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Das Leben kann ja so hart sein… 11. Oktober, 2022

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Aus dem Netz gefischt:

„Am 14. Oktober kehrt der abberufene Botschafter in die Ukraine zurück. Frau und Kinder sollen ihn zunächst nicht begleiten.

Aktualisiert

dpa, 7.10.2022aktualisiert 07.10.2022 – 21:40 Uhr

Andrij Melnyk
dpa/Michael KappelerAndrij Melnyk

Der scheidende ukrainische Botschafter, Andij Melnyk, denkt darüber nach, zunächst ohne seine Familie in sein Heimatland zurückzukehren. „Wir überlegen noch, ob ich zunächst alleine fahre“, sagte Melnyk dem Nachrichtenmagazin Spiegel. Seine Frau Switlana Melnyk sagte, die Umstellung werde für alle eine große Herausforderung. „Wir haben einen 20-jährigen Sohn, der hier studiert, und eine elfjährige Tochter, die in Berlin in die sechste Klasse geht.“

Das größte Problem werde sein, für die gemeinsame Tochter eine Schule mit Schutzbunker zu finden – davon gebe es zu wenige in der Ukraine.

. „Sonst ist nur Online-Unterricht erlaubt“, so die Frau des seit Juli abberufenen Botschafters.

„Jeder Tag ist hart für mich“

Melnyk wird Berlin am 14. Oktober verlassen, um einen neuen Posten im Außenministerium in der ukrainischen Hauptstadt Kiew zu übernehmen. Sein Nachfolger ist der ukrainische Topdiplomat O. Makejew.

Als langjähriger Botschafter in Deutschland hatte der 47-Jährige wegen seiner mitunter unkonventionellen Art der Kommunikation für Kontroversen gesorgt

 – vor allem seit der russischen Invasion in der Ukraine. Im Gespräch mit dem Spiegel hob Melnyk die Unterstützung seiner Frau hervor. „Allein hätte ich das emotional und psychisch nie geschafft. Jeder Tag ist hart, für mich, für uns beide“, sagte er dem Magazin.“ Quelle

Dies ist die Meldung, die mich doch einigermaßen in – nun ja – Irritationen versetzt. Kaum eine andere Person hat meine Nerven in der öffentlichen Debatte seit dem Beginn der Krise in der Ukraine derartig strapaziert, wie der streitlustige und unverschämt fordernde Botschafter.

Auf der rein menschlichen Ebene kann ich den Herrn Ex-Botschafter wirklich gut verstehen. Ich würde natürlich auch für meine Tochter eine Schule aussuchen, die im Falle eines Krieges auch einen bombensicheren Unterstand oder Keller oder Bunker aufweist. Und natürlich würde ich meinen studierenden Sohn nicht aus den ersten Semestern an der Uni in Deutschland reißen, um ihn unter weitaus ungünstigeren Verhältnissen in der Ukraine studieren zu lassen, bzw. ihn schon gar nicht an der Front Erfahrungen sammeln lassen wollen, wie sie unzähligen jungen Männern heute unfreiwillig zugemutet werden. Das können ja die übernehmen, die niemals die Vorzüge einer friedlichen deutschen Universität genossen haben, mag der Botschafter denken, der gar nicht genug kriegen konnte an schweren Waffen, die ja nun nicht ohne die Bedienung durch junge Männer auskommen können….

Und mehr will ich zu diesem Vorgang nicht sagen.

Ich könnte sonst wirklich sehr unhöflich werden.

Interessant auch diese Enthüllungen….

Zitat: „Meine Frau hat mich immer angespornt“, so Andrij Melnyk, der dann auch noch enthüllt, dass er sich bei besonderes provokanten Twitteräußerung zuvor mit seiner Frau abspreche. „Bei manchen Kommentaren, die ich für Medien schreibe und die mir vielleicht zu stark erscheinen, frage ich sie“. Seine Frau ergänzt: „Und ich sage dann oft – lass es stehen. Sage es ihnen.““

Und nun bleibt die Dame im sicheren Westen…. natürlich nur der Kinder wegen…

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Es ist nicht das Wetter…. 17. September, 2022

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Es ist nicht das Wetter, das mich frösteln lässt.

Zwar ist es kühl auf der Wiese, der Wind ist stark und beinahe stürmisch, graue Wolken bedecken den ganzen Himmel und immer wieder kommt es zu heftigen Schauern, aber ich muss mich ja nicht draußen aufhalten und gegen die Kühle im Haus kann ich mich wappnen – mit warmer Kleidung und mit dem Feuer, das ich gegen Abend im Kaminofen entzünden werde, wenn langsam auch alle Aktivitäten im Haus zur Ruhe kommen.

Es ist auch nicht die Aussicht auf die Arbeit und Bürokratie, um den Schaden im Wiesenhaus zu beheben, die mich frösteln lässt. Damit kann ich umgehen, das kriegen wir hin. Wir sind sozusagen „sturmerprobt“.

Es sind die Nachrichten, die mich selbst in der Abgeschiedenheit unserer kleinen Siedlung hinter dem Deich erreichen, obwohl ich Nachrichten nur noch in homöopathischer Dosierung aufnehme und alle Sendungen meide, die meine Ängste schüren und meinen Blutdruck in die Höhe treiben könnten.

Manche der Schreckensmeldungen erreichen mich eben doch.

Ich bin ziemlich irritiert, wie tiefenentspannt viele Menschen zu sein scheinen, die mit gleichmütiger Gelassenheit all diese Ankündigungen an sich abperlen lassen, die uns eigentlich in höchste Alarmbereitschaft versetzen müssten.

Als Beispiel sei der folgende Bericht genannt, den man unter diesem Link lesen kann:

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/energie-mangel-viele-chemiefirmen-stoppen-die-produktion-18321698.html?GEPC=s13

Daraus zitiere ich einige Passagen

„In der Chemieindustrie macht sich Angst breit. „Wir haben lange davor gewarnt, dass Produktion stillgelegt wird und Unternehmen ganz aussteigen. Und genau das findet jetzt statt“, sagt Wolfgang Große Entrup. Der Hauptgeschäftsführer des Verbands der Chemischen Industrie (VCI) schildert die Lage im Gespräch mit der F.A.Z. dramatisch. Vor allem im Mittelstand stünden Unternehmen mit dem Rücken zur Wand. „Wir haben sehr viele, die schreien buchstäblich um Hilfe.“

Dabei geht es nicht nur um die Gaspreise, obwohl diese ein riesiges Problem darstellen. Neben den enormen Energiepreisen, sind es weitere Faktoren, die ursächlich mit dem Ukraine-Krieg und den Sanktionen zusammenhängen und die der Industrie das Leben schwer machen – und damit natürlich auch allen Menschen, die durch ihre Arbeitsplätze direkt davon betroffen sind. So heißt es in dem Bericht weiter:

„Nach Große Entrups Worten beginnen jetzt Wertschöpfungsketten zu reißen. Ammoniak, Harnstoff, Adblue, Salzsäure, Vorprodukte für die Pharmaindustrie, selbst Basischemikalien würden schon knapp. „Die Zusammenhänge werden offensichtlich und klar“. Trotzdem werde die Lage in der Politik noch immer unterschätzt. Es gebe viel Aktionismus, viele Kommissionen, aber die nötigen Hilfen kämen nicht an. Und vieles, was versprochen worden sei, etwa der unbürokratische „Fuel Swap“, der Unternehmen ermöglicht, ihren Betrieb kurzfristig auf Öl umzustellen, funktioniere noch nicht.“

Die Lage wird von der Politik wohl auch deshalb immer noch unterschätzt, weil der Wirtschaftsminister ein studierter Schöngeist ist, der zwar wunderbar fein gedrechselte Reden abliefern kann und das Volk mit seinen märchenhaften Umschreibungen der eigentlich rauen Wirklichkeit einlullt und in den Schlaf der Ahnungslosen versetzt und der Kanzler ihn gewähren lässt, vermutlich um das komplizierte Zweckbündnis seiner Regierung nicht zu gefährden, in dem auch Herr Lindner als Finanzminister ein gewichtiges Wort mitzureden hat. Ganz abgesehen von den jeweiligen Rücksichtnahmen, die jede Partei auf ihre Wählerschaft nehmen muss, um die Garanten für die Wiederwahl bei Laune zu halten. Irgendwann, so fürchte ich, wird das Spiel nicht mehr aufrecht zu halten sein und die Strategie wie ein Kartenhaus in sich zusammenfallen. Es ist aber ein Irrtum zu denken, mit der CDU an der Spitze ließen sich die Probleme leichter lösen. Wenn man sieht, wie vehement allein Frau von der Leyen die weitere Unterstützung der Ukraine mit Geld und Waffen fordert, kann von einer Abkehr der bisherigen „Kriegspolitik“ der EU und einer möglichen Regierung unter Merz doch gar nicht die Rede sein.

Noch viel weniger, wenn man die Beteiligung der Grünen in Betracht ziehen muss, wehren die sich doch mit allen rhetorischen Mitteln gegen eine Forderung, die der Verband der chemischen Industrie erhebt:

„Der Branchenverband will sich diesen Montag mit seinem dramatischen Appell und einem ganzen Forderungskatalog nach Berlin wenden. Um Zeit zu gewinnen und die Strompreise zu dämpfen müssen nach seinen Vorstellung zunächst alle Kraftwerke ans Netz. Auch die bestehenden Kohle- und Atomkraftwerke. Auch wenn ein kurzfristiges Überschreiten des nationalen CO-2-Budgets nicht zu vermeiden sei, wie Große Entrup sagt.“

Weder wird die Grüne Basis dem Weiterlaufen der Atomkraftwerke zustimmen, noch werden sie vorübergehend die Schritte zur Bewältigung der Klimakrise verlangsamen oder ganz einstellen, zumal die sanfte Deindustrialisierung, wie sie „Grünen Visionären“ vorschwebt, ein Kernpunkt „Grüner Politik“ ist, die auf dem Umweg über die Ukrainekrise so ganz nebenbei und quasi unter dem Radar läuft.

