jump to navigation

Das Blockflötenspiel reicht nicht …. 19. Oktober, 2020

Posted by Rika in aktuell, gesellschaft, hass, integration, islam, medien, migration, mohammed, mord, politik, presse, sharia, terrorismus.
Tags: , , , , , , , , , ,
add a comment

In Solidarität mit meinem ermordeten Lehrerkollegen zeige ich diese Karikatur hier bei himmel und erde.

Bei Facebook schrieb ich diesen Text dazu:

Sind wir wirklich „mehr“, wie es ein Slogan vor einiger Zeit in der Entgegnung auf rechtsradikale Verbrechen behauptete?

Die Reaktionen auf den Mord an dem französischen Geschichtslehrer machen doch klar, dass wir mehrheitlich erbärmlich feige sind im Umgang mit radikalen An- und Absichten gewisser Zeitgenossen. Da gibt es keinen Aufschrei in der Presse, kein Solidaritätskonzert feiner Sahnefilets oder Toten Hosen, keine gemeinsame Aktion aller deutschen Lehrer – Schweigeminuten in der Aula, Unterweisung zum Thema Meinungsfreiheit und religiöse Vielfalt, Darbietung von Karikaturen umstrittener Propheten usw, usw

Nein, das alles findet nicht statt. Stattdessen müssen wir zum hundertsten Mal unsägliche Kommentare über uns ergehen lassen. Dabei wären wir doch mehr, viel mehr. Würden allein alle Facebook-Nutzer die Karikaturen veröffentlichen, die der Mörder zum Anlass nahm, einen Geschichtslehrer auf offener Straße zu enthaupten, kämen die Fanatiker doch mit dem Morden gar nicht mehr hinterher (ACHTUNG: Sarkasmus) , wieviel weniger, würden alle europäischen Lehrer in Solidarität mit dem ermordeten Kollegen die Karikaturen zum Gegenstand einer Unterrichtsstunde machen, und noch viel weniger müsste die feige und schweigende Mehrheit befürchten, würden alle Tageszeitungen auf Seite eins ausschließlich den Schlächter Mohammed in seiner ganzen Hässlichkeit zeigen, nicht um Muslime zu beleidigen, sondern klar zu stellen, dass es unser gutes Recht ist, einen erbarmungslosen Mann der Geschichte anzuklagen, ihn bloß zu stellen, ihn zu karikieren und sich über ihn zu empören, so wie wir es mit allen andern Fieslingen der Weltgeschichte auch tun. Und wenn es einen furchtbaren Aufschrei der Beleidigten dazu gäbe, was dann?

Glaubt denn irgendjemand von uns, dass Schweigen wirklich das richtige Mittel der Wahl ist, um in diesem Kampf – und nichts anderes ist es – auch nur einen Fußbreit unserer Werte verteidigen zu können?

Liebe Leute, Blockflötenspiel und das Absingen christlicher Lieder, wie es die Kanzlerin dereinst zur Stärkung unserer Identität empfahl, reicht längst nicht mehr aus.

Wir müssen für unsere Freiheit einstehen, wollen wir sie nicht verlieren.

Denn noch sind wir doch tatsächlich „mehr“…. oder vielleicht doch nicht?

Dies ist KEIN Aufruf zur Gewalt, egal in welcher Form.

Dies ist ein Aufruf, den Mund aufzumachen und dem Deutungs- und Allmachtsanspruch des Islam und seiner streitlustigen und gewaltbereiten Vertreter einfach nur zu widersprechen.

Keine Fotobeschreibung verfügbar.

Nochmals und ausdrücklich:

Dies ist kein Aufruf zur Gewalt, in welcher Form auch immer.

Dies ist ein Aufruf, den Mund aufzumachen und dem Deutungs- und Allmachtsanspruch des Islam und seiner streitlustigen und gewaltbereiten Vertreter einfach nur zu widersprechen.

Werbung

Fremde Feder: Hagia Sophia 25. Juli, 2020

Posted by Rika in aktuell, christsein und glaube, gesellschaft, politik.
Tags: , , , , , , , , , , , ,
add a comment

Bei Facebook las ich den bemerkenswerten Text zur Umwidmung der Hagia Sophia in eine Moschee, der von Roland Werner mit diesen Worten eingeleitet wurde:

 

Das Ende einer Epoche?!

Die Umwidmung der Hagia Sophia in eine Moschee

Doch: Auch wenn die ChristusIkonen verschwinden,
Jesus Christus bleibt.

Lesenswert zu diesem erschütternden Vorgang ist die

Erklärung des Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK)
Erzpriester Radu Constantin Miron

aus Anlass der Umwandlung der Hagia Sophia zur Moschee
Köln/Frankfurt am Main, 23. Juli 2020″

Und hier der eigentliche Text, geschrieben von dem Erzpriester Radu Constantin  Miron

„Der 24. Juli 2020 bedeutet das Ende einer Epoche. Durch einen administrativen Akt des türkischen Staatspräsidenten verliert die Hagia Sophia in Istanbul den Status eines Museums, den sie seit 1935 besaß, und wird zur Moschee gemacht. Dieser staatliche Akt geschieht – wie so häufig in der Türkei – unter scheinbarer Wahrung der Rechtstaatlichkeit.

Das im 6. Jahrhundert gebaute Gotteshaus, das unter Kaiser Justinian als christliche Kirche erbaut wurde und über neun Jahrhunderte als solche diente, wird, wie 1453 nach der Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen, erneut zur Moschee.

Seit dem 1. Februar 1935 stand sie dann als Museum allen Besucherinnen und Besuchern offen, wie es der Gründer der modernen Türkei, Mustafa Kemal Atatürk, verfügt hatte. Im Bewusstsein der orthodoxen Christinnen und Christen blieb und bleibt die Hagia Sophia allerdings die „Große Kirche Christi“. So ist es kein Zufall, dass Vertreter aller orthodoxen Patriarchate und autokephalen Kirchen gegen die Entscheidung der türkischen Regierung protestiert haben.

Doch auch viele Vertreterinnen und Vertreter anderer Kirchen, europäischer und weltweiter Institutionen, nicht zuletzt der UNESCO, zu deren Welterbe die Hagia Sophia ja gehört, haben ihre Bestürzung über diesen Vorgang geäußert, der offenkundig nicht religiöse Bedürfnisse, sondern innen- und außenpolitische Ambitionen des türkischen Präsidenten befriedigen soll.

Deshalb richten sich diese Proteste – und auch die vorliegende Erklärung – nicht gegen den Islam oder das islamische Gebet, sondern gegen den Missbrauch der Religion, der hier zutage tritt.

Zwei Aspekte, die nur wenig zur Sprache gekommen sind, gilt es dabei besonders hervorzuheben:

Zum einen ist die Hagia Sophia für die weltweite Christenheit nicht – wie behauptet wurde – „irgendein Gebäude, um das auf einmal so viel Aufhebens gemacht wird“. Vielmehr ist sie auch jene Kirche, auf deren Hauptaltar am 16. Juli 1054 der päpstliche Legat Humbert von Silva Candida das Bannschreiben über Patriarch Michael Kerullarios niederlegte, was zur Großen Kirchenspaltung zwischen Ost- und Westkirche führte. Sie ist also der symbolträchtige Ort, an dem damals das Schisma proklamiert wurde und der heute deshalb für alle, die in der Ökumene tätig sind, ein Mahnmal für die Wiederherstellung der Einheit der Kirche darstellt.

Zum anderen lässt die bewusste Wahl des 24. Juli als Datum der Umwidmung nichts Gutes erahnen, handelt es sich doch um den Jahrestag der Unterzeichnung des Vertrages von Lausanne (1923), in dem in den Artikeln 37-44 auch die Rechte der nicht-muslimischen Minderheiten bzw. die Verpflichtung der Türkei, diese und ihre religiösen Einrichtungen zu respektieren, festgeschrieben wurden. In den vergangenen Jahren stellte der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan immer wieder diesen Vertrag in Frage.

Seine Vorliebe für Symbolpolitik, die mal wieder durch diese Datumswahl deutlich wird, geht also offensichtlich auch zu Lasten der christlichen Minderheit in der Türkei. Ihr Schicksal kann und darf uns als Christen nicht gleichgültig sein. Zu oft haben wir unsere Stimme nicht laut genug erhoben, wenn es um den Genozid an den Armeniern und anderen Völkern, um die Septemberpogrome des Jahres 1955, um die Ermordungen von christlichen Missionaren und Würdenträgern oder die zahllosen Enteignungen von Gebäuden und Grundstücken aller christlichen Kirchen des Landes ging.

Auch die Umwidmung der Hagia Sophia ist eine Enteignung, nicht im immobilienrechtlichen, sondern im geistlichen Sinn. Und sie bedeutet das endgültige Ende einer säkularen, laizistischen, europäischen modernen Türkei, wie sie Atatürk vorschwebte, der die Hagia Sophia zum Museum gemacht hatte.

Der 24. Juli 2020 bedeutet das Ende einer Epoche.

Erzpriester Radu Constantin Miron“

 

Es ist mir wichtig, dieses Zeugnis zu bewahren und weiterzugeben.

Politische Nachtgedanken – oder auch … 9. März, 2020

Posted by Rika in aktuell, asyl, christsein und glaube, flüchtlinge, frauen, gesellschaft, hass, integration, migration, politik, terrorismus.
Tags: , , , , , , , , , , ,
add a comment

ein Hasswort zum Sonntag.

Auch am Samstag, den 7. März wurde wie an jedem Sonntag bei der ARD das Wort zum Sonntag ausgestrahlt, dieser eigentlich als christliche Botschaft gedachte MiniClip am Ende der Woche. Traten vor vielen Jahren noch Pastoren im würdevollen pastoralen Outfit vor die Fernsehgemeinde und stellten das Evangelium in den Mittelpunkt ihrer Betrachtungen, so hat heutzutage auch in dieser ehrwürdigen Institution der Zeitgeist das Sagen und locker-freundliche Geistliche aller Denominationen nutzen die Gelegenheit, um die politische Sicht auf die Lage der Welt aus christlicher Perspektive zu beschreiben.  (Erinnert sich noch jemand an Dorothee Sölle, die diese Art des Nachtgebets aus der Taufe hob?)

