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Starke Frau …. ? 3. August, 2022

Posted by Rika in aktuell.
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WAS will Frau Annalena Charlotte Alma Baerbock eigentlich WEM beweisen?

Der Wahlkampf in Deutschland ist vorbei, die Wahl längst entschieden. Sie wurde nicht Kanzler, weil sie es nämlich total versemmelt hat mit der übertriebenen Selbstdarstellung ihrer grandiosen Fähigkeiten im nach allen Regeln der Kunst geschönten Lebenslauf.

Damals – vor einem Jahr – zeigt sich schon ihre höchst unpolitische Neigung, sich und ihre Scheinkompetenz an der Realität vorbei deutlich, deutlich zu überhöhen.

Wenn sie jetzt in ihrem Amt als Außenminister der Bundesrepublik Deutschland durch die Welt tourt und ungefragt gut gemeinte Ratschläge erteilt oder Watschen an Regierungen austeilt, die nicht dem Geschmack grüner Politik entsprechen, wenn sie gar – wie ich voller Entsetzen erfahren habe – Taiwan die uneingeschränkte Unterstützung GEGEN China ausspricht, so deutet das eben nicht auf kluge Politik hin, sondern auf eine durch nichts gerechtfertigte Hybris einer Frau in schrecklicher Selbstüberschätzung, nur, dass sie in ihrem Amt nicht nur sich selbst überschätzt, sie nimmt uns alle ungefragt mit auf diesen Kurs deutscher Großmannssucht, der doch eigentlich seit 1945 der Vergangenheit angehören sollte.

Mag ich ihr Auftreten im Kreis der Großen anfangs noch als erfrischend neu betrachtet haben, so schwindet bei jedem weiteren Außentermin, den Frau Baerbock auch in meinem Namen wahrnimmt, die Zustimmung zu Auftreten und politischem Anliegen. Sie schwadroniert vor den „Atommächten“ von der atomaren Abrüstung, ohne sich auch nur die geringsten Gedanken darüber zu machen, wem wir denn im Fall des Falles die Verteidigung unseres Landes zu größten Teilen überlassen MÜSSTEN, weil die Bundeswehr, nur auf sich gestellt, nicht mal drei Tage lang einem Angriff auf Deutschland standhalten könnte.

Sie tritt in der Türkei in einer besserwisserischen Art und Weise auf, die jeder Diplomatie Hohn spricht – und erreicht vermutlich nur das Gegenteil von dem, was sie mit ihrer (durchaus berechtigten) Kritik eigentlich bewirken möchte. Man stellt sein Gegenüber beim Antrittsbesuch nicht bloß, schon gar nicht vor laufenden Kameras. Das dient ausschließlich dem Ego einer Frau, die angeblich Völkerrechtlerin ist, aber in ihrem Agieren auf dem diplomatischen Parkett erkenn lässt, dass sie von Tuten und Blasen keine Ahnung zu haben scheint. Man wünscht sich als schlichter Bürger Hans-Dietrich Genscher zurück, der gut vernetzt und diplomatisch geschickt heikle Aufgaben zu lösen imstande war, oder aber den Parteifreund der jetzigen Amtsinhaberin, Joschka Fischer, der es verstand, mit schönen Worten staatsmännisch nichts zu sagen, aber auf diese Weise auch öffentlich den Fettnäpfchen fern blieb und darum hinter den Kulissen durch die Arbeit der zuverlässigen und erfahrenen Mitarbeiter des Ministeriums viel bewegen konnte.

Frau „mit-dem-Kopf-durch-die Wand“ wird aber gar nichts erreichen – außer schönen Bildern für das jubelnde grüne Parteivolk.

Meine klammheimliche Vermutung ist, dass sie immer noch Wahlkampf betreibt – „Habeck oder Baerbock“ lautet auch heute noch die Kampfansage. „WER von uns ist der bessere Kanzler?“ mag der Wettstreit heißen, denn beide sind doch davon überzeugt, dass sie nur vorübergehend und unglücklicherweise das Kanzleramt Scholz überlassen müssen und lauern auf den richtigen Zeitpunkt, ihn abzulösen. Unterstützt werden sie bei diesem Wettstreit von einer großen Zahl „grüner“ Journalisten, die nicht müde werden, bei jeder sich bietenden Gelegenheit die Vorzüge des einen oder der anderen des „Duos Habock“ hervorzuheben und zu betonen.

