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Fremde Feder: Das christliche Erwachen gegenüber der Heiligkeit des Tempelbergs bringt prophezeihtes „Haus des Gebets für alle Nationen“ näher 22. Juli, 2017

Posted by Rika in araber, araber-"palästinenser", christsein und glaube, fatah, islam, israel, judentum, plo, terrorismus.
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Ich  übernehme den  Text, den ich von heplev übernommen habe, auch wenn der Akzent dort anders gesetzt ist, als ich es hier kommentiere.

Anlass für mein Rebloggen des langen Aufsatzes sind die arabischen Ausschreitungen in Jerusalem, die sich gegen die von Israel installierten Sicherheitskontrollen an den Zugängen zum Tempelberg entzündet haben. (Und der fürchterliche Mord an drei Israelis, die am Shabbat von einem Araber bestialisch umgebracht wurden – getreu dem Aufruf muslimischer Autoritäten folgend, die zum „Tag des Zorns“ als Reaktion auf die neuen Sicherheitskontrollen aufgerufen hatten.)

Israelische Sicherheitskräfte haben in der vergangenen Woche arabisch-israelische  Angreifer erschossen, die zuvor die  drusischen Polizisten mit Schüssen getötet hatten.  Um zu verhindern, dass Waffen von „betenden Muslimen“ auf den Tempelberg gelangen und dort gelagert werden, hat die Polizei in Jerusalem verfügt, dass Metalldetektoren an den Eingängen angebracht werden. Diese gibt es bereits seit Jahren an den Zugängen zur Kotel (Klagemauer) und natürlich auch an den „heiligen Stätten der Muslime“ in Mekka und Medina …. was  aber bisher in keinster Weise als Behinderung für Betende betrachtet wurde.

Zur Klarstellung:   Nicht „Israel“ verhindert, dass Christen im „Haus des Gebets für alle Nationen“ beten können, es ist der Ungeist des sich virulent ausbreitenden Islam extremster Prägung, der ja nicht nur den Tempelberg ganz offiziell seines ureigen Namens beraubt hat (Siehe UN-Resolution), es ist der Islam, der mit Hass gegen Juden (und Christen gleichermaßen) agitiert und jedes jüdische – und damit auch frühchristliche – Zeugnis in Israel und Judäa-Samaria auszulöschen versucht.

Hier in Deutschland, will mir scheinen, erfüllt sich aber gerade eine andere uralte biblische  Prophetie vor unseren Augen:

1. Mose 12, 3  „Ich will segnen, die dich segnen, und wer dir flucht, den werde ich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde.“ (Elberfelder Übersetzung)

Moses Mendelsohn übersetzt die gleiche Bibelstelle so:

Ich will nämlich segnen, die dich segnen; wer dir flucht, den will ich verfluchen, und mit dir werden sich alle Geschlechter des Erdreichs segnen.“

Diese Verheißung gilt Abraham  –  und ihm allen Menschen, die G’ttes Bund mit Abraham als ewigen Bund der Verheißung annehmen und anerkennen.

(Meine sehr persönliche Anmerkung dazu: Der Mitgliederschwund der christlichen Kirchen in Deutschland und Europa hat exakt mit dieser Verheißung zu tun….  Die ständige Verurteilung Israels durch christliche Bischöfe und Pfarrer und ihrer „gläubigen Schäfchen“, das Ablegen ihres Kreuzes durch die höchsten deutschen christlichen Vertreter auf dem Tempelberg, das gemeinsame Beten mit den Nachfolgern Mohammeds und der Gleichstellung G’ttes mit dem Allah des Koran in Anbiederung an die, die „Juden vom Gesicht der Erde tilgen wollen“, wie führende islamische Gelehrte in Anlehnung an den Koran fordern, das alles hat Auswirkungen auch auf die Entwicklung der Kirche.)

 

Doch nun zum Text:

 

abseits vom mainstream - heplev

Adam Aliyahu Berkowitz, Breaking Israel News, 20. Juni 2017

sie bringe ich zu meinem heiligen Bergund erfülle sie in meinem Bethaus mit Freude. Ihre Brandopfer und Schlachtopfer finden Gefallen auf meinem Altar, denn mein Haus wird ein Haus des Gebets für alle Völker genannt.
(Jesaja 56,7)

Bisher ist der blutige Kampf um den Tempelberg zwischen Muslimen und Juden ausgetragen worden, aber ein neues Erwachen bei einigen Christen zu dessen Bedeutung schafft eine sich verschiebende vormessianische Wirklichkeit an dem bereits brisanten Ort. Der sich entwickelnde Status der Christen auf dem Tempelberg zeigte sich vor ein paar Wochen in einer muslimisch-christlichen Konfrontation, die beinahe in Gewalt endete.

Der Showdown auf dem Tempelberg involvierte Nate Waller, den Leiter der Aktionen von Hayovel, einer Organisation, die christliche Freiwillige nach Israel bringt, um biblische Prophetie zu erfüllen, indem sie in Weinbergen in Samaria arbeiten. Als regelmäßiger Besucher des Tempelbergs ist Wallers Verbindung zu dem…

Ursprünglichen Post anzeigen 740 weitere Wörter

Wenn Schüler in der Schule beten wollen… 2. März, 2017

Posted by Rika in aktuell, gesellschaft, islam, medien, migration, presse, schule - kinder.
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…  ist das zunächst positiv zu sehen.

Ich erinnere mich gut  an die Zeit, als unsere Kinder noch schulpflichtig waren und  weiter führende Schulen in Hannover besuchten, öffentliche Schulen, nicht konfessionsgebundene. Auf Initiative einiger Schüler wurde ein Schülergebetskreis gegründet, die Schulleitung stellte für dieses Anliegen den Raum der Schülerselbstverwaltung zur Verfügung. Die jungen Leute trafen sich einmal oder zweimal wöchentlich vor dem Unterricht – was  bedeutete, schon zur „nullten“ Stunde anwesend zu sein. Ich bin mir nicht mehr sicher, ob der Gebetskreis während der gesamten Schullaufbahn aller unserer Kinder bestand und wie viele Mädchen und Jungen tatsächlich daran beteiligt waren. Sicher bin ich mir aber, dass außer einer einladenden Notiz am „Schwarzen Brett“ und Mund-zu-Mund-Propaganda  der Initiatoren keine weitere Öffentlichkeit hergestellt wurde.  Sicher bin ich mir darüberhinaus auch, dass es nicht um „demonstrare ad oculi“ ging,  mit der die eigene Frömmigkeit zur Schau gestellt werden sollte. Es ging den Jugendlichen tatsächlich um Kontemplation und Gebet, Sammlung, Bitte, Fürbitte, Dank, für sich und alle, die zum Schulleben gehörten.

Zu der Zeit, denke ich, war es eher verpönt beim Beten erwischt zu werden, das war nämlich extrem uncool und wer wollte das schon sein?! Eines unserer Kinder wurde eine zeitlang von guten Freunden gehänselt, weil wir als Familie regelmäßig zum Gottesdienst gingen; auch ein netter Nachbar meinte eines Sonntagsmorgen spöttisch lächelnd: „Na, geht es wieder zum Beten?“    Gebet war eben nichts für moderne und aufgeschlossene Menschen.

Auch heute scheint dieser Trend ungebrochen.

Umso mehr müsste es mich doch freuen, wenn ich in einer Zeitung, respektive ihrer Onlineausgabe lese, dass Schüler in der Schule beten wollen, und es könnte mich gewaltig ärgern, dass die Schulleitung das untersagte.

Nun handelt es sich bei den Gebetswilligen nicht um Jugendliche, die sich ins stille Kämmerchen zurückgezogen haben, um dort ihr Gebet an Gott zu richten. Sie haben ein Gebets-Event veranstaltet in ihrer Schule, „demonstrare an oculi“   gewissermaßen, und die Betonung liegt tatsächlich auf demonstrare, demonstrativ, die Schulleitung nannte es gar „provokativ“ und untersagte diese Form des öffentlich zur Schau gestellten Gebets.

Verschiedene Online-Medien haben sich dieser Sache angenommen, nachdem zunächst bei Facebook der Brief  eingestellt worden war, den die Schulleiterin an das Kollegium geschrieben hatte und  in dem sie anordnet, Verstöße gegen das Gebetsverbot zu melden. Offenbar hatte dieses Schreiben  so hohe Wellen in der Facebook-Community geschlagen, dass auch die örtlichen Zeitungen über die Maßnahme berichteten.

Hier kann man es nachlesen:

Schule verbietet muslimischen Schülern „provozierendes Beten“

Es gehört nicht viel dazu sich vorzustellen, welch eine „Ungeheuerlichkeit“  dieses Verbot für viele Muslime darstellt. Welt-Online verzichtet leider in dem Bericht auf die Stellungnahme der Schulbehörde, die sagt nämlich auf die Frage der Rechtmäßigkeit eines solchen Verbots:

„Die Schulleiterin hat dazu die Möglichkeit im Rahmen des Hausrechts. Das verfassungsmäßige Gebot des Funktionierens des Schulbetriebes und des Bildungsauftrags Art 5 GG, geht der Religionsausübungsfreiheit vor.“

Quelle

Wenn tatsächlich, wie  „Der Westen“ berichtet,  sowohl Lehrer wie auch Schüler sich durch die demonstrative Art des Betens bedrängt fühlen, hat die Schulleitung die Pflicht, sich der Sache anzunehmen.  Das wird zwar  von der Bezirksregierung ausdrücklich bestätigt, allerdings nicht in der Weise, dass sie selbst energisch für den Erhalt des Schulfriedens eintritt und ihrerseits das öffentlich zur Schau gestellte Beten in einer staatlich-säkularen Bildungseinrichtung verbietet. Denn das ist doch der eigentliche Grund für das Verbot. In den offenen Räumen der Schule, die von allen Schulangehörigen genutzt werden, werden diese Gebete verrichtet –  vermutlich während der Pause, wenn allgemeines Kommen und Gehen auf den Gängen und in den Toilettenräumen (siehe Bericht) herrscht.