In diesen Tagen und Wochen  wiederholt sich an den Grenzen der EU das dramatische Geschehen, das schon 2015 für herzzerreißende Szenen sorgte und dazu beitrug, dass unsere Regierung nicht nur kurzerhand das Schengen-Abkommen außer Kraft setzte, sondern in Folge der unvorhersehbar großen Flüchtlingszüge – aus Syrien vor allem – mit der Türkei, bzw. dessen Alleinherrscher ein Abkommen schloss, um exakt diese wenig schönen Bilder an den Grenzen  zu vermeiden. Gegen sehr viel Geld versprach Erdogan die Flüchtlinge aus Syrien in der Türkei zu versorgen und sie von der EU fern zu halten. (Ich weiß, dass das eine sehr verkürzte Darstellung ist, aber ich will nicht bei „Adam und Eva“ in diesem konfliktträchtigen Thema anfangen.) Die Vereinbarungen, die die EU mit der Türkei vertraglich aushandelten, waren jedoch auf 4 Jahre begrenzt. Diese Zeit ist abgelaufen. Ein Nachfolgevertrag wurde nicht abgeschlossen.

Gleichzeitig hat Erdogan strategisch geschickt damit begonnen, sein Hoheitsgebiet Richtung Syrien auszudehnen, mit der vorgeschobenen Begründung, er wolle dazu beitragen den Bürgerkrieg in Syrien zu befrieden.  Seine Forderung, darin auch von der EU mit weiteren Zahlungen unterstützt zu werden, lief zunächst ins  Leere, bis er auf die glorreiche Idee kam, die in der Türkei bisher versorgten Flüchtlinge auf den Weg in die EU zu schicken. Das Ergebnis sind die Krawalle an der Grenze zu Griechenland. Flüchtlinge versuchen (durchaus mit Unterstützung der türkischen Behörden) die Grenze zu überwinden, die griechischen Grenzbeamten bemühen sich unter Einsatz von Tränengas und mit Hilfe des Militärs das zu verhindern.

Die Bilder an der Grenze sind nicht schön – ja, es ist zynisch, das so zu sagen und doch enthält diese Bemerkung sehr viel Bedenkenswertes.

Offenbar hat dieses Bedenkenswerte auch Frau Pastorin Behnken zu ihrer geharnischten nächtlichen Politpredigt veranlasst. Hier kann man sie nochmals hören und auch sehen – solange das Video online gestellt bleibt.

 

 

 

 

Ich habe die Wut- und Hassrede nicht live gesehen, sondern bin erst durch Facebook und die dort geschriebenen Kommentare darauf aufmerksam geworden – und habe mir deshalb die Aufzeichnung angesehen.

Mir verschlug es beim Betrachten die Sprache.

Bei Facebook kommentierte ich so:

Es stimmt ja, wir sehen Not und Elend an den Grenzen Europas.
Wir sehen Not und Elend in Afrika, in Afghanistan, in Syrien, in Irak, in viel zu vielen Ländern der Welt.
Und natürlich sind wir auch gefordert zu helfen.
Und die meisten Menschen, die ich kenne, wollen auch helfen, aber sie sind sich nicht sicher, ob die propagierte Art und Weise wie die Hilfe geschehen soll, die richtige ist.
Wie schon im Herbst 2015 so stellt sich mir auch jetzt wieder die Frage, was wir wirklich tun sollen. Alle, die nach Europa und vor allem nach Deutschland wollen wirklich aufnehmen? Überfordert uns das nicht? Ich sagte auch damals schon, dass ich nicht daran zweifle, die finanziellen Mittel dafür bereit stellen zu können, aber kann unsere Gesellschaft die Integration so vieler Menschen aus einem völlig anderen Kulturkreis tatsächlich leisten, ohne daran zu scheitern? Und damit meine ich, dass der bisherige Zusammenhalt dieser Gesellschaft nicht mehr zuverlässig und stark erscheint. Bruchlinien, die bisher zwar erkennbar, aber nicht brüchig waren, brechen tatsächlich auf, man sortiert Menschen ein in die Guten und die Nazis. Dazwischen scheint kein Raum mehr für vorsichtige Kritik an der Politik, kein Raum mehr für die Schwachen im eigenen Land, die Sorge haben oder sogar Angst vor dem Prozess der Veränderung. Nochmals, wem ist damit gedient, grenzenlos zu sein, eine unbestimmte Zahl von Migranten ins Land zu lassen?
„Flüchtlinge“, dieses Wort weckt Erinnerungen an Krieg, Flucht und Vertreibung in der finsteren Zeit des Nationalsozialismus und manche mögen im „Kümmern für Flüchtlinge“ so etwas wie eine nachzuholende Wiedergutmachung sehen… als könne man je wieder gut machen, was Deutschland der Welt angetan hat.
Vielleicht sollten wir aber auch den Mut haben zu unterscheiden zwischen den tatsächlichen „Flüchtlingen“, den Menschen, die vor dem Krieg in ihrer Heimat fliehen und denjenigen, die „nur“ ein besseres Leben wollen. Auch das ist ein legitimer Wunsch, Millionen Europäer sind in die „Neue Welt“ aufgebrochen, weil sie hier keine Zukunft hatten. Aber dieses kleine Europa der EU ist nicht der Kontinent Amerika. Und man muss realistischer Weise doch sagen, dass nicht Millionen Menschen, die sich auf der Suche nach einem besseren Leben nach Europa auf den Weg machen, hier tatsächlich ein erträgliches Auskommen finden werden.
Ich finde es gefährlich, vor dieser Realität die Augen zu schließen und mit dem Gebot christlicher Nächstenliebe alle Argumente vom Tisch zu wischen und denjenigen, die sich der Sicht der kirchlichen Vertreter nicht anpassen wollen oder können, ein schlechtes Gewissen zu machen.
Helfen ja sicher. Aber an Ort und Stelle, mit Kopf, Herz und Hand – mit der realistischen Einschätzung, die der Verstand ermöglicht, mit Mitleid und Barmherzigkeit des Herzens und der Tatkraft bei der Umsetzung der Entscheidungen.
Das war schon 2015 das Gebot der Stunde, aber Frau Merkel entschied sich für einen dreckigen Deal mit Erdogan, dem man – wie sich zeigt – nicht trauen konnte und nicht trauen kann.
Und auch das noch:
Wo bleibt der leidenschaftliche Einsatz für die christlichen Brüder und Schwestern, die unter dem Druck der Verfolgung ächzen und Not leiden und oft genug den Tod ertragen um dieses Glaubens willen.
Da bleiben die Kirchen seltsam stumm. Obwohl genau das schon von Paulus empfohlen wird…. Hilfe üben – den Brüdern und Schwestern zuerst.
Dieses Wort zum Sonntag war eine politische Ansage mit einem winzig kleinen frommen Nachsatz aus den Seligpreisungen…. so viel Evangelium durfte dann gerade noch sein, wobei aber der Name dessen, der diese Seligpreisungen aussprach, verschämt verschwiegen wird, nur der Hinweis auf einen Mann, der vor gut 2000 Jahren lebte…

Dieser Mann – das will ich gerne ergänzen – war, nein ist JESUS CHRISTUS, Heil der Welt.

Ist es nicht interessant, als Pastorin hätte sie doch prima abheben können auf den Bericht aus der Apostelgeschichte, der besagt, dass Paulus in der Nacht einen Traum hatte, in dem er aufgefordert wurde, aus Kleinasien – der heutigen Türkei – nach Europa zu kommen. „Komm herüber und hilf uns“ heißt es da. (Apostelgeschichte 16, 9)  Sie hätte doch gut sagen können, dass wir Christen in Europa nun diejenigen sein sollten,   den Menschen in „Kleinasien“ zu helfen. („Kleinasien“, so wurde noch zu meiner Schulzeit der Bereich des heutigen Nahen Ostens genannt.)  Das hat sie aber nicht, da musste eben die schöne Geschichte von Zeus und Europa herhalten….

Und auch das schrieb ich bei Facebook zu dem Hasswort zum Sonntag:

Die engagierte Frau Pastorin Behnken hätte auch dieses Thema für ihre politischen Nachtgedanken im Wort zum Sonntag wählen können…. zumal ja der Weltfrauentag am Sonntag vor der Tür stand …..

Weltfrauentag: Verfolgt, weil sie Frauen und Christinnen sind

Weltfrauentag: Verfolgt, weil sie Frauen und Christinnen sind

Und auch hier wäre die  Umkehrung des Hilferufes von damals angesagt: Kommt herüber und helft uns!  Doch dazu schweigt die Kirche seit Jahren.

Die verfolgten Brüder und Schwestern sind ihr kein engagiertes Eintreten wert, obwohl eine Empfehlung der Apostel aber genau das ausspricht, nämlich sich zuerst um die Brüder und Schwestern zu kümmern, die in Not sind. Und die Not unter den Christen in muslimisch oder atheistisch-kommunistisch dominierten Ländern ist groß.

 

 

Religion – Schutz und Freiheit 22. Oktober, 2018

Posted by Rika in aktuell, christsein und glaube, gesellschaft, meine persönliche presseschau, politik.
Tags: , , , , , , , ,
add a comment

Der Bundestag debattierte in der vergangenen Woche über  Religionsfreiheit und deren Schutz,  dem  weltweit Geltung zu verschaffen sei.

Religion / Religionsfreiheit  –   ein schwieriges Thema.

