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Diese Relativierung ist falsch! 13. Januar, 2021

Posted by Rika in aktuell.
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Als am 6. Januar in Washington die offizielle Bestätigung Joe Bidens und Kamala Harris‘ als Präsident und Vizepräsidentin der USA durch die Wahlmänner vollzogen werden sollte, kam es zu tumultartigen Zuständen im Capitol durch Anhänger Donald Trumps, die bis ins Innere des Hauses vorgedrungen waren. Es gab Tote und Verletzte, die für die Sicherheit Verantwortlichen hatten ganz offenbar eine mögliche Gefahrenlage im Vorfeld falsch eingeschätzt und waren während der Aktion, die als „Sturm auf das Capitol“ in den Medien beschrieben wird, ebenso offensichtlich heillos überfordert.

In der Folge dieser unhaltbaren Zustände melden sich viele prominente und weniger bekannte Personen zu Wort. Twitter und auch Facebook sperren, bzw. löschen den jeweiligen Account Donald Trumps, weil sie in dessen Tweets einen Aufruf zur Gewalt und zum Umsturz sehen. Die „Demokraten“ fordern den noch amtierenden Vizepräsidenten auf, Donald Trump für unzurechnungsfähig zu erklären und damit seinen sofortigen Rücktritt einzuleiten. Vizepräsident Pence folgt dieser Aufforderung nicht, daraufhin leiten Mitglieder der Demokraten ein weiteres Mal das Impeachment ein, mit der Zielsetzung, Trump seines Amtes zu entheben und für alle Zeit von einer möglichen Bewerbung um das Amt des Präsidenten auszuschließen. Das ist laut Bernie Sanders die eigentliche Absicht, mit der das Verfahrens trotz der zeitlichen Bedingungen eingeleitet wird, das aber mit hoher Wahrscheinlichkeit jetzt, da es bereits in Gang gesetzt wurde, vor Ablauf der regulären Amtszeit Donald Trumps, die ohnehin am 20. Januar 2021 endet, nicht mehr vollständig durchgeführt werden kann.

Ich verzichte an dieser Stelle darauf, die Vorgänge bewertend zu kommentieren, da es mir in diesem Beitrag um etwas Wichtigeres als um Donald Trump und die „späte Revanche der Demokraten“ geht.

Einer derjenigen, die sich per Videobotschaft zu Wort meldeten, war der frühere Superstar und spätere Gouverneur Kaliforniens, Arnold Schwarzenegger. Der in Österreich geborene Ex-Schauspieler erinnert in seiner Nachricht an die Schrecken der Nazi-Zeit und vergleicht den „Sturm auf das Capitol“ mit der sogenannten „Reichspogromnacht“ im November 1938 in Deutschland (und Österreich) und redet davon, dass der Pöbel von damals und der Pöbel von heute, der die Aktion in Washington durchführte, die gleiche rechte Gesinnung und Motivation habe.

Ich will hier nicht auf die Rede im einzelnen eingehen. Die Suchmaschinen helfen sicherlich dabei, den Text zu finden.

Mein Anliegen ist es ganz klar zu stellen, dass der Vergleich, den Arnold Schwarzenegger zieht, grundfalsch ist.

Zum Einen herrschen in den USA nicht mal ähnliche, geschweige denn gleiche politische Bedingungen wie in Deutschland zur Zeit des Nationalsozialismus – und es steht auch nicht zu befürchten, dass sich eine ähnliche Bewegung, wie die, die Hitler an die Macht brachte, in einem stabilen demokratischen System wie dem der USA durchsetzen wird – und als ein solches betrachte ich die USA trotz aller gegenwärtigen Probleme.

Wenn man – und das ist mein zweiter Punkt – die Verhältnisse der „Reichskristallnacht“, die Schwarzenegger zu erkennen glaubt, aber näher betrachtet, so muss man sehen, dass es in Deutschland flächendeckend, im ganzen Land und ohne Ausnahme „NUR“ eine Zielrichtung gab, nämlich die, die jüdischen Bürger anzugreifen, zu demütigen, ihre Geschäfte und Wohnungen zu plündern oder zu zerstören und die Synagogen niederzubrennen und nieder zu reißen. Mitglieder der NSDAP, der SA und SS, des Jungvolks und sonstiger paramilitärischer Verbände beteiligten sich an der Aktion, aber auch einfache Bürger, die ihrem Judenhass freien Lauf ließen, getragen von dem Wohlwollen der Regierung.

