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Ich war nie gut in Geografie… 2. Januar, 2020

Posted by Rika in klima, medien, politik.
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Ich war leider nie gut in Geografie. Zwar hatte ich keine Mühe, mir die diversen Informationen zu merken, aber ganz offensichtlich ließ mich mein visuelles Gedächtnis immer dann im Stich wenn es darum ging, Städte, Flüsse, Berge oder ähnliche geografische Fixpunkte zielgenau auf einer Landkarte zu orten.

Ich hatte immer nur eine ziemlich ungenaue Vorstellung davon, wo beispielsweise Bayreuth in Deutschland liegt oder wo genau sich Burkina Faso befindet.

Ähnlich ergeht es mir auch mit Spitzbergen. Ich weiß nur, dass diese Inselgruppe irgendwo weit nördlich von Hannover und jenseits des Nordpolarkreises im Nordmeer liegt. So bin ich natürlich sehr dankbar für alle Informationen, die meine Wissenslücken irgendwie schließen oder zumindest verkleinern.

Gestern zum Beispiel blieb ich beim Zappen durch die Programme bei einer sehr sehenswerten Sendung über Reisende auf großen und auch kleinen Schiffen im Nordmeer hängen. Die Reisegruppe machte nämlich einen Besuch auf Spitzbergen. Und die Stimme aus dem Off erzählte mir, dass wegen des Klimawandels Spitzbergen nun nicht mehr dauerhaft schneebedeckt sei… wie vielleicht noch vor 30 Jahren, eine Zeitangabe  fehlte nämlich, die wäre aber meiner Meinung nach doch notwendig gewesen.

Mehr intuitiv als vom bewussten Wissen gesteuert, wollte ich dieser Off-Stimme nicht glauben. Irgendetwas stimmte nicht an der Geschichte.

Heute Morgen, noch im Aufwachen, fiel es mir wieder ein: Nonnengänse!

Vor Jahren hatte ich einen Film über Nonnengänse gesehen, die im Sommer ihre – für unsere Verhältnisse – öden Brutplätze in Spitzbergen aufsuchen, um dort ihr Jungen auszubrüten und aufzuziehen. Die jungen Nonnengänse müssen sich in der kurzen Vegetationszeit soviel Fett anfressen, dass sie die strapaziöse Flugreise über tausende Kilometer zurück in ihre Winterquartiere überhaupt schaffen. Wie, so dachte ich heute Morgen, können junge Nonnengänse aber auf den total verschneiten Inseln Spitzbergens überhaupt genug Fressbares finden und wie dumm wäre es von Mutter Natur, die Entenvögel noch dazu mit einem Instinkt auszurüsten, der sie in unwirtliches Gelände führt, um ausgerechnet da ihre Jungen aufzuziehen?

Ich hatte im Herbst riesige Schwärme von Nonnengänsen beobachtet, die auf dem Nachbarfeld unserer Wiese sich den notwendigen Reiseproviant für ihren Weg zurück ins Winterquartier in die wärmeren Gebieten Europas anfutterten. Die Nönnchen blieben 3 – 4 Tage, dann war das Feld abgegrast und die Gänse verschwunden. Ich hatte mit Interesse die Tiere beobachtet und im Internet nähere Informationen über sie gesucht und auch gefunden.

Hier zum Beispiel, der wunderschönen Fotos wegen … und auch hier, da die Informationen sehr gut sind.

Die Nonnengänse und Spitzbergen ließen mir heute Morgen  keine Ruhe.

Besser gesagt, die Informationspolitik des Bildungsfernsehens ließ und lässt mir keine Ruhe. Es ist die verkürzte Darstellung eines Sachverhaltes zur Befeuerung einer ganz bestimmten, ideologisch bevorzugten Theorie, die mich irritiert.  So wie die Stimme aus dem Off berichtete, muss man davon ausgehen, dass Spitzbergen erst seit wenigen Jahren im Sommer eisfreie Küstenzonen hat und natürlich wird das – wie sollte es auch anders sein – mit dem menschengemachten Klimawandel in Beziehung gebracht. Aber so sind die realen Verhältnisse nun einmal nicht. Mit ein wenig mehr Bewusstsein für „Wahrheit“ hätte der Off-Mann darauf hinweisen können, dass es in der langen Geschichte Spitzbergens sehr unterschiedliche klimatische Bedingungen gab und der Wandel, den wir heute registrieren, seit ewigen Zeiten vonstatten geht.

