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Die feine Gesellschaft von Köln…. 22. April, 2017

Posted by Rika in aktuell, gesellschaft, meine persönliche presseschau, politik.
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Diese wunderbare Auflistung der rechtschaffenden Kölner Vereine und Verbände, die sich alle gegen den Parteitag der AfD in Köln zur Wehr setzen,  habe ich bei facebook gefunden und reiche sie hiermit nahezu kommentarlos weiter.

Außerdem erleichtert diese Dokumentation die Mobilisierung der Kölner zu möglichen anderen notwendigen politischen Protesten.  Wäre doch sehr schade, wenn man nicht auf die Liste zurückgreifen könnte, wenn es darum geht, beispielsweise für  Recht und  Grundgesetz oder ähnlich wichtige Institutionen auf die Straße zu gehen….

(Die Verbände und Vereine könnte man doch auch bitten, gemeinsam nach Berlin zu fahren und dort Flagge zu zeigen und gegen den islam-faschistischen Al-Kuds-Tag zu demonstrieren, wenn sich nämlich zu diesem Anlass  Menschen versammeln, um in den Straßen Berlins  „Kindermörder Israel“  oder Schlimmeres wie  „Juden ins Gas“ zu brüllen. Ist nur mal so ein Gedanke….)

 

++ Unterstützer/innen Aufruf KSSQ für den 22. April (Stand 21.4.) Ein genauer Blick lohnt sich.

1. „Aufstehen gegen Rassismus“
2. Aidshilfe Köln e.V.
3. Aktion Neue Nachbarn – Flüchtlingshilfe im Stadtdekanat Köln
4. AMNESTY INTERNATIONAL Bezirk Köln
5. Arbeiterwohlfahrt Bezirksverband Mittelrhein e.V.

6. Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der Köln SPD (AfA Köln)
7. Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen Köln (ASF Köln)
8. Arsch Huh e.V.
9. AWO Kreisverband Köln e.V.
10. Bundesverband Information & Beratung für NS-Verfolgte e.V.

11. Bündnis „Schäl Sick gegen Rassismus“
12. Bündnis 90/Die GRÜNEN Köln
13. Bürgerzentrum Alte Feuerwache e.V.
14. Bürgerzentrum Ehrenfeld e.V.
15. Caritasverband Köln

16. CDU Köln
17. Centrum Schwule Geschichte e.V.
18. CollgneAlliance – Gesellschaft zur Förderung der Städtepartnerschaften der Stadt Köln e.V.
19. Delbrücker gegen Rechts
20. Der andere Buchladen GmbH
21. Der Paritätische NRW Kreisgruppe Köln

22. Deutscher Beamtenbund, Kreisverband Köln
23. Deutscher Gewerkschaftsbund, Stadtverband Köln
24. Deutsch-Israelische Gesellschaft Arbeitsgemeinschaft Köln
25. DFG-VK Köln
26. DGB Jugend Köln
27. DIDF Bundesvorstand
28. Die Linke, Kreisverband Köln

29. Ev. Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Erwachsene
30. Evangelischer Kirchenverband Köln und Region

31. FDP Köln
32. Förderkreis Hochbunker k101 e.V.
33. Friedensbildungswerk Köln
34. Gewerkschaft NGG
35. Hochschule für Musik und Tanz
36. IG BCE Bezirk Köln-Bonn

37. IG Keupstraße
38. IG Metall Köln-Leverkusen
39. Initiative Willkommen in der Moselstraße

40. Integrationsrat der Stadt Köln

41. Jusos Köln

42. KAB – Katholische Arbeitnehmer-Bewegung Stadtverband Köln
43. Katholikenausschuss Köln
44. Katholische Jugendagentur Köln gGmbH
45. Klubkomm-Verband Kölner Clubs und Veranstalter e.V.
46. KLuST e.V.

47. Köln SPD
48. Kölner Appell gegen Rassismus e.V.
49. Kölner CSD-Demonstration
50. Kölner Flüchtlingsrat

51. Kölner Initiative freies Theater
52. Kölner Jugendring
53. Kölner Künstler Theater

54. Kölner Runder Tisch für Integration
55. Kölner Theaterkonferenz
56. Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V.

57. Landesintegrationsrat

58. Loss mer singe e.V.
59. LSVD NRW e.V. Lesben- und Schwulenverband NRW
60. Melanchthon Akademie Köln

61. Piratenpartei Köln
62. Pro Familia
63. Radioclub Böcklerplatz

64. Rat der Religionen

65. Rom e.V.
66. Rubicon. e.V.
67. Ruderverein Rodenkirchen
68. Schauspiel Köln

69. SKM – Sozialdienst Katholischer Männer e.V. Köln
70. Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Köln
71. SPDqueer Köln
72. SWAF – Start with a friend

73. ver.di Arbeitskreis Antifaschismus – Antidiskriminierung
74. Ver.di Bezirk Köln
75. ver.di Vertrauensleute der Uniklinik Köln

76. Verein EL-DE-Haus e.V. – Förderverein des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln
77. Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Köln-Corinto/El Realejo

78. Verein zur Förderung des politischen Kabaretts e.V.

79. VVN-BdA Köln
80. ZAKO – Zentraler Arbeitskreis Offensiv gegen Rassismus und Rechtsextremismus (Ver.di Bundesverwaltung)

81. ZAMUS – Kölner Gesellschaft für Alte Musik e.V.

82. Zentrum für islamische Frauenforschung und Frauenförderung

 

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Beeindruckend, nicht wahr?

So viel Mut hätte ich den Kölnern gar nicht zugetraut.

