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Panikorchester in Sharm El Sheikh 7. November, 2022

Posted by Rika in aktuell.
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13 Tage, gut 30.000 Teilnehmer, fast 200 Staaten: Im ägyptischen Badeort Sharm El-Sheikh beginnt die UN-Klimakonferenz.

Sharm El Sheikkh am südlichen Zipfel des Sinai, malerisch gelegen am Roten Meer, ist der diesjährige Tagungsort der „“Conference of the Parties“, also die Konferenz der Parteien – gemeint sind jene Staaten, die die sogenannte Klima-Rahmenkonvention unterschrieben haben.“, wie die ARD berichtet.

Es geht darum – wie ja mittlerweile jedes Kind weiß -, die Erderwärmung auf 1.5° C zu begrenzen, weil sonst das Leben auf unserem schönen Planeten nicht mehr möglich ist. Aus blühenden Landschaften wird wüstes Land, die Ozeane treten über die Ufer, Gletscher schmelzen ebenso wie das Eis des Nordpols, Flüsse versiegen…. der Untergang der Welt steht unmittelbar bevor.

Da die Klimawissenschaftler immer noch nicht das Rädchen gefunden haben, mit dem sie die Sonne selbst um das für den Menschen zuträgliche Maß regeln können, müssen die Faktoren in den Griff zu bekommen sein, die die Strahlung der Sonne in der Atmosphäre beeinflussen, also alle die Emissionen, die die Menschen in die Luft blasen und die dort ein schreckliches Unheil anrichten.

Die ARD drückt das ein bisschen wissenschaftlicher aus und schreibt:

„Die Wissenschaft warnt die Politik schon seit Jahrzehnten: Zu viele Treibhausgase in der Luft, also vor allem Kohlendioxid (CO2) und Methan, sorgen dafür, dass sich die Erde immer weiter aufheizt und teilweise unbewohnbar werden könnte. Auch gibt es je nach Region häufiger Stürme, Dürren und Überschwemmungen – mit vielen Millionen Opfern. Erste Weltklimakonferenzen gab es deshalb schon Ende der 1970er- und in den 1980er-Jahren.“

Ich gehe in meiner Einfalt davon aus, dass es je nach Region immer schon lang anhaltende Wetterkapriolen gab, die den Menschen zu schaffen machten, Missernten durch schreckliche Überschwemmungen nach wochenlangem Regen oder furchtbare Dürre, wenn das feuchte Nass ausblieb. In allen Perioden menschlichen Lebens auf dieser Erde gab es völlig ohne menschliche Einflüsse klimatische Veränderungen, die so dramatisch waren, dass ursprüngliche Siedlungsräume verlassen wurden.

Heutzutage bekommen wir Dank der weltweiten Vernetzung der Informationsmedien die Katastrophenmeldungen jederzeit frei Haus geliefert, die Schreckensmeldungen häufen sich und die Berichterstatter und Experten vermitteln das Bild einer Welt, die dem durch Menschen verschuldeten Untergang entgegengeht. Natürlich kommt man dabei nicht umhin, sich als Erdbewohner entsetzlich schuldig zu fühlen, weil man heizt, kühlt und kocht, mit dem Auto fährt oder durch die Gegend fliegt, Kinder in die Welt gesetzt hat, die nicht nur zur Verschärfung der Umweltkatastrophe durch ihre bloße Existenz beitragen, sondern zudem auch noch die Suppe auslöffeln müssen, die wir Alten ihnen durch unser unverantwortliches Tun eingebrockt haben.

Unser verwerfliches Tun (in den zivilisierten Industrienationen) bestand bisher im Wesentlichen darin, die Lebensumstände der Bevölkerung zu verbessern, indem man

1. Werkzeuge und Maschinen (Industrie) erfand, die die Schwerstarbeit übernehmen konnten, die zuvor zum frühen Tod der Arbeiter geführt hatte,

sich 2. die Brennstoffe aus dem Schoß von Mutter Erde zunutze machte, die die Maschinen antrieben,

3. Ackerbau und Landwirtschaft förderte, um die wachsende Erdbevölkerung ernähren zu können,

4. in medizinische Forschung investierte, um schwere Krankheiten besiegen zu können, die zuvor die Erdbevölkerung regelmäßig um etliche Prozentpunkte reduzierte,

5. Bildung für möglichst alle Menschen bereitstellte, damit Forschung, Ingenieurskunst, Kultur und die Verbesserung der Lebensumstände überhaupt möglich sein konnten und Menschen nicht im Stande der unmündigen Dummheit und damit in der Abhängigkeit von den wenigen bleiben mussten, die über Wissen – das bekanntlich Macht ist – verfügten.

Man nennt das auch Fortschritt!

Doch der Fortschritt ist aber nicht nur Segen, sondern vor allen Dingen Fluch, folgt man den Ideologen, die am liebsten zwar alle Bequemlichkeiten weiterhin genießen möchten, aber zugleich den Urzustand des Planeten wieder herzustellen gedenken, wie er vor der Vertreibung des Menschen aus dem Paradies geherrscht haben mag. Leider vergessen die Ideologen, dass wir nicht mehr mit 3 Milliarden Menschen die Erde bevölkern, wie es noch zu meiner Grundschulzeit vor 65 Jahren war, sondern wir uns inzwischen mit nahezu 8 Milliarden Menschen Luft, Wasser, Nahrung und alles, was dazu gehört, teilen müssen.