Das ist doch nicht zu viel verlangt, oder doch?

 

 ERGÄNZUNG
Man könnte mich angesichts dieses kurzen Statements für kleinkariert halten, aber es ist genau diese Methode der Halbwahrheiten und Weglassungen in den allgemeinen Sendungen wie in den Nachrichtenportalen, die mein bisher großes Vertrauen in die Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Medien zunichte gemacht haben. Viel zu viele Beispiele unlauterer Berichte, nebulöser Behauptungen ließen sukzessive meinen Glauben an sachlich richtige Informationen schwinden. Es ist nichts mehr von ihm geblieben.

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Aussteiger mit Tradition…. 5. März, 2018

Posted by Rika in gesellschaft, medien, politik.
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Nein, ich meine in diesem Fall mit  „Aussteiger“ nicht die „üblichen“ einzelnen Individuen, die ihr vom ganz normalen Wahnsinn beherrschtes   Leben hinter sich lassen und sich irgendwo in der schönen weiten oder auch nahen wilden Welt in eine kleine ökologische und / oder esoterische Nische zurückziehen und sich die Welt machen, wie es ihnen gefällt. Es geht – wie schon in dem Beitrag  über den „Abschied vom Diesel“ um die Artikelserie, die bei Achgut von verschiedenen Autoren geschrieben wird und sich auf die  –  auf ideologischen Konstrukten basierenden – Veränderungen bezieht, die sich leise, schleichend und von den meisten Bürgern dieses Landes kaum wahrgenommen vollzieht: Der Ausstieg aus bisher bestehenden  Grundannahmen  in gesellschaftlichen / ökonomischen / familiären / ökologischen / wissenschaftlichen  Belangen und Bereichen.

Das, was ich schon lange wahrnehme, aber nicht konkret in Worte fassen und schon gar nicht belegen konnte, weil mir dazu einfach die Mittel der Recherche fehlen, wird an wenigen exemplarischen Modellen dargestellt und somit deutlich gemacht. Es ist das Verdienst von Achgut, diesen nahezu geräuschlos verlaufenden  Prozess der Veränderung – der sehr viel stärker in unser Leben eingreifen wird, als es bisher denkbar ist – sichtbar und erkennbar  zu machen.

Der zuletzt erschienene Artikel trägt den Titel : „Gefühlte Wissenschaft“ und   beschäftigt sich u.a. mit der Abkehr von anerkannten wissenschaftlichen Methoden des Erkenntnisgewinns …

Wissenschaft ist aus gutem Grund ein nachdenklicher und vorsichtiger Prozess: Alles darf kritisiert und angezweifelt werden. Wissen muss revidierbar bleiben. Der Zweifel ist das methodische Prinzip der gesamten modernen Naturwissenschaft. Dieses aufklärerische Prinzip ist beispielsweise beim Thema Klimawandel weitgehend außer Kraft gesetzt. In der öffentlichen Debatte gilt „Klimaschutz“ als hochmoralisches Anliegen.

Die aus wissenschaftlichen Versuchen gewonnenen Erkenntnisse werden – sollte ich besser sagen wurden bisher – nur dann in den Kanon des Wissens aufgenommen, wenn nachfolgende Versuche in /  zu unterschiedlichen Bedingungen  sie bestätigten, um auszuschließen, dass zufällig auftretende  Variablen das Ergebnis beeinflusst haben könnten.  Das macht Wissenschaft aus und das macht sie gleichzeitig auch so spannend.  „Der Zweifel ist die Mutter der Erkenntnis.“ Und daneben ist  das alte Wort des Sokrates zugeschrieben wird, „Ich weiß, das ich nichts weiß“  der Urgrund allen Erkenntnis- und Wissensgewinn, meint es doch nichts anderes, als dass jede neu gewonnenen Einsicht den Blick der Neugier weitet für das, was hinter dem Horizont des bisherigen Wissens liegt, es sind die Fragen nach diesem „Dahinter“ die Menschen antreibt ihr Dasein zu erforschen, die Geheimnisse des Lebens zu entschlüsseln.