Bei Facebook kommentierte ich den Bericht über das SchwarZenegger-Video so:

„Bei aller Liebe, Herr Schwarzenegger irrt gewaltig. Die Gewalt in der sogenannten Reichskristallnacht richtete sich NICHT gegen die Regierung des Reiches, sie richtete sich ausschließlich gegen Juden und jüdische Einrichtungen. Dieser Vergleich ist darum zutiefst unredlich und ein Schlag ins Gesicht der damaligen Opfer antisemitischer Hetze, Gewalt und Morde. Herr Schwarzenegger sollte sich schämen. Und diejenigen, die ihm nun zujubeln auch.“

Und wiederholte diese Haltung in einem weiteren Kommentar so:

„Ich kann mich zu Herrn Schwarzenegger nur wiederholen: Der Vergleich mit den Novemberpogromen von 1938 in allen deutschen Städten, in denen Juden wohnten, das Wüten und Morden gegen jüdische Bürger, ihre Geschäfte und Synagogen ist nicht vergleichbar mit der Demonstration vor und im Capitol. An den Verbrechen in Deutschland war die Regierung, die NSDAP, die SS und SA beteiligt, Jugendverbände und ganz normale Bürger. Schon Jahre zuvor waren Juden Rechte aberkannt worden, galt es als Rassenschande, mit Juden intime Beziehungen zu haben, wurden jüdische Lehrer, Ärzte, Juristen, Beamte aus ihren beruflichen Positionen entfernt. Und wir wissen alle, wie unendlich grausam dieser Furor weiter ging, 6 Millionen Menschen fielen ihm zum Opfer. Und da kommen Leute daher und klatschen einem üblen Vergleich Beifall…Es entsetzt mich auf eine Weise, die ich kaum beschreiben kann. Herr Schwarzenegger möge in seinem Herkunftsland Mauthausen besuchen… oder nach Jerusalem gehen und in Yad Vaschem Abbitte tun für diese Aussage.“

Ich halte es grundsätzlich für einen schweren Fehler, die Verbrechen der Nationalsozialisten zur „Ablehnung aktueller politischer Fehler“ heranzuziehen. Nicht, weil nicht auch die gegenwärtigen Fehler schwer wiegten, sondern weil man die schrecklichen „Fehler“ der Nationalsozialisten, ihre Verbrechen und Kriegsverbrechen damit relativiert. Es gibt in der gegenwärtigen westlichen und demokratischen Welt nicht ein einziges Land oder eine einzige Regierung, die dem entspricht, was die Nationalsozialisten und die Regierung Hitlers damals im „Tausenjährigenreich“ waren.

Und ich halte es unabhängig davon für einen Fehler, weil man mit diesem Vergleich die Spaltung der amerikanischen Gesellschaft nicht überwinden, sondern weiter vertiefen wird.

ERKLÄRUNG: Da ich meine eigenen Aussagen hier zitiere, verzichte ich auf die genaue Quellenangabe .

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Lobgesänge und Schmählieder ….. 16. April, 2020

Posted by Rika in aktuell, gesellschaft, meine persönliche presseschau, politik, presse.
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In Zeiten von Corona bin ich meinem Vorsatz untreu geworden, kein Magazin und keine politische Sendung des ZDF zu sehen.
Dabei ist das wirklich sehr lustig, so ein Magazin… und so unterhaltsam.

Am 14. 4. 2020  wurde uns in der Sendung „Frontal 21“ mitgeteilt, dass Frau Merkel schon vor Jahren versprochen hatte bis zum Jahr 2010 in ganz Deutschland schnelles Internet durch Breitband oder Glasfaser bereit zu stellen.
Also seit 10 Jahren hätte es keine blinden Flecke mehr geben dürfen. Es gibt sie aber immer noch, liebe Freunde und das sogar sehr zahlreich und zudem riesig,  was in diesen Gegenden weder Home-Office noch Home-Schooling in Corona-Zeiten möglich macht. Für die Betroffenen ist das ein Desaster erster Güte.

Dann erfuhren wir, dass es doch schon seit Jahren Lieferengpässe für lebenswichtige Medikamente gibt und eine Expertin erklärte, dass der Wiederaufbau pharmazeutischer Produktionsstätten ab heute 10 Jahre dauern würde, sofern jetzt schon alle Genehmigungsverfahren abgeschlossen WÄREN…

Und da darf man doch schon mal die Frage stellen, wie blind die jeweiligen Minister in Frau Merkels Kabinett waren, als sie ohne Not dem Wissensexport und die Verlagerung der Produktion lebenswichtiger Medikamente nach China zugestimmt haben und warum sie nicht angesichts von bekannten Lieferengpässen schon seit Jahren darauf hinwirken, die ehemals weltberühmte Pharmaindustrie nach Deutschland zurück zu holen. Krisen wie diese bringen das Versäumnis auf schmerzhaft Art und Weise an den Tag.

Aus dem Nebel meiner Erinnerungen tauchte zudem an dieser Stelle der Termin zur Eröffnung eines gewissen Flughafens auf….

Aber was war der absolute Höhepunkt der Sendung?
Na, hat jemand eine Ahnung?
Richtig… zum gefühlten 4 Millionsten Male wurde dem staunenden Publikum Trump als Trottel vorgeführt.
Da hätte ich mich beinahe vor grimmigem Gelächter verschluckt.