Es ist nicht anzunehmen, dass Grüne Politiker sich des Hilferufs der Industrie entgegenkommend annehmen werden, das Zähneknirschen, sollten sie tatsächlich auf die Bedenken eingehen, ist doch deutlich zu hören.

Die Bedenken und der Ruf nach Hilfe aber werden laut und lauter:

„In Not geratene Versorger sollen nach dem Willen des VCI mit einer Beteiligung des Staates „zielgerichtet und temporär“ gestützt werden. Die angekündigte Strompreisbremse für den Basisverbrauch müsse auf industrielle Verbraucher ausgedehnt werden. Das schon beschlossene Energiekostendämpfungsprogramm sollte zudem verlängert und auf den Mittelstand angepasst werden. Betreiber von Chemieparks – Kern der Chemieproduktion in Deutschland – würden davon aktuell nicht profitieren.

Wie teuer die Hilfsmaßnahmen würden, darüber könne man heute nur spekulieren, sagt Groß Entrup. Klar sei aber, dass die Politik Unternehmen und Wertschöpfungsketten nur „von vorne“ retten könne. „Das Geld wird der Staat sowieso ausgeben müssen. Besser jetzt in die Struktur als nächstes Jahr zur Finanzierung der Arbeitslosigkeit.“

Die Aussichten auf die nächsten Wochen und Monate sind mindestens so grau wie die Wolken über der Wiese. Dabei ist es nur der Notruf einer Sparte, den ich hier aufgegriffen habe. Von kleinen mittelständischen Betrieben anderer Branchen ist hier nicht die Rede, auch nicht von den Familien, die in finanzielle Schwierigkeiten geraten, von Alten mit schmaler Rente oder Menschen mit geringem Einkommen.

Das alles lässt mich frösteln. Leider helfen dagegen weder dicke Pullover noch warme Socken…. und selbst mein Gottvertrauen könnte langfristig auf die Probe gestellt werden… jedenfalls was den irdischen Teil betrifft, der ja noch mein Dasein bestimmt, so sehr die Aussicht auf den Himmel auch tröstlich ist.

Im Stil eines absolutistischen Herrschers … 2. September, 2022

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Im Stil eines absolutistischen Herrschers verkündet Frau Minister Baerbock, dass sie der Ukraine am möglichen Unwillen der Deutschen vorbei jegliche Unterstützung gewährleistet, die sie (im Überschwang der Gefühle) jemals zugesagt hatte.

„Wenn ich den Menschen in der Ukraine das Versprechen gebe: ‚Wir stehen an eurer Seite, solange ihr uns braucht´, dann werde ich diese Versprechen einhalten. Egal, was meine deutschen Wähler denken. Aber ich werde die Menschen in der Ukraine wie versprochen unterstützen“, sagte Baerbock nach dem informellen Treffen der EU-Außenminister auf einer Podiumsdiskussion am Mittwoch in Prag.“ Quelle

Dass Frau Baerbock in größenwahnähnlicher Selbstüberschätzung unterwegs ist, wissen wir ja nicht erst seit diesem Statement, das wurde doch schon im vergangenen Jahr deutlich, als sie ihren Lebenslauf manipulierte, um ihre Leistungen großartiger darzustellen, als sie eigentlich sind. Es kostete sie vermutlich das Kanzleramt, aber hinzugelernt hat sie daraus NICHT.

„Egal, was meine deutschen Wähler denken!“

Was „ihre“ deutschen Wähler denken, kann Frau Baerbock in der Tat total egal sein, viele ihrer Anhänger haben nämlich längst das eigene Denken eingestellt und plappern fröhlich nach, was die vermeintliche Lichtgestalt der Grünen von sich gibt und folgen ihr blindlings nach – selbst auf dem Kriegspfad, den Frau Baerbock vom ersten Tag des russischen Überfalls auf die Ukraine beschritten hat.

Zitat: „„Wir werden an der Seite der Ukraine stehen, und das bedeutet, dass die Sanktionen auch im Winter aufrechterhalten werden, selbst wenn es für Politiker sehr schwierig wird“, sagte die Grünen-Politikerin weiter.“

Diesen Satz muss man sich auf der Zunge zergehen lassen…. „wenn es für Politiker sehr schwierig wird“!!!! Oh, es könnte für Frau Baerbock schwierig werden, die Ärmste! Dass es für viele einfache Bürger bereits sehr schwierig ist, ist ihr offenbar …egal!

Damit macht sie einmal mehr deutlich, wie wenig sie tatsächlich an ihre Aufgabe denkt und dafür umso mehr an ihr eigenes Wohlergehen.

Noch niemals habe ich eine derartige Äußerung eines Politikers vernommen, so selbstbezogen wie naiv.

Kein Grüner vor ihr hat so einen Satz jemals in die Welt posaunt und damit sein erbärmliches Innerstes offen gelegt. Es kann für Politiker schwierig werden…. Kann man sich so eine Offenbarung bei Joschka Fischer vorstellen, der jahrelang immer damit konfrontiert war, unpopuläre Entscheidungen treffen zu müssen?

Und kein verantwortlicher Politiker der Grünen vor ihr hat jemals so unverhohlen für den Krieg und gegen diplomatische Lösungen gesprochen, wie es Frau Außenminister tut, auch wenn sie natürlich beteuert, man habe alle nötigen diplomatischen Wege erkundet. Es ist ein Unterschied, ob man einen Weg erkundet oder ihn zielstrebig beschreitet. Ich kann in Frau Baerbocks Äußerungen zum Ukraine-Konflikt nicht erkennen, dass sie ihre gesamte Energie auf eine nicht-militärische Lösung ausrichtet, forderte sie doch von Beginn an die Lieferung (und ihren Einsatz) schwerer Waffen für die Ukraine und hält bis zum heutigen Tag an diesen Forderungen fest.

Was mich aber beinahe noch mehr, als dieses „egal, was meine deutschen Wähler denken“ aufregt, ist ihre erkennbare Überschätzung der Zuständigkeit ihres Amtes. Nicht das Außenamt entscheidet über die politische Strategie in diesem überaus ernsten Konflikt mit seinen nicht abzusehenden Folgen für uns, unser Land, unsere Wirtschaft, unsere Bevölkerung. Es geht doch nicht darum, was Frau Baerbocks Wähler denken, es geht darum, wie gut und vor allem wie schnell es gelingt, die Krise zu meistern, die doch unübersehbar mit den Sanktionen verbunden ist, mit denen der Westen Putin zum Einlenken zwingen wollte und will.

Die Bewältigung der Krise erfordert eine gemeinsame Anstrengung aller an der Regierung beteiligten Ministerien, da kann doch nicht in selbstherrlichem Absolutismus die Frau Minister Baerbock entscheiden, ob und wie und wie lange SIE die Ukraine unterstützen will. Die Sprache sei den Menschen gegeben, die Gedanken zu verbergen, so oder so ähnlich habe ich es einmal gelesen, und nach wie vor halte ich es für die Basis der Diplomatie, mit dem gesprochenen Wort sorgfältig umzugehen, die Strategien eben nicht offenzulegen für jedermann, egal ob Freund oder Feind. Aber vielleicht denkt Frau Baerbock ja, sie könne mit ihren Zusagen Herrn Putin beeindrucken und ihn das Fürchten lehren.

Eher – das ist mein ganz persönlicher Eindruck – lehrt sie uns, die Deutschen, das Fürchten, die Furcht vor einer Regierung nämlich, die die Interessen des „deutschen Volkes“ (dem zu dienen die Minister feierlich versprachen) sträflich vernachlässigen zugunsten eines Vorgehens „gegen Putin“. Das, so will es mir zunehmend mehr scheinen, ist der wesentliche Beweggrund für alle bisher getroffenen Entscheidungen und vorgenommenen Maßnahmen. Die Verteidigung der Ukraine ist längst zu einem Stellvertreterkrieg des Westens gegen Putin (und nicht einmal gegen Russland) geworden.

Wir werden in eine Auseinandersetzung gezwungen, die bereits jetzt das Potenzial hat, die Basis unserer Lebensumstände nachhaltig zu gefährden, wenn nicht gar zu zerstören.

Deshalb machen mich die Äußerungen Frau Baerbock nicht „nachdenklich“, sondern unfassbar wütend. Wir wurden nicht und werden nicht gefragt, ob wir den von ihr beschriebenen und auch bereits beschrittenen Weg mitgehen wollen, einen Weg, bei dem es doch nicht mehr um die Unterstützung für die Ukraine geht, auch nicht um die Verteidigung unserer westlichen Werte, sondern um die grundsätzliche Vernichtung des politischen Gegners namens Putin.

Putin, das will ich in aller Deutlichkeit sagen, ist ein tyrannischer und kaum berechenbarer Diktator, ihn international kalt zustellen, ist leider nicht gelungen, aber unseren Lebensstandard deutlich zu gefährden, um ihn in die Knie zu zwingen, halte ich mehr denn je für den falschen Weg.

Zitat: „Strategische Kommunikationsbemühungen sollten deswegen darauf abzielen zu zeigen, wie die Unterstützung für die Ukraine langfristig die Sicherheit Europas erhöhe und warum Sanktionen notwendig und effizient seien.“

Strategische Kommunikationsbemühungen“ stellt sich Frau Baerbock darunter vor, die Überlegungen andersartiger Zielsetzungen als die ihren, die ja auf eine militärische Lösung hinauslaufen, nicht zum Zuge kommen zu lassen? Strategische Kommunikationsbemühungen im Sinne von „Manipulation“ der Bevölkerung, sich der Sicht der Frau Baerbock und ihrer Follower anzuschließen?