Schwierig, weil  auf der einen Seite „Religion“ immer eine öffentlich zugängliche und wirksame Angelegenheit ist durch ihre institutionellen  und / oder  hierarchisch gegliederten Vertretungen mit mehr oder weniger großem Machtanspruch gegenüber den Gläubigen, die sie vertreten,  einerseits und gegenüber den Staaten, in denen sie angesiedelt sind, andererseits.

Auf der anderen Seite bedeutet Religion für die betreffenden „Gläubigen“  im Rahmen ihrer Religionszugehörigkeit eine zutiefst persönliche Beziehung zu dem, was für sie in ihrer jeweiligen Religion lebensbestimmend und relevant ist.

Doch nicht überall auf der Welt wird die Beziehung des einzelnen Gläubigen so unter den gesetzlichen Schutz gestellt, wie es in Deutschland der Fall ist, heißt es doch im Grundgesetzt:

Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland Artikel 4

(1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.

(2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.

 

Freiheit des Glaubens, des Gewissens verstehe ich als die persönliche Dimension, Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses  als die institutionalisierte Glaubensfreiheit in Form der   Kirchen- und Gemeindezugehörigkeiten verschiedenster Religionsgemeinschaften.

Dazu erklären Juristen:

Jedermann hat, dies nennt sich individuelle Dimension,  das Recht, seinem Glauben gemäß zu leben. Weiter steht es ihm frei, die kollektive Dimension auszuüben, dies in der Gemeinschaft mit anderen zu tun. Zudem haben die Glaubensgemeinschaften das Recht, sich rechtsförmig zu organisieren.

Ein Status als Körperschaft des öffentlichen Rechts nach Art. 140 GG des Grundgesetzes in Verbindung mit Artikel 137 V WRV der Weimarer Reichsverfassung steht offen.“

Und weitere erklärende Ergänzungen finden sich auf der Seite juraforum :

Unterteilung in positive und negative Freiheit der Religion

Es findet eine Unterteilung in positive und negative Freiheit der Religion statt. Die positive Auslegung ist, dass jeder die Religion seiner Wahl ausüben kann, die negative dagegen, das Verbot für das Staatswesen, einen Bürger zu einer gewissen Weltanschauung oder Religion zu zwingen. Religion ist ein Grundrecht. So hat diese Grundrechtsberechtigung also ein jeder, Ausländer wie Deutscher. Was Minderjährige, Unmündige anbelangt, beginnt deren Religionsfreiheit mit der Einsichtsfähigkeit.

Die Religionsfreiheit betrifft auch die negative Freiheit eben keinen Glauben zu vertreten, sich dazu zu bekennen und diese Überzeugung auch zu leben. Auf die negative Religionsfreiheit geht der Artikel 136 Absatz 3 und Absatz 4 der Weimarer Reichsverfassung ein, die Grundlage für das die Religionsfreiheit betreffende, aktuelle Verfassungsrecht ist. In dem Artikel 33 Absatz 3 GG des Grundgesetzes ist festgehalten, dass, ganz egal welches Religionsbekenntnis, jedermann, jeder Staatsbürger, die bürgerlichen sowie auch die staatsbürgerlichen Rechte wahrnehmen kann, ihm Zugang zu öffentlichen Ämtern gewährt wird. Nach dem Artikel 7 Absatz 3 Satz GG kann ein Lehrer nicht gegen seinen Willen gezwungen werden, eine Religion zu unterrichten.

 

Einen interessanten historischen Rückblick bietet die Seite ebenfalls, ich möchte hier aber nicht näher darauf eingehen.

Dass der Bundestag über ein seit 70 Jahren im Grundgesetz verankertes Recht debattiert, das Recht auf Religionsfreiheit nämlich (siehe oben), hat seinen Grund in den zunehmenden Berichten über Repressalien, die gegen die verschiedensten Religionsgemeinschaften oder einzelne Gläubige (außerhalb Deutschlands) mehr oder weniger „legal“, das heißt im Einklang mit den jeweiligen staatlichen Institutionen und Gesetzen oder aus kultureller Tradition  ausgeübt werden.

In Deutschland erleben wir eine immer stärker zunehmende Säkularisierung, einhergehend mit hohen Austrittszahlen von Mitgliedern der beiden großen Amtskirchen (Katholiken, Protestanten) bei gleichzeitiger Zunahme muslimischer Vereine und Moscheegemeinden. Auch das ein Zeichen für Religionsfreiheit, denn auch die persönliche  „Freiheit  von Religion“ ist als Recht des Einzelnen anzusehen. Der Ausdruck „Vereine“ ist von mir keineswegs despektierlich gemeint, er verdeutlicht vielmehr das Dilemma, dass es zwischen den einzelnen muslimischen  Gemeinden und dem Staat der Bundesrepublik Deutschland immer noch keinen sogenannten „Körperschaftsvertrag“ gibt, wie beispielsweise mit den Jüdischen Gemeinden oder den meisten der evangelischen Freikirchen.  Das Problem liegt allerdings – so ist mein Kenntnisstand – auf der Seite der vielen unterschiedlichen muslimischen Verbände und Gemeinden, die keinen offiziellen Dachverband bilden, weder als gesamte Gemeinschaft der Muslime in Deutschland, noch einen verbindlichen Zusammenschluß  innerhalb ihrer jeweiligen unterschiedlichen theologischen Ausrichtungen der Gemeinden.

Zwar enthält auch die Charta der „allgemeinen Menschenrechte“ einen Passus über Religionszugehörigkeit und Freiheit der Religionsausübung, die Realtität zeigt aber, dass diesem Absatz der Menschenrechtscharta wenig Relevanz in der Umsetzung zu bescheinigen ist –  wie es ohnehin um die Menschenrechte weltweit nicht unbedingt so bestellt ist, wie es die UNO dereinst gefordert und formuliert hat.  Ganz abgesehen davon, hat in Ablehnung der allgemeinen Menschenrechte die muslimische Ummah die Kairoer Erklärung verabschiedet, die ausdrücklich den Islam zur Basis eines jeden Menschenrechts erhebt.

Es ist sicher mehr als eine Spekulation, wenn man davon ausgehen kann, dass diese Kairoer Erklärung in muslimischen Staaten dazu führt, die Rechte der Andersgläubigen – die ja vom Islam allesamt als Ungläubige angesehen werden – weder als schützenswert erachtet noch tatsächlich geschützt werden.

Doch auch den muslimischen Bürgern muslimischer Staaten werden die elementarsten Menschenrechte mit Hinweis auf die Religion vorenthalten, davon zeugen die drakonischen Strafen, die zum Beispiel in Saudi Arabien öffentlich  verhängt und vollzogen werden und von fürchterlichen Stockschlägen über  Verstümmeln (Hände oder Füße abtrennen, das Augenlicht zerstören) bis zur Todesstrafe durch Steinigung oder Enthauptung  das ganze Spektrum an Grausamkeiten abdecken, alles im Namen der Sharia und des Koran.  Der Iran, der derzeit von Deutschland, bzw. der Regierung Deutschlands  so gehätschelt wird wie kaum ein anderes Terrorregime, steht dem in Nichts nach.

Und es muss sicher hier nicht näher ausgeführt werden, dass in nahezu allen muslimischen Staaten der „Abfall vom Islam“, die Apostasie mit dem Tode bestraft wird.

Nun hat sich also der Bundestag des Themas angenommen. In guter demokratischer Gepflogenheit haben die verschiedenen Parteien und Blöcke jeweils eigene Entwürfe zur Diskussion gestellt. Nachlesen kann man die Anträge auf der Seite des Bundestages.

Wie nicht anders zu erwarten waren die Damen und Herren Abgeordneten nicht bereit oder in der Lage, aus den vorliegenden Anträgen eine, von allen gemeinsam getragene Beschlussvorlage zu kreieren, was doch angesichts des Themas durchaus im Bereich des Möglichen hätte sein können oder gar müssen. Natürlich fiel das Abstimmungsergebnis entsprechend aus.

Bei idea liest sich die Abstimmungsentscheidung so:

Berlin (idea) – Der Bundestag hat in seiner Sitzung am 19. Oktober einen Antrag der Regierungsfraktionen CDU/CSU und SPD zum Thema Religionsfreiheit beschlossen. Die Abgeordneten verabschiedeten das Papier „Menschenrecht auf Religionsfreiheit weltweit stärken“ mit großer Mehrheit. 331 Abgeordnete stimmten dafür und 81 dagegen; 187 enthielten sich. In der Sitzung berieten die Parlamentarier auch einen Antrag von Bündnis 90/Die Grünen und einen der AfD. Beide wurden abgelehnt.

Wie dieser Text bei idea von einer „großen Mehrheit“ reden kann ist mir ein Rätsel.  Laut Auskunft des Bundestages selbst sind in dieser Legislatur  709 Personen Angehörige  des Parlaments. Davon waren bei der Abstimmung 599 Abgeordnete zugegen. Von den 599 Abgeordneten stimmten lediglich 331 für die Annahme des Antrags der Regierungsfraktionen. Ist das eine große Mehrheit? Es sind gerade mal knapp 32 Stimmen mehr als die Hälfte der Anwesenden und nicht mal die Hälfte der Angehörigen des Parlaments. (Auch das Fernbleiben dieser Abstimmung spricht natürlich Bände… es waren ja vermutlich nicht alle 110 abwesenden Personen gleichzeitig erkrankt oder wegen sonstiger politischer Aktivitäten unabkömmlich.

Es ist eine Schande für die Abgeordneten, die sich sonst so viel auf ihre Menschenfreundlichkeit zugute halten und sich darüberhinaus um jeden Käfer, jede Fledermaus und jeden Wolf sorgen, dass sie es nicht fertig gebracht haben, über ihren parteipolitischen Schatten zu springen und den Antrag tatsächlich mit großer Mehrheit – nahezu einstimmig würde ich an dieser Stelle fordern – als Zeichen für die Welt zu verabschieden.  Es spricht gegen den moralischen Impetus derjenigen, die die Annahme des Antrags verweigert haben und die doch sonst so gerne „Zeichen setzen“ gegen Rechts, gegen Antisemitismus, gegen Fremdenfeindlichkeit, für die Umwelt und den Schutz der Meere,  die Bewahrung der Schöpfung und den Kampf für die Menschenrechte.

