shah dankte ab. Die Ära der Modernität war in Afghanistan zu Ende.“

Seitdem regiert in Afghanistan in unterschiedlicher Besetzung eine religiös-fundamentalistisch dominierte Männerclique, die alle Bestrebungen für Frauenrechte und Freiheit zunichte gemacht hat.

Wer führt Regie und wer zieht die Fäden? 2. November, 2020

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Wenn man nicht an ein sich selbst regulierendes und sich stets wiederholendes System, einem „Perpetuum Mobile“ nicht unähnlich, glauben möchte, stellt sich diese Frage doch umso drängender:

Wer führt Regie und wer zieht die Fäden?

Wer um alles in der Welt bedient welche Hebel, Hebel der Macht, Hebel der manipulativen Mobilisierung aufgebrachter Menschenmassen, Hebel in der Berichterstattung und eben auch die Hebel, die das Schweigen verantwortlicher Politiker hier in Deutschland befördern, allen voran die Bremshebel im Bundeskanzleramt, die es bisher verhindert haben, zu den jüngsten Anschlägen Stellung zu beziehen***, seien es die schrecklichen Taten in Frankreich oder der nicht weniger entsetzliche mörderische Überfall auf zwei gänzlich unschuldige Männer in Dresden, der dem einen das Leben und dem anderen den geliebten Partner raubte.

Endlich aber, möchte ich fast sagen, reagiert zumindest eine größer werdende Öffentlichkeit in den sozialen Medien auf die hinterhältigen Morde, die unter Anrufung der islamischen Gottheit verübt werden und die Gesellschaft – vor allem in Frankreich – zutiefst schockieren.

Dass auch hierzulande darüber berichtet wird, ist nicht das Verdienst der eigentlich dafür zuständigen öffentlich-rechtlichen Sender oder der viel gerühmten freien Presse, die halten sich nämlich äußerst vornehm zurück. Zwar wird in dürren Worten über „Nizza“ und mich noch dürreren Sätzen über „Dresden“ gesprochen und geschrieben, aber niemand der Damen und Herren Journalisten und Redakteure wagt sich an die brisante Annahme, diese Taten könnten etwas mit der Religion der Täter zu tun haben, die sich zwar ausdrücklich in Anrufung ihres Gottes zu der koranisch-prophetischen Offenbarung eben dieses höchsten Wesen bekennen, aber dennoch für ihre Religion das Attribut „friedlich“ reklamieren, oder, wie Deutschlands bekanntester Führer der hier lebenden Muslime, Aiman Mazyek, die einzig wahre Erkenntnis veröffentlichte und dem großen Propheten Milde attestierte, eine solche Milde nämlich, die es den gläubigen Nachfolgern des „Gröprophaz“ unmöglich mache, auf möglicherweise beleidigende Äußerungen mit Gewalt zu reagieren.

Demzufolge müssen die Täter unislamische und psychisch eingeschränkt Handelnde gewesen sein. Oder Menschen, die mit ihrem erbärmlichen Leben einfach nicht klar kamen und denen keine anderen Option blieb, als die vermeintlich dafür Verantwortlichen umzubringen. Diese Vermutungen kennen wir ja zur Genüge aus den Verlautbarungen der vergangenen fünf Jahre, wann immer und wo immer sich eine Tat ereignet hat, die mit dem bekannten „Nichts“ zu tun haben könnte, aber aus politisch korrekten Gründen nicht zu tun haben darf.

