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Warum gibt es immer noch Menschen in heißen Ländern? 16. Oktober, 2022

Posted by Rika in aktuell.
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Diese Frage muss man doch einfach stellen, nachdem man dieses Statement zur Kenntnis genommen hat:

„Claudia Traidl-Hoffmann: Das Schlimmste für den Körper in Bezug auf Klimawandel bedingte Auswirkungen ist wirklich die Hitze. Die Hitze ist das, was uns am meisten zu schaffen macht, was uns krank macht und was auch wirklich Menschenleben kostet. Insofern ist die Hitze das Gefährlichste.“

Warum also gibt es immer noch Menschen in heißen Ländern?

Ich zumindest stelle diese Frage.

Ich war nämlich schon in heißeren Ländern als Deutschland eines ist und muss rückschauend sagen, dass die Menschen dort recht vergnügt und fit aussehen und – was Lebensfreude angeht – uns Nordlichtern einiges vorauszuhaben scheinen. Kann es daran liegen, dass Menschen sich in der Wärme einfach viel wohler fühlen als in neblig-trüben Sommerwetter, wie wir es immer wieder in Deutschland erleben müssen, vom Wetter im November oder Februar gar nicht erst zu reden!? Und liegt nicht darin auch der Grund, warum so viele nach Malle fliegen (ohne die Absicht am Ballermann abzuhängen), auf griechischen Inseln die Sonne genießen, in die Südsee reisen und es sich unter Palmen gutgehen lassen, im Winter auf die Kanaren fliehen oder gleich ganz in die Karibik auswandern möchten.

Wenn man allerdings allabendlich im Wetterbericht vorgeführt bekommt, dass man bei Temperaturen über 30 ° sich schon dem Höllenfeuer nähert (die Wetterkarten werden dann nämlich immer tiefdunkelrot eingefärbt, so als blicke man von einem Vulkan direkt in den Höllenschlund), muss man ja annehmen, dass ab 30° im Schatten die Todeszone beginnt.

Traidl-Hoffmann: Die vornehmste Aufgabe des Körpers ist es, die Kerntemperatur bei 37 Grad zu halten. Und das ist wichtig für den Körper, für das Gehirn – da funktionieren wir am besten. Wenn es draußen also heiß wird, dann muss der Körper noch mehr Energie aufwenden. Und das erste, was passiert, ist: Gefäße werden weit gestellt und deswegen haben auch Menschen, die dann draußen sind und unter der Hitze leiden, meistens einen hochroten Kopf, fangen an zu schwitzen. Wir versuchen dann, die Körpertemperatur loszuwerden – über die Haut, über die Gefäße. Dann steigt der Blutdruck. Und wenn der Blutdruck steigt, dann ist das erkrankte Herz auch irgendwann überfordert. Oder dann platzt letztendlich ein Gefäß im Gehirn und dann kommt der Schlaganfall oder dann kommt der Herzinfarkt. Und das Wichtige ist: Das passiert natürlich bei Vorerkrankungen, kann aber auch bei völlig Gesunden passieren.“

Das ist ja ein ganz herrliches Horrorszenrio, das uns nun neben dem Waldsterben oder dem Austrockenen der Bäche und Talsperren vor Augen gestellt wird… „dann platzt letztendlich ein Gefäß im Gehirn…“ aber wie gut, dass das nicht den fitten und gesunden Leuten passiert, die bei ca 30° noch Bergwanderungen unternehmen oder gar mit dem Mountainbike im Gebirge unterwegs sind… oder sich bei noch höheren Temperaturen zusätzlich so von der Sonne an irgendeinem Strand rösten lassen, dass sie spätestens mit 56 Jahren dem Hautkrebs erliegen.

Ah ja, wir haben es auch wieder mit den „Vorerkrankten“ zu tun, wofür die alles herhalten müssen….!

Aber diese Schreckensbilder sind noch ausbaufähig, wie Frau Traidl-Hoffmann auf die Frage der „tagesschau“ erläutert:

tagesschau.de: Sind die Menschen in der Stadt eher gefährdet oder die Menschen auf dem Land?

Traidl-Hoffmann: Gerade in der Stadt haben wir diese sogenannten Hitzeinseln. Hier ist es manchmal noch mal vier, fünf Grad heißer als auf dem Land. Dann kommen in der Stadt auch noch andere Umweltfaktoren dazu. Das ist dann eben Umweltverschmutzung, aus der Verkehrsbelastung zum Beispiel. Und dann wird eine Stadt wie Berlin, Hamburg oder München an einem heißen Tag zum Chemiebaukasten. Da entstehen ganz neue chemische Verbindungen, die dann unsere Lungen schädigen, die Schleimhaut schädigen, die Haut schädigen und dann wird alles noch mal schlimmer.“

Merke: OHNE Chemie, keine Katastrophe!!!!