 

Gestern nun lief in der ARD die Huldigung der Kanzlerin als große Krisenmanagerin des Jahres 2015 in Form eines „Dokudramas“ nach der Vorlage des Sachbuches „Die Getriebenen“, geschrieben von Robin Alexander. Jeder, der hier ab und zu liest, kennt meine Haltung zu Frau Dr. Merkel und wird begreifen, dass ich den Film nicht gesehen habe. Ich kann dazu also auch nichts sagen, bestenfalls könnte ich Aussagen von Menschen zitieren, die sich mit Buch und Film beschäftigt haben und erstaunt darüber sind, dass die massive Kritik an Merkels Vorgehen, wie sie im Buch geäußert wird, im Film so gar keinen Niederschlag findet. Das unterlasse ich aber, da ich ja das Einverständnis der betreffenden Personen einholen müsste. Doch auch die Tatsache mag interessant sein, dass Robin Alexander weder als Berater beim Schreiben des Drehbuchs hinzugezogen wurde, noch den bereits fertigen Film vorab sehen konnte.

Nicht vorenthalten möchte ich aber die grandiose Bewerbung des Polit-Thrillers, die  NDR-Kultur mit diesem Artikel betreibt: „Die Getriebenen“ : Drama um Merkels Flüchtlingspolitik

Unsere wunderbare Kanzlerin und  nimmermüde Kämpferin für die Rettung der Welt und ihre ebenso nimmermüden Hofberichterstatter, sind natürlich überhaupt nicht gleich zu setzen mit den tumben Amerikanern, die ihren Präsidenten für seine Taten loben – und natürlich ist der sich selbst lobende Präsident erst recht nicht mit einer Kanzlerin gleichzusetzen, die für die Lobgesänge alle verfügbaren Medien längst instrumentalisiert hat…

 

Ach ja, einen schönen Text las ich gestern. Er ist ein bisschen lang, aber lohnt sich wirklich.

Und nein, keine Sorge, ich bin kein Trump-Fan, ich bin nur der Meinung, man solle doch immer erst vor der eigenen Haustür kehren und dann beim Nachbarn sauber machen, allerdings nur, sofern er darum bittet…

Immer der Donald: Eine Gebrauchsanleitung

Trump hat einen Plan und das ZDF die „richtige“ Meinung 29. Januar, 2020

Posted by Rika in antisemitismus, araber, araber-"palästinenser", gesellschaft, hamas, hass, HOLOCAUST, iran, israel, israelkritik, medien, meine persönliche presseschau, mord, plo, politik, terrorismus.
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Gestern lief im ZDF der sehr bemerkenswerter Film mit dem Titel „Ein Tag in Auschwitz„.

Anhand eines Fotoalbums, das von dem „Fotographen in Auschwitz“ eigens zur Dokumentation der „tadellosen Abwicklung“ eines Transportes  (hier ungarischer Juden)  angelegt war, wurden die Stationen nachgezeichnet, die die Unglücklichen bis zu ihrem Ende durchlaufen mussten. Die Ankunft in Auschwitz – Birkenau, der „Empfang“ an der Rampe, die Einteilung der Menschen in die Gruppen, die sofort der Gaskammer zugeführt wurden und die, die in das Arbeitslager kamen. Der Historiker, der die Dokumentation weitgehend erstellt hat, gibt die sachliche Auskunft, dass zwischen 70 und 80 % der Menschen eines jeden Transports sofort zu den Gaskammern und in die Vernichtung geführt wurden.

Zeitzeugen kommen zu Wort. Überlebende der Shoah.

Der Film ist ein ruhiges, unaufgeregtes und darum umso eindrücklicheres Zeugnis des Verbrechens, das Deutsche an den europäischen Juden verübt haben. Die Bilder sprechen für sich, die Zeugen reden klar, ohne Pathos, aber mit mühsam gefundenen Worten für etwas, was sich eigentlich gar nicht in Worte fassen lässt.

Unmittelbar nach dem Ende des Films – natürlich wie immer – das nächste  Programm.

Das nächste Programm sind die „heute“-Nachrichten mit Claus Kleber.

Die Anmoderation ist für mich ein Schock. Mit ätzender Stimme und kaum verhohlener Verachtung „ordnet Herr Kleber ein“, wie er seine Aufgabe beim ZDF in routinierter Selbstdarstellung beschreibt. Es geht um den Friedensplan, den der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika vorlegt.

Ich muss gestehen, dass ich gar nicht mehr mitbekommen habe, was Donald Trump im Einzelnen vorgesehen hat. Ich höre die kommentierenden Worte Claus Klebers und mir wird schlecht.

Wie kann man nur, denke ich, nach so einem Film zum Holocaust die Nachrichtensendung mit einem derartigen Introitus beginnen? Es ist mir, als sei die Zeit stehen geblieben und wir seien wieder in der Zeit des Tausendjährigen Reiches und jemand würde mit empörter Stimme das Unrecht anprangern, das die Juden angeblich über diese Welt gebracht haben.  Die Sympathie des Herrn Kleber,  seine alleinige Sorge gilt nicht etwa den unter dem palarbischen Terror leidenden Israelis, nein, sie gilt  den Tätern, den „Palästinensern“, die um ihr Land gebracht werden sollen, denen Trump mit seinem Friedensplan so übel mitgespielt habe.