Wir wissen, dass es in der Geschichte immer wieder machtvolle Versuche der Herrschenden gegeben hat, neues Wissen und Erkennen, das durch diesen Forscherdrang gewonnen wurden,  zu unterdrücken und / oder ins Reich des Bösen zu verweisen. „Und sie bewegt sich doch!“ lernten wir in der Schule. Das trotzige Aufbegehren des Gelehrten Galileo Galilei   gegen die mächtige katholische Kirche, die religiös verbrämtes Weltbild in Gefahr sah, wonach nämlich die Erde der FEST STEHENDE Mittelpunkt der Welt sei, um den sich alles andere dreht.

Umgekehrt ist es auch keine neue Erkenntnis, dass die Herrschenden immer versucht haben, die Wissenschaft für die Interessen des Staates einzuspannen. Und vermutlich ist es auch nicht neu, dass dabei nicht unbedingt den strengen Regeln der Wissenschaft der Vorrang gegeben wurde, sondern wissenschaftliche Erkenntnisse „passend gemacht “ wurden zugunsten der jeweiligen vorherrschen ideologischen Ausrichtung der Machteliten und aus  einer Arbeitshypothese ein quasi dogmatisches Modell wurde.

Dirk Maxeiner beschreibt dieses Vorgehen im Zusammenhang mit den wissenschaftlichen Untersuchungen zu Klima und Klimaveränderung (s.o.) und führt weiter aus:

Wer an den vorherrschenden Szenarien zweifelt, dessen moralische Integrität wird umgehend in Frage gestellt. Es hängen mittlerweile auch nicht nur politische, sondern auch massive ökonomische Interessen an der Erzählung von der Klimakatastrophe. Der Zweifler stellt schließlich auch die Sinnhaftigkeit der zur Vermeidung der hypothetischen Katastrophe eingeleiteten praktischen Maßnahmen in Frage.  ….   Der Übergang von Pseudo-Wissenschaft zu magischem Denken ist inzwischen erfolgreich absolviert. …  Politiker wollen ihre Entscheidungen durch einen breiten wissenschaftlichen Konsens legitimeren. Deshalb wurde das „Intergovernmental Panel on Climate Change“ (IPCC) in den achtziger Jahren von der UN ins Leben gerufen, um den Klima-Sachverstand aus aller Welt zusammenzutragen und eine einheitliche Aussage daraus zu kondensieren. Das IPCC-Prozedere ist damit kein wissenschaftliches, sondern ein von der „neuen Klasse“ beherrschtes diplomatisches Verfahren. Schlüsselpositionen haben dabei jene Wissenschaftsfunktionäre inne, die den Wortlaut einer kurzen Zusammenfassung der vielen tausend Seiten umfassenden Studien und Arbeiten festlegen.

Hervorhebung von mir.

Diese kurzen Zusammenfassungen aber sind es, die unter das Volk getrommelt werden, so verkürzt, dass sie zu der seit Jahren etablierten „grünen Meinung“ passen. Wer beachtet die Details und wer von uns könnte mühelos nachvollziehen und damit auch erkennen, was die Studie tatsächlich aussagt?  Ich kann  doch gar nicht beurteilen, was die Forschungsergebnisse  für die Zukunft bedeuten und bin deshalb auf die Redlichkeit der „Wissenschaftsfunktionäre“ angewiesen. Wobei, das muss man doch in aller Deutlichkeit sagen, die Klima-Lobbyisten niemals gegen die Interessen ihrer lukrativen Auftraggeber agieren würden.

Am Beispiel des Klima-Themenkomplexes bringt Dirk Maxeiner einen weiteren Gedankengang  ins Spiel. Er zeigt auf, wie  totalitäre Systeme in der jüngeren Vergangenheit mit utopischen Plänen sich des Klimas „bemächtigen“ wollten und zieht einen Vergleich zu den heutigen Experten:

Deshalb reiften in den Köpfen der (sowjetischen) Planer noch phantastischere Projekte: Holzkohlenstaub, so wurde diskutiert, sollte die Eiskappen des Nordpols gezielt abschmelzen. Fünfzig Jahre später ist es wieder so weit – allerdings unter umgekehrten Vorzeichen. Eine von ökologistischen Untergangsszenarien verunsicherte Öffentlichkeit fürchtet – diesmal in einer Art negativem Machbarkeitswahn – ihr irdisches Tun werde die Pole dahinschmelzen lassen. Kohlendioxid (CO2), das nach der Verbrennung fossiler Rohstoffe aus Schloten und Auspuffen in den Himmel steigt, könne den alten sowjetischen Traum doch noch wahr machen – unfreiwillig.