Wer den Menschen richtig dolle Angst einjagen will, weist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit darauf hin, dass „Chemie“ im Spiel ist. Chemie, das beschwören die Untergangfanatiker, ist das Böse schlechthin, ob man sich nun NaCl auf das Frühstücksei streut oder doch lieber Kochsalz ist eben nicht nur eine Frage der Grundkenntnisse, die man im Chemieunterricht bezogen hat (meistens wohl eher nicht!!!), sondern vor allen Dingen des guten GEFÜHLS. Auch sollte man auf keinen Fall dem gefährlichen H2O zu nahe kommen, schon gar nicht, wenn es in Massen auftritt…. nein, dann wirklich nicht, wie das Ahrtal im letzten Jahr eindrucksvoll gezeigt hat, aber ohne diesen lebenspendenden Glücks- und Segensbringer sollte man in gar keinem Fall in der Wüste spazieren gehen, es würde einen nämlich das Leben kosten.

Chemie, liebe Freunde, ist der Feind der Naturanbeter…. blöd nur, dass ohne Chemie gar kein Leben wäre… Nun ja, aber von jemandem, der in der Schule weder in Chemie noch in Bio aufgepasst hat, kann man wohl auch nicht erwarten, dass er der Warnung vor dem Chemiebaukasten in den Städten NICHT auf den Leim geht und vor Angst erstarrt. Wobei ich keineswegs in Abrede stellen will, dass es in der Tat zu für den Menschen problematischen Zusammensetzungen der Luft kommen kann und dass die verdichtete Bauweise der Städte daran beteiligt ist, wenn sich kein Luftzug regen kann und die Abgase aus Haushalten, Autos und Industrie für eine üble Gemengelage sorgen. (Dazu muss es aber nicht einmal 30° und heißer sein, das, so lernte ich es einst über den Londoner Nebel, passiert sogar im November bei höchstens 12°!) Aber muss jemand, der als Experte ernst genommen werden will, mit dieser Begrifflichkeit auf Lieschen Müller einprügeln… „Stadt wird zum Chemiebaukasten“? Pah!

Eine Steigerung des Gefahrenszenarios erreicht man IMMER, wenn man unschuldige Kinder ins Spiel bringt, wie wir gleich sehen werden:

tagesschau.de: Gibt es Untersuchungen dazu, ob vielleicht Kinder oder Erwachsene besondere Krankheiten ausbilden?

Traidl-Hoffmann: Ja, da sprechen Sie diese vulnerable Gruppen an. Gerade bei diesen Klimawandel bedingten Erkrankungen oder was Hitze anbetrifft, wissen wir, dass kleine Kinder, aber auch Alte und insgesamt Kranke, zu den Empfänglichen, zu den vulnerable Gruppen gehören. Und hinzu kommt, dass wir die Hitze als Thema bagatellisieren. Ich kann nur zitieren aus unsere Zeitung, eine Überschrift vom Sommersportfest: „Rätselhaft. 20 Schüler kollabieren.“ Es war 35 Grad. Warum ist das rätselhaft? Das heißt, wir verbinden Hitze nicht mit Gefahr, sondern wir verbinden Hitze mit Eisessen und baden.“

Ja, warum ist das rätselhaft?

Wieso kann man in Spanien oder Italien überhaupt im Sommer Fussball spielen??? By the way, wie kam eigentlich der Weltfußballverband dazu, die Weltmeisterschaften in eine der heißesten Regionen der Welt zu vergeben…. klar, die Stadien und Hotels werden gekühlt…. nun ja, Energie ist dafür ja genug vorhanden…. aber ich schweife ab.

Warum kollabieren in Israel nicht fortwährend die Schüler, wenn sie draußen Sport machen???? Warum bin ich alte vorgeschädigte Frau in Israel nicht bei unseren Besichtigungen in der „Bruthitze“ kollabiert? Wieso kann man in warmen Ländern überhaupt im Sommer Sport treiben oder Arbeiten verrichten???

Weil jeder Mensch in Israel – und anderen heißen Ländern – AUSREICHEND VIEL TRINKT! Die Einheimischen lernen es von dem Tag an, an dem sie auf die Welt kommen, würde ich fast behaupten, wir Touristen werden von aufmerksamen Guides alle naselang darauf hingewiesen. „Trinkpause!!!“ Eine Kopfbedeckung ist ebenfalls ratsam, zumindest für die Zugereisten. (Das war auch in diesem Sommer die Mahnung unseres freundlichen Hotelbesitzers in Südtirol, der uns vor jeder Wanderung daran erinerte, genug zu trinken mitzunehmen!)

Weitere apokalyptischen Reiter, die die Frau Hofmann bemüht, verkneife ich mir. Natürlich gibt es Menschen, die mit der Wärme / Hitze nicht gut zurechtkommen, deren Basisleiden durch die äußeren Bedingungen an manchen Tagen verschlechtert werden. Ich will das doch gar nicht bestreiten. Aber diese Panikmache regt mich auf, das bringt mich auf die Palme, da sterbe ich eher an einem Herzschlag durch die Aufregung, als durch einen Hitzekoller.

Nur noch diese abschließende Bemerkung, und dann mag es auch gut sein, sich an diesem wunderbaren sonnigen Spätsommertag im Oktober mit „Wetter und seinen Auswirkungen“ zu beschäftigen:

tagesschau.de: Was müsste sich ändern, damit wir besser mit der Situation klarkommen?