Auch relativ phantasielose Menschen könnten sich doch leicht das Szenario ausmalen, wenn sie sich an ihre eigene Schulzeit erinnern, wie viel mehr ist es aber Leuten geläufig, die in  deutschen Bildungsanstalten ihren Dienst verrichten:

Man   (Junge / Mädchen  – auf die gendergerechte Sprache verzichte ich )  will zur Toilette, im Gang davor stolpert man bereits an einem auf dem Gebetsteppich liegenden Beter vorbei, der noch dazu akribisch darauf bedacht ist, dass kein „Unreiner“ seinen Teppich betritt und möglicherweise sogar heftig wird, wenn das versehentlich doch passiert. Im Waschraum sind zwei von drei intakten Waschbecken belegt von jugendlichen Muslimen, die gerade ihre Füße der rituellen Waschung unterziehen…   Es kommt zu einer leichten Auseinandersetzungen, denn Jugendliche in dem Alter sind selten auf höfliche Umgangsformen bedacht….  „Musst du deine dreckigen Füße ausgerechnet hier waschen?“  Die Frage könnte doch gestellt werden, selbst wenn die Füße nicht dreckig wären, wovon man bei fünfmaligem Gebet am Tag mit jeweils fünf Fußwaschungen durchaus ausgehen kann. Der Aufsicht führende Lehrer ist genervt, wie soll er damit umgehen, dass sich einige Mitschüler über das Gebets-Event beklagen, andere darüber, dass sie beleidigt werden, WEIL sie beten.

Hat jemand, der hier regelmäßig liest, jemals in seinem Leben Aufsicht in einer großen Schule geführt???  Solche und ähnliche Szenen sind eine wahre Freude für alle Beteiligten. Ich frage mich, warum niemand der berichtenden Reporter, die unbesehen davon schreiben,  Leute seien darüber empört, dass die Schulleitung  rassistisch reagiert habe, sich einmal vor Ort das Spektakel während einer ganz normalen Pause  (ganz ohne demonstrative Gebete)  ansehen. Ich bin ziemlich sicher, dass sich allein aus der völlig normalen Situation, die sie an Ort und Stelle erleben, eine andere Sicht und damit auch eine andere Haltung zu dem Geschehen einstellen wird.

Ich vermisse auch den Hinweis darauf, dass es so jungen Leuten durchaus erlaubt ist, die Gebete, die sie nicht nach der gebührenden Ordnung und zu den vorgesehen Zeiten verrichten können, durchaus zu Hause in ihrer gewohnten und dafür auch eingerichteten Umgebung nachholen  zu  können.

Mir drängt sich doch eher der Verdacht auf, dass hier sehr gezielt ein Skandälchen zu Lasten der Schulleitung herbei geschrieben wird, dass Reporter nicht in der Lage zu sein scheinen, die sehr gebräuchliche Schulordnung auch nur einigermaßen wahrnehmen und  nachvollziehen zu können (vielleicht eine sehr späte Reaktion auf den Frust, den sie selbst einst mit Schulleitung in ihrem Schülerdasein erlebt haben?).

Von der falschen Rücksichtnahme auf die religiösen Gefühle derjenigen, die für sich in Anspruch nehmen, der Religion des Friedens anzugehören und  sich dabei (immer) so schnell ereifern, wenn es um die vermeintliche Begrenzung ihrer vermeintlichen Rechte geht, will ich hier gar nicht erst schreiben. Und auch nicht davon, dass ich das zur Schau getragene muslimische Gebet für ein Machtspiel halte, in dem die Jungen vielleicht sogar instrumentalisiert wurden von den Imamen ihrer Moschee. Und ich will auch nicht darüber spekulieren, inwieweit diese Aktion eine Reaktion auf die derzeitige Diskussion um DITIB ist…

Das lässt heute meine Befindlichkeit einfach nicht zu.

Mich erinnert dieser Vorfall  jedoch sehr an das    Stück     Stoff  ,  das viele der Trägerinnen  ebenfalls aus scheinbar religiösen Gründen tragen, mit dem man aber prima demonstrieren kann, anders zu sein als die anderen, besser zudem und vielleicht sogar nicht dazu gehören zu wollen zu der Gemeinschaft der ganz normalen Bewohner dieses Staates:  Atheisten,  Christen, Juden Agnostiker, Heiden, Buddhisten, Naturreligionsanhänger und wer weiß noch was… und eben auch anders  sein zu wollen,  als die  völlig unauffällig hier lebenden Muslime, ohne Gebetsteppich im (Schul)Gepäck und Kopftuch oder Niqab .

Ein Fest für muslimische Kinder zu Ostern…. 1. April, 2016

Posted by Rika in aus meinem kramladen, christsein und glaube, gesellschaft, islam, migration, politik, terrorismus.
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Jeder Mensch wird begreifen, dass es für Kinder nicht einfach ist, wenn nahezu alle Kinder in der Nachbarschaft nach Ostereiern und Schokohasen suchen dürfen, aber man selber nicht mit suchen darf.

Das mögen sich die Verantwortlichen in einer Bremer Moschee gedacht  und nach einem Ausweg aus dem Dilemma gesucht haben. Begreiflicherweise können streng gläubige Muslime wohl kaum Ostern feiern, ist Ostern doch das wichtigste Fest im christlichen Leben und Kalender:

Jesus ist vom Tode auferstanden und hat so dem Tod die Macht genommen.

Mit dieser Aussage unterscheidet sich das Christentum ganz zentral vom Islam,  der Jesus (Isai) lediglich die ehrenhafte Stellung eines Propheten einräumt und ansonsten von Kreuzestod, Erlösung  und Auferstehung nichts wissen will und darüber hinaus auch eine sehr viel andere Vorstellung von Ewigkeit und Paradies bietet, als es das  Christentum tut. Mit den grundsätzlichen Aussagen zum Paradies im Islam habe ich mich zwar noch nicht auseinandergesetzt, ich kenne nur die Zusagen für Märtyrer, denen zufolge im Paradies auf den tapferen Kämpfer 72 Jungfrauen und nie endende – vor allem sexuelle – Freuden warten.  Was für die muslimischen Frauen nach dem Tod folgt, ist mir leider nicht geläufig.

Aber zurück zu den Bremer Muslimen und ihrer Notlage, für ihre Kinder ein fröhliches Fest zu arrangieren eben  losgelöst von allen christlichen Aussagen und pseudochristlichen Bräuchen, zu denen (den pseudochristlichen Bräuchen)  meiner Meinung nach ja auch der Osterhase gehört…

Die Bremer Muslime sind auf die grandiose Idee gekommen, am   OSTERSONNTAG   den Geburtstag Mohammeds zu feiern.

Nun verhält es sich mit Mohammeds Geburtstag allerdings so, dass der nach dem muslimischen Festtagskalender in Jahr 2016 auf den 11. / 12. Dezember fällt, weit entfernt also vom 27. März.

Natürlich kann man einen Geburtstag auch am nicht amtlichen Datum feiern, das macht die Queen ja auch so, weil ihr vermutlich das Wetter im April zu unbeständig ist und damit ungeeignet für die großen Paraden, die ihr zu Ehren abgehalten werden. Ich habe auch einen sehr lieben Freund, der seinen Geburtstag „richtig“ erst ein halbes Jahr nach dem offiziellen Datum feiert, weil der eigentliche Tag so arg kurz vor Heiligabend liegt. … Vermutlich gibt es viele Menschen, die aus begreiflichen Gründen die Geburtstagsfeier auf ein anderes Datum verlegen.

Wenn aber     AM HÖCHSTEN CHRISTLICHEN FEIERTAG    Mohammeds Geburtstag gefeiert wird, dann werde ich hellhörig. Gehört es doch zur muslimischen Tradition des   Dschihad, in der Welt der Ungläubigen das Banner des Propheten aufzurichten. Leider wissen  die meisten der hier lebenden „Ungläubigen“  zu wenig über den Islam und seine Strategie zur  Islamisierung der Welt und machen sich wenig Gedanken über Moscheen, die in christlichen Vierteln errichtet werden und sicher noch weniger kritische Gedanken über Kinderfeste zu Ehren des Propheten-Geburtstages   am höchsten Feiertag der Christen.   Eine Moschee    ist nicht etwa ein „Gotteshaus“  im christlichen Sinn, sie ist vielmehr  ein Zeichen des Anspruchs des Islam,  über das Gebiet zu „herrschen“ in dem die Moschee steht.    Vor diesem Hintergrund  ist auch jede Belegung eines christlichen Feiertages durch ein muslimisches Fest nicht einfach nur als eine nett gemeinte Alternative für Muslime, die auch den Feiertag nutzen wollen, zu verstehen. ( By the way, hat man je öffentlich darüber nachgedacht, wieso ausgerechnet am Tag der Deutschen Einheit die Muslimverbände den „Tag der offenen Moschee“ ausgerufen haben und seither feiern?)

