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Wie oft denn noch? 7. Oktober, 2022

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Ich kann es einfach nicht mehr hören oder lesen!

Wie oft denn noch müssen wir ohnmächtig Sätze wie diesen zur Kenntnis nehmen:

Wer Juden angreift, greift auch uns an!

Das ist heute als Überschrift in dem Hannover-Teil der HAZ zu lesen, die sich dabei offensichtlich auf den katholischen Bischof von Hildesheim, Heiner Willmer bezieht. (Seite 17 der Printausgabe der HAZ vom 7. Oktober 2022)

Wie schon so oft in den letzten Jahren kennt die verbale Solidarität nach einem Anschlag auf die jüdische Gemeinschaft keine Grenzen, diese, die Grenzen nämlich, werden eher in dem Nichtstun offenbar, das regelmäßig auf die zunächst geäußerte Betroffenheit folgt.

Wie immer nach Anschlägen auf jüdische Einrichtungen in Deutschland oder bei offen zutage tretendem Antisemitismus – wie zuletzt bei der DOCUMENTA in Kassel – ist die aufgeschreckte politische und auch religiöse Elite des Landes schnell mit dieser sehr spezifischen Betroffenheitslyrik zur Stelle, man zeigt sich entsetzt, geschockt, fassungslos, bekundet seine Solidarität mit „jüdischen Menschen“ (wie es heute in der HAZ zu lesen war), betont treuherzig, „die gesamte Gesellschaft sei gefordert, sich gegen Antisemitismus einzusetzen“ so der Vertreter der Schura. Und doch lässt man – = viele Personen des öffentlichen Lebens, die sich gegen Antisemitismus aussprechen, gemeinhin die vielen geäußerten verbalen Angriffe gegen Juden (insbesondere gegen Israel) folgenlos geschehen.

„Es kann nicht sein, dass Menschen, die sich an Gott wenden, mit Steinen beworfen werden“ erklärt Stadtsuperintendent Rainer Müller-Brandes, und hat damit wieder so eine typische Wischiwaschi-Erklärung abgegeben, in der alle Menschen enthalten sind, „die sich an Gott wenden“.

Er hat ja im Prinzip recht mit dieser Aussage. Es kann in der Tat nicht sein, dass Gottesdienstbesucher mit Steinen beworfen werden, ob nun auf dem Weg zum Gottesdienst oder während des Gebets im Gotteshaus. Aber die Frage muss doch gestellt werden, welche anderen „Menschen, die sich an Gott wenden“, wurden in letzter Zeit mit Steinen beworfen? Ich bin noch nie einem Steinewerfer im Bannkreis meiner christlichen Gemeinde begegnet, weiß aber natürlich und habe es schon sehr oft persönlich miterlebt, dass vor jüdischen Einrichtungen die Polizei zum Schutz der Beter eines Gottesdienstes oder der Besucher besonderer Veranstaltungen aufzieht, aufziehen MUSS, sollte man besser sagen. Ich gehe davon aus, dass das auch am Gottesdienst zu Yom Kippur vor dem Eingang der Synagoge so war, warum und wie es aber dennoch zum Angriff auf die Synagoge und die Gottesdienstteilnehmer kommen konnte, ist nach wie vor unklar.

Eines wird doch ganz deutlich: Solange jüdisches Leben in Deutschland unter Schutz gestellt werden muss, ist der Antisemitismus immer noch allgegenwärtig, stark und virulent. Und es ist, neben dieser Notwendigkeit des Schutzes, ein Armutszeugnis sondergleichen, dass die versprochenen Schutzmaßnahmen, die nach den Vorkommnissen an Yom Kippur in Halle auch den jüdischen Gemeinden in Hannover zugesagt wurden, bis heute nicht zustande gekommen sind.

Das macht mich müde und wütend zugleich. Solange schon stehen diese Bitten und Forderungen als absolute Notwendigkeit im Raum, und so viele Monate und Jahre ist nichts geschehen. Dafür hören und lesen wir wieder die von Betroffenheit triefenden Bekenntnisse, die zum „Kampf gegen den Antisemitismus“ auffordern.