Abgestimmt wurde über  diesen Text,

daraus wörtlich zitiert:

Der Deutsche Bundestag fordert die Bundesregierung auf:
• Geltung und Abgrenzung des Menschenrechts auf Religions- und Weltanschauungsfreiheit
in Deutschland gegen jegliche Art von Extremismus durch
geeignete Mittel zu wahren;
• den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern und die Auseinandersetzung
des religiös motivierten Extremismus weiterhin durch politische Bildung und
Aufklärung intensiv zuführen;
• sich weiterhin mit Nachdruck in ihrer Außen- und Sicherheitspolitik sowie
Entwicklungspolitik auf bi- und multinationaler Ebene für das elementare
Menschenrecht der Religionsfreiheit einzusetzen, zu dem insbesondere die
Rechte, den Glauben zu wechseln, den Glauben öffentlich zu bekennen, für
den Glauben zu werben oder frei von jedem Glauben zu leben, zählen;
• das elementare Menschenrecht auf Religionsfreiheit gezielt bei allen Maßnahmen
zur Minderung von Fluchtursachen einzubeziehen;
• in bilateralen Gesprächen mit Partnerländern immer wieder auf die Universalität
der Menschenrechte hinzuweisen, die nicht durch religiöse und traditionelle
Bestimmungen relativiert oder eingeschränkt werden dürfen;
• weiterhin auf Staaten mit Nachdruck hinzuwirken, den Internationalen Pakt
für bürgerliche und politische Rechte zeitnah zu zeichnen und zu ratifizieren;
• den EU-Leitlinien über die Förderung und den Schutz der Religions- und
Weltanschauungsfreiheit innerhalb der Arbeit der deutschen Auslandsvertretungen
weiterhin größte Beachtung zu schenken;
• die wichtige Arbeit des Sonderbeauftragten der Vereinten Nationen für Religions-
und Weltanschauungsfreiheit nach Kräften zu unterstützen;
• sich dafür einzusetzen, das Amt des EU-Sonderbeauftragen für die Förderung
von Religions- und Weltanschauungsfreiheit außerhalb der Europäischen
Union zu verstetigen;
Vorabfassung – wird durch die lektorierte Fassung ersetzt.
Deutscher Bundestag – 19. Wahlperiode – 7 – Drucksache 19/5041
• den Beauftragten der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit in der
Wahrnehmung seiner Aufgaben, insbesondere bei dem in gemeinsamer Abstimmung
mit dem Auswärtigen Amt zu erstellenden Bericht zur weltweiten
Lage der Religionsfreiheit, maßgeblich zu unterstützen, indem die deutschen
Auslandsvertretungen u. a. mit der systematischen Erhebung religionsspezifischer
Daten dazu beitragen;
• die personelle Ausstattung der deutschen Botschaften auszubauen, um Maßnahmen
zur Förderung der Menschenrechte und Religionsfreiheit zu unterstützen;
• insbesondere im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft im zweiten
Halbjahr 2020 für den Schutz und die Förderung der Religions- und Weltanschauungsfreiheit
gemeinsam mit den EU-Partnern einzutreten;
• weiterhin umgehend und angemessen, möglichst gemeinsam mit anderen EUMitgliedstaaten
auf Berichte über Verletzungen der Religionsfreiheit zu reagieren;

• das Thema „Religion und Entwicklung“ noch stärker in der bilateralen Zusammenarbeit
zu verankern und dazu bedarfsorientiert spezifische Analysen zu
religiösen Akteuren in einzelnen Ländern zur Verfügung zu stellen;
• am Beispiel der von der Terrorherrschaft des IS befreiten Gebiete im Nordirak
ein friedliches Miteinander der verschiedenen religiösen Gruppen mit konkreten
Maßnahmen zugunsten der Versöhnung und der nachhaltigen Konfliktprävention
zu fördern und in diesem Zusammenhang ein koordiniertes Vorgehen
der zuständigen Ressorts der Bundesregierung zu intensivieren;
• PaRD zu einer Plattform weiterzuentwickeln, die konkrete politische Empfehlungen
und Lösungsvorschläge zu entwicklungspolitischen Themen und Regionen
erstellt.
Berlin, den 16. Oktober 2018
Ralph Brinkhaus, Alexander Dobrindt und Fraktion
Andrea Nahles und Fraktion

 

Zu meinem Selbstverständnis als Christin gehört das Recht der freien Religionsausübung  für jeden Menschen, so wie die Trennung von Kirche und Staat, wie es auch vom Bund evangelisch-freikirchlicher Gemeinden – Baptisten – vertreten wird.

Manchmal, das gebe ich zu, fällt es mir persönlich schwer, dieses Recht der freien Religionsausübung auch denjenigen hier in Deutschland zuzubilligen, die in ihren Herkunftsländern Christen und / oder Angehörigen anderer Glaubensgemeinschaften  dieses Recht verweigern. Trotzdem halte ich an dem Prinzip der Religionsfreiheit fest  und  setze mich dafür ein, dass jeder Mensch das Recht und die Freiheit hat, seine Religion in freiem Entschluss zu wählen und auszuüben und, wenn es für ihn notwendig erscheint, seine Religionsgemeinschaft auch ohne Nachteil für Leib und Leben verlassen zu können oder die Religionszugehörigkeit zu wechseln. Und ich bin froh darüber, dass in dem begleitenden Text und in der  Abstimmungsvorlage auch diese Problematik  angesprochen und deutlich gemacht wird.

Ich würde mir aber ebenso sehr wünschen, dass die Politik es nicht mehr als notwendig ansehen müsste, sich  der Belange der Gläubigen anzunehmen….  und wir wirklich zur grundsätzlichen Freiheit des Glaubens und der Religonsausübung kämen und zur weltweit gültigen  Trennung von „Kirche“ und Staat.

Dass das vermutlich ein Traum bleibt – bis sich die Zeiten erfüllt haben – ist mir jederzeit bewusst…

Verschwurbelte Sätze… 2. April, 2018

Posted by Rika in christsein und glaube, gesellschaft, islam, medien, politik.
Tags: , , , , , ,
1 comment so far

sind wir ja von der Kanzlerin gewohnt.

Es erstaunt mich aber einigermaßen, wenn eine sonst wortmächtige Frau einen derartig verdrucksten Satz wie diesen in die Welt predigt:

Deutschland wird nicht mehr so sein, dass es keinen Islam gibt“ – das ist die Kurzfassung, wie sie in der „Welt“ als Titel verbreitet wird. Nur ein wenig ausführlicher, aber nicht minder verschwurbelt die Langfassung:

Der Islam wird praktiziert in Deutschland. Und Deutschland wird nicht mehr so sein, dass es keinen Islam gibt“.

Was sich wie eine unumstößliche Tatsachenbeschreibung anhört, ist einerseits die unterwürfige Anbiederung an die Religion des Friedens bei völligem Ausblenden der Inhalte, die von dieser „Religion“ in den  Moscheen gepredigt und verbreitet wird, und andererseits teilt Frau Kässmann damit (vermutlich ganz unfreiwillig)  das dschihadistische Prinzip mit, nach dem der Islam seit Mohammed die Unterwerfung der Völker unter den Islam betreibt. Der Islam gewinnt die Oberhand entweder durch kriegerische Handlungen – wie in der unglaublich schnellen Expansion in der unmittelbaren Zeit seiner Entstehung – oder durch den schleichenden Prozess der „Unterwanderung“ – Muslime siedeln sich an… leben unauffällig in ihren neuen „Wirtsländern“ …  bilden immer größer werdende  Gemeinschaften und erheben ihre Stimme, zunächst verhalten, dann immer lauter, fordernder und unüberhörbar werdend. An diesem Punkt sind und / oder erleben wir uns  in Deutschland. Wenn dann noch hochrangige Politiker oder Kleriker in ihren Ansprachen und Predigten beteuern, der Islam gehöre zu Deutschland, ist der nächste Schritt nahezu vollzogen, der nämlich die religiös-rechtlichen Grundsätze des Islam (Sharia ist das harmlos klingende Stichwort) in die gesellschaftliche Ordnung des Gemeinwesens einbringt – mit als „Religionsfreiheiten“ getarnten, eingeforderten   Rücksichtnahmen auf die von Mohammed aufgestellten Regeln des Zusammenlebens.

Frau Kässmann betrachtet offensichtlich den Islam – wie viele ihrer Berufskollegen auch  – in erster Linie als eine Religion, die dem Christentum nahezu gleich ist und schließt dabei den machtpolitischen Aspekt völlig aus.

Aber auch Welt-online blendet diesen Zusammenhang aus und schreibt zitierend:

 Wie kann man die Menschen und ihren Glauben so auseinanderdividieren?“, sagte die 59-jährige evangelische Theologin in Bezug auf die Differenzierung Seehofers. „Im Moment habe ich den Eindruck, dass sich viele Muslime, die in dritter, vierter Generation hier leben, wirklich ausgegrenzt fühlen, und das halte ich für ein ernstes Problem.“

 

Wenn Frau Kässmann von „Glauben“ spricht, wird dieser Begriff  so eingesetzt, wie er von Christen üblicherweise gebraucht und verstanden wird.  Dass im Islam „Glaube“ aber  nicht vor allem ein „Vertrauen auf / in eine höhere Macht“ bedeutet, sondern  „Islam“ ein alle Lebensbereiche umfassendes Herrschaftssystem  ist, verschweigt die Theologin tunlichst – und damit müsste ihre Aussage als infame Verharmlosung angesehen werden.