Auf diese Zusammenhänge hat der Artikel bei Achgut, durch den ich auf die Bremer Festivitäten aufmerksam wurde, nicht hingewiesen. Er beschäftigt sich vielmehr mit den „Gastgebern“ der Veranstaltung, zu  denen auch die höchst ehrenwerten Herren  von Millî Görüş gehören. Ja, ja, das ist die Gesellschaft, die bislang vom Verfassungsschuß als  „islamistisch“ eingestuft wurde und bei „islamistisch“ weiß jeder dank der zahlreichen „islamistischen“ Anschläge, die allesamt nichts mit dem Islam zu tun haben sollen,  dass sich das nicht auf die besonders fromme Variante muslimischer Religionsausübung bezieht (denn dann hätte ja „islamistisch“ etwas mit Islam zu tun!), sondern auf  die besonders gewalttätige. Neuerdings aber, so stellt Peter Grimm in seinem Artikel bekümmert fest, hat der Verfassungsschutz allerdings seine kritische Beobachtung deutlich heruntergefahren, denn, Zitat:  „Millî Görüş sitzt inzwischen ja mit dem Segen des Bundesinnenministers am Tisch der Deutschen Islamkonferenz und kann dort direkt mit der Bundesregierung um eigene Privilegien feilschen. Frühere Innenminister wollten Islamisten, die den Verfassungsschutzämtern doch in verdächtiger Entfernung zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung zu stehen schienen, nicht am Tisch der Islamkonferenz haben und luden anfänglich stattdessen lieber ein paar liberale Muslime und Kritiker der Islamverbände ein. Diese Zeiten haben sich spätestens mit Innenminister de Maiziere geändert. Als der zur Islamkonferenz einlud, waren die Liberalen draußen und ein paar Verbände mit einst mangelhafter Verfassungstreue bekamen ihren Platz am Verhandlungstisch.“ (Zitatende)

Und weil selbst der  Innenminister unseres schönen (manchmal doch recht süd-/ mittel-amerikanisch anmutenden Bananen-) Staates keine Problem mit islamistischen Muslimvertretern hat, hat auch Christian Weber, seines Zeichens Präsident der Bremischen Bürgerschaft im schönen Bremen – übrigens eine Hochburg antisemitischer Umtriebe und antiisraelischer Geschäftigkeit – kein Problem damit, das Kinderfest zur Ehren des angeblichen  Geburtstages des Propheten Mohammed an   OSTERSONNTAG    mit seiner Anwesenheit zu beehren….

Wobei man schon ein bisschen verwundert darüber sein könnte, dass ein Präsident der Bürgerschaft ein Kinderfest besucht. Meines Wissens nach ist noch niemals der Oberbürgermeister der wunderbaren Stadt Hannover in meiner Gemeinde erschienen, wenn es dort den unvergleichlich guten    „Safki“ – Samstag für Kinder – gibt.

(Aber wir in Niedersachsen – und in Hannover zumal -, haben es ja auch nicht so mit gönnerhaftem Auftreten sozialdemokratischer B-Promis….   Wir haben Schröder, das muss einfach für alle Zeit genügen.)

Halten wir fest:

Der Präsident der Bremischen Bürgerschaft besucht ein Kinderfest zu Ehren des Propheten Mohammeds an OSTERSONNTAG

Der Prophet Mohammed hat nicht an OSTERSONNTAG  Geburtstag, sondern erst im Dezember

Gastgeber des Kinderfestes ist u.a. der islamistische Verein Millî Görüş

Der Präsident der Bremischen Bürgerschaft beehrt Islamisten mit seiner Anwesenheit

Eine Islamisierung findet aber nach den Regeln der guten und gutgläubigen „Ungläubigen“  dieses Staates nicht statt.

 

Selbstverständlich gilt für muslimische Feste die Religionsfreiheit …. das will ich der Vollständigkeit halber betonten, ohne alle anderen Aussagen damit zu relativieren.

 

 

 

 

 

Fremde Feder: Wie Täter und Opfer sich wandeln 11. Februar, 2016

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Immer und immer wieder ist es notwendig darauf aufmerksam zu machen, was das  „Verhältnis“ von  Palästinensern und Israel ausmacht, denn zu viele Menschen hierzulande übernehmen völlig kritiklos die Lesart palästinensischer Propaganda, die es inzwischen zu wahrer Meisterschaft gebracht hat.

Gut, dass Ulrich Sahm genauso hartnäckig wieder und wieder das Bild ein wenig zurecht rückt:

 

 

Ein kurzer Abriss des palästinensischen Terrors. Die Klischees sind bekannt: Palästinenser führen einen Befreiungskampf gegen die « Besatzung». Die weltweit verfolgten Juden behaupten sich mit einem waffenstarrenden Ministaat gegen Vernichtungsdrohungen aus mehreren Richtungen. Nebenbei unterdrücken Sie „die“ Palästinenser (wie man im Ausland auch israelische Araber pauschal nennt) angeblich im eigenen Staat. Dass die rund 2…

Quelle: Wie Täter und Opfer sich wandeln

Hannover, der Terror, ein abgesagtes Fußballländerspiel …. 18. November, 2015

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und viele Fragen.

Es ist kurz nach halb acht. Der Liebste steht im Flur und macht sich startklar für die Fahrt zum Stadion in Hannover.

Länderspiel…  ein Klassiker…  Deutschland gegen Holland, pardon, gegen die Niederlande.

Das Telefon klingelt. Unser Sohn ist am Apparat: „Papa, hast du es schon mitgbekommen? Das Länderspiel ist abgesagt wegen einer Terrorwarnung!“

Nein, Papa hatte es nicht mitbekommen, ich übrigens auch nicht, obwohl ich (das muss ich hier etwas schamhaft  bekennen) vor der Glotze saß und mich an den Rosenheimcops amüsierte. Kein Balken unter dem Bild, der die wichtige Eilmeldung verkündet hätte. Das Smartphone wusste bereits mehr. „Wegen akuter Gefährdungslage ist das Länderspiel in Hannover zwischen  Deutschland und den Niederlanden abgesagt.“

Aha.

„Oh“, dachte ich, „dann  war die Besorgnis also doch nicht nur ein irreales Hirngespinst, sondern durchaus berechtigt.“  Und ich war froh, dass der Liebste nicht meinem Vorschlag entsprechend schon früher losgefahren war und noch heil und sicher mit mir nun auf weitere Informationen wartete.

Die Rosenheimcops wurden für eine Minidurchsage unterbrochen. Claus Kleber teilte mit bedeutungsschwerer Stimme mit was mir bereits wussten. Spiel abgesagt…. in Kürze mehr Informationen. …      Dann durften die Cops in Rosenheim weiter ermitteln.

Ich begann mit meinen eigenen „Ermittlungen“ via PC und Internet, wurde aber nicht wirklich schlauer. Von einem Gegenstand war die Rede, der  bereits eine Stunde zuvor eine erste Reaktion der Sicherheitskräfte verursacht hatte…. herrenloser Koffer, harmlos. …  Seltsam dann die Bemerkung in einem weiteren ZDF-Spezial über eine Gefährdung, die aus den „eigenen Reihen“ käme,  im Internet wusste der „Mirror“ inzwischen von einer Ambulance zu informieren, die voller Sprengstoff sei.

„Große Güte“, dachte ich… „das wäre ja entsetzlich geworden.“

Kathrin Müller-Hohenstein berichtete  über ihre verschlungenen Wege zum ZDF-Studio…. was ich etwas seltsam fand, liegt das Studio doch direkt am Maschsee und ist in wenigen Minuten vom Stadion aus zu erreichen… aber vielleicht hatten die Sicherheitskräfte ja die direkte Straße gesperrt. Das ZDF spielte einen Kurzbericht über mutige Hannoveraner ein, die mit Kerzen in der Hand vor dem Neuen Rathaus stehend dem Terror die Stirn bieten wollten ….   die Sicherheitskräfte …    und die Fans, die enttäuscht die Arena und das Stadiongelände verließen.  Beeindruckende Bilder, aber keinerlei erhellende Information.

Die lieferte auch die später am Abend angesetzte Pressekonferenz mit dem Bundesinnenminister und dem Landesinnenminister nicht.

Es sei im Laufe des Abends zu einer Zuspitzung in der Gefährdungslage gekommen, ließ der Bundesminister verlauten  und  man habe reagieren müssen. Der Landesminister hob hervor, es habe keine Verhaftungen gegeben und Sprengstoff sei nicht gefunden worden.  Die Herren schienen bedrückt und irgendwie ziemlich kleinlaut, jedenfalls interpretierte ich ihren Gesichtsausdruck so.

Man habe mit dem Spiel ein Zeichen setzen wollen, dass man sich vom Terror nicht kleinkriegen lasse, nun aber, angesichts der Gefährdungslage das Zeichen gesetzt, dass man stark sei, dem Terror zu begegnen. Wirklich überzeugend klang das für mich nicht.

Der Innenminister der Bundesrepublik bat die Zuschauer um Vertrauen, man wolle nicht mehr Informationen preisgeben, um die Bevölkerung nicht zu beunruhigen und darüberhinaus den Terroristen keinen Hinweis darauf zu geben, wie man ihnen auf die böse Schliche gekommen sei.

Ausgerechnet der Innenminister, der wie kein anderer in den letzten Wochen um Verwirrung bei den chaotischen Bedingungen der Flüchtlingssituation gesorgt hatte, wirbt um Vertrauen. Da bleibt einem selbst der Spott im Halse stecken.

Wie ein kleines Kind fühle ich mich von dem Herrn Minister  behandelt und ich muss daran denken, wie ich damals meinen noch sehr kleinen Kindern die Angst vor dem Gewitter nahm: Wetterleuchten am Horizont, Donner ist zu hören…  „Seht mal, wie schön es aussieht, wenn der Himmel plötzlich so hell aufleuchtet …. und stellt euch vor, da oben sitzt einer und schlägt eine große Pauke (einer unserer Söhne trommelte schon als Kleinkind für sein Leben gern, heute spielt er Schlagzeug!)  Das fanden die Kinder irgendwie lustig….

Ich bin aber kein kleines Kind und lustig finde ich die Ausflüchte der beiden Innenminister ganz und gar nicht.

Sie wollen mir weißmachen, sicherheitsmäßig alles im Griff zu haben.

Haben sie?

Trauen sie am Ende ihren eigenen Sicherheitskräften nicht? Wie kann es sein, dass man darüber spekuliert, in einem der Einsatzwagen vor Ort sei ein Sprengsatz deponiert .    Laut K.M.H. wurde sogar der Ü-Wagen des ZDF für eine gründliche Untersuchung konfisziert,   soll mich das beruhigen?

Sicherheit geht anders.

Wer je mit einer israelischen Maschine nach Israel geflogen ist, kennt das Prozedere. Nette Menschen stellen Fragen. Einige der Fragen lauten: „Wer hat Ihren Koffer gepackt? Hatte jemand Zugang zu Ihrem Gepäck? Hat Ihnen jemand etwas mitgeben wollen? War Ihr Gepäck beaufsichtigt, konnte jemand sich an Ihrem Gepäck zu schaffen machen?“ Mit anderen Worten, konnte irgendein Bösewicht einen Sprengsatz im Gepäck deponieren, der zu einer ganz bösen Überraschung der Passagiere führen könnte.