An dieser Stelle wird für mich die Forderung nach einem Machtwort des Kanzlers laut und lauter.

Herr Scholz, weisen Sie Ihre Minister in ihre Schranken, stehen Sie zu Ihrem Wort, das Sie am Anfang Ihrer Regierung gaben: Schaden vom deutschen Volk abzuwenden.

Das gilt meines Erachtens auch Ihrem Vizekanzler, der sich immer noch weigert, die Energiesicherheit unseres Landes vor die ideologischen Grundsätze seiner Partei zu stellen.

Sie haben „Führung“ versprochen. Bitte stelle Sie klar, dass weder Frau Baerbock, noch Herr Habeck die Führung dieses Landes innehaben, auch wenn die Medien genau diesen Eindruck zu vermitteln suchen. Machen Sie von Ihrer Richtlinienkompetenz (endlich?) Gebrauch.


Siehe zum gleichen Thema: „Egal, was meine deutschen Wähler denken

Gas, Gas, Gas …. 18. August, 2022

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Ich kopiere folgenden Bericht der ARD ungekürzt hierher, damit er mir nicht verloren geht, bitte sehr:

„Trotz stark gedrosselter Energielieferungen aus Russland haben deutsche Gaskraftwerke im Juli mehr Strom erzeugt als 2021. Das liegt auch an der hohen Nachfrage aus Ländern wie Frankreich.

Gaskraftwerke in Deutschland haben im Juli deutlich mehr Strom produziert als im Vorjahresmonat. In diesem Juli stieg die erzeugte Strommenge auf 4036 Gigawattstunden von 3558 Gigawattstunden im Juli 2021. Das entspricht einem Anstieg von 13,5 Prozent, wie aus dem Strommarktdatenportal Smard der Bundesnetzagentur hervorgeht.

Bereits im Mai dieses Jahres lag die erzeugte Strommenge deutlich über der des Vorjahres, im Juni allerdings etwas darunter. Blickt man in das Jahr 2020, liegen die Zahlen aller drei Monate wiederum deutlich über allen Werten von 2021 und 2022. So erzeugten etwa Gaskraftwerke im Juli 2020 insgesamt 5888 Gigawattstunden Strom.

Ein Freileitungsmast steht unter blauem Himmel auf einem Feld. | picture alliance / Kirchner-Medi

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hatte jüngst einen Stopp der Stromproduktion mit Hilfe von Gas gefordert. Man müsse daran arbeiten, dass zur Gaskrise nicht eine Stromkrise komme, so Lindner in der „Bild am Sonntag“. „Deshalb darf mit Gas nicht länger Strom produziert werden, wie das immer noch passiert.“ Das Wirtschaftsministerium verwies darauf, dass ein völliger Verzicht auf Gas im Stromsektor zu einer Stromkrise und Blackouts führe.

Stromexport nach Frankreich fast versechsfacht

Der Branchenverband Zukunft Gas vermutet als Grund für das aktuelle Plus eine stark erhöhte Stromnachfrage aus Frankreich, wo derzeit zahlreiche Atomkraftwerke nicht am Netz sind, sowie aus der Schweiz. Dort kann derzeit wegen der Dürre nicht so viel Strom aus Wasserkraft produziert werden.

Bereits im zweiten Quartal habe sich der Stromexport aus Deutschland nach Frankreich gegenüber dem Vorjahr fast versechsfacht. Beim Export in die Schweiz betrug der Anstieg sogar mehr als das Sechsfache. „Diese Strommengen wurden zum Teil wohl mit Gaskraftwerken produziert und exportiert“, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.

Nachbarschaftliche Solidarität“

Der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, hatte in der ZDF-Talkshow „Markus Lanz“ von einem Effekt gesprochen, der etwas mit „nachbarschaftlicher Solidarität“ zu tun habe, „auch wenn er unter Gas-Gesichtspunkten nicht wünschenswert ist“.

Energieexperte Mirko Schlossarczyk vom Energieberatungshaus enervis energy advisors sagt im Gespräch mit tagesschau.de, dass man eine gegenläufige Bewegung zu dem sehe, was energiepolitisch eigentlich vorhergesehen sei: Gas zu sparen in der Verstromung. Eine 13,5 Prozent höhere Stromproduktion aus Gaskraftwerken im Juli 2022 gegenüber dem Vorjahresmonat bedeutete, dass etwa eine Terawattstunde (TWh) mehr Gas zur Verstromung eingesetzt wurde.

Derzeit kämen viele Probleme zusammen, so Schlossarczyk. Im Sommer sei es in Frankreich historisch immer wieder zu Instandhaltungsmaßnahmen der Kernkraftwerke gekommen. Nun gebe es außerdem Probleme mit dem fehlenden Kühlwasser und technische Schwierigkeiten. All das führe dazu, dass Deutschland das erste Mal seit Jahren in den Sommermonaten per Saldo erhebliche Mengen Strom nach Frankreich liefere. Die französischen Strompreise hätten Höchststände erreicht, die vor allem durch hohe Risikoaufschläge geprägt seien.

Hohe Gaspreise bedeuten auch teuren Strom

„Wenn wir sagen: Wir müssen Gas sparen, weil wir es im Wärmemarkt brauchen, dann müsste man konsequenterweise auch sagen, dass man die Gaskraftwerke stilllegt“, so Schlossarczyk. Dann müsse es die klare Entscheidung geben, Gas nicht mehr zu verstromen. Denn solange die hohen Gaspreise in den Strommarkt abgewälzt werden könnten, werde das nach marktwirtschaftliche Regeln auch gemacht. Die andere Frage sei, inwieweit das bei einer möglichen Gasmangellage vertretbar sei.

Eine Entspannung der Strompreise hält der Experte nicht für ausgeschlossen. Sie hänge aber von verschiedenen Faktoren ab. Vorrausetzung sei auch die Normalisierung der Pegelstände in den Flüssen und eine Verbesserung der Situation bei den französischen Kernkraftwerken. Zudem müsste, wie im Ersatzkraftwerkebereithaltungsgesetz (EKBG) geplant, eine Reihe von Kohlekraftwerken ans Netz zurückkehren. Das jedoch gehe nicht von heute auf morgen. Auch ein Weiterbetrieb der deutschen Kernkraftwerke könne für Entlastung sorgen.“

Quelle

Wir sind natürlich solidarisch.

Und natürlich bezahlen wir ohne zu zögern die Gasumlage samt der fälligen Mehrwertsteuer. Das sind wir der Solidarität mit der Ukraine schuldig.

Und aus Russland dringt leises Gelächter an mein Ohr…

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Im Winter liefert Frankreich Atomstrom an uns – so geht das Geschäft, bzw. das ist es, worauf wir hoffen müssen.

Teurer Beistand…. 29. Juli, 2022

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Dass es teuer wird, hören wir ja immer deutlicher. Solidarität ist eben nicht nur eine freundliche Haltung, sie ist auch ein teures Gut, sowohl ideell wie finanziell.

Ideell werden wir alle eingeschworen auf den Kampf Gut gegen Böse, und es ist völlig klar, wer gut und wer böse ist. Das will ich hier nicht debattieren, denn es wäre vermutlich auch böse, allzu genau nachzufragen, wie gut und böse definiert wird und wer darüber entscheidet. Gestern lieferte Monitor dazu einen „sehr guten“ Beitrag. Böse ist zum Beispiel nach Meinung der Monitor-Redaktion, wer sich gegen Abtreibung ausspricht, evangelikalen Kreisen angehört, sich auf der Seite der orthodoxen Christen wohler fühlt, als bei den bekennenden Atheisten, in Weltanschauungsfragen eine andere Meinung hat als Georg Restle und nicht nur Putin für gefährlich hält, sondern auch anderen Kriegsbefürwortern nicht über den Weg traut. Als besonders gefährliches Beispiel wurde die Regensburgerin Gloria von Turn und Taxis vorgeführt, die alle diese negativen Haltungen von A wie Abtreibung bis Z wie Zelenskyj in ihrer Person vereinigt. In einem Land, das sich bisher so viel auf die herrschende Meinungsfreiheit einbildete, ist es schon ziemlich gefährlich, sich öffentlich so zu positionieren, wie es die einst so schillernde Fürstin wortgewandt und gar nicht furchtsam tut. Auch wenn ich ihr nicht in allen Positionen zustimme, bewundernswert finde ich es schon, dass sie so unumwunden ihre Meinung kundtut, auch wenn sie dafür gescholten wird.

Mehr Mut zu eigenem Denken und Reden wäre uns allen zu wünschen… meine und denke ich. 😉

Die finanzielle Seite unserer uneingeschränkten Solidarität mit der Ukraine ist bereits jetzt spürbar durch die gestiegenen Lebenshaltungskosten. Sie wird für viele Familien aber im Herbst zu dramatischen Situationen führen, wenn nämlich die beschlossene „Gasumlage“ zur Rettung der Gasversorger in ganzer Härte auch bei den Endverbrauchern eintrifft.

In einem Paar-Haushalt mit einem jährlichen Verbrauch von 12.000 kWh liegen die zusätzlichen Kosten durch die Umlage laut Check24 zwischen 214 und 714 Euro. Für einen Single-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 5000 kWh Gas pro Jahr sind Mehrkosten zwischen 89 Euro und 298 Euro zu erwarten. Auch das Verbrauchsportal Verivox hat Modellrechnungen erstellt und kommt zu denselben Zahlen wie Check24.

Das ist für Leute mit einem hohen und vor allem sicheren Einkommen vermutlich zu verkraften, aber für Familien oder einzelne Personen, die ohnehin nicht auf Rosen gebettet sind, wird jeder Euro weniger im geplanten Etat ganz bitter zu Buche schlagen.