Das – die ausreichende Versorgung aller Menschen weltweit mit Nahrung, Wohnung, Arbeit, Bildung – ist für mich die Hauptaufgabe, die wir heute zu bewältigen haben.

Schon lange bevorzuge ich deshalb eine Strategie, mit der wir uns auf bedrohliche Situationen einstellen, NICHT, indem wir versuchen, an der Temperaturschraube zu drehen, sondern indem wir – wie in allen Jahrtausenden bisher – unseren Grips einsetzen und Lösungen für mögliche, tatsächliche oder prophezeite Probleme finden. Das schließt das Anliegen der Natur- und Umweltschützer nicht aus, sorgsam mit den (noch) vorhandenen Ressourcen umzugehen und Energieträger zu entwickeln, die auf die Bedürfnisse von 8 Milliarden Menschen in den ganz unterschiedlichen Klimazonen und den damit verbundenen Bedingungen zugeschnitten sind.

Das gilt im übrigen auch für den Schutz der Lebensräume vor wetterbedingten Notlagen.

Ein einfaches Beispiel dazu konnte ich in den letzten Wochen und Monaten vor Ort beobachten: In Erwartung des steigenden Meeresspiegels wurde an unserem Küstenabschnitt an der Nordsee der Deich erhöht. Doch auch in der Vergangenheit ersannen die Bewohner dieses Teils unseres Vaterlandes Methoden, sich dem Meer und seiner Naturgewalt anzupassen. Das Land, auf dem unser Wiesenhäuschen steht, wurde in den zurückliegenden Jahrhunderten der Nordsee abgetrotzt. Waren es in der Vorzeit aufgeschüttete Warften /Wurten, die das eigene Haus oder Gehöft vor der totalen Überflutung bei schweren Winterstürmen bewahrten, kamen die Menschen auf die Idee, gemeinsam nicht nur ihre Häuser, sondern auch das sie umgebende Acker- und Weideland zu schützen, sie bauten Deiche, legten Entwässerungsgräben und Sieltore an und verbesserten die Struktur und Aufbau der Deiche in all den Jahren bis heute.

Ein wunderbares Beispiel für die unermüdliche Arbeit zum Schutz von Hab, Gut und Leben kann man in unserem Nachbarland, den Niederlanden bewundern, dessen bewohnte Fläche zum nicht unerheblichen Teil UNTER dem Meeresspiegel liegt.

Es waren Holländer, die auch im norddeutschen Raum ihr Wissen anboten, das Land vor dem Wüten des Meeres zu schützen.

Und so stelle ich mir in meinem kindlichen Optimismus vor, dass man für nahezu alle Problemzonen dieser Erde individuelle Lösungen entwickeln kann und ich bin davon überzeugt, dass das, die Suche nach diesen Lösungen, die bessere Strategie ist, als die Erderwärmung auf 1,5° zu begrenzen und genau regeln zu wollen.

Machen wir uns doch bitte nichts vor, in einer Zeit, in der jeder Staat um das eigene Wohl und Wehe bedacht ist, wird es uns nicht gelingen, eine gemeinsame Strategie zur Reduzierung der Treibhausemissionen zu erreichen, zumal dem unterschiedlichen Entwicklungsstand der Länder Rechnung getragen werden muss. Aber es kann gelingen, für jedes Fleckchen Erde eine bedarfsgerechte Lösung zu finden und allen Menschen die Teilhabe an den Segnungen zukommen zu lassen, die wir heute schon genießen.

Ich gieße aber dennoch Wasser in den Wein der Zuversicht, denn eine für alle Erdbewohner gleiche Chance auf ein gutes Leben kann nur erreicht werden, wenn wir „Reichen“ bereit sind, unseren Lebensstandard zu reduzieren. Die Erde, dies feste Überzeugung hege ich, kann uns alle tragen und nähren, aber der Überfluss an allen verfügbaren Gütern, den wir in den hoch entwickelten Ländern ständig zur Verfügung haben, wird nicht in gleicher Weise für alle bereitstehen.


Abschließend noch diese Bemerkung: Interessant ist der Rückblick des ARD-Berichts auf die Zeit der ersten Klimatage, zeigt sich darin doch, wie wenig erfolgreich die Strategie zur Begrenzung der Treibhausemissionen bisher war. „Die erste COP unter dem Dach der Klima-Rahmenkonvention fand 1995 in Berlin statt. Deutsche Verhandlungsführerin war damals übrigens Angela Merkel, als Umweltministerin unter Kanzler Helmut Kohl. Schon vor mehr 27 Jahren setzte sich der Gipfel das Ziel festzuschreiben, bis wann und wie stark weltweit der Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase reduziert werden soll.“

WARUM HÄLT MAN ABER IMMER NOCH AN DER ERFOLGLOSEN STRATEGIE FEST ?

Erlauben will ich mir hier auch die lästerliche Frage, wie klimaschädlich die Anreise und Versorgung von gut 30000!!! Teilnehmern aus 200 !!! Staaten zur Reduzierung von Treibhausgasen sein mag.