Aber ist das die richtige Ausgangsbasis für verantwortungsvolle Politik, sowohl im Außen- wie im Wirtschaftsministerium?

Ich wage das zu bezweifeln – und meine Zweifel werden von Tag zu Tag und von Aktion zu Aktion lauter.

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Krieg im europäischen Haus… 24. Februar, 2022

Posted by Rika in aktuell.
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Nun ist doch das eingetreten, was ich mir gestern noch nicht vorstellen wollte.

Putin hat das Militär angewiesen, in die Ukraine einzumarschieren.

Seit ungefähr eineinhalb Stunden verfolge ich die Sondersendungen des ZDF und der ARD.

Das, was sich mir vor allen Dingen aufdrängt, ist, dass „wir“, wollen wir nicht einen großen Krieg riskieren, doch ziemlich ohnmächtig sind, Putin Paroli zu bieten.

Wenn Putin unverhohlen, aber dennoch deutlich damit droht, eine „nie dagewesene Reaktion“ würde erfolgen, falls die NATO in den Konflikt eingreife, so kann man doch nur annehmen, er drohe mit einem Atomschlag gegen den Westen.

Davon, von einem Schlag gegen den Westen mit atomaren Waffen, wären aber in erster Linie Deutschland und die EU betroffen. Ich kann mir kaum vorstellen, dass Putin auch die USA angreifen wird.

Vielleicht, so denke ich, dient die Drohung dazu, das westliche Bündnis -NATO – auseinanderzudividieren. Wer, in Europa, könnte überhaupt ein Interesse daran haben, sich auf einen solchen Waffengang einzulassen und würde allein aus diesen Gründen aus möglichen amerikanischen Plänen ausscheren?

Aber ich habe mich hinsichtlich Putins möglichen Absichten schon einmal geirrt…

Wir können nur hoffen und beten, dass die USA und die EU besonnen bleiben und es nicht zum Äußersten kommen lassen.

Wie aber kann angesichts dieser Situation die Solidarität mit der Ukraine überhaupt aussehen?

Werden humanitäre Hilfsmaßnahmen ausreichen?

Dona nobis pacem – HERR, gib uns Frieden.

WER SONST ?

Närrisch…. 1. März, 2017

Posted by Rika in aktuell, gesellschaft, meine persönliche presseschau, mord, politik, presse.
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… finde ich es nicht, was da auf einem der Mottowagen in Düsseldorf zu sehen war:

Eine grinsende Freiheitsstatue bietet den abgeschlagenen, noch vom Blut tropfenden  Kopf Donald Trumps dar….  und das närrische Volk?    Jauchzt und jubelt es ob dieser gelungenen politischen Demonstration freiheitsliebender Demokraten? In dem oben verlinkten Bericht bei faz.net findet sich nicht der leiseste  Hinweis auf betroffenes Innehalten des Volkes angesichts dieser Darstellung  und leider auch nicht der kleinste Anklang der Kritik von Seiten des Verfassers.

„Macht euch nicht dieser Welt gleich“, heißt es an einer Stelle in der Bibel. Diese –   im ursprünglichen Sinn an die noch jungen christlichen Gemeinden gerichtete –   Aufforderung hätten die Gestalter des Anti-Trump-Wagens besser beherzigen sollen.

Bedient euch nicht der gleichen Methoden wie die, die ihr an anderer Stelle bekämpfen wollt.

Die verantwortlichen Gestalter des Wagens haben  lustvoll-spitzfindige Satire vermissen lassen und stattdessen zur vulgärsten Form gegriffen.

Dient es denn wirklich der Demokratie hier oder sonstwo in der Welt, wenn in Frieden und Freiheit lebende Demokraten sich der grausamen, Menschen verachtenden und widerlichen Symbolik des „Islamischer Staat“ bedienen, um den in freier, demokratischer und geheimer Wahl vom Wahlvolk erkorenen Präsidenten eines befreundeten Staates zu „kritisieren“, verbunden mit der Aufforderung an das amerikanische Volk „RESIST“?   Widersteht!

