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Fremde Feder: Hagia Sophia 25. Juli, 2020

Posted by Rika in aktuell, christsein und glaube, gesellschaft, politik.
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Bei Facebook las ich den bemerkenswerten Text zur Umwidmung der Hagia Sophia in eine Moschee, der von Roland Werner mit diesen Worten eingeleitet wurde:

 

Das Ende einer Epoche?!

Die Umwidmung der Hagia Sophia in eine Moschee

Doch: Auch wenn die ChristusIkonen verschwinden,
Jesus Christus bleibt.

Lesenswert zu diesem erschütternden Vorgang ist die

Erklärung des Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK)
Erzpriester Radu Constantin Miron

aus Anlass der Umwandlung der Hagia Sophia zur Moschee
Köln/Frankfurt am Main, 23. Juli 2020″

Und hier der eigentliche Text, geschrieben von dem Erzpriester Radu Constantin  Miron

„Der 24. Juli 2020 bedeutet das Ende einer Epoche. Durch einen administrativen Akt des türkischen Staatspräsidenten verliert die Hagia Sophia in Istanbul den Status eines Museums, den sie seit 1935 besaß, und wird zur Moschee gemacht. Dieser staatliche Akt geschieht – wie so häufig in der Türkei – unter scheinbarer Wahrung der Rechtstaatlichkeit.

Das im 6. Jahrhundert gebaute Gotteshaus, das unter Kaiser Justinian als christliche Kirche erbaut wurde und über neun Jahrhunderte als solche diente, wird, wie 1453 nach der Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen, erneut zur Moschee.

Seit dem 1. Februar 1935 stand sie dann als Museum allen Besucherinnen und Besuchern offen, wie es der Gründer der modernen Türkei, Mustafa Kemal Atatürk, verfügt hatte. Im Bewusstsein der orthodoxen Christinnen und Christen blieb und bleibt die Hagia Sophia allerdings die „Große Kirche Christi“. So ist es kein Zufall, dass Vertreter aller orthodoxen Patriarchate und autokephalen Kirchen gegen die Entscheidung der türkischen Regierung protestiert haben.

Doch auch viele Vertreterinnen und Vertreter anderer Kirchen, europäischer und weltweiter Institutionen, nicht zuletzt der UNESCO, zu deren Welterbe die Hagia Sophia ja gehört, haben ihre Bestürzung über diesen Vorgang geäußert, der offenkundig nicht religiöse Bedürfnisse, sondern innen- und außenpolitische Ambitionen des türkischen Präsidenten befriedigen soll.

Deshalb richten sich diese Proteste – und auch die vorliegende Erklärung – nicht gegen den Islam oder das islamische Gebet, sondern gegen den Missbrauch der Religion, der hier zutage tritt.

Zwei Aspekte, die nur wenig zur Sprache gekommen sind, gilt es dabei besonders hervorzuheben:

Zum einen ist die Hagia Sophia für die weltweite Christenheit nicht – wie behauptet wurde – „irgendein Gebäude, um das auf einmal so viel Aufhebens gemacht wird“. Vielmehr ist sie auch jene Kirche, auf deren Hauptaltar am 16. Juli 1054 der päpstliche Legat Humbert von Silva Candida das Bannschreiben über Patriarch Michael Kerullarios niederlegte, was zur Großen Kirchenspaltung zwischen Ost- und Westkirche führte. Sie ist also der symbolträchtige Ort, an dem damals das Schisma proklamiert wurde und der heute deshalb für alle, die in der Ökumene tätig sind, ein Mahnmal für die Wiederherstellung der Einheit der Kirche darstellt.

Zum anderen lässt die bewusste Wahl des 24. Juli als Datum der Umwidmung nichts Gutes erahnen, handelt es sich doch um den Jahrestag der Unterzeichnung des Vertrages von Lausanne (1923), in dem in den Artikeln 37-44 auch die Rechte der nicht-muslimischen Minderheiten bzw. die Verpflichtung der Türkei, diese und ihre religiösen Einrichtungen zu respektieren, festgeschrieben wurden. In den vergangenen Jahren stellte der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan immer wieder diesen Vertrag in Frage.

Seine Vorliebe für Symbolpolitik, die mal wieder durch diese Datumswahl deutlich wird, geht also offensichtlich auch zu Lasten der christlichen Minderheit in der Türkei. Ihr Schicksal kann und darf uns als Christen nicht gleichgültig sein. Zu oft haben wir unsere Stimme nicht laut genug erhoben, wenn es um den Genozid an den Armeniern und anderen Völkern, um die Septemberpogrome des Jahres 1955, um die Ermordungen von christlichen Missionaren und Würdenträgern oder die zahllosen Enteignungen von Gebäuden und Grundstücken aller christlichen Kirchen des Landes ging.

Auch die Umwidmung der Hagia Sophia ist eine Enteignung, nicht im immobilienrechtlichen, sondern im geistlichen Sinn. Und sie bedeutet das endgültige Ende einer säkularen, laizistischen, europäischen modernen Türkei, wie sie Atatürk vorschwebte, der die Hagia Sophia zum Museum gemacht hatte.

Der 24. Juli 2020 bedeutet das Ende einer Epoche.

Erzpriester Radu Constantin Miron“

 

Es ist mir wichtig, dieses Zeugnis zu bewahren und weiterzugeben.

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Wenn der Islam zu Deutschland gehört…. 17. März, 2018

Posted by Rika in einwanderung, gesellschaft, integration, islam, judentum, meine persönliche presseschau, migration, sharia.
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wie es seit Wulffs Rede zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit im Jahr 2010 immer mehr zur Kanzlerinnen-Doktrin geworden ist, geht es nicht einfach nur um die „Religion“ namens Islam, nein, dann  gehört  das gesamte  islamische System, das untrennbar aus  Koran, Sunna und Hadith   miteinander verwoben ist, ebenfalls zu Deutschland.

Was aber bedeutet das?

Auf einer muslimischen Internetseite wird dazu Folgendes gesagt:

Die Art und Weise, wie Mohammed inmitten seiner Gemeinde lebte und seine Pflichten als beispielhafter muslim erfüllte, wie er die Gläubigen auf den Wegen Gottes führte und die erforderlichen Regeln festlegte – all das verdeutlicht seinen Weg (sunna). Das Leben des Propheten hat also für gläubige muslime absoluten Vorbildcharakter, jede seiner Handlungen ist göttlich inspiriert.

Wie im Kapitel

► Mohameds Handlungen sind von Allah göttlich legitimiert

dargelegt wird, sind alle Taten und Anweisungen des Propheten unhinterfragt und unhinterfragbar.

► Die Unabänderlichkeit der Heilsbotschaft Allahs

 

 

Weiter heißt es:

2. Autorität der sunna

Wenn sich zu einem bestimmten Sachverhalt oder einer Streitfrage im ahadith Erläuterungen oder Anweisungen finden, dann sind sie für den Gläubigen verbindlich. Im Lexikon des Islam heißt es dazu:

Die Autorität der sunna ist im Koran verankert, der von den muslimen fordert, sich der Führung des Propheten zu unterwerfen und ihm zu folgen. Die Gläubigen dürfen sich Gott und seinem Gesandten nicht widersetzen und  dürfen ihnen den Gehorsam nicht verweigern:

Sure 33, Vers 21: Wahrlich in dem Gesandten Allahs hattet ihr ein schönes Beispiel für jeden, der auf Allah und den Jüngsten Tag hofft und oft Allahs gedenkt.