Weniger furchtsam, etwas unsensibel und möglicherweise sogar beleidigend zum Thema zu schreiben, ist Malca Goldstein-Wolf. Sie beschreibt bei Facebook eine Beobachtung, die sich ihr schon seit einiger Zeit aufgedrängt haben mag, mit einem Text, den ich mit ihrer Erlaubnis hierher kopiere:

Just sayin‘,

man kann es schon als kleine Invasion bezeichnen. Mit zuckersüßem Lächeln schmusen sie sich an Politiker, selbst auf höchster Ebene, an. Charmant, häufig wortgewandt und in Deutschland bestens ausgebildet und sozialisiert, setzen sie an, aus Deutschland das 58. islamische Land der Welt zu kreieren. Sie sagen das nicht so deutlich, wer sich aber die Mühe macht, hinter die Kulissen zu schauen erkennt, dass die vorgespielte Weltgewandtheit hinter den Toren der Muslimbrüderschaft oder der Grauen Wölfe abgestreift wird wie eine Maskerade, die man nur dann nutzt, wenn man ahnungslose Entscheider, seine Agenda listig verfolgend, aufs Glatteis führen will. Sie drängen in die Ministerien, in den Bundestag, wollen Bürgermeister-Ämter erobern und bedienen des Deutschen rötesten Knopf: den Fingerzeig auf dunkelste Zeiten. So gibt man vor, Verfolgungen und Diskriminierung ausgesetzt zu sein, wie einst die Juden im Dritten Reich. Wo das Schuldgefühl einsetzt, schaltet sich offenbar bei einigen Entscheidungsträgern das Hirn aus. Fördergelder fließen für zwielichtige Organisationen, deren Funktionäre oftmals faschistoiden Ideologien folgen. Das Ziel fest im Blick, die Scharia Stück für Stück zu etablieren, haben sie es tatsächlich geschafft, dass in einer westlichen Kultur wie Deutschland überhaupt darüber diskutiert wird, ob es feste Schwimmzeiten nur für Frauen geben muss, ob es Mädchen zuzumuten ist, gemeinsamen Sport mit Jungen zu machen und der Burkini nicht doch zu Deutschland gehört. Spitzfindig klagt man sich als Kopftuch-Lehrerin vor höchste Gerichte, als ob es selbstverständlich ist, dass eine Lehrerin mit Vorbildfunktion auf einer deutschen (!) Schule schon kleine Mädchen auf ihre zukünftige Rolle als unterdrückte Frau in bester islamischer Tradition, vorbereiten darf. Wenn die deutsche Justiz, deren Gesetzgebung in vielen Fällen auf die Unterwanderung durch den politischen Islam nicht gewappnet zu sein scheint, kapitulieren muss, ist der nächste Schritt getan. Von Politikern kann man den Durchblick hinsichtlich des „Scharia-Kartells“ nicht erwarten, zu verworren ist das Konstrukt. Wer aber klärt sie auf? Die Medien selbst sind zu verhalten, es bräuchte dringend einen „Expertenrat für die Unterwanderung der deutschen Politik durch den politischen Islam“. Experten gibt es genügend, wer aber lädt sie in die Ministerien ein, bevor es zu spät ist?“

Ich habe Malca Goldstein- Wolf in einem Kommentar zu ihrem ausgezeichneten Text so geantwortet:

„Malca, seit der Gründung der Muslim-Bruderschaft ist das auch die Zielsetzung der hiesigen Abteilung. Man kann es doch nachlesen in akribisch recherchierten Berichten. Die MB hat vor mehr als 40 Jahren den Marsch durch die Institutionen angetreten mit hervorragend ausgebildeten Leuten, die nahezu allesamt akademische Titel erworben haben und damit für die Öffentlichkeit einer plumpen Auslegung des Islam völlig unverdächtig waren. Es waren nicht die türkischen Gastarbeiter, die diese Entwicklung befördert haben, sie waren bestenfalls das Fußvplk. Es waren die Söhne sehr wohlhabender arabischer, ägyptischer und iranischer Eliten, die in Deutschland studierten und es zu Wohlstand und Ansehen brachten… Ingenieure, Ärzte, Wissenschaftler verschiedener Fakultäten.. (Bestes Beispiel die Attentäter von 9/11 ). Sie machten den Islam gesellschaftsfähig, sie öffneten die Türen zu unseren politischen und wirtschaftlichen Eliten. Sie waren smarte Gesprächspartner und hatten / haben hohes gesellschaftliches Ansehen. Sie würden sich auch nie die Finger schmutzig machen, aber Geld und ideologische Argumente beisteuern zum Kampf gegen die Ungläubigen. Wenn sich jetzt der Kampf von der Bühne der intellektuellen Auseinandersetzung auf die Straße mit blutigen Aktionen verlagert, macht das „lediglich“ die längst stattfindende Entwicklung deutlich.“