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Klimahysteriker – irreversibel irre…. 16. Januar, 2020

Posted by Rika in gesellschaft, Grüne Ideologen, hilfe!, klima, medien, politik, presse.
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Ich bin eine bekennende Leugnerin des „menschengemacht“ in Zusammenhang mit Klimaveränderung. Und natürlich leugne ich ebenso die aus dem Klimawandel resultierende Klimakatastrophe.

Zwar leugne ich mitnichten den Klimawandel als solchen, wieso sollte ich auch, schließlich wandelt sich das Klima seit dem Anbeginn der Zeit, aber bei „von Menschen verursacht“ setzt mein logisches Denken ein und die Phantasterei aus.  Denn wenn man sich allein die gegenwärtige, weltweite Serie von Vulkanausbrüchen anschaut, so muss man doch zu der Erkenntnis kommen, dass unsere gute alte Erde (und mit ihr das gesamte Planetensystem) keineswegs statisch im Sinne von „‚wir haben fertig‘ würde der Schöpfer sagen“, ist, sondern sich immer noch in einem stetigen Prozess der Entwicklung befindet, einem Prozess, den die Evolutionstheoretiker bekanntermaßen für die gesamte Entstehung unserer vorhandenen Flora und Fauna und sogar für uns Menschen annehmen. Wieso sollte also ausgerechnet das Klima eine nur statische Form haben? Und so wenig wir das Ausbrechen von Vulkanen, die Erschütterungen bei Erdbeben oder die Entstehung von verheerenden Gewittern und NATURkatastrophen beeinflussen können durch die Einführung von Versicherungen oder Steuern, so wenig wird es uns gelingen, den Klimawandeln zu steuern oder sogar aufzuhalten, um einer herbei phantasierten Katastrophe zu entgehen. Das ist meine Grundhaltung zu dem Thema und noch traue ich mich – trotz zu erwartender Proteste im Internet und Freundes- und Familienkreis –  diese Haltung auch laut und deutlich zu vertreten.

Das könnte mir aber in Zukunft zum Verhängnis werden – nicht, dass ich es jetzt schon besonders nett fände, wegen meiner Haltung einem Shitstorm ausgesetzt zu sein. Nein, es erfordert mittlerweile sogar ein bisschen Mut, sich als Menschengemachterklimakatastrophenleugner zu outen.

Doch ginge es nach dem Willen eines gewissen Herrn von Fabeck, so müsste ich in Zukunft für jede „menschengemacht-Leugnung“ oder gar für jede Klimakatastrophenleugnung mit einer hohen Geldstrafe rechnen und im Wiederholungsfall sogar mit einer Gefängnisstrafe, wenn nicht gar mit lebenslanger Verbannung in irgendein Lager…. Das jedenfalls musste ich heute einem Beitrag entnehmen, den ich bei Achgut gelesen habe.

Wer will, kann ihn ja dort an Ort und Stelle nachlesen.

https://www.achgut.com/artikel/verharmlosung_der_klimakatastrophe_muss_straftat_werden

Mir bleibt dazu nur ein kommentierender und hier nun auch veröffentlichter Gedanke:

Die Klimahysteriker sind irreversibel irre. Man muss vor ihnen warnen. Dringend.

 

Ich war nie gut in Geografie… 2. Januar, 2020

Posted by Rika in klima, medien, politik.
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Ich war leider nie gut in Geografie. Zwar hatte ich keine Mühe, mir die diversen Informationen zu merken, aber ganz offensichtlich ließ mich mein visuelles Gedächtnis immer dann im Stich wenn es darum ging, Städte, Flüsse, Berge oder ähnliche geografische Fixpunkte zielgenau auf einer Landkarte zu orten.

Ich hatte immer nur eine ziemlich ungenaue Vorstellung davon, wo beispielsweise Bayreuth in Deutschland liegt oder wo genau sich Burkina Faso befindet.

Ähnlich ergeht es mir auch mit Spitzbergen. Ich weiß nur, dass diese Inselgruppe irgendwo weit nördlich von Hannover und jenseits des Nordpolarkreises im Nordmeer liegt. So bin ich natürlich sehr dankbar für alle Informationen, die meine Wissenslücken irgendwie schließen oder zumindest verkleinern.

Gestern zum Beispiel blieb ich beim Zappen durch die Programme bei einer sehr sehenswerten Sendung über Reisende auf großen und auch kleinen Schiffen im Nordmeer hängen. Die Reisegruppe machte nämlich einen Besuch auf Spitzbergen. Und die Stimme aus dem Off erzählte mir, dass wegen des Klimawandels Spitzbergen nun nicht mehr dauerhaft schneebedeckt sei… wie vielleicht noch vor 30 Jahren, eine Zeitangabe  fehlte nämlich, die wäre aber meiner Meinung nach doch notwendig gewesen.

Mehr intuitiv als vom bewussten Wissen gesteuert, wollte ich dieser Off-Stimme nicht glauben. Irgendetwas stimmte nicht an der Geschichte.

Heute Morgen, noch im Aufwachen, fiel es mir wieder ein: Nonnengänse!