Sure 72, Vers 23: Allein eine Predigt von Allah und Seine Sendung liegt mir ob, und wer sich Allah und Seinem Gesandten widersetzt, für den ist Dschahannams Feuer ewig und immerdar.

Sure 4, Vers 14: Wer aber gegen Allah und Seinen Gesandten rebelliert und Seine Gebote übertritt, den führt Er ein in ein Feuer, ewig darinnen zu verweilen, und es trifft ihn schändende Strafe.

Der Prophet gilt als die letzte Instanz bei allen Entscheidungen eines muslims. Ein Gläubiger darf, wenn Allah und sein Gesandter eine Angelegenheit entschieden haben, in dieser Angelegenheit nicht mehr frei zu wählen:

Sure 33, Vers 36: Und nicht geziemt es einem gläubigen Mann oder Weib, wenn Allah und Sein Gesandter eine Sache entschieden hat, die Wahl in ihren Angelegenheiten zu haben. Und wer gegen Allah und Seinen Gesandten aufsässig wird, der ist in offenkundigem Irrtum.

Die Anwesenheit des Propheten inmitten der Gemeinde gilt somit als Garantie für die Wahrheit der Glaubenslehre und die Richtigkeit der getroffenen Maßnahmen … denn seine Autorität ist ihm von Allah selbst verliehen:

Sure 4, Vers 64: Und wir entsandten Gesandte nur, daß ihnen gehorcht würde mit Allahs Erlaubnis. Und wenn sie, nachdem sie wider sich gesündigt, zu dir kämen und Allah um Verzeihung bäten, und der Gesandte für sie um Verzeihung bäte, wahrlich, sie würden Allah vergebend und barmherzig erfinden.

So gilt der Grundsatz:

Sure 4, Vers 80: Wer dem Gesandten gehorcht, der gehorcht Allah, und wer den Rücken kehrt … so haben wir dich nicht entsandt zum Hüter über sie.

(Digitale Bibliothek: A. T. Khoury, L. Hagemann, P. Heine: Lexikon des Islam, S. 325, Verlag Herder)

► Die absolute Gehorsamspflicht gegenüber Allah und Seinem Gesandten

 

(Hervorhebung der Textteile von mir)

Das Vorbild, das Mohammed mit seiner Lebensführung allen ihm nachfolgenden Generationen von  Muslimen gegeben hat, hat bis in die Gegenwart  „Gesetzescharakter“ und absolute Gültigkeit:

3. Das Vorbild aus der sunna hat absoluten Gesetzescharakter

Die hadith-Sammlungen sind nach Kapiteln geordnet. In der Sammlung von Muslim sind die Begebenheiten zum „Heiligen Krieg“ (Kitab Al-Jihad wa’l-Siyar) in Kapitel 19 zusammengetragen und umfassen die Nummern 4293 bis 4472, also 179 Einträge. Wie absolut die Vorbildfunktion Mohameds Gültigkeit hat läßt sich auch daran erkennen, daß dieses Kapitel zusätzlich in 50 thematische Unterkapitel eingeteilt ist. Da wie gesagt jede Handlung des Propheten als göttlich inspiriert angesehen wird, hat man folgerichtig aus jeder Handlung oder Anweisung des Propheten eine zu befolgende Regel abgeleitet. Diese Gebote haben denselben Anspruch auf absolute Richtigkeit und sind ebenso wie die koranischen Gebote strikt einzuhalten. Hier einige Kostproben:     Quelle

 

Die ewige Gültigkeit der aus Koran und Sunna abgeleiteten Gesetze verhindert jede wie auch immer geartete Reform des Islam zu einem System, das  in Deutschland oftmals als „Euro-Islam“  bezeichnet wird. Die Vorstellung, der von Mohammed eingesetzte Islam könnte im Sinne moderner, europäischer Auffassungen vorsichtig  reformiert werden, käme aber der Apostasie gleich, dem Abfall vom Islam.

Die Frau Bundeskanzlerin ließ sich in ihrer Erwiderung auf Seehofers Stellungnahme, der Islam gehöre NICHT zu Deutschland  dazu hinreißen  Herrn Seehofer  zu kritisieren:

Angela Merkel (CDU) hat sich in der Debatte um die Rolle des Islams in Deutschland von den Äußerungen des neuen Bundesinnenministers Horst Seehofer (CSU) deutlich distanziert. Deutschland sei zwar stark vom Christentum geprägt, aber inzwischen lebten vier Millionen Muslime in Deutschland, sagte die CDU-Chefin bei einem Treffen mit dem schwedischen Ministerpräsidenten Stefan Löfven am Freitag in Berlin. „Diese Muslime gehören auch zu Deutschland und genauso gehört ihre Religion damit zu Deutschland, also auch der Islam.“ Man wolle einen Islam, der auf der Grundlage des Grundgesetzes basiert. „Wir müssen alles tun, um das Zusammenleben gut zu gestalten zwischen den Religionen.“

(Quelle)

und macht damit deutlich, dass sie im Wesentlichen immer noch nicht begriffen hat, dass der Islam keine Religion wie jede andere ist, sondern in erster Linie ein pseudoreligiöses Konstrukt mit absolutem Machtanspruch. Das gilt im übrigen auch für alle Politiker und Medienschaffenden, die sich in ähnlicher Weise zum Islam äußern und damit der Islamisierung weltweit Vorschub leisten.

„Lesen bildet“ …. habe ich mal gelesen. Man müsste es eben auch in diesem Fall tun, das Lesen.

„Einen Islam, der auf der Grundlage des Grundgesetzes basiert“, wie es die Kanzlerin etwas verschwurbelt formuliert, kann und wird es nicht geben, weil er in nahezu allen relevanten gesellschaftlichen Bereichen  geradezu konträre Positionen vertritt.

Nehmen wir nur den Satz in der weiteren Merkel’schen Rede, in der sie die Religionsfreiheit anspricht, die in Deutschland gewährt wird. Religionsfreiheit  bedeutet die freie Ausübung der Religion, zu der ein Mensch sich bekennt. Der Islam duldet aber keine anderen Religionen als ebenbürtig und gleichberechtigt an. Es redet ausdrücklich davon, dass Judentum und Christentum Fälschungen der ursprünglichen islamischen Lehre seien und Mohammed als letzter Prophet Allahs gesandt wurde, um die „Fälschungen“ rückgängig zu machen. Wer als Jude oder Christ zum Islam konvertiert, kehrt nach islamischen Lesart zurück in das „Haus des Islam“. Dieses Haus zu verlassen, ist jedoch bei Todesstrafe verboten. Diese schlichte Tatsache allein schon widerspricht unserem Grundgesetz.

Frau Merkel und alle, die ihr in der Einlassung zum Islam folgen, zeigen, dass sie sich nicht ausreichend mit dem Thema auseinandergesetzt haben und relativ blind Leuten wie Ayman Mazyek folgen, der ihnen Sand in die Augen streut, ganz im Sinne des „Dschihad“ nämlich, den zu führen, jedem Muslim aufgetragen ist und an dessen Ende die weltweite Unterwerfung unter den Islam steht. Islam ist Unterwerfung.

Aus vermeintlicher Toleranz werfen sie die Prinzipien über Bord, die uns die Freiheit in unserer Gesellschaft sichert.

Natürlich gehört dazu die Religionsfreiheit.

Es ist gut, dass wir in Deutschland das Prinzip der Religionsfreiheit haben und jeder seine Religion  leben kann.