Hatten die Sicherheitskräfte ihre Polizei- und sonstigen Einsatzwagen vor dem Einsatz überprüft?  Gab es die Möglichkeit für fremde Personen sich den Einsatzwagen zu nähern, sie gar zu betreten? Waren sie beaufsichtigt? Die ganze Zeit?

Ja? Dann ist ja alles im grünen Bereich.

Nein?  Warum nicht?

Es muss wohl das „Nein“ gewesen sein, warum sonst hätte man  nach der Absage des Spiels damit begonnen, die Einsatzwagen nach Sprengstoff zu  durchsuchen?  Nur weil man einen entsprechenden Hinweis von „den Diensten“ erhalten hat? Wenn man doch so sicher ist, alles Notwendige für die Sicherheit getan zu haben, warum dann diese Reaktion?

Es blieb alles ruhig. Nur am Bahnhof erschnüffelte ein auf Sprengstoff spezialisierter Hund ein verdächtiges Gepäckstück. Heute steht in der Zeitung, es sei „im ZUG“  kontrolliert gesprengt worden.  „Vermutlich war es ein Chinaböller, den verschreckte Fans im Zug vergessen hatten“, ist meine ganz despektierliche Annahme.

Was ein mutiges Zeichen gegen den Terror hätte werden sollen, ist ein Zeichen wachsweichen Einknickens vor dem Terror geworden. Um nicht missverstanden zu werden, die Ordnungskräfte haben sich vorbildlich verhalten und die Entscheidung, das Spiel abzusagen, war nach Lage der Dinge sicher richtig.

Aber die Fragen an unsere Sicherheitsbehöden bleiben. Die Frage auch, wie wir zukünftig informiert werden über relevante Fragen unserer Sicherheit.

Haben die Terroristen des „Islamischer Staat“ nicht mit ihrer Taktik, uns hinter die Fichte zu führen und mit der Finte rechts anzutäuschen und links zuzuschlagen nicht bereits ihr Ziel erreicht unsere Freiheit zu beschneiden?

Bleibt nicht  die Frage, ob das Einknicken gegenüber den Terroristen nicht schon damit beginnt, dass man  jede ihrer Drohungen zum Anlass nimmt, den eigenen Lebensstil zu überprüfen, sich dem Zwang ihrer Drohgebärden zu beugen, selber auf klare Argumente und deutliche Ansagen zu verzichten, um „sie nicht zu provozieren“?

Wenn es „nach Paris“ reicht, eine Drohung zu lancieren, um uns  in Angst und Schrecken zu versetzen und uns in unserer Lebensweise extrem zu stören, was ist dann die Antwort darauf?

Was ist z.B. mit den Bundesligaspielen am Wochenende??? Was mit Konzerten in den Sälen undArenen unserer Republik??? Was mit Diskotheken???

Vielleicht sollten sich unsere Sicherheitsorgane  von Israelis beraten lassen… die sind seit Jahr und Tag dieser Art des Terror ausgesetzt … und bislang hat die deutsche Regierung nur wenig Verständnis für das unnachgiebige Vorgehen der israelischen Regierung gezeigt, keine Handbreit dem Terror nachzugeben. Aber das wird sich vermutlich ändern.

Helmut Schmidt, der in der vergangenen Woche starb, hat das „unseren“ Terroristen gegenüber durchexerziert: „Wir lassen uns von Terroristen nicht erpressen!“ Es waren furchtbare Tage. Aber ohne seinen mutigen Entschluß, sich der RAF und ihren palästinensischen Helfershelfern nicht zu beugen, wären die Zeiten für uns noch schlimmer geworden, dessen bin ich mir ziemlich sicher.

Was bleibt also nach diesem „Spiel in Hannover“   –  einem Fußballspiel, das nicht gespielt wurde – und einem  Katz-und-Maus-Spiel, auf das sich die Regierenden einließen?

Fragen…. zu viele unbeantwortete Fragen….

 

 

 

Von Resignation keine Spur…. 21. April, 2013

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aber es tut mir einfach gut, nicht mehr hinter jeden Neuigkeit her zu sein und jede Nachricht über die vielen Übel in dieser Welt kommentieren zu „müssen“, wobei das MUSS ja immer schon ein selbst auferlegtes  war und keines, dem ich aus beruflichen oder ähnlichen Gründen verpflichtet war. Niemand hat mich berufen und niemand hat mich getrieben.

Nicht unerheblichen Anteil an diesem „ich muss nicht mehr alles kommentieren“ hat die Wiese am Meer.

Ich erwähnte es ja mehrfach schon, dass ich dort keinen Netzanschluss habe und darum ähnlich im Tal der Ahnungslosen bin wie weiland die Bürger Dresdens in Bezug auf Westfernsehen.

Wobei man getrost sagen kann, dass das „Westfernsehen“, also die Programme, die ich als gebürtige  und muttersprachliche Westdeutsche immer schon empfangen habe, heutzutage wenig dazu beiträgt, die Ahnungslosigkeit über die Übel der Welt aufzuheben, im Gegenteil.

Nie wird mir das so bewusst, wie bei einer Rückkehr von der Wiese. Zwar behaupten die Öffirechtlichen uns zu informieren, umfassend und gründlich, aber tatsächlich bieten sie uns doch nur eine ziemlich weichgespülte Information an und ansonsten vor allen Dingen ihre Meinung zum Geschehen. Da werden die Experten befragt zu Sachverhalten, die kaum oder gar nicht hinreichend recherchiert berichtet werden. Es ist übrigens völlig unerheblich, ob  Experten zu Wirtschaftskrise, Frauenquote oder dem Terror in den USA ihren Senf zum Besten geben, sie antworten eh nur auf die mehr oder weniger intelligenten Fragen der Nachrichtenbesprecher. Und da hört man dann schon mal so kluge Sätze wie: „Was fühlen die Menschen von Watertown angesichts des Terrors?“  Ja, was mögen sie wohl fühlen? Vielleicht Angst, oder Wut, Patriotismus, Mut???? Drei oder vier Menschen werden befragt und damit soll uns dann wohl die Meinung  „der Menschen von Watertown“ vorgeführt werden. Für wie phantasie- und empathielos  halten mich eigentlich die Nachrichtenbesprecher und hunderttausende andere Fernsehzuschauer gleich mit??!!  Wenn sich in meinem Dorf ein mutmaßlicher Terrorist verstecken würde, der gerade eine Bombe hochgehen ließ, wäre ich vermutlich unglaublich begeistert! Ist doch klar, oder? Weder hätte ich Angst um mein Leben und das meiner Lieben, noch würde ich Fenster und Türen schließen!   Aber genau das verkaufen uns Leute wie Claus Kleber als Sensation! „Watertown im Ausnahmezustand, die Bewohner verbarrikadieren sich in ihren Häusern“!  Sollen sie etwa seelenruhig spazieren gehen?    ‚Amerika bietet alles außer einem Flugzeugträger auf, um den Bösewicht zu fassen‘, faselte es  aus Herrn Kleber in den gestrigen Nachrichten. Mann! Womit habe ich das verdient? Was habe ich getan, dass ich mir so blöde Sätze anhören muss?  Nichts, außer den Abschalt- bzw. Umschaltknopf nicht rechtzeitig bedient zu haben.

Aber auch das Umschalten bringt nicht wirklich Erhellendes, immerhin,  der Moderator der ARD  hält mich, sein Publikum, nicht für so verblödet, dass er mir die Phrase mit dem Flugzeugträger auftischt oder fragt, wie es sich anfühle in Watertown….

Vor allem das Internet bietet viele Informationen und noch mehr Meinungen zu den Boston-Bombern (und all den anderen Geschehnissen dieser Woche) und ich hätte eine Menge zu schreiben, wollte ich nur einen kleinen Teil dessen kommentieren, was mir so vor die Augen kommt. Aber ich halte mich zurück, lass die Ruhe der Wiese noch ein wenig nachklingen….

MEDION Digital Camera

Keine Resignation – aber ab und zu eine Auszeit ….

Einen Kommentar zu all dem will ich dennoch loswerden: Die unter Terror leidenden Menschen dieser Welt haben alle die gleiche Aufmerksamkeit verdient – ohne Ausnahme! Und unser Mitgefühl. Und unsere Anstrengung, sich gegen den Terror zur Wehr zu setzen.

Der Hamburger Vertrag… 15. August, 2012

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zur Regelung muslimisch-religiöser Angelegenheiten.

Die Freie und Hansestadt Hamburg legt einen Vertragsentwurf zwischen ihr und den organisierten Vertretern der Muslime vor, der allerdings nicht nur Befürworter findet. Nach meiner Einschätzung regelt der Vertrag nichts, das nicht genauso wirksam per Erlass hätte geregelt werden können, beispielsweise die Befreiung vom Unterricht an hohen muslimischen Feiertagen. Die Frage muss deshalb erlaubt sein, wieso überhaupt ein Vertrag geschlossen werden sollte und ob es bei dem Vorhaben nicht eher um ein neuerliches Entgegenkommen der muslimischen Gesellschaft gegenüber geht.

Alle, die meinen Blog „Himmel und Erde“  mehr oder weniger aufmerksam lesen, wissen, dass ich ein sehr kritisches Verhältnis zum „System Islam“ habe.

Ich habe Probleme damit, den Islam als eine „Religion“ wie jede andere zu sehen, auch wenn von „Allah“ (von vielen Menschen gleichgesetzt mit GOTT) die Rede ist, von Gebet, Barmherzigkeit, Friede und Paradies. Mir erscheint er (der Islam) eher als ein vor allem sich religiös gebendes, aber  eigentlich ideologisches Machtsystem mit einem unverkennbaren Anspruch auf globale Zuständigkeit und Herrschaft. Insbesondere der Umgang mit den anderen beiden monotheistischen Religionen, den als „Ungläubige“ bezeichneten Juden und Christen, die unverhohlene Aufforderung, sie zu unterwerfen, gar zu töten und die dabei genutzte Sprache (von Hunden und Schweinen ist im Koran die Rede, wenn Juden und Christen gemeint sind), macht es mir extrem schwer,  die von einigen christlichen Geistlichen beschworene „Geschwisterschaft“ zu erkennen.

