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So blöd kann selbst der Sigi nicht sein… 26. April, 2017

Posted by Rika in aktuell, antisemitismus, araber-"palästinenser", fatah, freunde, gesellschaft, hamas, israel, meine persönliche presseschau, politik, terrorismus.
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Man stelle sich vor, man sei neu in ein Amt gewählt worden und wolle nun seine Antrittsbesuche machen, um sich als neuer Amtsträger zu präsentieren und natürlich dabei gleichzeitig um gute und gedeihliche Zusammenarbeit zu bitten.

Einer der diplomatisch herausfordernden Besuche wäre es, sich mit jemandem treffen zu müssen, den man – gelinde gesagt – nicht leiden kann, aber das Amt gebietet es, mit eben dieser Person doch in relativ gutem Einvernehmen zu sein.

Bevor man also seinen Besuch antritt, informiert man sich so ein bisschen darüber, welche der verborgenen Fettnäpfchen auf jeden Fall ausgelassen werden müssen, damit es nicht zu einer unschönen Begegnung kommt.

Sie, Du und ich würden das so machen, oder? Jedenfalls auf der informellen Ebene würden wir das so machen.

Wir würden es auf jeden Fall vermeiden, den zu Besuchenden an mögliche unangenehme Be- oder Gegebenheiten zu erinnern, etwa an seinen gerade erst verflossenen Liebhaber, an 25 kilo Übergewicht, an missratenen Kinder, an eine wenig attraktive Gattin / hässlichen Gatten oder was auch immer auf der rein persönlichen Ebenen so an extremen Fettnäpfchen lauern könnte. Wir würden doch alles vermeiden, den Besuchskontakt vor die Wand zu fahren, oder?

Sie, Du und ich würden wohl auch auf der „amtlichen Ebene“ herauszufinden suchen, wer der Widersacher des zu Besuchenden ist, mit wem er gerade im Clinch ist oder wer ihm größtmöglichen Schaden zufügen möchte, wir würden das herauszufinden suchen, damit wir nicht Gefahr laufen, ausgerechnet diese Personen als  mögliche Gesprächspartner  bei unserem Antrittsbesuch ebenfalls zu beehren. Wir, Sie, Du  ich, fänden das peinlich und unpassend, stelle ich mir dank meiner guten Kinderstube jedenfalls so vor.

Wir würden aber auch bei „guten Freunden“ nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen und den Freund bei der ersten sich bietenden Gelegenheit damit konfrontieren, was er unserer Meinung nach gerade wieder verbockt hat und erst recht würden wir nicht zu den Leuten gehen und sie unserer Unterstützung versichern, von denen wir genau wissen, dass der „gute Freund“ gerade extreme Probleme mit ihnen hat. Nein, Sie, Du und ich würden das nicht machen. Wir würden erst mal in aller Ruhe mit dem „guten Freund“ bei einem schönen Essen reden, ein bisschen Wein oder Bier dazu trinken, für eine angenehme Atmosphäre sorgen und dann, wenn die ‚Gesprächstemperatur‘ auch für schwierige Themen geeignet erscheint, unsere nicht ganz so schönen Anliegen vortragen, beispielsweise unser Bemühen, einen Nachbarschaftskonflikt zu entschärfen oder dergleichen. Auf keinen Fall würden wir erst mit den Nachbarn und dann mit dem „gute Freund“ sprechen.

Wenn nun der neu gekürte Außenminister eines Staates seinen Antrittsbesuch als Außenminister bei einem „befreundeten Staat“ macht, wie geht er dann am besten und am diplomatischsten vor?

Nun, er wird, so denke ich, seine Berater konsultieren und sich über die außen- wie innenpolitische Lage des „befreundeten Staates“ auf den neuesten Stand bringen lassen – siehe Fettnäpfchenvermeidung und Diplomatie.

Alsdann, so stelle ich mir weiter vor, wird er aufgrund dieser Informationen seine notwendigen Besuchstermine vor Ort in einen zeitlich wie thematisch passenden Rahmen bringen.