Wirtschaftsminister Habeck betonte, dass es Entlastungen für jene Bürger geben werde, die wegen der Umlage an die Armutsgrenze rutschten: „Das ist kein guter Schritt, aber ein notwendiger Schritt.“ Tragbar werde er durch soziale Ausgleichsmaßnahmen.“

Aber auch diese Ausgleichsmaßnahmen bringt ja nicht der Nikolaus oder der Weihnachtsmann. Ich bin immer erstaunt, mit welcher Selbstverständlichkeit bei diesen Berechnungen unterschlagen wird, dass das dafür notwendige Geld ja zunächst erwirtschaftet werden und dann in Form von Steuern dem Staat zur Verfügung gestellt werden muss. Geld, das zudem an anderen Stellen nicht mehr ausgegeben werden kann, weil auch der Wirtschaftsminister wie die schwäbische Hausfrau jeden Euro nur einmal einsetzen kann, um damit Notwendiges zu bezahlen.

Die geplante Umlage für alle Gaskunden soll voraussichtlich ab dem 1. Oktober gelten. Die genaue Höhe der Umlage solle bis Mitte oder Ende August im Internet veröffentlicht werden, hieß es aus dem Bundeswirtschaftsministerium. Sie hänge davon ab, welche Ausgleichsansprüche die Gasimporteure geltend machten.

Betroffen von der Gasumlage sind Millionen Deutsche. Etwa die Hälfte aller Wohnungen in Deutschland wird mit Gas beheizt. Über die Umlage sollen Versorger die stark gestiegenen Einkaufspreise wegen der zuletzt immer stärker gedrosselten russischen Lieferungen an alle Gasverbraucher weitergeben können. Geplant ist, dass Importeure 90 Prozent der höheren Beschaffungskosten über die Umlage weiterreichen können. Bis Ende September müssen die Importeure ihre Kosten noch selbst tragen.

Ich verkneife mir an dieser Stelle die Frage, wie hoch die Profite der Importeure in den vergangenen Jahren waren und wo sie möglicherweise sicher gebunkert sind…

Der Stadtwerke-Verband fordert von der Politik schnelle Klarheit, um Kundinnen und Kunden rechtssicher über die Höhe der Gasumlage informieren zu können. „Andernfalls müssen Stadtwerke vorübergehend für ihre Kunden die Umlage bezahlen, was die wenigsten auch nur kurze Zeit durchhalten können“, sagte eine Sprecherin des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Der Verband forderte eine Vorbereitungszeit von acht bis zehn Wochen.

Verbraucherschützer pochen indes darauf, dass zusätzliche Entlastungen für Haushalte mit niedrigen Einkommen jetzt schnell kommen. „Wenn die Umlage zum 1. Oktober kommt, muss das Hilfspaket der Bundesregierung für die Verbraucherinnen und Verbraucher stehen“, sagte Ramona Pop, Chefin des Verbraucherzentrale Bundesverbands.“

Spätestens im Herbst stehen uns heiße Debatten und kalte Tage bevor.

Heute las ich in der Zeitung, dass die Stadt Hannover überlegt, die Temperatur in den Klassenräumen der Schulen zu drosseln.

Mit den Kindern kann man es ja machen…

Nach zwei Jahren mit schlecht organisierten Corona-Schutzmaßnahmen in den Schulen ist nun Frieren für den Krieg in der Ukraine angesagt….

Der Bumerang, in Form der Sanktionen gegen Russland, ist inzwischen mit aller Wucht bei uns angekommen.

Ich vergaß mitzuteilen, aus welcher Quelle die Zitate stammen. Sie finden sich hier.

Trübe Aussichten… 11. Juli, 2022

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„Man“ hätte es doch wissen müssen, zumindest aber wissen können, dass die gegen Russland ausgesprochenen Sanktionen nicht unbeantwortet bleiben würden.

Können unsere Politiker denn wirklich so naiv gewesen sein, sich nicht über die Folgen ihrer Handelsbeschränkungen, die sie Russland auferlegten, im Klaren gewesen zu sein und sich stattdessen – wie ich ja immer wieder staunend und vollkommen irritiert beobachtet habe – immer stärker von Journalisten antreiben zu lassen, noch mehr Solidarität zu zeigen, noch mehr Waffen zu liefern, noch mehr Sanktionen auszusprechen, noch mehr Verbündete für diese Art der Kriegsbeteiligung zu gewinnen?

Aus amerikanischer Sicht scheint es eine gute Strategie zu sein, Russland weiter und weiter isolieren und kalt stellen zu wollen, aber die kalten Füße werden in diesem Fall weder die Amerikaner, noch die Russen haben, verfügen sie doch über genug Energie, den Krieg bis in den Winter und darüber hinaus zu tragen. Auch wird die amerikanische Wirtschaft kaum unter den Sanktionen zu leiden haben, weder müssen sie aus Energiemangel die Produktion stilllegen, noch verlieren sie einen großen Handelspartner und Abnehmer ihrer Produkte. In Europa sieht das aber schon ganz anders aus.

Die Abhängigkeit von den russischen Energieträgern und das Wegbrechen des Marktes in Russland bringt für europäische – und speziell für deutsche Unternehmen – erhebliche Risiken mit sich. Man muss doch nicht Wirtschaftsminister sein, um sich das an 5 Fingern abzählen zu können.

Und was meint Herr Müller mit sehr, sehr schlimm?

„Sollte wirklich gar kein Gas mehr aus Russland kommen, befürchtet Müller eine schwierige Versorgungslage in Deutschland. Solch ein „worst case“ „sieht leider sehr, sehr schlimm aus, muss man deutlich sagen“, sagte er im ZDF. „Das heißt, in dem schlimmsten Fall, wenn also kein Gas mehr aus Russland käme.“

Dabei komme es auch auf ein paar Parameter an: „Wie schnell sind wir mit den Flüssiggas-Terminals, die die Bundesregierung beschafft? Wie stark können wir selber Gas einsparen“, zählt Müller auf. „Aber es gab mehrere Szenarien, nach denen wir in eine Gas-Notlage reinrutschen würden. Das hieße, es wäre zu wenig Gas da.““ Quelle https://www.zdf.de/nachrichten/politik/gas-versorgung-bundesnetzagentur-mueller-ukraine-krieg-russland-100.html

Meint sehr, sehr schlimm lediglich, dass Wohnungen kalt bleiben, Krankenhäuser genauso wenig geheizt werden können – und darum still gelegt werden müssten – wie Altenheime und Schulen? Meint er nicht vielmehr, dass darüber hinaus in Deutschland das Licht ausgehen wird, weil in den Gaskraftwerken die Turbinen nicht mehr laufen und es eben nicht nur an Gas, sondern auch an elektrischer Energie in den Fabriken für Maschinen und Produktionsanlagen, in Haushalten für das Betreiben der auf Energie angewiesenen Geräte wie Kühlschrank, Waschmaschine, Heizungsanlage, Herd und Licht und öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen an allen Ecken und Enden, die mit Strom versorgt werden, fehlen wird?

Bei einem Blackout, so war vor einiger Zeit und lange vor dem Ukraine-Desaster zu lesen, funktioniert nämlich binnen kürzester Zeit auch die Versorgung mit Frischwasser ebenso wenig, wie die Entsorgung des Brauchwassers (inklusive Toilettenabwasser)… Bei dem Modell zum Blackkout war von der Ukraine noch gar keine Rede, da ging es um die Frage, ob nach der Abschaltung der Atomkraft- und der Kohlekraftwerke die Energiesicherheit gewährleistet wäre – zu dem Zeitpunkt waren alle Gaskraftwerke noch in der Lage, Volllast zu fahren, fallen die aber aus, weil das russische Gas ausbleibt und die Speicher leer sein werden, kann man doch mit allem Fatalismus nur noch „Gute Nacht, Deutschland“ sagen und versuchen, in irgendeiner Form das private Leben doch noch zu bewältigen.

Irgendwo las ich den zynischen Rat, man könne ja – wenn die Wohnungen nicht mehr beheizt werden können – für die Rentner „Wärmestuben“ nach dem Vorbild der Adolf’schen Kriegsjahre einrichten. Hey, da kommt richtig Freude auf.

Freudig werden die Nordlichter wohl auch auf diese Sätze reagieren:

„Müller appellierte an alle, Gas zu sparen. „Man muss die Lage genau beobachten, gleichzeitig aber alles dafür tun, jetzt schon Gas einzusparen, die Heizung zu optimieren, in der Familie zu diskutieren, in der Industrie sich vorbereiten.

Aus Sicht der Bundesnetzagentur gelte es auch, ein Nord-Süd-Gefälle in Deutschland bei der Gasversorgung zu verhindern. Daher würden die Speicher im Süden gezielt gefüllt.“

Ich kann diese Darstellung nur so verstehen, dass es gar nicht um die „Gasversorgung“ als solche handelt, sondern um die Bereitstellung von Energie durch Gaskraftwerke. Im Norden scheint die Energieversorgung gesichert zu sein, da sich dort ausreichend genug Windräder drehen, die verhindern sollen, dass wir völlig im Dunkeln stehen, da im Süden aber – Dank der jahrelangen Blockadehaltung der Südländer – weder Windkraft noch Trassen vorhanden sind, eigenen Strom zu produzieren oder den aus dem Norden nach Bayern zu liefern, müssen dort die Gaskraftwerke ungehindert laufen. Sind das nur meine Hirngespinste oder trifft es exakt ins Schwarze? (Es mag allerdings auch möglich sein, dass die Gasspeicher des Nordens einen höheren Füllstand haben…. immerhin kam bisher das meiste russische Gas in den nördlichen Bundesländern an….)

Wie auch immer, ich plädiere immer dringlicher dafür, einen Waffenstillstand auszuhandeln, bei dem auch die Ukraine Zugeständnisse machen muss.