„Widersteht Trump indem ihr ihm den Kopf abschlagt“ – kann das die Botschaft eines rechtsstaatlichen Volkes an ein rechtsstaatliches Volk sein?

Aufruf zum Lynchmord als „Kritik an Trump“?

Sind die Narren in Düsseldorf von allen guten Geistern verlassen?

Zeigt sich in dieser unfassbar widerwärtigen  Darstellung ein Politikverständnis, wie es abstruser nicht sein kann, jenseits von allem, was Recht und Gerechtigkeit in einer Demokratie als Urgrund gesellschaftlichen Zusammenlebens bedeutet?

Mord und Totschlag als Mittel des politischen Kampfes sind in unserem Rechtssystem  zu Recht vollkommen ausgeschlossen, werden hart bestraft. Kann man den Terror des NSU, kann man den Terror islamistischer Gruppen wie die des „Islamischer Staat“ mit allen Mitteln bekämpfen  und gleichzeitig zum „Morden“ aufrufen, wenn auch „nur“ in einem als  „Karikatur  gedachten“  karnevalistischen Mottowagen?

Man kann nicht, denke ich.

Man kann offenbar doch. Jedenfalls in Düsseldorf.

Ich kann dazu nicht schweigen.

Ich finde es empörend, widerlich, würdelos, unanständig, bar jeder politischen Vernunft.

Mir scheint, in dem Hype um Trump ist jedes Mass verloren gegangen, fehlt jegliche Sensibilität für politisches Handeln, sowohl bei den Mächtigen, wie den Medien unseres Landes,  erheben  sich Stürmer-Methoden aus  längst verschlossen geglaubtem Grab,  regiert deutsche Überheblichkeit in einem Maße, dass es mich fassungslos schaudern macht.

Der Düsseldorfer Wagenbauer Jacques Tilly verteidigte am Montag seine Motive im WDR-Hörfunk: Da die Fehlentwicklungen in der internationalen Politik zurzeit besonders dramatisch seien, müssten auch die Wagen besonders „gepfeffert“ ausfallen. „Er ist natürlich eine Karikatur an sich und damit ein Göttergeschenk für Karikaturisten“, hatte Tilly im dpa-Interview über Trump gesagt.

(Zitat aus dem oben verlinkten Bericht)

Und was “ Fehlentwicklungen  in der internationalen Politik“  sind, bestimmt wieder einmal der deutsche Michel. Denn wer außer uns guten Deutschen, weiß, was gut und richtig für die Welt ist?

Ganz sicher ist auch  der Präsident der USA zu kritisieren.  Aber niemals kann selbst ein nur indirekter  Aufruf zum Mord ein Mittel der kritischen Auseinandersetzung sein.

Auch nicht in närrischen Zeiten des Karnevals.


NACHTRAG am 2. März:

Eine sehr lesenswerte Betrachtung zum gleichen Thema findet sich bei

SCHLAGLICHTER

Auszug daraus:

„Die Frage ist nicht, ob Tilly das darf oder dürfen soll, sondern warum Menschen so etwas machen und andere Menschen das lustig finden. Worüber lachen sie?

Für Sigmund Freud ist Lachen ein Akt der Befreiung und der Bewusstwerdung. Im Witz kann sich das Verbotene, Verdrängte und Zensurierte entfalten.

Versteht man Tillys Wagen in diesem Sinne als Offenbarung der im Schutz der Narrenfreiheit ans Licht kommenden Volksseele, wird einem angst und bang.

Vor der Arroganz gegenüber dem Land, das Deutschland die Demokratie geschenkt hat. Vor der Unwissenheit über die Verfassung und dem fehlenden Respekt vor der Jahrhunderte langen Stabilität der amerikanischen Demokratie. Vor der nassforschen Überheblichkeit, mit der man sich nicht nur immer im Recht sondern auch noch im Besitz einer höheren Moral wähnt.“

(Hervorhebung von mir)

Randale nach dem Abpfiff… 23. Januar, 2017

Posted by Rika in aktuell, gesellschaft, meine persönliche presseschau, politik.
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Das Spiel ist aus.