Vor Jahren hatte ich einen Film über Nonnengänse gesehen, die im Sommer ihre – für unsere Verhältnisse – öden Brutplätze in Spitzbergen aufsuchen, um dort ihr Jungen auszubrüten und aufzuziehen. Die jungen Nonnengänse müssen sich in der kurzen Vegetationszeit soviel Fett anfressen, dass sie die strapaziöse Flugreise über tausende Kilometer zurück in ihre Winterquartiere überhaupt schaffen. Wie, so dachte ich heute Morgen, können junge Nonnengänse aber auf den total verschneiten Inseln Spitzbergens überhaupt genug Fressbares finden und wie dumm wäre es von Mutter Natur, die Entenvögel noch dazu mit einem Instinkt auszurüsten, der sie in unwirtliches Gelände führt, um ausgerechnet da ihre Jungen aufzuziehen?

Ich hatte im Herbst riesige Schwärme von Nonnengänsen beobachtet, die auf dem Nachbarfeld unserer Wiese sich den notwendigen Reiseproviant für ihren Weg zurück ins Winterquartier in die wärmeren Gebieten Europas anfutterten. Die Nönnchen blieben 3 – 4 Tage, dann war das Feld abgegrast und die Gänse verschwunden. Ich hatte mit Interesse die Tiere beobachtet und im Internet nähere Informationen über sie gesucht und auch gefunden.

Hier zum Beispiel, der wunderschönen Fotos wegen … und auch hier, da die Informationen sehr gut sind.

Die Nonnengänse und Spitzbergen ließen mir heute Morgen  keine Ruhe.

Besser gesagt, die Informationspolitik des Bildungsfernsehens ließ und lässt mir keine Ruhe. Es ist die verkürzte Darstellung eines Sachverhaltes zur Befeuerung einer ganz bestimmten, ideologisch bevorzugten Theorie, die mich irritiert.  So wie die Stimme aus dem Off berichtete, muss man davon ausgehen, dass Spitzbergen erst seit wenigen Jahren im Sommer eisfreie Küstenzonen hat und natürlich wird das – wie sollte es auch anders sein – mit dem menschengemachten Klimawandel in Beziehung gebracht. Aber so sind die realen Verhältnisse nun einmal nicht. Mit ein wenig mehr Bewusstsein für „Wahrheit“ hätte der Off-Mann darauf hinweisen können, dass es in der langen Geschichte Spitzbergens sehr unterschiedliche klimatische Bedingungen gab und der Wandel, den wir heute registrieren, seit ewigen Zeiten vonstatten geht.

Das ist doch nicht zu viel verlangt, oder doch?

 

 ERGÄNZUNG
Man könnte mich angesichts dieses kurzen Statements für kleinkariert halten, aber es ist genau diese Methode der Halbwahrheiten und Weglassungen in den allgemeinen Sendungen wie in den Nachrichtenportalen, die mein bisher großes Vertrauen in die Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Medien zunichte gemacht haben. Viel zu viele Beispiele unlauterer Berichte, nebulöser Behauptungen ließen sukzessive meinen Glauben an sachlich richtige Informationen schwinden. Es ist nichts mehr von ihm geblieben.

Ich bin Oma …. und ’ne ganz patente Frau…. 28. Dezember, 2019

Posted by Rika in familie, frauen, gesellschaft, Grüne Ideologen, Kinder - Famile, mütter, medien, politik, presse.
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Wie oft, so denke ich gerade, mussten sich Busfahrer während langer Fahrten mit Schulklassen oder sonstigen lustigen Reisegesellschaften das berühmte Lied über die Motorrad fahrende Oma anhören? Mir fallen spontan mindestens zwei Reisen aus meiner lange zurück liegenden Jugendzeit ein, während derer wir die lange Busfahrt durch intensives Singen dieses und ähnlicher Spaßlieder ein wenig erträglich gestalteten. Ob das den Busfahrern wohl gefallen hat?

Diese Version des Oma-im-Hühnerstall-Liedes spuckte mir das Suchmaschinchen aus:

„Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad
(Liederbuch 1980)

Text: anonym
Melodie: nach „Wir versaufen unser Oma ihr klein Häuschen“

Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad

1.Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad, Motorrad, Motorrad, meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad, meine Oma ist ne ganz patente Frau.

2.Meine Oma lernt im Suppenteller schwimmen, ja schwimmen, ja schwimmen, meine Oma lernt im Suppenteller schwimmen und der Opa fährt im Schlauchboot hinterher.

3.Meine Oma fährt im Panzer zum Finanzamt …

4.Meine Oma hat im Backenzahn ein Radio …

5.Meine Oma bäckt im Kühlschrank eine Torte …

6.Meine Oma hat nen Schlüsselbund mit Kompass …

7.Meine Oma hat nen Nachttopf mit Beleuchtung …

8.Meine Oma hat nen Löffel mit Propeller …

9.Meine Oma hat ne Teekanne mit Schutzblech …

10.Meine Oma hat ne Glatze mit Geländer …

11.Meine Oma hat nen Petticoat aus Wellblech … |
[S. 43]