Traidl-Hoffmann: Wir müssen mindestens zwei Dinge tun. Erstens müssen wir uns natürlich anpassen an den Klimawandel. Das nennt sich Klimaresilienz, denn der Klimawandel ist da. Wir müssen Frühwarnsysteme entwickeln für Patienten. Wir müssen aber auch gleichzeitig unsere Städte anders gestalten. Wir brauchen grüne Städte, wir brauchen Städte mit einer hohen Artenvielfalt. Wir brauchen Städte, die gesund machen oder gesund halten und nicht krank machen. Und die zweite Sache ist ganz wichtig: Wir haben in dieser Anpassung einfach Grenzen. Ab 42 Grad Körpertemperatur ist Leben nicht mehr möglich, dann sterben wir. Das bedeutet, dass wir auch gleichzeitig versuchen müssen, dass der Klimawandel abgemildert wird, weil sonst ein Überleben der Menschen nicht möglich ist.“

„Ab 42 Grad Körpertemperatur ist Leben nicht mehr möglich, dann sterben wir.“ Stimmt, bei hohem Fieber sterben wir. Das weiß doch schon beinahe jedes Kind. Ich halte es aber für eine Unverschämtheit und für absolut unseriös, hier zwei sehr unterschiedliche Szenarien miteinander zu verknüpfen.

Aber in Sachen Klimawandel, bzw. dessen Bekämpfung ist ja inzwischen jedes Mittel und jedes an den Haaren herbeigezogene Argument recht, die Leute auf den Endsieg einzuschwören…

Was die Klimaresilienz angeht, so könnte man doch auch hier in Deutschland von den Ländern lernen, in denen die Temperaturen (mancher Orts nicht nur im Sommer) seit Jahrhunderten deutlich über der 25°-Marke liegen, bei der es in Deuschland hitzefrei gibt.. Man könnte doch beispielsweise schlussfolgern, dass die Vorgehensweise der Menschen (in den wärmeren Ländern), in der Mittagshitze ein Päuschen einzulegen, doch ein sehr gutes Beispiel ist, wie man sich an die „Hitze“ anpassen kann – und eben nicht etwas mit Faulheit oder so zu tun hat, wie man in Deutschland früher allzu leichtfertig wie hochmütig über Italiener und Spanier hergezogen hat, die traditionell Siesta hielten. Man könnte schauen, wie es Araber anstellen, an der Hitze nicht zu sterben, wie Menschen in Indien, auf den Philipinen, in Thailand, auf den Bahamas oder in Mexiko mit sommerlichen Temparaturen leben. Denn solches sind doch die prognostizierten Temperatursteigerungen im Wesentlichen. Keine Prognose geht doch davon aus, dass wir in Mitteleuropa – beispielsweise in Dortmund Aplerbeck – zu Weihnachten bei 42° unter der mit Kugeln und Lichterketten geschmückten Palme sitzen werden und Erdbeerbowle trinken statt Feuerzangenbowle.

In dem vor uns liegenden Winter würden wir uns bei mangelnder Energieversorgung vermutlich freuen, kämen die Außentemperaturen auf höhere oder wenigsten gleich hohe Werte, wie sie das Wirtschaftsministerium den öffentlichen Gebäuden für ihre Innenräume vorschreibt… Wir würden weniger Sorgen vor kalten Wohnungen und mangelnder Gasversorgung haben.

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„Ich will, dass das sofort geschieht!“ 21. Januar, 2020

Posted by Rika in aus meinem kramladen, gesellschaft, Grüne Ideologen, klima, medien, politik.
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„Ich will, dass das sofort geschieht!“ sprach die junge Greta vor den Wirtschaftsfachleuten und Politikern in Davos.   ( „An die Zuhörer, die „wichtigsten Führer der Weltwirtschaft“ gerichtet, fordert sie, dass unter anderem sofort alle Investitionen in die Gewinnung fossiler Brennstoffe gestoppt werden. „Wir wollen nicht, dass diese Dinge bis 2050, 2030 oder selbst 2021 erledigt werden. Wir wollen, dass das jetzt geschieht. (Quelle))

Wie ein bockiges kleines Mädchen, das mit seiner Mutter an der Supermarktkasse steht mit den Füssen aufstampft und zornig verlangt, sofort die Gummibärchen zu bekommen, steht Greta da und stellt ihre Forderungen. Die Mutter an der Supermarktkasse ist aber gerade mit der Abwicklung des Einkaufs beschäftigt. Ihr „warte bitte, bis wir zu Hause sind!“ beruhigt das Mädchen aber genauso wenig, wie es Greta gelang, sich zu beruhigen und die Panik zugunsten eines ruhigen Nachdenkens hinter sich zu lassen.

Bei ruhigem Nachdenken hätte die junge Aktivistin, als die sie immer bezeichnet wird, doch auf die Idee kommen können, dass solche gewaltigen Umstellungen in der Energieversorgung, der Wirtschaft, ja sogar in den privaten Haushalten keine „jetzt auf gleich Veranstaltung“ sein kann, dass ein planloses Vorgehen nichts als Chaos hervorbringen würde.