Als Nicola Albrecht zugeschaltet wird, ist mir so  schlecht, dass ich das Zimmer verlassen muss, in dem der Liebste dem Fortgang der Nachrichtensendung folgt.

Ich kann mir diese antiisraelische Propaganda im Staatsfernsehen einfach nicht mehr zumuten, schon gar nicht in diesen Tagen, in denen deutsche Politiker  vollmundig und äußerst medienwirksam der toten Juden gedenken und irgendetwas von „Nie wieder“ von sich geben, aber gleichzeitig den Mördern und den von der Vernichtung der heute lebenden Juden träumenden Politkern  die Hand schütteln und ihnen zusichern, alles für ihr Wohlergehen zu unternehmen.

Es ist  (beinahe nur*) eine einzige widerliche Show der „Guten Deutschen“, die aus dem Holocaust vor allen Dingen gelernt haben, dass es auf eine perfekte Performance der politischen Meinung ankommt. Das gilt für die Selbstdarsteller im Politikzirkus ebenso wie für die Meinungsmacher in den öffentlich-rechtlichen und allen Medien  darüber hinaus.

ZDF  = Zentrale Deutsche Fehlinformation. Die ARD steht dem ZDF allerdings in nichts nach.

 

Gerd Buurmann hat in seinem Blog dazu so Stellung genommen: „Die volle neue Einseitigkeit

 

 


* beinahe nur – Ich will denen nicht Unrecht tun, die aus tiefem Herzen das Grauen der Shoah beklagen.

 

Der Film „Ein Tag in Auschwitz“ ist mit begleitendem Material auch für den Unterricht an Schulen vorgesehen.

 

 

 

Die Heiligen Drei Könige…. 5. Januar, 2020

Posted by Rika in asyl, aus meinem kramladen, flüchtlinge, gesellschaft, medien, meditatives, politik.
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„Als aber Jesus zu Bethlehem in Judäa geboren war, in den Tagen des Königs Herodes, siehe, da kamen Weise vom Morgenland nach Jerusalem, die sprachen: „Wo ist der König der Juden, der geboren worden ist? Denn wir haben seinen Stern im Morgenland gesehen und sind gekommen, ihm zu huldigen.“ Als aber der König Herodes es hörte, wurde er bestürzt und ganz Jerusalem mit ihm; und er versammelte alle Hohenpriester und Schriftgelehrten des Volkes und erkundigte sich bei ihnen, wo denn der Christus geboren werden solle. Sie aber sagten ihm: Zu Bethlehem in Judäa, denn so steht durch den Propheten geschrieben: „Und du, Bethlehem, Land Juda, du bist keineswegs die Geringste unter den Fürsten Judas, denn aus dir wird ein Führer hervorkommen, der mein Volk Israel hüten wird.

Nachlesen kann man diese Geschichte (und das, was auf diese Verse folgt) im Evangelium des Matthäus, Kapitel 2, Vers 1 ff.

Soviel sei den Bibelunkundigen noch verraten: Herodes fürchtete um seine Macht und ließ alle  Knaben bis zum Alter von 2 Jahren töten. Josef, der irdische Vater Jesu, hatte aber eine nächtliche Mahnung erhalten und war rechtzeitig mit Maria und dem neugeborenen Kind nach Ägypten geflohen.

Irgendwann und irgendwie setzte aber die Legendenbildung ein und aus den Weisen oder Sterndeutern wurden Könige.  Selbstverständlich waren diese Männer nicht einfache „Weise aus dem Morgenland“, wie es in ihrer Selbstauskunft noch heißt, nein, sie wurden von der Katholischen Kirche  nicht nur in den Adelsstand und zu Königen erhoben, sondern auch zugleich zu Heiligen erklärt. Als evangelisch-freikirchliche Christin ist mir die Heiligenverehrung nicht so ganz geläufig, ich würde eher sagen, sie ist mir suspekt. Aber ich verstehe, dass die Menschen damals wie heute Vorbilder brauchen, an denen sie sich orientieren und von denen sie sich auf magische Weise Hilfe versprechen. „Meine Hilfe kommt von dem  HERRN,  der Himmel und Erde gemacht hat“, wie es im Psalm 121 heißt, reicht da wohl nicht ganz aus, es müssen Heilige her und nach Möglichkeit auch noch irgendwelche Hinterlassenschaften dieser Edlen, die man ansehen oder sogar berühren kann, um die Magie perfekt zu machen. (Das ist heute immer noch so…. wenn ich nur daran denke, wie manche Klamotten, die große Stars getragen hatten, Reliquien gleich  verehrt werden…)

Doch zurück zu den Heiligen Drei Königen.

Morgen ist der Feiertag der Heiligen. Ihnen zu Ehren werden Gottesdienste gefeiert, in den Kirchen werden die Weihnachtskrippen mit den entsprechenden Figuren von Caspar, Melchior und Balthasar bestückt und Kinder ziehen als Sternsinger gewandet von Tür zu Tür, bitten um eine Spende für Hilfsbedürftige in  aller Welt und der sie begleitende Erwachsene gibt dem Haus, der Familie, die die Sternsinger aufgenommen haben, den Segen für das ganze Jahr.