Und man beachte, wie tolerant sie mit Minderheiten umgehen, die auch zu ihrer Stadt gehören…

KÖLNER,  IHR seid wirklich die GRÖSSTEN

(Narren der Republik) !

Don Camillo und Peppone…. 2. Mai, 2013

Posted by Rika in aus meinem kramladen, gesellschaft.
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oder   „…suchet der Stadt Bestes!“

Das war der große Bogen, den der evangelische Pastor unseres Dorfes in seiner Predigt spannte, die er in dem ökumenischen Gottesdienst hielt,  mit dem das Fest zum „Ersten Mai“  in unserem Dorf eröffnet wurde. Don Camillo und Peppone streiten und kämpfen um die besten Möglichkeiten zum Wohlergehen der Bürger ihrer Stadt und vermutlich hatten weder der kommunistische Bürgermeister Peppone noch der katholische Kaplan Camillo den alten biblischen Text aus dem Buch Jeremia im Sinn, wenn sie sich um „der Stadt Bestes“ redlich mühten. Selten haben ich eine so gute Predigt dazu gehört, zeit- und bibelgemäß zugleich, verständlich und situationsbezogen auf die Belange unseres Dorfes :  „SUCHET DES DORFES BESTES!“ wie der Pastor das Motto leicht und zutreffend abwandelte.

Ja, das gibt es noch!

Ein Dorf feiert den 1. Mai, der ja auch „Tag der Arbeit“ und dem Gedenken der vielen Kämpfe gewidmet ist, die die Arbeiter für ihre Rechte ausgefochten haben und beginnt die Feierlichkeiten mit einem Open-Air-Gottesdienst, eingeleitet durch den  Diakon der katholischen Kirche „im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes“  , –  und ausdrücklich erwünscht von allen Vereinen und Parteien, die sich in unserem Dorf um das Gemeinwohl kümmern.  Der Spielmannszug des Schützenvereins begleitet den Gemeindegesang mit seinem großen Bläserchor und „Pauken und Trompeten“, rings um den Dorfplatz sind Buden aufgebaut für Speis‘, Trank und Spiel, die Alten sitzen auf den bereitgestellten Bänken, die jüngeren stehen in Gruppen zusammen und verfolgen doch Predigt und Gottesdienst, nur  die Kinder vergnügen sich in typischer Kinderart….

Das hat mich schon immer fasziniert:

In meinem Dorf gibt es natürlich die „großen“ Parteien, die Grünen und die Liberalen, aber was zählt, ist nicht die Parteilinie, sondern die Frage, „was nützt unserem Dorf?“!   Manch ein Vertreter der „Großen“, die sich im Wahlkampf vor den „großen“ Wahlen schon mal hierher verirren, mag erstaunt den Kopf darüber schütteln, dass die CDU mit der SPD vor Ort in manchen Fällen besser kann  als mit der CDU  in Berlin – und das gilt auch umgekehrt für die SPD. Die Zusammenarbeit zugunsten des Gemeinwohl funktioniert –  ja, ja, manchmal knirscht es auch und manchmal ist man auch sauer auf den „politischen Gegner“ und es gibt ein bisschen polemisches Gezänk – aber am Ende zählt immer das, was für das Dorf erreicht werden kann und so können sich dann der CDU dominierte Ortsrat und der SPD geführte  Stadtrat beide in dem Erfolg ihrer Aktivitäten für unser Dorf sonnen (das Teil der Stadt ist).

Was wäre aber ein gut funktionierendes Gemeinwesen ohne die zahlreichen Ehrenamtlichen in den Vereinen und Verbänden, vom Sportverein, über Schützenverein, dem Landvolk und  Roten  Kreuz bis zum sehr aktiven Gemeinderat der Kirchen, den Elternbeiräten der beiden Kindergärten und der Grundschule, dem Nabu und der freiwilligen Feuerwehr unterstützt vom THW.   In meinem Dorf machen viele mit!  (Ursprünglich hatte ich „alle“ geschrieben, aber das trifft natürlich nur auf alle Vereine und viele ihrer Mitglieder zu, nicht aber auf alle der ca 4600 Leute, die in meinem Dorf leben.)

„Frau Rika, Sie leben doch auf der Insel der Seeligen!“ sagte vor mehr als 20 der Schulrat zu mir, mit dem ich als Schulelternratsvorsitzende der Grundschule über eine zusätzliche Lehrerstelle für „unsere“ Schule stritt (erfolgreich, aber das lag sicher nicht an mir allein 😉   )!

Das  – Insel der Seeligen – hat sich bis heute nicht geändert.

So waren sogar  kurdische Mitbürger schon während des Gottesdienstes anwesend, sie hätten ja auch erst im Anschuss daran kommen können  (wie etliche der Dorfbewohner, die am Abend und in der Nacht zuvor kräftig in den Mai getanzt hatten  😉  ),  spätestens aber zur Eröffnung der „Fressmeile“, die sie mit ihren kurdischen Leckereien bereicherten! Ihre jungen Mädchen turnen im Sportverein und zeigten gemeinsam mit allen jungen Turnerinnen ihre Künste beim Bodenturnen auf der eigens aufgebauten Riesenmatte! Kopftücher tragen übrigens nur die alten Damen….

Es war ein schönes, vielseitiges und sehr gelungenes Dorffest – und das auch die Sonne ihr Bestes tat, trug sicher zur guten Laune der Anwesenden bei…

Suchet der Stadt Bestes….“   Bei diesem Link handelt es sich zwar nicht um die Predigt des Pastors unseres Dorfes, aber lohnenswert zu lesen ist sie auch!