12. Meine Oma hat nen Goldfisch, der raucht Pfeife …

13. Meine Oma hat nen Sturzhelm mit Antenne …

14. Meine Oma hat nen Papagei mit Blue Jeans …

15. Meine Oma hat im Strumpfband nen Revolver …

16. Meine Oma hat Klosettpapier mit Blümchen …

17. Meine Oma hat nen Bandwurm, der gibt Pfötchen …

18. Meine Oma hat ne Brille mit Gardinen …

19. Meine Oma hat nen Waschbecken mit Sprungbrett …

20. Meine Oma hat nen Krückstock mit nem Rücklicht …

21. Meine Oma hat nen Kochtopf mit nem Lenkrad …

22.
Meine Oma hat nen Dackel, der trägt Höschen …

23. Meine Oma guckt die Tagesschau mit’m Fernrohr …

24. Meine Oma springt auf Stelzen in die Disco …

25. Meine Oma …………………….

26. Meine Oma ……………………..

27. Meine Oma ……………………..“

Quelle: http://www.liederlexikon.de/lieder/meine_oma_faehrt_im_huehnerstall_motorrad/editionc

Alle diese Strophen besingen auf witzige Weise eine Oma, die mitten im Leben steht, den einen oder anderen liebenswerten Spleen pflegt und sehr kreative Lösungen für absonderliche Probleme aller Art zu finden scheint, kurz, diese Oma ist, wie auch der Refrain nach jeder Strophe betont, „eine ganz patente Frau“.

Nun leben wir ja im Zeitalter des Wandels, des Klimawandels, um genau zu sein, noch genauer, im Zeitalter des menschengemachten Klimawandels. Und da sich das Jahr dem Ende zuneigt und man auch einen lustigen Beitrag im Rückblick auf das Gewesene produzieren wollte, so mussten sich wohl die Verantwortlichen beim WDR gedacht haben, sollte man doch kreativ werden. Kinder, so werden sie außerdem gedacht haben, gehen immer. Kinder sind fröhlich, spontan, witzig und erwärmen schon beim Zuschauen das Herz aller Menschen. Leider war aber die Kreativabteilung des WDR so ein wenig in Zeitdruck. Einen Sketch zu basteln war wohl nicht mehr möglich, aber ein kleines Gedicht, besser noch ein Liedchen, von Kindern gesungen, das müsste noch zu schaffen sein. Aber Text und eine dazu passende eigene Komposition… nein, das war nicht mehr zu leisten. Aber es gibt ja eine Menge lustiger Melodien, die man mit einem neuen Text versehen kann. Und dann spielte auch noch der Zufall perfekt in die Hände der unter Druck stehenden Verantwortlichen. Da hatte doch so ein junger Mensch (dessen Name mir nicht einfällt, dem ich aber auch nicht die Ehre geben will, meine Zeit in die Googelei zu inverstieren)  neulich erst mit harschen Worten darüber getwittert, dass sich doch bitte schön die Großeltern nicht mehr in die Zukunft der Enkel einzumischen hätten, da die Omas und Opas ja ohnehin bald abtreten würden – oder vielleicht sogar sollten, so genau habe ich den wichtigen Beitrag nicht mehr im Kopf. Aber „Großeltern“ ergaben das alles entscheidende Stichwort. Gab es da nicht mal was mit ’ner Oma?

Und schon wurde die alte Oma im Hühnerstall reaktiviert, mit ein paar neuen, aber wenig originellen Attributen versehen, der Kinderchor zum Einsingen des Elaborats einbestellt und fertig war der satirische Beitrag zum Jahresrückblick des WDR:

Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad. Das sind tausend Liter Super jeden Monat. …

Meine Oma fährt mit ´nem SUV beim Arzt vor, überfährt dabei zwei Opis mit Rollator. …

Meine Oma brät sich jeden Tag ein Kotelett, ein Kotelett, ein Kotelett. Weil Discounterfleisch so gut wie gar nix kostet.

Meine Oma fliegt nicht mehr, sie ist geläutert, geläutert, geläutert. Stattdessen macht sie jetzt zehnmal im Jahr ‘ne Kreuzfahrt.

 

Das hätte, wenn – wie gesagt – schon nicht originell, aber wenigstens doch ein bisschen witzig sein können, hätte man den Originalrefrain beibehalten und eine leicht verpeilte,, aber ansonsten doch ganz patente Oma präsentiert.

Aber patente Omas (so vermute ich) sind für die modernen Macher der Unterhaltungssendungen allenfalls  die „Omas gegen Rechts“, doch die kommen ja bei Klima nicht vor. Und alle anderen Omas sind nicht nur von gestern, sondern ebenso anrüchig wie „alte weiße Männer“, mit denen will auch niemand etwas zu tun haben, die stellt man am besten ins Abseits. Also musste natürlich und zwangsläufig der Refrain geändert werden. Das war allerdings eine recht schwierige Aufgabe, da ja der Text dem Takt des Liedes angeglichen werden musste.  Also irgendwie rein taktmäßig so klingen wie „eine ganz patente Frau“, ohne aber das verflixte „patent“. Und Frau klingt ja auch irgendwie nach vorgestern und passt nicht in ein satirisches Lied. Aber coolen Menschen fällt natürlich dann doch die passende Formulierung ein:

Meine Oma ist ’ne alte Umweltsau

Die Macher fanden das vermutlich megacool und megawitzig. Und auch so dicht am Puls der Zeit. So, liebe Leute, springt man schnell noch auf den mit jugendlichem Elan dahin brausenden Umweltschutzzug auf. Prima.

