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Eine alternativlose Lösung…. 10. März, 2017

Posted by Rika in araber, araber-"palästinenser", israel, medien, plo, politik, terrorismus, zweistaatenlösung.
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… für den sogenannten „Nahost-Konflikt“ hat er nicht parat!

Er ist ja auch nicht unser Außenminister – weder der ehemalige, noch der jetzige –  oder unser  Bundespräsident (weder der jetzig noch amtierende, noch der gewählte  zukünftige),  erst recht ist er nicht die Kanzlerin, von der ja die berühmte Alternativlosigkeit für ihre Regieanweisungen  stammt – nicht nur an Israel, aber an Israel vor allem.

Er hält überhaupt nichts von fremdgesteuerten Lösungen  – und mit fremdgesteuert meine ich die Vorschläge all der klugen Menschen auf Gottes schöner Erde, die bequem, sicher und gemütlich abends vorm Fernseher sitzen und mit leichtem Schauder den berühmten Kampf „David gegen Goliath“ verfolgen und stante pede sofort wissen, wer Goliath und wer David ist  und falls sie es doch noch nicht oder nicht mehr wissen sollten, von allen klugen Nachrichtenerzählern und Terrorexperten sofort bestens informiert werden.

In meiner Sonntagschule habe ich ja noch gelernt, dass David ein jüdischer Hirtenjunge war, der von Gott ausersehen war, einmal König zu werden und Goliath war ein philistrischer Kämpfer, der die ganze Gegend damals mit Schrecken überzog, indem er kriegerische Beutezüge gegen die jüdischen Bewohner des Landes verübte. Man kann die Geschichte übrigens nachlesen, sie beginnt so:

Die Philister sammelten ihre Heere zum Streit und kamen zusammen zu Socho in Juda und lagerten sich zwischen Socho und Aseka bei Ephes-Dammim. 2 Aber Saul und die Männer Israels kamen zusammen und lagerten sich im Eichgrunde und rüsteten sich zum Streit gegen die Philister. 3 Und die Philister standen auf einem Berge jenseits und die Israeliten auf einem Berge diesseits, daß ein Tal zwischen ihnen war.

(Vorsichtshalber habe ich die Namen, wie sie in meiner Sonntagschule erzählt und in der Bibel geschrieben stehen, mal deutlich hervor gehoben, nur damit man sieht, dass damals schon die Israeliten in Juda, dem heutigen Judäa lebten.)

Hier,   1. Samuel 17, ab Vers 4 ,  geht’s übrigens weiter weiter mit der Geschichte…  (Ich habe bewusst die alte Fassung gewählt, sie ist so schön erzählend.)

Aber so werden Sie /  werdet Ihr die Rollenverteilung bezüglich „wer ist David, wer Goliath“ von unseren Nachrichtenerklärern niemals hören. Die behaupten nämlich immer genau das Gegenteil: Goliath, das sind die Israelis mit ihren modernen Waffen und David, das sind die kleinen Jungs, die Steine gegen israelische Soldaten werfen, damit  es spannende Zweikämpfe gibt, über die das Fernsehen toll schauderhafte Berichte von ganz bösen Israelis senden kann. Oder besser noch, Goliath, das sind die rund 8 Millionen Israelis und David sind die mehr als 100-Millionen (oder mehr)  Araber, die etwas gegen Israelis haben. (Von den anderen muslimischen, aber nicht-arabischen Ländern rede ich erst gar nicht!)

Die alternativlosen und ferngesteuerten Lösungen des Konflikt zwischen den Arabern, die die Juden nicht wollen und Israelis, die ihren Staat mit ausdrücklicher Billigung der Völkergemeinschaft (heute UN) im alten jüdischen Land errichtet haben, sehen immer nur eines vor: Israel muss alternativlos das in den Kriegen eroberten Gebiet „Samaria und Judäa“  zurück geben an das inzwischen entstandene Volk der Palästinenser und darüber hinaus alle jüdischen Dörfer und Kleinstädte, die sogenannten „Siedlungen“ in eben jenem Gebiet räumen. Denn die Siedlungen, sagt unsere Kanzlerin, sagen die Herren Außenminister und Bundespräsidenten (s.o), etliche Männer der Kirche – katholisch wie evangelisch – die Linken, Grünen und SPD-Genossen, CDU-ler und CSU-ler, kurz, nahezu alle wichtigen politischen Vertreter unseres Landes, die Siedlungen, sagen sie, sind    D A S    Friedenshindernis. Ja. Behaupten sie, ohne auch nur  rot zu werden. Von der Hamas-Charta haben sie noch nie etwas gehört, geschweige denn sie gründlich studiert, der Iran ist ein viel zu wichtiger und wieder neu lieb gewordener Handelspartner, als dass man dessen Forderung, Israel müsse von der Landkarte ausradiert und aus den Geschichtsbüchern getilgt werden, auch nur ansatzweise ernst nehmen und damit auch zurückweisen würde. (Herr Weil, MP von Niedersachsen hat einen zaghaften Versuch gestartet…. ohne Erfolg)

A propos aus den Geschichtsbüchern tilgen, das hat ja neulich die UNESCO prima vorgemacht, wie das geht, einfach mal per Beschluss nahezu aller Mitglieder den historischen Bezug der Juden/Israelis zum Tempelberg eliminiert und verfügt: Die einzigen historisch bezeugten und damit rechtmäßigen „Besitzer“ des Tempelbergs sind die 1968 erschaffenen Palästinenser.  Ihr Prophet Mohammed hat ja bereits bei seiner nächtlichen Reise in das nicht im Koran genannte Jerusalem dort sein Ross an irgendeinem Felsen angebunden, oder so ähnlich. Deshalb haben dann ja auch die muslimischen Eroberer Jerusalems dort oben auf dem uralten Tempelberg   –  der so heißt, weil da der jüdische Tempel stand, in dem übrigens auch Jesus ein reger Besucher war –  den Felsendom und die Al Aksa-Moschee gebaut.

So weit so simpel.

„Er“, von dem oben bereits andeutungsweise die Rede ist, redet nicht von der einzigen alternativlosen Lösung, der von der Kanzlerin so viel beschworenen Zweistaaten-Lösung.

In einem eindrucksvollen Vortrag nimmt er die Zuhörer mit hinein in das unentwirrbar scheinende  Geflecht des Konflikts, Schuldzuweisungen an die eine oder andere Seite sind nicht seine Sache. Er beschreibt die Realität, offen, sachlich, schonungslos und  mit Humor.

Ich bedauere es sehr, dass er nicht mehr in meiner Zeitung schreibt – wie früher – und ich finde es schade, dass man ihn nicht mehr als sehr kompetenten Fachmann in den Öffentlich-Rechtlichen zu sehen bekommt und stattdessen mit Berichten über Israel abgefertigt wird, denen man die Einseitigkeit und erklärte Gegnerschaft schon aus 10 Metern Entfernung ansieht.

Ich würde mich freuen, wenn viel mehr Leute, als „nur“  die  auf seinen Vortragsreisen von ihm hören würden. Darum, auch wenn mein Leserkreis sehr überschaubar ist, stelle ich hier den Vortrag ein, den  ULRICH SAHM  in Hannover gehalten hat, mit Dank an ihn und die Organisatoren.

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Was die EU von Bileam lernen könnte… 13. November, 2015

Posted by Rika in araber, araber-"palästinenser", aus meinem kramladen, israel, meine persönliche presseschau, plo, politik, terrorismus.
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Die EU hat in diesen Tagen eine Richtlinie umgesetzt, die es nach EU-Verständnis notwendig macht, alle Produkte, die in den sogenannten „Gebieten“ hergestellt werden, so zu kennzeichnen, dass jeder erkennen kann: Dieses israelische Produkt ist nicht in „Israel“  hergestellt, sondern in einem israelischen Betrieb außerhalb der von der EU festgelegten Grenzen des israelischen Staates.

Damit erdreistet sich die EU indirekt  nicht nur, das Staatsgebiet Israels endgültig zu definieren (wie allgemein bekannt sein dürfte, steht die völkerrechtliche Vereinbarung über die „umstrittenen Gebiete“ immer noch aus), sie macht sich einmal mehr zu einem willfährigen Helfer anti-israelischer Kräfte im Nahen Osten, die nichts anderes als die Vernichtung des Staates Israel mit größter Zielstrebigkeit und unter Aufbietung aller propagandistischen Kräfte vorantreiben. Neben den bekannten Waffengängen in mehreren Kriegen, den Schrecken der Intifadas, den mörderischen Anschlägen auf israelische Zivilisten betreiben arabische Politiker die Annulierung jüdischer Identität im jüdischen Land. Sie nehmen beispielsweise Einfluß auf die UNESCO, um eindeutig jüdische historische Stätten in „islamische“ umzuwidmen. Araber reklamieren „palästinensisches Land“ für das „palästinensiche Volk“, das es aber laut Geschichtsschreibung niemals gegeben hat.  Mit ihrer unermüdlichen anti-jüdischen Propaganda betreiben sie so die Delegitimation des jüdischen Staates Israel.

Ihr jüngster Erfolg ist mit Sicherheit die neue Kennzeichnungspflicht für israelische Produkte, die in den Gebieten hergestellt werden. Dass dabei arabische Arbeiter möglicherweise ihre Arbeitsstelle verlieren, weil israelische Firmen ihre Produktionsstätten in das israelische Kernland verlegen, geschenkt. Das, das eigene Wohl zu missachten, ist doch die „erfolgreiche Strategie“ im Kampf gegen den jüdischen Feind. Kinder werden von Anfang an im Hass auf Juden erzogen. Märtyrer zu werden, gilt als die größte Lebensleistung, die ein arabisches Kind erreichen kann, sei es tatsächlich  noch in den Jahren der Kindheit und Jugend  (wie es zurzeit  bei den vielen Attentaten geschieht, die von Kindern oder Jugendlichen an Israelis verübt werden) oder im späteren Erwachsenenalter. Selbstmordattentäter sichern ihren Familien ein lebenslanges Einkommen – zum Preis des eigenen Lebens. Was bedeutet da schon der Verlust von Arbeitsplätzen, möchte man zynisch fragen.

Auf dieses böse Spiel also lässt sich die EU ein und wird von den Arabern dafür frenetisch gefeiert.

Die EU, so kommt es mir vor, liefert damit eine moderne Variante einer uralten biblischen Geschichte:

Als das Volk Israel nach der Befreiung aus der ägyptischen Knechtschaft und der jahrelangen Wüstenwanderung das Gelobte Land erreichte, sahen sich die lokalen Fürsten  mit dem Problem konfrontiert, die Einwandernden zu stoppen. Mit kriegerischen Mitteln wollten sie den Israeliten allerdings nicht in jedem Fall  entgegentreten. Einer von ihnen – Balak mit Namen – griff vielmehr zu einem probaten Mittel der damaligen Zeit und sandte einen Propheten aus, der das ankommende Volk verfluchen sollte.  Die Bibel berichtet das Geschehen im 4. Buch Mose, Kapitel 22 – 24.  Bileam, dem die Aufgabe zugekommen war, das Volk zu verfluchen, wurde auf göttliche Weise daran gehindert. Alle seine Versuche schlugen fehl. Besonders schön finde ich in dem Zusammenhang die kleine Geschichte mit Bileams Esel. Dieses vermeintlich  dumme Grautier vermochte nämlich etwas zu erkennen, was seinem (im wahrsten Sinne des Wortes)  Besitzer nicht möglich war. Es „sah“ den Engel Gottes, der sich dem zum Fluch bereiten Bileam in den Weg  stellte…..  Das Ende der Geschichte ist so: Statt es zu verfluchen, segnete Bileam das Volk Israel: „Wie schön sind deine Zelte Jakob, deine Wohnungen Israel ….  Die dich segnen, sind gesegnet, und die dich verfluchen, sind verflucht.“ (4. Mose 24, 5 – 9 )

So, in diesem Sinne, kann ich mir gut vorstellen, dass die als „Fluch“ gedachte Kennzeichnung israelischer Waren aus den jüdischen Kernlanden Samaria und Judäa sich in Segen verkehren wird.  Menschen werden die Produkte kaufen „weil“ sie aus dem Gebiet stammen, auf dem seit Urzeiten der Segen dessen liegt, der einst Abraham, Isaak und Jakob das Land und den Segen zusagte.

Und für alle, die mit Religion und Bibel nichts am Hut haben, sei auf die schöne Geschichte des „Made in Germany“ hingewiesen…. was  als Kaufhindernis gedacht war, wurde zum Motor einer beispiellosen Erfolgsgeschichte.

Anti-israelische Propaganda … 15. September, 2015

Posted by Rika in aktuell, israel, judentum, meine persönliche presseschau, terrorismus.
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… im von Zwangsgebühren finanzierten Rundfunk…  rechtzeitig zu Rosch ha-Schana.

Man hätte ja vielleicht anlässlich des jüdischen Neujahrsfestes eine interessante und informative Sendung darüber machen können, wieso das jüdische Neujahr nichts mit Silvester zu tun hat und darüberhinaus nicht an einen festen Termin im gregorianischen Kalender gebunden ist. Man hätte über die wunderbaren Gebräuche berichten können, die sich rund um das Fest entwickelt haben, ja, man hätte sogar den Zusammenhang der Hohen Feiertag von Rosh HaShana über Jom Kippur bis zu Sukkot darlegen und erklären lönnen.

Und ich kann mir gut vorstellen,  dass es genug Hörerinnen und Hörer geben würde, die so eine Sendung mit Interesse verfolgen, weil sie einfach etwas mehr über das Judentum erfahren.

Man hätte…  aber man hat nicht.

Man hat es stattdessen vorgezogen, eine Sendung  anti-israelischer Propaganda mit dem Titel

„Baustelle Palästina“   Architektur unter der Besatzung

zu präsentieren, getreu wohl dem unausgesprochenen Leitmotiv  der Kulturschaffenden im deutschen Rundfunkwesen, dass es nichts Positives über Israel zu vermelden gibt – und wenn es doch einmal unumgänglich ist, über Israels  Kompetenz in Wissenschaft und Technik zu berichten, dann auf jeden Fall aber mit dem deutlichen Hinweis, dass Israel nicht müde wird, die Palästinenser zu schikanieren und zu unterdrücken.

Und damit auch in der oben genannten Sendung von vornherein klar ist, was der Zuhörer als wesentlichen Ertrag der Sendung behalten soll, wird sie in dem begleitenden Text so eingeleitet:

Im „Heiligen Land“ sind Zerstörung und Wiederaufbau tägliche Realität. Im Westjordanland, in Ostjerusalem und in Gaza ringen palästinensische Denkmalschützer, Kulturschaffende, Architekten und Stadtplaner in diesem Spannungsfeld.

Zerstörung und Wiederaufbau – darunter geht es nicht. Und selbstverständlich ist für Zerstörung Israel verantwortlich, während der mühsame Wiederaufbau nur unter den schrecklichsten Bedingungen durch die „Palästinenser“ bewerkstelligt werden muss. An dieser Stelle sei mir gestattet darauf hinzuweisen, dass der „Wiederaufbau des völlig zerstörten Gazastreifens“ leider, leider immer noch nicht wirklich in Gang gekommen ist, weil die von Israel gelieferten Baumaterialen umgehend von der Hamas für den dringend erforderlichen „Wiederbau“ der Terrortunnel und Kommandostellen der „Freiheitskämpfer“ requiriert und eingesetzt wurde. Aber das erfahren die Hörer der Sendung natürlich nicht.

Stattdessen geht es nach der Vorstellung eines architektonischen Meisterwerkes, das gleichzeitig als „politisches Manifest“ beschrieben und gefeiert wird,  so weiter:

Es geht bei den Architekten von ShamsArd aus Ramallah aber nicht allein um Ästhetik – oder um Ökologie. Bauen ist in einem Land, das permanent von den Israelis kontrolliert wird, ein politischer Akt:

„Der Markt für Baumaterialien in Palästina ist schwierig, da alle Materialien importiert werden müssen – aus den arabischen Nachbarstaaten, oder vom israelischen Besatzungsstaat. Wir wollen aber Unabhängigkeit in unserer Architektur. Wir müssen die Kontrolle über unsere Architektur und das Baumaterial haben, denn die Israelis könnten ja die Exporte stoppen. (…) Wir wollen nicht von Israel abhängen – weder beim Bauen, noch beim Essen, noch beim Leben. Wenn eine Nation nicht ihre eigene Produktion entwickelt, gibt es keine Freiheit.“

Es ist natürlich unangenehm, dass man beim Bauen, Essen und Leben so total von den Importen aus den arabischen Nachbarstaaten abhängig ist und richtig schrecklich ist natürlich die Abhängigkeit von den verhassten Israelis, das leuchtet doch selbst den objektivsten und sanftmütigsten Zuhörern unmittelbar ein. Da hätte es eigentlich des nächsten Hiebs gegen Israel gar nicht mehr bedurft:

Wie sehr Architektur immer auch ein Ausdruck der Herrschaftsverhältnisse ist, zeigt sich im Alltag palästinensischer Architekten überdeutlich. Die Gebiete des Gaza-Streifens und des Westjordanlandes sind streng abgeriegelt von Israel – ein Kontakt zwischen beiden Palästinensergebieten ist kaum möglich. Auf den Straßen sind Check Points zu passieren. Eingeteilt ist Palästina in die Zonen A, B und C. Nur in der A-Zone hat die Palästinensische Autonomiebehörde das alleinige Sagen – und damit auch das Baurecht. In der B-Zone kontrollieren Israelis und Palästinenser gemeinsam. Die C-Zone allerdings – der Großteil der Palästinenser-Gebiete – untersteht allein den Israelis. Dort ist das Bauen für die Palästinenser streng verboten. Von Palästinensern errichtete Häuser werden von Bulldozern gnadenlos plattgemacht.

„Herrschaftsverhältnisse“ ist ein ganz wunderbarer Kampfbegriff der antiimperialistisch ausgerichteten Nichtherrscher unter Linken und Grünen und mir aus längst verflossenen Göttinger Studienzeiten immer noch seltsam vertraut, lagen doch auf den Tischen in der Mensa, in den Seminarräumen und Hörsaalgebäuden entsprechende Flugblätter aus, die uns alle auf den antiimperialistischen Kampf gegen „Herrschaftsverhältnisse“ einzustimmen hatten.  Und wenn nicht die RAF ihren Kampf gegen jene furchtbaren Strukturen, die uns so ein unbeschwertes Leben in der vom Kapitalismus beherrschten BRD ermöglichten, wenn also die RAF ihren Kampf nicht so gewaltsam auch mit Hilfe der Palästinenser und ihres Terrorchefs Arafat ausgetragen hätte, wer weiß, vielleicht hätten mich die Streitschriften doch noch zu einer halbwegs guten Linken gemacht… so aber… Nun ja.

Zurück zu den Bauten in der C-Zone: „Die C-Zone allerdings – der Großteil der Palästinenser-Gebiete – untersteht allein den Israelis. Dort ist das Bauen für die Palästinenser streng verboten. Von Palästinensern errichtete Häuser werden von Bulldozern gnadenlos plattgemacht.“ Natürlich fällt es den Berichterstattern unseres staatstragenden Rundfunks gar nicht ein, ebenso darüber zu berichten, dass es Israelis bei Strafe verboten ist, in der A- oder B-Zone zu bauen, und schon gar nicht kommen sie auf den Gedanken zu erwähnen, das selbstredend für jegliches Bauen und egal in welcher Zone, in denen die Israelis mitreden, eine Genehmigung notwendig ist und deshalb sämtlichen Gebäuden, die ohne Genehmigung errichtet werden, der Abrissbagger zu Leibe rückt. (Chaja hat das in mehrern Beiträgen sehr gut beschrieben!) Das trifft auch auf die Häuser der sogenannten „Siedler“ zu.

Dass die Moderatoren und Redakteure von keinerlei historischen Kenntnissen  in ihren Bemühungen um den Kampf gegen „Herrschaftsverhältnisse“ gebremst werden, geschenkt. Und so hörte ich dann auch voller Erstaunen diese (hier schriftlich wiedergegebene) Passage:

Einzelne Initiativen im Land wollen das Alte bewahren – oder im Krieg zerstörte Häuser wieder aufbauen: 4000 Häuser wurden allein in Nablus, einer 2000 Jahre alten Stadt, durch die israelischen Bombardements zerstört – viele von historischem Wert. Aber es gibt keine Denkmalschutz-Gesetze, kaum Geld und wenig Bewusstsein in der Bevölkerung. Für Quais Assali ist Denkmalschutz eine Frage der palästinensischen Identität:

„Nicht nur die palästinensische Architektur ist durch die Okkupation bedroht, sondern auch die Kultur. Die Menschen glauben, sie hätten keine eigene Geschichte, kein Erbe, weil ihnen die Okkupation aufgezwungen wird. Zugleich erleben sie gerade eine gesichtslose Moderne. Da ist es schwierig, die eigene Identität zu bewahren.“

Quais Assali

Die Moderatoren vergessen zu erwähnen, dass die von den Arabern  „Nablus“ genannte Stadt  die Nachfolgerin des alten Sichem ist, das schon zu biblischen Zeiten – schon vor rund 4000 Jahren –  existierte und in der Bibel mehrfach genannt wird.

Kleiner Exkurs: Das Internet ist eine Quelle der Erkenntnis, so findet sich dort das „Handbuch zur biblischen Alterthumskunde, von Ernst Friedr. Karl Rosenmüller,  der Theologie Doctor, und der morgenländischen Literatur ordentl. Professor zu Leipzig„. Erschienen ist das gute Stück „1827 zu Leipzig in der Baumgärtnerschen Buchhandlung“ und es behandelt in seinem Zweiten Teil „Palästina, oder das Land der Hebräer„. In seinem dritten Kapitel widmet sich der Professor „Samaria“ und den „Städten Samaria’s“ . Darin ist wiederholt die Rede von Sichem, nicht aber von Nablus.

Die Erwähnung Nablus hingegen kann man in einem alten Reisebericht aus dem Jahr 1837 nachlesen. Der Ort stand bis zur Einrichtung des britischen „Mandatsgebiet Palästina“ unter türkischer Herrschaft. Nach der Staatsgründung wurde Israel bekanntlich von seinen arabischen Nachbarn mit einem verheerenden Krieg konfrontiert, in dessen Folge „Nablus“ unter jordanische Besatzung fiel.

Es verwundert mich jedoch  nicht, dass,  Zitat s.o. :  „Die Menschen glauben, sie hätten keine eigene Geschichte, kein Erbe, …“ Wie sollen sie, die Menschen, die heute im von Arafat erfundenen Staat Palästina leben,  eine eigene Geschichte haben, wenn sie in der Mehrheit und  bis auf die wenigen durch die arabischen Gebiete ziehenden Beduinen  und die im Land lebenden Drusen doch so gut wie nichts mit der tatsächlichen Geschichte des Landes zu tun haben, sondern erst im Zuge der vermehrten Besiedlung des Landes durch Juden, die aus der Diaspora in ihr angestammtes Land zurückkehrten, als Lohnarbeiter aus den umliegenden arabischen Gebieten nach dem damals allgemein so genannten Landstrich „Palästina“ einwanderten. Die behauptete reiche arabische Kultur im Land hat es doch so nie gegeben!

Welche Identiät hätten sie also bewahren können, von der in der Sendung die Rede ist?

Juden aber, egal in welchem Land der Welt sie gelebt haben und leben, haben niemals ihre jüdische Identität, die IMMER  mit dem „Land der Väter“ und mit Jerusalem auf engste verknüpft war, verloren. (Oft genug ist ihnen das zum schrecklichen Verhängnis geworden.) Sie wussten immer und waren sich dessen absolut sicher,  die uralte Stadt Jerusalem  ist das eigentliche kulturelle und spirituelle Zentrum  jüdischen Lebens ….  Der  Satz „Nächstes Jahr in Jerusalem“ war / ist Teil jeder Sederfeier in der Diaspora.

Aber das können die Verantwortlichen der Kultursendung natürlich nicht wissen und vermutlich ergeht es ihnen ähnlich wie Frau Merkel, für die das „Internet“ noch vor kurzer Zeit absolutes „Neuland“ war, sie konnten sich leider auch nicht im Internet informieren und so auf die Sendung vorbereiten. So mussten sie der anti-israelischen, pro-palästinensischen Propaganda einfach hilflos zuhören….

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Nachlesen und hören kann man die Sendung unter diesem Link.

Neue Lügengeschichte der UNWRA … 15. Mai, 2013

Posted by Rika in araber, gesellschaft, israel, meine persönliche presseschau.
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Dass es immer wieder zu „bedauerlichen Einzelfällen“  im Umgang mit der Legitimation Israels durch die freundlichen Mitarbeiter internationaler oder kirchlicher Organisationen  kommt, ist ja inzwischen hinreichend bekannt.

Ich gebe ja zu, das Land ist klein, geradezu winzig und auf einem nur DIN A 6 oder 7  großem Blatt, das ganz Europa, das Mittelmeer, halb Afrika und halb Asien zeigt, kann es schon mal vorkommen, dass Israel zu einem einzigen dicken Strich geschrumpft werden und der Name im Meer schwimmen muss, allein des Platzes auf dem Papier wegen. Da will ich ja gar nicht kleinlich sein.

Wenn aber einer Mitarbeiterin des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen anlässlich einer Feierlichkeit eine Karte überreicht wird, auf der ISRAEL nicht mal als dicker Strich vorkommt – und das nicht etwa, weil die Karte die Ausmaße einer Visitenkarte hätte -, man zudem weiß, dass das besagte Flüchtlingshilfswerk sich ausschließlich um die Belange der sogenannten Palästinenser kümmert, dann ist das nicht als Versehen oder bedauerlicher Einzelfall zu betrachten, sondern als gezielte   Provokation  Aktion! So hat es wohl auch Ron Prosor, der ständige Vertreter Israels bei den Vereinten Nationen empfunden und „Beschwerde eingelegt“, wie es in dem    Bericht bei Israelnetz heißt.

Dismorr, die die UNRWA im Libanon leitet, eröffnete am 2. Mai in dem arabischen Land Hilfsprojekte. Nach Angaben der Organisation „Palestinian Media Watch“ (PMW) nahm sie eine Landkarte der östlichen Mittelmeergegend entgegen. Auf dieser sind Länder wie Ägypten und Jordanien eingetragen, nicht aber Israel. Anstatt dessen heißt das ganze Gebiet, in dem Israel und das Westjordanland liegen, „Arabisches Palästina“. Die Karte zeigt auch eine palästinensische Fahne.

„Man braucht keinen Doktor in Geographie zu haben, um zu verstehen, dass eine Karte des Nahen Ostens ohne Israel zutiefst mit Vorurteilen beladen ist“, schrieb Prosor am 14. Mai in einem Brief an UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon.

Israel unterstütze die Arbeit der UNRWA, betont Ron Prosor, vertritt aber die  Ansicht:

Eine Karte entgegenzunehmen, die das Existenzrecht Israels leugne, sei „ungeheuerlich und steht der Integrität, Unabhängigkeit und Unparteilichkeit der Flüchtlingsorganisation entgegen“.

und verlangt Aufklärung des Vorgangs.

Die UNWRA  machte in ihrer Erwiderung deutlich, dass es sich keinesfalls um eine gezielte Auslöschung Israels von einer Landkarte handelt (da fühlt man sich an den Radiergummi schwingenden Präsidenten des Iran erinnert….), vielmehr handele es sich bei dem Geschenk um eine „Stickarbeit“, die „die Gegend“ vor der Zeit der Gründung des Staates Israel zeige und man möge in Zukunft sich doch genauer informieren, bevor man mit unhaltbaren Vorwürfen an die Öffentlichkeit gehe…..

Ach so, die Stickarbeit ist somit ein Kunstobjekt, das keinerlei Ansprüche auf Genauigkeit oder politische Gegebenheiten erhebt.

Dann bin ich ja beruhigt. Irgendeine nette Frau wird entweder die Stickarbeit ihrer Urururgroßmutter noch in der Kommodenschublade gehabt und sie aus lauter Dankbarkeit für die uneigennützige Arbeit der UNWRA Miss Dismorr geschenkt haben oder sie nach der alten  ururgroßmütterlichen Vorlage selbst angefertigt haben, weil sie das Erbstück selbst nicht aus der Hand geben wollte.

Mit den Plänen der Hamas, Hisbollah und Fatah, Israel mit Hilfe der   arabischen Nachbarn und mit Unterstützung der muslimischen Freunde von der Landkarte zu tilgen, hat das natürlich rein gar nichts zu tun.  Wie heißt es doch so schön bei Filmen und Romanen: ‚Mögliche Übereinstimmungen mit Personen und Gegebenheiten sind rein zufällig und liegen nicht in der Absicht der Autorin / des Autors.‘

Und so speist uns denn auch  die araberfreundliche UNWRA mit einem neuerlichen Lügenmärchen ab, denn ‚mögliche Übereinstimmungen‘ alter Stickereien mit den Landkarten im Arbeitszimmer des Herrn Abbas    sind keineswegs zufällig, sondern entsprechen exakt den Tagträumen und   konkreten Vorstellungen und Plänen all derjenigen, denen der jüdische Staat schon länger ein Ärgernis ist.

„Der bettelarme Landstrich“… 19. November, 2012

Posted by Rika in araber-"palästinenser", israel, meine persönliche presseschau, terrorismus.
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Was kann damit wohl gemeint sein?

Bangladesch?

Burkina Faso?

Nordkorea?

Ahh, ich hab’s: Griechenland!

Auch nicht????

Nein, wie dumm von mir!

Es gibt nur ein bettelarmes Land auf dieser Welt!

Richtig!

Gaza!

Gaza ist bettelarm!

Jetzt gehen im Landstrich sogar die Mullbinden aus***².

Es fehlt an allem – Krankenbetten, Strom, Verbandmaterial, Medikamenten, ja sogar Kochsalzlösung.

So schreibt es bei spon!

Keine Kochsalzlösung, dafür aber jede Menge Raketen!

Die schießen die Hamas-Terroristen unverdrossen auf israelische Zivilisten.

Sind das etwa auch Geiseln, ich meine die israelischen Zivilisten?

Geiseln von Hamas und Netanjahu vielleicht???

Nein, nein! Das würde spon nun doch nicht schreiben. In Israel leben keine Geiseln, da leben nur Zionisten und Besatzer.

Gaza!

Gaza ist der bedauernswerteste Landstrich der Welt:

Die Bewohner von Gaza leiden seit sechs Jahrzehnten unter einer Besatzung. Erst war die ägyptische Armee im Gaza-Streifen stationiert, dann die israelische***. Die zog zwar 2005 ihre Soldaten ab, doch nach wie vor kontrolliert Israel einen Großteil der Landesgrenzen, die Seegrenze sowie den Luftraum.

Wer und was offiziell ein- oder ausreist, bestimmen noch immer Israel und Ägypten.

***   (Kleine Ergänzung von mir: Die englische und türkische Besatzung sollte nicht vergessen werden. Davor war Gaza natürlich ein eigener Staat, wie eigentlich doch jedes Kind weiß…!)

Tragisch, nicht wahr?

Die Israelis liefern Tag für Tag alle nötigen Güter in den Gazastreifen, aber das weiß die Weltöffentlichkeit natürlich nicht.  Deshalb müssen ja auch von Zeit zu Zeit diverse lebensnotwendige Dinge, die hierzulande kein Mensch mehr braucht und die man darum getrost und auf elegante Art entsorgen kann,  auf Blockadebrechern nach Gaza geliefert werden. Ganz offiziell angekündigt.

Nun ja, und was inoffiziell einreist, bestimmt die Hamas und Ägypten: Luxusgüter aller Art werden durch die Tunnel in den „bettelarmen Landstrich“ gebracht, nichts, was es nicht zu kaufen gibt in dem „bettelarmen Landstrich“.

Und Waffen!

Vor allen Dingen Waffen – oder das, was man zur Herstellung von Waffen so benötigt.

Seltsamerweise reicht für die paar Raketen die seit Jahr und Tag auf israelisches Gebiet abgefeuert werden doch noch das Geld in dem „bettelarmen Landstrich“…..

Nun würde ich gerne wie Gernot Hassknecht von der heute-show vor Wut schäumend in die Luft gehen und fragen, für wie bescheuert mich die Leute vom spon halten, dass sie mir so einen Sermon vorsetzen und vermutlich auch noch davon ausgehen, dass ich ihren Schwachsinn glaube!

Aber ich verbeiße mir meinen Wutrausbruch. Mir tun nämlich die Menschen leid, die in Gaza unter der Hamas leiden.

Deshalb verbiete ich mir hier jeden bösen Kommentar zu Leuten, die ihre Kinder zum Hass auf Israel erziehen, für Mütter, deren höchstes Glück es ist, ihre Söhne als Märtyrer verehrt zu sehen, für Frauen, die ihre Männer darin unterstützen, die Juden ins Meer zu treiben und für Männer, die ihre Frauen und Kinder als Schutzschilde für ihr mörderisches Handwerk missbrauchen.

Nein, dazu sage ich jetzt gar nichts.

Aber der Spiegel und seine Berichterstattung über den „bettelarmen Landstrich“, der kann mich mal… und auch da verkneife ich mir nähere Angaben über das, was er kann….

———————————–

***² Wie menschenverachtend die Hamas gegen die eigenen Leute vorgeht, zeigt sich doch gerade auch darin, dass sie zwar jede Menge Waffen hortet, aber für die Bevölkerung in keinster Weise vorsorgt. Weder stellt sie ausreichende Schutzräume bereit (davon, dass sie vorzugsweise Schulen und Moscheen als Waffenlager nutzt und ebenso ihre Raketen ausgerechnet dort in Stellung bringt, will ich gar nicht reden), noch sorgt sie für die notwendige medizinische Versorgung vor. Und sage mir niemand, es sei kein Geld oder kein Baumaterial vorhanden. Wer Millionen Dollars oder Euros in Waffen investiert und keine Mühe scheut, diese durch die Tunnel zu schleusen, für den müsste es ein Klacks sein, die Ausrüstung der Krankenhäuser oder Sanitätsstationen für den doch immerhin geplanten Ernstfall ebenfalls zu beschaffen, einschließlich der Materialien, die man für Schutzräume braucht. Aber was kann man schon von einer Führung erwarten, die ihre Kleinsten und Jüngsten bereits zum Hass erzieht, sich hinter Frauen und Kindern versteckt und Opfer dazu missbraucht, mitleiderheischend und tränenreich propagandistisch gegen Israel zu wettern. Die EU und die USA sollten endlich die Geldleitung nach Gaza stilllegen… Sie dient nicht dem Frieden  sondern dem Krieg!

Gedanken der Briefeschreiberin aus Rungholt… 18. Oktober, 2011

Posted by Rika in Allgemein.
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über die Freilassung Gilad Shalits.

Ich kopiere einen Gastbeitrag der Bloggerin „Lila“, den sie bei „spirit of entebbe“ geschrieben hat und ihre Antwort auf einen der Kommentare. Ihre Gedanken zu Geiselnahme und Freipressung von Terroristen und Mördern, solchen, die schon Blut an den Händen haben und solchen, die ihr blutiges Handwerk nicht aufgeben werden, belegen eindrucksvoller als alle Beiträge einer Bettina Marx oder Ulrike Putz die tatsächliche Situation der israelischen Gesellschaft, ihre moralischen Standards ebenso wie die Zwangslage, in der Israel seit seiner Gründung steckt – mit Nachbarn, die keinen Frieden, sondern die Vernichtung oder Auflösung des jüdischen Staates wollen. Daran, so fürchte ich, an dieser unnachgibigen Haltung der Araber und  ihrer vielen  Freunde und Verbündeten wird vermutlich wohl  jedes Friedenskonzept scheitern werden – aller Hoffnung auf und Bemühungen um Frieden seitens der israelischen Regierung und Gesellschaft zum Trotz, egal, ob das Konzept  „Land für Frieden“ heißt oder „Zweistaatenlösung“ oder wie auch immer. Das begreifen leider nur wenige, die so gerne Israel kritisieren und der arabischen Propaganda auf den Leim gegangen sind. Und leider wird der Chor der israelkritischen Friedensspezialisten immer größer und lauter.

Deshalb

hier Lilas ergreifender Beitrag:

„Blick nach oben

Oktober 16, 2011 von Lila

In unserer abgelegenen Ecke Nordisraels sehen wir selten mal ein Flugzeug – das letzte Mal flog die Luftwaffe am Unabhängigkeitstag über ganz Israel und also auch über unsere Gegend. Heute jedoch knatterte eine ganze Weile ein Hubschrauber direkt über unserem Garten. Seltsam, dachte ich, hat das was zu bedeuten?

In der Tat. Es war der Probeflug des Black Hawk, der am Dienstag Gilad Shalit in seinen Heimatort bringen wird, auf dem Hügel gegenüber von unserem Örtchen. Ich werde Dienstag also die Tür zum Garten offenhalten und den Blick nach oben richten.

(Die Gefühle zu diesem Deal sind so stark und so gemischt aus Freude und Schmerz, daß ich vermutlich nur mit zeitlichem Abstand mehr dazu sagen kann. Außerdem ist schon mehr als genug gesagt und geschrieben worden…)“

Und ihr Kommentar:

„Er lebt – das haben zumindest die Ägypter Israel versichert. Er wird sich verändert haben, so eine Erfahrung hinterläßt tiefe Spuren. Aber er ist nicht der erste Mensch, der sich nach langer Haft unter schweren Bedingungen wieder im freien Leben zurechtfinden muß. Ich hoffe, daß auch er die inneren Kräfte findet und es schafft.

Er wirkt auf den Bildern und nach Berichten seiner Freunde und Nachbarn genauso still und introvertiert wie seine Eltern. Ich vertraue auf die Kraft der Stillen und hoffe das Beste für ihn. Er ist noch jung. Das bedeutet einerseits, daß fünf Jahre für ihn eine riesige Spanne sind – andererseits bedeutet es auch, daß er in der besten Phase seines Lebens ist, um die Erfahrung zu verkraften.

Ich denke auch an Ron Arad, an Guy Chever, an Majdi Chalabi, an die, deren Familien vielleicht niemals wissen werden, was mit ihnen geschah.

ich denke an die Opfer der Verbrecher, die jetzt freikommen – ich weiß nicht, inwieweit die deutschen Medien thematisieren, was für Verbrechen diese Leute auf der Kappe haben. Wenn ich mir überlege, wie lange Haftstrafen die im Vergleich dazu harmlosen Spinner der RAF in Deutschland verbüßt haben, frage ich mich , ob Deutschland einen solchen Deal gemacht hätte. Und weiß, daß die Antwort höchstwahrscheinlich nein lautet. So viel zur mangelnden Kompromißbereitschaft Israels.

Ich denke auch an die Folgen, an die Möglichkeit eines Terrorangriffs durch einen der Männer und Frauen, die morgen unter dem gerührten Lächeln der Weltöffentlichkeit aus ihren Gefängnissen mit Fern-Uni, medizinischer Betreuung und regelmäßigen Besuchen in die Freiheit zurückkehren. Wie werden wir dann die Toten begraben, deren Mörder wir in die Freiheit gelassen haben? Denn resozialisierbar im klassischen Sinne sind diese Häftlinge nicht. Sie sind überzeugte Terroristen, die zu ihren Taten stolz stehen. Und ich habe ihre Freilassung gefordert, ich wie über 80% der israelischen Frauen.

Weil wir in den Soldaten nicht in erster Linie die Beschützer des Landes sehen, die ihr Leben dafür in die Schanze schlagen, daß wir Zivilisten sicher leben können und der Staat funktionieren kann. Wir sehen sie in erster Linie als unsere Kinder, die wir schützen müssen. Weil sie ja unsere Kinder SIND.

Dieses Dilemma ist fast unauflösbar. Wenn ich Aviva Shalit zuhöre, die „der Junge“ sagt, wenn sie von Gilad spricht, habe ich gleichzeitig zwei Reaktionen. Einerseits denke ich an meine Jungen und wie schrecklich es wäre, wenn wir in der Lage der Shalits wären – was wir ohne weiteres sein könnten. Andererseits denke ich, der Junge trägt Uniform und ist kein Junge mehr, sondern Angehöriger einer Armee und mehr als nur eine Privatperson in tragischen Umständen. Avivas Junge ist auch Soldat. Ja, und auch meine Jungen sind Soldaten. Die logische Konsequenz ist brutal.

Ja, und ich denke auch an das Versprechen der Hamas, weitere Soldaten zu kidnappen, gern auch mal eine junge Frau. Mit diesem Austausch ist das Problem ja keineswegs gelöst, im Gegenteil – jeder neue Deal, in dem wir mehr geben als je zuvor, ermutigt schon die nächste lohnende Aktion.

Und ich verstehe die Israelis, die die Einführung bzw Anwendung der Todesstrafe für überführte, verurteilte mehrfache Terror-Mörder fordern. Einfach um diese Pfänder aus dem Spiel zu nehmen. Wir werden es trotzdem nicht tun. Nur Eichmann ist in Israel zum Tode verurteilt worden, in anderen Fällen werden mehrere lebenslängliche Strafen verhängt.

Aber unser Rechtssystem wird zur Farce, wenn diese verurteilten Mörder, die mit ihren Taten noch strunzen und im Gefängnis Anhänger um sich versammeln und versuchen, Kontakt zu ihren Organisationen aufzunehmen, nach lächerlich wenigen Jahren freikommen.

Trotzdem sehe ich nicht, daß zu dieser Lösung gegriffen wird. Es wäre ja auch keine echte Lösung. Statt der Häftlinge würden dann andere Pfänder ins Spiel gebracht. Die Todesstrafe wird nicht kommen. Und grundsätzlich bin ich ja froh, in einer Gesellschaft zu leben, die ohne Todesstrafe auskommt. Trotzdem bleibt das Dilemma. Was weiter?

Tamir Pardo und Yoram Cohen (Mosad- und Shabak-Chef) meinen, sie können uns wirksamer vor Terror schützen als vor zehn Jahren. Die Armee meint, daß die Maßnahmen zur Verhinderung von neuen Geiselnahmen greifen. Wenn ich für oder gegen den Deal stimmen könnte, würde auch ich dafür stimmen. Ein Blick auf den schlaksigen Jungen in Hamas-Uniform, der seinen Brief verliest und seiner Familie versichert, daß er sie liebt und vermißt, reicht. Ich kann nicht dagegen sein. Die meisten Israelis können es letzten Endes nicht. Auch die, die jetzt um einen Aufschub bitten, würden Gilad nicht im Gazastreifen verkimmeln lassen.

Die Bauchschmerzen, die der Austausch uns bereitet, sind schmerzhaft.

Nach diesem Austausch müssen wir in eine Grundsatzdiskussion einsteigen.

Und damit habe ich doch einen Großteil der Dinge, die mir durch den Kopf gehen, aufgeschrieben. Nicht, als ob sie nicht ohnehin jedem denkenden Menschen klar wären.“

Heute schreibt Lila:

Warum dieses Bild wichtig ist

Und weil ihr Beitrag so wichtig ist, bitte unbedingt lesen!

Undogmatisch und kreativ, die neue Nahost-Diplomatie… 6. Mai, 2011

Posted by Rika in israel, meine persönliche presseschau.
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Welch eine grandiose Idee:

Kreativ soll die neue Nahost-Diplomatie sein und undogmatisch.

Das jedenfalls geht aus der Überschrift hervor, die zeit-online für einen Artikel wählte, den sie vom tagesspiegel übernommen hatte, dort allerdings unter dem Arbeitstitel: Neue Chancen – neue Spannungen , was nun nicht auf dem  ersten Blick unbedingt etwas mit undogmatischer Kreativität zu tun hat.

Hans Monath, der Autor des Artikels, widmet  sich der spannenden Frage, wie die Bundesregierung mit der (meiner Vermutung nach ohnehin nur vorübergehenden) Einigung zwischen Fatah und Hama umzugehen habe:

Die Bundesregierung muss auf die Einigung zwischen Fatah und Hamas undogmatisch reagieren. Eine Übernahme der israelischen Position hilft nicht weiter.

„Undogmatisch“,   schlägt er vor, solle die Bundesregierung sein und wohl nicht dem bisherigen „Dogma“ folgen, könnte man daraus schließen, welches  bisher in etwa Folgendes  besagt: „Wir, die Bundesrepublik Deutschland,  stehen ohne wenn und aber zu Israel, was generell eine – wie auch immer geartete –  Zusammenarbeit mit einer Palästinenserorganisation ausschließt, die sich die Vernichtung Israels auf die Fahnen geschrieben hat.“


Herr Monath sieht das offensichtlich anders und so kommt er nach einigen erklärenden Sätzen über die Chancen der „arabischen Revolution“  dann auch recht schnell und umstandslos auf den Punkt und fordert:

Die Kontrahenten in Nahost akzeptieren diese Politik, die ihre aus der Geschichte erwachsenen Verpflichtungen gegenüber Israel nie verleugnet. Das Existenzrecht Israels zu verteidigen, muss aber nicht heißen, die israelische Verweigerung gegenüber den Chancen des Umbruchs in der arabischen Welt zu verteidigen.

(Hervorhebung von mir)

Da ist er wieder, der alt bekannte Generalvorwurf:   „Israel steht einer positiven Entwicklung entgegen“, wobei es immer wieder neue Variationen gibt, mit denen diese Behauptung natürlich rein sachlich und ganz „objektiv“ begründet wird. Diesmal sind es Israels Bedenken zur Verbrüderung von Hamas und Fatah, die dem  Frieden im Weg stehen.

Israels Premier nennt die Verbrüderung „Einen Sieg des Terrors“, und wer sich mit den bekannt gewordenen Details dieser „Versöhnung“ ein wenig beschäftigt, wird das ohne zu zögern auch so benennen.

Das aber kann nicht die deutsche Haltung sein.

meint Herr Monath und fährt fort:

Denn die Einigung könnte, bei aller Skepsis, den Weg zu Wahlen in den getrennten Palästinensergebieten bahnen, die radikalislamische Hamas langsam verändern und wichtige Voraussetzungen für eine Zwei-Staaten-Lösung schaffen. Das Existenzrecht Israels und der Gewaltverzicht sind wichtige Prinzipien. Wer sie nur als Mauern benutzt, um Veränderungen zum Positiven zu verhindern, wird wenig bewegen.

Die Einigung könnte „die radikalislamische Hamas langsam verändern“, orakelt Herr Monath wie weiland Krake Paul, nur das Paul sich immer festgelegt hat und mit „könnte“ nicht viel im Krakensinn hatte.

„Entwedel – odel“ sagen eingefleischte Doppelkopfspieler, wenn es um alles oder nichts geht. „Entweder – oder“  , nach dieser Devise entschied auch Freund Paul.

Die Logik der Hamas aber kennt kein „entweder – oder“,  ihr Leitspruch lautet – und das kann jeder ganz alleine an den Geschehnissen in Gaza seit dem israelischen Abzug ablesen -, „Selbst wenn die  die Israelis freiwillig (aus Gaza) gehen, terrorisieren wir sie weiter!“

Kein „entweder –  oder“  , „wenn – dann“.

Nur ein:  „Israel muss verschwinden„!

Vielleicht dämmert es ja auch Herrn Monath, dass das nicht so einfach werden wird mit der „Zwei-Staaten-Friedens-Lösung“ des Nahost-Konflikts  und deshalb formuliert er:

Viel spricht deshalb für die These: Wer diese Ziele in Nahost langfristig stärken will, muss sich nun um eine ebenso offene wie kreative Diplomatie bemühen. Es könnte sich lohnen.

Wobei er offen läss, wie eine „kreative Diplomatie“ aussehen könnte.

Nach allem, was wir aber bisher im Nahost-Konflikt gelernt haben, kann es nur bedeuten, dass Israel – als ohnehin für alles und jedes zuständiger Partner oder Gegenpart   -, selbst „kreativ“ zu sein hat, was die Problemlösung angeht  –   was im Verständnis der Israel-Kritiker vermutlich  ganz bestimmte  „Zugeständnisse“  bedeuten wird, die nicht unbedingt israelischen Ideen entsprechen dürften.

By the way, ich halte die Israelis ohnehin für überaus kreativ, kreativer  als die Leute jedenfalls, die auch im Nahen Osten leben…   Nein,  das hat nun ganz und gar nichts mit sarrazin’scher Rassenlehre zu tun, sondern basiert auf ganz schlichten Beobachtungen im alltäglichen Leben und Arbeiten in Israel und drumherum!

Und das ist wohl auch der unausgesprochene eigentliche  Grund, warum die Weltgemeinschaft immer von Israel verlangt, etwas zu tun, von Hamas und Fatah hingegen nichts anderes erwartet, als lediglich das Existenzrecht anzuerkennen. Das ist – zugegeben –  nun wirklich nicht sonderlich kreativ, aber nicht mal das  kriegen sie hin, die Friedensfreunde des Propheten.

Die „kreative Diplomatie“ könnte darum meiner Interpretation entsprechend darin bestehen zu sagen:

Lasst die Israelis machen und wir sorgen dafür, dass die Araber und Palästinenser dem zustimmen.

Aber so wird Herr Monath es ganz sicher nicht gemeint haben, fürchte ich.

Grüße aus der Hölle… 15. April, 2011

Posted by Rika in islam.
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Mit barbarischer Grausamkeit haben fanatische  Anhänger der Religion des Friedens klar gemacht, in wessen Dienst sie stehen und wie der Geist heißt, der sie leitet:

Fanatischer Hass und  todbringende Gewalt.

Das Mantra von „Allah der Barmherzige“, das auch die militanten Friedensbringer der einzig wahren Religion herunterbeten,  erweist sich einmal mehr als die große Verblendung und Lüge, hinter die sich die Anhänger des Propheten zurückziehen wenn man sie anspricht auf die Gewalt, die sie im Namen ihres Gottes ausüben, auf die Morde, die sie für die Sache Allahs begehen, auf den Terror , mit dem sie gegen „die Ungläubigen“   wüten.

Sie, die  Mitglieder einer islamistischen Terrorgruppe,  morden einen Menschen,  der sich bewusst und aktiv für die Sache der Palästinenser einsetzt. Sie nutzten ihn als „Spielball“ im Kapf gegen die nicht minder terroristische Bande der Hamas, mit der sie im Clinch liegen zu Durchsetzung einer noch radikaleren islamischen Lebensweise in Gaza.

Es ist grausam und feige zugleich, dass sie sich einen „Ausländer“ aussuchen, um ein Exempel zu statuieren, und gleichzeitig ist es ein Signal an die Welt, dass sie vor nichts und niemandem zurückschrecken, wenn es darum geht, ihre Ziele durchzusetzen.

Es ist erbärmlich was sie bewegt und zutiefst unmenschlich was sie tun.

Niemand, der außer einem Funken Verstand auch noch  einen Rest Empathie für andere Menschen hat und Gefühle wie Mitleid und Erbarmen hegt, kann sich an die Seite der gewalttätigen palästinensischen  Kämpfer stellen, mögen deren Ziele auch für manche hier im Westen erstrebenswert erscheinen. Der Zweck heiligt eben nicht die Mittel.

Das gilt auch für die Terrortruppe Hamas und ihre Spießgesellen von der Hisbollah und erst recht  für den schändlichen Antreiber in Teheran.

Dass dieser Mord in Deutschland bisher kein großes Medienecho ausgelöst hat und man auch auf die sonst übliche Litanei der Grünen und Guten vergeblich wartet, liegt übrigens daran, dass es KEIN Israeli war, der gemordet hat. Es ist den Palästinenserfreunden vermutlich etwas peinlich, dass ihre Hätschelkinder in dieser fürchterlichen Art und Weise für Frieden im Nahen Osten zu sorgen gedenken und auch vor freundlichen Ungläubigen nicht Halt machen.

…….

Zum gleichen Thema äußert sich

Claudio Casula

und finden sich Links bei Achgut

„When will they ever learn…?“ 13. April, 2011

Posted by Rika in israel.
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klagte man  mit dem wohl bekanntesten Antikriegslied „Where have all the flowers gone?“ in den Jahren der Friedensbewegung. Die Frage darauf ist bis heute nicht beantwortet, wie man so leicht mit einem Blick in die Gegenwart der kriegerischen Konflikte dieser Welt erfahren kann.

Und auch die Frage:  „Wann wird man je verstehn?“ in der deutschen Fassung „Sag mir wo die Blumen sind!“ findet bis heute keine Antwort. Dabei geht es nur vordergründig darum zu begreifen wo Blumen, Mädchen, Männer,  Soldaten, Tote und Friedhöfe geblieben sind, eigentlich fragt das Lied danach, wo die Menschen ihren Verstand gelassen haben, ihre Fähigkeit, Zusammenhänge zu durchschauen, die Zeichen der Zeit zu erkennen.

„Wann wird man je verstehn?“

Das war mein erster Gedanke, nachdem ich die Glosse von David Horovitz  gelesen hatte, die    Liza – in der Übersetzung von Stefan Frank –   in seiner „Welt“ weiterreicht:

Sie haben ihre Armee ebenfalls zurückgezogen. Bis auf den letzten Panzer und den letzten Soldaten. Der Einzige, den wir jetzt hier haben, ist Gilad Schalit. Einige von ihnen dachten, das könnte unsere Begierden befriedigen. Idioten. Sie dachten, die „internationale Gemeinschaft“ würde uns die Hölle heiß machen, wenn wir weiterhin versuchen, sie zu töten. Dummköpfe. Natürlich haben wir nicht daran gedacht, damit aufzuhören, und natürlich hat sich niemand angeschickt, uns aufzuhalten. Wir werden nicht einhalten, bis wir sie alle ganz aus Palästina herausterrorisiert haben. Es ist übrigens nicht so, als würden wir daraus ein Geheimnis machen; das steht ja alles in unserer Charta. Aber, der Himmel steh uns bei, sie sind nicht leicht zu bewegen. Und sie schätzen das Leben. Sogar das unserer Leute.

Hervorhebung von mir.

Die internationale Gemeinschaft hat „die Reihen fest geschlossen“, ganz im Sinne des Wortschöpfers und ist sich einig in der Feindschaft, zumindest aber in der  „kritischen Freundschaft“ zum Staat der Juden.

„Wann wird man je verstehn“, dass das ein verhängnisvoller Irrweg ist?

Wir stellen sicher, dass unsere Kämpfer von Zivilisten nicht zu unterscheiden sind; wir tragen keine Uniformen. Und trotzdem bestehen diese Juden darauf, ihr Feuer zurückzuhalten, bis sie einigermaßen sicher sein können, nur unsere Männer zu töten. Unglaublich. Wir tun alles, was wir können, damit unsere gewöhnlichen Bürger getötet werden, und sie tun alles in ihren Kräften Stehende, um sie nicht zu töten. Was für eine verkehrte Welt ist das? Woher wissen sie überhaupt, wer unsere Kämpfer sind? Denkt mal an die Ressourcen, die sie aufwenden, um sicherzustellen, nicht die falschen Leute zu töten! Gott sei Dank ist der Rest der Welt zu blöd oder zu borniert, um zu kapieren, was los ist; Gott sei Dank haben sie noch nicht spitz gekriegt, dass wir unsere Leute absichtlich in Gefahr bringen und diese Juden ihr Bestes tun, um sie nicht zu verletzen.

(Hervorhebung von mir)

„Wann wird man je verstehn“ was mit der Welt los ist?

Wann wird sie ihre Blindheit ablegen und erkennen, wie sie ticken, denen die demokratischen Gesellschaften dieser Welt  „Verstehen“ über jeden Verstand hinaus entgegenbringen und  Unterstützung durch  propagandistische, ideologisierende, Israel diffamierende Aktionen, zweifelhafte Blockadebrecher und nicht zuletzt  durch finanzielle Mittel zukommen lässt?

Ich schwöre, manchmal fange ich an, mich zu fragen, ob Gott auf ihrer Seite ist. Verrückt, was? Ich weiß nicht, was in mich fährt. Aber schau dir die Indizien an: Dieses Wochenende ist eine unserer Grad-Raketen in der Nähe des Verwaltungsgebäudes eines Kibbuz niedergegangen. Eine andere direkt neben einer Schule in Ofakim. Kein einziges Todesopfer. Am Donnerstag hätten wir einige Minuten früher einen Bus voller Schulkinder nahe dem Kibbuz Sa’ad erwischt. Aber nein, sie sind ausgestiegen, kurz bevor wir dieses gelb leuchtende leichte Ziel getroffen haben, und alles, was es uns brachte, war ein Teenager und der Fahrer.Was? Was sagst du? Die Waffen niederlegen? Die Unverletzlichkeit menschlichen Lebens verinnerlichen? Lächerliches Gewäsch. Als Nächstes wirst du mir erzählen, ich solle mit ihnen Frieden schließen. Anerkennen, dass sie ein Recht haben, hier zu leben. Einen Staat neben dem ihren aufbauen. Unserem Volk eine bessere Zukunft geben. Unser Augenmerk weg von Krieg und Gewalt und hin zu etwas Produktivem richten. Niemals, sage ich dir, nie.

(Hervorhebung von mir)

„Wann wird man je verstehn“, dieses „NIEMALS“  und nicht mehr Israel für das Scheitern des Friedens verantwortlich machen?

Und wann wird man ihnen – der Hamas, der Hisbollah, der Fatah, dem Iran, den eifernden Islamisten und den linken wie rechten Israelhassern  –  das endlich glauben und die Seite wechseln und sich an Israels Seite stellen?

„Wann wird man je verstehn?“

„Noch“ keine Meldung… 7. April, 2011

Posted by Rika in israel.
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…für die Nachrichten aus aller Welt, darum hier in voller Länge mitgeteilt:

Sicherheit | 07.04.11

Granate aus Gaza trifft israelischen Schulbus

NAHAL OS (inn) – Ein gelber israelischer Schulbus des Regionalrats „Tor des Negev“ ist von einer Mörsergranate oder einer Panzerabwehrrakete aus dem Gazastreifen beim Kibbutz Nahal Os getroffen worden. Gemäß ersten Berichten wurden zwei Menschen verwundet.

Ein 13 Jahre altes Kind erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Der Busfahrer wurde nur leicht am Fuß verletzt. Es handelte sich um einen Schulbus, der Kinder zu ihren jeweiligen Kibbutzim nach dem Schulbesuch bringt. „Da ist ein reines Wunder geschehen. Wenige Minuten bevor der Bus getroffen wurde, war der Bus noch voll mit Kindern“, berichtet ein Reporter vor Ort. Während die Verletzten evakuiert wurden, explodierten weitere Granaten aus dem Gazastreifen in israelischem Territorium nahe dem Bus. Die Rettungsmannschaften mussten in Deckung gehen.

In einer namentlich nicht genannten Ortschaft wurde angeblich auch ein Kindergarten getroffen. Dort habe es nur Zerstörung und keine Opfer gegeben.

Militärreporter berichten, dass Israel seit dem Ende des Gazakrieges 2008/2009 auf jeden einzelnen Mörser- oder Raketenbeschuss mit Angriffen im Gazastreifen geantwortet hat.

Noch ist unklar, mit welcher Waffe der Bus getroffen wurde. „Sollte es sich um moderne Hornet-Panzerabwehrraketen handeln, wäre das eine neue Situation, zumal das Gelände vom Gazastreifen aus einsehbar ist und jedes Fahrzeug auf der israelischen Seite als Zielscheibe dienen könnte“, zitierte ein Militärreporter israelische Militärkreise.
Von: U. Sahm

Quelle: Israelnetz

Hervorhebung im letzten Absatz von mir.

Siehe auch Berichte bei

medien backspinaro1

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In den Tagesthemen wird über den Angriff berichtet und bei welt-online findet sich dieser Bericht:

Daraus zitiert:

„Israel hat auf einen Raketenangriff der Hamas aus dem Gazastreifen mit der bislang schärfsten militärischen Vergeltung seit dem Gaza-Krieg 2008/2009 reagiert und mindestens fünf Palästinenser getötet.“

Die Welt kann sich nicht verkneifen darauf hinzuweisen, dass in dem Schulbus „nur“ ein Schüler saß… das „Kopfkino“ soll dann wohl die Gerechtigkeit bezweifeln: ein verletzter Schüler gegen 5 Tote und zahlreiche Verletzte.

Aber so funktioniert die Rechnung nicht! „Terror gegen das Existensrecht Israels“ ist die große Rechnung, die die radikalen Palästinenser immer wieder neu präsentieren. Wir hier in unseren sicheren Wohnstuben schauen nur nicht genau hin und drohen darum immer wieder auf die „Kopfrechnung“ hereinzufallen: Israel beantwortet „harmlose“ Anschläge mit unverhältnismäßiger Härte.  Dieser Rechnung gilt es endlich einen entschiedenen Schlussstrich zu verpassen.

Für die Bekämpfung des Terror gilt keine „Verhältnismäßigkeit“, die von den „Zuschauern“ diktiert wird oder von denen, die den Terror verüben.