Da passt doch ein Artikel beinahe perfekt in den gewiss nicht so vorhersehbaren zeitlichen Zusammenhang, den ich bei Audiator entdeckte und der sich mit einem typisch deutschen Phänomen beschäftigt.

Hier kann man ihn nachlesen: https://www.audiatur-online.ch/2022/10/05/deutsch-bauen-in-palaestina/

Denn auch das gehört zum Gesamtbild des Antisemitismus, der so verheerende Züge trägt und in dessen Gefolge es auch in Hannover nach Aussage des Oberbürgermeisters Belit Onay „jeden Tag antisemitsiche Vorfälle“ gebe und der darum ergänzt: „Es ist wichtig zu zeigen, dass wir an der Seite der Gemeinde stehen“.

Ebenso wichtig, sage ich mit bitterem Unterton, wie es auch deutsche Diplomaten und Politiker immer beteuern: „Wir stehen an der Seite Israels“, um dann eilig ihre Aufwartung Herrn Abbas in Ramallah zu machen.

Etwas sarkastisch – und dem eigentlichen üblen Anlass wohl nicht geziemend – könnte ich darauf hinweisen, dass ein eiserner standfester Pfosten (eines Schutzzaunes) vermutlich hilfreicher und sinnvoller ist, als die verbale Beteuerung des „an der Seite stehen“… ob nun an der Seite der Gemeinde oder an der Seite Israels.

Am 9. November werden dann wieder Kränze an den Orten der von den deutschen „Volksgenossen“ im Tausendjährigenreich zerstörten Synagogen niedergelegt und Reden von „nie wieder“ gehalten. Wir sind ja inzwischen richtig gut darin, um zerstörte Synagogen und tote Juden zu trauern… Nur mit den lebenden Juden hier und anderswo tun wir uns schwer.

Mehr Informationen zum Geschehen in Hannover gibt es hier und hier

Siehe in dem Zusammenhang auch diesen alten Beitrag: https://himmelunderde.wordpress.com/2019/02/05/eine-zeremonie-der-schande/

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WER war das? 28. September, 2022

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Mögliche Pipeline-Sabotage:
EU droht mit einer «robusten und gemeinsamen Reaktion»

Das ist passiert: Die EU hält Sabotage als Ursache für die Lecks an den Gaspipelines Nord Stream 1 und 2 für wahrscheinlich und droht mit Gegenmassnahmen. «Alle verfügbaren Informationen deuten darauf hin, dass diese Lecks das Ergebnis einer vorsätzlichen Handlung sind», erklärte der EU-Aussenbeauftragte Josep Borrell im Namen der 27 Mitgliedstaaten. Jede vorsätzliche Störung der europäischen Energieinfrastruktur sei völlig inakzeptabel und werde «mit einer robusten und gemeinsamen Reaktion beantwortet werden». Auch der Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg sprach von Sabotage“, erfahre ich von dem sogenannten „Briefing“ der NZZ per Mail.

Also die Empörung der EU kann ich durchaus nachvollziehen, ich teile sie sogar.

Und ich finde auch, dass eine Reaktion folgen muss.

Nur wie sich die EU das mit einer „robusten und gemeinsamen Reaktion“ vorstellt, kommt mir noch etwas rätselhaft vor.

Wenn wir Kinder früher dumme Sachen gemacht hatten und uns herausreden wollten, ja nicht wirklich etwas mitgemacht zu haben, bekamen wir den folgenden Spruch zu hören:

Mitgegangen, mitgefangen, mitgehangen.

Also nach meinem Verständnis ist zwar klar, dass da etwas mit Absicht zerstört wurde, aber wer das war und wer möglicherweise mitgegangen war, ist doch eine reine Mutmaßung (so möglich sie auch immer sein mag!). Und damit, den Übeltäter definitiv zu benennen, befindet man sich doch noch im Reich der Spekulation.

Auf Spekulationen kann man aber doch keine „robuste Reaktion“ aufbauen.

Will sagen, vor dem „Hangen“ kommt das „Fangen“.

Also, wer war es und wer weiß es?

Fremde Feder: Ehrung für Mordgesellen… 24. Juni, 2022

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Das – also der von mir gewählte Titel „Ehrung für Mordgesellen“ – entspricht zwar nicht der Originalversion im Titel des von Thomas von der Osten-Sacken bei mena-watch veröffentlichten Artikel, dafür aber trifft er die inhaltliche Aussage genau.