Aber man muss dieses Gesetz doch trennen von den Inhalten, die von den Religionen verbreitet und gelebt werden. Der Inhalt und damit auch der ethische und moralische Gehalt der bisher in Deutschland vorherrschenden Religion  ist doch gleichzeitig der, der die Geschichte Deutschlands geprägt und sein gesellschaftliches Gefüge und seine Kultur bestimmt hat. In den mehr als 1000 Jahren seit der großen Christianisierung des von vielen verschiedenen Stämmen bewohnten Gebietes, das heute „Deutschland“ ist, haben sich doch kulturelle, religiöse und rechtliche Grundsätze herausgebildet, die eben auf diesem „Christentum“ fußen, das wiederum auf dem noch älteren Judentum basiert. Den Islam, als gemeinsame Identität, hat es in Deutschland nie gegeben. Und deshalb kann man mit Fug und Recht unterscheiden und wie Seehofer, Söder und sehr viele Menschen sagen:

Menschen mit einem deutschen Pass gehören unterschiedslos zu Deutschland, Menschen aus anderen Ländern, die hier leben und arbeiten und unsere gesellschaftlichen Ordnungen und Gesetze respektieren und einhalten, sind  als Mitbürger willkommen.

Der Islam aber gehört NICHT  zu Deutschland und zwar aus den Gründen, die im Islam selbst zu finden sind. Er ist mit unserem Rechtssystem, mit unserer Auffassung von Demokratie, Menschenrechten, Gleichberechtigung und freier Religionsausübung NICHT kompatibel.

Und niemand muss sich wegen dieser Meinung und Auffassung kritisieren lassen.

Was für ein Kreuz…. 6. November, 2016

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mit dem Kreuz auf dem Tempelberg!

Vermutlich werden mir in Deutschland alle nur halbwegs gebildeten Menschen zustimmen, dass das Kreuz auf Kirchtürmen, in Kirchen, Klassenräumen, Amtsstuben und  Krankenhäusern (sofern sie dort noch erlaubt sind), auf Bergspitzen und das, getragen an Ketten in verschiedensten Ausführungen und Größen, nicht einfach nur als ein schmückendes Gebilde oder Kleinod gesehen, sondern  als ein christliches Symbol verstanden wird  (Ausnahmen bestätigen die Regel).

Es gibt in Deutschland Berufsgruppen, da gehört das Kreuz  – getragen an einer Kette – zwar nicht zur Berufskleidung, aber doch zur Ausstattung und Kennzeichnung der besonderen Beziehung ihres Trägers zu demjenigen, den das Kreuz versinnbildlicht: JESUS CHRISTUS.

Zu den „berufsmäßigen christlichen Kreuzträgern“ gehören nach alter Tradition Angehörige der geistlichen Stände  wie  Bischöfe, Kardinäle und  in Rom der Papst. Manche von ihnen tragen das Kreuz ständig, andere „nur“ bei liturgischen Handlungen.

Es begab sich aber vor kurzer Zeit, dass  eine Gruppe von hohen katholischen und evangelischen  Geistlichen nach  Jerusalem pilgerte, der Stadt, in der alles begann  und in der  sich das Wunder von Pfingsten ereignete, das viele Christen heute als die Geburtsstunde der Kirchen bezeichnen. An diesem geschichtsträchtigen Ort wollte man neu über das nachdenken und  debattieren, was gemeinsam unter „christlicher  Kirche“ zu verstehen und zu leben sei. Nach den Aussagen der Beteiligten strebten  – nach Jahren der  streitbaren Verschiedenheit    –   „[strebten] die evangelische und die katholische Kirche ein Miteinander in versöhnter Verschiedenheit an“.(Quelle)

Zu einer richtigen Pilgerreise nach Jerusalem, so mögen sich die Geistlichen gedacht haben, gehört auch ein Besuch auf dem Tempelberg. Der Tempelberg steht unter jordanischer Verwaltung. Für „normale“ Touristen, sofern sie keine Muslime sind, ist er nur zu bestimmten Zeiten und über einen bestimmten Aufgang zugänglich. Juden ist es nicht erlaubt, auf dem Tempelberg zu beten.   Die evangelischen und katholischen hohen Würdenträger  erfreuten sich aber der Gastfreundschaft  des Scheichs  Omar Awadallah Kiswani

161020-93-000166 Bedford-Strohm und Marx treffen Scheich

Quelle

und  kamen damit  in den Genuß eines unproblematischen Besuchs auf dem „Haram Al-Scharif“.

 Haram Al- Sharif  – das ist  nach Willen der UNESCO die  einzig zutreffende und gültige Bezeichnung des Areals, auf dem einst der  JÜDISCHE TEMPEL  stand.

Der Tempel   (erbaut etwa 950 Jahre vor Chr.)  in dem sich nach dem Zeugnis der Tora   das Allerheiligste befand, das Zentrum mit der Bundeslade, gleichsam die „Beurkundung“  des Bundes, den G’tt der HERR mit seinem Volk Israel geschlossen hatte.

Der Tempel, in dem Jesus nach dem Zeugnis der Bibel nach seiner Geburt  „dargebracht wurde“, in dem er als Zwölfjähriger mit den Schriftgelehrten seiner Zeit über die Tora sprach und aus dessen Vorhof er später Händler und Geldwechsler vertrieb – „Steht nicht geschrieben (Jesaja 56,7): »Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker«? Ihr aber habt eine Räuberhöhle daraus gemacht. Markus 11,17“

Der jüdische Tempel, der  nach  historischem Zeugnis wie die ganze Stadt Jerusalem im Jahr 70 nach Chr. von den Römern zerstört wurde.

Mit der Resolution der UNESCO, den jüdischen Bezug zum Tempelberg und damit auch zu Jerusalem zu verleugnen, ist ein weiterer propagandistischer Schritt gegen Israels Legitimität ein jüdischer Staat zu sein gemacht worden. Es sei an dieser Stelle erwähnt, dass lediglich sechs Staaten, darunter auch Deutschland, gegen die Resolution der UNESCO gestimmt haben.

Diesem Areal also, das  von muslimischen Eroberern ab 686 mit dem Felsendom und später mit der Al Aksa-Moschee bebaut wurde, galt der Besuch des katholischen Kardinals und des evangelischen Bischofs und ihren Begleitern.  Allerdings war der Besuch mit einer kleinen Bitte verbunden:

Die hohe Geistlichkeit sollte doch bitte auf Wunsch des einladenden Gastgebers die sichtbaren Zeichen ihrer Religionszugehörigkeit ablegen, die Kreuze, die unübersehbar an einer Kette hängen, gut sichtbar auf des Bischofs und des Kardinals Brust.

Zitat aus dem Bericht des Sonntagsblatt: „Seitens des Waqf, der muslimischen Religionsbehörde des Tempelbergs, gab es offenbar die klare Maßgabe für die Frauen, das Haupt zu bedecken, und für die Bischöfe, keine sichtbaren Kreuze zu tragen. Erzbischof Ludwig Schick und die anderen Diözesanbischöfe, die ein Jackett trugen, konnten ihre Amtskreuze einstecken.“

Um des lieben Friedens willen, so die Begründung des Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland – also des höchsten Repräsentanten evangelischer Christen in Deutschland -, sei man der Bitte nachgekommen.

Zitat: „Seine christliche Grundhaltung sei nicht, das Kreuz „demonstrativ vorneweg zu tragen“ und dadurch Zwietracht zu säen, sagte Bedford-Strohm: „Ich habe als Repräsentant einer Religion die Aufgabe, friedensstiftend zu wirken. Wenn ich das nicht tue, werde ich meiner Verantwortung nicht gerecht“, betonte der Ratsvorsitzende.“ (Quelle)

Nicht Zwietracht säen zu wollen ist zweifellos eine einem christlichen Bischof würdige Haltung. Dem Frieden zu dienen, ist ganz zweifellos im Sinne Jesu.