Es fällt mir schwer, die biblische Offenbarung des liebenden Gottes in der „Person“ Allahs wiederzuerkennen und ich habe noch mehr Schwierigkeiten damit, den Koran als letztgültige Offenbarung eben „meines Gottes“, wie es Muslime für den Koran reklamieren, anzusehen, geschweige denn anzuerkennen. Ich weiß, dass es christliche Theologen gibt, die das für mich „Unglaubbare“ und Unüberbrückbare mit den Mitteln und Methoden der Theologie zu erklären versuchen.

Ich streite deshalb  gegen den  Koran / Islam als die Offenbarung Gottes. 

Ich kann aber verstehen, dass Muslime ihren Glauben leben wollen und ihn so praktizieren wollen, wie es ihnen der Koran und die Tradition vorschreibt. Dass das an vielen Stellen nicht mit unserer Gesellschaftsordnung in Einklang zu bringen ist, sollte meiner Meinung nach nicht verharmlost oder verschwiegen werden. Inwieweit der Vertrag zwischen der Freien und Hansestadt Hamburg und den unten genannten Muslimverbänden zur Diskussion über die gesellschaftlichen Bedingungen und Unterschiede christlich-jüdisch geprägter Gesellschaften und der muslimischen Ummah beiträgt, muss sich in der Zukunft erweisen. Es wäre meiner Ansicht nach nicht erstrebenswert, wenn die „noch“ mehrheitlich „christliche“ Gesellschaft zugunsten eines vermeintlich toleranten Miteinander ihre „eigenen“  identitätsstiftenden Traditionen, Gebräuche, die ethisch-moralischen Werte und  die öffentliche Darstellung ihres Glaubens  mehr und mehr zurücknehmen würde.

Und so finde ich es auch bedauerlich, dass dieser Hamburger Vertrag nicht ausdrücklich auch um die Toleranz muslimischer Gesellschaften mit christlichen und jüdischen Traditionen und Werten bittet, bzw. die hier lebenden Muslime dazu aufruft, im Sinne einer weltweiten interreligiösen Verständigung gerade in den überwiegend muslimischen Gesellschaften für die allgemeine Religionsfreiheit und das Recht der Christen auf die freie Ausübung ihrer Religion zu werben. 

Solange wir aber von Angriffen auf christliche Einrichtungen in muslimischen Ländern lesen müssen, solange die freie Religionsausübung für Christen in muslimischen Ländern nicht garantiert ist und solange die Konversion muslimischer Menschen zum Christentum mit einer Todesfatwa belegt ist, fällt es vermutlich nicht nur mir sehr schwer, die vermeintlichen Vorzüge dieses Vertrages zu würdigen.

Ich werde und will mich für ein friedliches Miteinander aller Mitmenschen in unserer Gesellschaft einsetzen, aber nicht um den Preis der Aufgabe der eigenen Identität und Überzeugung, weder in religiöser, noch in politischer Hinsicht. Und ich werde nach wie vor eine kritische Haltung zum Islam bewahren und  auf Probleme aufmerksam machen, so ich sie als solche wahrnehme.

 

Hier nun der Wortlaut des Vertrags. (Quelle)

Vertrag
zwischen der Freien und Hansestadt Hamburg, dem DITIB-Landesverband Hamburg,
SCHURA – Rat der Islamischen Gemeinschaften in Hamburg und dem Verband der Islamischen Kulturzentren Die Freie und Hansestadt Hamburg, vertreten durch den Senat,
und der DITIB-Landesverband Hamburg e.V., vertreten durch seinen Vorstand,
SCHURA – Rat der islamischen Gemeinschaften in Hamburg e.V., vertreten durch seinen
Vorstand, und der Verband der Islamischen Kulturzentren e.V., vertreten durch seinen Vorstand (im Folgenden als islamische Religionsgemeinschaften bezeichnet),
schließen
– in dem Bewusstsein, dass die Bürgerinnen und Bürger islamischen Glaubens einen
bedeutenden Teil der Bevölkerung der Freien und Hansestadt Hamburg bilden und der
Islam als ihr gelebter Glaube zu einem festen Bestandteil des religiösen Lebens geworden
ist,
– in dem Wunsch, die Freiheit der Religionsausübung der Bürgerinnen und Bürger islamischen Glaubens als Teil einer pluralen und weltoffenen Gesellschaft zu bestätigen
und zu bekräftigen,
– in der Überzeugung, dass Religion einen wertvollen Beitrag als Mittlerin zwischen unterschiedlichen Kulturen und Traditionen zu leisten vermag,
– in dem Wunsch, die Beteiligung der islamischen Religionsgemeinschaften am religiösen,
kulturellen und gesellschaftlichen Leben der Stadt anzuerkennen und zu unterstützen,
– mit dem Ziel, die Beziehungen zwischen der Freien und Hansestadt Hamburg und den
islamischen Religionsgemeinschaften partnerschaftlich weiterzuentwickeln,
den folgenden Vertrag:

Artikel 1
Glaubensfreiheit und Rechtsstellung
(1) Die Freie und Hansestadt Hamburg gewährleistet der Freiheit, den islamischen Glauben
zu bekennen und auszuüben, den Schutz durch Verfassung und Gesetz. Die Vertragsparteien stimmen darin überein, dass die Achtung des religiösen Bekenntnisses untrennbar mit der Achtung und Toleranz gegenüber anderen Religionen und Weltanschauungen und abweichenden Anschauungen und Handhabungen der eigenen Religion verbunden ist.
(2) Die islamischen Religionsgemeinschaften ordnen und verwalten ihre Angelegenheiten
selbständig innerhalb der Schranken des für alle geltenden Gesetzes. Die Vertragsparteien
bekennen sich zum Grundsatz der Neutralität des Staates gegenüber Religionen und
Weltanschauungen und zur vollständigen Geltung und Achtung der staatlichen Gesetze.
Sie werden hierfür entschieden eintreten, auf entgegenstehende Äußerungen verzichten
sowie sich gegen widersprechende Anschauungen wenden.
Artikel 2
Gemeinsame Wertegrundlagen
(1) Die Freie und Hansestadt Hamburg und die islamischen Religionsgemeinschaften
bekennen sich zu den gemeinsamen Wertegrundlagen der grundgesetzlichen Ordnung
der Bundesrepublik Deutschland, insbesondere zur Unantastbarkeit der Menschenwürde,
der Geltung der Grundrechte, der Völkerverständigung und der Toleranz gegenüber anderen Kulturen, Religionen und Weltanschauungen sowie der freiheitlichen, rechtsstaatlichen und demokratischen Verfassung des Gemeinwesens. Sie sind sich einig in der Ächtung von Gewalt und Diskriminierung aufgrund von Herkunft, Geschlecht, sexueller Orientierung, Glauben oder religiöser oder politischer Anschauungen und werden gemeinsam dagegen eintreten.
(2) Die Freie und Hansestadt Hamburg und die islamischen Religionsgemeinschaften
bekennen sich insbesondere zur Gleichberechtigung der Geschlechter und zur vollständigen und gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Mädchen am gesellschaftlichen und politischen sowie am schulischen und beruflichen Leben. Sie setzen sich für die Verwirklichung der gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Mädchen ungeachtet ihrer religiösen Überzeugungen an Bildung, Erwerbstätigkeit und gesellschaftlichem Leben ein und wenden sich entschieden gegen jede Art von Diskriminierung.
Protokollerklärung zu Artikel 2 Absatz 2

Die Vertragsparteien teilen die Überzeugung, dass Frauen und Mädchen die Teilhaberechte
weder aus religiösen Gründen von Dritten bestritten noch wegen eines ihrer eigenen
religiösen Überzeugung entsprechenden Verhaltens vorenthalten werden dürfen. Dies
schließt das Recht muslimischer Frauen und Mädchen ein, nicht wegen einer ihrer religiösen Überzeugung entsprechenden Bekleidung in ihrer Berufsausübung ungerechtfertigt beschränkt zu werden.
Artikel 3
Islamische Feiertage
Folgende islamische Feiertage sind kirchliche Feiertage im Sinne des Hamburger Feiertagsgesetzes mit den Rechten aus § 3 des Feiertagsgesetzes für islamische Religionsangehörige:
1. Opferfest (Id-ul-Adha bzw. Kurban Bayrami) – Einer der zwei Tage ab zehnten Dhul-
Hiddscha
2. Ramadanfest (Id-ul-Fitr bzw. Ramazan Bayrami) – Einer der zwei Tage ab ersten
Schawwal
3 Aschura – Ein Tag am zehnten Muharram
Die Daten der Feiertage beziehen sich auf den islamischen Mondkalender und werden von
den islamischen Religionsgemeinschaften jeweils vorher bestimmt und bekannt gegeben.

