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Wieder im Lande – und doch nicht ganz da…. 30. Mai, 2018

Posted by Rika in aktuell, araber, araber-"palästinenser", gesellschaft, hamas, hass, israel, medien, plo, politik.
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Ich bin schon eine ganze Weile wieder im Lande, seit dem späten Abend des 17. Mai, um genau zu sein, aber eben noch nicht wieder ganz da, bzw. hier.

Das hat vor allem zwei Gründe, den einen könnte ich vielleicht beeinflussen, der andere hat mich heimgesucht gegen meinen erklärten Willen. Wie es manchmal so geht.

Ich hatte ja in meinem letzten Beitrag hier schon den Hinweis auf den Reiseblog gegeben, der im Lauf unserer Reise „IN“ Israel begonnen und hier dann vervollstädnigt werden sollte. In Israel zu posten war in der Tat nicht ganz einfach.  Ich war (bin) die einzige aus unserem Team, die überhaupt Erfahrung mit  Bloggen hat. Mir stand aber nur mein Smartphone zur Verfügung, das aber war erst seit ein paar Tagen in meinem Besitz und ich hatte noch nicht alle Funktionen vollständig erprobt (bei meinem alten war das kein Problem, aber dem Ding ging ständig der Saft aus, so dass ich es unmöglich in Israel hätte nutzen können!)  So kam es, dass einiges Durcheinander entstand, zumal einige Bilder (nicht von mir) hochgeladen wurden und wir plötzlich drei Meldungen am gleichen Tag hatten…. was eigentlich nicht sooo geplant war. Der langen Rede kurzer Sinn, kaum zu Hause angekommen, machte ich mich an die Arbeit, ein wenig Ordnung in den Reiseblog zu bringen, die Bilder nicht unkommentiert stehen zu lassen und ein einigermaßen einheitliches „Auftreten“ zu erreichen. Das war ziemlich zeitintensiv.

Noch während ich also so vor mich hin puzzelte und Stunden damit verbrachte,  meine Erinnerungen  in Einklang zu bringen mit dem, was schon dokumentiert war, spürte ich, dass sich in meinem Hals Unangenehmes zusammen braute – „raute“ wäre wohl der bessere Ausdruck, wenn es ihn denn gäbe: zusammen raute. Denn rau fühlte es sich mehr und mehr an, da hinten in meinem Hals, rau und kratzig…. dann kam der Husten dazu, ich bellte, wie ein Kettenhund, vor allem in der Nacht, was eben nicht nur Schlaflosigkeit bedeutete, sondern noch mehr „rauen Hals“. Als es nicht mehr ging, mir der Hals auch tagsüber schrecklich weh tat und der Husten kein Ende nehmen wollte, ging ich endlich zum Arzt. „Bronchistis“ lautete seine eben so schlichte wie knappe Diagnose… verbunden mit einer feinen Nebenhöhlenentzündung. Ich bekam Tabletten und fühlte mich nun auch richtig krank. So krank, dass ich bis zum vergangenen Sonntag die Tage im Bett verbrachte. An Aufstehen mochte ich nicht einmal denken, geschweige denn an Schreiben ….

Nun bin ich auf dem guten Weg der Besserung, habe wieder am Reiseblog gearbeitet und nehme mir heute endlich Zeit für diesen kleinen Eintrag hier.

Alles, was ich eigentlich auch hier zu Israel schreiben wollte, muss noch ein bisschen warten… aber wer will, kann ja schon mal „drüben“ stöbern. Wie gesagt, der Blog mit seinen Berichten ist noch nicht fertig, aber auf einem guten Weg.

Nur so viel auch hier:

Es war eine wunderbare Reise – vielfältig, vollgepackt, anstrengend, großartig.

Israel ist ein wunderbares Land und es lohnt sich, einmal dorthin zu reisen… oder zweimal oder öfter oder immer wieder!

Israel braucht unsere Solidarität – heute mehr als je zuvor!!! 

Die feindlichen Nachbarn haben sich gegen das Land verschworen und sie sind Meister in der anti-israelischen Propaganda.

Von unserer Regierung erwarte ich eigentlich ein Handeln, das den Lippenbekenntnissen unserer Regierungschefin endlich auch mal entspricht. So würde ich es gerade wegen der ziemlich furchtbaren terroristischen Übergriffe der Araber von Gaza aus für ausgespochen sinnvoll erachten, wenn auch Deutschland die Botschaft nach Jerusalem verlegen würde, denn das  WÜRDE DEN TERRORISTEN KLAR MACHEN, DASS IHR TERROR NIEMALS FRÜCHTE TRAGEN WIRD !!! So aber, angesichts des Schweigen Deutschlands (EU und DE gehören zu den größten Terrorfinanzierer!!!) und des Wegducken Frau Merkels und fast der gesamten EU, fühlen sich die feigen Terrorkämpfer, die Frauen und Kinder, Arme und Behinderte an den Zaun geschickt haben, um sich hinter ihnen zu verkriechen (Israel schießt nämlich NICHT AUF ZIVILISTEN ) doch in ihrem schrecklichen Tun nur bestätigt. Immerhin, es grenzt ja schon fast an ein Wunder, dass man diesmal sogar in meinem Käseblättchen lesen konnte, dass Israel VON DEN ARABERN AUS GAZA ANGEGRIFFEN wurde!

So, genug für heute…. oder für den Moment. Ich muss jetzt meinen Genesungsschlaf halten… Wir sehen uns später….

 

                                          Im Garten Gethsemane…..

 

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Eine große Koalition gegen Israel… 2. Februar, 2018

Posted by Rika in antisemitismus, israel, politik.
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Diese Quelle habe ich angezapft

und gebe den Bericht der BILD  weiter, der sich auf diese Koalitionsvorgabe bezieht.

Die Erklärung der Arbeitsgruppe Außenpolitik

 

Wegen der Passage zur deutschen Israel-Politik der GroKo schlagen Freundschaftsinitiativen beider Länder Alarm.

„Mit größt-denkbarer Bestürzung lesen wir das Ergebnis der AG-Außen der Koalitionsverhandlungen“, schreibt Elio Adler von der deutsch-jüdischen Werteinitiative. „Die gewählten Formulierungen stellen nicht nur eine erhebliche Verschärfung gegenüber dem letzten Koalitionsvertrag dar, sie stehen sogar im Widerspruch zu dem vor Kurzem von uns so positiv aufgenommenen Antisemitismus-Beschluss!“

Hintergrund ist der Absatz zur „Region des Nahen und Mittleren Ostens, Golfregion und Nordafrika“ des GroKo-Außen-Papiers. Konkret kritisiert die Initiative:

„Israels Existenzrecht wird zwar gesichert, nicht jedoch mit dem für uns Juden so wichtigen Zusatz ‚als jüdischer Staat‘. Damit wird der Kern der Verbindung zwischen Juden und Israel annulliert. In besagtem Antisemitismus-Antrag stand es noch so.“

Hat sich der überparteiliche Konsens innerhalb von zehn Tagen geändert?

Der Text spricht sich gegen die israelische Siedlungspolitik aus und gegen den Status von Jerusalem als Hauptstadt. Weiter kündigt er die Unterstützung der (UN-Hilfsorganisation) UNRWA an.

Mit keinem Wort werden der palästinensische Terror, die Korruption und die fehlenden demokratischen Strukturen verurteilt.

Elio Adler: „Diese einseitige Parteinahme gegen Israel und für die UNRWA, die von vielen Fachleuten nicht als Teil der Lösung, sondern als Teil des Problems gesehen wird, ist verheerend. Sie führt nicht zu mehr Frieden, sondern zu mehr Konflikt, weil sie das Narrativ israelischer und palästinensischer Hardliner stärkt.“

Für das Nahost-Friedensforum (NAFFO) schreibt Mirjam Rosenstein: „Eine Verurteilung der palästinensischen Hetze und des Terrorismus fehlt. Die nicht vorhandenen demokratischen Strukturen und die Korruption der Palästinensischen Autonomiebehörde werden nicht genannt, während die israelische Siedlungspolitik klar verurteilt und der Status von Jerusalem erst im Zuge von Verhandlungen geklärt wird.“

Außerdem fehle „eine entschiedene und konsequente Absage an die antisemitische Boykott-Bewegung (BDS)“.

Verhandlungskreise: Aufregung völlig überzogen

Insider machen Absprachen zwischen Außenausschuss-Chef Norbert Röttgen (CDU) und SPD-Außenminister Sigmar Gabriel für die Schlagseite des Außenpapiers verantwortlich.

SPD-Verhandler der Arbeitsgruppe betonen allerdings: die entsprechende Passage im Vertragsentwurf sei „wörtlich“ von der Unions-Seite übernommen. Aus der Union heißt es hingegen: Die Formulierung käme komplett von der SPD.

Betont wird in Verhandlungskreisen jedenfalls: Die Texte würden in jedem Fall noch bearbeitet. Dabei werde auch die Klarstellung („Israels Charakter als jüdischer und demokratischer Staat“) in den Passus eingearbeitet. Der Entwurf sei „definitiv noch nicht fertig“, die Aufregung darüber deshalb „völlig überzogen“, hieß es.

Wie war es voher?

Noch im Koalitionsvertrag der GroKo 2013 hatten sich Union und SPD zu Israel als „jüdischem Staat“ bekannt:

„Wir bekennen uns zu der besonderen Verantwortung Deutschlands gegenüber Israel als jüdischem und demokratischem Staat und dessen Sicherheit. Das Existenzrecht und die Sicherheit Israels sind für uns nicht verhandelbar.“

Auch das Ziel einer Zweistaaten-Lösung wird in dem Koalitionsvertrag von 2013 klar mit der Erwartung „demokratischer“ Entwicklung der Palästinensergebiete verbunden: „Unser Ziel ist eine Zweistaaten-Lösung mit einem Staat Israel in anerkannten und dauerhaft sicheren Grenzen sowie einem unabhängigen, demokratischen und lebensfähigen palästinensischen Staat, die Seite an Seite in Frieden und Sicherheit leben.“ Dieser Hinweis fehlt in der vorliegenden Fassung des Außenpapiers.

**********************************+++

So weit der Bericht der BILD-Zeitung.

Ich beziehe mich nur höchst selten auf die BILD, aber in diesem Fall scheint es mir notwendig und angemessen, habe ich doch zu dem Sachverhalt noch keine weiteren Berichte gefunden oder gelesen.

 

Es wird aber in dieser Zusammenfassung sehr deutlich, dass das Auftreten deutscher Politiker in Israel, insbesondere das des Außenministers Gabriel, keinesfalls ein „Versehen“ oder lediglich ungeschicktes diplomatisches Taktieren war, so wenig wie die Verneigung Steinmeiers an Arafats Grabmal als ein ebenso   „diplomatisches Missgeschick“ betrachtet werden kann.

Vielmehr muss man doch davon ausgehen, dass beide Politiker eine gemeinsame – und von Frau Merkel sicherlich abgesegnete – Agenda zum Umgang mit Israel und dem ungeliebten Ministerpräsidenten des Staates Israel haben und diese auch  konsequent befolgen.

Dass sie – Gabriel, Steinmeier und auch Merkel – sich aber nicht entblöden, zum Holocaust-Gedenktag  Betroffenheit zu heucheln und „nie wieder Antisemitismus“ zu säuseln, das macht mich wütend und gleichzeitig fassungslos und lässt mich eine namenlose Ohnmacht und Furcht spüren, die mir bisher in dieser Dimension unbekannt war.

 

Siehe dazu auch den Beitrag bei haOlam

Aller guten Dinge sind ….? 31. Januar, 2018

Posted by Rika in antisemitismus, araber, araber-"palästinenser", fatah, gesellschaft, israel, israelkritik, plo, politik, terrorismus.
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Drei! würde der erfahrene Phrasendrescher ergänzen… und beinahe hätte ich das auch getan.

Doch dazu hätte es bedurft, dass die bisherigen „Dinge“ gut waren.

Aber das waren sie nicht. Ganz und gar nicht.

 

Denn 1.

Als Herr Gabriel in Hebron war – damals noch nicht in seiner Funktion als Außenminister – teilte er der Welt mit, er wisse nun, dass Israel ein Apartheidsstaat sei.  Das zu sagen war nicht gut. Und vor allen Dingen fehlte diesem Statement jegliche reale Basis. Vielmehr verdeutlichte es die Gesinnung eines deutschen Ministers, der nach eigenem Bekunden die Nazi-Vergangenheit seines Vaters und Deutschlands inzwischen „aufgearbeitet“ hatte… Die Lehren, die (nicht nur) Gabriel  aus dieser Vergangenheit zieht, bestehen darin, etwas nie wieder zu tun, bzw. andere Leute darauf hinzuweisen, dass sie nach Meinung des Beobachters dabei sind „es“ wieder zu tun. Den Fokus legen diese Beobachter dabei auf das Land, deren Bewohner zu einem nicht geringen Teil Überlebende des ursächlichen Handelns für  das „nie wieder“ sind, Überlebende der Shoah, des systematisch von Deutschen geplanten und ausgeführten Völkermordes an den europäischen Juden, hätten die doch – die Juden in Israel nämlich -, nach Meinung vieler Menschen, ebenfalls Lehren aus dem Holocaust ziehen müssen. Die Lehre, die die Israelis ziehen sollten,  beziehen sich auf den Umgang mit dem Vernichtungswillen der sie umgebenden arabischen Staaten und solchen, die sich dafür halten.

Israelis dürfen sich  nicht wehren wenn sie angegriffen werden.

Die fadenscheinige Begründung dazu lautet: Nur im Kriegsfall darf man mit Waffen antworten, da aber  die Hamas wie auch die Fatah lediglich der „militärische Arm“ ihrer „Bewegung zur Befreiung Palästinas“ sind, nicht aber die reguläre Armee eines regulären Staates, handelt es sich bei den kriegerischen Angriffen der Araber eben nicht um Krieg und deshalb darf man auch nicht mit kriegerischen Mitteln darauf reagieren.  Vermutlich sollen die Israelis nach Meinung deutscher Amtsträger mit diplomatischen Mitteln auf Terror und Mord von Seiten der Araber antworten….

Israelis dürfen nur im Kernland Israels wohnen, meinen die gleichen freundlichen Kritiker und verweisen auch immer wieder auf   Hebron. Dort, so meinen sie zum Beispiel, sperren wenige Tausend Juden 200000 Araber, auch „Palästinenser“ genannt in ein sogenanntes Ghetto, aus dem die Araber nicht in das winzig kleine Wohnviertel der Juden gelangen können, ohne dafür einen Kontrollpunkt nutzen zu müssen. Herr Gabriel nahm das zum Anlass, Israel der Apartheid zu bezichtigen und übersah dabei, dass es gerade umgekehrt ist: Die Juden Hebrons dürfen nicht in die Wohnviertel der Araber, weil sie dort ihres Lebens nicht sicher sind…

Jüdische Israelis dürfen auch nach Meinung Gabriels und seiner Regierungschefin keine „Siedlungen“ in dem Gebiet bauen, das die Araber schon vor Jahrzehnten hätten zu ihrem Staat machen können, wenn sie es nicht vorgezogen hätten, die Juden mit Hilfe der Syrer, Iraker, Ägypter und Jordanier ins Meer zu treiben, um das ganze Gebiet „vom Meer bis zum Fluss“ zu einem weiteren arabisch-muslimischen Staat und absolut „judenrein“ zu machen. Arafat war es dann, der auf die geniale Idee kam, diesen nicht gebildeten Staat zu „Palästina“ zu erklären und seine arabischen Bewohner zu „Palästinensern“ in Abgrenzung zu den bereits vorhandenen arabischen Staaten nebenan. Übrigens waren die Araber  zur Zeit des Britischen Mandats für das Gebiet Palästina überhaupt nicht erbaut darüber, von den Briten „Palästinenser“ in die Ausweispapiere gestempelt zu bekommen, schließlich waren sie stolze Araber. „Palästinenser“ waren die Juden…   Tja, wie sich doch die Zeiten ändern.

(Wenn Abbas die alten biblischen Stätten als immer schon „palästinensisch“  reklamieren will, muss ich immer ein bisschen schmunzeln, weil ich  daran denke,  dass er damit ja indirekt den Juden – den britisch-palästinensischen Bewohnern nämlich – dieses Land zuspricht…. Vermutlich hat er das selber noch gar nicht so durchdacht.)

Und 2.

Als Herr Gabriel seinen Antrittsbesuch als Außenminister in Israel machte, legte er größten Wert darauf mit einer auch in Israel selbst höchst umstrittenen  Organisation  (Breaking the Silence)  zu sprechen, noch bevor er den israelischen Regierungschef  Netanjahu treffen konnte. Diese von europäischen  Linken unterstützte NGO bezichtigt Israel der Kriegsverbrechen, begangen an „palästinensischen Freiheitskämpfern“. Herr Netanjahu verzichtete daraufhin auf das gemeinsame Gespräch bei einem Staatsbankett zu Ehren des Gastes, der sich wie ein Trampeltier im Porzellanladen benommen hatte.  Netanjahu wurde daraufhin in Deutschland wieder einmal beschimpft und gescholten, Herr Gabriel durfte sich als Held und Freiheitskämpfer fühlen….  aber noch sind meiner unmaßgeblichen Meinung nach  Außenminister nicht befugt, Freiheitskämpfe gegen befreundete Staaten zu führen.

Nun also 3.

Dazu las ich vor wenigen Stunden diese Mitteilung des ZDF:

 

Es ist nur ein Kurzbesuch, den Außenminister Sigmar Gabriel im Heiligen Land plant: ein Gespräch mit Israels Premierminister Benjamin Netanjahu, ein Treffen mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas, eine Rede bei einer Sicherheitskonferenz in Tel Aviv. Auf den ersten Blick sieht das nach einem „abgespeckten“ Standardbesuch aus, bei dem lediglich Treffen mit Vertretern der sogenannten Zivilgesellschaft oder Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs) fehlen.

Aber es ist kein Standardbesuch. Denn bei Gabriels Antrittsbesuch im April 2017 hatte Premierminister Netanjahu ein geplantes Treffen platzen lassen. Der Grund: Gabriel hatte sich mit den NGOs „Breaking the Silence“ und „B’tselem“ getroffen.

Überraschende rote Linie

„Breaking the Silence“ versucht Fehlverhalten israelischer Soldaten in den Palästinensergebieten aufzudecken. Die Organisation besteht überwiegend aus Soldaten, Reservisten, ehemaligen Soldaten. Und auch „B’tselem“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschenrechtsverletzungen in den Palästinensergebieten aufzudecken. Beide Organisationen stehen der Besatzung kritisch gegenüber. In den Augen des israelischen Premierministers sind sie schlicht „Verräter“ und „Staatsfeinde“.

„Mein Grundsatz ist ganz einfach“, erklärte Netanjahu damals: „Ich empfange keine Diplomaten anderer Länder, die Israel besuchen und sich dabei mit Organisationen treffen, die Israels Soldaten Kriegsverbrecher nennen.“ Die rote Linie, die Netanjahu im April gezogen hatte, überraschte Gabriel. Zuvor war es durchaus Usus, dass sich Diplomaten aller Länder mit „Breaking the Silence“ treffen.

Nun ist Sturheit wohl ein Attribut, das sowohl auf Israels Premierminister Netanjahu zutrifft als auch auf den deutschen Außenminister Gabriel. Und so sagte Gabriel am Montag vor seiner zweiten Israel-Reise als Außenminister dazu, dass „sowohl Herr Netanjahu als auch ich der Überzeugung sind, dass wir alles richtig gemacht haben beim letzten Besuch.“

Applaus von der falschen Seite

Warum also ausgerechnet jetzt eine Reise nach Israel? Das „angeknackste Verhältnis verbessern“ nennen es Diplomaten auf beiden Seiten. Offenbar ein Anliegen, das Gabriel wichtig ist, zumal er nicht sicher sein kann, ob er nach der Regierungsbildung im Amt bleibt.

Er gab am Montag zu, er habe damals für seine „Standhaftigkeit“ in Deutschland auch Applaus von der falschen Seite bekommen: „Vermutlich waren auch manche dabei, die hinter ihren anti-israelischen Positionen vermutlich eine antisemitische Position verborgen haben“ und das habe ihn „tief verunsichert“.

Und vermutlich hat er Recht, denn schon immer haben sich Antisemiten hinter der Kritik an Israels Regierung versteckt. Schon immer hat es aber auch Stimmen gegeben, die jedwede Form der Kritik an Israels Politik kriminalisieren, indem sie behaupten, es stecke grundsätzlich Antisemitismus dahinter. Ein Dilemma, dass verunsichern kann – keine Frage.

Zwischen inakzeptablem Antisemitismus und legitimer Kritik an Israels Politik

Und möglicherweise haben auch die Ereignisse im Dezember in Berlin zu dieser Verunsicherung zusätzlich beigetragen: Vor dem Brandenburger Tor protestierten Palästinenser gegen die Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt durch die USA. Sie skandierten antisemitische Parolen, verbrannten eine Israelflagge. Plötzlich wurde die Antisemitismus-Debatte erweitert: Es wird von arabischem – durch Flüchtlinge importiertem – Antisemitismus gesprochen.

Der geschäftsführende Außenminister will zu der Zeit offenbar ein Zeichen setzen: Er besucht die Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus. Er spricht mit muslimischen Migranten über das Thema. Und als ein Gesprächsteilnehmer sich beschwert, in Deutschland vergesse man das Leid der Palästinenser, verweist der Chefdiplomat auf die Haltung der Bundesregierung und seine eigene Aussage, die er bei einer Israel-Reise im Jahr 2012 gemacht hatte.

Damals besuchte er die Stadt Hebron, im Westjordanland und bezeichnete die israelische Besatzung als „Apartheid-Regime“. Gabriel, der offenbar damit spontan zeigen wollte, dass er zwischen inakzeptablem Antisemitismus und legitimer Kritik an Israels Politik differenziere, geriet damit zwischen die Mühlen der jeweiligen Propaganda. Denn der Apartheidsbegriff war schon damals in Israel, euphemistisch beschrieben, „nicht gut angekommen“, umso mehr allerdings bei Israels Feinden.

Gekommen, um die Wogen zu glätten

Und so nahm die radikale Palästinenserorganisation Hamas das im Dezember zum Anlass zu twittern: Der deutsche Außenminister beschreibe die israelische Besatzung als Apartheid-Regime. Die konservative israelische Tageszeitung „Jerusalem Post“ konterte und nannte Gabriel daraufhin den „neugekrönten Poster-Boy der Hamas“.

Gabriels Image in Israel hat sich dadurch aktuell nicht verbessert. Nun kommt er also, um die Wogen zu glätten. Vertreter von „Breaking the Silence“ wird Gabriel schon deswegen nicht treffen. Das muss er auch nicht, das letzte Gespräch ist ja noch nicht so lange her und für den amtierenden Außenminister Gabriel und den israelischen Premier Netanjahu gibt es auch noch genug andere Themen, wie die Zwei-Staaten-Lösung, den Siedlungsbau, die Jerusalem-Frage oder die aktuelle Iran-Politik Deutschlands.

Allerdings bieten diese Themen bei genauer Betrachtung auch eher viel Raum für Dissens. Aber vielleicht werden Gabriel und Netanjahu ihn einfach hinter der Contenance der Diplomatie verstecken.

Man kann doch getrost davon ausgehen, dass die im Text deutlich werdende Abneigung des ZDF gegen Netanjahu und seinem Regierungskurs nach wie vor auch die Meinung Gabriels spiegelt. Und wer Herrn Gabriel in den letzten Wochen seines diplomatischen Wirkens beobachtet hat, wird sich nicht vorstellen können, dass das Treffen einigermaßen reibungslos verläuft, zumal da die Aussage des Ministers steht,  „dass ’sowohl Herr Netanjahu als auch ich der Überzeugung sind, dass wir alles richtig gemacht haben beim letzten Besuch.'“ (siehe oben)

 

Wie soll man sich also ein erneutes Treffen vorstellen….

Gut, um wieder bei meinen Eingangsworten zu landen, wird es vermutlich nicht sein…

Nachzutragen ist noch ein Text des Außenministeriums, den ich bei Facebook mit diesen Worten einleitend verlinkt habe:

Das folgende Zitat aus einer Mitteilung des AA muss man mit Bedacht lesen… und sich auf der Zunge zergehen lassen:
„Wenige Tage nach dem Gedenken an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar und 70 Jahre nach der Gründung des Staates Israel unterstreicht der Besuch die aus der grausamen Geschichte des Holocaust erwachsene deutsche Verantwortung für die Sicherheit Israels.“

„Die aus der grausamen Geschichte des Holocaust erwachsene deutsche Verantwortung
Ja zum Donnerwetter noch mal, wer um alles in der Welt ist denn für diese Geschichte verantwortlich? Hat sich die grausame Geschichte einfach so ergeben… wie ein Erdbeben auf Haiti? Hat sich der Holocaust einfach selbst inszeniert?
Wie kann man nur so einen schrecklichen Satz schreiben???
Mich packt heillose Wut, wenn ich das lese.
Statt zu sagen „Wir Deutschen haben den millionenfachen Mord an den europäischen Juden geplant und durchgeführt, bar jeder menschlichen Regung. Deshalb steht es uns ganz und gar nicht zu, Israel Ratschläge zu geben oder die Juden mordenden Terroristen unter Abbas und Hamas zu unterstützen!“ schreibt das Auswärtige Amt so einen unsäglichen Satz.
Da wir mir nur noch schlecht… da muss ich an mich halten, um nicht meine gute Erziehung zu vergessen und ausfallend zu werden gegen diese Schleimscheißer im AA.

Der Text des AA im Wortlaut:

Außenminister Gabriel ist am Dienstagabend (30.01.) nach Israel und in die Palästinensischen Gebiete aufgebrochen, nicht zuletzt um seine Gesprächspartnern zum Nahostfriedensprozess zu ermutigen.

Nach der Ankündigung von US-Präsident Trump, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen, ist die Rückkehr zum Verhandlungstisch noch schwieriger geworden. Der Ton zwischen Israelis und Palästinensern ist rauer geworden. Befürworter einer Zwei-Staaten-Lösung haben es zunehmend schwer. Umso mehr drängen Deutschland und Europa darauf, wieder das direkte Gespräch zwischen den Parteien zu suchen.

Seite an Seite in Frieden und SIcherheit

Der Außenminister traf am Mittwoch (31.01.) zunächst mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanyahu zusammen. Israel ist und bleibt für Deutschland der engste Partner in der Region. Gabriel machte deshalb bei seinem Besuch deutlich, dass Solidarität mit Israel und ein überzeugtes Eintreten für eine Zwei-Staaten-Lösung keine Gegensätze sind, sondern Hand in Hand gehen.
In diesem Geiste fanden auch Gespräche mit dem Präsidenten der Palästinensischen Behörde Mahmud Abbas statt. Außenminister Gabriel warb auch auf palästinensischer Seite dafür, den Friedensprozess wieder aufzunehmen. Denn: nur zwei Staaten, die Seite an Seite in Frieden und Sicherheit leben, können langfristig Stabilität für die Region bringen.

Regionale Fragen

Auch regionalen Fragen kamen zur Sprache. Die Rolle Irans und die Sorge Israels über das Nuklearabkommen JCPoA standen dabei im Fokus. Der Außenminister machte deutlich, dass das Abkommen mit Iran der beste und bisher einzige Weg ist, ein nukleares Wettrüsten im Nahen Osten zu verhindern. Es sorgt für mehr Sicherheit in der gesamten Region. Davon profitiert letztlich auch Israel. Unabhängig davon sind die hohe Vertreterin der EU sowie Frankreich, Großbritannien, Deutschland und die USA entschlossen, die Frage des iranischen Raketenprogramms anzugehen. Dafür wurde zuletzt in Brüssel auch ein strukturierter Dialog mit Iran vereinbart.

Verantwortung für Israel

Die engen bilateralen Beziehungen waren ebenso ein wichtiger Teil der Reise. Wenige Tage nach dem Gedenken an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar und 70 Jahre nach der Gründung des Staates Israel unterstreicht der Besuch die aus der grausamen Geschichte des Holocaust erwachsene deutsche Verantwortung für die Sicherheit Israels. Außenminister Gabriel hielt zum Abschluss eine Rede bei der 11. Jahreskonferenz des Institute for National Security Studies, einem führenden israelischen Think Tank.

 

Hervorhebung von mir.

 

 

 

 

Fremde Feder: Reden über Jerusalem 7. Dezember, 2017

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„Redet mit Jerusalem freundlich“ , lautet eine berühmte Aufforderung, die wir schon in der Bibel lesen können … (Jesaja 40,2)

Seit gestern ist Jerusalem  ganz besonders in aller Munde, doch die meisten, die über  – nicht „mit“ – Jerusalem reden, tun das nicht freundlich, jedenfalls nicht wenn mit „Jerusalem“ die israelische Regierung gemeint ist, analog zu „Berlin macht… tut… schweigt…“, wenn Frau Merkel ein bedeutungsschweres Statement zur politischen Lage der Welt,  die sie ja permanent zu retten beabsichtigt, verkündet oder verkünden lässt…

Nein, die Reden über Jerusalem sind in aller Regel nicht freundlich.

Aber es gibt Ausnahmen, eine davon fand ich heute bei mena-watch.

. Thomas Eppinger hat sie gehalten, bzw. aufgeschrieben. Ich nehme mir die Freiheit und stelle sie hier ungekürzt ein. Ich weiß, dass das nicht so ganz den Regeln entspricht, aber die Erfahrung aus 10 Jahren Blog machen dieses Vorgehen nötig, denn schon oft habe ich nur ein kurzes Zitat, versehen mit einem Link eingestellt, doch nach 3 oder 4 Jahren war der Link nicht mehr stabil, der ganze Text nicht mehr auffindbar. Das ist oftmals sehr schade…

Für den nun folgenden Text wäre es aber mehr als das. Darum, lieber Thomas Eppinger, Sie mögen mir verzeihen, wenn ich Ihren Text einfach hierher kopiere…  er ist zu gut, um in 4 Jahren oder so nicht mehr auffindbar zu sein.

Reden wir über Jerusalem. Das Ende einer diplomatischen Scheinheiligkeit

Von Thomas Eppinger

Treffen sich ein Jude, ein Christ und ein Moslem.
Christ: „Ihr Juden habt Jesus umgebracht!“
Jude: „Nein, das waren die Muslime!“
Moslem: „So ein Blödsinn. Vor zweitausend Jahren gab es noch gar keine Muslime!“
Christ: „Da hat er recht!“
Jude: „Stimmt, dann können wir ja jetzt über Jerusalem sprechen!“

Ja, reden wir über Jerusalem. Und überspringen wir die feindseligen Kommentare der üblichen Verdächtigen von Jakob Augstein bis Michael Lüders, gehen wir an dieser Stelle nicht auf die Phrasen von einer drohenden Gewaltspirale ein, lassen wir die Appeaser außen vor, die vor einer Störung des Friedensprozesses im Nahen Osten warnen. Wir kennen die Sprüche seit Jahren.

Außerdem: Syrien, Jemen, Sunniten gegen Schiiten, Iran gegen Saudi-Arabien, islamischer Fanatismus, arabischer Nationalismus, autokratische Herrscher, die jedes demokratische Pflänzchen im Keim ersticken – der Frieden im Nahen Osten hängt von ganz anderen Dingen ab als vom Sitz der amerikanischen Botschaft in Israel. Die breite Front gegen die Anerkennung der israelischen Hauptstadt durch den amerikanischen Präsidenten war vorhersehbar. Sie ist eine logische Folge des Mainstreams in Politik und Medien, der seit Jahren durch die schrittweise Delegitimierung Israels gekennzeichnet ist.

Reden wir also über Jerusalem. Reden wir darüber, dass diese Stadt schon jüdisch war, als es Christen und Muslime noch gar nicht gab. Dass der erste Tempel vom Sohn Davids fast tausend Jahre vor der Geburt Jesu errichtet wurde. Dass Jerusalem schon vor 3000 Jahren die Hauptstadt von Juda war. Dass erst im 7. und 8. Jahrhundert der Felsendom und die Al-Aqsa Moschee unter islamischer Herrschaft errichtet worden sind, an eben jenem Ort, an dem einst der erste und der zweite Tempel standen, und der den Juden zu dem Zeitpunkt schon seit mehr als eineinhalb Jahrtausenden heilig war. Doch so schwer 3000 Jahre auch wiegen mögen, die Neuzeit wiegt noch schwerer.

Reden wir also über die Gründung Israels, über den Teilungsplan der UNO von 1947, in dem Jerusalem als corpus separatum vorgesehen war, der von den Vereinten Nationen durch einen Treuhänderrat und einen Gouverneur regiert werden sollte. Ausländische Truppen sollten die Stadt schützen und den gleichberechtigten Zugang für Gläubige aller drei abrahamitischen Religionen zu ihren heiligen Stätten sicherstellen. Israel hat diesen Teilungsplan akzeptiert, während eine Allianz aus Ägypten, Syrien, Libanon, Jordanien und Irak schon am Tag nach der Unabhängigkeitserklärung über Israel hergefallen ist. Den Unabhängigkeitskrieg hat Israel gewonnen, das jüdische Viertel der Altstadt Jerusalems und den Osten der Stadt jedoch an Jordanien verloren. In Westjerusalem, das unter israelischer Hoheitsgewalt stand, galt seit 1948 israelisches Recht. 1949, nach dem Waffenstillstandsabkommen, erklärte Premierminister David Ben-Gurion Jerusalem zum untrennbaren Teil Israels und dessen ewiger Hauptstadt, der Beschluss des Parlaments folgte am 4. Januar 1950.

Reden wir darüber, dass während der jordanischen Besatzung von 1949 bis 1967 vom religiösen Interesse an den islamischen Heiligtümern wenig zu spüren war. Einige örtliche Institutionen wurden geschlossen, wie das Arabische Hochkommissariat und der Oberste Muslimische Rat, andere wurden nach Amman verlegt. Daniel Pipes bezeichnet das Jerusalem unter jordanischer Herrschaft als „isolierte Provinzstadt von weniger Bedeutung als Nablus“ und beschreibt die diplomatische Bedeutungslosigkeit der Stadt für die arabische Welt:

„Kein arabischer Führer kam während der neunzehn Jahre, die Jordanien Ostjerusalem kontrollierte, hierher und König Hussein (regierte 1952 – 1999) selbst kam nur selten zu Besuch. König Faysal von Saudi-Arabien sprach nach 1967 oft von seiner Sehnsucht in Jerusalem zu beten, jedoch schien es ihn nie gekümmert zu haben dort zu beten, als er die Chance dazu hatte. Wahrscheinlich am bemerkenswertesten ist, dass die Gründungsurkunde der PLO, der Palästinensische Nationalvertrag von 1964, Jerusalem nicht ein einziges Mal erwähnt oder auch nur andeutet.“

Bis heute steht die politische Symbolik im krassen Gegensatz zum nachlässigen Umgang der palästinensischen Behörden mit den angeblich so bedeutsamen islamischen Stätten Jerusalems.

Reden wir vom antisemitischen Furor während der Besatzungszeit. Nach dem Einmarsch der jordanischen Truppen in Ostjerusalem im Mai 1948 wurden Tausende Juden vertrieben, deren Familien seit Jahrhunderten in der Stadt gelebt hatten. Jordanien verweigerte den Israelis den Zugang zur Klagemauer, dem heiligsten Ort des Judentums, und zum Friedhof auf dem Ölberg, seit mehr als 2500 Jahren eine jüdische Begräbnisstätte, was ein klarer Bruch des Waffenstillstandsabkommens von 1949 war. Hunderte jüdische Gräber wurden von einer Autobahn zerstört, die direkt über den Friedhof geführt wurde.

„Die Grabsteine, die das Andenken von Rabbis und Weisen ehrten, wurden von der Bauabteilung der jordanischen Arabischen Legion für Fußböden und Latrinen verwendet (die Inschriften auf den Steinen waren noch sichtbar, als die Israelis die Stadt befreiten). Das alte jüdische Viertel der Altstadt wurde verwüstet, 58 Jerusalemer Synagogen – manche davon Jahrhunderte alt – wurden zerstört, andere wurden als Vieh- und Hühnerställe genutzt. Direkt neben der Westmauer entstanden Slumsiedlungen.“

Der 1997 wiedererrichtete Große Bogen der Hurva-Synagoge (Von MathKnight, CC BY 2.5)

Schon nach der Sprengung der Hurva-Synagoge 1948 brachte der jordanische Kommandeur Abdullah el Tell die Strategie seiner Truppen präzise auf den Punkt: „Zum ersten Mal seit 1000 Jahren verbleibt kein einziger Jude im Jüdischen Viertel. Kein einziges Gebäude verbleibt intakt. Das macht eine Rückkehr der Juden unmöglich.“ Die Juden vertrieben, ihre Häuser und Synagogen zerstört, ihre Gräber geschändet. Die Hoheit über Ostjerusalem jemals wieder aus der Hand zu geben, ist für Israelis nicht verlockend.

Reden wir darüber, dass die Israelis trotz alldem bei der Rückeroberung der Stadt 1968 auf den Einsatz schwerer Waffen verzichteten, um Moscheen und Kirchen zu schonen. Sie verwehrten den Muslimen nicht den Zugang zu ihren heiligen Stätten und unterstellten den Tempelberg einer autonomen muslimischen Verwaltung: dem Waqf. Die arabisch-palästinensischen Einwohner haben den Status von „ständigen Einwohnern“, können sich innerhalb Israels bewegen und sind auch sozialversichert. Auch der Zugang zur israelischen Staatsbürgerschaft steht ihnen offen. Heute sind rund ein Drittel der Einwohner Jerusalems Muslime.

Reden wir auch darüber, dass Donald Trump mit der Anerkennung der israelischen Hauptstadt nur eine Jahrzehnte lange diplomatische Scheinheiligkeit beendet. „Seit Jahrzehnten erkennt die internationale Gemeinschaft stillschweigend an, dass die Stadt der jüdischen Könige David, Salomon und Herodes, die Stadt, in der bis zur Zerstörung durch die Römer der Tempel stand, und in der Jesus als „König der Juden“ von den Römern gekreuzigt wurde, die Stadt, die Juden seit 2000 Jahren beim Pessachfest beschwören – „Nächstes Jahr in Jerusalem!“ –, dass diese Stadt, die nur deshalb Christen und Muslimen heilig wurde, weil sie seit jeher den Juden heilig ist, die Hauptstadt des jüdischen Staates ist und sein muss.“, schreibt Alan Posener dazu in der WELT. Ganz allein ist Trump mit seiner Entscheidung übrigens nicht. Im April dieses Jahres nahm die Welt schweigend zur Kenntnis, dass Russland Westjerusalem als israelische Hauptstadt anerkannt hat. Und im Mai hat das tschechische Parlament Jerusalem als Hauptstadt anerkannt.

Und zuletzt, reden wir noch darüber, dass es den Frieden keinen Schritt näher gebracht hat, ständig den Druck auf Israel zu erhöhen. Denn selbst die schmerzhaftesten Zugeständnisse Israels reichten den Palästinensern nicht, deren eigentliches Ziel immer lautete: „Geht zurück ins Meer. Oder sucht euch ein anderes Land.

Unabhängig davon, wann bzw. ob die USA ihre Botschaft nach Jerusalem verlegen, markiert die Anerkennung der israelischen Hauptstadt eine Wende in ihrer Nahostpolitik. Schon mit der Ankündigung steigt der Druck auf die arabische Welt, endlich die Realität anzuerkennen: Es kann niemals ein „Rückkehrrecht“ für Palästinenser geben, die nicht in Israel geboren wurden. Und Jerusalem wird die Hauptstadt Israels bleiben. Vielleicht wird es einmal auch die Hauptstadt eines palästinensischen Staates sein, aber nie wieder werden sich die Juden aus ihrer Stadt vertreiben lassen. Je geschlossener Europa sich dem anschließen würde, desto größer wäre die Aussicht auf Erfolg. Leider beweist der Kontinent vorläufig nur, wie recht Dan Shueftan mit seinem Bonmot hatte: „Immer wenn Du Zweifel hast, frag die Europäer – und mach dann das Gegenteil.“

 

Nikolaustag… 6. Dezember, 2017

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Seit ungefähr 61 Jahren glaube ich nicht mehr an den Nikolaus, bzw. daran, dass es diese geheimnisvolle Person sei, die mir am Morgen des 6. Dezember meinen am Abend zuvor gründlich geputzten Schuh mit Süßigkeiten füllt…. (vor 61 gab es noch keine Geschenke… diese Unsitte kam erst später auf, als schlaue Kaufleute „im Nikolaus“ das Potential  für das vorweihnachtliche Geschäft erkannten und mit „Kleinigkeiten“ als Geschenk warben…) Ich war auch schon damals  nicht katholisch und dementsprechend auch mit den Gebräuchen der Heiligenverehrung nicht vertraut.

Irgendwann stellten meine Eltern als quasi Nikolausvertreter die Verteilung von Süßigkeiten an mich und meinen Bruder auch ein…  wir machten es uns als Familie gemütlich mit einem „bunten Teller“ und Tee oder Kakao.

Später,  ich war inzwischen Ehefrau und Mutter, gab es für unsere lieben Kleinen kleine Geschenke und für uns Erwachsene Nikolauspunsch… ein ganz wunderbar wundersames Getränk….

Aber auch unsere Kinder wurden groß, der „Glaube“ an den Nikolaus wandelte sich auch für sie in eine schöne Legende, die mit  liebevollen Gesten am Nikolaustag ins Bewusstsein gehoben wird…

Heute aber könnte ich beinahe selbst wieder an den Nikolaus glauben, der heimlich still und leise Dinge in Ordnung bringt, kleine Geschenke macht und damit Freude auslöst bei denen, die so beschenkt werden.

Denn heute – allerdings nicht heimlich still und leise – , am Nikolaustag 2017,  löst der als „irrlichternder Egomane“ von vielen Medien  verhöhnte Präsident der Vereinigten Staaten, Donald Trump, eine vor Jahrzehnten  getroffene Entscheidung ein:  Die USA erkennen Jerusalem als Hauptstadt des Staates Israel an!  Gleichzeitig  kündet Trump an, die Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen… dieses Versprechen hatte er bereits im Wahlkampf gemacht, jetzt hat er die entsprechenden Stellen angewiesen, den Umzug vorzubereiten.

 

Vielleicht ist es ja ein Zeichen für kindliches Wunschdenken oder für politische Naivität, wenn ich unumwunden zugebe, mich über diese Entscheidung des Präsidenten zu freuen und damit ganz diametral entgegen allen Kommentatoren unserer öffentlich-rechtlichen Wahrheitsverkünder zu denken.  Die werden nämlich nicht müde, die Sicht der sogenannten „Palästinenser“ weiter zu reichen, nach deren Lesart wird Jerusalem die künftige Hauptstadt ihres künftigen Staates sein. Der liegt zwar noch in weiter Ferne und wird – wie wir alle wissen – von den „Siedlungen“ massiv am Entstehen gehindert, aber der bereits bestehende Staat Israel darf darum auf gar keinen Fall Jerusalem zu seiner Hauptstadt machen.

Ist doch logisch, oder?

Die Araber, die sich seit Arafat „Palästinenser“ nennen, diese Identität stiftende  Bezeichnung für ein mögliches „Volk“ aber während der britischen Mandatszeit stolz ablehnten und darauf beharrten Araber zu sein, diese Araber also haben sich seit 1947 der Teilung des damaligen Mandatsgebiets „Palästina“ in einen jüdischen und einen arabischen Staat strikt verweigert. Sie wollen den ganzen Kuchen – das kann man in der Charta der Hamas nachlesen. Und deshalb dürfen die Juden keine Hauptstadt „Jerusalem“ haben. Die sogenannte Völkergemeinschaft weist gerne auf den „ungeklärten Status“ Jerusalems hin und ignoriert dabei geflissentlich die 3000-jährige Geschichte der Stadt Jerusalem als Zentrum der jüdischen Welt ebenso, wie die einfache Tatsache, dass jeder Staat weltweit selbst darüber bestimmt, welcher Ort auf seinem Staatsgebiet die Funktion der „Hauptstadt“ innehat. So hat auch der Staat Israel die uralte, ja ewige „Hauptstadt des Judentums“ zu seiner „staatlichen Hauptstadt“ gemacht.

In Jerusalem tagt die Knesset – seit 1966 in dem ebenso genannten Gebäude – , in Jerusalem ist der Sitz des Ministerpräsidenten und des Präsidenten, der Ministerien und der meisten Einrichtungen der Verwaltung. Aber die Weltgemeinschaft in Form der akkreditierten Botschaften  findet es vermutlich in Tel Aviv sehr viel interessanter, außerdem ist der Weg zum Strand deutlich kürzer und der Shabbat wird in Tel Aviv nicht ganz so streng eingehalten wie in Jerusalem. Kurz gesagt, Tel Aviv ist die „Hauptstadt für die  Botschafter“ und Botschaften. (Ich musste mal in aller Herrgottsfrühe mit meiner Freundin von Jerusalem nach Tel Aviv fahren, weil der Freundin in einem kleinen Straßencafe direkt am Damaskustor der Pass und auch sonstige wichtige Utensilien geklaut worden war und sie einen Behelfspass in der deutschen Botschaft beantragen musste…  wir warteten endlos lange, aber sie bekam den Pass. Anslchließend erholten wir uns am Strand von Tel Aviv von den ausgestandenen Strapazen….  am nächsten Tag fuhren wir über Eilat nach Taba und von dort aus weiter mit einer kleinen Gruppe auf den Sinai….  das würde ich heute nicht mehr machen, die Jeep- und Wandertour im Sinai!)

Heute nun, am Tag des Heiligen Nikolaus, freue ich mich darüber und wiederhole es gerne noch einmal: Der Präsident der USA löst ein Versprechen ein und stimmt dem Selbstbestimmungsrecht Israels zu:

JERUSALEM  IST DIE HAUPTSTADT DES STAATES ISRAEL

Da kann Marietta Slomka wettern und wüten wie sie will. Das stört mich gar nicht, allenfalls ärgere ich mich darüber, dass sie immer noch anti-israelische Propaganda macht.

Und was der  Siggi,die Angie, der Martin und der Aiman, der angebliche Stellvertreter Gottes auf Erden und der beinahe heilige Emanuel aus Frankreich dazu sagen… geschenkt. (Ich finde das zwar ganz schrecklich, aber heute und gleichzeitig ganz und gar unerheblich und auch vollkommen überflüssig!)

Ich würde mir aber vom Nikolaus noch ein kleines Zusatzgeschenk wünschen:

Bitte, bitte lass es friedlich bleiben in Jerusalem und ganz Israel.

Denn schon wetzen sie wieder die Messer, die unversöhnlichen, unfriedlichen arabischen Nachbarn in Samaria und Judäa…

Und ich wünsche mir,  dass all die Neunmalklugen, die sogenannten „Freunde Israels“, die immer und ausschließlich Israel in der Pflicht zu Zugeständnissen sehen und bei Zuwiderhandlungen an den Pranger stellen, dass diese „Freunde“ einfach mal die Klappe halten. Wenigstens das.

Lieber Nikolaus, kannst Du nicht dafür sorgen, dass sie ausnahmsweise mal Trumps Beispiel folgen… dieses eine Mal?

Ich verspreche Dir, ich werde auch ganz brav sein….

Eine alternativlose Lösung…. 10. März, 2017

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… für den sogenannten „Nahost-Konflikt“ hat er nicht parat!

Er ist ja auch nicht unser Außenminister – weder der ehemalige, noch der jetzige –  oder unser  Bundespräsident (weder der jetzig noch amtierende, noch der gewählte  zukünftige),  erst recht ist er nicht die Kanzlerin, von der ja die berühmte Alternativlosigkeit für ihre Regieanweisungen  stammt – nicht nur an Israel, aber an Israel vor allem.

Er hält überhaupt nichts von fremdgesteuerten Lösungen  – und mit fremdgesteuert meine ich die Vorschläge all der klugen Menschen auf Gottes schöner Erde, die bequem, sicher und gemütlich abends vorm Fernseher sitzen und mit leichtem Schauder den berühmten Kampf „David gegen Goliath“ verfolgen und stante pede sofort wissen, wer Goliath und wer David ist  und falls sie es doch noch nicht oder nicht mehr wissen sollten, von allen klugen Nachrichtenerzählern und Terrorexperten sofort bestens informiert werden.

In meiner Sonntagschule habe ich ja noch gelernt, dass David ein jüdischer Hirtenjunge war, der von Gott ausersehen war, einmal König zu werden und Goliath war ein philistrischer Kämpfer, der die ganze Gegend damals mit Schrecken überzog, indem er kriegerische Beutezüge gegen die jüdischen Bewohner des Landes verübte. Man kann die Geschichte übrigens nachlesen, sie beginnt so:

Die Philister sammelten ihre Heere zum Streit und kamen zusammen zu Socho in Juda und lagerten sich zwischen Socho und Aseka bei Ephes-Dammim. 2 Aber Saul und die Männer Israels kamen zusammen und lagerten sich im Eichgrunde und rüsteten sich zum Streit gegen die Philister. 3 Und die Philister standen auf einem Berge jenseits und die Israeliten auf einem Berge diesseits, daß ein Tal zwischen ihnen war.

(Vorsichtshalber habe ich die Namen, wie sie in meiner Sonntagschule erzählt und in der Bibel geschrieben stehen, mal deutlich hervor gehoben, nur damit man sieht, dass damals schon die Israeliten in Juda, dem heutigen Judäa lebten.)

Hier,   1. Samuel 17, ab Vers 4 ,  geht’s übrigens weiter weiter mit der Geschichte…  (Ich habe bewusst die alte Fassung gewählt, sie ist so schön erzählend.)

Aber so werden Sie /  werdet Ihr die Rollenverteilung bezüglich „wer ist David, wer Goliath“ von unseren Nachrichtenerklärern niemals hören. Die behaupten nämlich immer genau das Gegenteil: Goliath, das sind die Israelis mit ihren modernen Waffen und David, das sind die kleinen Jungs, die Steine gegen israelische Soldaten werfen, damit  es spannende Zweikämpfe gibt, über die das Fernsehen toll schauderhafte Berichte von ganz bösen Israelis senden kann. Oder besser noch, Goliath, das sind die rund 8 Millionen Israelis und David sind die mehr als 100-Millionen (oder mehr)  Araber, die etwas gegen Israelis haben. (Von den anderen muslimischen, aber nicht-arabischen Ländern rede ich erst gar nicht!)

Die alternativlosen und ferngesteuerten Lösungen des Konflikt zwischen den Arabern, die die Juden nicht wollen und Israelis, die ihren Staat mit ausdrücklicher Billigung der Völkergemeinschaft (heute UN) im alten jüdischen Land errichtet haben, sehen immer nur eines vor: Israel muss alternativlos das in den Kriegen eroberten Gebiet „Samaria und Judäa“  zurück geben an das inzwischen entstandene Volk der Palästinenser und darüber hinaus alle jüdischen Dörfer und Kleinstädte, die sogenannten „Siedlungen“ in eben jenem Gebiet räumen. Denn die Siedlungen, sagt unsere Kanzlerin, sagen die Herren Außenminister und Bundespräsidenten (s.o), etliche Männer der Kirche – katholisch wie evangelisch – die Linken, Grünen und SPD-Genossen, CDU-ler und CSU-ler, kurz, nahezu alle wichtigen politischen Vertreter unseres Landes, die Siedlungen, sagen sie, sind    D A S    Friedenshindernis. Ja. Behaupten sie, ohne auch nur  rot zu werden. Von der Hamas-Charta haben sie noch nie etwas gehört, geschweige denn sie gründlich studiert, der Iran ist ein viel zu wichtiger und wieder neu lieb gewordener Handelspartner, als dass man dessen Forderung, Israel müsse von der Landkarte ausradiert und aus den Geschichtsbüchern getilgt werden, auch nur ansatzweise ernst nehmen und damit auch zurückweisen würde. (Herr Weil, MP von Niedersachsen hat einen zaghaften Versuch gestartet…. ohne Erfolg)

A propos aus den Geschichtsbüchern tilgen, das hat ja neulich die UNESCO prima vorgemacht, wie das geht, einfach mal per Beschluss nahezu aller Mitglieder den historischen Bezug der Juden/Israelis zum Tempelberg eliminiert und verfügt: Die einzigen historisch bezeugten und damit rechtmäßigen „Besitzer“ des Tempelbergs sind die 1968 erschaffenen Palästinenser.  Ihr Prophet Mohammed hat ja bereits bei seiner nächtlichen Reise in das nicht im Koran genannte Jerusalem dort sein Ross an irgendeinem Felsen angebunden, oder so ähnlich. Deshalb haben dann ja auch die muslimischen Eroberer Jerusalems dort oben auf dem uralten Tempelberg   –  der so heißt, weil da der jüdische Tempel stand, in dem übrigens auch Jesus ein reger Besucher war –  den Felsendom und die Al Aksa-Moschee gebaut.

So weit so simpel.

„Er“, von dem oben bereits andeutungsweise die Rede ist, redet nicht von der einzigen alternativlosen Lösung, der von der Kanzlerin so viel beschworenen Zweistaaten-Lösung.

In einem eindrucksvollen Vortrag nimmt er die Zuhörer mit hinein in das unentwirrbar scheinende  Geflecht des Konflikts, Schuldzuweisungen an die eine oder andere Seite sind nicht seine Sache. Er beschreibt die Realität, offen, sachlich, schonungslos und  mit Humor.

Ich bedauere es sehr, dass er nicht mehr in meiner Zeitung schreibt – wie früher – und ich finde es schade, dass man ihn nicht mehr als sehr kompetenten Fachmann in den Öffentlich-Rechtlichen zu sehen bekommt und stattdessen mit Berichten über Israel abgefertigt wird, denen man die Einseitigkeit und erklärte Gegnerschaft schon aus 10 Metern Entfernung ansieht.

Ich würde mich freuen, wenn viel mehr Leute, als „nur“  die  auf seinen Vortragsreisen von ihm hören würden. Darum, auch wenn mein Leserkreis sehr überschaubar ist, stelle ich hier den Vortrag ein, den  ULRICH SAHM  in Hannover gehalten hat, mit Dank an ihn und die Organisatoren.

Was die EU von Bileam lernen könnte… 13. November, 2015

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Die EU hat in diesen Tagen eine Richtlinie umgesetzt, die es nach EU-Verständnis notwendig macht, alle Produkte, die in den sogenannten „Gebieten“ hergestellt werden, so zu kennzeichnen, dass jeder erkennen kann: Dieses israelische Produkt ist nicht in „Israel“  hergestellt, sondern in einem israelischen Betrieb außerhalb der von der EU festgelegten Grenzen des israelischen Staates.

Damit erdreistet sich die EU indirekt  nicht nur, das Staatsgebiet Israels endgültig zu definieren (wie allgemein bekannt sein dürfte, steht die völkerrechtliche Vereinbarung über die „umstrittenen Gebiete“ immer noch aus), sie macht sich einmal mehr zu einem willfährigen Helfer anti-israelischer Kräfte im Nahen Osten, die nichts anderes als die Vernichtung des Staates Israel mit größter Zielstrebigkeit und unter Aufbietung aller propagandistischen Kräfte vorantreiben. Neben den bekannten Waffengängen in mehreren Kriegen, den Schrecken der Intifadas, den mörderischen Anschlägen auf israelische Zivilisten betreiben arabische Politiker die Annulierung jüdischer Identität im jüdischen Land. Sie nehmen beispielsweise Einfluß auf die UNESCO, um eindeutig jüdische historische Stätten in „islamische“ umzuwidmen. Araber reklamieren „palästinensisches Land“ für das „palästinensiche Volk“, das es aber laut Geschichtsschreibung niemals gegeben hat.  Mit ihrer unermüdlichen anti-jüdischen Propaganda betreiben sie so die Delegitimation des jüdischen Staates Israel.

Ihr jüngster Erfolg ist mit Sicherheit die neue Kennzeichnungspflicht für israelische Produkte, die in den Gebieten hergestellt werden. Dass dabei arabische Arbeiter möglicherweise ihre Arbeitsstelle verlieren, weil israelische Firmen ihre Produktionsstätten in das israelische Kernland verlegen, geschenkt. Das, das eigene Wohl zu missachten, ist doch die „erfolgreiche Strategie“ im Kampf gegen den jüdischen Feind. Kinder werden von Anfang an im Hass auf Juden erzogen. Märtyrer zu werden, gilt als die größte Lebensleistung, die ein arabisches Kind erreichen kann, sei es tatsächlich  noch in den Jahren der Kindheit und Jugend  (wie es zurzeit  bei den vielen Attentaten geschieht, die von Kindern oder Jugendlichen an Israelis verübt werden) oder im späteren Erwachsenenalter. Selbstmordattentäter sichern ihren Familien ein lebenslanges Einkommen – zum Preis des eigenen Lebens. Was bedeutet da schon der Verlust von Arbeitsplätzen, möchte man zynisch fragen.

Auf dieses böse Spiel also lässt sich die EU ein und wird von den Arabern dafür frenetisch gefeiert.

Die EU, so kommt es mir vor, liefert damit eine moderne Variante einer uralten biblischen Geschichte:

Als das Volk Israel nach der Befreiung aus der ägyptischen Knechtschaft und der jahrelangen Wüstenwanderung das Gelobte Land erreichte, sahen sich die lokalen Fürsten  mit dem Problem konfrontiert, die Einwandernden zu stoppen. Mit kriegerischen Mitteln wollten sie den Israeliten allerdings nicht in jedem Fall  entgegentreten. Einer von ihnen – Balak mit Namen – griff vielmehr zu einem probaten Mittel der damaligen Zeit und sandte einen Propheten aus, der das ankommende Volk verfluchen sollte.  Die Bibel berichtet das Geschehen im 4. Buch Mose, Kapitel 22 – 24.  Bileam, dem die Aufgabe zugekommen war, das Volk zu verfluchen, wurde auf göttliche Weise daran gehindert. Alle seine Versuche schlugen fehl. Besonders schön finde ich in dem Zusammenhang die kleine Geschichte mit Bileams Esel. Dieses vermeintlich  dumme Grautier vermochte nämlich etwas zu erkennen, was seinem (im wahrsten Sinne des Wortes)  Besitzer nicht möglich war. Es „sah“ den Engel Gottes, der sich dem zum Fluch bereiten Bileam in den Weg  stellte…..  Das Ende der Geschichte ist so: Statt es zu verfluchen, segnete Bileam das Volk Israel: „Wie schön sind deine Zelte Jakob, deine Wohnungen Israel ….  Die dich segnen, sind gesegnet, und die dich verfluchen, sind verflucht.“ (4. Mose 24, 5 – 9 )

So, in diesem Sinne, kann ich mir gut vorstellen, dass die als „Fluch“ gedachte Kennzeichnung israelischer Waren aus den jüdischen Kernlanden Samaria und Judäa sich in Segen verkehren wird.  Menschen werden die Produkte kaufen „weil“ sie aus dem Gebiet stammen, auf dem seit Urzeiten der Segen dessen liegt, der einst Abraham, Isaak und Jakob das Land und den Segen zusagte.

Und für alle, die mit Religion und Bibel nichts am Hut haben, sei auf die schöne Geschichte des „Made in Germany“ hingewiesen…. was  als Kaufhindernis gedacht war, wurde zum Motor einer beispiellosen Erfolgsgeschichte.

Anti-israelische Propaganda … 15. September, 2015

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… im von Zwangsgebühren finanzierten Rundfunk…  rechtzeitig zu Rosch ha-Schana.

Man hätte ja vielleicht anlässlich des jüdischen Neujahrsfestes eine interessante und informative Sendung darüber machen können, wieso das jüdische Neujahr nichts mit Silvester zu tun hat und darüberhinaus nicht an einen festen Termin im gregorianischen Kalender gebunden ist. Man hätte über die wunderbaren Gebräuche berichten können, die sich rund um das Fest entwickelt haben, ja, man hätte sogar den Zusammenhang der Hohen Feiertag von Rosh HaShana über Jom Kippur bis zu Sukkot darlegen und erklären lönnen.

Und ich kann mir gut vorstellen,  dass es genug Hörerinnen und Hörer geben würde, die so eine Sendung mit Interesse verfolgen, weil sie einfach etwas mehr über das Judentum erfahren.

Man hätte…  aber man hat nicht.

Man hat es stattdessen vorgezogen, eine Sendung  anti-israelischer Propaganda mit dem Titel

„Baustelle Palästina“   Architektur unter der Besatzung

zu präsentieren, getreu wohl dem unausgesprochenen Leitmotiv  der Kulturschaffenden im deutschen Rundfunkwesen, dass es nichts Positives über Israel zu vermelden gibt – und wenn es doch einmal unumgänglich ist, über Israels  Kompetenz in Wissenschaft und Technik zu berichten, dann auf jeden Fall aber mit dem deutlichen Hinweis, dass Israel nicht müde wird, die Palästinenser zu schikanieren und zu unterdrücken.

Und damit auch in der oben genannten Sendung von vornherein klar ist, was der Zuhörer als wesentlichen Ertrag der Sendung behalten soll, wird sie in dem begleitenden Text so eingeleitet:

Im „Heiligen Land“ sind Zerstörung und Wiederaufbau tägliche Realität. Im Westjordanland, in Ostjerusalem und in Gaza ringen palästinensische Denkmalschützer, Kulturschaffende, Architekten und Stadtplaner in diesem Spannungsfeld.

Zerstörung und Wiederaufbau – darunter geht es nicht. Und selbstverständlich ist für Zerstörung Israel verantwortlich, während der mühsame Wiederaufbau nur unter den schrecklichsten Bedingungen durch die „Palästinenser“ bewerkstelligt werden muss. An dieser Stelle sei mir gestattet darauf hinzuweisen, dass der „Wiederaufbau des völlig zerstörten Gazastreifens“ leider, leider immer noch nicht wirklich in Gang gekommen ist, weil die von Israel gelieferten Baumaterialen umgehend von der Hamas für den dringend erforderlichen „Wiederbau“ der Terrortunnel und Kommandostellen der „Freiheitskämpfer“ requiriert und eingesetzt wurde. Aber das erfahren die Hörer der Sendung natürlich nicht.

Stattdessen geht es nach der Vorstellung eines architektonischen Meisterwerkes, das gleichzeitig als „politisches Manifest“ beschrieben und gefeiert wird,  so weiter:

Es geht bei den Architekten von ShamsArd aus Ramallah aber nicht allein um Ästhetik – oder um Ökologie. Bauen ist in einem Land, das permanent von den Israelis kontrolliert wird, ein politischer Akt:

„Der Markt für Baumaterialien in Palästina ist schwierig, da alle Materialien importiert werden müssen – aus den arabischen Nachbarstaaten, oder vom israelischen Besatzungsstaat. Wir wollen aber Unabhängigkeit in unserer Architektur. Wir müssen die Kontrolle über unsere Architektur und das Baumaterial haben, denn die Israelis könnten ja die Exporte stoppen. (…) Wir wollen nicht von Israel abhängen – weder beim Bauen, noch beim Essen, noch beim Leben. Wenn eine Nation nicht ihre eigene Produktion entwickelt, gibt es keine Freiheit.“

Es ist natürlich unangenehm, dass man beim Bauen, Essen und Leben so total von den Importen aus den arabischen Nachbarstaaten abhängig ist und richtig schrecklich ist natürlich die Abhängigkeit von den verhassten Israelis, das leuchtet doch selbst den objektivsten und sanftmütigsten Zuhörern unmittelbar ein. Da hätte es eigentlich des nächsten Hiebs gegen Israel gar nicht mehr bedurft:

Wie sehr Architektur immer auch ein Ausdruck der Herrschaftsverhältnisse ist, zeigt sich im Alltag palästinensischer Architekten überdeutlich. Die Gebiete des Gaza-Streifens und des Westjordanlandes sind streng abgeriegelt von Israel – ein Kontakt zwischen beiden Palästinensergebieten ist kaum möglich. Auf den Straßen sind Check Points zu passieren. Eingeteilt ist Palästina in die Zonen A, B und C. Nur in der A-Zone hat die Palästinensische Autonomiebehörde das alleinige Sagen – und damit auch das Baurecht. In der B-Zone kontrollieren Israelis und Palästinenser gemeinsam. Die C-Zone allerdings – der Großteil der Palästinenser-Gebiete – untersteht allein den Israelis. Dort ist das Bauen für die Palästinenser streng verboten. Von Palästinensern errichtete Häuser werden von Bulldozern gnadenlos plattgemacht.

„Herrschaftsverhältnisse“ ist ein ganz wunderbarer Kampfbegriff der antiimperialistisch ausgerichteten Nichtherrscher unter Linken und Grünen und mir aus längst verflossenen Göttinger Studienzeiten immer noch seltsam vertraut, lagen doch auf den Tischen in der Mensa, in den Seminarräumen und Hörsaalgebäuden entsprechende Flugblätter aus, die uns alle auf den antiimperialistischen Kampf gegen „Herrschaftsverhältnisse“ einzustimmen hatten.  Und wenn nicht die RAF ihren Kampf gegen jene furchtbaren Strukturen, die uns so ein unbeschwertes Leben in der vom Kapitalismus beherrschten BRD ermöglichten, wenn also die RAF ihren Kampf nicht so gewaltsam auch mit Hilfe der Palästinenser und ihres Terrorchefs Arafat ausgetragen hätte, wer weiß, vielleicht hätten mich die Streitschriften doch noch zu einer halbwegs guten Linken gemacht… so aber… Nun ja.

Zurück zu den Bauten in der C-Zone: „Die C-Zone allerdings – der Großteil der Palästinenser-Gebiete – untersteht allein den Israelis. Dort ist das Bauen für die Palästinenser streng verboten. Von Palästinensern errichtete Häuser werden von Bulldozern gnadenlos plattgemacht.“ Natürlich fällt es den Berichterstattern unseres staatstragenden Rundfunks gar nicht ein, ebenso darüber zu berichten, dass es Israelis bei Strafe verboten ist, in der A- oder B-Zone zu bauen, und schon gar nicht kommen sie auf den Gedanken zu erwähnen, das selbstredend für jegliches Bauen und egal in welcher Zone, in denen die Israelis mitreden, eine Genehmigung notwendig ist und deshalb sämtlichen Gebäuden, die ohne Genehmigung errichtet werden, der Abrissbagger zu Leibe rückt. (Chaja hat das in mehrern Beiträgen sehr gut beschrieben!) Das trifft auch auf die Häuser der sogenannten „Siedler“ zu.

Dass die Moderatoren und Redakteure von keinerlei historischen Kenntnissen  in ihren Bemühungen um den Kampf gegen „Herrschaftsverhältnisse“ gebremst werden, geschenkt. Und so hörte ich dann auch voller Erstaunen diese (hier schriftlich wiedergegebene) Passage:

Einzelne Initiativen im Land wollen das Alte bewahren – oder im Krieg zerstörte Häuser wieder aufbauen: 4000 Häuser wurden allein in Nablus, einer 2000 Jahre alten Stadt, durch die israelischen Bombardements zerstört – viele von historischem Wert. Aber es gibt keine Denkmalschutz-Gesetze, kaum Geld und wenig Bewusstsein in der Bevölkerung. Für Quais Assali ist Denkmalschutz eine Frage der palästinensischen Identität:

„Nicht nur die palästinensische Architektur ist durch die Okkupation bedroht, sondern auch die Kultur. Die Menschen glauben, sie hätten keine eigene Geschichte, kein Erbe, weil ihnen die Okkupation aufgezwungen wird. Zugleich erleben sie gerade eine gesichtslose Moderne. Da ist es schwierig, die eigene Identität zu bewahren.“

Quais Assali

Die Moderatoren vergessen zu erwähnen, dass die von den Arabern  „Nablus“ genannte Stadt  die Nachfolgerin des alten Sichem ist, das schon zu biblischen Zeiten – schon vor rund 4000 Jahren –  existierte und in der Bibel mehrfach genannt wird.

Kleiner Exkurs: Das Internet ist eine Quelle der Erkenntnis, so findet sich dort das „Handbuch zur biblischen Alterthumskunde, von Ernst Friedr. Karl Rosenmüller,  der Theologie Doctor, und der morgenländischen Literatur ordentl. Professor zu Leipzig„. Erschienen ist das gute Stück „1827 zu Leipzig in der Baumgärtnerschen Buchhandlung“ und es behandelt in seinem Zweiten Teil „Palästina, oder das Land der Hebräer„. In seinem dritten Kapitel widmet sich der Professor „Samaria“ und den „Städten Samaria’s“ . Darin ist wiederholt die Rede von Sichem, nicht aber von Nablus.

Die Erwähnung Nablus hingegen kann man in einem alten Reisebericht aus dem Jahr 1837 nachlesen. Der Ort stand bis zur Einrichtung des britischen „Mandatsgebiet Palästina“ unter türkischer Herrschaft. Nach der Staatsgründung wurde Israel bekanntlich von seinen arabischen Nachbarn mit einem verheerenden Krieg konfrontiert, in dessen Folge „Nablus“ unter jordanische Besatzung fiel.

Es verwundert mich jedoch  nicht, dass,  Zitat s.o. :  „Die Menschen glauben, sie hätten keine eigene Geschichte, kein Erbe, …“ Wie sollen sie, die Menschen, die heute im von Arafat erfundenen Staat Palästina leben,  eine eigene Geschichte haben, wenn sie in der Mehrheit und  bis auf die wenigen durch die arabischen Gebiete ziehenden Beduinen  und die im Land lebenden Drusen doch so gut wie nichts mit der tatsächlichen Geschichte des Landes zu tun haben, sondern erst im Zuge der vermehrten Besiedlung des Landes durch Juden, die aus der Diaspora in ihr angestammtes Land zurückkehrten, als Lohnarbeiter aus den umliegenden arabischen Gebieten nach dem damals allgemein so genannten Landstrich „Palästina“ einwanderten. Die behauptete reiche arabische Kultur im Land hat es doch so nie gegeben!

Welche Identiät hätten sie also bewahren können, von der in der Sendung die Rede ist?

Juden aber, egal in welchem Land der Welt sie gelebt haben und leben, haben niemals ihre jüdische Identität, die IMMER  mit dem „Land der Väter“ und mit Jerusalem auf engste verknüpft war, verloren. (Oft genug ist ihnen das zum schrecklichen Verhängnis geworden.) Sie wussten immer und waren sich dessen absolut sicher,  die uralte Stadt Jerusalem  ist das eigentliche kulturelle und spirituelle Zentrum  jüdischen Lebens ….  Der  Satz „Nächstes Jahr in Jerusalem“ war / ist Teil jeder Sederfeier in der Diaspora.

Aber das können die Verantwortlichen der Kultursendung natürlich nicht wissen und vermutlich ergeht es ihnen ähnlich wie Frau Merkel, für die das „Internet“ noch vor kurzer Zeit absolutes „Neuland“ war, sie konnten sich leider auch nicht im Internet informieren und so auf die Sendung vorbereiten. So mussten sie der anti-israelischen, pro-palästinensischen Propaganda einfach hilflos zuhören….

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Nachlesen und hören kann man die Sendung unter diesem Link.

Neue Lügengeschichte der UNWRA … 15. Mai, 2013

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Dass es immer wieder zu „bedauerlichen Einzelfällen“  im Umgang mit der Legitimation Israels durch die freundlichen Mitarbeiter internationaler oder kirchlicher Organisationen  kommt, ist ja inzwischen hinreichend bekannt.

Ich gebe ja zu, das Land ist klein, geradezu winzig und auf einem nur DIN A 6 oder 7  großem Blatt, das ganz Europa, das Mittelmeer, halb Afrika und halb Asien zeigt, kann es schon mal vorkommen, dass Israel zu einem einzigen dicken Strich geschrumpft werden und der Name im Meer schwimmen muss, allein des Platzes auf dem Papier wegen. Da will ich ja gar nicht kleinlich sein.

Wenn aber einer Mitarbeiterin des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen anlässlich einer Feierlichkeit eine Karte überreicht wird, auf der ISRAEL nicht mal als dicker Strich vorkommt – und das nicht etwa, weil die Karte die Ausmaße einer Visitenkarte hätte -, man zudem weiß, dass das besagte Flüchtlingshilfswerk sich ausschließlich um die Belange der sogenannten Palästinenser kümmert, dann ist das nicht als Versehen oder bedauerlicher Einzelfall zu betrachten, sondern als gezielte   Provokation  Aktion! So hat es wohl auch Ron Prosor, der ständige Vertreter Israels bei den Vereinten Nationen empfunden und „Beschwerde eingelegt“, wie es in dem    Bericht bei Israelnetz heißt.

Dismorr, die die UNRWA im Libanon leitet, eröffnete am 2. Mai in dem arabischen Land Hilfsprojekte. Nach Angaben der Organisation „Palestinian Media Watch“ (PMW) nahm sie eine Landkarte der östlichen Mittelmeergegend entgegen. Auf dieser sind Länder wie Ägypten und Jordanien eingetragen, nicht aber Israel. Anstatt dessen heißt das ganze Gebiet, in dem Israel und das Westjordanland liegen, „Arabisches Palästina“. Die Karte zeigt auch eine palästinensische Fahne.

„Man braucht keinen Doktor in Geographie zu haben, um zu verstehen, dass eine Karte des Nahen Ostens ohne Israel zutiefst mit Vorurteilen beladen ist“, schrieb Prosor am 14. Mai in einem Brief an UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon.

Israel unterstütze die Arbeit der UNRWA, betont Ron Prosor, vertritt aber die  Ansicht:

Eine Karte entgegenzunehmen, die das Existenzrecht Israels leugne, sei „ungeheuerlich und steht der Integrität, Unabhängigkeit und Unparteilichkeit der Flüchtlingsorganisation entgegen“.

und verlangt Aufklärung des Vorgangs.

Die UNWRA  machte in ihrer Erwiderung deutlich, dass es sich keinesfalls um eine gezielte Auslöschung Israels von einer Landkarte handelt (da fühlt man sich an den Radiergummi schwingenden Präsidenten des Iran erinnert….), vielmehr handele es sich bei dem Geschenk um eine „Stickarbeit“, die „die Gegend“ vor der Zeit der Gründung des Staates Israel zeige und man möge in Zukunft sich doch genauer informieren, bevor man mit unhaltbaren Vorwürfen an die Öffentlichkeit gehe…..

Ach so, die Stickarbeit ist somit ein Kunstobjekt, das keinerlei Ansprüche auf Genauigkeit oder politische Gegebenheiten erhebt.

Dann bin ich ja beruhigt. Irgendeine nette Frau wird entweder die Stickarbeit ihrer Urururgroßmutter noch in der Kommodenschublade gehabt und sie aus lauter Dankbarkeit für die uneigennützige Arbeit der UNWRA Miss Dismorr geschenkt haben oder sie nach der alten  ururgroßmütterlichen Vorlage selbst angefertigt haben, weil sie das Erbstück selbst nicht aus der Hand geben wollte.

Mit den Plänen der Hamas, Hisbollah und Fatah, Israel mit Hilfe der   arabischen Nachbarn und mit Unterstützung der muslimischen Freunde von der Landkarte zu tilgen, hat das natürlich rein gar nichts zu tun.  Wie heißt es doch so schön bei Filmen und Romanen: ‚Mögliche Übereinstimmungen mit Personen und Gegebenheiten sind rein zufällig und liegen nicht in der Absicht der Autorin / des Autors.‘

Und so speist uns denn auch  die araberfreundliche UNWRA mit einem neuerlichen Lügenmärchen ab, denn ‚mögliche Übereinstimmungen‘ alter Stickereien mit den Landkarten im Arbeitszimmer des Herrn Abbas    sind keineswegs zufällig, sondern entsprechen exakt den Tagträumen und   konkreten Vorstellungen und Plänen all derjenigen, denen der jüdische Staat schon länger ein Ärgernis ist.

„Der bettelarme Landstrich“… 19. November, 2012

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Was kann damit wohl gemeint sein?

Bangladesch?

Burkina Faso?

Nordkorea?

Ahh, ich hab’s: Griechenland!

Auch nicht????

Nein, wie dumm von mir!

Es gibt nur ein bettelarmes Land auf dieser Welt!

Richtig!

Gaza!

Gaza ist bettelarm!

Jetzt gehen im Landstrich sogar die Mullbinden aus***².

Es fehlt an allem – Krankenbetten, Strom, Verbandmaterial, Medikamenten, ja sogar Kochsalzlösung.

So schreibt es bei spon!

Keine Kochsalzlösung, dafür aber jede Menge Raketen!

Die schießen die Hamas-Terroristen unverdrossen auf israelische Zivilisten.

Sind das etwa auch Geiseln, ich meine die israelischen Zivilisten?

Geiseln von Hamas und Netanjahu vielleicht???

Nein, nein! Das würde spon nun doch nicht schreiben. In Israel leben keine Geiseln, da leben nur Zionisten und Besatzer.

Gaza!

Gaza ist der bedauernswerteste Landstrich der Welt:

Die Bewohner von Gaza leiden seit sechs Jahrzehnten unter einer Besatzung. Erst war die ägyptische Armee im Gaza-Streifen stationiert, dann die israelische***. Die zog zwar 2005 ihre Soldaten ab, doch nach wie vor kontrolliert Israel einen Großteil der Landesgrenzen, die Seegrenze sowie den Luftraum.

Wer und was offiziell ein- oder ausreist, bestimmen noch immer Israel und Ägypten.

***   (Kleine Ergänzung von mir: Die englische und türkische Besatzung sollte nicht vergessen werden. Davor war Gaza natürlich ein eigener Staat, wie eigentlich doch jedes Kind weiß…!)

Tragisch, nicht wahr?

Die Israelis liefern Tag für Tag alle nötigen Güter in den Gazastreifen, aber das weiß die Weltöffentlichkeit natürlich nicht.  Deshalb müssen ja auch von Zeit zu Zeit diverse lebensnotwendige Dinge, die hierzulande kein Mensch mehr braucht und die man darum getrost und auf elegante Art entsorgen kann,  auf Blockadebrechern nach Gaza geliefert werden. Ganz offiziell angekündigt.

Nun ja, und was inoffiziell einreist, bestimmt die Hamas und Ägypten: Luxusgüter aller Art werden durch die Tunnel in den „bettelarmen Landstrich“ gebracht, nichts, was es nicht zu kaufen gibt in dem „bettelarmen Landstrich“.

Und Waffen!

Vor allen Dingen Waffen – oder das, was man zur Herstellung von Waffen so benötigt.

Seltsamerweise reicht für die paar Raketen die seit Jahr und Tag auf israelisches Gebiet abgefeuert werden doch noch das Geld in dem „bettelarmen Landstrich“…..

Nun würde ich gerne wie Gernot Hassknecht von der heute-show vor Wut schäumend in die Luft gehen und fragen, für wie bescheuert mich die Leute vom spon halten, dass sie mir so einen Sermon vorsetzen und vermutlich auch noch davon ausgehen, dass ich ihren Schwachsinn glaube!

Aber ich verbeiße mir meinen Wutrausbruch. Mir tun nämlich die Menschen leid, die in Gaza unter der Hamas leiden.

Deshalb verbiete ich mir hier jeden bösen Kommentar zu Leuten, die ihre Kinder zum Hass auf Israel erziehen, für Mütter, deren höchstes Glück es ist, ihre Söhne als Märtyrer verehrt zu sehen, für Frauen, die ihre Männer darin unterstützen, die Juden ins Meer zu treiben und für Männer, die ihre Frauen und Kinder als Schutzschilde für ihr mörderisches Handwerk missbrauchen.

Nein, dazu sage ich jetzt gar nichts.

Aber der Spiegel und seine Berichterstattung über den „bettelarmen Landstrich“, der kann mich mal… und auch da verkneife ich mir nähere Angaben über das, was er kann….

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***² Wie menschenverachtend die Hamas gegen die eigenen Leute vorgeht, zeigt sich doch gerade auch darin, dass sie zwar jede Menge Waffen hortet, aber für die Bevölkerung in keinster Weise vorsorgt. Weder stellt sie ausreichende Schutzräume bereit (davon, dass sie vorzugsweise Schulen und Moscheen als Waffenlager nutzt und ebenso ihre Raketen ausgerechnet dort in Stellung bringt, will ich gar nicht reden), noch sorgt sie für die notwendige medizinische Versorgung vor. Und sage mir niemand, es sei kein Geld oder kein Baumaterial vorhanden. Wer Millionen Dollars oder Euros in Waffen investiert und keine Mühe scheut, diese durch die Tunnel zu schleusen, für den müsste es ein Klacks sein, die Ausrüstung der Krankenhäuser oder Sanitätsstationen für den doch immerhin geplanten Ernstfall ebenfalls zu beschaffen, einschließlich der Materialien, die man für Schutzräume braucht. Aber was kann man schon von einer Führung erwarten, die ihre Kleinsten und Jüngsten bereits zum Hass erzieht, sich hinter Frauen und Kindern versteckt und Opfer dazu missbraucht, mitleiderheischend und tränenreich propagandistisch gegen Israel zu wettern. Die EU und die USA sollten endlich die Geldleitung nach Gaza stilllegen… Sie dient nicht dem Frieden  sondern dem Krieg!