Was sieht so ein Besuchsprotokoll vor?  Dem Staatspräsidenten die Aufwartung machen, ein Gespräch mit dem Regierungschef des Landes führen, eine kulturelle Einrichtung besuchen, sich für besondere wissenschaftliche oder wirtschaftliche Institutionen interessieren, die humanitären Aufgaben des Landes nicht vergessen und natürlich auch den Oppositionsführern des Parlaments ein offenes Ohr schenken. Wenn dann noch Zeit ist und alle anderen Termine gut verlaufen sind, kann man sich auch noch mit Vertretern der Außerparlamentarischen Opposition treffen… hier in Deutschland wäre das möglicherweise der Unterstützerkreis des NSU oder ehemalige Mitglieder der RAF, ein „Schwarzer Block der Antifa“  oder die „Identitären“  in Meck-Pom, vielleicht sogar die „Reichsbürger“.  Alles sehr „ehrenwerte“ Vereinigungen, die nichts anderes im Sinn haben, als den offiziellen Staat in Frage zu stellen  oder sogar zu zerstören…  (Frau Merkel und Herr Steinmeier als Kanzlerin und Präsident wären bestimmt ganz entzückt, wenn der Außenminister eines „befreundeten Staates“ diese Gruppierungen sehr gezielt aufsuchen würde.)

Was um alles in der Welt hat aber unseren Herrn Außenminister Sigmar Gabriel geritten, als er bei seinem Antrittsbesuch als Außenminister in ISRAEL  jede diplomatische Vorgehensweise über den Haufen warf und noch vor einem Treffen mit  dem Regierungschef Netanjahu ankündigte, sich mit den höchst umstrittenen, aber dennoch von EU gepäppelten und finanziell großzügig ausgestatteten APO-Gruppen „Breaking the Silence“ und B’Tselem treffen zu wollen, die mit ihren Aktionen den Terroristen von Fatah und Hamas in die Hände spielen und Abbas (Gabriel nennt ihn ‚mein Freund‘) immer wieder Munition liefern in der EU und bei der UN  gegen Israel zu agitieren.

„So blöd kann selbst der Sigi nicht sein“ habe ich  diesen Beitrag überschrieben.

Das ist nicht fein von mir.

Aber ich muss doch davon ausgehen, dass Herr Gabriel nach seinem desaströsen Auftritt in Hebron vor ein paar Jahren wenigsten irgendetwas dazu gelernt hat. Er ist doch nicht dumm. Immerhin hat er studiert, war mal Ministerpräsident des schönen Bundeslandes in dem ich lebe, „mein (noch)“  Parteichef , Merkels Wirtschaftsminister und Vizekanzler… ein bisschen Grips gehört doch dazu, um das zu schaffen.

Wenn er also nicht so blöd sein kann, sich dermaßen dämlich zu benehmen, dann, so muss ich doch annehmen,

HAT ER ES MIT VOLLER ABSICHT GETAN.

Und natürlich frage ich mich, WARUM ???

Klügere und politisch versiertere Leute als ich mögen dieser Frage auf den Grund gehen.

Ich will mich auch nicht als Küchenpsychologin versuchen, obwohl ich durchaus die dafür notwendigen Voraussetzungen mit brächte.

Aber wie kann ein Mann am ‚JomhaShoa‘   in ‚Yad Vaschem‘  einen Kranz niederlegen und große Betroffenheit angesichts der deutschen Schuld an der unfassbaren Tragödie zum Ausdruck bringen und nur einen Tag später alle politische und diplomatische Vernunft fahren lassen?

cui bono

Wem dient es…

Bald sind Wahlen in Deutschland – und wie der Antisemitismus-Bericht der Bundesregierung als traurige Gewissheit ausweist, ist der deutsche Antisemitismus virulent wie nie, unterstützt von den muslimisch-arabischen Zuwanderern und sind 40% der Deutschen gegen Israel gestimmt…

 

Wenn das kein Grund ist, sich in Israel wie der Elefant im Porzellanladen aufzuführen. …

Einige Vertreter  der deutschen Medien sind darum auch voll des Lobes für unseren tapferen Außenminister, der sich dem einzigen Schurken im ganzen, ach so friedlichen nahen Osten nicht gebeugt hat….

 

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NACHTRAG

Einen sehr guten Artikel dazu hat Alex Feuerherdt geschrieben, daraus dieser abschließende Absatz als Zitat:

Selbstverständlich hat Sigmar Gabriel es nicht lassen können, zu beteuern, welch großer Freund Israels er doch sei. In einem Gastbeitrag für die Berliner Zeitung behauptete er, die „pro-israelische Einstellung“ sei ein „Markenzeichen der deutschen Sozialdemokratie“, und verstärkte die Peinlichkeit seines Auftritts sogar noch mit dem unsäglichen Satz: „Sozialdemokraten waren wie Juden die ersten Opfer des Holocausts.“ Nicht des Nationalsozialismus, nein, der Shoa – was bekanntlich nicht stimmt und lediglich dazu dient, sich auf die gleiche Stufe zu stellen wie die Opfer der Judenvernichtung. Nachdem der aus einer Täterfamilie stammende deutsche Minister sich so selbst auf die moralisch gute Seite der Geschichte bugsiert hatte, konnte er daran gehen, gezielt jenen Eklat zu provozieren, der in Deutschland nun Benjamin Netanjahu angelastet wird. Der aber war bloß nach dem Motto verfahren: Gott, bewahre mich vor meinen Freunden, mit meinen Feinden werde ich allein fertig.

Quelle

Besser kann man die Unverschämtheit der Gabriel’schen Taktik kaum zusammenfassen.

 

 

 

 

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Herr Gabriel war in Hebron… 15. März, 2012

Posted by Rika in antisemitismus, araber-"palästinenser", islam, israel, sammelsurium.
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Sigmar Gabriel, seines Zeichens Politiker, Mitglied des Bundestages und Vorsitzender der SPD war auf Reisen.

„Reisen bildet“, weiß der Volksmund und meistens trift das ja auch zu. Man lernt andere Länder, Sitten und Gebräuche kennen, trifft andere Menschen mit anderen Ansichten und Vorstellungen, Wertsystemen und Gewohnheiten. Man erfährt und erlebt, wenn man es richtig anstellt auf so einer Reise, dass man selbst nicht der Nabel der Welt ist und man darum von der Welt durchaus etwas lernen kann.

Herr Gabriel wollte wohl auch etwas lernen, seinen Horizont erweitern, neue Wege einschlagen im politischen Weltgetümmel. Darum wollte er nach  Gaza und mit der Hamas in aller Freundschaft auskundschaften, wie weit die gegenseitige Anerkennung und Zuneigung geht und ob die Hamas wirklich so böse ist, wie ihr Grundsatzprogramm oder ob sie nicht doch dialogbereit ist und mit den übrigen Bewohnern des von ihr „Palästina“ genannten Gebiets über friedliche Koexistenz verhandeln will. Mit den arabischen Brüder in „Palästina“ hat es ja schon eine Annäherung gegeben, die ist zwar noch äußerst fragil, aber doch auf dem  gute Weg der Übernahme aller politischen Macht durch die Hamas.  Bleiben noch die nichtarabischen Bewohner „Palästinas“. Die machen allerdings Schwierigkeiten. Sie wollen ihr „zionistisches Gebilde“ einfach nicht aufgeben, die schlimmen Siedlungen“ nicht räumen und sind auch sonst nicht sehr kooperativ. Beispielsweise lassen sie sich ungern in die Schießübungen der kämpfenden Hamasanhänger einbeziehen, wollen weder als Zielscheibe noch als Statisten in der Opferrolle herhalten. Sie schießen im Gegenteil einfach zurück! Ihre Abwehrsysteme können die Abschußplätze der Hamasraketen orten und dann macht es dort „Peng“ und das findet die Hamas nicht so nett. Das eben  macht den Dialog so schwierig.

Und deshalb konnte Herr Gabriel nicht nach Gaza. Da waren ein paar Raketenabschüsse mal wieder außer Kontrolle geraten und die Bewohner des zionistischen Gebildes hatten sich zur Wehr gesetzt.

Also musste Herr Gabriel auf seine Gespäche mit der Hamas in Gaza verzichten.

Er fuhr darum nach Hebron.

Und was er dort erlebte, war ja der reinste Horror. Dagegen sind die permanenten Angriffe auf die Städte und Ortschaften des zionistischen Feindes der Araber ja das reinste Silvesterfreudenfeuerwerk.

In Hebron können Juden nicht ohne den Schutz durch die israelische Armee leben, deshalb nennt Herr Gabriel die Zustände dort „Apartheid“!  Zu recht, wie ich finde. Eine Stadt, in der Juden nicht unbehelligt leben können, in der die nichtjüdischen Bewohner nichts anderes wünschen, als endlich wieder in einer „judenreinen Stadt“ zu leben, muss sich den Vorwurf des Rassismus gefallen lassen.

Aber Herr Gabriel hat das ganz anders gemeint. Er meint, dass die armen arabischen „wir-wollen-die-Juden-vertreiben-Befürworter“  unter dem Apartheidsregime      des  „zionistischen Gebildes“  „unserer israelischen Freunde“ (Gabriel) leiden.

Ja, wenn das so ist, dann hat Herr Gabriel keine Ahnung von Israel oder keine Ahnung von Apartheid oder einfach die falschen Berater und Begleiter. Irgendwo habe ich gelesen, dass er von „internationalen Friedensexperten“ über die unhaltbaren zustände in Hebron unterrichtet worden sei.

Bei der Sarrazin-Affäre hat er ja auch nicht selbst das Buch gelesen, sondern sich auf das verlassen, was andere verkürzt zitiert und kommentiert hatten.  Vermutlich kann jemand, der seit gefühlten 100 Jahren in der Politik ist und sich auf einen riesigen Stab von Zuträgern und Beratern stützt und in den allmorgendlichen Lagebesprechungen nach der Bekanntgabe der aktuellsten Meinungsumfragen erfährt, was gerade Thema des Tages ist, gar nicht mehr selber denken und eigene Schlüsse ziehen. Dazu hat er einfach gar keine Zeit! Und wenn man dann in Hebron ausgerechnet an einen antisemitischen internationalen Beobachter gerät, dann hat man einfach Pech gehabt, jedenfalls, wenn man so trottelig oder so selbstherrlich oder so vermessen ist, die antisemitischen Tiraden als eigene Erkenntnisse bei facebook einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Es sei denn, die Erkenntnisse sind den eigenen Hirnwindungen entsprungen und geraten nun endlich an die Öffentlichkeit. Dann passt er gut in die Riege der „Israelfreunde“, die von Freundschaft reden, aber dem Freund unaufhörlich das Messer an die Kehle setzen, wenn der nicht so will wie die Hamas, die Fatah, die Hisbollah, der Herr des Iran, die Muslimbrüder, die Anhänger des Islam. Denn die alle wollen, dass der Staat Israel endlich verschwindet und sich die Juden aus dem Land entfernen.  Sie alle wollen ein „judenreines Palästina“!

Und da wären wir wieder bei der Apartheid. Ganz richtig! Bei der rassistischen Vorstellung der Araber und ihrer Freunde von einem Land, in dem Juden kein Recht haben  zu leben  und erst recht kein Recht auf einen eigenen Staat.

Nachtrag:

Ein lesenswerter Bericht zu HEBRON    findet sich bei INGO WAY: „Nachhilfe für Sigmar Gabriel“