Diese Aktion finde ich – obwohl ich nicht katholisch bin – wirklich ganz hervorragend. Und so ein bisschen beneide ich meine katholische Freundin um das Segenszeichen, das während des ganzen Jahres an ihrer Haustür sichtbar ist. Wir nüchternen Evangelen haben leider nicht nur keine prunkvollen Messen, unsere (freikirchlichen) Pastoren sehen eher wie „du und ich“ aus, wir haben auch wenig genug an „Greifbarem“ an dem wir uns in schweren Zeiten der seelisch-geistlichen Not im wahrsten Sinne des Worte festhalten können… keinen Rosenkranz und keinen Herrgottswinkel im Haus.

Das ist manchmal wirklich sehr karg.

Solchermaßen, aber höchst ungewohnt  karg mag auch manchem Kirchenbesucher in diversen Kirchen Deutschlands heute die Weihnachtskrippe vorgekommen sein. Wie evangelisch-de berichtet, hat nämlich ein „Künstlerkollektiv“ in zahlreichen Kirchen die Heiligen Drei Könige geklaut, um der Verlautbarung nach gegen die unmenschliche Flüchtlingspolitik zu protestieren.

„Die Aktion solle „aufrütteln und das Thema Lagerunterbringung neu in die gesellschaftliche Diskussion einbringen“, erklären die Aktivisten des Künstlerkollektivs.

„Die EU-Abschottungspolitik habe verhindert, dass die beiden Könige das neugeborene Flüchtlingskind Jesus von Nazareth begrüßen können, heißt es in dem Schreiben weiter. Ein König sitze im Lager Moria auf der griechischen Insel Lesbos fest. Die Situation dort sei eine humanitäre Katastrophe, die Menschen hungerten und seien kaum vor Kälte und Regen geschützt. Ein weiterer König werde im sogenannten Ankerzentrum im bayerischen Deggendorf festgehalten. Sein Ersuchen, den Messias mit Geschenken zu begrüßen, werde „als offensichtlich unbegründet abgelehnt“. Zur effektiveren Durchsetzung seiner Abschiebung dürfe er den Landkreis nicht verlassen, heißt es.“

Nun geistern also nicht mehr nur Maria und Josef mit dem Kinde durch die heutige Welt auf der Suche nach einer Flüchtlingsunterkunft, wie man  es in manchen frömmelnden Geschichten lesen konnte, nein, auch die Könige sind offenbar als Wiedergänger der heiligen Drei unterwegs und sitzen im Lager fest.

Das ist ja nun jammerschade. Gewiss hätte sich die Heilige Familie mit dem Kinde über den Besuch der königlichen Heiligen sehr gefreut und natürlich auch über deren Geschenke, die man sicher in kargen Zeiten sehr gut hätte gebrauchen können. Leider ist der heutige Aufenthaltsort der Heiligen Familie aber ebenso unklar wie das Herkunftsland der Könige… damals hieß es ja schlicht, sie seien aus dem Morgenland gekommen. Das könnte heute Syrien sein oder Irak oder der Iran.

NEIN!

Der Iran kann es ganz gewiss heutzutage nicht sein. Das hätte Soleimani mit Sicherheit nicht geduldet, dass sich Männer aufmachen, um den Juden in Bethlehem oder in irgendeinem anderen Ort des von den Mullahs verfluchten Gebildes richtige Geschenke zu bringen, also solche, die wir unter Geschenk verstehen. Soleimanis „Geschenke“ waren Raketen auf israelische Kinder, Terrorangriffe im Jemen, blutiger Terror von Boko Haram, vorzugsweise gegen Christen, die Aufrüstung der Hisbollah zur baldmöglichen Vernichtung Israels, die Unterstützung der Hamas…. https://www.welt.de/politik/ausland/article204727820/Iran-Trump-zu-Soleimani-Haette-vor-vielen-Jahren-getoetet-werden-sollen.html
Lauter Geschenke, die weder die heilige jüdische Familie von damals erfreut hätten, noch die Juden und Israelis von heute. Zum Glück wurde dem Burschen nun das Handwerk gelegt, ausgerechnet von einem Präsidenten, der seit seiner Wahl mit Spott, Häme, Beleidigungen und Verachtung der versammelten deutschen Politikerelite und deren treu ergebener Presse überschüttet wird.

Aber ich schweife ab.

Es geht ja um die entwendeten Könige.

Bei evangelisch.de wird die Aktion sehr wohlwollend berichtet. Mein etwas despektierlich anmutender Kommentar, den ich bei Facebook-evangelisch.de abgab und in dem ich behauptete, es seien doch wohl eher Kriminelle am Werk gewesen (ich halte Diebstahl generell für kriminell) wurde entrüstet zurückgewiesen. Man machte mich freundlich darauf aufmerksam, dass die Künstlerkollektivisten doch den Gemeinden zugesichert hätten, die Heiligen Könige gut zu behandeln und nach einer angemessenen Frist auch wieder zurück zu geben.