Völlig überraschend hat die hoch favorisierte Heimmannschaft verloren.

Das Nachhaken beginnt, das Nachtreten auch.

Hatte der Trainer die falsche Strategie? War seine Taktik  nicht gut genug auf den Gegner abgestimmt?

War am Ende sogar der Schiedsrichter bestochen?

Die enttäuschten Fans ziehen, laut grölend ihren Unmut kund tuend,  durch die Stadt. Ihr Frust entlädt sich. Passanten werden angepöbelt.  Schaufenster gehen zu Bruch.

Noch am gleichen Tag entsteht  ein mächtiger Shitstorm im Internet.  Der Sieger steht am Pranger. Heimtückische und unfaire Spielzüge werden ihm vorgeworfen. Eigentlich hätte der Verlierer den Sieg verdient. Die Medien greifen das Thema auf.

Das hätte so an jedem Bundesligaspieltag stattfinden können.

Aber es war und ist kein Fußballspiel, das ich mit ungläubigem Staunen beobachte.

Es ist gar kein Spiel.

Die Amerikaner haben einen neuen Präsidenten gewählt. Und völlig überraschend hat nicht die hoch favorisierte, Politik erfahrene Kandidatin der Demokraten gewonnen, sondern ein Mann, dem man so ziemlich alle unfeinen Unarten anhängt, über die alle aufrechten Demokraten der Welt mit Empörung reagieren und der Blätterwald  mit kritischem Eifer berichten kann.

Ich erspare mir die lange Auflistung seiner Unzulänglichkeiten und  Untugenden (die sicherlich vorhanden sind und die ich weder beschönigen noch verschweigen will) …. das mag jeder selber  in jeder beliebigen Zeitung, jedem beliebigen Magazin oder modernem Medium seiner Wahl nachlesen oder sich von erfahrenen Nachrichtenverbreitern in Radio und Fernsehen erzählen lassen.

Die Amerikaner haben in einem demokratischen Prozess zunächst die Kandidaten für das höchste Amt des Staates bestimmt…. und wir wurden Zeugen dieses monatelang währenden Schaulaufens der Protagonisten in den beiden großen Parteien und einigen Splittergruppen. Am Ende bestimmten die Demokraten Hillary Clinton und die Republikaner Donald Trump. Hier in Deutschland beteiligten sich nahezu alle Medien an  diesem Spektakel, denn dazu haben sie es gemacht, und die herrschende politische Elite des Landes hielt mit ihrem Zuspruch für die Demokratin nicht hinter den Berg. Die Medien taten es ihnen gleich und machten beinahe drohend deutlich, dass nur Rechtspopulisten einem Kandidaten Trump die Stimme geben würden.

Die Vereinigten Staaten von Amerika müssen das Land der Rechtspopulisten sein, die für die Wahl  ausschlaggebende Mehrheit der Bevölkerung jedenfalls.

Diese Mehrheit entschied sich für Trump und gegen „Hillary“, wie sie freundlich vereinnahmend von vielen genannt wurde.

Und seitdem steht sie Kopf, die Welt der klugen, demokratischen, global denken und handelnden Politiker,  und die Medienwelt dazu. Nahezu alle Repräsentanten der maßgeblichen im Bundestag und in den Landtagen vertretenen Parteien reagieren entsetzt, befürchten den Untergang der westlichen Demokratien, beschwören ein nie da gewesenes Desaster, überschlagen sich mit Formulierungen des Abscheus, die sich jeder Privatmensch verbitten würde und die im neuen Konzept der Maas’schen „Hatespeech“-Kampagne unweigerliche unschöne Konsequenzen für den lästernden Kommentator nach sich ziehen würde.

Doch wer glaubte, dass sich das in den langen Wochen nach der Wahl irgendwie legen würde, der sah und sieht sich getäuscht. In den Tagen vor dem Amtsantritt des neuen Präsidenten schwangen sich die Trump-Gegner zu wahren Höchstleistungen auf und das ist auch jetzt, nach der Einführung des POTUS keineswegs weniger geworden. Mein Heimatblättchen, die HAZ (Madsack)  widmet heute dem Ungeliebten eine Doppelseite  und erfreut sich über die Proteste in Amerika*** unter dem schönen Titel: „Amerika meldet sich zurück“.