Aber, und das finde ich persönlich außerordentlich tröstlich, das Publikum zeigte in seiner Reaktion wesentlich mehr Verstand als alle WDR-Verantwortlichen zusammen und sehr viel freundliche Menschlichkeit den Omas gegenüber und sogar Mitgefühl für das gescholtene Borstenvieh, das ja ebenfalls auf ganz gemeine und ehrabschneidende Weise in einem Lied verhohnepipelt wurde.

Es ergoss sich ein wahrer Shitstorm über den WDR und die Kreativabteilung des Senders. Mir persönlich taten die jungen Sängerinnen leid, die in Bild und Ton und für alle gut erkennbar ihre Omas durch den Dreck zogen…. ob sie das ihrer eigenen Oma wohl zu Heiligabend in der guten Stube singen würden, fragte ich mich? Vielleicht schon. Sind doch unsere lieben Kinder inzwischen recht abgebrüht, was die öffentliche Beschimpfung anderer Leute angeht. Nur, dass es bisher immer darum ging, ganz allgemein die bösen Klimaleugner in die ihnen zugestandenen Ecken zu stellen oder mutig am FfF-Tag Schilder zu präsentieren, auf denen die Unbelehrbaren mit unschönen Ausdrücken bedacht werden. Omas standen bisher nicht unter Generalverdacht.

Und natürlich verstanden sich die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten bisher immer auch als Streiter gegen Hass und Intoleranz. Die ARD hat sogar einen eigenen Faktenfinder, um all die Hasser zu widerlegen, die ungefragt ihre unausgegorenen Statements und üble Beschimpfungen per Internet unter die Leute zu bringen wünschen.  Für die Belehrung der Bürger sind nämlich ganz alleine die mit unseren Gebühren finanzierten  Medien zuständig, allenfalls noch die Ableger der ehemals großen Magazine – nein, nicht die Bunte oder das Goldene Blatt…

Auch die Sprachüberwachung zur Erkennung von Hass und Gewalt steht ganz allein den damit beauftragten Rechercheteams zu, die im Sinne der Netzdurchsetzungsverordnung tätig werden. „Feine Sahne Fischfilet“ allerdings darf (durfte) sogar mit freundlichster Billigung des Bundespräsidenten  „Bulle……..ne und Fresse einschlagen“ besingen, andere dürfen das nicht.

Ach, ich verstehe,  gemessen an „Bullen……ne“ ist „Umweltsau“ doch ganz harmlos. Oder?

Kein „harmlos“. Vielmehr eine energische Zurückweisung.

Denn die „Umweltsau“ wusste Danny Hollek noch zu steigern und veröffentlichte diesen netten Satz:

„Lass mal über die Großeltern reden, von denen, die jetzt sich über #Umweltsau aufregen. Eure Oma war keine #Umweltsau. Stimmt. Sondern eine #Nazisau.“

Bei Facebook gefunden, habe ich das so kommentiert:

„Ich bin die Enkelin und die Tochter derjenigen, die als „Nazisau“ beschimpft werden und gleichzeitig als Oma die so bezeichnete „Umweltsau“… und ich habe mir bislang nicht vorstellen können, dass diese Titulierungen im Einklang stehen können mit dem Bildungsauftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.
Hass und Verachtung scheinen nun auch als Standard im öffentlich-rechtlichen Sprachgebrauch zu werden.“

Der schleichende Verfall ethischer / moralischer Übereinkommen für unsere und in unserer Gesellschaft wird so überdeutlich erkennbar.

Und mehr möchte ich eigentlich zu diesem Zeitpunkt nicht hinzufügen.

 

Doch dies noch: Ich bin Oma und ’ne ganz patente Frau!

 

 

 

 

Meinungsstreit … Meinungskrieg? 29. September, 2019

Posted by Rika in christsein und glaube, gesellschaft, hass, meine persönliche presseschau, politik, presse.
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„himmel und erde“

so habe ich ihn genannt, meinen Blog und zur näheren Erklärung (siehe oben) dies hinzugefügt:

Ach ja, mein Blog-Titel „Himmel und Erde“ – ich lebe hier auf der Erde, gerne und sehr bewusst, aber ich bin davon überzeugt, dass es noch eine andere Dimension gibt, ich nenne sie „Himmel“.“

 

Manchmal muss ich mir das einfach wieder einmal bewusst machen: Ich lebe hier auf der Erde, aber es gibt noch eine andere Dimension.

Manchmal kommt diese andere Dimension ganz schön zu kurz, ich meine, bei mir kommt sie zu kurz, denn diese andere Dimension entzieht sich ja meiner Beeinflussung, ich kann sie nicht beschneiden, nicht steuern, nicht vergrößern oder verkleinern. Sie existiert unabhängig von mir, ist einfach eine andere Realität. Aber das soll jetzt nicht das Thema sein, so wichtig es auch ist.

Leben und glauben mit allen Facetten – das ist das, was ich immer wieder neu auslote… gerne auch mit Freunden. Sie müssen nicht immer die gleiche Meinung vertreten oder Ansicht haben wie ich.“   so geht es in meiner ergänzenden Erklärung weiter.