Wer hier schon länger mitliest, kennt sie inzwischen, meine Buchempfehlung nämlich:

Stefan Meining, Eine Moschee in Deutschland, Nazis, Geheimdienste und der Aufstieg des politischen Islam im Westen, C.H. Beck, München 2011

Würde man (Politiker, Journalisten, bekannte Theologen) allein das Inhaltsverzeichnis lesen, müssten doch schon die Ohren klingeln….

  1. „Halbmond und Hakenkreuz: Die Wurzeln des deutschen Islam (1941 – 1945)
  2. Operationsbasis München: Muslime als Operationsbasis der CIA im Kalten Krieg (1946 -1955)
  3. Die Rückkehr er Alten Herren: Die geheime Islampolitik der Bundesrepublik (1958 -1962)
  4. Grüne Revolutionäre an der Isar: Das islamische Zentrum in München (1963 – 1978)
  5. Verkannte Herausforderungen: Der politische Islam auf dem Vormarsch (1979 -1993)
  6. Sektierer oder Heilsbringer: Das deutsche Gesicht des politischen Islam (1994 – 2000)
  7. Verdächtigungen und Polizeiaktionen: Der 11.September und die Folgen (2001 – 2010)

Epilog: Was bleibt?“

Soweit das Inhaltsverzeichnis, die sehr vielen Unterpunkte abzuschreiben, erspare ich mir, verweise allenfalls auf einen nicht unbekannten Namen: Said Ramadan und die nicht weniger berühmte Fereshta Ludin, deren Kopftuchstreit ein eigenes Unterkapitel gewidmet ist, versehen mit dem Hinweis auf Verbindungen zu weltweiten Netzwerken der Organisation muslimischer Frauen.

Nun noch einmal meine eingangs gestellte Frage:

Wer führt Regie und wer zieht die Fäden, und welche Hebel werden wo von welchen Personen bewegt?

Darauf müssten wir schnellstens eine Antwort finden.

*** Die seltsame geschwurbelte Verlautbarung des Bundeskanzleramtes betrachte ich nicht als Stellungnahme, sondern als „unter den Teppich kehren!“ Und als eine ziemlich miese Haltung dem „Freunde in Frankreich“ gegenüber, mit dem unsere Kanzlerin doch so rührend anschmiegsam eine Gedenkminute abhielt…. zu welchem Gedenken, ist mir gerade entfallen.

Oktober – so golden… 25. Oktober, 2020

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An diesem letzten Sonntag im Oktober 2020  sitze ich an meinem Schreibtisch und lese, lese verschiedene Beiträge in den sozialen Medien. Manche erinnern mich an eigene Berichte, die ich in früheren Jahren hier im Blog  geschrieben habe… manche stimmen mich nachdenklich, über andere muss ich schmunzeln und wieder andere machen mir auf bedenklich stimmende Weise klar, dass  meine zahlreichen Einlassungen zum Thema Islam heute nichts an ihrer Aktualität verloren haben, eher ist mein Erschrecken über  die Reaktionen auf die Forderungen muslimischer Verbände, vor allem aber auf die mit dem Koran begründeten  Gewalttaten noch größer geworden.

Ich könnte daran verzweifeln – oder, wie ich es in einem Kommentar bei Facebook schrieb, beinahe verstummen.

