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Wer führt Regie und wer zieht die Fäden? 2. November, 2020

Posted by Rika in aktuell.
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Wenn man nicht an ein sich selbst regulierendes und sich stets wiederholendes System, einem „Perpetuum Mobile“ nicht unähnlich, glauben möchte, stellt sich diese Frage doch umso drängender:

Wer führt Regie und wer zieht die Fäden?

Wer um alles in der Welt bedient welche Hebel, Hebel der Macht, Hebel der manipulativen Mobilisierung aufgebrachter Menschenmassen, Hebel in der Berichterstattung und eben auch die Hebel, die das Schweigen verantwortlicher Politiker hier in Deutschland befördern, allen voran die Bremshebel im Bundeskanzleramt, die es bisher verhindert haben, zu den jüngsten Anschlägen Stellung zu beziehen***, seien es die schrecklichen Taten in Frankreich oder der nicht weniger entsetzliche mörderische Überfall auf zwei gänzlich unschuldige Männer in Dresden, der dem einen das Leben und dem anderen den geliebten Partner raubte.

Endlich aber, möchte ich fast sagen, reagiert zumindest eine größer werdende Öffentlichkeit in den sozialen Medien auf die hinterhältigen Morde, die unter Anrufung der islamischen Gottheit verübt werden und die Gesellschaft – vor allem in Frankreich – zutiefst schockieren.

Dass auch hierzulande darüber berichtet wird, ist nicht das Verdienst der eigentlich dafür zuständigen öffentlich-rechtlichen Sender oder der viel gerühmten freien Presse, die halten sich nämlich äußerst vornehm zurück. Zwar wird in dürren Worten über „Nizza“ und mich noch dürreren Sätzen über „Dresden“ gesprochen und geschrieben, aber niemand der Damen und Herren Journalisten und Redakteure wagt sich an die brisante Annahme, diese Taten könnten etwas mit der Religion der Täter zu tun haben, die sich zwar ausdrücklich in Anrufung ihres Gottes zu der koranisch-prophetischen Offenbarung eben dieses höchsten Wesen bekennen, aber dennoch für ihre Religion das Attribut „friedlich“ reklamieren, oder, wie Deutschlands bekanntester Führer der hier lebenden Muslime, Aiman Mazyek, die einzig wahre Erkenntnis veröffentlichte und dem großen Propheten Milde attestierte, eine solche Milde nämlich, die es den gläubigen Nachfolgern des „Gröprophaz“ unmöglich mache, auf möglicherweise beleidigende Äußerungen mit Gewalt zu reagieren.

Demzufolge müssen die Täter unislamische und psychisch eingeschränkt Handelnde gewesen sein. Oder Menschen, die mit ihrem erbärmlichen Leben einfach nicht klar kamen und denen keine anderen Option blieb, als die vermeintlich dafür Verantwortlichen umzubringen. Diese Vermutungen kennen wir ja zur Genüge aus den Verlautbarungen der vergangenen fünf Jahre, wann immer und wo immer sich eine Tat ereignet hat, die mit dem bekannten „Nichts“ zu tun haben könnte, aber aus politisch korrekten Gründen nicht zu tun haben darf.

Weniger furchtsam, etwas unsensibel und möglicherweise sogar beleidigend zum Thema zu schreiben, ist Malca Goldstein-Wolf. Sie beschreibt bei Facebook eine Beobachtung, die sich ihr schon seit einiger Zeit aufgedrängt haben mag, mit einem Text, den ich mit ihrer Erlaubnis hierher kopiere:

Just sayin‘,

man kann es schon als kleine Invasion bezeichnen. Mit zuckersüßem Lächeln schmusen sie sich an Politiker, selbst auf höchster Ebene, an. Charmant, häufig wortgewandt und in Deutschland bestens ausgebildet und sozialisiert, setzen sie an, aus Deutschland das 58. islamische Land der Welt zu kreieren. Sie sagen das nicht so deutlich, wer sich aber die Mühe macht, hinter die Kulissen zu schauen erkennt, dass die vorgespielte Weltgewandtheit hinter den Toren der Muslimbrüderschaft oder der Grauen Wölfe abgestreift wird wie eine Maskerade, die man nur dann nutzt, wenn man ahnungslose Entscheider, seine Agenda listig verfolgend, aufs Glatteis führen will. Sie drängen in die Ministerien, in den Bundestag, wollen Bürgermeister-Ämter erobern und bedienen des Deutschen rötesten Knopf: den Fingerzeig auf dunkelste Zeiten. So gibt man vor, Verfolgungen und Diskriminierung ausgesetzt zu sein, wie einst die Juden im Dritten Reich. Wo das Schuldgefühl einsetzt, schaltet sich offenbar bei einigen Entscheidungsträgern das Hirn aus. Fördergelder fließen für zwielichtige Organisationen, deren Funktionäre oftmals faschistoiden Ideologien folgen. Das Ziel fest im Blick, die Scharia Stück für Stück zu etablieren, haben sie es tatsächlich geschafft, dass in einer westlichen Kultur wie Deutschland überhaupt darüber diskutiert wird, ob es feste Schwimmzeiten nur für Frauen geben muss, ob es Mädchen zuzumuten ist, gemeinsamen Sport mit Jungen zu machen und der Burkini nicht doch zu Deutschland gehört. Spitzfindig klagt man sich als Kopftuch-Lehrerin vor höchste Gerichte, als ob es selbstverständlich ist, dass eine Lehrerin mit Vorbildfunktion auf einer deutschen (!) Schule schon kleine Mädchen auf ihre zukünftige Rolle als unterdrückte Frau in bester islamischer Tradition, vorbereiten darf. Wenn die deutsche Justiz, deren Gesetzgebung in vielen Fällen auf die Unterwanderung durch den politischen Islam nicht gewappnet zu sein scheint, kapitulieren muss, ist der nächste Schritt getan. Von Politikern kann man den Durchblick hinsichtlich des „Scharia-Kartells“ nicht erwarten, zu verworren ist das Konstrukt. Wer aber klärt sie auf? Die Medien selbst sind zu verhalten, es bräuchte dringend einen „Expertenrat für die Unterwanderung der deutschen Politik durch den politischen Islam“. Experten gibt es genügend, wer aber lädt sie in die Ministerien ein, bevor es zu spät ist?“