Man kann moderne Volkwirtschaften nicht von heute auf morgen zu einem gänzlich anderen Wirtschaften und Verhalten zwingen, weil wir es nämlich selbst sind, die diesen plötzlichen Umschwung gar nicht leisten könnten, selbst wenn wie es wollten nicht. Wir können nicht alle CO2-Emissionen jetzt und sofort zurückfahren, weder die, die bei der Stromerzeugung notwendigerweise entstehen, noch die, die wir unserer Mobilität gemäß emittieren.

Wir können nicht auf die sichere Energieversorgung durch Kraftwerke verzichten, noch auf die Energie, mit der wir unsere Wohnungen heizen oder unsere Kraftfahrzeuge bewegen, weil unsere Lebensgewohnheiten es bei aller Liebe  nicht hergeben. Millionen Menschen hängen bei ihren täglichen Verrichtungen vom frühen Morgen bis in den späten Abend von  Energie ab, sei es für den morgendlichen Kaffee, die Fahrt zum Arbeitsplatz  oder die Beschäftigung am Feierabend, sei es für die Wärme und Beleuchtung in der Wohnung oder in den Schulen, Krankenhäusern, Fabriken, Büros und  Geschäften. Wir leben in Deutschland in einer Klimazone die es notwendig macht, von Oktober bis Mai  die Innenräume zu heizen. Arbeitgeber fordern eine hohe Mobilität von den Arbeitnehmern, denn nicht jede Wohnung liegt direkt neben dem Arbeitsplatz. Die meisten Arbeitsplätze sind an Werkzeuge und Geräte gebunden, die ohne Strom nicht funktioniere können. Wir selbst sind an warmes Essen gewohnt, an saubere Kleidung, an warmes Wasser zur Körperpflege, an zumindest wöchentliches Duschen, an den Gebrauch von Haushaltsgeräten aller Art – wer benutzt heutzutage keinen Mixer, um Teig zu rühren oder Sahne zu schlagen, in meiner Kindheit war das noch reine Handarbeit -, wer möchte auf Fernsehen, Radio, Computer, Handy oder Smartphone zugunsten des Klimas verzichten? Wem genügen die heimischen Produkte für die Mahlzeiten – also Obst und Gemüse aus regionalem Anbau und ohne den Einsatz von Gewächshäusern? Verzicht auf Kaffee, Tee, Tabak, Schokolade, Erdnüsse, Sojasprossen, Ananas, Orangen, Mandarinen, Tomaten, Paprika und Papaya? Alle diese Dinge müssen aber irgendwie befördert werden, mit Flugzeugen, Schiffen, Zügen, LKWs von den Erzeugern zu den Verbrauchern.

Es ist eine Utopie, den Verzicht SOFORT einzufordern. Selbst Gretas Bahnfahrten erfordern Energie….

Natürlich ist ein Umdenken auch und gerade im Bereich unseres Konsums notwendig. Müssen wir jede neue Mode mitmachen, jeden Monat oder mehrmals im Jahr neue Klamotten anschaffen? Brauchen die Kinder wirklich soviel Spielzeug und muss man unbedingt immer wieder neue elektronische Spielereien für Erwachsene kaufen? Muss man unbedingt alle 6 Wochen zum Friseur oder die neuesten Kosmetikprodukte erwerben, in Fitnessbuden rennen, jeden Schnickschnack und jede neue Masche mitmachen? Brauch man neben der Tageszeitung noch diverse Magazine? Alle paar Jahre neue Möbel, Computer, Fernseher in XXL-Größe?

„Ich will, dass das sofort geschieht!“ richtet sich eben nicht nur an die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft. Jeder von uns ist damit gemeint. Ausnahmslos jeder.

Und jeder von uns mag überlegen, was er SOFORT  aufgeben will, was er ohne Not aufgeben kann, welche Umstellung SOFORT möglich ist und welche eine längere Planungsphase benötigt, um nicht im Chaos oder einer Katastrophe zu enden.

Ich fürchte nicht erst seit heute, dass wir mit SOFORT genau die Katastrophe herbei führen, vor der Greta solch unvorstellbar große Angst hat und Angst schürt. In der guten Absicht den Planeten zu retten, könnten wir nämlich allzu leicht unsere Zivilisation zerstören.

Das, was wir Zivilisation nennen, ist doch nur eine äußerst zerbrechliche Hülle über der unbändigen Natur  –  und damit meine ich vor allem die Natur des Menschen….

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Auf das Problem einer sicheren Energieversorgung durch die sogenannten Erneuerbaren will ich hier nicht eingehen, nur zum xten Mal darauf hinweisen, dass Windkraft und Sonne uns nicht in dem von uns bisher  gewohnten Maß versorgen werden, wenn Kohle, Gas und Atom ihr Werk bei uns nicht mehr verrichten werden und auch die Nachbarn nicht mehr großzügig ihre Produkte zur Verfügung stellen, bzw. teuer verkaufen.

Meinungsstreit … Meinungskrieg? 29. September, 2019

Posted by Rika in christsein und glaube, gesellschaft, hass, meine persönliche presseschau, politik, presse.
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„himmel und erde“

so habe ich ihn genannt, meinen Blog und zur näheren Erklärung (siehe oben) dies hinzugefügt:

Ach ja, mein Blog-Titel „Himmel und Erde“ – ich lebe hier auf der Erde, gerne und sehr bewusst, aber ich bin davon überzeugt, dass es noch eine andere Dimension gibt, ich nenne sie „Himmel“.“

 

Manchmal muss ich mir das einfach wieder einmal bewusst machen: Ich lebe hier auf der Erde, aber es gibt noch eine andere Dimension.