Ich kopiere den gesamten Text hierher und verzichte auf die funktion „rebloggen“, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass nach einiger Zeit die „fremde Feder“ nicht mehr aufzurufen ist und meine einleitenden Worte dann reichlich sinnlos erscheinen.

Hier nun also der vollständige Text, den ich Zeile für Zeile unterstreiche. Er sollte den verantwortlichen Politikern, den unkritischen Journalisten, den Machern der Documenta 15 und ihren naiven bis schlecht informierten Besuchern nicht nur hinter die Ohren geschrieben, sondern in das Gedächtnis eingebrannt werden, zumal bisher in der öffentlichen Diskussion über die schrecklichen Propagandafilme der palästinensischen „Künstler“ so gut wie gar nicht berichtet wurde.

Dies ist der Link dazu: https://www.mena-watch.com/documenta-ehrt-initiatoren-des-selbstmordattentats/

Neben antisemitischen Bilddarstellungen wird bei der derzeit laufenden Kasseler Kunstausstellung auch eine Organisation als Utopie präsentiert, die eine der furchtbarsten Formen des Terrors mitgeprägt hat: die Japanische Rote Armee Fraktion.

Würde man eine Meinungsumfrage in der Fußgängerzone einer x-beliebigen europäischen Stadt durchführen und sich erkundigen, von wo das Selbstmordattentat herkomme, jede Wette, die überwältigende Mehrheit würde antworten: Irgendetwas mit Nahem Osten oder Islam. In der Tat fanden fast alle dieser furchtbaren Terrorattacken in dieser Region statt, die Antwort wäre allerdings trotzdem falsch.

Denn »erfunden« hat das »suicide bombing« die selbsternannte Japanische Rote Armee Fraktion, die am 30. Mai 1972 ein fürchterliches Massaker am Flughafen Lod bei Tel Aviv verübte. In »Solidarität mit dem palästinensischen Volk« töteten sie damals 26 Menschen, darunter viele christliche Pilger aus Puerto Rico, und verletzten unzählige weitere.

Der Anschlag war als Selbstmordattentat gedacht: Die drei Japaner wollten sich töten und dabei ihre Gesichter mithilfe einer Granate unkenntlich machen, um die Identifizierung zu erschweren. Doch zwei der drei Angreifer wurden von Sicherheitskräften erschossen. Der dritte, Kozo Okamoto, wurde festgenommen und zu lebenslanger Haft in Israel verurteilt.

Dieser Terroranschlag war nicht nur ein besonders blutiger, sondern hatte auch andere, weitreichende Folgen, die schon vor zehn Jahren Michael Sontheimer in der Zeitschrift taz beschrieb:

»Viele Palästinenser und Araber feierten die drei Japaner sofort als Helden. Sie hätten ein loderndes Zeichen gegen das Unrecht der israelischen Besetzung gesetzt, ihr Leben im Kampf für eine Sache gegeben, die gar nicht unmittelbar die ihre war.

Der libysche Staatschef Mummar al-Gaddafi warf den Palästinensern vor: ›Man sieht sie alle Bücher schreiben und Zeitschriften mit ihren Theorien füllen, aber sie sind nicht imstande, auch nur eine tollkühne Aktion wie die der Japaner auszuführen.‹ (…)

Die Palästinenser hatten ihren Kampf vorwiegend mit dem Verlangen nach Gerechtigkeit begründet. Der Selbstmord als Demonstration von Loyalität war ihnen fremd. Jetzt schlugen sie eine Brücke zur Figur des Märtyrers, auf die sich später die Hisbollah, Hamas, Al-Qaida und andere religiös-politische Selbstmordattentäter im Heiligen Krieg bezogen.

Es dauerte allerdings noch zwei Jahre, bis Kämpfer einer Abspaltung der PFLP in Israel ein Massaker anrichteten, bei dem sie sich schließlich zusammen mit ihren Geiseln in die Luft sprengten.«

Solidarität durch Judenmord

Dank einer japanischen Terrorgruppe also wurde das Selbstmordattentat in den Nahen Osten gebracht, sozusagen exportiert, wie zuvor schon Faschismus, Kommunismus, rassisch begründeter Antisemitismus und was Industrienationen noch so alles an Gütern zu bieten haben. Wie ihre Genossinnen von anderen Rote Armee Fraktionen, etwa der deutschen, drückten die Japaner so nämlich ihre Unterstützung für ein unterdrücktes Volk aus.