Heutzutage muss es wohl immer um eine richtig spektakuläre Aktion gehen, um auf sich aufmerksam zu machen. Da reicht kein Spendenaufruf.  Da muss eine Anlandung in einem Hafen mit Gewalt erzwungen werden, oder die Asche jüdischer Opfer des Holocaust entgegen aller  geltenden Regeln der Totenruhe aufgeklaubt und in einer Stele ausgestellt werden oder eben nun – zwar etwas harmloser –  aber im gleichen falsch verstandenen Widerstandskampf gegen was auch immer Heiligenfiguren entwendet werden.

Vielleicht, so denke ich, hätte man aber auch öffentlich Herrn Kardinal Wölki um eine sehr großzügige Spende für die im Lager festsitzenden Könige und deren Mitleidenden bitten können. Schließlich hat Herr Wölki doch auch schon mal ein Boot vor dem Dom zur Mahnung aufstellen lassen. Vor dem Hohen Dom zu Köln nämlich, in dem sich Teile der Gebeine der Heiligen Drei Könige als Reliquie befinden.

Es ist vermutlich nicht nett von mir, wenn ich dezent darauf hinweise, dass wohl nicht nur früher diese Reliquien der Kirche und damit auch der Stadt Köln jährlich ein hübsches Sümmchen an Pilgergeldern beschert haben….

Närrisch…. 1. März, 2017

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… finde ich es nicht, was da auf einem der Mottowagen in Düsseldorf zu sehen war:

Eine grinsende Freiheitsstatue bietet den abgeschlagenen, noch vom Blut tropfenden  Kopf Donald Trumps dar….  und das närrische Volk?    Jauchzt und jubelt es ob dieser gelungenen politischen Demonstration freiheitsliebender Demokraten? In dem oben verlinkten Bericht bei faz.net findet sich nicht der leiseste  Hinweis auf betroffenes Innehalten des Volkes angesichts dieser Darstellung  und leider auch nicht der kleinste Anklang der Kritik von Seiten des Verfassers.

„Macht euch nicht dieser Welt gleich“, heißt es an einer Stelle in der Bibel. Diese –   im ursprünglichen Sinn an die noch jungen christlichen Gemeinden gerichtete –   Aufforderung hätten die Gestalter des Anti-Trump-Wagens besser beherzigen sollen.

Bedient euch nicht der gleichen Methoden wie die, die ihr an anderer Stelle bekämpfen wollt.

Die verantwortlichen Gestalter des Wagens haben  lustvoll-spitzfindige Satire vermissen lassen und stattdessen zur vulgärsten Form gegriffen.

Dient es denn wirklich der Demokratie hier oder sonstwo in der Welt, wenn in Frieden und Freiheit lebende Demokraten sich der grausamen, Menschen verachtenden und widerlichen Symbolik des „Islamischer Staat“ bedienen, um den in freier, demokratischer und geheimer Wahl vom Wahlvolk erkorenen Präsidenten eines befreundeten Staates zu „kritisieren“, verbunden mit der Aufforderung an das amerikanische Volk „RESIST“?   Widersteht!

„Widersteht Trump indem ihr ihm den Kopf abschlagt“ – kann das die Botschaft eines rechtsstaatlichen Volkes an ein rechtsstaatliches Volk sein?

Aufruf zum Lynchmord als „Kritik an Trump“?

Sind die Narren in Düsseldorf von allen guten Geistern verlassen?

Zeigt sich in dieser unfassbar widerwärtigen  Darstellung ein Politikverständnis, wie es abstruser nicht sein kann, jenseits von allem, was Recht und Gerechtigkeit in einer Demokratie als Urgrund gesellschaftlichen Zusammenlebens bedeutet?

Mord und Totschlag als Mittel des politischen Kampfes sind in unserem Rechtssystem  zu Recht vollkommen ausgeschlossen, werden hart bestraft. Kann man den Terror des NSU, kann man den Terror islamistischer Gruppen wie die des „Islamischer Staat“ mit allen Mitteln bekämpfen  und gleichzeitig zum „Morden“ aufrufen, wenn auch „nur“ in einem als  „Karikatur  gedachten“  karnevalistischen Mottowagen?

Man kann nicht, denke ich.

Man kann offenbar doch. Jedenfalls in Düsseldorf.

Ich kann dazu nicht schweigen.

Ich finde es empörend, widerlich, würdelos, unanständig, bar jeder politischen Vernunft.

Mir scheint, in dem Hype um Trump ist jedes Mass verloren gegangen, fehlt jegliche Sensibilität für politisches Handeln, sowohl bei den Mächtigen, wie den Medien unseres Landes,  erheben  sich Stürmer-Methoden aus  längst verschlossen geglaubtem Grab,  regiert deutsche Überheblichkeit in einem Maße, dass es mich fassungslos schaudern macht.

Der Düsseldorfer Wagenbauer Jacques Tilly verteidigte am Montag seine Motive im WDR-Hörfunk: Da die Fehlentwicklungen in der internationalen Politik zurzeit besonders dramatisch seien, müssten auch die Wagen besonders „gepfeffert“ ausfallen. „Er ist natürlich eine Karikatur an sich und damit ein Göttergeschenk für Karikaturisten“, hatte Tilly im dpa-Interview über Trump gesagt.