Die heutigen Klimaschützer werden in ihrem Machbarkeitswahn den sozialistischen Klimaplanern von einst immer ähnlicher. Die vernünftige Idee, die Umwelt zu schonen und Ressourcen und Energie zu sparen, genügt offenbar nicht mehr. Stattdessen glauben Klimaschützer, wie weiland die sowjetischen Großtechnokraten, Stoffströme umleiten und die Biosphäre nach einem großen Plan managen zu können.

Einfügung von mir.

Einer der Protagonisten der ‚Klimakontrolle durch den Menschen‘ ist Herr Schellnhuber. Maxeiner schreibt:

Er träumt von einem Elite-Zirkel, „bei dem die 100 bis 200 weltbesten Wissenschaftler einige Jahre in einem Kolleg zusammenarbeiten“, und, wenn diese die Lage als bedrohlich ansähen, „müssten sie  schnellstmöglich eine neue Weltgesellschaft erfinden“.

 

und macht darauf aufmerksam, dass das keineswegs eine neue Strategie, sondern bereits tief in der  Umweltideologie der Grünen verankert sei.

Und wie schon zu Zeiten Galileis sind es die Herrschenden, die darüber wachen, welche Utopie erlaubt, welcher Erkenntnis gefolgt und welche Fragen und Zweifel verboten sind. Herr Maxeiner beschreibt das so:

Eine Nomenklatur von Umweltbürokraten und Wissenschaftsfunktionären, von Politikern und Wirtschaftslobbyisten glaubt sich in der Lage, über planetare Stoff- und Menschenströme befinden zu können. Ihr Traum ist eine globale Öko-Regulierungsbehörde – und deren oberstes Gebot lautet: Du sollst keine Zweifel ha­ben. In Deutschland ist diese Maxime mittlerweile auch in andere Politikbereiche – etwa die Zuwanderungsdebatte – eingedrungen und wird mit dem Adjektiv „alternativlos“ gekennzeichnet. Skeptische Fragen oder das Bemühen von empirischen Daten und praktischen Beobachtungen werden als destruktiv ausgemustert.

In Klimadingen gelten folgende Fragen als unanständig. Erstens: Hat die Erde sich tatsächlich bereits über ein von der Natur verursachtes Maß hinaus erwärmt? Zwei­tens: Wird Sie sich weiter erwärmen? Und drittens: Wenn ja, ist das überhaupt schlimm? Besonders letztere Frage gilt als zynisch.

 

Ich erlebe es immer wieder, dass kluge Leute in meinem Freundeskreis absolut verstört reagieren, wenn ich Misstrauen in Bezug auf die Vorstellungen der Klimaretter erkennen lasse und  ich eine ebenso logische wie einfachste Frage stelle, nämlich die, wie es möglich sein kann, auf 2 Grad genau die Erderwärmung steuern zu wollen, erlebe ich es in meinem schlichten Eigenheim doch immer wieder, dass nicht einmal die Temperatur in meinem Wohnzimmer punktgenau meinen Vorstellungen und Eingaben entsprechend eingehalten wird… und dabei haben wir eine neue, supermoderne, computergesteuerte Heizungsanlage.

Einschub:

Doch nicht nur in Bezug auf „Klima“ haben Skepsis und Zweifel in der gegenwärtigen Diskussion keinen leichten Stand, um nicht zu sagen, sind sie vollkommen unerwünscht und darum auch kaum wahrnehmbar in einer  öffentlichen Debatte, die doch eigentlich in den Medien geführt werden müsste. Wir erleben gerade eine seltsame Paradoxie: Der Begriff „Fakenews“ steht hoch oben auf der Agenda der Schlagworte, wobei man „Schlag“ getrost wörtlich nehmen kann. Fakenews, so möchte ich beinahe sagen, sind  die „News“, die nicht von den großen Sendeanstalten, den meinungsbildenden Magazinen und Zeitungen und den Berliner Politakteuren abgesegnete worden sind. „Fakes“ sind Hirngespinste, die sich eben nicht an Fakten orientieren. Und dabei sind es gerade und gleichzeitig in vielen Fällen  die gleichen medialen und politischen Eliten, die seltsam faktenrestistent ihre Heilsbotschaften verkünden und keinen Widerspruch, keinen Zweifel erlauben und vielmehr einen großen Teil ihrer Energie darauf verwenden, das „Volk“ (der Begriff gilt auch als verpönt), also die Bevölkerung im Sinne ihrer Heilslehre umzuerziehen. Das beginnt mit Veggiedays und Vorschriften für gesunde Ernährung (den bewährten Hauswirtschaftsunterricht früherer Jahrzehnte, in denen Schüler noch alles Notwendige über Ernährung und Nahrungszubereitung lernten, hat man inzwischen aus dem Curriculum allgemeinbildender Schulen entfernt, allenfalls finden noch AGs zum fröhlichen Kochen statt),  setzt sich in dem fort, was ich gerne als „Gender-Wahn“ bezeichne, äußerlich  kenntlich gemacht an Binnensternen und auf der pädagogischen Ebene durch Erziehungsratgeber für das Vorschulalter, in denen schon drei- bis 6-jährige Kinder sich mit der Frage beschäftigen sollen, wie viele Geschlechter es außer den ihnen sichtbaren – Jungen und Mädchen – noch möglich sind, bzw. sich mit der Forderung vertraut machen sollen, die Vielfalt der Geschlechter als gegeben anzusehen.  Die Frühsexualisierung unserer Kinder, die als zerstörerisch für eine gute Entwicklung der Kinder angesehen wurde und  die man noch vor wenigen Jahren vor allen Dingen den Werbeleuten in die Schuhe schieben wollte, wird heute mit Fleiß betrieben, wie mein Schwiegervater selig sagen würde, gefördert und gefordert ausgerechnet von den Familienministerien und Kultusbehörden des Bundes und der Länder. Eltern, die sich in organisierten Demonstrationen dagegen zur Wehr setzen, werden beleidigt, beschimpft und in die „reaktionäre Ecke“ gestellt. (Einschub Ende)

Wie sich die diktatorische Umerziehung der Gesellschaft im Sinne einer als alternativlos angesehenen Ideologie auswirken kann, reißt Herr Maxeiner kurz so an:

Im letzten Jahrhundert hat sich zweimal, 1917 in Russland und 1933 in Deutschland gezeigt, was einer Gesellschaft wiederfährt, deren politisches System von einer Weltanschauung beherrscht wird, die den Untergang beschwört und radikale Veränderungen fordert, um ihn abzuwehren. Das Konstrukt drohender Katastrophen wird zur Tatsache erklärt. Basierend auf dieser Wissens-Anmaßung wird einem massiven Eingriff in die Persönlichkeitsrechte das Wort geredet. Die Expertengremien suggerieren wissenschaftliche Exaktheit und leiten daraus scheinbar vernünftige und moralisch gebotene Verhaltensforderungen ab.

 

Mit der Etablierung der „GRÜNEN“ in der deutschen Parteienlandschaft, wurde ein ideologisches Konstrukt machtvoll ins Bewusstsein der Mehrheit der Bevölkerung gerufen, das aber  bereits  lange vor den 1980er Jahren seinen Anfang genommen hatte. Maxeiner schreibt:

Die Idealisierung des Naiven und vermeintlich Natürlichen ist weit oben in Staat und Gesellschaft angekommen. Ihre Spur zieht sich von Rousseau über die der Romantik, die Wandervögel und die Hippies bis zum Ökologismus unserer Tage. Im deutschsprachigen Kulturraum waren solche Strömungen immer besonders beliebt. Durch’s bürgerliche Wohnzimmer zog schon zu Urgroßvaters Zeiten der wehmütige Duft des Sentimentalismus.

 

Diese „Idealisierung, angekommen in Staat und Gesellschaft“, geht mit einem besonderen Wesenszug der Deutschen einher, der schon einmal zu verhängnisvollen Auswirkungen führte, der Hybris nämlich, sich im Besitz des Steins der Weisen  zu wähnen und  darüberhinaus befugt und beauftragt zu sein, die ganze Welt im Sinne der gewonnenen Erkenntnisse belehren zu müssen und mit nahezu allen Mitteln alle anderen Gemeinschaften und Staaten auf den gleichen Kurs zu bringen. (Frau Merkel ist eine Expertin auf dem Gebiet der erpresserischen Erziehung anderer Staaten – ihr Mittel ist jedoch nicht die kriegerische Gewalt der Hitler-Regierung, ihr Mittel ist das von deutschen Steuerzahlern erbrachte „Vermögen“ des Staates, dessen Sachwalter doch eigentlich zu Gunsten Deutschland und seiner Bevölkerung dieses Vermögen einsetzen sollte… meine ich in aller Naivität.)