Doch all das ändert nichts an der Tatsache: Donald Trump ist der demokratisch gewählte Präsident der USA.

Mag sein, dass die „Trump-Wähler“ politisch naive Menschen sind, ungebildet und  oder dumm dazu. Sie haben in einem demokratischen Verfahren ihre Stimme abgegeben. Herr Trump ist nicht durch einen Putsch an die Macht gekommen –  wie gerade Herr Erdogan versucht, das demokratische Gefüge seines Landes zu verändern.  Donald Trump hat sich nach den Regeln der amerikanischen Gesetze zur Wahl des Staatsoberhaupts um das Präsidentenamt beworben und ist gewählt worden.

Mag sein, dass das Wahlsystem in den USA ihn, Trump,  begünstigt hat, ich kann das nicht beurteilen, aber er ist der demokratisch gewählte Präsident seines Landes.

Mag sein, dass das moderne Kommunikationssystem mit Twitter, Facebook und Bloggern  (das ja allen Akteuren zur Verfügung stand, nicht wahr?) ihn begünstigt hat, aber er ist der gewählte Präsident seines Landes.

Mag sein, dass Medien geschmiert wurden und falsche Nachrichten über seine Widersacherin verbreitet wurden – das muss, sofern es justiziabel ist, geklärt werden -, aber er ist der gewählte Präsident seines Landes.

Mag sein, dass das allen europäischen und weltweit regierenden demokratisch gewählten Staatsoberhäuptern überhaupt nicht in den Kram passt, aber Donald Trump ist der demokratisch gewählte Präsident seines Landes.

Mögen die Stegners, Steinmeiers, Özdemirs und Göring-Eckarts dieser schönen bunten Republik auch noch so erregt wie betroffen Gift und Galle spucken, Donald Trump ist der demokratisch gewählte Präsident seines Landes.

Mag sein, dass die Empörungsorgie in Funk und Fernsehen, den Zeitungen und Magazinen, online wie gedruckt noch immer weiter und noch immer höchste Wellen schlagen, aber Herr Trump ist der demokratisch gewählte Präsident der USA.

Kommen wir  also mal alle wieder auf den Teppich.

Und machen wir es  nicht wie die  verärgerten  HSV-Fans am letzten Wochenende, die randalierend und pöbelnd durch Hannovers Hauptbahnhof zogen.

Seien wir  faire Beobachter und Kommentatoren der Entwicklung nach einer Wahl, die wir nicht mit entscheiden konnten und gewähren wir in demokratischer Fairness auch dem – möglicherweise  gegen   „unseren“ erklärten   Willen gewählten –   Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika das, was hierzulande eine gute Gepflogenheit nach Wahlen ist:

100 Tage Schonfrist für den neuen Mann im Weißen Haus.

………………………………………………

***

Zu den Protesten, den  Aufmärschen der Frauen sage ich jetzt nichts, einige der Bilder sprechen für sich…. schamlos, würdelos und respektlos.  Sie, diese Frauen, sprechen und marschieren aber ganz sicher nicht für mich!

Und wenn sich schon Frauen in demokratischen Gesellschaften für Frauenrechte einsetzen und demonstrieren, dann sollten sie sich mit den vom IS geschundenen Frauen solidarisieren, mit den nach Sharia-Recht entmündigten Frauen muslimischer Gesellschaften,  mit zwangsverheirateten Mädchen, mit rechtlosen Frauen in Afghanistan, mit den jungen Mädchen, deren Genitalien verstümmelt werden. Und sie sollten dagegen protestieren, dass Abertausende weibliche Föten abgetrieben werden….  weil von Männern dominierte Familienclans  es so wollen.