(Zitat aus dem oben verlinkten Bericht)

Und was “ Fehlentwicklungen  in der internationalen Politik“  sind, bestimmt wieder einmal der deutsche Michel. Denn wer außer uns guten Deutschen, weiß, was gut und richtig für die Welt ist?

Ganz sicher ist auch  der Präsident der USA zu kritisieren.  Aber niemals kann selbst ein nur indirekter  Aufruf zum Mord ein Mittel der kritischen Auseinandersetzung sein.

Auch nicht in närrischen Zeiten des Karnevals.


NACHTRAG am 2. März:

Eine sehr lesenswerte Betrachtung zum gleichen Thema findet sich bei

SCHLAGLICHTER

Auszug daraus:

„Die Frage ist nicht, ob Tilly das darf oder dürfen soll, sondern warum Menschen so etwas machen und andere Menschen das lustig finden. Worüber lachen sie?

Für Sigmund Freud ist Lachen ein Akt der Befreiung und der Bewusstwerdung. Im Witz kann sich das Verbotene, Verdrängte und Zensurierte entfalten.

Versteht man Tillys Wagen in diesem Sinne als Offenbarung der im Schutz der Narrenfreiheit ans Licht kommenden Volksseele, wird einem angst und bang.

Vor der Arroganz gegenüber dem Land, das Deutschland die Demokratie geschenkt hat. Vor der Unwissenheit über die Verfassung und dem fehlenden Respekt vor der Jahrhunderte langen Stabilität der amerikanischen Demokratie. Vor der nassforschen Überheblichkeit, mit der man sich nicht nur immer im Recht sondern auch noch im Besitz einer höheren Moral wähnt.“

(Hervorhebung von mir)

Randale nach dem Abpfiff… 23. Januar, 2017

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Das Spiel ist aus.

Völlig überraschend hat die hoch favorisierte Heimmannschaft verloren.

Das Nachhaken beginnt, das Nachtreten auch.

Hatte der Trainer die falsche Strategie? War seine Taktik  nicht gut genug auf den Gegner abgestimmt?

War am Ende sogar der Schiedsrichter bestochen?

Die enttäuschten Fans ziehen, laut grölend ihren Unmut kund tuend,  durch die Stadt. Ihr Frust entlädt sich. Passanten werden angepöbelt.  Schaufenster gehen zu Bruch.

Noch am gleichen Tag entsteht  ein mächtiger Shitstorm im Internet.  Der Sieger steht am Pranger. Heimtückische und unfaire Spielzüge werden ihm vorgeworfen. Eigentlich hätte der Verlierer den Sieg verdient. Die Medien greifen das Thema auf.

Das hätte so an jedem Bundesligaspieltag stattfinden können.

Aber es war und ist kein Fußballspiel, das ich mit ungläubigem Staunen beobachte.

Es ist gar kein Spiel.

Die Amerikaner haben einen neuen Präsidenten gewählt. Und völlig überraschend hat nicht die hoch favorisierte, Politik erfahrene Kandidatin der Demokraten gewonnen, sondern ein Mann, dem man so ziemlich alle unfeinen Unarten anhängt, über die alle aufrechten Demokraten der Welt mit Empörung reagieren und der Blätterwald  mit kritischem Eifer berichten kann.

Ich erspare mir die lange Auflistung seiner Unzulänglichkeiten und  Untugenden (die sicherlich vorhanden sind und die ich weder beschönigen noch verschweigen will) …. das mag jeder selber  in jeder beliebigen Zeitung, jedem beliebigen Magazin oder modernem Medium seiner Wahl nachlesen oder sich von erfahrenen Nachrichtenverbreitern in Radio und Fernsehen erzählen lassen.

Die Amerikaner haben in einem demokratischen Prozess zunächst die Kandidaten für das höchste Amt des Staates bestimmt…. und wir wurden Zeugen dieses monatelang währenden Schaulaufens der Protagonisten in den beiden großen Parteien und einigen Splittergruppen. Am Ende bestimmten die Demokraten Hillary Clinton und die Republikaner Donald Trump. Hier in Deutschland beteiligten sich nahezu alle Medien an  diesem Spektakel, denn dazu haben sie es gemacht, und die herrschende politische Elite des Landes hielt mit ihrem Zuspruch für die Demokratin nicht hinter den Berg. Die Medien taten es ihnen gleich und machten beinahe drohend deutlich, dass nur Rechtspopulisten einem Kandidaten Trump die Stimme geben würden.

Die Vereinigten Staaten von Amerika müssen das Land der Rechtspopulisten sein, die für die Wahl  ausschlaggebende Mehrheit der Bevölkerung jedenfalls.

Diese Mehrheit entschied sich für Trump und gegen „Hillary“, wie sie freundlich vereinnahmend von vielen genannt wurde.