Ich möchte aber den Bischof fragen,  was er den arabischen Christen sagen will, die um ihres Glaubens willen, um des Kreuzes willen verfolgt, bedrängt, bedroht werden gerade auch in den Gebieten, die unter palästinensischer Selbstverwaltung stehen in Bethlehem zum Beispiel.

Ich möchte ihn  – explizit den evangelischen Bischof, der sich in Deutschland so sehr für die Belange der Muslime einsetzt –  fragen, wie er den Christen unter die Augen treten will, die in Syrien und Irak um des Kreuzes willen von Muslimen verfolgt, vergewaltigt, getötet werden,  und nein, ich lasse die Entschuldigung ausdrücklich NICHT gelten, dass es sich bei den Mördern um Islamisten handele, die angeblich  ein falsches Islamverständnis haben.

Ich möchte den Bischof  fragen , was er den Menschen in Ländern unter muslimischer Herrschaft sagen will, die sich vom Islam abwenden und Christen werden und damit Jesus nachfolgen und beinahe buchstäblich“ihr Kreuz auf sich nehmen“, wie es im Evangelium heißt, droht doch Apostaten, vom Islam Abtrünnigen die Todesstrafe, die oft genug auch vollzogen wird .

Ich möchte den Bischof fragen, wie er den christlichen Flüchtlingen unter die Augen treten kann, die um des Kreuzes willen selbst hier in Deutschland in Flüchtlingsunterkünften bedroht werden von Muslimen.

Und ich frage mich, was Juden in Israel und Deutschland zu dieser Geste des „Friedens“ sagen, ein deutscher Bischof, der sein Kreuz ablegt, um den „Haram al Scharif“  besichtigen zu können, in friedvoller Unterwerfung unter die Bitte des gastgebenden Scheichs….

Ich erinnere an den Besuch Papst Benedikts in Jerusalem im Jahr 2009, er besuchte den Tempelberg und trug das Kreuz. Niemand nahm an dem Zeichen seines christlichen Bekenntnisses Anstoß. Und ich bin sicher, dass niemand in Israel an dem Kreuz, das ein Bischof trägt, der  im Bischofsgewand auftritt, Anstoß nimmt, da doch jederman erkennen kann, dass er ein christlicher Geistlicher ist, der ein Sinnbild seines christlichen Glaubens trägt.  Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass man eher schon auf die Äußerungen, die ein deutscher Bischof in Israel über „Siedlungen und Friedenshindernisse“ von sich gibt mit Unmut reagiert.

Ich werfe dem Bischof nicht (in erster Linie)  vor, mit dem Ablegen des Kreuzes Jesus verleugnet zu haben, ich mache ihm zum Vorwurf, dass er seine christlichen Geschwister, die gerade unter Muslimen  in Bedrängnis leben, verraten hat. Es wäre ein starkes Zeichen der Solidarität gewesen, das Kreuz, das unzweideutig auf Christus weist, zu tragen auch und gerade in Gegenwart eines hohen muslimischen Würdenträgers, gerade auf dem Tempelberg.

„Ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, sie selig macht, alle die daran glauben!“ sagt Paulus im Römerbrief, 1,16

Das Kreuz ist – auch für die meisten Menschen erkennbar  –  ein Zeichen dieses Evangeliums.

Lügen und fromme Täuschung… 27. Januar, 2016

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Welch eine großartige Nachricht!

Im Vatikan herrscht „Wahre Freude“, titelt  „heute“ und fügt hinzu:

Es ging um Frieden, Toleranz und ein Gebet: Papst Franziskus hat den iranischen Präsidenten Rohani zu einer Privataudienz empfangen. Rohani sprach im Anschluss von einer wahren Freude. Es ging aber auch um Politik.

Frieden, Toleranz, Gebet –  das sind Begriffe, die ein jedes Christenherz höher schlagen lassen, und dass der iranisch-muslimisch-schiitische Hassan Rohani den Papst – und damit den höchsten Vertreter der katholischen Christenheit – persönlich bittet, für ihn zu beten, das ist doch wahrlich der höchste Gipfel eines friedlichen Miteinander. Könnte man meinen, wenn, ja wenn es da nicht diese anderen überaus beklemmenden  Nachrichten und Bilder gäbe.

So schreibt  focus  erst gestern:

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International wirft dem Iran eine „schändliche Missachtung von Kinderrechten“ vor. Mehr als hundert Jugendliche sollen zum Tode verurteilt sein. Laut Bericht habe es in den vergangenen zehn Jahren etwa 73 Hinrichtungen gegeben.

Der Bericht führt weiter aus:

Teheran verstoße damit gegen die UN-Kinderschutzkonvention, die Todesurteile gegen zur Tatzeit Minderjährige verbiete und die das Land schon vor zwei Jahrzehnten unterzeichnet habe, heißt es in dem Bericht. Trotz einer Jugendstrafrechtsreform „liegt der Iran hinter der Welt zurück“, beklagte der Amnesty-Vizedirektor für den Mittleren Osten, Said Boumedouha. „Er behält Gesetze bei, die Todesurteile für Mädchen ab neun Jahren und Jungen ab 15 Jahren erlauben.“

(Hervorhebung von mir)  Man beachte das besondere „Privileg“, das den weiblichen Delinquenten zukommt, die können nämlich schon in einem Alter von nur 9 Jahren hingerichtet werden. Ob es etwas damit zu tun hat, dass Mädchen ja auch schon in einem Alter von 9 Jahren geheiratet werden können und ein Mann demzufolge mit ihnen auch die Ehe vollziehen kann? Kindesmissbrauch in Vollendung, muss man sarkastisch-traurig hinzufügen.

In Iran werden immer wieder schwule Männer zum Tode verurteilt: Seit der Islamischen Revolution wurden mehr als 4000 Männer, die Männer lieben, an Baukränen erhängt. Eine wegen homosexueller Handlungen verurteilte Person kann in Iran entweder mit 99 Peitschenhieben bestraft oder erhängt werden. Peitschenhiebe gibt es bereits dann, wenn zwei Männer „unnötigerweise“ gemeinsam unter einer Decke schlafen – selbst wenn es keinen sexuellen Kontakt gegeben hat.

Quelle

Mit einem Kran erhängt zu werden, ist eine wirklich schreckliche Art zu sterben. Wenn die Galgen benutzt werden, die man kennt, bricht das Genick des Verurteilten meist schon während des Falls, was die Person quasi fast sofort tötet. Wenn jemand mit einem Kran erhängt wird, wird die Person allerdings langsam am Genick hochgezogen, bis sie über dem Boden hängt. Es kann bis zu 20 Minuten dauern, bis der Tod eintritt.“ Quelle

Rohani, der sich gerne mild lächelnd als „gemäßigter“, „moderater“ islamischer Führer feiern und preisen lässt, hat in seiner bisherigen Amtszeit eine Bilanz des Schreckens vorzuweisen: „… wurden zwischen dem 10. September 2013 und bis zum 15. Januar 2016 insgesamt 2166 Personen, darunter auch 63 Frauen gehängt.“, kann man bei facebook erfahren. Nun gehört facebook nicht unbedingt zu den zuverlässigen Quellen der Erkenntnis, aber vielleicht zu denjenigen, in denen überhaupt berichtet wird, was und wie etwas in Iran vonstatten geht, sind doch unsere offiziellen Medien damit beschäftigt, die Grundlage für ein prima Geschäftsklima zu schaffen, wie ja auch der Jubel über den „gelungenen“ Atomdeal mit Iran zeigt. Der lächelnde Herr Rohani ist eben „vertauenswürdiger“ als ein grimmig drein blickender Ahmadinedschad – wobei es den meisten Regierungsbeobachtern herzlich egal zu sein scheint, dass lediglich der Auftritt, nicht aber die grundlegende Meinung die beiden iranischen Präsidenten voneinander unterscheidet.