Vierzig Jahre später sollen auf der documenta fifteen – die wegen des dort präsentierten Antisemitismus nun weltweit in die Schlagzeilen geraten ist – auch einige Filme des Kollektivs Subversive Film gezeigt werden. Das Kollektiv restaurierte extra für das Event in Kassel ein paar »Film-Fragmente«, die laut documenta-Programm

»Auskunft über die weitestgehend übersehene und nicht dokumentierte antiimperialistische Solidarität zwischen Japan und Palästina geben soll«.

Diese Fragmente stammen, wie es weiter heißt, von:

»Masao Adachi, dem gefeierten Regisseur experimenteller Agit-Prop-Filme und ehemaligen Mitglied der Japanischen Roten Armee.«

So sollen sich in Kassel »die Beziehungen zwischen Tokio, Palästina und der Welt in einem nomadischen Filmprogramm um verschiedene Fragmente des restaurierten Films herum« entfalten, verkünden die Veranstalter freudig.

Auch wenn sie aus dem Nahen Osten stammen mögen, sind die Macher des Subversiv-Film-Kollektivs, wie so viele andere auf der documenta, liest man ihre Biografien, weit fester im westlichen Kulturbetrieb verankert und zu Hause als irgendwo im »globalen Süden«. Ihr Ziel sei, schreiben sie auf den Seiten der documenta, »Konstellationen von Solidarität und die Utopie einer weltweiten Befreiungsbewegung zu reaktivieren«.

Dystopie

Natürlich gingen auch diese Filme bei den documenta-Verantwortlichen durch und bekamen den »Nicht-Antisemitismus«-Stempel der beflissenen Kuratoren, Journalisten und Experten, die sich vorab das Programm angesehen hatten.

Aber nicht einmal das reicht zum großen Skandal: dass hier nämlich nicht nur eine Organisation als Utopie verkauft wird, die Judenmord praktizierte, sondern eine, die darüber hinaus noch eine der furchtbarsten Formen des Terrors in der Region hoffähig gemacht hat.

Wie viel Leid und Elend haben seitdem suicide bombings über die Welt gebracht? Kein Wort davon bei der documenta und auch nicht davon, dass – selbst im Jargon dieser ganzen Veranstaltung – die überwältigende Mehrheit aller Opfer aus dem »globalen Süden« stammen.

Unerträglich dabei auch die Vorstellung, was wohl geschehen und wie viele Leben nicht sinnlos beendet worden wären, hätten diese Japanerinnen und Japaner ihre politischen Kämpfe irgendwo anders und mit anderen Mitteln ausgeführt und das Selbstmordattentat nicht in den Nahen Osten exportiert worden wäre.

Und so würde es sich in der Tat anbieten, im Kontext dieser documenta über den Anschlag von Lod im Jahr 1972, von mir aus auch über das Geflecht »Tokio, Palästina und die Welt« zu sprechen – allerdings nicht als Utopie, sondern als Dystopie und schreckliches Beispiel, was geschehen kann, wenn im »globalen Norden« sich irgendwelche irregeleiteten Menschen aufmachen, gegen die Unterdrückung im Süden aktiv zu werden.

Schauplatz > Europa > Deutschland > Documenta ehrt Initiatoren eines Selbstmordattentats

Thomas von der Osten-Sacken

Thomas von der Osten-Sacken ist Geschäftsführer und Mitbegründer der deutsch-irakischen Hilfsorganisation Wadi e. V., mit der und für die er seit über 25 Jahren im Nahen Osten arbeitet und dabei versucht, nicht auch an den Verhältnissen irre zu werden. Außerdem publiziert er regelmäßig Buchbeiträge und Artikel über die Region und versucht ansonsten Theodor W. Adornos Maxime zu folgen, die da lautet: »Die fast unlösbare Aufgabe besteht darin, weder von der Macht der anderen, noch von der eigenen Ohnmacht sich dumm machen zu lassen.«

Frauen und Kinder zuerst…. 8. März, 2022

Posted by Rika in aktuell.
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Tausende Flüchtlinge sind unterwegs, um dem Schrecken und der Bedrohung durch die Gefahren des Krieges zu entkommen.