Ich weiß, dass diese Forderung nicht sehr populär ist in Deutschland, Aber ich denke – und an der Stelle sehe ich es grundsätzlich anders als Frau Baerbock, die meint, man könne Sicherheitspolitik nicht mehr mit, sondern müsse sie ohne Russland betreiben – dass es eine Zeit nach Putin geben wird, auf die man jetzt schon hinarbeiten muss. Wir West- und Mitteleuropäer können mit diesem sehr großen Land an unseren östlichen Grenzen auf Dauer nicht OHNE gemeinsame Friedensbemühungen MIT Russland leben.

Herr Biden mag das anders sehen, er spielt seine eigene Musik nach eigenen Noten, er gibt den Takt vor und den Ton an. Ob es uns gefällt oder nicht, ist nicht von Interesse.


Leseempfehlung: https://zettelsraum.blogspot.com/2022/07/randnotiz-venezuela-als-vorbild-und-wer.html#more

Zitat aus dem Text: „Nach jetzigem technischen Stand, nach dem was überhaupt irgendwie möglich oder denkbar ist, muss ein Land, wenn es weiter so viel Energie verbrauchen will wie bisher, entweder Kohle, Öl oder Atomkraftwerke bauen. Oder  mit Russland Frieden schließen und sich diesem auf Gedeih und Verderb ausliefern. Die Alternative dazu ist schlicht die Reduktion der Lebensqualität. Womit wir in Venezuela sind, wo die Regierung ihren Bürgern auch den immer engeren Gürtel vorschreibt.“

Zum Lachen ist mir gerade nicht zumute…. 8. Juli, 2022

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Nein, zum Lachen ist mir wirklich nicht zumute, eher könnte ich aus der Haut fahren, zumindest aber seufzend die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.

Am frühen Morgen liefert mir das Smartphone schon die unangenehmsten Nachrichten frei Haus. Ich könnte das natürlich ignorieren und so tun, als wäre die Welt um mich herum in bester Ordnung.

Nun, um mich herum, also direkt vor, in und hinter unserem Haus ist die Welt ja in schönster Ordnung. Zwar müsste ich dringend Hof und Gosse vorm Haus kehren und im Haus allen möglichen hausfraulichen Pflichten nachkommen, auch könnte das Gärtchen meine ordnende Hand gebrauchen, wächst da doch alles so munter vor sich hin, ganz gleich, ob ich meinen Segen dazu gegeben habe oder nicht. Die freundlichen Nachbarn haben während unserer Wiesentage die Blumen auf der Terrasse vor dem Verdursten gerettet und den Briefkasten davor bewahrt, überzuquellen. So betrachtet, habe ich gar keinen Grund, mit dem Zustand meiner kleinen Welt zu hadern.

Aber alles, was mein Telefon mir an Neuigkeiten zumutet, dient doch eher dazu, meinen Blutdruck in die Höhe zu treiben, als mich in gewohnter und geliebter Sicherheit zu wiegen.

Gestern, so erfuhr ich, sei der Kanzler von einer jungen Aktivistin arg bedrängt worden. Die junge Dame, so las ich, ist Mitglied in irgendeiner „rettet-die-Welt-Initiative“ und studiert – man höre und sei begeistert – seit Oktober Politikwissenschaften. Mit diesen damit bereits erworbenen herausragenden Kenntnissen kann sie natürlich dem Kanzler gute Ratschläge erteilen, wie er sein Amt zu führen habe…. jedenfalls überschlugen sich die Journalisten geradezu darin, die Aktivistin für ihre Kanzlerschelte zu loben. Wer irgendwann mal studiert hat UND gleichzeitig Aktivist für irgendwas war, hat eine Ahnung davon, wie viel Zeit in den Erwerb von Wissen investiert werden kann, wenn man doch „mal eben schnell die Welt retten“ will und muss. Ich behaupte mal, dass das mit dem Wissenserwerb so ein bisschen schmalspurig, wenn überhaupt funktioniert. Aber wen kümmert das, wenn man – als Sender – mit einem attraktiven jungen Mädchen mit kessem Mundwerk für Quote und damit auch Kasse sorgen kann.

Ganz hervorragend zur Weltrettung passt es, dass die Mieter eines hier nicht näher zu nennendem Wohnungskonzerns, der seine Wohnungen mittels Gaszentralheizung auf die bisher geforderten Wärmestandards brachte, sich auf deutlich niedrigere Temperaturen in den Wohnungen einstellen müssen. Ab Herbst, so teilte mein Telefon mit, würden die Raumtemperaturen dem mangelnden Gasvorrat angepasst und vor allem zur Nacht deutlich abgesenkt. Das müsste doch die Weltretterin freuen. Und vielleicht hat sie ja eine Oma, die ihr – wie ich es könnte – erzählen kann, wie es damals in ihrer Jugend war, als wir nicht die Welt retten, sondern der eigenen Haut ein ganz klein wenige Gutes angedeihen lassen wollten.

Bei uns war es in den Jahren meiner Kindheit in den 50er Jahren nämlich so: Gegen Ende des Sommers lieferte der Kohlenhändler Steinkohle in Form von „Eierkohlen“ an und Braunkohle in Form von Briketts. Mit der Steinkohle wurde der Dauerbrandofen in der Küche befeuert, auf dem in den Wintermonaten auch gekocht wurde. Die Briketts sollten den Dauerbrand auch während der Nacht gewährleisten, dennoch senkte sich die Raumtemperatur in den kalten Winternächten so deutlich ab, dass es morgens kalt war in der Küche und darum mein Vater oder meine Mutter schleunigst das Feuer im Ofen wieder in Gang setzten. Der Gasherd war nur für die Sommerküche zuständig. Die Küche war für unsere Familie während der Woche der einzige Raum, in dem überhaupt geheizt wurde, das Wohnzimmer blieb ebenso kalt wie das Schlafzimmer, ein weiteres Zimmer gab es nicht zu heizen. Küchen waren damals noch so konzipiert, dass man darin auch um einen Esstisch herum mit mehr als zwei Personen sitzen konnte, hatten also weder etwas mit den modernen Koch- und Esslandschaften, die heute mindesten 30 m² Fläche erfordern, noch mit den auch einmal modernen kleinen „nur-zum-Kochen-geigneten-Küchen“ etwas zu tun, waren aber – zumindest in der Mietwohnung, die wir mit 4 Personen bewohnten, nur geringfügig kleiner als die „gute Stube“, die nur an Sonn- und Feiertagen beheizt wurde. Gewaschen wurde sich nur mit kaltem Wasser, gebadet wurde nur am Sonnabend.

Als ich 10 Jahre alt waren, bezogen wir ein winziges Reihenhaus, dessen Kachelofen von der Küche aus mit Koks befeuert wurde und das ganze kleine Haus wärmen sollte, was ihm aber in kalten und windreichen Wochen nur unzureichend gut gelang. Der Vermieter hatte Erbarmen und baute ein neues Heizelement ein, das mit Öl betrieben wurde. Dazu wichen die Koksvorräte im Keller einem riesigen Tank für das Öl…

Wieder ein paar Jahre später zogen wir in eine größere Stadt und dort in ein Mehrfamilienhaus „mit Zentralheizung“! Welch ein Luxus. Zwar wurde das warme Wasser im Bad immer noch mit einer Gastherme bereitgestellt, aber mit dem Heizvorgang selbst hatten wir nicht mehr zu tun, als die Regler an den Heizkörpern auf und zu zu drehen…

So war es auch in den ersten Wohnungen, die der Liebste und ich nach unserer Hochzeit bewohnten.

In unserem Haus hält eine Fußbodenheizung die Räume warm, die Heizungsanlage im Keller liefert auch das warme Wasser, das selbstverständlich aus allen Wasserhähnen fließt (nur der Wasserhahn am Waschbecken im Keller liefert ausschließlich kaltes Wasser.) Das ganze Haus ist zu jeder Jahreszeit angenehm temperiert, nur an den sehr wenigen sehr heißen Sommertagen ist es selbst mir zu warm im Haus. Meine Wohlfühltemperatur liegt so um die 23° – 24° C. Heute wird sie definitiv nur mit Mühe erreicht, bzw. hält sich die Restwärme der vergangenen Tage noch ein wenig. Draußen ist es grau und trüb, die Sonne lässt sich nicht blicken, der Wind geht mäßig. Rudi Carell, der vor Jahren musikalisch klagte: „Wann wird es mal wieder richtig Sommer, ein Sommer, wie er früher einmal war?“ würde auch heute wieder in diese Klage einstimmen. Die heißen Tage, in denen das Wasser im Freibad allein durch die Sonne mal 26° warm wurde, gab es in meiner Kindheit und Jugendzeit nämlich noch – „auch schon“, würden die Klimaexperten allenfalls und nur ungern zugeben.

Warum ich das so ausführlich schreibe? Nun, weil sich viele junge Leute heute gar nicht mehr vorstellen können, wie mühsam in früheren Jahren die Wärme in der Wohnung erzeugt wurde. Kohle, egal ob Stein- oder Braunkohle ist ja inzwischen für die Versorgung in den privaten Wohnungen so gut wie nicht mehr anzutreffen. Das wird vermutlich nicht nur die Klimaschützer sehr freuen, auch diejenigen, die das mühsame Geschäft des Heizens nicht mehr auf diese Weise betreiben müssen.

Bleibt allerdings die Frage aller Fragen, wie die Wohnungen in dem bevorstehenden Winter tatsächlich warm genug beheizt werden können, wenn das russische Gas ganz ausbleibt und die möglichen Gaslieferungen aus anderen Quellen nur zu astronomisch hohen Preisen zu gewährleisten sein werden…. Ob die junge Aktivistin freiwillig Verzicht leisten wird, möchte ich sie stellvertretend für alle fragen, die sich für den Stop des Klimawandels verbal ins Zeug legen, aber vermutlich – wie ich es jedenfalls tue – die Vorzüge eines reibungslos funktionierenden Wärme- und Energiekonzepts genießen, wie wir es heut NOCH zur Verfügung haben, und das nun auf mehrfache Weise extrem unter Druck geraten ist.