Nach dem „heute“-Bericht waren diese barbarischen Strafen und Menschenrechtsverletzungen jedoch kein Thema für den Papst und seine Administration. Und auch kein Thema für die berichtende „heute“.  Aber schließlich kann sich der Heilige Vater ja nicht um alles kümmern, immerhin, dies wurde dann doch mitgeteilt :

In einer Erklärung des Vatikans hieß es, Franziskus habe die „wichtige Rolle“ Teherans im Mittlern Osten betont. Rohani solle sich für Lösungen einsetzen, welche „die Verbreitung von Terrorismus“ sowie den Waffenhandel stoppten.

Wäre die Unterstützung terroristischer Gruppen durch die Regierung des Iran nicht auf so entsetzliche Weise real, könnte man den Satz „Rohani solle sich für Lösungen einsetzen, welche die Verbreitung von Terrorismuss sowie Waffenhandel stoppten“ für einen Gag aus der „heute-show“ halten, als ein wunderbar zeitgenössisches Beispiel vom Bock, den man zum Gärtner machen will.

Leider ist es der „heute“ auch nicht aufgefallen, dass der Papst nicht einmal sein Kerngeschäft vernünftig wahrnahm oder wahrnimmt.

Laut biblischer Aussage erging die Weisung Jesu  an Petrus  (dessen Nachfolger Franziskus ja angeblich ist)  seine – Jesu – „Lämmer und Schafe zu weiden“. ( Bibel, Johannes 21, 15-17) Damit ist jedoch nicht   profanes Schafehüten gemeint, wie man sich ohnehin leicht denken könnte,  nein  in diesem „Bild“   geht es darum, die Nachfolger (i.S.v. Jünger) Jesu, also die Christen zu  betreuen.  Dieses „weiden“  meint nichts anderes, als sich  um die Christen zu kümmern, Gefahren von ihnen fern zu halten, für vernünftige Bedingungen zu sorgen, schlicht und einfach  das Wohl der Christen im Blick zu haben und sich für sie einzusetzen, wo immer es erforderlich ist.

Und in Iran ist der Einsatz ranghoher Kirchenführer für das Wohlergehen der Christen dringend geboten, wie überhaupt in den Ländern mit muslimischer Mehrheitsbevölkerung und entsprechender Regierung.

Christen in Iran leiden unter Verfolgung, besonders schwer ist es für diejenigen von ihnen, die sich vom Islam abgewandt und Christ geworden sind. Ihnen droht der Tod.

Davon ist in dem Bericht keine Rede und auch nicht davon, dass der Papst das in irgendeiner Weise angesprochen haben könnte. Möglicherweise hat er es ja sogar zur Sprache gebracht – dann möge er mir meine kritischen Worte verzeihen – und das ZDF hat wieder einmal wichtige Informationen zugunsten einer allgemeinen „Friede-Freude-Eierkuchen-Berichterstattung“ unterschlagen. Obwohl das dann nicht zu dem passen würde, womit die kurze Mitteilung von „heute“ endet:

Obwohl es nicht der erste Besuch eines iranischen Staatsoberhauptes bei einem Papst war, wurde die Audienz im Vorfeld als symbolträchtig interpretiert. Der schiitische Iran sendet dem sunnitischen Erzfeind Saudi-Arabien damit eine Botschaft: Der Iran hat keine Differenzen mit den Christen. 1999 war bereits Rohanis Vorgänger Mohammed Chatami mit Johannes Paul II. zusammengetroffen.

„DER IRAN HAT KEINE DIFFERENZEN MIT DEN CHRISTEN!“  Das muss sich der Leser dieser Zeile ganz langsam zumuten, ist das doch bitterste Ironie, schlimmste Täuschung. Welcher ZDF-Journalist hat sich diesen Satz ausgedacht  OHNE ihn auch nur ansatzweise zu hinterfragen? In jedem Reiseführer ist zu lesen, dass christliche Touristen doch bitteschön auf das Tragen christlicher Symbole verzichten sollten, um keinen Unmut zu erregen und kein öffentliches Ärgernis auf sich zu ziehen. Können die Leute beim ZDF nicht ordentlich recherchieren? Wer sich nur ein wenig unter christlichen Flüchtlingen umhört, der erfährt schreckliche Einzelheiten zum Thema „Christen in Iran“. Zu behaupten, es gäbe keine Differenzen ist eine gezielte Desinformation, eine üble Täuschung der christlichen Welt über die tatsächlichen Gegebenheiten in Iran.

Und damit  wäre ich bei dem Begriff, der meinem Blogeintrag neben den „Lügen“ als Überschrift dient: TÄUSCHUNG

Der Islam kennt die trickreiche Anwendung der Täuschung zum Zweck der Durchsetzung islamischer Ziele. Und so muss man wohl auch dies verstehen:

Rohani, so lesen wir, bittet den Papst, für ihn zu beten.

Hamed Abdel Samad schreibt in seinem Buch  (Droemer, München 2014)  „Der islamische Faschismus“ in dem Kapitel „Taqiyya oder: Täuschung für die Sache Gottes“ unter anderem Folgendes:

„Der Islam war bald sehr erfolgreich mit seinen Eroberungen, und die Muslime bildeten rasch die Mehrheit oder stellten zumindest die Herrschaftselite in den eroberten Gebieten, somit war die Verstellung und das Leugnen des eigenen Glaubens nicht mehr notwendig. Anders war es bei den Schiiten, die sich wenige Jahre nach dem Tod Mohammeds abspalteten. Sie waren es, die das Prinzip  taqiyya einst prägten, als Selbstschutzmaßnahme, um sich vor der Verfolgung zu schützen.  ….    Ayatollah Khomeini erweiterte dieses Prinzip und erlaubte seinen Anhhängern, sich als Atheisten zu geben, um Zugang zum Verwaltungsapparat des Schahs zu bekommen und das System zu unterwandern. Khomeini schreibt: ‚Sollen die Umstände der taqiyya einen von uns veranlasst haben sich dem Gefolge der Machthaber anzuschließen, dann ist es seine Pflicht davon abzulassen, es sei denn, seine rein formale Teilnahme brächte einen echten Sieg für den Islam.  Auch in der Frühphase der Revolution verbarg er mit Hilfe dieses Prinzips seine Absichten und führte Linke und Bürgerliche damit in die Irre, bis er alle Zügel an sich gerissen hatte. Dabei hätte es jeder wissen können: In seiner Schrift ‚Der islamische Staat‘ hat er alles bestens dargelegt.“ (Seite 158 f)

Wenn ein hoher iranisch-islamischer Funktionär den Papst bittet, für ihn zu beten, so verfolgt er exakt damit die Strategie, die Khomeini zur weltweiten Durchsetzung des Islam als Herrschaftsform empfiehlt. Er, Rohani, streut seinem Gegenüber frommen Sand in die Augen, macht ihn  zu einem kritiklosen „Verbündeten“, unterstellt ihn dem Gesetz Allahs, denn es ist doch höchst unwahrscheinlich, dass Rohani den Beistand des Dreieinigen Gottes der Christen erbittet. Das wäre nach islamischer Lesart todeswürdige Blasphemie!  So ist es einfach im höchsten Maße perfide, dass der Präsident des Iran, der in seinem Land Christen gnadenlos verfolgen lässt, den höchsten Präsentanten der Christen um ein Gebet bittet. (Ganz anders sähe es natürlich aus, wenn Rohani selbst zu einem Abtrünnigen geworden wäre und um himmlischen Beistand bittet… ) Und der Papst, weiß er nicht, auf welches Spiel der Taqiyyah er sich einlässt?