Manchmal kommt diese andere Dimension ganz schön zu kurz, ich meine, bei mir kommt sie zu kurz, denn diese andere Dimension entzieht sich ja meiner Beeinflussung, ich kann sie nicht beschneiden, nicht steuern, nicht vergrößern oder verkleinern. Sie existiert unabhängig von mir, ist einfach eine andere Realität. Aber das soll jetzt nicht das Thema sein, so wichtig es auch ist.

Leben und glauben mit allen Facetten – das ist das, was ich immer wieder neu auslote… gerne auch mit Freunden. Sie müssen nicht immer die gleiche Meinung vertreten oder Ansicht haben wie ich.“   so geht es in meiner ergänzenden Erklärung weiter.

Meinungen austauschen oder teilen, Ansichten kontrovers diskutieren…. eigentlich habe ich Freude an solchen Diskussionen, oder sollte ich besser sagen „hatte ich Freude“? Hier auf meinem Blog ist der Gedankenaustausch recht einseitig, ich erzähle und  ab und zu bekomme ich eine Antwort in Form eines Kommentars.  Und nur äußerst selten kommt es dabei zu einem heftigen Schlagabtausch und noch seltener – zum Glück – zu beleidigenden Äußerungen.

Die aber, so lese ich es immer wieder in einem anderen sozialen Medium, nehmen auf geradezu beängstigende Weise Formen an, die mir jede Debatte, jede Diskussion, jedes Gespräch und jeden Kommentar verleiden. Es ist nicht einfach mehr nur ein Meinungsstreit – oft genug von Protagonisten ausgetragen, die selber weder Experten noch Kenner der Materie sind, über die so heftig wie unqualifiziert gerungen wird, man trägt eben nur eine Meinung weiter, kein fundiertes oder gar unwiderlegbares Wissen.  Denn leider bleibt es viel zu oft nicht bei diesem Streit über eine „Meinung“ zu den gerade am meisten diskutierten Themen, oft genug mischen sich gezielte persönliche  Häme und beleidigende Formulierungen gegenüber  den „gegnerischen Kommentatoren“ unter die angeblichen Sachargumente, dass einem Hören und Sehen vergehen kann.

Da vergeht mir jede Lust und fehlt mir jede Freude.

Ganz abgesehen von den persönlichen Angriffen – ab und zu auch auf meine Person – nehme ich die gegenseitigen  Anfeindungen als einen gefährlichen  Wandel hinsichtlich des gesellschaftlichen Zusammenhalts wahr. Auch in früheren Jahren wurde heftig gestritten, laut und manchmal auch pöbelnd, aber niemals zuvor habe ich soviel an Hass, Verachtung und Ausgrenzung empfunden, wie es mir jetzt zunehmend entgegenschlägt. Und leider bleibt dabei nicht nur die Höflichkeit, ein Mindestmaß an Anstand auf der Strecke, sondern, so will es mir scheinen, auch Verstand und Sachverstand.

Dies, Verstand und Sachverstand, lassen nicht nur die Ritter der richtigen Meinung im Internet vermissen, das beobachte ich mit zunehmendem Entsetzen auch bei den professionellen Vertretern der schreibenden Zunft, den Journalisten und Bildgestaltern der großen öffentlichen Magazine, hier sei exemplarisch  der „Spiegel“ genannt. Ich hatte ja gedacht, dass sich die manische Beschäftigung mit dem größten Bösewicht unserer Zeit langsam legen würde, aber weit gefehlt.  Wenn auf einem der letzten Titelbilder des einstmals ebenso guten wie kritischen Blattes Herr Trump einem „Trio Infernale“ zugeordnet wird im Verbund mit dem Saudischen Kronprinzen und dem Herrn des Iran, so ist das weder sachlich richtig noch Politsatire, es ist einfach nur widerliche und widerwärtige antiamerikanische Propaganda. Der Spiegel erzeugt damit eine hasserfüllte  Einstellung gegenüber dem Präsidenten eines „befreundeten“ Staates, übt sich in schmieriger Erniedrigung eines unliebsamen Politikers, der „als Person“ sehr viel  mehr in den Blick genommen wird als die Politik, die er vertritt. Ich hatte immer schon den Eindruck, dass die Kritik vor allem dem „Mann“ Trump gilt und weniger dem „Präsidenten“ Trump – und dass die Medien immer noch beleidigt sind, dass sie in ihrer Einschätzung, Frau Clinton würde haushoch die Wahl gewinnen – aus welchen Gründen auch immer – so grundlegend falsch daneben lagen. Aber das ist, ich sage es ausdrücklich, meine durch keinerlei Studien oder Umfragen gerechtfertigte „Meinung“… und natürlich kann ich mich darin ebenso gründlich irren, wie die Journalisten, die einst Frau Clinton auf den Thron geschrieben haben.