Wobei wir bei dem nächsten Thema wären, das schon am frühen Morgen meine Aufmerksamkeit erregte und meine Nerven strapazierte.

Putin und der Krieg in der Ukraine.

Putin, so viel ist klar und wird auch mittlerweile allen klar sein müssen, wird seine „Spezialoperation“ nicht beenden, schon gar nicht, wenn der Westen auch weiterhin seine uneingeschränkte Solidarität mit der Ukraine erklärt – was nach Putins Verständnis nichts anderes bedeutet, als dass der Westen die Ukraine auch weiterhin befähigt, mit den russischen kriegerischen Aktivitäten Schritt zu halten. Die Russen schießen und zerbomben, was das Zeug hält, die Ukrainer schießen zurück. Die Zerstörung des östlichen Teils der Ukraine schreitet zügig voran, an Verhandlungen ist nicht zu denken. Im Gegenteil, der Herr der Ukraine fordert schwere Waffen, damit er die von den Russen eingenommenen Gebiete zurückerobern kann. Wie lange soll denn dieser Wahnsinn noch weiter gehen? Wie viele Menschen sollen noch sterben in diesem sinnlosen Kampf um das Recht, über ein Gebiet zu herrschen? Denn um nichts anderes geht es doch. Putin wähnt sich im Recht, die Separatistengebieten des Donbass in seinen Herrschaftsbereich einzufügen, die Regierung in Kiew sieht das naturgemäße anders und will nun endlich die Separatisten im Osten der Ukraine wieder unter ihre Fittiche nehmen, obwohl diese bereits vor Jahren ihre Absicht bekundet haben, in einer eigenen und autonomen Regierung über ihr Wohl und Wehe selbst entscheiden zu wollen.

Machen wir uns doch endlich mal klar, dass wir uns mit den Waffenlieferungen auch in einen inner-ukrainischen Konflikt einmischen, der allerdings, das muss deutlich gesagt werden, massiv von Russland angetrieben und verstärkt wurde und wird.

Der Krieg in der Ostukraine besteht ja eben nicht erst seit dem 24. Februar 2022. DAS wird doch in den meisten Gesprächsrunden komplett ausgeblendet. Wenn immer wieder in den Berichten von den „Separatisten“ die Rede ist, die im Osten der Ukraine kämpfen, so sind das doch zumeist Ukrainer, die aber ihrem Selbstverständnis nach russischer Abstammung sind. Wir sollten aufhören, das der Einfachheit halber auszublenden. Vielmehr sollte das in der Argumentation um mögliche Friedensverhandlungen eine größere Rolle spielen. Die Ukraine wird Russland nicht in die Knie zwingen können, schon gar nicht, ohne die Waffenlieferungen des Westens. Das aber macht meinem Verständnis nach den Westen zu einem Mitspieler in dieser blutigen und zerstörerischen Angelegenheit und die Frage wird sein, wie lange Putin sich dieses Mitspielen noch gefallen lassen wird. Die Frage müsste auch möglich sein, wie viele weitere Milliarden wir zunächst in die Zerstörung der Ukraine stecken wollen ( SCHWERE WAFFEN ZERSTÖREN NÄMLICH IMMER, WENN SIE ZUM EINSATZ KOMMEN!!!) , um dann ein Vielfaches davon in den Aufbau der völlig zerstörten Infrastruktur und der Gebiete stecken zu müssen. Denn das sind doch die Forderungen der Ukraine, die nicht erst seit heute im Raum stehen.

Wie lange, glauben die Regierungen des Westens, kann man diese Sinnlosigkeit der eigenen Bevölkerung noch als absolute Notwendigkeit verkaufen, die zudem von der Bevölkerung immer mehr Zugeständnisse hinsichtlich der eigenen Bedürfnisse erfordern?

Und wie wahrscheinlicher wird zudem durch Putin die Ausweitung der „Spezialoperation“ auf die Unterstützerstaaten des Westens?

Angesichts dieser Schreckensszenarien rege ich mich ja kaum noch darüber auf, dass Hunderttausende Tonnen von Beton in den Boden versenkt werden – egal ob in Landschaftsschutzgebieten oder in herrlichen Buchenwälder, am Rand des Wattenmeeres oder vor den ostfriesischen Inseln – um die Giganten der Lüfte (nein, damit meine ich nicht die schützenswerten großen Adler und ihre etwas kleineren Artgenossen) gut sichtbar auf 2 % der Fläche eines jeden Bundeslandes zu verankern. Stellt Euch doch mal diesen Wahnsinn vor! Jedes Windrad braucht ein entsprechend großes und tief in den Boden reichendes Fundament, sonst wird es nämlich umgepustet, statt Strom zu liefern. Vermutlich sind es die gleichen Leute, die gar kein Problem mit dieser Zubetonierung großer Areale haben, die sich aber über jeden cm Straße aufregen, der neu eine Landschaft versiegelt. Guckt es Euch an, die eigentlichen Fundamente werden mit einer dünnen Bodenschicht bedeckt, auf der ein paar mickrige Grashalme und eventuell noch bienenfreundliche Blümchen wachsen, aber unter der dünnen Alibiwiese kann kein einziger Tropfen Wasser mehr in tiefere Erdschichten eindringen, lebt kein Regenwurm, kein Maulwurf, nicht mal eine armselige Assel. Ist alles tot! Und was diese Fundamente am Meeresboden für Schäden anrichten, danach fragt ohnehin niemand, der so vehement gegen den Tunnel unter der Ostsee zu Felde zieht, wegen der Zerstörung des Meeresbodens….

Und da soll ich mir nicht die Haare raufen?

Zum Glück herrschte am heutigen Morgen Ruhe an der Corona-Front… aber, liebe Freunde, auch das ist trügerisch. Die nächste Welle kommt bestimmt – und ich gehe jede Wette ein, dass bis dahin die Schulen immer noch nicht darauf eingerichtet sein werden und es immer noch zu viele Menschen geben wird, die das ohnehin alles für nicht ernst zu nehmenden Alarmismus halten und sich jeder Impfung ebenso verweigern, wie dem Tragen der Masken, das vermutlich auch wieder zwingend notwendig sein wird.

Heute wartet noch die Frauenfussballnationalmannschaft – ist das nicht ein herrliches Wort! – mit dem ersten Spiel auf….

Ihr wisst, wo Ihr mich ganz sicher nicht finden werdet – nicht, weil es Frauen sind, die spielen, sondern weil ich Spiele, bei denen es um ewas geht, gar nicht mehr anschaue, ganz egal in welchem Mannschafts-Sportwettkampf wer auch immer spielt…

…….

Aber bleibt zuversichtlich, das, so erwiderte Rabbi Wolf auf einen Fragesteller, der ihn um einen Rat fürs Leben gefragt hatte, sei das Wichtigste, mit dem man sich am Morgen beschäftigen sollte… sich um die Zuversicht für diesen Tag kümmern… (So berichtete es unserer Pastor jedenfalls in seiner letzten Predigt.)

Soll man über so eine Aussage lachen oder doch einfach nur weinen? 28. Juni, 2022

Posted by Rika in aktuell.
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Spiegel-Online, kurz „SPON“, lockt mich immer wieder mal mit Angeboten, die mir aber nur in einem Satz, (höchstens deren zwei) schmackhaft gemacht werden und mich dazu verleiten sollen, den ganzen Artikel zu lesen, der natürlich hinter der Bezahlschranke ist. Nicht, dass ich nicht für einen guten Beitrag bezahlen wollte, „ein jeder Arbeiter ist seines Lohnes wert“ heißt es ja schon in der Bibel, aber wir bezahlen schon die Printausgabe, deren größten Anteil ich sowieso meinem hohen Blutdruck zuliebe nicht lese, da steht mir nicht der Sinn nach weiteren zu bezahlenden Aufregern. Mir reichen in diesem Fall die Locksätze vollkommen, lauten sie doch:

Statt als gestaltender Akteur und Schutzmacht für Osteuropa aufzutreten, produziert die Bundesregierung faule Kompromisse und verbales Leergut. Es mangelt an historischem Ehrgeiz.“

So schreibt der Journalist Ullrich Fichtner.

„Gestaltender Akteur“ hört sich doch richtig gut an. Wobei Herr Fichtner – es mag sein, dass ich ihm Unrecht tue, weil ich ja den ganzen Inhalt nicht kenne – vermutlich der Meinung ist, die Regierung und der ihr vorstehende Kanzler müsse den begeisterten Journalisten folgen und eine Form der „Führung“ präsentieren, die ihrem Geschmack entspricht. Nun ist aber Olaf Scholz nicht der Mann, der erkennbar den „Führer“ spielt, „Dank sei Gott“, möchte ich da laut und deutlich sagen, hatten wir doch schon vor vielen Jahren einen Führer, der mit martialischem Auftreten das gemeine Volk ins Verderben führte.

Das braucht doch heute ganz bestimmt kein Mensch!

Der Kanzler führt selbstverständlich die Regierung, aber in der Weise, die er vor sich und den Menschen, die diese Regierung gewählt haben, verantworten kann. Dazu gehört es gewiss nicht, dass er sich aufschwingt und unser Land mutig in einen Krieg führt – oder was meint der Herr Fichtner mit dem Begriff „Schutzmacht„?

Eine Schutzmacht muss meinem Verständnis nach nämlich bereit sein, die eigenen Soldaten ins Getümmel zu schicken – und in den sicheren Tod -, um damit den Schutz auch auszuführen. Es ist geradezu irrsinnig zu glauben, man könne eine „Schutzmacht“ sein, ohne den damit verbundenen Aufgaben auch zu entsprechen. Waffenlieferungen alleine werden dem, was man unter „Schutzmacht“ versteht, wohl kaum gerecht.