Meinungen austauschen oder teilen, Ansichten kontrovers diskutieren…. eigentlich habe ich Freude an solchen Diskussionen, oder sollte ich besser sagen „hatte ich Freude“? Hier auf meinem Blog ist der Gedankenaustausch recht einseitig, ich erzähle und  ab und zu bekomme ich eine Antwort in Form eines Kommentars.  Und nur äußerst selten kommt es dabei zu einem heftigen Schlagabtausch und noch seltener – zum Glück – zu beleidigenden Äußerungen.

Die aber, so lese ich es immer wieder in einem anderen sozialen Medium, nehmen auf geradezu beängstigende Weise Formen an, die mir jede Debatte, jede Diskussion, jedes Gespräch und jeden Kommentar verleiden. Es ist nicht einfach mehr nur ein Meinungsstreit – oft genug von Protagonisten ausgetragen, die selber weder Experten noch Kenner der Materie sind, über die so heftig wie unqualifiziert gerungen wird, man trägt eben nur eine Meinung weiter, kein fundiertes oder gar unwiderlegbares Wissen.  Denn leider bleibt es viel zu oft nicht bei diesem Streit über eine „Meinung“ zu den gerade am meisten diskutierten Themen, oft genug mischen sich gezielte persönliche  Häme und beleidigende Formulierungen gegenüber  den „gegnerischen Kommentatoren“ unter die angeblichen Sachargumente, dass einem Hören und Sehen vergehen kann.

Da vergeht mir jede Lust und fehlt mir jede Freude.

Ganz abgesehen von den persönlichen Angriffen – ab und zu auch auf meine Person – nehme ich die gegenseitigen  Anfeindungen als einen gefährlichen  Wandel hinsichtlich des gesellschaftlichen Zusammenhalts wahr. Auch in früheren Jahren wurde heftig gestritten, laut und manchmal auch pöbelnd, aber niemals zuvor habe ich soviel an Hass, Verachtung und Ausgrenzung empfunden, wie es mir jetzt zunehmend entgegenschlägt. Und leider bleibt dabei nicht nur die Höflichkeit, ein Mindestmaß an Anstand auf der Strecke, sondern, so will es mir scheinen, auch Verstand und Sachverstand.

Dies, Verstand und Sachverstand, lassen nicht nur die Ritter der richtigen Meinung im Internet vermissen, das beobachte ich mit zunehmendem Entsetzen auch bei den professionellen Vertretern der schreibenden Zunft, den Journalisten und Bildgestaltern der großen öffentlichen Magazine, hier sei exemplarisch  der „Spiegel“ genannt. Ich hatte ja gedacht, dass sich die manische Beschäftigung mit dem größten Bösewicht unserer Zeit langsam legen würde, aber weit gefehlt.  Wenn auf einem der letzten Titelbilder des einstmals ebenso guten wie kritischen Blattes Herr Trump einem „Trio Infernale“ zugeordnet wird im Verbund mit dem Saudischen Kronprinzen und dem Herrn des Iran, so ist das weder sachlich richtig noch Politsatire, es ist einfach nur widerliche und widerwärtige antiamerikanische Propaganda. Der Spiegel erzeugt damit eine hasserfüllte  Einstellung gegenüber dem Präsidenten eines „befreundeten“ Staates, übt sich in schmieriger Erniedrigung eines unliebsamen Politikers, der „als Person“ sehr viel  mehr in den Blick genommen wird als die Politik, die er vertritt. Ich hatte immer schon den Eindruck, dass die Kritik vor allem dem „Mann“ Trump gilt und weniger dem „Präsidenten“ Trump – und dass die Medien immer noch beleidigt sind, dass sie in ihrer Einschätzung, Frau Clinton würde haushoch die Wahl gewinnen – aus welchen Gründen auch immer – so grundlegend falsch daneben lagen. Aber das ist, ich sage es ausdrücklich, meine durch keinerlei Studien oder Umfragen gerechtfertigte „Meinung“… und natürlich kann ich mich darin ebenso gründlich irren, wie die Journalisten, die einst Frau Clinton auf den Thron geschrieben haben.

Dass Herr Trump durchaus auch Kritik verdient, wie nahezu alle Staatschefs dieser Welt mehr oder weniger gründlich, will ich gar nicht in Abrede stellen, allein die Art und Weise wie das geschieht, finde ich doch sehr diskussionswürdig….  und genau diese Diskussion kann in Deutschland gar nicht mehr emotionslos und rein auf der Sachebene geführt werden. Mann und Thema sind längst verbrannt und aller nüchternen Betrachtung enthoben.

Ähnlich ist es um das große Thema „Klima“ / „Klimawandel“ bestellt.

Es gibt im Moment meiner Wahrnehmung nach dazu keine Debatte, die auf rein wissenschaftlicher Ebene geführt wird. Es werden Meinungen ausgetauscht, und das in einer Heftigkeit und Gnadenlosigkeit, die mehr an eine Kriegsreportage, denn an eine akademisch fundierte Debatte gemahnt.

Auf Seiten der Klimawandelbefürworter (und es geht immer um das kleine Wörtchen „menschengemacht“) werden tausende – meist namenlose – Wissenschaftler ins Feld geführt. Und manchmal frage ich mich, ob diese „Wissenschaftler“ tatsächlich Naturwissenschaftler sind, deren Spezialgebiet direkt oder indirekt mit  Klima, Kosmos,  Wetterphänomenen zusammenhängt, oder ob es sich nicht in erster Linie um IT-Spezialisten handelt, die  aus unzähligen Daten am Großrechner „Theorien“ über Klima und Klimawandel generieren… und die Phänomene über die berichtet wird, dann doch nicht den Gegebenheiten und Fakten vor Ort standhalten können…

Wiederum – das ist meine ganz persönliche Meinung, wenn ich die Debatte im Netz und in den Medien verfolge.