Ich verstehe es inzwischen nicht mehr, dass zur Recherche ausgebildete Journalisten nicht diesen Zusammenhängen nachgehen und darüber ebenso berichten, wie über den Jubel, den die  geschickte „Täuschung“ – Rohani und Papst im Freudentaumel –  auslöst.

„Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist.“ sagt die Bibel.

Für die Obrigkeit zu beten war schon immer eine viel geübte Tradition  der Christen weltweit. Dass unter „Obrigkeit“  auch Tyrannen, Diktatoren, Verbrecher zu finden waren und sind, muss ich nicht ausdrücklich betonen und ich unterlasse es sehr bewusst, das näher zu spezifizieren. Nur dies:

Heute ist der  Gedenktag für die ermordeten Juden ….

und es gab nicht wenige Christen, die für den „Führer“ gebetet haben und nicht darum, dass die Führerschaft, das Morden der Nazis und das Leiden der von den Nazis Verfolgten und Erniedrigten ein Ende haben möge…

Es sei an dieser Stelle auch daran erinnert, dass der nette Herr Rohani mit keiner Silbe die Ankündigung und Forderung seines Vorgängers zurück genommen oder relativiert habe: Immer noch sieht Iran in Israel das „Krebsgeschwür, das aus der Welt entfernt werden soll“….

Der politische und religiöse Führer des Iran, Ayatollah Ali Khamenei (76, Foto), hat ein Buch mit dem Titel „Palästina“ veröffentlicht. Nur wenige Wochen nach dem vom Westen gefeierten Atom-Deal spricht der Ayatollah darin Klartext: Das „Krebsgeschwür Israel“ müsse zerstört, die Welt unter islamische Herrschaft gebracht und Jerusalem von den Juden befreit werden. Während der Westen das Atomabkommen als Annäherung Teherans an den Westen feiert, kündigt Khamenei erneut seinen Willen an, den Staat der Juden zu vernichten.

Quelle

Auch dazu hat der Papst und haben die Leute von „heute“ geschwiegen…

Was doch zu erwarten war … 16. Januar, 2016

Posted by Rika in aus meinem kramladen, flüchtlinge, frauen, gesellschaft, integration, medien, migration, politik, terrorismus.
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Noch  sind die Diskussionen um die Ereignisse in Köln nicht verstummt, werden in den üblichen Redeveranstaltungen bei Plasberg, Maischberger, Illner und so weiter die üblichen Worthülsen kunstreich gedrechselt, versuchen nimmermüde Politikerklärer hinter das soziokulturelle Geheimnis von Massenaufläufen zu kommen, die das Ziel haben  Frauen und Mädchen sexuell zu belästigen, predigen die üblichen Volksbeschwörer, das alles habe nichts mit der Religion zu tun, der mehrheitlich die Schutz suchenden Flüchtlinge/Asylanten/Migranten anghören und versichern Regierungsmitglieder bzw bezweifeln Oppositionsleute  und ihre jeweiligen Parteigenossen, dass  alles Notwendige unternommen werde, dass  bereits vorhandenen Gesetze  angewendet werden, bzw. neue geschaffen und dass überhaupt alles getan wird, damit die (jeweilige)  Partei bei den nächsten Wahlen keine Einbußen erleidet    die Parteien an dem rechten Rand der Gesellschaft keinen Zulauf erhalten.

Einschub:  Der linke Rand der Gesellschaft ist ja dank jahrelanger Indoktrination zu DDR-Zeiten  – Faschismus und damit verbundener Rassenwahn und Fremdenfeindlichkeit gab es nur im kapitalistischen Westen – ohnehin über jegliche Xenophobie erhaben und müsste nur noch dahingehend  zivilisiert werden, dass seine jungen Heißsporne nicht bei jeder sich bietenden Gelegenheit fremde Autos abfackeln oder verkleidet als „Antifa“ ganze Straßenzüge im antifaschistischen Kampf zerlegen oder weitgehend friedfertige Demonstrationen gewaltsam ins Chaos stürzen. Einschub Ende

Die Auseinandersetzung um die Bewältigung der Flüchtlingskrise gerät in eine neue Phase. Es lassen sich die Ungereimtheiten bisheriger Berichterstattung nicht länger beibehalten: einerseits wird vor Terrorangriffen gewarnt, andererseits wird genau diese Gefahr heruntergespielt mit dem Hinweis, man wolle niemanden unter Generalverdacht stellen und  – siehe oben – nicht den falschen Parteien in die Hände spielen.

Nach dem bejubelten „Willkommen, willkommen“   wird jetzt die Skepsis thematisiert: „Schaffen wir das wirklich?“ Und es wird langsam klar, dass „wir“ zwar die finanzielle Herausforderung wuppen können, daran habe ich kaum gezweifelt – „wer, wenn nicht wir“ -, dass es uns aber kaum gelingen wird, die tatsächliche Integration der Flüchtlinge in unser Wertesystem mit der notwendigen Geschwindigkeit, die der permanent große Zuwachs junger muslimisch sozialisierter Männer nötig macht, zu bewerkstelligen, zumal erschwerend hinzukommt, dass die Neuankömmlinge hier auf Muslime treffen, die 5, 10 oder mehr Jahre in Deutschland leben und gar nicht daran denken, sich in unser Gesellschaftssystem zu integrieren, gar nicht erst von denen zu reden, die in der 3. oder 4. Generation muslimischer Einwanderung in Deutschland leben und den Islam als Basis ihres Shariah konformen Zusammenlebens ganz neu für sich entdecken.

Jetzt wird laut darüber nachgedacht,  karnevalistische Veranstaltungen stark einzuschränken, weil die Sicherheit für Abertausende nicht zu gewährleisten ist. (Das wird sich im Sommer bei den vielen schönen Freiluftveranstaltungen im öffentlichen Raum fortsetzen.)  Flüchtlingsmännern wird der Zugang zu öffentlichen Schwimmbädern verwehrt, weil Frauen massiv belästigt wurden und  sich in ihrer Sicherheit bedroht fühlen. Immer mehr „Einzelfälle“  sexueller Belästigung durch „südländisch aussehende Männer“ aus allen Teilen Deutschlands werden berichtet und auch die Geschehnisse in den Asylunterkünften werden nicht länger unter den Teppich gekehrt, weil es einfach nicht mehr zu verheimlichen ist, dass es Probleme gibt, mehr Probleme, als sich die Verantwortlichen offenbar im Vorfeld vorstellen konnten. Endlich wird das große offizielle Schweigen gebrochen, das zwar eher nicht „von Oben“ angeordnet wurde, dem sich aber zu viele Öffentlichkeitsarbeiter in den Medien freiwillig unterworfen haben, um die schöne Willkommenskultur nicht in Verlegenheit zu bringen.

Das alles war doch zu erwarten und es gab viele Menschen die das ganz ohne prophetische Fähigkeiten schon frühzeitig klar erkannt hatten. Es ist das Versagen der Politiker und der Medien, dass sie die Bedenkenträger, die Mahner und Warner nicht ernst genommen und sie stattdessen ins Abseits gestellt haben.