Gänzlich seltsam aber mutet der Bericht an, wenn er in Bezug auf die Kritiker des Islam, die sich beispielsweise bei Pegida finden und äußern,  Frau Kässmanns Haltung so beschreibt:

Den aktuellen Zulauf für Rechtspopulisten erklärt sich Käßmann vor allem mit Angst, die in Abgrenzung münde. Mit dieser Angst „müssen wir offensiv umgehen, und das funktioniert meines Erachtens nur durch Begegnung“. Mit Menschen, die zum Beispiel bei Pegida mitlaufen, sollte das Gespräch gesucht werden, „wenn sie es denn zulassen und einen nicht gleich niederbrüllen“.

Dem „Tagesspiegel“ gegenüber beklagte Käßmann die zunehmende verbale Aggressivität in der Gesellschaft. „Wenn ich eine brüllend pöbelnde Menge sehe, habe ich das Gefühl: Die sind desintegriert. Mit denen möchte ich nicht alleine bleiben“, sagte sie. Viele hätten Angst, sich öffentlich zu äußern, weil sie sofort verbal wüst attackiert würden. „Lasst uns mal im Ton abrüsten“, sagte sie.

Eine „pöbelnde Menge“ ist in der Tat nicht besonders vertrauenserweckend und ich kann verstehen, dass sie „mit denen nicht alleine bleiben“ möchte.  Eine pöbelnde Menge, die in den Straßen deutscher Großstädte „Tod Israel“ brüllt und dabei laut und vernehmlich ihren „größten Herrn“ namens Allah anruft, scheint sie aber nicht weiter zu beunruhigen.  Vielleicht hat sie ja zu den muslimischen Antisemiten und Israelhassern Stellung bezogen, das entzieht sich meiner Kenntnis.

 

Der Islam wird praktiziert in Deutschland. Und Deutschland wird nicht mehr so sein, dass es keinen Islam gibt“.

Findet Euch damit ab, ist die indirekte Botschaft.

Ich für meinen Teil setze mich dafür ein, dass Deutschland ein Land bleiben kann, in dem das gesellschaftliche und politische Miteinander sich an unserem Grundgesetz orientiert und die Achtung der allgemeinen Menschenrechte nicht durch die Religion des Islam definiert wird ***  und Religionsfreiheit nicht als Floskel zur Durchsetzung der eigenen muslimisch-religiösen Gesetze   missbraucht wird.

Ich wende mich entschieden gegen die allmählich schleichend fortschreitende  Islamisierung unserer Gesellschaft, wie sie aber –  leider  –   von christlichen Würdenträgern und Klerikern durch  undifferenziertes Eintreten für den Islam in unerträglicher Weise gefördert wird.

::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

***

Siehe hier Informationen zur von Muslimen verfassten  Kairoer Erklärung der Menschenrechte, daraus dieser Absatz:

Die Kairoer Erklärung der Menschenrechte weicht von der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte in vieler Hinsicht ab, vor allem dadurch, dass sie eindeutig nur diejenigen Rechte anerkennt, welche im Einklang mit der Schari’a stehen. [6] Artikel 24 legt fest: „Alle in dieser Erklärung festgelegten Rechte und Freiheiten sind der islamischen Schari’a nachgeordnet.“ [7] Artikel 19 besagt: „Es gibt keine Verbrechen und Strafen außer den in der Schari’a festgelegten“. [8] Die Rolle des islamischen Rechts als alleinige Quelle der Rechtsfindung wird durch Artikel 25 bestätigt, dieser legt fest: „Die islamische Schari’a ist die alleinige Referenz für die Erklärung oder Erläuterung aller Artikel dieser Erklärung“. [9]Die Kairoer Erklärung unterstreicht ihren Ursprung im Islam als der „wahren Religion“ [10] und der Lebensart der islamischen Gesellschaft (Umma), die als beste aller menschlichen Gesellschaften beschrieben und der eine zivilisierende und historische Rolle [11] zugeschrieben wird.

Bei fast jedem Verweis auf die Menschenrechte macht die Kairoer Erklärung die Einschränkung, dass diese Rechte im Einklang mit der Schari’a ausgeübt werden müssten. Artikel 22 zum Beispiel beschränkt die Redefreiheit auf diejenigen Meinungsäußerungen, die dem islamischen Recht nicht widersprechen. [12] Auch das Recht zur Ausübung öffentlicher Ämter könne nur in Übereinstimmung mit der Schari’a wahrgenommen werden. [13]

Die Kairoer Erklärung steht im Widerspruch zum internationalen Verständnis der Menschenrechte, weil sie die Unumstößlichkeit der Religionsfreiheit nicht anerkennt. [14] Artikel 5 verbietet jede Einschränkung des Heiratsrechts, was „Rasse“, „Hautfarbe“ oder „Nationalität“ betrifft, führt allerdings die Religion nicht auf, so dass Männer und Frauen auf Grundlage ihre Religionszugehörigkeit Heiratsbeschränkungen unterworfen werden können.

Die Erklärung unterstützt die Gleichstellung von Mann und Frau nicht, sie stellt vielmehr die Überlegenheit des Mannes fest. Der Artikel 6 garantiert Frauen gleiche Würde, aber nicht Gleichstellung in anderen Belangen. Weiterhin legt der Artikel dem Mann die Verantwortung für den Unterhalt der Familie auf, der Frau wird keine entsprechende Rolle zugewiesen.

Der Text spricht für sich und muss nicht weiter kommentiert werden.

 

 

 

Wenn der Islam zu Deutschland gehört…. 17. März, 2018

Posted by Rika in einwanderung, gesellschaft, integration, islam, judentum, meine persönliche presseschau, migration, sharia.
Tags: , , , , , , , , , , ,
add a comment

wie es seit Wulffs Rede zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit im Jahr 2010 immer mehr zur Kanzlerinnen-Doktrin geworden ist, geht es nicht einfach nur um die „Religion“ namens Islam, nein, dann  gehört  das gesamte  islamische System, das untrennbar aus  Koran, Sunna und Hadith   miteinander verwoben ist, ebenfalls zu Deutschland.

Was aber bedeutet das?

Auf einer muslimischen Internetseite wird dazu Folgendes gesagt:

Die Art und Weise, wie Mohammed inmitten seiner Gemeinde lebte und seine Pflichten als beispielhafter muslim erfüllte, wie er die Gläubigen auf den Wegen Gottes führte und die erforderlichen Regeln festlegte – all das verdeutlicht seinen Weg (sunna). Das Leben des Propheten hat also für gläubige muslime absoluten Vorbildcharakter, jede seiner Handlungen ist göttlich inspiriert.

Wie im Kapitel

► Mohameds Handlungen sind von Allah göttlich legitimiert

dargelegt wird, sind alle Taten und Anweisungen des Propheten unhinterfragt und unhinterfragbar.

► Die Unabänderlichkeit der Heilsbotschaft Allahs

 

 

Weiter heißt es:

2. Autorität der sunna

Wenn sich zu einem bestimmten Sachverhalt oder einer Streitfrage im ahadith Erläuterungen oder Anweisungen finden, dann sind sie für den Gläubigen verbindlich. Im Lexikon des Islam heißt es dazu:

Die Autorität der sunna ist im Koran verankert, der von den muslimen fordert, sich der Führung des Propheten zu unterwerfen und ihm zu folgen. Die Gläubigen dürfen sich Gott und seinem Gesandten nicht widersetzen und  dürfen ihnen den Gehorsam nicht verweigern:

Sure 33, Vers 21: Wahrlich in dem Gesandten Allahs hattet ihr ein schönes Beispiel für jeden, der auf Allah und den Jüngsten Tag hofft und oft Allahs gedenkt.

Sure 72, Vers 23: Allein eine Predigt von Allah und Seine Sendung liegt mir ob, und wer sich Allah und Seinem Gesandten widersetzt, für den ist Dschahannams Feuer ewig und immerdar.

Sure 4, Vers 14: Wer aber gegen Allah und Seinen Gesandten rebelliert und Seine Gebote übertritt, den führt Er ein in ein Feuer, ewig darinnen zu verweilen, und es trifft ihn schändende Strafe.

Der Prophet gilt als die letzte Instanz bei allen Entscheidungen eines muslims. Ein Gläubiger darf, wenn Allah und sein Gesandter eine Angelegenheit entschieden haben, in dieser Angelegenheit nicht mehr frei zu wählen:

Sure 33, Vers 36: Und nicht geziemt es einem gläubigen Mann oder Weib, wenn Allah und Sein Gesandter eine Sache entschieden hat, die Wahl in ihren Angelegenheiten zu haben. Und wer gegen Allah und Seinen Gesandten aufsässig wird, der ist in offenkundigem Irrtum.

Die Anwesenheit des Propheten inmitten der Gemeinde gilt somit als Garantie für die Wahrheit der Glaubenslehre und die Richtigkeit der getroffenen Maßnahmen … denn seine Autorität ist ihm von Allah selbst verliehen:

Sure 4, Vers 64: Und wir entsandten Gesandte nur, daß ihnen gehorcht würde mit Allahs Erlaubnis. Und wenn sie, nachdem sie wider sich gesündigt, zu dir kämen und Allah um Verzeihung bäten, und der Gesandte für sie um Verzeihung bäte, wahrlich, sie würden Allah vergebend und barmherzig erfinden.

So gilt der Grundsatz:

Sure 4, Vers 80: Wer dem Gesandten gehorcht, der gehorcht Allah, und wer den Rücken kehrt … so haben wir dich nicht entsandt zum Hüter über sie.