Dass Herr Trump durchaus auch Kritik verdient, wie nahezu alle Staatschefs dieser Welt mehr oder weniger gründlich, will ich gar nicht in Abrede stellen, allein die Art und Weise wie das geschieht, finde ich doch sehr diskussionswürdig….  und genau diese Diskussion kann in Deutschland gar nicht mehr emotionslos und rein auf der Sachebene geführt werden. Mann und Thema sind längst verbrannt und aller nüchternen Betrachtung enthoben.

Ähnlich ist es um das große Thema „Klima“ / „Klimawandel“ bestellt.

Es gibt im Moment meiner Wahrnehmung nach dazu keine Debatte, die auf rein wissenschaftlicher Ebene geführt wird. Es werden Meinungen ausgetauscht, und das in einer Heftigkeit und Gnadenlosigkeit, die mehr an eine Kriegsreportage, denn an eine akademisch fundierte Debatte gemahnt.

Auf Seiten der Klimawandelbefürworter (und es geht immer um das kleine Wörtchen „menschengemacht“) werden tausende – meist namenlose – Wissenschaftler ins Feld geführt. Und manchmal frage ich mich, ob diese „Wissenschaftler“ tatsächlich Naturwissenschaftler sind, deren Spezialgebiet direkt oder indirekt mit  Klima, Kosmos,  Wetterphänomenen zusammenhängt, oder ob es sich nicht in erster Linie um IT-Spezialisten handelt, die  aus unzähligen Daten am Großrechner „Theorien“ über Klima und Klimawandel generieren… und die Phänomene über die berichtet wird, dann doch nicht den Gegebenheiten und Fakten vor Ort standhalten können…

Wiederum – das ist meine ganz persönliche Meinung, wenn ich die Debatte im Netz und in den Medien verfolge.

Welcher wirklich namhafte Wissenschaftler tritt mit einer / seiner These oder Theorie öffentlich auf, die sich möglicherweise in wesentlichen Teilen von der 95 %igen Mehrheitsmeinung der sogenannten Klimaforscher unterscheidet? Muss er in der gegenwärtig so überaus überhitzten Debatte nicht befürchten, in Grund und Boden gestampft zu werden ob seiner anderen Meinung, schlimmer noch, einer möglichen „Klimawandelleugnung“ bezichtigt zu werden? Und käme das nicht einem hohen Berufsrisiko, verbunden mit einem drohenden Verlust an Reputation und / oder Arbeitsplatz gefährlich nahe?  Denn dieses Attribut fängt man sich schnell ein, wenn man kritisch mit den veröffentlichten Meinungen der Unterstützer der „Erderhitzungstheorie“ nicht übereinstimmt, bzw. nicht schnell genug nachschiebt, dass man den Wandel an sich ja gar nicht leugnet, aber höchst skeptisch der behaupteten Verantwortlichkeit des CO2 – Ausstoßes unserer Industrie und Kraftfahrzeuge für selbigen gegenüber steht. Dann wird man leicht für blind oder gar verrückt erklärt.  Auch der dezente Hinweis, das „menschengemacht“ in erster Linie dem unglaublichen Bevölkerungsanstieg der letzten Jahre geschuldet sein könnte, zählt nicht als Argument,  aber verbrauchen 8 Milliarden Menschen  natürlich nicht sehr viel mehr Energie, Nahrung, Kleidung, Wohnraum usw. als die 3 Milliarden zu meiner Jugendzeit?

Die kriegerische Auseinandersetzung zum Thema Klima gipfelt aber in bösestem Meinungskampf wenn es um Greta geht.  Die einen heben sie in den Himmel der mutigen Kämpferin für den Planeten und verunglimpfen alle, die das nicht so sehen, die anderen ergehen sich in den despektierlichsten Ausdrücken und Beiträgen über Greta selbst und ihre Anhängerschaft.

Ich muss das hier nicht näher beschreiben und will es auch nicht tun, stelle aber mein Statement auch hier ein, dass ich bei Facebook postete anlässlich einer Notiz, die ich las und die  mich zum Nachdenken brachte und mich auch zu diesem Blogbeitrag veranlasste:

Was machst du gerade, fragt mich Facebook.
Nun, ich denke darüber nach, wie viele derjenigen, die sich öffentlich bei Facebook zum Klimawandel zu Wort melden, tatsächlich Wissenschaftler sind, deren Fachgebiet auch wirklich „Klima“ – zumindest aber „Wetter“ – ist. Und um den Aufschrei gleich zu unterbinden, ja, ich weiß, dass Wetter nicht gleich Klima ist, aber in jeder Klimazone der Welt „Wetter“ vorkommt….
Und ich meine damit wirklich die Klimaforscher und Fachleute vor Ort und nicht die IT-Spezialisten an den Großrechnern, die „Daten zu Theorie“ generieren, aber vom Wetter nicht mehr Ahnung haben als ich, die ich aus dem Fenster schaue und sehen kann, dass es im Augenblick regnet, und vom Klima weniger wissenschaftliche Erkenntnis besitzen, als mein alter Erdkundelehrer.
Befinde ich mich möglicherweise in einer Blase von Klimaexperten, die weder Naturwissenschaftler sind noch von Naturwissenschaft je gehört haben, die aber eine deutliche Meinung zu Klima und Katastrophe haben und sie – die Katastrophe – entweder befürchten oder leugnen?
Wenn ich nämlich lese, mit welcher Entschiedenheit sich ein Theologe, gar ein Bischof in die Debatte stürzt, frage ich mich schon, wie groß sein eigener Kenntnisstand zum Thema ist und ob er nicht nur das weitergibt, was andere ihm auf den Zettel geschrieben haben?
Wobei mir immer bewusst ist, dass ich, um es in aller Bescheidenheit mit sokratischen Worten zu sagen, weiß, dass ich eigentlich – klimawissenschaftlich betrachtet – nichts weiß – die Betonung liegt auf „wissenschaftlich“ und nicht auf „journalistisch aufbereitet“.