Menschen auf der Flucht. Sie verlassen ihr Land. Suchen Zuflucht bei den Nachbarn.

In den letzten Jahren haben wir viele solcher Bilder und Filme flüchtender Menschen gesehen.

Kann man sich daran gewöhnen? Wird man irgendwann gleichgültig gegenüber dem Leid der anderen Menschen? Blendet man die Gedanken daran einfach aus?

Wohl kaum, wenn man die große Hilfsbereitschaft gegenüber den Flüchtlingen aus der Ukraine sieht.

Aber in einem unterscheiden sich die Bilder von denen, die so lange die Nachrichten beherrschten.

Es kommen vor allem Frauen mit ihren Kindern…

Das war 2015 so ganz anders.

Damals blieben die Frauen und Kinder in den Kriegsgebieten und die jungen Männer flohen – als Vorhut und Türöffner für die Familie, die man später nachholen wollte, hieß es.

Heute bleiben die Männer, junge wie ältere, im Kriegsgebiet und kämpfen. Kämpfen um ihr Land, für ihre Freiheit, um ihr Leben.

Frauen und Kinder zuerst – diese Forderung, die zuerst bei der Rettung Schiffbrüchiger zu Beginn des letzten Jahrhunderts aufkam, gilt auch jetzt, wobei das Zurückbleiben der Männer sicher nicht nur ganz freiwillig geschieht. Die Regierung der Ukraine hat alle wehrfähigen Männer zur Verteidigung des Landes aufgerufen, befohlen, müsste es wohl eher heißen.

Den Schwächsten gilt unsere Hilfe, den Kindern und ihren Müttern und Großmüttern.

Meine Gedanken sind aber auch bei den kämpfenden Männern – und ich erinnere mich mit Furcht und Schrecken an die Erzählungen meines Vaters vom Krieg. Er war noch keine 20 als er zu den Fallschirmjägern kam – und war noch 22 als „die Engländern“ ihn gegen Ende des Krieges in Italien gefangen nahmen und ihn in ein POW-Camp in Ägypten nicht weit vom Suezkanal verbrachten. Im Oktober 1948 war er einer der letzten Gefangenen, die von Port Said aus die Heimreise in ein zerstörtes Land antraten.

Nie habe ich mir vorstellen können, dass in Europa wieder ein Krieg beginnt, der die ganze Welt in Flammen setzen kann. Putin macht das Undenkbare – einen weltumspannenden Krieg – mit seinem Krieg in der Ukraine wahrscheinlicher, als man es jemals für möglich gehalten hätte.

Zwischenruf an einen Journalisten… 17. Juli, 2017

Posted by Rika in gesellschaft, meine persönliche presseschau, politik.
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Edo Reents kennt sich aus!

Er sitzt in seinem gut klimatisierten Büro und mault.
Mault über Polizisten, die nicht seinem Ideal von Clint Eastwoods Polizistendarstellung – hart wie Kruppstahl, flink wie Windhunde blöd -äh – zäh wie Leder – entsprechen.
Vermutlich hat Edo Reents jede Menge Erfahrung im Straßenkampf, er weiß wie es ist, bei sommerlicher Hitze mit 20 kg Ausrüstung gemütlich über die Reeperbahn zu flanieren, Frau Kipping nannte das ja „marodieren“. Deshalb mault Herr Reents auch darüber, dass es total ungerecht sei, dass diese marodierenden Weicheier von Polizisten nun auch noch eine Belohnung kriegen sollen, Konzert und Extraurlaub. Unverschämt! Wer belohnt eigentlich die tapferen Kämpfer für das Gute, für Frieden und Gerechtigkeit auf der Welt, die im Schanzenviertel so gewalttätig der geballten Staatsmacht stundenlang Widerstand geleistet haben, Autos abfackelten, Geschäfte plünderten, Steine und Flaschen warfen im Dienste der Entrechteten der ganzen Welt? Und wer belohnt die mutigen Journalisten, die sich das Getümmel ganz aus der Nähe betrachtet haben oder die, die in ihrem Büro sitzen und sich zu Tode langweilen, während draußen der Bär steppt?
Die Welt ist ja sooo ungerecht und am ungerechtesten ist, dass der Staat seine Polizeibeamten verhätschelt, sie mit fürstlichen Gehältern ausstattet und dafür sorgt, dass die 38,5 Stundenwoche penibel eingehalten wird…