Ich habe Malca Goldstein- Wolf in einem Kommentar zu ihrem ausgezeichneten Text so geantwortet:

„Malca, seit der Gründung der Muslim-Bruderschaft ist das auch die Zielsetzung der hiesigen Abteilung. Man kann es doch nachlesen in akribisch recherchierten Berichten. Die MB hat vor mehr als 40 Jahren den Marsch durch die Institutionen angetreten mit hervorragend ausgebildeten Leuten, die nahezu allesamt akademische Titel erworben haben und damit für die Öffentlichkeit einer plumpen Auslegung des Islam völlig unverdächtig waren. Es waren nicht die türkischen Gastarbeiter, die diese Entwicklung befördert haben, sie waren bestenfalls das Fußvplk. Es waren die Söhne sehr wohlhabender arabischer, ägyptischer und iranischer Eliten, die in Deutschland studierten und es zu Wohlstand und Ansehen brachten… Ingenieure, Ärzte, Wissenschaftler verschiedener Fakultäten.. (Bestes Beispiel die Attentäter von 9/11 ). Sie machten den Islam gesellschaftsfähig, sie öffneten die Türen zu unseren politischen und wirtschaftlichen Eliten. Sie waren smarte Gesprächspartner und hatten / haben hohes gesellschaftliches Ansehen. Sie würden sich auch nie die Finger schmutzig machen, aber Geld und ideologische Argumente beisteuern zum Kampf gegen die Ungläubigen. Wenn sich jetzt der Kampf von der Bühne der intellektuellen Auseinandersetzung auf die Straße mit blutigen Aktionen verlagert, macht das „lediglich“ die längst stattfindende Entwicklung deutlich.“

Wer hier schon länger mitliest, kennt sie inzwischen, meine Buchempfehlung nämlich:

Stefan Meining, Eine Moschee in Deutschland, Nazis, Geheimdienste und der Aufstieg des politischen Islam im Westen, C.H. Beck, München 2011

Würde man (Politiker, Journalisten, bekannte Theologen) allein das Inhaltsverzeichnis lesen, müssten doch schon die Ohren klingeln….

  1. „Halbmond und Hakenkreuz: Die Wurzeln des deutschen Islam (1941 – 1945)
  2. Operationsbasis München: Muslime als Operationsbasis der CIA im Kalten Krieg (1946 -1955)
  3. Die Rückkehr er Alten Herren: Die geheime Islampolitik der Bundesrepublik (1958 -1962)
  4. Grüne Revolutionäre an der Isar: Das islamische Zentrum in München (1963 – 1978)
  5. Verkannte Herausforderungen: Der politische Islam auf dem Vormarsch (1979 -1993)
  6. Sektierer oder Heilsbringer: Das deutsche Gesicht des politischen Islam (1994 – 2000)
  7. Verdächtigungen und Polizeiaktionen: Der 11.September und die Folgen (2001 – 2010)

Epilog: Was bleibt?“

Soweit das Inhaltsverzeichnis, die sehr vielen Unterpunkte abzuschreiben, erspare ich mir, verweise allenfalls auf einen nicht unbekannten Namen: Said Ramadan und die nicht weniger berühmte Fereshta Ludin, deren Kopftuchstreit ein eigenes Unterkapitel gewidmet ist, versehen mit dem Hinweis auf Verbindungen zu weltweiten Netzwerken der Organisation muslimischer Frauen.

Nun noch einmal meine eingangs gestellte Frage:

Wer führt Regie und wer zieht die Fäden, und welche Hebel werden wo von welchen Personen bewegt?

Darauf müssten wir schnellstens eine Antwort finden.

*** Die seltsame geschwurbelte Verlautbarung des Bundeskanzleramtes betrachte ich nicht als Stellungnahme, sondern als „unter den Teppich kehren!“ Und als eine ziemlich miese Haltung dem „Freunde in Frankreich“ gegenüber, mit dem unsere Kanzlerin doch so rührend anschmiegsam eine Gedenkminute abhielt…. zu welchem Gedenken, ist mir gerade entfallen.

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