Und seitdem steht sie Kopf, die Welt der klugen, demokratischen, global denken und handelnden Politiker,  und die Medienwelt dazu. Nahezu alle Repräsentanten der maßgeblichen im Bundestag und in den Landtagen vertretenen Parteien reagieren entsetzt, befürchten den Untergang der westlichen Demokratien, beschwören ein nie da gewesenes Desaster, überschlagen sich mit Formulierungen des Abscheus, die sich jeder Privatmensch verbitten würde und die im neuen Konzept der Maas’schen „Hatespeech“-Kampagne unweigerliche unschöne Konsequenzen für den lästernden Kommentator nach sich ziehen würde.

Doch wer glaubte, dass sich das in den langen Wochen nach der Wahl irgendwie legen würde, der sah und sieht sich getäuscht. In den Tagen vor dem Amtsantritt des neuen Präsidenten schwangen sich die Trump-Gegner zu wahren Höchstleistungen auf und das ist auch jetzt, nach der Einführung des POTUS keineswegs weniger geworden. Mein Heimatblättchen, die HAZ (Madsack)  widmet heute dem Ungeliebten eine Doppelseite  und erfreut sich über die Proteste in Amerika*** unter dem schönen Titel: „Amerika meldet sich zurück“.

Doch all das ändert nichts an der Tatsache: Donald Trump ist der demokratisch gewählte Präsident der USA.

Mag sein, dass die „Trump-Wähler“ politisch naive Menschen sind, ungebildet und  oder dumm dazu. Sie haben in einem demokratischen Verfahren ihre Stimme abgegeben. Herr Trump ist nicht durch einen Putsch an die Macht gekommen –  wie gerade Herr Erdogan versucht, das demokratische Gefüge seines Landes zu verändern.  Donald Trump hat sich nach den Regeln der amerikanischen Gesetze zur Wahl des Staatsoberhaupts um das Präsidentenamt beworben und ist gewählt worden.

Mag sein, dass das Wahlsystem in den USA ihn, Trump,  begünstigt hat, ich kann das nicht beurteilen, aber er ist der demokratisch gewählte Präsident seines Landes.

Mag sein, dass das moderne Kommunikationssystem mit Twitter, Facebook und Bloggern  (das ja allen Akteuren zur Verfügung stand, nicht wahr?) ihn begünstigt hat, aber er ist der gewählte Präsident seines Landes.

Mag sein, dass Medien geschmiert wurden und falsche Nachrichten über seine Widersacherin verbreitet wurden – das muss, sofern es justiziabel ist, geklärt werden -, aber er ist der gewählte Präsident seines Landes.

Mag sein, dass das allen europäischen und weltweit regierenden demokratisch gewählten Staatsoberhäuptern überhaupt nicht in den Kram passt, aber Donald Trump ist der demokratisch gewählte Präsident seines Landes.

Mögen die Stegners, Steinmeiers, Özdemirs und Göring-Eckarts dieser schönen bunten Republik auch noch so erregt wie betroffen Gift und Galle spucken, Donald Trump ist der demokratisch gewählte Präsident seines Landes.

Mag sein, dass die Empörungsorgie in Funk und Fernsehen, den Zeitungen und Magazinen, online wie gedruckt noch immer weiter und noch immer höchste Wellen schlagen, aber Herr Trump ist der demokratisch gewählte Präsident der USA.

Kommen wir  also mal alle wieder auf den Teppich.

Und machen wir es  nicht wie die  verärgerten  HSV-Fans am letzten Wochenende, die randalierend und pöbelnd durch Hannovers Hauptbahnhof zogen.

Seien wir  faire Beobachter und Kommentatoren der Entwicklung nach einer Wahl, die wir nicht mit entscheiden konnten und gewähren wir in demokratischer Fairness auch dem – möglicherweise  gegen   „unseren“ erklärten   Willen gewählten –   Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika das, was hierzulande eine gute Gepflogenheit nach Wahlen ist:

100 Tage Schonfrist für den neuen Mann im Weißen Haus.

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Zu den Protesten, den  Aufmärschen der Frauen sage ich jetzt nichts, einige der Bilder sprechen für sich…. schamlos, würdelos und respektlos.  Sie, diese Frauen, sprechen und marschieren aber ganz sicher nicht für mich!

Und wenn sich schon Frauen in demokratischen Gesellschaften für Frauenrechte einsetzen und demonstrieren, dann sollten sie sich mit den vom IS geschundenen Frauen solidarisieren, mit den nach Sharia-Recht entmündigten Frauen muslimischer Gesellschaften,  mit zwangsverheirateten Mädchen, mit rechtlosen Frauen in Afghanistan, mit den jungen Mädchen, deren Genitalien verstümmelt werden. Und sie sollten dagegen protestieren, dass Abertausende weibliche Föten abgetrieben werden….  weil von Männern dominierte Familienclans  es so wollen.

 

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NACHTRAG  am 24. Januar 2017

Einen ganz und gar wunderbar lesenswerten Text zur Anti-Trump-Hysterie gibt es hier:

Make thinking logical again

Danke an Roger Letsch für seine Gedanken, Zitat: „Geschrieben am 22.1.2017, dem zweiten Tag nach der Apokalypse. „

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