Aber das soll heute nicht mein Thema sein.  Ich sitze nämlich nicht nur an meinem Schreibtisch vor dem Fenster und lese oder schreibe, nein, ich schaue auch aus dem Fenster, in den wunderschönen, herbstlich-golden gefärbten Garten des Nachbarn.  Das Bild wirkt etwas verschwommen, was vermutlich dem Umstand geschuldet ist, dass ich es durch das geschlossene Fenster aufgenommen habe und sich eine leichte Spiegelung des Innenraums nicht verhindern ließ…

Als im letzten Jahr meine wunderbare Eberesche gefällt werden musste, weil sie einer unheilbaren Pilzerkrankung zum Opfer gefallen war, empfand ich tiefe Trauer über diesen großen Verlust, war mir der Baum doch so lieb geworden, den ich vor 40 Jahren als kleines Pflänzchen durch Ausbuddeln und Eintopfen „gerettet“ hatte, als es unter dem Zaun eines Spielplatzes seine ersten kleinen Triebe zeigte und mit Sicherheit von den Gärtnern irgendwann als unerwünschter Wildwuchs entfernt worden wäre.

Heute nun denke ich zwar immer noch wehmütig an die wunderschöne Eberesche früherer Jahre, aber zugleich erfreue ich mich an dem großartigen Anblick, der sich mir nun durch die freie Sicht auf Nachbars Garten bietet.

Der Herbst ist ohnehin meine Lieblingsjahreszeit – wobei ich gestehen muss, dass ihm, in den letzten Jahren, der Frühling fast den Rang abgelaufen hat.

Hinter der Mauer, die unseren kleinen Garten von dem großen des Nachbarn trennt, vollzieht sich der Wechsel der Farben von den verschiedenen Grüntönen zu leuchtendem Gelborange, das man beinahe Golden nennen kann. Dazwischen noch einige grüne Blätter, die das Laub der Birken flirrend erscheinen lassen, obwohl kein Wind geht.

Nicht mehr lange, und er Blättervorhang verschwindet – sehr zum Missfallen des Nachbarn, der dann die Unmengen von Laub auffegen muss, die jetzt noch den Blick auf das Nachbarhaus verhindern…

Es ist in jedem Jahr das gleiche großartige Schauspiel, das der Herbst uns bietet und selbst an trüben Tagen ein Leuchten hervorzaubert, wie es sonst nur strahlender Sonnenschein vermag.

Aus dem Netz gefischt und kommentiert… 13. August, 2020

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Bei facebook – wo sonst    😉 ? fand ich den von Emrah Erken eingestellten Beitrag.  Um seinen Ausgangskommentar zu den Bildern zu lesen, unter auf „Mehr ansehen“ klicken.

Ich schrieb dazu dies:

„Unser wunderbarer Außenminister, der wegen Auschwitz in die Politik ging, meint nun wieder einem Land und seiner Regierung die deutsche Sicht aufdrängen zu müssen.
Der Herr Außenminister hat aber entweder ein kurzes Gedächtnis oder ihm ist der Überblick abhanden gekommen oder er krankt an beiden Problemen.
Man kann nicht den Iran hofieren und gleichzeitig das Leid der Libanesen beklagen, das passt nicht zusammen.
Er – der Außenminister – sollte doch wissen, dass der Libanon unter der Knute der Hisbollah steht und die Hisbollah wiederum der Außenposten des Iran ist, mitsamt ihrem „kriegerischen Arm“, der sich wieder einmal darauf vorbereitet, die Zielsetzung der Mullahs umzusetzen und Israel aus der Geschichte zu tilgen und die Juden ins Meer zu treiben.

Daran arbeiten sie – die Mullahs – seit der „Satan in Menschengestalt“
aus seinem Pariser Exil in den Iran zurück gekehrt ist.

Herr Maas – und mit ihm die Kanzlerin – sind gänzlich unglaubwürdig, wenn sie immer wieder vollmundig erklären, entschlossen jeglichem Antisemitismus entgegen treten zu wollen.
Nun ja, man kann natürlich jede beliebige Absichtserklärung zu jedem beliebigen Thema veröffentlichen…. man muss sich ja nicht daran halten… und tut es in diesem Fall ja auch nicht, wie wir alle doch längst inzwischen wissen.“

Die desaströse deutsche Politik der Anpassung und des Wegsehens in Bezug auf Iran, habe ich hier in meinem Blog ja schon mehrfach thematisiert. Aber noch nie ist mir die Doppelbödigkeit und Scheinheiligkeit unserer Politiker mehr gegen den Strich gegangen als in der gegenwärtigen Phase.