Welcher wirklich namhafte Wissenschaftler tritt mit einer / seiner These oder Theorie öffentlich auf, die sich möglicherweise in wesentlichen Teilen von der 95 %igen Mehrheitsmeinung der sogenannten Klimaforscher unterscheidet? Muss er in der gegenwärtig so überaus überhitzten Debatte nicht befürchten, in Grund und Boden gestampft zu werden ob seiner anderen Meinung, schlimmer noch, einer möglichen „Klimawandelleugnung“ bezichtigt zu werden? Und käme das nicht einem hohen Berufsrisiko, verbunden mit einem drohenden Verlust an Reputation und / oder Arbeitsplatz gefährlich nahe?  Denn dieses Attribut fängt man sich schnell ein, wenn man kritisch mit den veröffentlichten Meinungen der Unterstützer der „Erderhitzungstheorie“ nicht übereinstimmt, bzw. nicht schnell genug nachschiebt, dass man den Wandel an sich ja gar nicht leugnet, aber höchst skeptisch der behaupteten Verantwortlichkeit des CO2 – Ausstoßes unserer Industrie und Kraftfahrzeuge für selbigen gegenüber steht. Dann wird man leicht für blind oder gar verrückt erklärt.  Auch der dezente Hinweis, das „menschengemacht“ in erster Linie dem unglaublichen Bevölkerungsanstieg der letzten Jahre geschuldet sein könnte, zählt nicht als Argument,  aber verbrauchen 8 Milliarden Menschen  natürlich nicht sehr viel mehr Energie, Nahrung, Kleidung, Wohnraum usw. als die 3 Milliarden zu meiner Jugendzeit?

Die kriegerische Auseinandersetzung zum Thema Klima gipfelt aber in bösestem Meinungskampf wenn es um Greta geht.  Die einen heben sie in den Himmel der mutigen Kämpferin für den Planeten und verunglimpfen alle, die das nicht so sehen, die anderen ergehen sich in den despektierlichsten Ausdrücken und Beiträgen über Greta selbst und ihre Anhängerschaft.

Ich muss das hier nicht näher beschreiben und will es auch nicht tun, stelle aber mein Statement auch hier ein, dass ich bei Facebook postete anlässlich einer Notiz, die ich las und die  mich zum Nachdenken brachte und mich auch zu diesem Blogbeitrag veranlasste:

Was machst du gerade, fragt mich Facebook.
Nun, ich denke darüber nach, wie viele derjenigen, die sich öffentlich bei Facebook zum Klimawandel zu Wort melden, tatsächlich Wissenschaftler sind, deren Fachgebiet auch wirklich „Klima“ – zumindest aber „Wetter“ – ist. Und um den Aufschrei gleich zu unterbinden, ja, ich weiß, dass Wetter nicht gleich Klima ist, aber in jeder Klimazone der Welt „Wetter“ vorkommt….
Und ich meine damit wirklich die Klimaforscher und Fachleute vor Ort und nicht die IT-Spezialisten an den Großrechnern, die „Daten zu Theorie“ generieren, aber vom Wetter nicht mehr Ahnung haben als ich, die ich aus dem Fenster schaue und sehen kann, dass es im Augenblick regnet, und vom Klima weniger wissenschaftliche Erkenntnis besitzen, als mein alter Erdkundelehrer.
Befinde ich mich möglicherweise in einer Blase von Klimaexperten, die weder Naturwissenschaftler sind noch von Naturwissenschaft je gehört haben, die aber eine deutliche Meinung zu Klima und Katastrophe haben und sie – die Katastrophe – entweder befürchten oder leugnen?
Wenn ich nämlich lese, mit welcher Entschiedenheit sich ein Theologe, gar ein Bischof in die Debatte stürzt, frage ich mich schon, wie groß sein eigener Kenntnisstand zum Thema ist und ob er nicht nur das weitergibt, was andere ihm auf den Zettel geschrieben haben?
Wobei mir immer bewusst ist, dass ich, um es in aller Bescheidenheit mit sokratischen Worten zu sagen, weiß, dass ich eigentlich – klimawissenschaftlich betrachtet – nichts weiß – die Betonung liegt auf „wissenschaftlich“ und nicht auf „journalistisch aufbereitet“.

 

Und damit weise ich dann doch noch dezent auf die andere Dimension hin… Wäre es nicht angebracht für die hohe Geistlichkeit, diese wieder in den Blick der Öffentlichkeit zu rücken?

Es gibt noch eine andere Wirklichkeit – und Wirksamkeit.  Und können wir  – besonders wir  Christen  –   nicht auf diese eher vertrauen, als auf  Klimamodelle und Propheten…

Ein sehr altes Buch enthält die tröstlichen Worte:

„Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“

Das enthebt uns nicht der Aufgabe, mit der Schöpfung sorgsam umzugehen, aber es weist uns in unsere allzu irdischen Schranken…

 

 

 

 

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