(Digitale Bibliothek: A. T. Khoury, L. Hagemann, P. Heine: Lexikon des Islam, S. 325, Verlag Herder)

► Die absolute Gehorsamspflicht gegenüber Allah und Seinem Gesandten

 

(Hervorhebung der Textteile von mir)

Das Vorbild, das Mohammed mit seiner Lebensführung allen ihm nachfolgenden Generationen von  Muslimen gegeben hat, hat bis in die Gegenwart  „Gesetzescharakter“ und absolute Gültigkeit:

3. Das Vorbild aus der sunna hat absoluten Gesetzescharakter

Die hadith-Sammlungen sind nach Kapiteln geordnet. In der Sammlung von Muslim sind die Begebenheiten zum „Heiligen Krieg“ (Kitab Al-Jihad wa’l-Siyar) in Kapitel 19 zusammengetragen und umfassen die Nummern 4293 bis 4472, also 179 Einträge. Wie absolut die Vorbildfunktion Mohameds Gültigkeit hat läßt sich auch daran erkennen, daß dieses Kapitel zusätzlich in 50 thematische Unterkapitel eingeteilt ist. Da wie gesagt jede Handlung des Propheten als göttlich inspiriert angesehen wird, hat man folgerichtig aus jeder Handlung oder Anweisung des Propheten eine zu befolgende Regel abgeleitet. Diese Gebote haben denselben Anspruch auf absolute Richtigkeit und sind ebenso wie die koranischen Gebote strikt einzuhalten. Hier einige Kostproben:     Quelle

 

Die ewige Gültigkeit der aus Koran und Sunna abgeleiteten Gesetze verhindert jede wie auch immer geartete Reform des Islam zu einem System, das  in Deutschland oftmals als „Euro-Islam“  bezeichnet wird. Die Vorstellung, der von Mohammed eingesetzte Islam könnte im Sinne moderner, europäischer Auffassungen vorsichtig  reformiert werden, käme aber der Apostasie gleich, dem Abfall vom Islam.

Die Frau Bundeskanzlerin ließ sich in ihrer Erwiderung auf Seehofers Stellungnahme, der Islam gehöre NICHT zu Deutschland  dazu hinreißen  Herrn Seehofer  zu kritisieren:

Angela Merkel (CDU) hat sich in der Debatte um die Rolle des Islams in Deutschland von den Äußerungen des neuen Bundesinnenministers Horst Seehofer (CSU) deutlich distanziert. Deutschland sei zwar stark vom Christentum geprägt, aber inzwischen lebten vier Millionen Muslime in Deutschland, sagte die CDU-Chefin bei einem Treffen mit dem schwedischen Ministerpräsidenten Stefan Löfven am Freitag in Berlin. „Diese Muslime gehören auch zu Deutschland und genauso gehört ihre Religion damit zu Deutschland, also auch der Islam.“ Man wolle einen Islam, der auf der Grundlage des Grundgesetzes basiert. „Wir müssen alles tun, um das Zusammenleben gut zu gestalten zwischen den Religionen.“

(Quelle)

und macht damit deutlich, dass sie im Wesentlichen immer noch nicht begriffen hat, dass der Islam keine Religion wie jede andere ist, sondern in erster Linie ein pseudoreligiöses Konstrukt mit absolutem Machtanspruch. Das gilt im übrigen auch für alle Politiker und Medienschaffenden, die sich in ähnlicher Weise zum Islam äußern und damit der Islamisierung weltweit Vorschub leisten.

„Lesen bildet“ …. habe ich mal gelesen. Man müsste es eben auch in diesem Fall tun, das Lesen.

„Einen Islam, der auf der Grundlage des Grundgesetzes basiert“, wie es die Kanzlerin etwas verschwurbelt formuliert, kann und wird es nicht geben, weil er in nahezu allen relevanten gesellschaftlichen Bereichen  geradezu konträre Positionen vertritt.

Nehmen wir nur den Satz in der weiteren Merkel’schen Rede, in der sie die Religionsfreiheit anspricht, die in Deutschland gewährt wird. Religionsfreiheit  bedeutet die freie Ausübung der Religion, zu der ein Mensch sich bekennt. Der Islam duldet aber keine anderen Religionen als ebenbürtig und gleichberechtigt an. Es redet ausdrücklich davon, dass Judentum und Christentum Fälschungen der ursprünglichen islamischen Lehre seien und Mohammed als letzter Prophet Allahs gesandt wurde, um die „Fälschungen“ rückgängig zu machen. Wer als Jude oder Christ zum Islam konvertiert, kehrt nach islamischen Lesart zurück in das „Haus des Islam“. Dieses Haus zu verlassen, ist jedoch bei Todesstrafe verboten. Diese schlichte Tatsache allein schon widerspricht unserem Grundgesetz.

Frau Merkel und alle, die ihr in der Einlassung zum Islam folgen, zeigen, dass sie sich nicht ausreichend mit dem Thema auseinandergesetzt haben und relativ blind Leuten wie Ayman Mazyek folgen, der ihnen Sand in die Augen streut, ganz im Sinne des „Dschihad“ nämlich, den zu führen, jedem Muslim aufgetragen ist und an dessen Ende die weltweite Unterwerfung unter den Islam steht. Islam ist Unterwerfung.

Aus vermeintlicher Toleranz werfen sie die Prinzipien über Bord, die uns die Freiheit in unserer Gesellschaft sichert.

Natürlich gehört dazu die Religionsfreiheit.

Es ist gut, dass wir in Deutschland das Prinzip der Religionsfreiheit haben und jeder seine Religion  leben kann.

Aber man muss dieses Gesetz doch trennen von den Inhalten, die von den Religionen verbreitet und gelebt werden. Der Inhalt und damit auch der ethische und moralische Gehalt der bisher in Deutschland vorherrschenden Religion  ist doch gleichzeitig der, der die Geschichte Deutschlands geprägt und sein gesellschaftliches Gefüge und seine Kultur bestimmt hat. In den mehr als 1000 Jahren seit der großen Christianisierung des von vielen verschiedenen Stämmen bewohnten Gebietes, das heute „Deutschland“ ist, haben sich doch kulturelle, religiöse und rechtliche Grundsätze herausgebildet, die eben auf diesem „Christentum“ fußen, das wiederum auf dem noch älteren Judentum basiert. Den Islam, als gemeinsame Identität, hat es in Deutschland nie gegeben. Und deshalb kann man mit Fug und Recht unterscheiden und wie Seehofer, Söder und sehr viele Menschen sagen:

Menschen mit einem deutschen Pass gehören unterschiedslos zu Deutschland, Menschen aus anderen Ländern, die hier leben und arbeiten und unsere gesellschaftlichen Ordnungen und Gesetze respektieren und einhalten, sind  als Mitbürger willkommen.

Der Islam aber gehört NICHT  zu Deutschland und zwar aus den Gründen, die im Islam selbst zu finden sind. Er ist mit unserem Rechtssystem, mit unserer Auffassung von Demokratie, Menschenrechten, Gleichberechtigung und freier Religionsausübung NICHT kompatibel.

Und niemand muss sich wegen dieser Meinung und Auffassung kritisieren lassen.

Bürger zweiter Klasse… 7. November, 2017

Posted by Rika in gesellschaft, politik.
Tags: , , , , , , , ,
1 comment so far

Eigentlich,  so kann man es von Zeit zu Zeit in Zeitungen lesen und im Fernsehen erfahren, eigentlich hilft die Bundesregierung den Bürgern, die unverschuldet im Ausland in Not geraten sind…  Vor Jahren wurde für eine Göttinger Familie, die von muslimischen Rebellen verschleppt worden war, ein hohes Lösegeld bezahlt.  Menschen werden aus der Hand der Piraten gerettet, unauffällige Hilfe wurde bisher in sehr vielen Fällen geleistet.

Umso unverständlicher ist es, dass ein DEUTSCHER STAATSBÜRGER schon seit April in einem türkischen Gefängnis fest gehalten wird.

Sein Verbrechen?

Er war als christlicher Pilger unterwegs nach Jerusalem. Aufgebrochen ist er in seiner Heimatstadt Schwerin, sein Weg führte ihn zunächst nach Auschwitz – den Spuren des jüdischen Teils seiner Familie  folgend – mit der Idee im Herzen, pilgernd für Versöhnung und Frieden einzustehen. Seine Pilgerschaft verlief ruhig und friedlich, wenngleich das Wetter vermutlich oftmals suboptimal war. Schließlich erreichte er die Türkei und fand freundliche und ihm wohl gesonnene Menschen. An der Grenze zu Syrien wurde er aufgegriffen und inhaftiert.

Die Anklage? Der Vorwurf?

Es dauerte ziemlich lange, bis sich das deutsche Konsulat seiner annahm. Die Familie in Deutschland in größter Sorge, Angst und Ungewissheit schrieb Briefe an das Außenamt, an alle möglichen Stellen und Politiker, von denen sie sich Hilfe erhoffte.

Nichts.

Seine Gemeinde in Schwerin ruft zum Gebet auf.

Der arme Mensch hat einfach das Pech, ein ganz normaler Mensch wie Du und ich zu sein. Kein Menschenrechtsaktivist, kein prominenter Journalist, kein politisch bedeutsamer Mitbürger, kein Schauspieler oder Entertainer. Er ist so unbedeutend, dass kein Hahn nach ihm kräht, kein Claus Kleber mit vor Empathie zitternder Stimme sich seiner annimmt, keine  Dunja Halali für ihn trommelt. Es bilden sich keine Licht-Demonstrationen vor Kirchenämtern oder dem Bundestag.

Der Mann ist einfach nur ein Mensch.

Sonst nichts.

Als einfacher Mensch und sonst nichts bist Du aber ein Bürger zweiter Klasse wenn Du in die Fänge türkischer Behörden gerätst.

Dann gnade Dir nur noch Gott.

 

Nachlesen kann man die Geschichte hier:

Weitere Links hier:

https://unbesorgt.de/ab-sofort-bin-ich-menschenrechtsaktivist/

http://www.audiatur-online.ch/2017/08/28/deutscher-pilger-ueber-mehrere-monate-gefa

 

 

Aus dem Netz gefischt: Christenverfolgung nicht dramatisieren… 30. Mai, 2017

Posted by Rika in christsein und glaube, gesellschaft, terrorismus.
Tags: , , , , , , , , , ,
4 comments

Es war Kirchentag…

Treffen evangelischer Christen….