Dietrich Bonhoeffer wird der Satz zugeschrieben, „dem Rad in die Speichen fallen“, manchmal, so denke ich, ist es besser zu versuchen das Rad zu verlangsamen, es anzuhalten, als es in falscher  Hoffnung auf einen guten Ausgang ungebremst laufen zu lassen. Und so hoffe ich, dass das zarte Pflänzchen „Einsicht“ in die Notwendigkeit einer Neuausrichtung unserer Willkommenskultur nicht niedergetrampelt wird, von wem auch immer.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Geklaut und weitergereicht…. 13. März, 2015

Posted by Rika in antisemitismus, araber, gesellschaft, israel, medien, politik.
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Besser kann man wohl kaum die DebattenUNkultur  über die Politik Israels zusammenfassen.

Gerd Buurmann hat es bei „Tapfer im Nirgendwo“ so getan:

Den ganzen, überaus lesenswerten Atrtikel, der dieser prägnanten Zusammenfassung folgt, sollte man aber besser doch im Original und beim Blog des Verfassers nachlesen:

Tapfer im Nirgendwo, Der Traumjude

Danke an Gerd Buurmann!

Pädagogisch wertvoll….. 3. März, 2015

Posted by Rika in aus meinem kramladen, familie, Kinder - Famile.
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Da sind sie versammelt, die jungen Elternpaare samt Kindern, Großmutter und Tante im Hause Rika.

Der Kuchen ist gegessen, Kaffee, Saft und Tee getrunken, die Erwachsenen sitzen noch plaudernd am Tisch, während die lieben Kleinen sich über die Spielzeugkiste hermachen, Bauklötze, Kuscheltiere, Ball und Autos daraus hervorkramen und sich – zunächst – vergnügt damit beschäftigen.  Die Enkel sind natürlich  längst vertraut mit Umgebung, Wohnraum, Kiste und deren Inhalt, nicht so die kleine Tochter des befreundeten Ehepaares. Sie ist gerade zwei Jahre alt und das jüngste Spielkind in der Runde – denn das Baby mit seinen vier Monaten gehört noch nicht in diese Kategorie.

Das kleine Mädchen nimmt Kontakt auf zu Spielzeug und den beiden Knaben, vorsichtig, freundlich, sich immer der Gegenwart der Eltern vergewissernd. Ein  Ball hat es ihm angetan, es greift ihn und hält ihn gut fest. Aber  ausgerechnet heute erregt dieser Ball auch das Interesse des jüngeren Knaben und im (von mir vermuteten) Bewusstsein des Enkel-Hausrechts entwindet er den Ball dem verdutzten kleinen Mädchen. Das erhebt mit Recht Einspruch, ein mächtig lautes Protestgeschrei erklingt, ein herzzerreißendes, alles übertönendes Weinen … Tränen fließen …. Mama und Papa sollen helfen und trösten.  Der kleine Junge ist zwar ein wenig irritiert, aber durchaus zufrieden mit seinem Erfolg. Seine Eltern hingegen sind nicht einverstanden, schließlich sei das andere Kind hier zu Gast und überhaupt, man nehme nicht einfach so Sachen anderen Kindern aus der Hand,  intervenieren sie beim Sohnemann  und   dass es gar nicht nett sei,  was er dem Mädchen angetan hat …. „Sieh mal, wie traurig es ist. Gib doch den Ball zurück!“

„NEIN!“ protestieren die Eltern des weinenden Kindes zu unserer Verblüffung.

Ihre Tochter, so erklären sie, gehe nämlich ziemlich rabiat mit dem  Kind ihrer  Tagesmutter um, nehme ihm jedes Spielzeug weg, schubse es auch mal vom Stühlchen, setze immer seinen Willen durch und das andere Kind lasse das alles ziemlich widerstandslos mit sich geschehen.  (Offenbar auch mit Billigung der Tagesmutter, denke ich im Stillen.) Darum sei es gut, dass ihr heute das passiere, was sie ständig dem anderen Kind zumute. Der Junge solle seinen Ball ruhig behalten, die Tochter müsse lernen, mit so einer Situation klar zu kommen.

Inzwischen hatte der Junge den Ball dem Mädchen ganz sanft vor die Füße gelegt….

Das Weinen verstummt….   das Mädchen nimmt den Ball wieder auf….

Das Gespräch der Erwachsenen dreht sich einige Minuten über die Tücken pädagogisch wert- und sinnvollen Handelns bei divergierenden Zielen – wobei ich an dieser Stelle bemerken will, dass bis auf den Vater des kleinen Mädchens alle anwesenden Erwachsenen per Hochschulstudium ausgebildete  Pädagogen sind….

Leseempfehlung: Bruckner, die vertauschten Opfer… 25. Februar, 2015

Posted by Rika in antisemitismus, gesellschaft, islam.
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„Der Perlentaucher “  veröffentlicht unter dem Titel

DIE VERTAUSCHTEN OPFER“

einen Essay Pascal Bruckners zum Themenkomplex „Islam – Islamophobie – Antisemitismus“, der unbedingt lesenswert ist. Der Abschnitt, den ich daraus hierher kopiere, mag das verdeutlichen:

“ 2007 erklärte der UN-Sonderberichterstatter über den Rassismus, Doudou Diene, in seinem am 14. September dem Menschenrechtsrat in Genf vorgelegten Bericht die Islamophobie zu einer der „schwerwiegendsten Formen der Diffamierung von Religionen“ überhaupt. Im März 2007 hatte der Menschenrechtsrat diese Art der Diffamierung schlicht und einfach dem Rassismus gleichgesetzt und gefordert, jede Verächtlichmachung von Propheten und religiösen Symbole zu verbieten, und den Zionismus als eine Form der rassistischen Diskriminierung und der Apartheid zu verurteilen. Doppelter Ehrgeiz also: Zunächst den Westen zum Schweigen bringen, der sich dreier Hauptsünden schuldig gemacht hat: des Kolonialismus, der Laizität und der Gleichheit von Mann und Frau. Vor allem aber ein Werkzeug schmieden, um die liberalen Muslime im Innern unter Kontrolle zu bringen, die es wagen, ihren Glauben zu kritisieren und eine Reform der Familienpolitik verlangen. Und die eine ganze Reihe von Forderungen stellen: Gleichheit zwischen den Geschlechtern, Recht auf Apostasie und Konversion, Recht, nicht an Gott zu glauben, nicht am Ramadan teilzunehmen, nicht den Ritualen zu folgen.

Diese Renegaten will man gegenüber ihren Mitgläubigen anprangern, sie als von kolonialer Ideologie verblendet darstellen, um jede Hoffnung eines Aufstands in der Welt des Korans zu verhindern. Und all das mit den Weihen der nützlichen Idioten von links und rechts, die stets auf der Pirsch nach einem neuen Rassismus sind und glauben, mit dem Islam das letzte unterdrückte Subjekt der Geschichte gefunden zu haben. Seit zwanzig Jahren sehen wir der Fabrikation eines neues Meinungsdelikts zu, das dem der „Volksfeinde“ in der einstigen Sowjetunion gleicht. Und man will jene jungen Frauen stigmatisieren, die sich vom Schleier befreien und mit bloßem Haupt und ohne Scham durch die Straßen gehen wollen, die den Mann heiraten wollen, den sie lieben, und nicht den, der ihnen aufgezwungen wird. Man will jene Franzosen, Deutschen und Engländer türkischer, pakistanischer, maghrebinischer, afrikanischer Herkunft mundtot machen, die für sich das Recht religiöser Gleichgültigkeit in Anspruch nehmen und ihr Leben ohne bedingungslose Ergebenheit gegenüber der Ursprungsgemeinschaft führen wollen. Kurz gesagt, das Problem wird von einer intellektuellen, individuellen oder theologischen auf die Ebene des Strafrechts verlegt, jeder Einspruch oder Vorbehalt kann geahndet werden. Der Bann triff auch die universitäre Welt, wie der Streit zwischen dem Mediävisten Alain de Libera und dem Historiker Sylvain Gouguenheim beweist, der als „islamophober Gelehrter“ gehandelt wurde, weil er in seinem Werk die Rolle der Araber bei der Überlieferung des antiken Wissens als minimal bezeichnet hatte.3Was eine schlichte fachliche Meinungsverschiedenheit hätte bleiben müssen – für den Laien schwierig bis in die Tiefe zu verfolgen -, verwandelte sich in Inquisition, Kabale und Hexenjagd. Und natürlich wurde Gouguenheim beschuldigt, aus der extremen Rechten zu stammen und einen ungeheurlichen Rassismus an den Tag zu legen, indem er den Anteil der Muslime an der Entstehung des europäischen Geistes geringschätzte.“