Protokollerklärung zu Artikel 3
Die islamischen Religionsgemeinschaften und die Freie und Hansestadt Hamburg sind
sich darüber einig, dass die ganztägigen Ausgestaltungen des Ramadan-Festes und des
Opferfestes für die muslimischen Gemeinden gleichbedeutend sind mit gottesdienstlichen
Handlungen. Der gottesdienstliche Charakter äußert sich nicht nur im morgendlichen Ritualgebet, sondern umfasst den gesamten Tag, der in weiten Teilen ritualisierte Abläufe enthält. Diese Feiertage werden deshalb als Gottesdienst im Sinne des § 3 Hamburger Feiertagsgesetz verstanden.
Artikel 4
Bildungswesen
(1) Die islamischen Religionsgemeinschaften haben nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften das Recht, Bildungs- und Kultureinrichtungen zu unterhalten. Die Vertragsparteien werden sich im Rahmen ihrer finanziellen, organisatorischen und rechtlichen Möglichkeiten gemeinsam dafür einsetzen, das Wirken dieser Einrichtungen auch über die Mit gliedschaft der islamischen Religionsgemeinschaften hinaus verstärkt in das öffentliche Bewusstsein zu rücken.
(2) Unbeschadet des Rechts auf Unterhaltung eigener Bildungseinrichtungen bekennen
sich die islamischen Religionsgemeinschaften zum staatlichen Schulwesen, der allgemeinen Schulpflicht und der umfassenden Teilnahme am Unterricht staatlicher Schulen.
Artikel 5
Hochschulausbildung
Die Freie und Hansestadt Hamburg fördert eine Ausbildungsstätte für islamische Theologie und Religionspädagogik an der Universität Hamburg.
Protokollerklärung zu Artikel 5
Die Vertragsparteien stimmen darin überein, dass die Förderung einer Ausbildungsstätte
für islamische Theologie und Religionspädagogik in ihrem Schwerpunkt zunächst auf die
Gewinnung in Deutschland ausgebildeter schulischer Lehrkräfte für den Religionsunterricht zielen soll. Sie teilen die Überzeugung, dass das Aufgreifen der Glaubensvorstellungen praktizierender Muslime eine wesentliche Voraussetzung für die wünschenswerte Akzeptanz des Unterrichts bei den muslimischen Schülerinnen und Schülern und ihren Eltern sein wird.
Die Freie und Hansestadt Hamburg wird sich deshalb unter Beachtung der Freiheit von
Wissenschaft, Forschung und Lehre dafür einsetzen, dass
– die islamischen Religionsgemeinschaften vor der Berufung einer Hochschullehrerin
oder eines Hochschullehrers die Möglichkeit zur Stellungnahme erhalten,
– ihnen Gelegenheit gegeben wird, sich zu Lehrinhalten zu äußern, soweit sie schwerwiegende Abweichungen von den islamischen Glaubensgrundsätzen geltend machen, und
– sie in die Erarbeitung von Grundsätzen für eine Akkreditierung von Studiengängen und
Formulierung von Prüfungsanforderungen einbezogen werden.
Die islamischen Religionsgemeinschaften erklären, dass sie Stellungnahmen einheitlich
abgeben werden. Stellungnahmen, die nicht einheitlich abgegeben werden, lösen keine
Verpflichtungen der Freien und Hansestadt Hamburg im Sinne des vorstehenden Absatzes
aus.
Artikel 6

Religionsunterricht
(1) Die Vertragsparteien sind sich einig in der Anerkennung der Bedeutung, des Wertes
und der Chancen des an den staatlichen Schulen der Freien und Hansestadt Hamburg
erteilten Religionsunterrichts in gemischtkonfessionellen Klassenverbänden und Lerngruppen.
Sie streben deshalb im Rahmen von Artikel 7 Absatz 3 des Grundgesetzes eine Weiterentwicklung an, deren Ziel es ist, eine Verantwortungsstruktur für die Inhalte des Religionsunterrichts im Rahmen von Artikel 7 Absatz 3 des Grundgesetzes zu schaffen, die sowohl alle Religionsgemeinschaften im verfassungsrechtlichen Sinne gleichberechtigt am Religionsunterricht beteiligt, als auch einen gemeinsamen Unterricht von Schülerinnen und Schülern unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit ermöglicht, um so die bestehende dialogische Form des Religionsunterrichtes zu erhalten. Das Nähere wird gesondert geregelt.
(2) Ungeachtet des Absatzes 1 anerkennt die Freie und Hansestadt Hamburg das Recht
der islamischen Religionsgemeinschaften, bei Vorliegen aller gesetzlichen Voraussetzungen die Erteilung eines besonderen islamischen Religionsunterrichts nach Artikel 7 Absatz
3 des Grundgesetzes verlangen zu können.
Protokollerklärung zu Artikel 6 Absatz 1
Die Vertragsparteien sind sich darüber einig, dass innerhalb der kommenden fünf Jahre
Schulpraxis, Didaktik und Rahmenpläne, Lehrerbildung und -zulassung sowie der institutionelle Rahmen für den Religionsunterricht nach Maßgabe von Artikel 7 Absatz 3 des Grundgesetzes weiterentwickelt werden sollen. Dies soll durch eine Arbeitsgruppe erfolgen, die aus Vertreterinnen und Vertretern der zuständigen Behörde sowie aus Vertreterinnen und Vertretern solcher Religionsgemeinschaften besteht, die beabsichtigen, die Inhalte eines Religionsunterrichts in gemischtkonfessionellen Klassenverbänden und Lerngruppen in Hamburg zu verantworten. Die Arbeitsgruppe legt ihre Ergebnisse den jeweiligen Entscheidungsgremien zum Beschluss vor. Die Beteiligten beachten die ihnen durch Artikel 7 Absatz 3 des Grundgesetzes zugewiesenen Funktionen.
Artikel 7
Religiöse Betreuung in besonderen Einrichtungen
(1) In öffentlichen Einrichtungen wie Krankenhäusern, Heimen, aber auch Justizvollzugsanstalten oder Polizeiausbildungsstätten gewährleistet die Freie und Hansestadt Hamburg den islamischen Religionsgemeinschaften das Recht zur religiösen Betreuung. Sie sind zu Gottesdiensten und religiösen Veranstaltungen, insbesondere zu den islamischen Festtagen, berechtigt. Soweit sich Einrichtungen nicht in staatlicher Trägerschaft befinden, wird die Freie und Hansestadt Hamburg im Rahmen ihrer Möglichkeiten auf die Gewährleistung der religiösen Betreuung hinwirken.
(2) Der Zutritt zu einer Justiz- oder Polizeieinrichtung setzt das Einverständnis der zuständigen Behörde zur Person der Betreuerin oder des Betreuers voraus; das Einverständnis kann nur aus wichtigem Grund versagt oder widerrufen werden. Der Zutritt zu sonstigen öffentlichen Einrichtungen erfolgt im Benehmen mit dem Träger. Näheres soll durch Vereinbarung mit den öffentlichen, freien oder privaten Trägern der Einrichtungen unter Berücksichtigung des Absatzes 1 geregelt werden.
(3) Die Freie und Hansestadt Hamburg wird darauf hinwirken, dass in den öffentlichen
Einrichtungen eine Ernährung angeboten wird, die religiöse Speisevorschriften im Rahmen der bestehenden Möglichkeiten einhält.
Protokollerklärung zu Artikel 7
Zu Absatz 1
Die Vertragsparteien stimmen darin überein, dass die Gewährleistung des Zugangs der
islamischen Religionsgemeinschaften zu öffentlichen Einrichtungen sich nur auf solche
Personen bezieht, die die Gemeinschaften vorab benennen. Die für die religiöse Betreuung
erforderlichen Räumlichkeiten werden im Rahmen der bestehenden Möglichkeiten
kostenfrei zur Verfügung gestellt. Den zur religiösen Betreuung eingesetzten Personen soll
die Möglichkeit gegeben werden, bei der Beschaffung religiöser Literatur beratend mitzuwirken.
Zu Absatz 3
Zu der den islamischen Speisevorschriften entsprechenden Ernährung gehört die Möglichkeit, während des Ramadan ein nächtliches Essen zu sich zu nehmen. Für die Gefangenen des geschlossenen Vollzugs muss dies im jeweiligen Haftraum stattfinden.
Artikel 8
Rundfunkwesen
(1) Die Freie und Hansestadt Hamburg wird sich bei künftigen Verhandlungen über Änderungen der rundfunk- und medienrechtlichen Staatsverträge dafür einsetzen, dass die öffentlich- rechtlichen Rundfunkanstalten und die privaten Rundfunkveranstalter den islamischen Religionsgemeinschaften angemessene Sendezeiten zum Zwecke der Verkündungen und Seelsorge sowie für sonstige religiöse Sendungen gewähren.