Ach ja,ich vergaß, am besten orientieren sich unsere Polizisten an englischen Krimis mit korrupten und brutalen Cops oder an Till Schwaiger, das sind die wahren Heroes und es erbittert Herrn Reents ganz offensichtlich, dass der deutsche Michel Typen wie „Harry, hol schon mal den Wagen-Derrick“ oder Horst Krause oder Marie Brandt den Vorzug geben…
Er ist erbittert darüber, dass die Typen im deutschen Film nicht so ganz dem entsprechen, was auf den Polizeirevieren eigentlich los sein soll…. Oder ist es umgekehrt? Sollen uns prügelnde Polizisten im Film einstimmen in eine links-grüne Begrifflichkeit von „Polizeistaat“? Weil DAS die Realität ist und nicht der nette Schutzmann um die Ecke, der Polizist, dein Freund und Helfer?
Mensch, Edo, was haben Sie sich eigentlich bei Ihrem schmierigen Geschreibsel gedacht???

Und mehr sag ich jetzt nicht dazu. Den Text des „Zwischenrufs“  habe ich sehr spontan bei Facebbok geschrieben,  als Kommentar auf den unten verlinkten Artikel.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/krawalle-bei-g20-gipfel-polizisten-werden-gehaetschelt-15108937.html?GEPC=s6

Fremde Feder: NEWS: Jüdisches Elternpaar von Terroristen im Auto hingerichtet 3. Oktober, 2015

Posted by Rika in aktuell, araber-"palästinenser", attentat, fatah, hass, israel, mord, terrorismus.
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Es hat kein Ende…
Der palästinensische Kampf gegen Israel hört geht fort und fort und fordert immer wieder unschuldige Opfer.

Der Tod des Ehepaares Henkin scheint so entsetzlich sinnlos….

Unsere Medien haben nur sehr verhalten über das feige Attentat berichtet ….  wäre es anders wenn?

Sie – die Palästinenser – werden niemals aufhören Israel zu bekämpfen. Das wird in allen Reden ihrer „Führer“ deutlich. Nur unsere Politiker hier in Deutschland und Europa behaupten immer noch wider besseres Wissen, es seien „die Siedlungen“, die den Friedensprozess behinderten.

Ich, die Siedlerin | Eine jüdische Stimme aus Judäa

Mit Entsetzen, in tiefster Trauer und Wut berichte ich über diese Tat.

Seht in ihre Gesichter, und seht nicht weg. Na'ama und Eytam Henkin hy"d (Quelle: INN) Seht in ihre Gesichter, und seht nicht weg. Na’ama und Eytam Henkin hy“d
(Quelle: INN)

Gestern abend (01.10.15) fuhren das Elternpaar Na’ama und Rabbiner Eytam Henkin, in ihren 30ern aus der Siedlung Neria, mit ihren vier Kindern auf der Autobahn 555 in Samaria, zwischen den Ortschaften Elon More

Karte zum Attentatsort Karte zum Attentatsort

und Itamar, im Umkreis der Stadt Shchem (Nablus). Die Autobahn führt am arabischen Ort Bayt Furik vorbei. In der Nähe von Bayt Furik wurden aus einem vorbeifahrenden Auto auf das Fahrzeug von Familie Henkin mehrere Schüsse abgefeuert. Beide Eltern wurden schwer verletzt. Ihr Auto hielt auf der Straße an. Vorbeifahrende israelische Fahrer erkannten, dass es sich um eine Terrorattacke handelte, und riefen Einsatzkräfte. Als erste medizinische Versorgung ankam, bemühten sie sich, Na’ama und Eytam wiederzubeleben, doch mussten in kurzer Zeit ihren Tod feststellen. Die vier Kinder…

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„Ich hab kein Mitleid“ 19. November, 2014

Posted by Rika in aktuell.
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Die „lieben Freunde“ des nicht sehr ehrenwerten Herrn J. Todenhöfer melden sich auf dessen Facebook-Seite zu Wort!
Danke an Gerd Buurmann, der sich ihrer annimmt.