Die öffentliche Berichterstattung über  den Themenkomplex „Islam“ berührende Geschehnisse, Sachverhalte oder ideologische Auseinandersetzungen entsprechen längst der Darstellung Bruckners, selbst wenn nach den Anschlägen von Paris und Kopenhagen eine zaghaft-kritische Stimmung auch in Deutschland erkennbar ist. Wir sollten sehr entschieden in allen nur möglichen Gegebenheiten, Gruppen  und  persönlichen Gesprächen dafür eintreten,   Islamkritik nicht länger als Islamophobie zu geißeln und endlich  eine offen-kritische Haltung zu wagen und den nötigen Diskurs  zu führen.

Übrigens:

  • Zu behaupten, Islamfeindlichkeit – auch Islamophobie genannt – sei im Kern identisch mit Antisemitismus halte ich für eine besonders perfide Form des letzteren.  (Siehe „nebenan“)

Kirche und Staat nach Bremer Art…. 19. Februar, 2015

Posted by Rika in aus meinem kramladen, christsein und glaube, gesellschaft, politik.
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Ein wichtiger Rechtsgrundsatz in Deutschland ist, dass der Staat die Religionsgemeinschaften organisatorisch einbinden, ihnen aber nicht ihre Inhalte vorschreiben kann, weil der Staat die grundgesetzlich geschützte Religionsfreiheit (Art. 4, Absatz 1 und 2 Grundgesetz) beachten muss.

Quelle Wikipedi In Bremen wird dieser Rechtsgrundsatz so umgesetzt:

Bremer Parlament verurteilt Predigt von Latzel

Die Bremische Bürgerschaft hat die umstrittene Predigt des Pfarrers Olaf Latzel verurteilt. In der am Mittwoch verabschiedeten Entscheidung werden Konsequenzen für den Kirchenmann gefordert.

Mit den Stimmen der Fraktionen von SPD, Grünen und der Linkspartei verabschiedete die Bürgerschaft einen Antrag der Linkspartei, in dem es heißt: „Die Äußerungen in der Predigt vom 18. Januar 2015 sind absolut indiskutabel und dürfen nicht ohne Konsequenzen bleiben.“ Das Parlament begrüße daher die Distanzierung der Bremischen Evangelischen Kirche gegen die „aufwiegelnde und herabwürdigende“ Predigt Latzels. Die Predigt schüre Hass gegen Anders- und Nichtgläubige.

Siehe   pro-medienmagazin  Vermutlich gibt es viele Menschen, die weder den Inhalt der Predigt, noch den Stil des Bremer Pastors gut heißen und dafür auch gute Gründe anführen können. Und ebenso anzunehmen ist, folgt man  der Debatte um den Pastor Olaf Latzel, dass es einige Menschen gibt, die sowohl den Inhalt der Predigt, als auch den Predigtstil des Pastors als durchaus vertretbar, wenn nicht gar als notwendig erachten in unserer Zeit. Und dann gibt es eine Menge Leute, die dem Inhalt zustimmen, den Stil aber durchaus als Zumutung empfinden. Das alles will ich hier nicht diskutieren. Ich finde es bemerkenswert, dass ausgerechnet die SPD, Linke und Grüne, die laut die Trennung von Kirche und Staat beschwören,   den Grundsatz der „grundgesetzlich geschützten Religionsfreiheit“  außer Acht lassen und Konsequenzen gegen einen Pastor fordern, der – gemäß seinem Amt und einer von der Religionsfreiheit gedeckten  Glaubensüberzeugung – eine  Predigt in „seiner“ Kirche  und für „seine“ Gemeinde  gehalten hat … OHNE Aufruf zum gewaltsam heiligen Krieg gegen Ungläubige oder zur Zerstörung katholischer Heiligenbilder und Buddhafiguren oder zur Selbsttötung inmitten einer Parteiversammlung bekennender Atheisten…..

Die Meinungsfreiheit soll vor den Medienhäusern verteidigt werden… 16. Januar, 2015

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heißt es in einem Beitrag bei pro-medienmagazin.

Nun ist ja die Idee der Muslime gar nicht so schlecht, für die Presse- und  Meinungsfreiheit zu demonstrieren. Aber wie kommen sie auf die Idee, dies ausgerechnet da zu tun, wo die Meinungsfreiheit ohnehin Tag für Tag oder Woche für Woche „demonstriert“ wird in Form der jeweiligen Tageszeitung oder des Wochenmagazins?

Es ist lobenswert, dass sich Muslime mit den Redakteuren solidarisieren wollen, sofern es  tatsächlich um Solidarität mit denjenigen gehen soll, die auch mal eine kesse Lippe gegen den Islam oder Mohammed riskieren. Aber davon kann man doch eigentlich nicht ausgehen. Leider.

Wenn es ihnen wirklich um Pressefreiheit geht, wenn sie wirklich um freie Meinungsäußerung bemüht sind, dann sollten sie vielleicht mit   „Charlie-Hebdo-Karikaturen“    vor ihre Moscheen ziehen und dort demonstrieren für die Freiheit der Meinung, der Religion, der  Rede, der Kunst, der Satire und der Karikatur.

 

Sie könnten auch ein Foto des Bloggers Raif Badawi mitführen und sich mit ihm solidarisieren und dafür eintreten, dass seine entsetzlichen Qualen durch die öffentlichen Auspeitschungen nach dem Freitagsgebet sofort beendet werden. Weil es unislamisch ist, Menschen absichtsvoll zu quälen, weil es unislamisch ist, für die freie Rede so grausam bestraft zu werden.

Denn das sagen die Funktionäre der Muslimverbände doch auch immer,

 

 „Wir lehnen es entschieden ab, dass Verbrecher während ihrer Mordtaten den Namen Allahs anrufen. Kein Muslim kann sich zur Rechtfertigung seiner Verbrechen auf den Namen Allahs berufen.“

 

Aber nicht Raif Badawi ist der  Verbrecher! Die Imame und Richter sind es die ihn eines Verbrechens bezichtigen, des Verbrechens, seine Meinung frei geäußert zu haben.  Der Henker ist es, der Allahu Akbar ruft, während er zur Peitsche greift und sein furchtbares Handwerk ausführt.

Es sei unislamisch einen Menschen zu töten, sagen die Vertreter der Muslime mit Berufung auf Sure 5 , 32  :

„Wer ein menschliches Wesen tötet, so ist es, als ob er alle Menschen getötet hätte“.  

Und diese Folter tötet einen Menschen, grausam, schrecklich, langsam….

 

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