(2) Sie wird unter Wahrung der verfassungsrechtlich garantierten Staatsferne des Rundfunks darauf bedacht sein, dass in allen Rundfunkprogrammen die sittlichen und religiösen Überzeugungen der Bevölkerung einschließlich der muslimischen Bevölkerung geachtet werden.
(3) Die Freie und Hansestadt Hamburg wird sich bei künftigen Verhandlungen über die
Änderung rundfunkrechtlicher Staatsverträge (im Rahmen der Diskussion über die Neubesetzung der Aufsichtsgremien) dafür einsetzen, dass die islamischen Religionsgemeinschaften in den Aufsichtsgremien (NDR-Rundfunkrat, ZDF-Fernsehrat, DLR-Hörfunkrat und den entsprechenden Ausschüssen) angemessen vertreten sind.
Artikel 9
Gewährleistung der Vermögensrechte; Errichtung und Betrieb
von Moscheen, Versammlungsräumen, Bildungseinrichtungen
und sonstigen Gemeindeeinrichtungen
(1) Die Freie und Hansestadt Hamburg gewährleistet den islamischen Religionsgemeinschaften das Eigentum und andere Rechte an ihrem Vermögen gemäß Artikel 140 des
Grundgesetzes in Verbindung mit Artikel 138 Absatz 2 der Weimarer Reichsverfassung.
(2) Die Freie und Hansestadt Hamburg gewährleistet islamischen Religionsgemeinschaften das Recht, im Rahmen der geltenden Gesetze Moscheen, Gebets- und Versammlungsräume sowie Bildungseinrichtungen und sonstige Gemeindeeinrichtungen zu errichten und ihrer Bestimmung entsprechend zu betreiben. Dies schließt die Gewährleistung des Rechts ein, Moscheegebäude der islamischen religiösen Tradition entsprechend, insbesondere mit Kuppeln und Minaretten, auszustatten.
(3) Die Vertragsparteien stimmen darin überein, dass Errichtung und Betrieb von Moscheen, Gebets- und Versammlungsräumen sowie Bildungseinrichtungen und sonstigen Gemeindeeinrichtungen der islamischen Religionsgemeinschaften zur Förderung eines gedeihlichen Miteinanders der muslimischen und der nicht-muslimischen Bevölkerung von akzeptanzfördernden Maßnahmen begleitet werden sollen. Deshalb
1. werden die Vertragsparteien Bedacht darauf nehmen, dass sich Moscheegebäude
unbeschadet des Rechts der islamischen Religionsgemeinschaften, sie der islamischen
religiösen Tradition entsprechend auszustatten, in ihre jeweilige Umgebung einfügen,
2. wird sich die Freie und Hansestadt Hamburg im Rahmen des geltenden Rechts und
unter Beachtung der staatlichen Pflicht zu weltanschaulich-religiöser Neutralität in der
Bevölkerung für die Akzeptanz des Errichtens und Betreibens von Moscheen, Gebetsund
Versammlungsräumen sowie Bildungseinrichtungen und sonstigen Gemeindeeinrichtungen einsetzen,
3. werden die islamischen Religionsgemeinschaften bei Errichtung und Betrieb von Moscheen, Gebets- und Versammlungsräumen sowie Bildungseinrichtungen und sonstigen Gemeindeeinrichtungen die Ziele von Transparenz und Öffnung verfolgen.
(4) Die Freie und Hansestadt Hamburg wird den Bedarf der islamischen Religionsgemeinschaften an Grundstücken bzw. grundstücksgleichen Rechten, insbesondere bei Erschließung neuer Stadtteile und Aufsiedlung neuer Gebiete, nach Maßgabe des geltenden Rechts berücksichtigen. Macht die Freie und Hansestadt Hamburg einen dringenden öffentlichen Bedarf an Grundstücken oder grundstücksgleichen Rechten der islamischen Religionsgemeinschaften, ihrer Einrichtungen oder Gemeinden geltend, werden die islamischen Religionsgemeinschaften darauf hinwirken, dass die Freie und Hansestadt Hamburg Grundstücke oder grundstücksgleiche Rechte, soweit sie nicht für religiöse Zwecke benötigt werden, zu angemessenen Bedingungen erwerben kann.
(5) Im Rahmen der allgemeinen Gesetze wird die Freie und Hansestadt Hamburg bei der
Anwendung enteignungsrechtlicher Vorschriften auf die Belange der islamischen Religionsgemeinschaften Rücksicht nehmen und im Falle eines Eingriffs bei der Beschaffung gleichwertiger Ersatzgrundstücke Hilfe leisten. Bei der Stellung von Ersatzgrundstücken gelten die für die Enteignung maßgeblichen Grundsätze.
Protokollerklärung zu Artikel 9
Die Vertragsparteien stimmen darin überein, dass die Regelungen dieses Artikels die
Rechte der islamischen Religionsgemeinschaften an ihrem Eigentum und sonstigem Vermögen nicht beschränken. Dies gilt insbesondere für das Recht, Immobilien, welche sie in Eigentum oder gemietet haben, im Rahmen der geltenden Gesetze für religiöse, soziale, Bildungs-, kulturelle, sportliche und gewerbliche Zwecke zu nutzen oder zu vermieten. Die Vertragsparteien stimmen ebenfalls darin überein, dass die Gewährleistungen des Absatzes
4, wonach die Freie und Hansestadt Hamburg den Bedarf der islamischen Religionsgemeinschaften an Grundstücken bzw. grundstücksgleichen Rechten berücksichtigen wird, nicht die Rechte der islamischen Religionsgemeinschaften auf gewerbliche Einrichtungen und Betätigungen einschließen.

Artikel 10
Bestattungswesen
(1) Die Freie und Hansestadt Hamburg gewährleistet das Recht, auf staatlichen Friedhöfen
Bestattungen nach den islamischen religiösen Vorschriften vorzunehmen. Sie stellt
hierfür dem Bedarf entsprechende Flächen zur Verfügung.
(2) Die islamischen Religionsgemeinschaften haben auf staatlichen Friedhöfen das Recht
zu Gottesdiensten und Bestattungsandachten. Auf den Ablauf anderer Bestattungen ist
Rücksicht zu nehmen.
(3) Die gesetzlichen Vorschriften über die Möglichkeiten nichtstaatlicher Friedhofsträgerschaft bleiben unberührt.
Protokollerklärung zu Artikel 10
Zu Absatz 1
Die Vertragsparteien stimmen darin überein, dass die Gewährleistung des Rechts, auf
staatlichen Friedhöfen Bestattungen nach den islamischen religiösen Vorschriften vorzunehmen, insbesondere das Recht auf sarglose Bestattungen umfasst. Die dauerhafte Totenruhe wird auf den islamischen Gräberfeldern, auch nach Neuvergabe von Grabstätten, dadurch gewährleistet, dass die Gebeine bereits Bestatteter in der Grabstätte verbleiben. Um die Durchführung islamischer Bestattungen auch in Fällen behördlich veranlasster Bestattungen zu ermöglichen, werden die zuständigen Behörden der Freie und Hansestadt Hamburg und die islamischen Religionsgemeinschaften Verfahren der wechselseitigen Information über Fälle vereinbaren, die die Notwendigkeit einer islamischen Bestattung nahe legen.
Zu Absatz 3
Die Freie und Hansestadt Hamburg anerkennt das Recht aller Religionsgemeinschaften,
nach Maßgabe der geltenden Vorschriften eigene Friedhöfe zu unterhalten. Sie sieht sich
jedoch gegenwärtig nicht in der Lage, von dem Erfordernis, dass es sich bei dem Friedhofsträger um eine öffentlich-rechtliche Religionsgemeinschaft handeln muss, abzusehen. Ungeachtet dessen ist sie bereit, über die Frage der Friedhofsträgerschaft unter Berücksichtigung von Fortentwicklungen sowohl der Bedarfssituation als auch der strukturellen Leistungsfähigkeit potentieller Friedhofsträger mit den islamischen Religionsgemeinschaften mittelfristig in erneute Verhandlungen zu treten.

Artikel 11
Zusammenwirken
(1) Die Vertragsparteien werden bedarfsabhängig Gespräche zur Intensivierung ihrer Beziehungen führen. Sie werden sich außerdem vor der Regelung von Angelegenheiten, die die beiderseitigen Interessen berühren, miteinander ins Benehmen setzen und zur Besprechung solcher Angelegenheiten zur Verfügung stehen. Dies gilt auch für Gesetzesvorhaben des Senats, die Belange der islamischen Religionsgemeinschaften unmittelbar berühren.
(2) Zur ständigen Vertretung ihrer Anliegen gegenüber der Freien und Hansestadt Hamburg und zur gegenseitigen Information bestellen die islamischen Religionsgemeinschaften eine Beauftragte oder einen Beauftragten bei Senat und Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg.
Artikel 12
Freundschaftsklausel
Die Vertragsparteien werden in Zukunft auftretende Meinungsverschiedenheiten über die
Auslegung oder Anwendung einer Bestimmung dieses Vertrages soweit möglich einvernehmlich klären.
Artikel 13
Schlussbestimmungen
(1) Dieser Vertrag tritt mit der Zustimmung der Bürgerschaft in Kraft.
(2) Die Vertragsparteien werden auf die umfassende Verbreitung und Kenntnis der Vereinbarungen dieses Vertrages bei ihren Organen und Mitgliedern sowie in der Öffentlichkeit hinwirken. Sie stehen einander zur Erläuterung von Verhaltensweisen und Äußerungen ihrer Organe und Mitglieder zur Verfügung, die Inhalte dieser Vereinbarung berühren. Auf begründetes Verlangen einer Vertragspartei stehen sie auch für öffentliche Erklärungen zur Verfügung.
(3) Die Vertragsparteien werden nach Ablauf von zehn Jahren Gespräche mit dem Ziel
aufnehmen, im Lichte der gewonnenen Erfahrungen über diesen Vertrag und die Notwendigkeit von Änderungen und Ergänzungen zu verhandeln.

Protokollerklärung zu Artikel 13 Absatz 3
Die islamischen Religionsgemeinschaften streben im Rahmen ihrer weiteren organisatorischen Entwicklung die Erlangung der Rechte von Körperschaften des öffentlichen Rechts nach Artikel 140 des Grundgesetzes in Verbindung mit Artikel 137 Absatz 5 Satz 2 der Weimarer Reichsverfassung an. Die Vertragsparteien stimmen darin überein, dass diesbezügliche Fortentwicklungen auch die Neuordnung der wechselseitigen Beziehungen erforderlich machen werden.

 

 

Claus Kleber und die Demokratie in Ägypten… 14. August, 2012

Posted by Rika in gesellschaft, islam, meine persönliche presseschau.
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Die Machtlage in Ägypten verändert sich.

Herr Mursi hat die mächtigen Militärs entlassen und sich eine Machtposition geschaffen, die bedrohlich an diktatorische  Szenarien erinnert.

Ich erhebe nicht den Anspruch die Lage zu durchschauen und noch weniger den, sie auch „richtig“ beurteilen zu können, aber es hat mich doch sehr befremdet, wie Klaus Kleber gestern im „heute-journal“ versuchte, allein aus der Tatsache, dass Mursi „demokratisch“ gewählt sei,  die aktuelle Situation in Ägypten als etwas Positives darstellen zu wollen.

Und es hat mich angenehm überrascht, dass sich Hamed Abdel-Samad so gar nicht der Kleberschen Lesart anschließen wollte, wonach die Machtübernahme durch Mursi ein „guterTag“ für Ägypten sei.

Hier seine Einschätzung der Situation.

Was geht eigentlich in Herrn Kleber vor???

Wir ahnen doch alle, dass die Demokratie in Ägypten, von der er so salbungsvoll redet, wenig bis nichts mit dem zu tun hat, was nach unserem Verständnis „demokratisch“ ist. Denn nur weil das Volk wählen durfte, bedeutet es doch nicht, dass ein demokratisches Staatswesen entsteht…

Schließlich durften die Bürger der ehemaligen DDR auch wählen, aber wir im Westen haben mehrheitlich  die DDR doch zu keiner Zeit für eine „Demokratie“ gehalten.