Sie kungeln mit den erklärten Gegnern Israels und kritisieren die Regierung Netanjahus bei jeder noch so kleinen und unbedeutenden sich bietenden Gelegenheit.

Scham, Wut und Ohnmacht – das sind die Gefühle, mit denen ich angesichts dieser Politik  zu kämpfen habe. Hatte ich geglaubt, dass nach der Amtszeit Ahmadinedschads eine grundsätzlich liberalere Politik der Mullahs in Iran möglich sei, so sah ich mich zunehmend  in meiner hoffnungsvollen Annahme getäuscht.  Konterten deutsche Politiker noch das „taktisch ungeschickte Vorgehen“ des damaligen Machthabers mit milden Worten, so findet heute überhaupt keine  kritische Stellungnahme seitens unserer Regierung gegen die Mullahs mehr statt. Es sind immer nur einzelne Politiker, die sich gegen allzu bösartiges Gebaren des Terrorregimes äußern, niemals „die Regierung“ selbst.

Und die Medien, die es doch so prächtig verstehen, uns die Augen über Orban, Trump und Putin zu öffnen, halten sich in Bezug auf die Mullahs vornehm zurück….

Waren das noch Zeiten, als sie über die „Jubelperser“ kritisch berichteten, die bei dem damaligen Besuch des Schah von Persien für Randale in der geteilten Stadt Berlin sorgten….

Mehr ansehen

Bild könnte enthalten: 1 Person, Brille, Text „„Allen im Libanon ist klar, dass es nicht so weitergehen kann wie bisher. Die Tatsache, dass so viel Misswirtschaft und Korruption dazu führt, dass die Menschen im Libanon leiden, das werden die Frauen und Männer auf den Straßen nicht mehr bereit sein zu akzeptieren." op Bundesaußenminister Heiko Maas im Deutschlandfunk über Proteste nach der Explosion in Beirut“
Bild könnte enthalten: 1 Person, Hut, Text „'WE ARE OPEN ABOUT THE FACT THAT HEZBOLLAH'S BUDGET, ITS INCOME, ITS EXPENSES, EVERYTHING IT EATS, AND DRINKS, ITS WEAPONS AND ROCKETS, COME FROM THE ISLAMIC REPUBLIC OF IRAN HASSAN NASRALLAH HEAD HEZBOLLAH TERROR GROUP JOFF LIKUD UK 1O0“

Fremde Feder: Hagia Sophia 25. Juli, 2020

Posted by Rika in aktuell, christsein und glaube, gesellschaft, politik.
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Bei Facebook las ich den bemerkenswerten Text zur Umwidmung der Hagia Sophia in eine Moschee, der von Roland Werner mit diesen Worten eingeleitet wurde:

 

Das Ende einer Epoche?!

Die Umwidmung der Hagia Sophia in eine Moschee

Doch: Auch wenn die ChristusIkonen verschwinden,
Jesus Christus bleibt.

Lesenswert zu diesem erschütternden Vorgang ist die

Erklärung des Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK)
Erzpriester Radu Constantin Miron

aus Anlass der Umwandlung der Hagia Sophia zur Moschee
Köln/Frankfurt am Main, 23. Juli 2020″

Und hier der eigentliche Text, geschrieben von dem Erzpriester Radu Constantin  Miron

„Der 24. Juli 2020 bedeutet das Ende einer Epoche. Durch einen administrativen Akt des türkischen Staatspräsidenten verliert die Hagia Sophia in Istanbul den Status eines Museums, den sie seit 1935 besaß, und wird zur Moschee gemacht. Dieser staatliche Akt geschieht – wie so häufig in der Türkei – unter scheinbarer Wahrung der Rechtstaatlichkeit.