 

Dirk Maxeiner fährt fort (und damit schließe ich die Übernahme seines Textes) und schreibt:

Der in den siebziger Jahren rasant anwachsenden grünen Bewegung gelang es, sich als neu und historisch unbelastet darzustellen. Doch der Ökologismus war keinesfalls, wie bis heute viele denken, 1970 vom Club of Rome in Deutschland eingeführt worden. Er hat eine lange nationale Geschichte, die in der Romantik begann, in der Lebensreformbewegung um 1900 eine erste Blüte erlebte und dann – das wurde jahrzehntelang unter den Tisch gekehrt – von den Nazis aufgegriffen und propagandistisch reiflich genutzt wurde.

Keine deutsche Regierung vor 1998 (die erste rot-grüne Koalition) war so mit Öko-Ideologie befrachtet wie die nationalsozialistische. Hitler war bekanntermaßen Tierversuchsgegner und Vegetarier. Weniger bekannt dürfte sein, dass Reichsbauernführer Walther Darré persönlich dafür sorgte, dass der Führer immer frisches Bio-Gemüse bekam. Oder, dass Hitler der Reichsvogelmutter Lina Hähnle versicherte, „seine schützende Hand über die Hecken“ zu halten und für „verstärkten Vogelschutz“ eintrat. Himmler pries in einer Rede die alten Germanen, die „von der göttlichen Ordnung der ganzen Pflanzen- und der ganzen Tierwelt überzeugt waren“. Er schwadronierte über die Rechte von Mäusen und Ratten und warnte davor, über solche Betrachtungen zu lachen. „Es wäre besser,“ meinte er, „wir pietätlosen Menschen würden unser Haupt neigen vor der Tiefe und Größe dieser Weltanschauung.“

 

Wenn wir  wirklich  –   den Maxeiner’schen Befürchtungen – entsprechend aussteigen aus dem bisherigen Gefüge unseres gesellschaftlichen Konsens und Zusammenhalts und den Weg der hier beschriebenen ideologischen Utopie weiter gehen, stehen wir in einer ebenso gefährlichen wie unrühmlichen Tradition. Unsere bisher geübte (vermeintliche) Abkehr vom deutschen Faschismus wird auf eine geradezu beängstigende Art und Weise  reaktiviert. Es sind nicht die rassistischen und später kriegerischen  Mitteln der Unterdrückung, die diesen Faschismus kennzeichnen, es ist die Beschneidung des Einzelnen hinsichtlich seiner Entscheidungsfähigkeit und Entscheidungsmöglichkeit, es ist die Beschneidung unserer Wahrnehmung mit Hilfe einer uns auferlegten Schablone, die weder den Blick nach rechts noch nach links erlaubt, die andere Hypothesen nicht einmal zulässt, geschweige denn hinterfragt. Es ist die Vereinheitlichung der Individuen zu einer manipulierbaren Masse, der das eigene Denken  mit den freundlichsten Worten zuerst abgenommen und dann verboten wird.

Der neue Faschismus kommt in „Flecktarn“ daher…  in unseren Breiten ist das  braun-grün.

 

Den ganzen Artikel Dirk Maxeiners kann man unter diesem Link lesen:

Deutschland steigt aus (5): Gefühlte Wissenschaft

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Der Klang der Solidarität ….“ 27. Juni, 2012

Posted by Rika in araber-"palästinenser", gesellschaft, israel, meine persönliche presseschau.
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Dem Deutschlandfunk gelingt es immer wieder, Israel in Misskredit zu bringen. Heute war es die Sendung „Corso – Kultur nach 3„. Der Moderator (dessen Name ich leider vergessen habe und nicht im Internet finden kann) wählte als Aufhänger für den „Solidaritäts-Beitrag“ Kerstin Poppendieks die jüngst bekannt gewordene Verweigerung einer Übersetzung  des Romans „Die Farbe Lila“ ins Hebräische durch die Autorin,  Alice Walker, die das mit der Apartheidpolitik Israels begründet. (Vielleicht grassiert gerade das GraSS-Virus unter alternden Dicherinnen und Dichtern:::!)  Offensichtlich, so beeilte  sich der Moderator  zu erklären,  sei es das  Ziel bedeutender Intellektueller und Künstler Israel „künstlerisch zu boykottieren“ und leitete so über zu „Der Klang der Solidarität“:

Zu Zeiten der Rassentrennung in Südafrika galt der kulturelle Boykott als Mittel, politische Veränderung zu fordern. Heute rufen Künstler des Landes zu einem solchen Boykott in Israel auf. Weltstars wie Madonna oder die Red Hot Chili Peppers, die dort auftreten, müssen sich deshalb den Vorwurf anhören, ihnen sei Geld wichtiger als Moral.

Ich weiß ja nicht, welchen Anforderungen die Redakteure und Moderatoren des Deutschlandfunks genügen müssen, zweifellos gehören aber weder politische / geschichtliche Grundkenntnisse noch die Kunst der Recherche zur Grundausbildung der Kerstin Poppendiek. Der verdanken wir nämlich das Pamphlet, mit dem  ordentlich Stimmung gegen Israel gemacht wurde.

Sicher hatten (und hat vermutlich immer noch) die USA ein gravierendes Problem rassistischer Diskriminierung und ganz sicher war Südafrika über viele Jahre ein Apartheidsstaat. Der jüdische  Staat Israel jedoch ist alles andere als ein Apartheidsstaaat.  Alle Staatsbürger Israels genießen die demokratischen Freiheiten eines demokratischen Staates, Araber sind in der Knesset vertreten, Drusen dienen in der Armee, Christen genießen Religionsfreiheit, was man übrigens von den Christen in den Gebieten unter arabischer Selbstverwaltung nicht gerade sagen kann.

Wenn man aber schon im Nahen Osten von Apartheid reden will – oder reden muss – kommt man an den Gebieten unter arabischer Selbstverwaltung nicht vorbei, nur sind diese nicht „Opfer“, sondern Täter:

Juden dürfen in den „Palästinensergebieten“ nicht wohnen, ein Staat „Palästina“, wie er Herrn Abbas vorschwebt, hat „judenrein“ zu sein.  Im Gazastreifen gibt es keine Juden mehr, dafür Raketen aus Gaza auf Juden in Israel,  und die wenigen Christen leiden unter der Knute der Hamas. Der Exodus arabischer Christen aus dem Verwaltungsgebiet der PLO ist dramatisch,  auf der Geburtskirche Jesu weht die Fahne des Propheten , Nichtmuslimen ist das Betreten des Tempelbergs verboten,  Muslime schänden immer wieder das Jakobsgrab und reklamieren Bethlehem als „Weltkulturerbe der ‚Palästinenser“  , inklusive Jesus als ‚palästinensischen Märtyrer‘. Aber das alles ficht die von keinerlei Kenntnissen gesegnete Frau Poppendiek nicht an. Sie stellt muntere Vergleiche zwischen dem Südafrika der Apartheid und Israel an und lässt die „Kenner“ aus Südafrika ausführlich zu Wort kommen, samt einem schrecklichen Lied über Gaza. Leider sieht sich auch der Moderator nicht in der Lage, diesem Unsinn zu widersprechen.

So bleibt einmal mehr der schale Eindruck, dass der Deutschlandfunk eine antiisraelische Position vertritt und jede Gelegenheit nutzt, selbt mit falschen Informationen und Behauuptungen Stimmung gegen Israel zu machen.

Dass es auf dieser Welt ECHTE Krisen und Probleme gibt, denen sich der Deutschlandfunk getrost einmal widmen könnte, scheinen die verantwortlichen Redakteure nicht zu wissen….

Ach, noch ‚was:

Wenn alle jüdischen Künstler, Wissenschaftler und Intellektuelle im Ausgleich zu den propagierten Boykottmaßnahmen NUR noch in Israel auftreten würden, hätten alle übrigen Länder ein erhebliches künstlerisches und wissenschaftliches Defizit zu verkraften.

Kein Wissentransfer von Israel in die übrige Welt, keine Beteiligung jüdischer Künstler am Kulturbetrieb der Institutionen, an denen die lieben Kollegen zum Boykott Israels aufrufen… usw. usw.

Das wäre doch eine eine interessante Variante und eine bedenkenswerte Aktion…….. 🙂

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