C H R I S T E N

Christen werden verfolgt …. drangsaliert …. entrechtet …. misshandelt … getötet….

Wir lesen darüber immer wieder  in einigen wenigen Medien, denn nicht alle Journalisten halten das für berichtenswert.

 

Da spricht ein Bischof ein „wahres Bischofswort“:

 

 

Bild könnte enthalten: 1 Person, Text

Bischof (von altgriechisch ἐπίσκοπος epískopos ‚Aufseher‘, ‚Hüter‘, ‚Schützer‘)…“ Quelle

Und statt einer Zurechtweisung durch seine bischöflichen Kollegen….   Schweigen!

 

Da bleibt einem armen Christenmenschen das Wort im Halse stecken, weswegen es hier auch keine weiteren Aussagen von mir  gibt, nur noch der Hinweis auf den Fundort

und den Blick auf   diesen Text….

 

Der Fairness halber auch diese Einordnung des bischöflichen Wortes, die zwar nachvollziehbar ist, aber sicher nur für einen sehr geringen Teil der unter  Verfolgung leidenden Christen zutrifft.

 

Damit er mir nicht verlustig geht…. der Text der Käßmann’schen Bibelarbeit nämlich 30. Mai, 2017

Posted by Rika in christsein und glaube, gesellschaft, politik.
Tags: , , , , , , , ,
3 comments

Eine Bibelarbeit der ehemaligen Bischöfin und EKD-Ratsvorsitzenden Dr. Margot Käßmann hat Irritationen und heftige Kritik auf diversen Seiten ausgelöst.

Ich war in Berlin nicht dabei, kann also keinen Ohrenbericht liefern.

Aber in Zeiten in denen Kirchentage in der veröffentlichten „Mitteilung“ eher Parteitagen der Grünen gleichen, als einem von Gottes Geist bewegten Christentreffen, macht es für mich schon Sinn, genau hinzuhören und hinzusehen was wer gesagt hat, zumal, wenn „wer“ ein so prominenter Mensch ist wie Frau Käßmann.  (Vermutlich gab es unendlich viele spirituelle Angebote von Bibelarbeiten und Gebetstreffen, nur finden und fanden die leider gar keinen Weg in die Veröffentlichung, so dass  bei einem Nicht-Teilnehmer, der nur auf die Berichte in den Medien angewiesen ist, leicht das „Parteitagsfeeling“ entstehen kann.)

Ich hatte Schwierigkeiten eine irgendwie autorisierte Fassung dessen, was Frau Käßmann gesagt haben sollte, zu bekommen. Im Netz kursierten vielerlei Mutmaßungen. Aber zum Glück hat die Landeskirche Hannover nicht nur das Redemanuskript der vorgesehenen  Bibelarbeit eingestellt – denn das war es, was Frau Käßmann eigentlich „machte“, sie hielt eine Bibelarbeit zu einem sehr bekannten Text aus dem Lukasevangelium (Kapitel 1, 39 – 56,  Maria und Elisabeth begegnen sich, zwei Frauen, die sich jeweils mit einer nicht für möglich gehaltenen Schwangerschaft konfrontiert sehen)  -, sondern hat darüber hinaus auch die im ursprünglichen Text nicht vorhandene und wohl auch nicht vorgesehene  Passage in Käßmanns Bibelarbeit über  einen Auszug aus dem vermeintlichen Wahlprogramm der AfD protokolliert und veröffentlicht. Frau Käßmann ist ja für ihre Spontaneität bekannt und dafür, dass sie durchaus sehr deutliche Worte findet – man erinnere sich nur an ihr „Nichts ist gut in Afghanistan“, oder ihren Vorschlag, waffenlos mit Taliban und Terroristen zu verhandeln....  So wird sie wohl einer blitzartigen Eingebung folgend den Bezug zu AfD und „braunem Wind“ im Zusammenhang mit der Auslegung des Lukastextes hergestellt haben.

Warum sie nun aber so heftig darauf insistiert, „falsch“ zitiert und wieder gegeben worden zu sein,  entzieht sich meiner Kenntnis und ich habe wenig Lust, mich an weiteren Spekulationen zur Käßmann’schen Rhetorik zu beteiligen und will hier auch nicht weiter dazu Stellung nehmen mit Ausnahme der von mir bei Facebook getroffenen Aussage, dass eine Bibelarbeit eine Bibelarbeit sein sollte und kein politisches Manifest, und dass ich mir erlaube, meine eigenen Schlüsse aus einem Text zu ziehen und ich es mir verbitte, von vornherein auf eine einzige Interpretation oder Auslegung festgenagelt zu werden. Ich kann und will selber darüber nachdenken und entscheiden, welche Relevanz ein biblischer Text für mein Leben hat. Dazu bedarf es nicht der politischen Belehrungen durch eine ehemalige Bischöfin, die eine „Bibelarbeit“ hält….

Damit er mir aber nicht verlustig geht, hier nun der komplette Text, wie ihn die Landeskirche Hannover eingestellt hat.

(Aus der Erfahrung heraus, dass manche Links im Laufe der Zeit gelöscht werden und Texte dann nicht mehr auffindbar sind, auf die ich mich bezogen habe, die Komplettversion und nicht nur der Link zum Text. 😉  )

https://www.landeskirche-hannovers.de/evlka-de/presse-und-medien/nachrichten/2017/05/2017_05_26_2

Der Text  Landeskirche Hannover (es fällt auf, dass der folgende  Satz nicht in allen Veröffentlichungen vorkommt.  „Da weiß man, woher der braune Wind wirklich weht.“       Mir ist allerdings nicht bekannt, warum das so ist.  (Die Hervorhebung des Satzes im nachfolgenden Text ist von mir.)

Berlin. Die Reformationsbotschafterin Margot Käßmann hat in einer Bibelarbeit auf dem Kirchentag in Berlin die AfD angegriffen. Die Forderung der rechtspopulistischen Partei nach einer höheren Geburtenrate der „einheimischen“ Bevölkerung entspreche dem „kleinen Arierparagrafen der Nationalsozialisten: Zwei deutsche Eltern, vier deutsche Großeltern. Da weiß man, woher der braune Wind wirklich weht„, kritisierte die ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) unter tosendem Beifall.

Käßmann verwies darauf, dass selbst sie als mehrfache Großmutter bereits türkischstämmige Mitschüler gehabt habe. Diese seien mittlerweile deutsche Eltern von deutschen Kindern.

Die evangelische Theologin nahm den Bibeltext aus dem Lukas-Evangelium über den Besuch der mit Jesus schwangeren Maria bei der mit Johannes dem Täufer schwangeren Elisabeth auch als Beleg für den Wandel der Rolle der Frau. „In nur einem einzigen biblischen Kapitel gibt es hier zwei Reden von Frauen! Das ist mehr, als mancher Theologenkongress heute zu bieten hat“, rief Käßmann aus. Marias Rede über den Sturz der Mächtigen und die Erhöhung der Niedrigen sei geradezu ein „Revolutionslied“.

Sie halte Frauen allerdings nicht für die besseren Menschen, sagte Käßmann. Das machten die „Hetztiraden von Alice Weidel oder Marine le Pen“ deutlich. Sie rief Männer und Frauen gleichermaßen auf, „widerständig zu sein gegen Rassismus, Sexismus, Hetze gegenüber den Schwachen“.

Den christlichen Glauben nannte die einstige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) eine „Ermutigung zum Handeln in der Welt“. Wer danach lebe, könne sich „nicht hineinschläfern lassen in die Verantwortungslosigkeit“, äußerte sich Käßmann überzeugt.

Wegen des großen Publikumsandrangs war Käßmanns Bibelarbeit kurzfristig in eine größere Messehalle verlegt worden. Der 5.000 Menschen fassende „CityCube“ war bis auf den letzten Platz besetzt.

epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen

 
 
 

AUSZUG AUS DER BIBELARBEIT VON DR. KÄSSMANN IM WORTLAUT

[…] „Bei uns gibt es diese ständige Beurteilung: Wann ist der richtige Zeitpunkt, was ist die richtige Familienkonstellation?

Im Wahlprogramm der AfD für dieses Jahr ist das sehr klar. Da heißt es: „Die Wertschätzung für die traditionelle Familie geht in Deutschland zunehmend verloren.“1 Erste Frage: Stimmt das?

Weiter: „Die zunehmende Übernahme der Erziehungsaufgabe durch staatliche Institutionen wie Krippen und Ganztagsschulen, die Umsetzung des ‚Gender-Mainstreaming‘-Projekts und die generelle Betonung der Individualität untergraben die Familie als wertgebende gesellschaftliche Grundeinheit.“2 Zweite Frage: Was ist denn das für ein Vorwurf, wen soll der treffen?

Und weiter: „Den demografischen Fehlentwicklungen in Deutschland muss entgegengewirkt werden. Die volkswirtschaftlich nicht tragfähige und konfliktträchtige Masseneinwanderung ist dafür kein geeignetes Mittel. Vielmehr muss mittels einer aktivierenden Familienpolitik eine höhere Geburtenrate der einheimischen Bevölkerung als mittel- und langfristig einzig tragfähige Lösung erreicht werden.“3 Keine Frage mehr, jetzt ist es klar. Frauen sollen Kinder bekommen, wenn sie „biodeutsch“ sind. Das ist eine neue rechte Definition von einheimisch gemäß dem so genannten kleinen Arierparagraphen der Nationalsozialisten: zwei deutsche Eltern, vier deutsche Großeltern. Da weiß man, woher der braune Wind wirklich weht. So einfach klein und eng können selbst die Neonazis sich die Welt im Jahr 2017 nicht malen.