 

Und damit weise ich dann doch noch dezent auf die andere Dimension hin… Wäre es nicht angebracht für die hohe Geistlichkeit, diese wieder in den Blick der Öffentlichkeit zu rücken?

Es gibt noch eine andere Wirklichkeit – und Wirksamkeit.  Und können wir  – besonders wir  Christen  –   nicht auf diese eher vertrauen, als auf  Klimamodelle und Propheten…

Ein sehr altes Buch enthält die tröstlichen Worte:

„Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“

Das enthebt uns nicht der Aufgabe, mit der Schöpfung sorgsam umzugehen, aber es weist uns in unsere allzu irdischen Schranken…

 

 

 

 

„Wir Schwänzen nicht, wir Kämpfen“…. 12. August, 2019

Posted by Rika in aktuell, gesellschaft, meine persönliche presseschau, schule - kinder.
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(Schreibweise übernommen)

Voller Stolz schreibt ein Opa einen Leserbrief – Spiegel, Ausgabe 33 –  über das Engagement seiner 12-jährigen Enkelin. Diese hat ein Plakat für die fff-Aktivitäten in ihrer Heimatstadt irgendwo in Schleswig-Holstein gemalt.

„Wir Schwänzen nicht, wir Kämpfen“ prangt unübersehbar auf dem schönen Bild, das Autos zeigt die wilde Abgasfahnen in die Welt pusten.

Opa schreibt dazu: „Meine Enkelin, zwölf Jahre, hat es mir erklärt: Für ihre Teilnahme an der „Fridays for Future“ Demo hat sie sich bereit erklärt, den versäumten Unterricht nachzuarbeiten. Dafür nutzte sie das schulfreie Wochenende. Ihr Plakat sagt es: „Wir Schwänzen nicht, wir Kämpfen!““

Ein 12-jähriges Schulkind sollte wissen, dass man Verben klein schreibt… und auch der freundliche Opa sollte das wissen und statt stolz das Plakat öffentlich zur Schau zu stellen, der Enkelin lieber empfehlen, es noch einmal zu überarbeiten, denn sonst könnten Leute wie ich nicht ganz zu Unrecht darauf hinweisen, wie  hoch gefährdet es um die Allgemeinbildung 12-jähriger Schüler in Deutschland bestellt sein mag – und die Frage stellen, ob es nicht sehr viel mehr Sinn machte zu lernen, statt zu kämpfen.

Meine Empfehlung würde ganz besonders dem Physik-, Chemie-, Erdkunde-  und Biologieunterricht gelten, in dem die Kinder Sinnvolles zu den Zusammenhängen von geologischen / geografischen  Gegebenheiten,  Natur und Umwelt erfahren, was für Rettungsaktivitäten   ja nicht ganz unerheblich ist . Das Klima oder gar unseren Planeten retten zu wollen, halte ich ohnehin für menschliche Hybris der schlimmsten Sorte, denn noch verfügen wir nicht über die Sonne und ihre Wirksamkeit, haben keinerlei Einfluss auf das Wetter, das ja in seiner Gesamtheit zum „Klima“ gehört und beiträgt  –  oder ist es umgekehrt, die klimatischen Verhältnisse im Verbund mit den geografischen bestimmen unser Wetter? Ich hab mal während meiner Schulzeit vor rund 50 Jahren etwas von Kontinentalklima gehört, das sich deutlich von den Verhältnissen in Küstenregionen unterscheidet…

Aber das ist ja heute zu vernachlässigen, Klima ist das, was rund um den Globus gerade  Gefahr läuft, durch unser menschliches Dazutun in einer Katastrophe zu enden.

 

 

 

 

Es ist mal wieder richtig Sommer…. 25. Juli, 2019

Posted by Rika in aktuell, aus meinem kramladen.
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Rudi Carrell – der niederländische Entertainer, der mit seinen Gags, seinem Frohsinn  und seinem Gesang über viele Jahre die Deutschen mit lustigen TV-Shows erfreute – fragte einst in einem viel gespielten Lied: „Wann ist mal wieder richtig Sommer, Sommer wie er früher einmal war…?“

Jetzt, lieber Rudi, jetzt!

Endlich, möchte ich fast sagen, denn in den letzten Jahren war es nicht so doll mit dem Sommer…. sieht man mal von jeweils einigen schönen Tagen ab, da hatten wir mal drei Tage Sommer im April,  4 oder 5 Tage Sommer im Mai… und im letzten Jahr sogar mehr als eine Woche Sommer… obwohl ich mich nur ungern daran erinnere, dass ausgerechnet in der Haupturlaubszeit die Tage an der Nordsee so frisch waren, dass die Leute im dicken Pullover und Friesennerz unterwegs waren.