Und da sind wir bei dem nächsten Punkt, der mich dazu bewegt, die Hände über dem Kopf zusammenzuschlagen:

Wie stark ist unsere Bundeswehr?

Über wie viele Waffen und Waffensysteme verfügt sie, die einer hochgerüsteten Armee, wie der Russlands, Paroli bieten könnte?

Der Konjunktiv ist da durchaus angebracht. Wir verfügen weder über genug Waffen – ganz gleich welcher Kategorie -, noch über ausreichend große Kampfverbände. Ich erinnere daran, dass die Wehrpflicht ausgesetzt wurde und die Berufssoldaten vor allen Dingen zu Friedensmissionen in ferne Länder geschickt werden, aber wohl kaum in der Lage sein werden, unser Land ohne die Hilfe „unserer Schutzmacht USA“ und ohne die Verbündeten der Nato auch nur einen Tag lang gegen einen Angriff aus Russland zu verteidigen. Wovon redet also Herr Fichtner, wenn er von Schutzmacht schwafelt, als die wir in Osteuropa auftreten sollten?

Ob die NATO, die wir als „Schutzmacht“ zur Erfüllung dieser Funktion aber dringend brauchten, sich aber von unserem Kanzler führen lassen möchte, wage ich dann doch sehr zu bezweifeln. Welches Land verfügt über hochmoderne Waffensysteme, mit denen man auch Putin in Angst und Schrecken versetzen könnte – weitreichende Trägerraketen, Atomsprengköpfe und dergleichen? Wenn mich nicht alles täuscht, trifft das innerhalb der NATO lediglich auf Großbritannien, Frankreich und die USA zu. Und die werden wohl kaum Herrn Scholz den roten Knopf überlassen. Was ist auch ausgesprochen begrüße.

Und was, so frage ich mal in die Runde, sind „faule Kompromisse“? Was ist „verbales Leergut“?

Kann ein Regierungschef nicht immer nur das zusagen, von dem er auch tatsächlich weiß, dass er diese Zusagen einhalten kann? Ist darum die Zusage des Kanzlers, der Ukraine jede Hilfe zu gewähren, die man aus eigener Kraft leisten kann, ein „fauler Kompromiss“? Und muss nicht diese Zusage immer wieder an die realen Bedingungen angepasst werden, die AKTUELL herrschen? Wenn keine schweren Waffen zur Verfügung stehen, weil die Bundeswehr selber kein brauchbares Material hat, kann man keine schweren Waffen ad hoc liefern, aber man kann die Zusage treffen, sich darum zu kümmern, dass diese Waffen geliefert werden.

Meine Güte, ist das denn so schwer zu verstehen?

Wer nicht an extremen kognitiven Ausfällen leidet, müsste doch in der Lage sein, genau das zu begreifen. Und er müsste aufhören mit der unsäglichen Beschimpfung des Kanzlers, der sich doch nach Kräften um Lösungen bemüht, die allen ZUMUTBAR sind, dabei kann er nicht nur die Verteidigung der Ukraine im Blick haben, sondern muss auch auf die eigene Bevölkerung Rücksicht nehmen…. zeigen sich doch jetzt bereits die unangenehmen Folgen für uns alle, die alleine mit den Sanktionen gegen Russland verbunden sind, wie groß wären die Folgen und wie schrecklich für uns alle, wenn der Kanzler sich nun auch noch als erkennbar entscheidender Kriegsherr aufspielen würde, als Schutzherr gegen Putin? Das ist und wäre doch im höchsten Maße suizidal. (Von dem historischen Verbrechen an der Sowjetunion mal ganz abgesehen!) Das kann doch kein Mensch wollen!

Damit bin ich beim nächsten Punkt, über den ich nicht einmal mehr „höhnisch lächeln“ könnte!

ES MANGELT AN HISTORISCHEM EHRGEIZ.“ So die Worte des Herrn Fichtner.

Klingelt es bei dem Wort „historisch“? Oder bei dem Wort „Ehrgeiz“?

Historisch war der Ehrgeiz des Führers des Tausendjährigenreiches, sich die Welt untertan zu machen, zumindest aber Europa, die Juden bei der Gelegenheit zu vernichten, die sogenannten „Untermenschen“ des Ostens zu versklaven und sich die wertvollen Bodenschätze unter die dreckigen Nägel zu reißen.

Vermutlich hat Herr Fichtner von diesem historischen Ehrgeiz noch nie gehört. Man sollte ihm unentgeltlichen Geschichtsunterricht ermöglichen.

Aber vielleicht habe ich ja den guten Herrn Fichtner auch völlig falsch verstanden, und seine Klage über den Mangel an historischem Ehrgeiz bezieht sich gar nicht auf die Funktion der militärischen Schutzmacht, sondern er vermisst den historischen Ehrgeiz, in diesem Konflikt für Frieden zu sorgen??? Wobei das aber eigentlich nicht der Fall sein kann, werden die Bemühungen des Kanzlers, sich nach wie vor mit Putin auf unerfreuliche Gespräche einzulassen, mit dem Ziel, den Krieg zu beenden, von den Journalisten nur müde belächelt, als Schwäche verstanden und als fehlende Führung ausgelegt.

Auf „Führung“ im Sinne von Maulhelden, die in jeder Talkshow ihre Weisheiten, Pläne und Absichten verbreiten, wie man es bei gewissen Politikern beobachten kann, die reihum bei Lanz, Will, Maischberger und Illner das Wahlvolk zu beeindrucken suchen, kann ich gut verzichten.

Beobachten kann man auch in diesen Tagen, dass die unaufgeregte Führung durch Herrn Scholz nicht jedermanns Sache ist und (außer dem von den Journalisten geforderten militärischen Führungsgehabe) die Diplomatie im Hintergrund nichts zählt, las ich doch das gar nicht schöne Wort vom „Drückeberger Deutschland“, was auch ganz eindeutig einen Bezug zum militärischen Einsatz hat und eben nicht die Friedensbemühungen meint.

„Drückeberger“ – ganz sicher ist das auch ein militärisch aufgeladener Begriff, der eine Rolle spielte im „Reich des Bösen, 1932 bis 1945“, und mit dem man (allerdings immer schon) junge Männer belegte, die sich nicht jubelnd für Führer (Kaiser, König) Volk und Vaterland in den Tod stürzen wollten.

So hoffe ich nach wie vor inständig, dass der Kanzler sich nicht irremachen lässt von Leuten wie Herrn Fichtner oder Frau Slomka und Co., die schon seit Beginn des Krieges nichts anderes fordern können, als den Krieg mit allen Mitteln und bis zum Äußersten zu führen und die den Kanzler in die Pflicht nehmen wollen, die Rolle des Führers als KRIEGSHERR in diesem schrecklichen Szenario zu übernehmen.


Herr Fichtner, hat sich mehrfach mit militärischen Belangen auseinandergesetzt, er sollte diese Polemik unterlassen.

Freund oder Feind…? 7. Juni, 2022

Posted by Rika in aktuell.
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Auf diese Frage muss man geradezu kommen, wenn man die nicht abreißende Kritik deutscher Journalisten in Bezug auf den Krieg in der Ukraine an dem deutschen Bundeskanzler liest.

„Ist der deutsche Kanzler wirklich der Freund der Ukraine ?“ scheinen viele Kritiker der deutschen Politik zu denken.

Umgekehrt möchte ich fragen, ob diese kritischen Journalisten Herrn Scholz als einen Feind betrachten, den es mit allen Mitteln zu bekämpfen gilt.

Ein schönes Beispiel liefert dafür die ZDF- Journalistin Shakuntala Banerjee in ihrem Morgenbericht zur Lage der Nation…. der Ukraine. https://www.zdf.de/nachrichten/briefing/scholz-litauen-banerjee-zdfheute-update-100.html

Sie schreibt nach einer langen Einleitung zum Besuch des Kanzlers in Litauen:

„Und so sieht sich der Bundeskanzler heute gleich drei Ländern gegenüber, die von seiner Politik des Abwägens derzeit reichlich wenig halten. Wie wenige andere, mahnten die Balten schon lange vor der Invasionsgefahr aus Russland, forderten die Einstellung von Nord Stream 2 und die Aufrüstung der Ukraine, um Putin vom Einmarsch abzuhalten.

Dass Scholz auch nach Ausbruch des Krieges nicht alle Register zieht, um der Ukraine im Verteidigungskampf beizustehen, stößt bei den Staaten, die sich 2004 aus Angst vor Russland der Nato angeschlossen haben, auf wenig Verständnis.

Und so könnte irgendwo zwischen Vorspeise, Hauptgang und Nachtisch erneut die für Scholz wenig bekömmliche Frage aufkommen, warum er die Lieferung von Kampfpanzern an die Ukraine weiterhin ablehnt. Schließlich ist ihm, laut Medienberichten, erst gestern bei diesem Thema ein Verbündeter verloren gegangen: Spaniens Premierminister Sánchez, der bisher auch durch Zurückhaltung bei Waffenlieferungen auffiel, und den Scholz gerne als politischen Freund bezeichnet, gibt Kritik nach und plant anscheinend nun die Lieferung von Kampfpanzern deutscher Bauart an die Ukraine.“ (Zitat Ende)

Wäre es nicht endlich an der Zeit, so denke ich, dass deutsche Journalisten ein klitzekleines Bisschen mehr Nationalbewusstsein zeigten (wie es viele ukrainische Kanzler-Kritiker im Überfluss tun) und einfach nur mal den Versuch starteten, sich in die Position des Kanzlers einzufühlen, der seinen Amtseid weder für die Ukraine, noch für die baltischen Staaten, ja nicht einmal für die Nato geleistet hat, sondern bei jedem weiteren Schritt zunächst die möglichen Folgen für Deutschland abwägen muss? Jedenfalls muss er das meinem Verständnis nach tun.