Ich bin mehrfache Großmutter, aber schon ich bin mit Kindern von Einwanderern aus Anatolien in die Schule gegangen, die einen deutschen Pass haben. Ich denke an Fehim, der hat Abitur gemacht, er und seine Frau Ayse sind Deutsche, haben drei Kinder, die studiert haben und sind Großeltern demnach biodeutscher Kinder. […]“

1 Wahlprogramm der AfD 2017, Langfassung S.41
2 Ebd.
3 Ebd.

epd/ekd.de

Zum Text der Bibelarbeit von Margot Käßmann

 
 

Wenn Schüler in der Schule beten wollen… 2. März, 2017

Posted by Rika in aktuell, gesellschaft, islam, medien, migration, presse, schule - kinder.
Tags: , , , , , ,
18 comments

…  ist das zunächst positiv zu sehen.

Ich erinnere mich gut  an die Zeit, als unsere Kinder noch schulpflichtig waren und  weiter führende Schulen in Hannover besuchten, öffentliche Schulen, nicht konfessionsgebundene. Auf Initiative einiger Schüler wurde ein Schülergebetskreis gegründet, die Schulleitung stellte für dieses Anliegen den Raum der Schülerselbstverwaltung zur Verfügung. Die jungen Leute trafen sich einmal oder zweimal wöchentlich vor dem Unterricht – was  bedeutete, schon zur „nullten“ Stunde anwesend zu sein. Ich bin mir nicht mehr sicher, ob der Gebetskreis während der gesamten Schullaufbahn aller unserer Kinder bestand und wie viele Mädchen und Jungen tatsächlich daran beteiligt waren. Sicher bin ich mir aber, dass außer einer einladenden Notiz am „Schwarzen Brett“ und Mund-zu-Mund-Propaganda  der Initiatoren keine weitere Öffentlichkeit hergestellt wurde.  Sicher bin ich mir darüberhinaus auch, dass es nicht um „demonstrare ad oculi“ ging,  mit der die eigene Frömmigkeit zur Schau gestellt werden sollte. Es ging den Jugendlichen tatsächlich um Kontemplation und Gebet, Sammlung, Bitte, Fürbitte, Dank, für sich und alle, die zum Schulleben gehörten.

Zu der Zeit, denke ich, war es eher verpönt beim Beten erwischt zu werden, das war nämlich extrem uncool und wer wollte das schon sein?! Eines unserer Kinder wurde eine zeitlang von guten Freunden gehänselt, weil wir als Familie regelmäßig zum Gottesdienst gingen; auch ein netter Nachbar meinte eines Sonntagsmorgen spöttisch lächelnd: „Na, geht es wieder zum Beten?“    Gebet war eben nichts für moderne und aufgeschlossene Menschen.

Auch heute scheint dieser Trend ungebrochen.

Umso mehr müsste es mich doch freuen, wenn ich in einer Zeitung, respektive ihrer Onlineausgabe lese, dass Schüler in der Schule beten wollen, und es könnte mich gewaltig ärgern, dass die Schulleitung das untersagte.

Nun handelt es sich bei den Gebetswilligen nicht um Jugendliche, die sich ins stille Kämmerchen zurückgezogen haben, um dort ihr Gebet an Gott zu richten. Sie haben ein Gebets-Event veranstaltet in ihrer Schule, „demonstrare an oculi“   gewissermaßen, und die Betonung liegt tatsächlich auf demonstrare, demonstrativ, die Schulleitung nannte es gar „provokativ“ und untersagte diese Form des öffentlich zur Schau gestellten Gebets.

Verschiedene Online-Medien haben sich dieser Sache angenommen, nachdem zunächst bei Facebook der Brief  eingestellt worden war, den die Schulleiterin an das Kollegium geschrieben hatte und  in dem sie anordnet, Verstöße gegen das Gebetsverbot zu melden. Offenbar hatte dieses Schreiben  so hohe Wellen in der Facebook-Community geschlagen, dass auch die örtlichen Zeitungen über die Maßnahme berichteten.

Hier kann man es nachlesen:

Schule verbietet muslimischen Schülern „provozierendes Beten“

Es gehört nicht viel dazu sich vorzustellen, welch eine „Ungeheuerlichkeit“  dieses Verbot für viele Muslime darstellt. Welt-Online verzichtet leider in dem Bericht auf die Stellungnahme der Schulbehörde, die sagt nämlich auf die Frage der Rechtmäßigkeit eines solchen Verbots:

„Die Schulleiterin hat dazu die Möglichkeit im Rahmen des Hausrechts. Das verfassungsmäßige Gebot des Funktionierens des Schulbetriebes und des Bildungsauftrags Art 5 GG, geht der Religionsausübungsfreiheit vor.“

Quelle

Wenn tatsächlich, wie  „Der Westen“ berichtet,  sowohl Lehrer wie auch Schüler sich durch die demonstrative Art des Betens bedrängt fühlen, hat die Schulleitung die Pflicht, sich der Sache anzunehmen.  Das wird zwar  von der Bezirksregierung ausdrücklich bestätigt, allerdings nicht in der Weise, dass sie selbst energisch für den Erhalt des Schulfriedens eintritt und ihrerseits das öffentlich zur Schau gestellte Beten in einer staatlich-säkularen Bildungseinrichtung verbietet. Denn das ist doch der eigentliche Grund für das Verbot. In den offenen Räumen der Schule, die von allen Schulangehörigen genutzt werden, werden diese Gebete verrichtet –  vermutlich während der Pause, wenn allgemeines Kommen und Gehen auf den Gängen und in den Toilettenräumen (siehe Bericht) herrscht.

Auch relativ phantasielose Menschen könnten sich doch leicht das Szenario ausmalen, wenn sie sich an ihre eigene Schulzeit erinnern, wie viel mehr ist es aber Leuten geläufig, die in  deutschen Bildungsanstalten ihren Dienst verrichten:

Man   (Junge / Mädchen  – auf die gendergerechte Sprache verzichte ich )  will zur Toilette, im Gang davor stolpert man bereits an einem auf dem Gebetsteppich liegenden Beter vorbei, der noch dazu akribisch darauf bedacht ist, dass kein „Unreiner“ seinen Teppich betritt und möglicherweise sogar heftig wird, wenn das versehentlich doch passiert. Im Waschraum sind zwei von drei intakten Waschbecken belegt von jugendlichen Muslimen, die gerade ihre Füße der rituellen Waschung unterziehen…   Es kommt zu einer leichten Auseinandersetzungen, denn Jugendliche in dem Alter sind selten auf höfliche Umgangsformen bedacht….  „Musst du deine dreckigen Füße ausgerechnet hier waschen?“  Die Frage könnte doch gestellt werden, selbst wenn die Füße nicht dreckig wären, wovon man bei fünfmaligem Gebet am Tag mit jeweils fünf Fußwaschungen durchaus ausgehen kann. Der Aufsicht führende Lehrer ist genervt, wie soll er damit umgehen, dass sich einige Mitschüler über das Gebets-Event beklagen, andere darüber, dass sie beleidigt werden, WEIL sie beten.

Hat jemand, der hier regelmäßig liest, jemals in seinem Leben Aufsicht in einer großen Schule geführt???  Solche und ähnliche Szenen sind eine wahre Freude für alle Beteiligten. Ich frage mich, warum niemand der berichtenden Reporter, die unbesehen davon schreiben,  Leute seien darüber empört, dass die Schulleitung  rassistisch reagiert habe, sich einmal vor Ort das Spektakel während einer ganz normalen Pause  (ganz ohne demonstrative Gebete)  ansehen. Ich bin ziemlich sicher, dass sich allein aus der völlig normalen Situation, die sie an Ort und Stelle erleben, eine andere Sicht und damit auch eine andere Haltung zu dem Geschehen einstellen wird.

Ich vermisse auch den Hinweis darauf, dass es so jungen Leuten durchaus erlaubt ist, die Gebete, die sie nicht nach der gebührenden Ordnung und zu den vorgesehen Zeiten verrichten können, durchaus zu Hause in ihrer gewohnten und dafür auch eingerichteten Umgebung nachholen  zu  können.

Mir drängt sich doch eher der Verdacht auf, dass hier sehr gezielt ein Skandälchen zu Lasten der Schulleitung herbei geschrieben wird, dass Reporter nicht in der Lage zu sein scheinen, die sehr gebräuchliche Schulordnung auch nur einigermaßen wahrnehmen und  nachvollziehen zu können (vielleicht eine sehr späte Reaktion auf den Frust, den sie selbst einst mit Schulleitung in ihrem Schülerdasein erlebt haben?).

Von der falschen Rücksichtnahme auf die religiösen Gefühle derjenigen, die für sich in Anspruch nehmen, der Religion des Friedens anzugehören und  sich dabei (immer) so schnell ereifern, wenn es um die vermeintliche Begrenzung ihrer vermeintlichen Rechte geht, will ich hier gar nicht erst schreiben. Und auch nicht davon, dass ich das zur Schau getragene muslimische Gebet für ein Machtspiel halte, in dem die Jungen vielleicht sogar instrumentalisiert wurden von den Imamen ihrer Moschee. Und ich will auch nicht darüber spekulieren, inwieweit diese Aktion eine Reaktion auf die derzeitige Diskussion um DITIB ist…

Das lässt heute meine Befindlichkeit einfach nicht zu.

Mich erinnert dieser Vorfall  jedoch sehr an das    Stück     Stoff  ,  das viele der Trägerinnen  ebenfalls aus scheinbar religiösen Gründen tragen, mit dem man aber prima demonstrieren kann, anders zu sein als die anderen, besser zudem und vielleicht sogar nicht dazu gehören zu wollen zu der Gemeinschaft der ganz normalen Bewohner dieses Staates:  Atheisten,  Christen, Juden Agnostiker, Heiden, Buddhisten, Naturreligionsanhänger und wer weiß noch was… und eben auch anders  sein zu wollen,  als die  völlig unauffällig hier lebenden Muslime, ohne Gebetsteppich im (Schul)Gepäck und Kopftuch oder Niqab .

%d Bloggern gefällt das: