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Sein Hut, der hat vier Ecken…. 20. Juli, 2015

Posted by Rika in aus meinem kramladen.
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Da steht er nun, der Hut, und es ist eine helle Freude ihn zu betrachten.

Es ist, so wurde uns erzählt, bei den Chemikern an der Uni in Hamburg ein beliebter Brauch, dem „Delinquenten“ nach der Verteidigung, der Disputation im Promotionsverfahren,  einen eigens für ihn gestalteten Doktorhut zu überreichen.  Und so ist auf dem Geviert des Hutes alles  das versammelt, was den damit frisch dekorierten jungen Mann auszeichnet, bzw. und besser gesagt, was typisch ist für ihn abseits des akademischen Betriebes, dem er lang genug angehörte, um  den Kolleginnen und Kollegen Gelegenheit zu bieten,  die  diversen Eigenheiten und Eigenschaften kennenlernen und studieren zu können.

Wieviel Arbeit in diesem Hut steckt, denke ich …  und meine beides, die Arbeit „am“ Hut und  die Arbeit „für“ den Hut:   die lange Zeit des offiziellen Lernens an Schule und Universität –  Büffeln für Prüfungen und Klausuren, wieder und wieder,  Laborarbeit während der gesamten Studienzeit, Schreiben der Bachelorarbeit, der Masterarbeit und schließlich ganz gezielt das Arbeiten für die Doktorarbeit im Labor und das Schreiben der Arbeit selbst.

Dankbar sind wir, die Eltern, dass wir unseren Sohn all die Jahre begleiten konnten, seinen „offiziellen Lernweg“ ebenso wie das Lernen, das das Leben selbst mitbringt, erfordert, ausmacht …   das Miteinander in der Familie und den sozialen Strukturen – Freundschaften, Kolleginnen und Kollegen, Gruppen in Freizeit und  Gemeinde.

Wir freuen uns mit ihm über „den Hut“ und darüber, dass er immer noch der liebenswerte „Kleine“*** ist, eingebettet in den Kreis seiner Geschwister und der Familie. Und so waren wir als Familie auch (fast) alle  dabei, als er im Hörsaal seine Dissertation „verteidigte“  –  dabei will ich gerne gestehen, dass es mir ebenso  ging wie meinem kleinen Enkel, der seinen Vater flüsternd fragte: „Papa, was redet der Bias da?“,  denn außer den Wörtern in den einleitenden und  verbindenen Sätzen  verstand ich eigentlich so gut wie nichts von dieser doch sehr eigenen Sprache mit der Chemiker die Wirksamkeit bestimmter Stoffe, Verbindungen und Verfahren beschreiben. Es war dennoch sehr beeindruckend für mich diesem Vortrag zu folgen, den „der Kleine“ souverän, flüssig und eloquent vor dem Publikum aus Prüfungsausschuß, Kolleginnen und Kollegen seiner Arbeitsgruppe,  Studierenden, Freunden hielt – so als hätte er in den letzten Jahren nichts anderes getan, als wissenschaftliche Referate und Vorträge zu halten. Die anschließende Befragung bewältigte er sicher und mit konzentrierter Aufmerksamkeit…..  Mutterherz, bleib ruhig!  Er macht es so gut!

Der erste Gratulant war sein Doktorvater –  ihm schlossen sich die beiden prüfenden Professoren an und dann in langer Reihe alle im Hörsaal Anwesenden, der Liebste schätzte sie auf etwa 60 Personen.  …  „der Hut“  wurde überreicht und anschließend   lange und ausführlich gefeiert …. An dieser Stelle sei es erlaubt, nicht nur die HutbastlerInnen lobend zu würdigen, sondern auch die netten Menschen, die mit vielen Köstlichkeiten das Buffet bereicherten und die „Feierlocation“ gestalteten und dekorierten! Chapeau!

Welch ein wunderschöner Tag!

Doktorhut Tobias

Herzlichen Glückwunsch, lieber Tobias!

Alles Gute und Gottes Segen für Deinen weiteren „Lern- und Lebensweg“!

“Sagt allezeit für alles dem GOTT und Vater Dank im Namen unseres Herrn Jesus Christus.” Epheser 5,20…   Das fällt an solch einem Tag ganz leicht….

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*** Unsere beiden jüngsten Kinder wurden von ihren Geschwistern (und auch von uns Eltern) immer  zusammenfassend „die Kleinen“ genannt … und manchmal nenne ich sie immer noch so…. und scheine dabei zu vergessen, dass die „Kleinen“ doch inzwischen „groß“ sind und  wunderbare, erwachsene Menschen und „der Kleine“  ein Mann !  Ich bin so dankbar für diese tiefe Verbundenheit zu ihm –  wie wir sie zu allen unserer Kinder haben und die Kinder untereinander…  Ja, Dank sei GOTT, wem sonst.

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