 

…………………………………………………………………………

NACHTRAG  am 24. Januar 2017

Einen ganz und gar wunderbar lesenswerten Text zur Anti-Trump-Hysterie gibt es hier:

Make thinking logical again

Danke an Roger Letsch für seine Gedanken, Zitat: „Geschrieben am 22.1.2017, dem zweiten Tag nach der Apokalypse. „

Fremde Feder: „Mogelpackung fertig verschnuert“ 17. Juli, 2015

Posted by Rika in atomabkommen, iran, israel.
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Leider bin ich aus zeitlichen Gründen nicht in der Lage einen eigenen Text zum sogenannten Atomvertrag mit Iran zu schreiben.
Danke an Ruth, die in ihrer gewohnt sachlich-nüchternnen Analyse dazu Stellung nimmt.
Hier ihr Text:

Blick auf die Welt - von Beer Sheva aus

Wie vorhergesagt, der Westen ist auf alle iranischen Forderungen vom April eingeschwenkt, damit Obama sein historisches Abkommen erlangt.

1) Sofortige Aufhebung aller Sanktionen – mit dem Implementationstag, der ganz allein vom Iran abhaengt, werden alle Sanktionen auf einmal aufhoben.
2) Weitere Entwicklung von effizienteren Zentrifugen in Fordo -ja, ausdruecklich zugestanden
3) Inspektionen, wenn ueberhaupt,nur nach vorhergehender Anmeldung und Genehmigung durch den Iran – ja, nur „verdaechtige“ Orte duerfen bei einer Voranmeldung von mindestens einer Woche und Genehmigung durch den Iran besucht werden. Unter den Kontrolleuren kann kein US-Amerikaner sein.
4) Kein Ausserlandschaffen der bisher anreicherten Uranbestaende – natuerlich, angereichertes Uranium kann alternativ auch „verduennt“ werden. Wie lange es wohl dauert, diese Verduennung rueckgaengig zu machen, falls sie ueberhaupt bei allem angereicherten Material durchgefuehrt wird?
5) Keine Einschraenkungen beim iranischen Raketenprogramm – aber klar doch, bald koennen auch wieder Waffen an den Iran geliefert werden, Russland steht schon in den…

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Die Show des Ahmadinedschad… 20. März, 2012

Posted by Rika in antisemitismus, araber-"palästinenser", gesellschaft, israel, meine persönliche presseschau, terrorismus.
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…   und das Schweigen des Claus  Kleber.

Gestern schon, als ich Ausschnitte des 43 minütigen Interviews in den ZDF-Sendungen sah, kam es mir merkwürdig vor, dass Herr Kleber, wie gewohnt höflich, auch  die Leugnung des Holocaust durch den iranischen Präsidenten freundlich lächelnd zur Kenntnis nahm, OHNE zu widersprechen. (Inzwischen habe ich mir das komplette Interview angesehen.)

Vielleicht, so dachte ich gestern, wäre das Interview sehr schnell beendet gewesen, wenn der nette ZDF-Mann dem Herrn des Iran in die Parade gefahren wäre und wir hätten vermutlich nicht erfahren, „wie Herr Ahmadinedschad tickt“, denn das, so kann man aus dem Nachspann des langen Interview folgern, war, wenn schon nicht das ursprüngliche Anliegen des Interviews, so aber doch der Ertrag der Ein-Mann-Show, die, wie auch unzweideutig mitgeteilt wurde, auf Betreiben des Interviewten zustande kam.

Herr Ahmadinedschad hat das Gespräch unter Freunden („wir lieben Deutschland“) angeregt und  dem ZDF kommt die zweifelhafte „Ehre“ zu, dem Herrn des Iran die große Bühne geboten zu haben, die es ihm ermöglichte, seine weltpolitische Sicht dem (deutschen)  Volk weltweit auseinander zu setzen, ruhig, konzentriert, vollkommen unaufgeregt und staatsmännisch. Nein, er bot ganz und gar nicht das Bild des „Irren aus Teheran“, vielmehr argumentierte er äußerst geschickt, versuchte, das „deutsche Volk“ als Verbündeten des Iran anzusprechen und einen Keil zwischen Europa und USA zu treiben. Das wird alle diejenigen freuen, die ohnehin die USA so lieben wie Zahnschmerzen und die auch der Meinung sind, dass alles übel dieser Welt dort Anfang und Ursprung hat.