Noch weniger finden wir, dass es in der Zeit zwischen 1933 und 1945 ein demokratisches Staatswesen in Deutschland gab, obwohl die Menschen damals diese Regierung „gewählt“ haben.

Mich verwundert es immer wieder, wie so offensichtlich gedankenlos argumentiert wird über die sogenannte arabische Revolution.  Auch bei spon findet sich kein kritisches Wort zur „Machtergreifung“, denn nichts anderes ist es doch, was Herr Mursi in Ägypten betreibt. Im Gegenteil, von jubelnden Anhängern ist in dem Bericht die Rede. Auch andere Magazine sehen in dem Vorgehen einen „klugen Schachzug“…. „Das wird sich uswiesen“, sagt man in der Kasseler Gegend, wenn es durchaus nicht klar ist, wohin die Reise geht.

An dieser Stelle sei die Frage erlaubt, ob die Ablösung des Schah in Persien durch das Mullahregime den Menschen tatsächlich soviel mehr an Freiheit, Lebensfreude, Teilhabe an Fortschritt und Menschenrechten gebracht hat. Und wie „demokratisch“ geht es zu im Iran,  auch dort wird schließlich gewählt, aber es baumeln Menschen an Baukränen, die in gleichgeschlechtlicher Liebe leben wollen. Nicht jede Revolution bedeutet ein Mehr an Freiheit für die Menschen!

Dass in Tunesien die Frauen auf die Straße gehen, weil ihre Rechte durch die neue „Demokratie“ empfindlich beschnitten werden, wird uns Klaus Kleber vielleicht heute Abend erklären…..  und ich bin gespannt, wie er die Sache dann wieder so zu drehen weiß, dass ja kein Schatten auf die islamistischen  Demokraten fällt…..

Herr Kleber erklärt uns die Welt, aber wir täten gut daran, uns nicht allzu sehr auf seine Meinung zu verlassen!

Und natürlich wünsche ich Ägypten wirkliche demokratische Verhältnisse… Freiheit, Frieden und Bewahrung der Menschenrechte für jedermann!

Siehe  auch   Zettels    kluge Stellungnahme zu Musis Schachzug!

Nicht antisemitisch per Dekret…. 8. Juli, 2012

Posted by Rika in antisemitismus, gesellschaft, islam, meine persönliche presseschau.
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So einfach ist es!

Da staunt der Mensch!

Antisemitismus ist nur was für Nichtmuslime, bzw. kommt nur bei diesen bedauernswerten Ungläubigen vor. Das jedenfalls ist die neue Lektion, die die Menschheit in diesen Tagen lernen muss. Der Islam – das wissen wir ja nun schon lange, spätestens aber seit 9 / 11 – ist Frieden und nichts als Frieden. Wer etwas anders vermutet oder gar befürchtet denkt einfach falsch!

Und nun die erfreulich neue Erkenntnis:

Es gibt im Islam keinen Antisemitismus, denn Antisemitismus ist eine Form von Rassismus. Die Verbände stehen alle auf dem Boden des Grundgesetzes.

sagt Herr Kizilkaya, Sprecher des Islamrats, und der muss es ja wissen.

Und weil das Grundgesetz ganz gewiss nicht rassistisch ist, sind alle grundgesetzständigen Muslime eben auch nicht antisemitisch.  Wobei durch den großen Vorsitzenden auch noch schnell geklärt ist, dass Antisemitismus eine Unterabteilung des Rassismus darstellt. Rassismus ist aber grundgesetzwidrig, also  sind die Verbände nicht antisemitisch, denn die stehen ja auf besagtem Grund, meint Herr Kizilkaya mit bestechender Logik.

Man würde ihm ja so gerne glauben…

Was ist aber mit den muslimischen Menschen, die gar keinem Verband angehören? Stehen die dann automatisch auch nicht auf dem Boden des GG und könntem demzufolge doch so ein ganz kleines bisschen ….

Aber eigentlich geht es Herrn Kizilkaya ja auch gar nicht um grundgesetzkonformen Anti-antisemitismus. Es geht ihm um die Gleichstellung der Menschen.  Da liegt nämlich noch Vieles im Argen.

Wir bestehen doch nur auf unserem von der Verfassung garantierten Recht, die Religionsfreiheit in Anspruch zu nehmen. Demokratie ist auch der permanente Austausch unterschiedlicher Rechtsauffassungen. Warum sollen denn nur Muslime von vornherein ihr Grundrechtsverständnis und ihr verfassungsmäßiges Recht aufgeben?

Da müssen die Verbände müssen noch gewaltige Arbeit leisten:

Die Gleichstellung von Mann und Frau ist  nicht gewährleistet.

Frauen haben weniger Rechte als Männer, müssen ihren Männern  zu Diensten sein und sind dem Diktat der Ehre unterworfen und . Mädchen werden gegen ihren Willen verheiratet – auch mit alten Knackern. Die Liebe unter gleichgeschlechtlichen Partner endet oftmals am Baukran und abseits der Ehe unter einem Steinhagel. Unter dem Banner des Propheten dürfen weder Kirchen gebaut werden, noch können interessierte Menschen eine Bibel erwerben oder gar die Religion des Friedens verlassen.

Tja, es sieht trübe aus mit der Gleichstellung der Menschen.

Aber, wie sagt Herr Kizilkaya so schön:

Ich vertraue auf unser Grundgesetz. Trotz all dieser Ungleichbehandlungen schmollen wir aber nicht vor uns hin, sondern sind gerne bereit, mit Politikern wenigstens Kompromisslösungen wie beim Islamunterricht zu erreichen. ….   Ich bleibe daher optimistisch. Historische Vorgänge wie die Verwurzelung einer hierzulande in dieser Form recht neuen Religion brauchen Zeit. In 50 Jahren werden Nichtmuslime und Muslime viel vertrauter miteinander umgehen. Dann werden solche Streifragen keine Rolle mehr spielen – weil Deutschland dann ein erfahrenes Einwanderungsland sein wird.

Ja, die Verwurzelung braucht Zeit – und bis dann irgendwann  die Kleinigkeiten hinsichtlich unterschiedlicher Auffassungen von Demokratie, Freiheit / Religionsfreiheit keine Rolle mehr spielen, weil wir dann ein „erfahrenes Einwanderungsland“, sprich muslimisch ausgerichtet sein werden, arbeiten die Verbände geduldig an der Gleichstellung aller Menschen und vermutlich werden sich genug Helfer finden, die ihnen freudig zur Seite stehen und sie mit Rat und Tat unterstüzen, bis auch die letzte Ungleichheit zwischen Ungläubigen und dem Rest der Welt dem Frieden des Islam gewichen ist…

Lesenswert zur antisemitismusfreien Gleichstellungsforderung auch

Eran Yardenis Überlegungen, der Ali im Wunderland    vermutet…

und der Broder’sche  Blick: Auf Befehl des Mufti – keine Antisemiten im Islam

Islamistische Propaganda via Pro-NRW 7. Mai, 2012

Posted by Rika in gesellschaft, islam.
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Sicherlich trifft es zu, dass Pro-NRW eine rechtsradikale Gruppierung / Partei ist und ganz sicher sind auch die kritischen Stellungnahmen zu Pro-NRW berechtigt.
Aber eines scheint doch auch deutlich zu sein:

Die Aktionen der Rechten haben offen gelegt, dass die Salafisten / Islamisten in extremer Weise gewaltbereit sind  und der Islam eben doch im Kern nicht so friedlich ist, wie es uns die Offiziellen immer beruhigend versichern wollen. Dann hätten nämlich die Salafisten auf die provokanten Plakate der Pro-NRW-Aktivisten  „friedlich“ reagiert und statt mit Steinen zu werfen, weitere Koranausgaben verteilt und Plakate hoch gehalten mit der mutmachenden Aufschrift:

ISLAM IST FRIEDEN

DAS aber haben sie nicht gemacht. Sie haben den Weg der  Gewalt gewählt!
Viele Menschen in Deutschland begegnen dem Islam mit Misstrauen und beobachten die Situation der „Ungläubigen“  in islamischen Ländern mit der Sorge, dass ein starker Islam in Deutschland  / Europa ähnliche Strukturen und Machtverhältnisse hervorbringen könnte  und sie halten es zumindest für nicht ganz unwahrscheinlich, dass solche Verhältnisse hier entstehen könnten.

 
Leider gehen unsere Politiker auf diese Befürchtungen nicht ein, vielmehr tun sie alles, um zu verharmlosen und abzuwiegeln.  Islamische Terroristen in Deutschland (wie die Sauerlandgruppe) werden als Ausnahmen und Einzeltäter dargestellt, aber die Befürchtung bleibt, dass es eben nicht Einzeltäter und Ausnahmen sind. Schließlich kamen die in der islamischen Welt viel bejubelten  Attentäter von  9 / 11 zum Teil aus deutschen Universitäten und es waren „unsere Werte“, denen sie an deutschen Universitäten begegneten und die sie so tief verachteten, dass sie gewaltsam dagegen vorgehen „mussten“.

Es wäre hilfreich, wenn die Mehrheit der „friedlichen“ Muslime in vielen Demonstrationen an vielen Orten  deutlich machte, dass sie sich von allen islamisch begründeten Gewalttaten und den Salafisten distanzieren.
Man muss aber vermuten, dass es zu so einer Aktion nicht kommen wird, weil  Muslime doch lernen, dass  Islam unteilbar mit dem Koran verbunden ist und Islamisten und  Salafisten   sich auf den Koran berufen,  mit ihm in Einklang sind – und der Koran ist unantastbar und steht außerhalb aller kritischen Betrachtung.

Leider sehen unsere Politiker, die Mehrheit der Medien, aber auch die kirchlichen Entscheidungsträger das wohl anders… wie sonst ist ihr Schweigen und ihr Beschwichtigen zu verstehen?

Wollen wir aber allen Ernstes Pro-NRW und ähnlichen Gruppen das Feld überlassen in der notwendigen Auseinandersetzung mit dem Islam?