Ganz offensichtlich lässt der freundliche Jürgen ja die Kommentatoren gewähren. Es stört ihn nicht, dass dort zum Mord an Juden aufgerufen wird. Er macht keine Anstalten, die Eiferer zu mäßigen und ich gehe vermutlich darum auch gar nicht falsch in der Annahme, dass es genauso von ihm selbst gesagt werden könnte. Das jedoch würde ihm vermutlich eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft einbringen.

Tapfer im Nirgendwo

Jürgen Todenhöfer schreibt auf seiner Facebook-Seite zu dem bestialischen Mord an vier betende Juden in einer Synagoge in Jerusalem:

„Wenn die Politiker jetzt nicht besonnen reagieren und Israel seine Palästina-Politik nicht fundamental ändert, steuert Palästina auf einen neuen Krieg zu. Die Äußerungen der Hamas und Netanyahus stimmen mich pessimistisch.“

Es schreibt in ihm. Den Rest übernehmen seine Leserinnen und Leser, die allerhand Ungeheuerliches auf seiner Seite veröffentlichen dürfen. Tapfer im Nirgendwo präsentiert nur eine kleine aber sehr aussagekräftige Auswahl:

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„Es gibt keine Zivilisten in Israel das sind alles illegale Besatzer sobald sie 18 sind sind sie keine Kinder mehr also dürfen sie bekriegt werden … Also auch getötet man lässt diesen armen Volk keine andere Wahl abgesehen davon glaube ich nicht das es palestinenser waren …“

„Ach ja und wie wahr das einen Palästinenser mit 16.Jahren anzünden schon vergessen????? er muss Benzin schlucken und jetzt schon Vergessen oder. Tfuuuu…

Ursprünglichen Post anzeigen 391 weitere Wörter

Hätten Sie’s gewusst? 5. März, 2012

Posted by Rika in araber-"palästinenser", gesellschaft, israel, meine persönliche presseschau, terrorismus.
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Hätten Sie’s gewusst?

Deutlich mehr Terroranschläge im Februar

Newsletter der israelischen Botschaft Berlin

Die Zahl der Terroranschläge gegen Israel ist im Februar im Vergleich zum Vormonat deutlich gestiegen: 100 terroristische Vorfälle wurden registriert – im Vergleich zu 56 im Januar. Dies geht aus einem Bericht des Allgemeinen Sicherheitsdienstes (SHABAK) hervor, der am Sonntag veröffentlicht wurde.

Aus dem Gazastreifen wurden 31 Anschläge vermeldet, im Januar waren es 15 gewesen. Vervierfacht hat sich die Zahl der auf israelisches Gebiet abgefeuerten Raketen, von neun im Januar stieg sie im Februar auf 36.

In Judäa und Samaria sowie Jerusalem wurden vor allem mehr Fälle von Molotov-Cocktails gemeldet – 67 im Vergleich zu 39 im Vormonat.

Zwei Menschen wurden im Februar bei Terroranschlägen verletzt, einer von ihnen ein israelischer Staatsbürger, der zweite ein ausländischer Journalist.

(Israelische Verteidigungsstreitkräfte, 04.03.12)

(Aus einer Zeitung)

Hätten Sie‘ s gewusst?

NEIN?

Ich  auch nicht – wäre ich auf unsere Medien und ihre überaus informative Berichterstattung über die Situation  in Israel angewiesen.

DAS berichten sie nämlich nicht. Es passt nicht in ihr Feindbild   in ihr Berichtsschema über die allgemeine Gemengelage. Der „rechtsgerichtete“  Netanyahu passt da schon viel besser ins Bild der aufgeklärten und vergangenheitsbewältigten Deutschen.  Er sorgt nach Meinung unserer wunderbaren Berichterstatter gerade für den nächsten  Krieg ….

 

ÜBRIGENS:

Die Bedrohung in ISRAEL ist eine permanente REALITÄT, auch wenn das (s.o.)  in keiner großen  Zeitung zu lesen ist….

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