Wer möchte, kann sich das ganze Interview zu Gemüte führen:

http://www.zdf.de/ZDFportal/inhalt/0/0,6751,1600000,00.html?dr=1

Nein, um zu wissen, „wie der Herr tickt“, hätte es dieser Show nicht bedurft! Er redet doch schon seit Jahren unermüdlich darüber, dass seiner Meinung nach die USA und die „Zionisten“ das Grundübel der Welt sind. Er redet von der Illegitimität des Staates Israel, spricht den Juden die historische Verbundenheit zum Land Israel ab, nennt den Holocaust eine erfundene Geschichte,  die notwendig war, um einen Grund zu haben, den „Palästinensern“ das Land zu stehlen usw. usw.  Frühere Aussagen zu diesem Themenkomplex hat man gerne mit „Übersetzungsfehler“ zu erklären versucht. Das wird in diesem Fall wohl nicht wieder gelingen, weil der Originalton Ahmadinedschads so deutlich zu hören war, dass des Persischen Kundige  – Kritiker wie Freunde des Iran –  zweifellos die Aussagen des Übersetzers bestätigen können.

Und zu all dem schweigt Herr Kleber – freundlich lächelnd. Er insistiert kaum, widerspricht so gut wie gar nicht, wechselt allenfalls die Unterthemen, lässt es dann aber immer wieder zu, dass Ahmadinedschad in den Wiederholungsmodus fällt und mit immer neuen Worten und Wendungen seine Anklagen gegen den Westen vorbringt und muss es sich gefallen lassen, dass sein Interviewpartner ausdrücklich davon spricht, dass „wir uns nicht als Politiker, sondern von Mensch zu Mensch begegnen“!

Wie gerne hätte Herr Kleber im Iran große Politik gemacht: „Die Welt schaut auf dieses Interview und erwartet von Ihnen ein Einlenken“, zumindest aber „offene Türen“ (zu den Atomanlagen).

Aber am Ende steht seine (Klebers) Erkenntnis, dass er nun nachvollziehen kann, warum Diplomaten die Verhandlungen mit dem Iran so schwierig finden.

Nun ja. Hätte man es sich nicht denken können, dass einem Journalisten, der zu einem 45-minütigen  Interview einbestellt wird, wohl kaum der Durchbruch in der schwierigen Frage von Atom-Krieg-und-Frieden gelingen wird!

Schon gar nicht einem so zahnlosen Tiger, der es nicht einmal fertig bringt, den HOLOCAUST als ein extremes  Ereignis von historisch einmaliger Dimension  und als eine unleugbare Tatsache darzustellen.

DAS war für mich das eigentlich Bemerkenswerte an diesem „Interview“: Der deutsche Journalist Claus Kleber lässt die Holocaustleugnung unwidersprochen und erweckt damit den Anschein, man hätte Herrn Ahmadinedschad  am Ende  die Möglichkeit geboten,  mit diesen Behauptungen sogar noch punkten zu können bei  deutschen und europäischen Nazis, L(l)inken  Faschisten,  Arabern, Palästinensern und den bekannten und bekennenden „Israelkritikern“, die ja so gerne ins gleiche Horn tuten, wie der Herr des Iran. Und wenn schon „die Welt auf dieses Interview schaut“, dann doch sicher auch das „Volk des Iran“ – und das wird seinen großartigen Präsidenten durch einen deutschen Journalisten bestätigt sehen in den Aussagen über „Zionisten und den Holocaust“, denn der  deutsche Journalist, der es doch wissen muss, hat ja nicht widersprochen, den Präsidenten nicht korrigiert.  So tickt doch das Volk, „irgendwie muss es schon stimmen, was unser Ahmadinedschad so von sich gibt“!

Bravo, Herr Kleber!

Bravo, ZDF!

Und, by the way, wäre es einem Journalisten nicht auch aus eigenem Berufsethos angemessen, zumindest die Frage nach der Presse– und Meinungsfreiheit im Iran zu stellen? Aber wer sich zu Höherem berufen fühlt und glaubt, die Welt vor dem Atomkrieg retten zu können, kann sich mit solchen Nebensächlichkeiten wohl nicht auch noch abgeben….

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