Das im 6. Jahrhundert gebaute Gotteshaus, das unter Kaiser Justinian als christliche Kirche erbaut wurde und über neun Jahrhunderte als solche diente, wird, wie 1453 nach der Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen, erneut zur Moschee.

Seit dem 1. Februar 1935 stand sie dann als Museum allen Besucherinnen und Besuchern offen, wie es der Gründer der modernen Türkei, Mustafa Kemal Atatürk, verfügt hatte. Im Bewusstsein der orthodoxen Christinnen und Christen blieb und bleibt die Hagia Sophia allerdings die „Große Kirche Christi“. So ist es kein Zufall, dass Vertreter aller orthodoxen Patriarchate und autokephalen Kirchen gegen die Entscheidung der türkischen Regierung protestiert haben.

Doch auch viele Vertreterinnen und Vertreter anderer Kirchen, europäischer und weltweiter Institutionen, nicht zuletzt der UNESCO, zu deren Welterbe die Hagia Sophia ja gehört, haben ihre Bestürzung über diesen Vorgang geäußert, der offenkundig nicht religiöse Bedürfnisse, sondern innen- und außenpolitische Ambitionen des türkischen Präsidenten befriedigen soll.

Deshalb richten sich diese Proteste – und auch die vorliegende Erklärung – nicht gegen den Islam oder das islamische Gebet, sondern gegen den Missbrauch der Religion, der hier zutage tritt.

Zwei Aspekte, die nur wenig zur Sprache gekommen sind, gilt es dabei besonders hervorzuheben:

Zum einen ist die Hagia Sophia für die weltweite Christenheit nicht – wie behauptet wurde – „irgendein Gebäude, um das auf einmal so viel Aufhebens gemacht wird“. Vielmehr ist sie auch jene Kirche, auf deren Hauptaltar am 16. Juli 1054 der päpstliche Legat Humbert von Silva Candida das Bannschreiben über Patriarch Michael Kerullarios niederlegte, was zur Großen Kirchenspaltung zwischen Ost- und Westkirche führte. Sie ist also der symbolträchtige Ort, an dem damals das Schisma proklamiert wurde und der heute deshalb für alle, die in der Ökumene tätig sind, ein Mahnmal für die Wiederherstellung der Einheit der Kirche darstellt.

Zum anderen lässt die bewusste Wahl des 24. Juli als Datum der Umwidmung nichts Gutes erahnen, handelt es sich doch um den Jahrestag der Unterzeichnung des Vertrages von Lausanne (1923), in dem in den Artikeln 37-44 auch die Rechte der nicht-muslimischen Minderheiten bzw. die Verpflichtung der Türkei, diese und ihre religiösen Einrichtungen zu respektieren, festgeschrieben wurden. In den vergangenen Jahren stellte der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan immer wieder diesen Vertrag in Frage.

Seine Vorliebe für Symbolpolitik, die mal wieder durch diese Datumswahl deutlich wird, geht also offensichtlich auch zu Lasten der christlichen Minderheit in der Türkei. Ihr Schicksal kann und darf uns als Christen nicht gleichgültig sein. Zu oft haben wir unsere Stimme nicht laut genug erhoben, wenn es um den Genozid an den Armeniern und anderen Völkern, um die Septemberpogrome des Jahres 1955, um die Ermordungen von christlichen Missionaren und Würdenträgern oder die zahllosen Enteignungen von Gebäuden und Grundstücken aller christlichen Kirchen des Landes ging.

Auch die Umwidmung der Hagia Sophia ist eine Enteignung, nicht im immobilienrechtlichen, sondern im geistlichen Sinn. Und sie bedeutet das endgültige Ende einer säkularen, laizistischen, europäischen modernen Türkei, wie sie Atatürk vorschwebte, der die Hagia Sophia zum Museum gemacht hatte.

Der 24. Juli 2020 bedeutet das Ende einer Epoche.

Erzpriester Radu Constantin Miron“

 

Es ist mir wichtig, dieses Zeugnis zu bewahren und weiterzugeben.

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