Aber, lieber Rudi, Du wirst es nicht glauben, niemand scheint sich in diesem Jahr über den Sommer zu freuen, außer mir natürlich. Die Leute geraten vielmehr in Panik angesichts der Hitze. Denn diese Hitze ist ja nicht einfach nur „der Sommer, wie er früher einmal war…“  Diese Hitze ist die Erderhitzung und wir sind schuld daran, weil wir unverschämter Weise mit Öl, Kohle oder Gas im Winter unsere Wohnungen heizen, unsere Autos mit Benzin oder Diesel betreiben, nach Malle fliegen oder schlicht und einfach nur ein- und ausatmen, was nämlich auch ganz klimaschädlich ist, wegen CO2. Deshalb fordern ja auch die Panikorchestermitglieder ganz auf Katzen, Hunde und Kinder zu verzichten, weil die ja auch leider überhaupt nicht CO2-neutral sind. Auch die großen Firmen sollten besser alle sofort ihre CO2- frei setzenden Produktionsprozesse einstellen und die Arbeiter in den Dauerurlaub schicken… das würde den Planeten retten… der geht nämlich unter und zwar so  kurz nach den 2030er Jahren, weil dann die Erderhitzung alles Leben zum Erliegen gebracht haben wird. Nun musst Du  aber nicht denken, die Sonne habe irgendetwas damit zu tun, nein, nein. die scheint wie eh und je und hat gar keinen Einfluss auf das Wetter oder das Klima oder die Katastrophe.  Den hat allein der Mensch. Vor allem der Mensch in Deutschland. Die Menschen in China dürfen ja auch weiterhin mit Kohle heizen und auch mit Kohlekraftwerken die Energie für alles das erzeugen, was das menschliche Dasein so angenehm macht: Fernsehgeräte, Kühlschränke, Computer, Smartphones, Waschmaschinen, Kaffeekocher, Klimaanlagen, Herde und Heizlüfter, sogar die Heizdecken für eiskalte Winternächte. Nicht zu vergessen natürlich die vielen schönen neuen E-Autos, die jetzt nicht mehr direkt während der Fahrt zum CO2-Ausstoß und damit zum Missbrauch beitragen, sondern mehr so hintenrum, quasi unsichtbar, weil ja irgendwie die elektrische Energie erzeugt und irgendwo  herkommen muss  und am anderen Ende einer Steckdose – zumindest in China – immer noch ein Kohle-, Gas- oder (bewahre UNS davor der Himmel) ein Atomkraftwerk zuverlässig Strom erzeugt. Denn das „zuverlässig“ ist mit Windrädern nun mal nicht zu schaffen. Heute zum Beispiel geht kein Lüftchen, geschweige denn genug Wind, um die Dinger zuverlässig arbeiten zu lassen. Allerdings, das gebe ich zu, hat heute die Solarenergieerzeugung einen prima Tag erwischt. Denn noch sind wir in der Phase, in der die Sonne mehr als 12 Stunden am Tag scheint und außerdem ist kein Wölkchen am Himmel zu sehen, das die Energieerzeugung trüben könnte.

Heute scheint die Sonne volle Kanne.

Ich wäre ja jetzt gerne am Meer und würde durchs Watt laufen oder im Wasser die warmen Füße kühlen…  Aber das Häuschen auf der Wiese ist besetzt und so sitze ich im Gärtchen unterm Sonnenschirm und genieße die wohlige Wärme.

Aber ich kann natürlich auch die Menschen gut verstehen, die es gerne ein paar Grad weniger warm hätten, nicht wegen der Erderhitzung, sondern weil sie, im Gegensatz zu mir, arbeiten müssen. Und das ist dann doch etwas Schweiß treibend, wie ich heute Morgen beim Fensterputzen am eigenen Leib erfahren habe.

Ich freue mich über diese warmen Sommertage und schwelge in Erinnerungen an heiße Sommer meiner Kindheit, als ich beinahe jeden Tag ins Freibad ging und das Wasser allein durch die Sonne auf 25° oder 26° erwärmt war… pi-warm, wie wir damals fanden, betrug doch die normale Wassertemperatur im ungeheizten Freibad an weniger sonnenreichen Tagen so knapp 18° bis 19°.

Schön war es auch an der Küste im Sommer 1968… Cuxhaven-Döse … jeden Tag Strandwetter, jeden Tag wunderbare Wärme, jeden Tag Watt oder Wasser …. traumhaft. Oder meine erste Jugendfreizeit, an der ich im Sommer 1969 auf Bornholm teilnahm… jeden Tag Sonne satt und eine herrliche Wärme, die die Freizeitleitung dazu veranlasste, die Bibelarbeiten unter den Schatten der duftenden Kiefern im kleine Wäldchen von Duodde  zu verlegen…

Ja, ja, die Erinnerung verklärt und vergoldet so manches Ereignis….

Aber jetzt,  lieber Rudi, jetzt haben auch wir heute endlich richtig Sommer.


Da will ich nicht einmal fragen „wie lange noch?“

 

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