Folgt man aber nicht nur den Journalisten, sondern auch Agnes Strack-Zimmermann, so muss sich der Kanzler zum Kriegsherrn aufschwingen und neben Selenskyj in die Schlacht gegen Russland ziehen. Ich muss gestehen, ich würde ihm das sehr übel nehmen. Die werte Frau Strack-Zimmermann kommt mir abwechselnd wie eine griechische Rachegöttin oder wie die Heilige Johanna vor in ihrem Furor gegen den

Kanzler und für dessen Eintritt in für den Krieg. Noch ist es ein Eintreten für den Krieg und bewahre uns Scholz  und der Himmel vor einem Eintreten IN den Krieg.

Es ist doch interessant, dass die zuständige spanische Ministerin mitnichten über die Lieferung der Leopard-Panzer an die Ukraine öffentlich reden will, da die Sache zu delikat sei, wie ich es in einem dieser Berichte las, die mir irgendein Dienst jeden Tag frisch auf mein Smartphone aufspielt: „Die spanische Zeitung »El País« hatte am Wochenende berichtet, Spanien bereite die Lieferung von etwa 40 Kampfpanzern vom Typ Leopard 2 A4 vor. Ministerin Margarita Robles wollte dies am Montag aber weder bestätigen noch dementieren. Dies sei ein »extrem delikates Thema« und bedürfe »größter Diskretion«, so die Verteidigungsministerin.“ Quelle

Offenbar gibt es auch andere Bedenkenträger, die sich sehr genau überlegen, mit welchen Äußerungen sie an die Öffentlichkeit gehen oder lieber Zurückhaltung üben.

Ich für meinen Teil hoffe sehr, dass sich der Kanzler mit deutlichen Worten der Solidarität an die baltische Öffentlichkeit wendet, aber Zurückhaltung übt hinsichtlich der Bekanntgabe, mit welchen Waffen er die Ukraine auch weiterhin zu unterstützen gedenkt. 

Der Journalistin Banerjee, die ich sehr sympathisch und kompetent finde, wünsche ich, dass sie klug und weise den Besuch Scholz im Baltikum für das deutsche Publikum kommentiert, damit wir einerseits mit Solidarität und Verständnis auf die Sorgen der baltischen Staaten reagieren können, zugleich aber auch die Zwickmühle verstehen, in der Deutschland in Bezug auf den russischen Überfall auf die Ukraine nach wie vor steht.

Noch erhalten wir russisches Gas, noch sind wir von russischem Gas abhängig. Noch leben viele Menschen, die den deutschen Krieg gegen „Sowjet-Russland“, wie Adenauer zu sagen pflegte, in aller Härte miterlebt haben – in „Sowjet-Russland“ wie in Deutschland und die bis heute daran leiden und auch die, die immer noch schwer an den Folgen der deutschen Teilung tragen. Noch ist die Befürchtung nicht aus der Welt, Putin könnte die Lieferung schwerer Waffen aus Deutschland zum Anlass nehmen, die Kriegszone deutlich nach Westen auszudehnen, davon wären wir und damit auch die Nato-Staaten betroffen, die der Kanzler heute besucht.

Andererseits – und auch das ist natürlich ein Teil der komplizierten Gemengelage –  darf man Putin nicht nachgeben und schon gar nicht den Eindruck vermitteln, er könne tun und lassen, was er wolle.

„Wie gut Scholz das verdaut …“ fragt Frau Banerjee in Bezug auf die Forderungen der Gastgeber.

Ich würde die Frage gerne weiterreichen und die Leute fragen, die so sehr nach schweren Waffen rufen, ob sie nicht angesichts dieser Problemlage auch Verdauungsstörungen bekämen und deshalb nochmals ihre Position überdenken sollten… DENN:

Ich halte trotz allem fest an der Vorstellung, dass es einen anderen Weg geben muss, diesen Krieg zu beenden, als den, ihn mit Waffen bis zur völligen Zerstörung des Landes immer weiter auszufechten.

Unter dem Radar? 3. Juni, 2022

Posted by Rika in aktuell.
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Der Krieg gegen die Ukraine steht seit Wochen im ungeteilten Fokus medialer Aufmerksamkeit.

In diesen Wochen werden wir täglich mit erschütternden Bildern und Reportagen konfrontiert, womit – so denke ich – aber langsam eine Grenze des Erträglichen erreicht wird. Nicht etwa, weil uns die Lage der Menschen in der Ukraine gleichgültig wird, sondern weil unser eingebautes „Alarmsystem“ bei Daueralarm irgendwann abschaltet. Man kann es nicht mehr hören, schaltet ab. Das ist vielleicht nicht die ganz feine Art, mit den Problemen anderer Menschen umzugehen, aber dennoch eine zutiefst menschliche Eigenschaft. Das intuitive Ausschalten des Daueralarms macht uns wieder handlungsfähig,  müssen wir doch handlungsfähig bleiben, um mit gut durchdachtem Vorgehen die Ursachen des Alarms angehen und zu Lösungen kommen zu können.

Zu den Alarmtönen gehören ganz sicher auch die immer unverschämter gestellten Forderungen der „Kriegsteilnehmer“ nach schweren Waffen, seien es die vom Krieg tatsächlich bedrohten und betroffenen ukrainischen Politiker oder die deutschen Sympathisanten der ukrainischen Verteidiger, die den Kanzler und die Regierung bestürmen, ohne Rücksicht auf die gesamte Gemengelage, die Ukraine mit modernsten und schwersten Waffen zu versorgen und dabei sogar einen Gegenschlag Russlands auch auf die EU und die Nato-Staaten in Kauf zu nehmen.

Der Daueralarm, dem wir ausgesetzt sind, hat aber für eine ganz andere politische Entwicklung höchst positive Eigenschaften: Er hält alle anderen Themen unter dem Radar der Aufmerksamkeit. Doch nicht nur das, die mit dem Krieg in der Ukraine verbundenen wirtschaftlichen Sanktionen beschleunigen ein Vorhaben, das ohne das Kriegsgeschehen vermutlich heftigste Diskussionen auslösen würde.

Dazu fand ich heute diesen interessanten Beitrag, der aber nicht nur mich „alarmieren“ sollte.

Hier kann man ihn nachlesen:   https://eike-klima-energie.eu/2022/06/03/die-zerstoerung-des-deutschen-gasnetzes/

Es geht um nichts Geringeres als um den Rückbau einer Infrastruktur, die bisher die private, wie die industrielle Versorgung mit einem der wichtigsten Energieträger sicherstellte.

Dass dieses Vorhaben in dem von Habeck geführten Wirtschaftsministerium vorangetrieben wird, kann eigentlich nur diejenigen verwundern, die in Robert Habeck einen netten Mann sehen, der zwar eine Vision von einer zukünftigen heilen Welt hat und dabei als gutmütiger Onkel angesehen wird, der aber nicht daran denken würde, die jetzige Grundlage für unser Wohlergehen zerstören zu wollen. Doch genau das ist der Plan:

„Patrick Graichen, Staatsekretär im Bundeswirtschaftsministerium von Robert Habeck (Grüne), hatte auf der Handelsblatt-Tagung „Stadtwerke 2022“ am 10. Mai 2022 in Berlin die Stadtwerke aufgefordert, mit den Planungen zum Rückbau zu beginnen. Graichen führte zur Begründung aus: „Natürlich ist im Jahr 2045 da kein Gas mehr in den Netzen“ und der Betrieb einzelner Heizungen mit klimaneutralem Wasserstoff als Erdgasersatz sei „Träumerei“, wie die „Welt“ berichtete. Bis 2025 sollte es in jeder Kommune eine Wärmeplanung geben, die klare Vorgaben macht, wie lange noch welches Gasnetz betrieben werde, sagte der Staatsekretär. Das wäre dann der dritte finale Anschlag auf die Sicherheit der Energieversorgung Deutschlands: nach dem Kernenergie- und dem Kohleausstieg folgt der Erdgasausstieg.“

Es geht in dieser Vorlage nicht nur um die Einstellung der Gasversorgung, es geht darum, die Infrastruktur, das Leitungsnetz zu zerstören…. „zurückzubauen“ hört sich ja viel harmloser an, nicht wahr?

„Das Oster-Paket des Dr. Robert Habeck

Die Bundesregierung hat dem Bundestag ein Gesetzespaket zur Änderung der Stromerzeugung in Deutschland (genannt Oster-Paket) zugeleitet. Zur Beschleunigung des Ausbaus der Erneuerbaren in allen Rechtsbereichen soll im Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) der Grundsatz verankert werden, dass „die Nutzung erneuerbarer Energien im überragenden öffentlichen Interesse liegt und der öffentlichen Sicherheit dient“. In der Begründung des Gesetzesentwurfs heißt es weiter: „Im Jahr 2030 sollen mindestens 80 Prozent des verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Energien stammen, und bereits im Jahr 2035 soll die Stromversorgung fast vollständig aus erneuerbaren Energien gedeckt werden“. Die Strommenge soll bis 2035 auf 750 Terawattstunden (TWh) ansteigen, um Elektromobilität und Wärmepumpen zusätzlich mit Strom zu versorgen. Bis 2030 sollen bereits 600 TWh aus erneuerbaren Energien, vor allem aus Solar und Wind, stammen. Wie realistisch ist das? Wie versorgungssicher ist das? Und wie teuer wird das?  Darüber schweigt das Gesetzespaket. Der heutige Stromverbrauchmix zeigt die Ausgangslage.(Quelle: BDEW Jahresbericht 2021, S. 33)

Ich will hier nicht weitere Absätze des ganzen Berichts zitieren. Jeder kann den Beitrag lesen.

Mir graut es vor diesen Vorhaben und seinen Folgen… und beinahe bin ich froh, dass ich mit hoher Wahrscheinlichkeit die vollständige Umsetzung des Plans im Jahr 2045   (sollte er tatsächlich so durchgeführt werden) aus Altersgründen nicht erleben werde.

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