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ohne worte … 26. Mai, 2008

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Donnerschläge … 21. Mai, 2008

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… wie Hölle und Feuer … alles ist upside down … die Welt steht Kopf … taumelnder Schmerz …

und mitten darin die Zusage: „Siehe ich bei euch, bis an der Welt Ende.“ Ich bin bei dir in deinem Kummer, deiner Verzweifelung, deiner Hoffnungslosigkeit, in deinem Leid, in den Wirrnissen dieser Tage … ich halte dich, trage dich, trage deinen Schmerz mit dir, gebe dich nicht auf, halte mit dir stand, dulde mit dir und tröste dich …

Wenn ich in den Sprachen der Menschen und der Engel rede, aber keine Liebe habe, so bin ich ein tönendes Erz geworden oder eine schallende Zimbel. Und wenn ich Weissagungen habe und alle Geheimnisse und alle Erkenntnisse weiß und wenn ich allen Glauben habe, so daß ich Berge versetze, aber keine Liebe habe, so bin ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe zur Speisung der Armen austeile und wenn ich meinen Leib hingebe, damit ich Ruhm gewinne, aber keine Liebe habe, so nützt es mir nichts. Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig, sie neidet nicht, die Liebe tut nicht groß, sie bläht sich nicht auf, sie benimmt sich nicht unanständig, sie sucht nicht das Ihre, sie läßt sich nicht erbitten, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sondern sie freut sich mit der Wahrheit, sie erträgt alles, sie hofft alles, sie erduldet alles. Die Liebe vergeht niemals;

Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; die größte aber von diesen ist die Liebe.“ 1. Korinther 13, 1 – 8 und 13

…..

… wir sind in schweren Wassern … aber  Jesus  trägt!

heute kommt er heim … 16. Mai, 2008

Posted by Rika in familie.
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… der Pilger auf dem Jakobsweg!

Wir freuen uns auf ihn, sind gespannt auf seine Berichte und Erzählungen, seine Erfahrungen mit diesem Weg …  mit sich selbst … mit Gott …

Hoffentlich gelingt es uns, ihn hier ankommen zu lassen … ihm die nötige Ruhe zu lassen, um den Alltag wieder aufzunehmen … es wird anders für ihn sein – und auch für uns …

HERZLICH WILLKOMMEN!

Ausgang und Eingang, Anfang und Ende liegen bei Dir, HERR, füll Du uns die Hände!

ISRAEL … und die Nachbarn 9. Mai, 2008

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Die Nachbarn im Norden Israels, die Menschen im Libanon, kommen nicht zur Ruhe. Aus willkommenem Anlass greift die Hisbollah die Regierung selbst an. Willkommen deshalb, weil die Hisbollah schon lange den offenen Kampf um die Macht im Libanon sucht und nun einen „guten“ Grund gefunden hat.

Über die Konsequenzen und möglichen Folgen für Israel macht sich Eisvogel Gedanken.

Israel … und die „Gratulanten“ 8. Mai, 2008

Posted by Rika in israel.
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Die „Gratulanten“

Stellen Sie sich vor, Sie wissen, dass einer Ihrer Bekannten oder guten Freunde Geburtstag hat, einen runden noch dazu, und stellen Sie sich weiter vor, dass Sie sich zu diesem Anlass ein paar Gedanken über den Jubilar machen und diese auch dem Geburtstagskind zu Gehör bringen werden.

Ganz sicher werden Sie doch an ihm herum mäkeln, sein unfreundliches Benehmen ausführlich beschreiben, über seine schlechten Angewohnheiten lang und breit lamentieren, sein Aussehen kritisieren, seinen ganz und gar unpassenden Umgang bemängeln, sein Auftreten im Freundeskreis unter die Lupe nehmen und selbstverständlich kritisch „würdigen“, seinen Ihrer Meinung nach absolut unmöglichen Stil mit wohlmeinender Kritik bedenken und überhaupt nichts Gutes über ihn zu sagen wissen, außer dem vielleicht, dass er von Natur aus hübsche Ohren hat, oder so etwas Ähnliches!

Das geht mir durch den Kopf, wenn ich die – natürlich nur wohl gemeinten – kritischen Beiträge zum 60. Jubiläum der Staatsgründung Israels in (nahezu allen) öffentlichen Medien verfolge. Und natürlich dienen alle diese Beiträge NUR dazu, einem „FREUND“ hilfreich unter die Arme zu greifen und ihm endlich mal zu sagen, was mit ihm eigentlich nicht stimmt, warum ihn in Wirklichkeit niemand so wirklich gern hat. Vielleicht, so mögen diese kritischen Gratulanten denken, nimmt sich der Freund ja alle gut gemeinten Negativdarstellungen und die damit verbundenen guten und fürsorglichen Ratschläge endlich zu Herzen und ändert sich, wird so, wie „man“ ihn haben und ertragen will.

Nun ist ja gegen ein kritisches Wort in aller Freundschaft nicht unbedingt etwas einzuwenden, wäre es so, dass an allen übrigen 364 Tagen des Jahres nur Gutes und Positives über den Freund berichtet wird – dann könnte man höchstens sagen, dass Kritik am Geburtstag nicht ganz so angebracht sei und man damit doch lieber erst in drei oder vier Wochen an den Getadelten herantreten sollte.

Bei dem heutigen Jubilar jedoch, ist das alles ganz anders, der wird an 365 Tagen im Jahr kritisch unter die Lupe genommen – ziemlich egal eigentlich, um was es sich handelt, irgendein kritischer Knackpunkt findet sich immer.

Da wäre es meiner ganz naiven Vorstellung nach eigentlich doch mal ziemlich fair gewesen, alles Positive zu benennen, das das Geburtstagskind auch aufzuweisen hat – meine ganz private Liste ist da nicht so wirklich für alle Gratulanten repräsentativ -, und ich bin sicher, dass auch kritische Zeitgenossen positiv über den „Sechziger“ berichten könnten, wenn sie es denn wollten.

Da liegt jedoch der Hund begraben, die freundlichen Kritiker wollen einfach nichts Gutes sehen!

Weder den enormen Beitrag des Geburtstagskindes zu Medizin, Naturwissenschaft, Technik, Musik, Kunst, Kultur, noch seine Hilfeleistungen, die es anderen Staaten und Not leidenden Menschen zukommen lässt, auch die Tatsache, dass es die Menschen Tag für Tag unterstützt, die nichts anderes im Sinn haben, als es selbst zu vernichten und von der Landkarte zu tilgen, findet hierzulande wenig Beachtung, kein Wort darüber, dass selbstverständlich israelische Krankenhäuser auch Palästinensern offen stehen – STOP, stimmt nicht ganz, es gab da mal einen spektakulären Fall, darüber wurde schon berichtet, wenn ich mich erinnere, aber im ganz normalen alltäglichen Krankheitsfall eben auch -, wenig wird darüber berichtet, dass deutsche Wissenschaftler von der Zusammenarbeit mit israelischen Kollegen profitieren, kaum der Rede wert, dass Israels Gerichtsbarkeit allen Bewohnern des Landes zugänglich ist und auch kaum ein Wort davon, dass die meisten arabischen Israelis einen gehörigen Bammel davor haben, eines Tages unter der Hamas leben zu müssen …

Man bringt es nicht einmal fertig, die schwierigen Zeiten des Jubilars zu würdigen, die Jahre der Not, der Entbehrungen, der Aufbauarbeit, die Ängste um die bedrohte Existenz, die permanente Sorge um das Leben und Überleben. Und wenn doch einer mal etwas dazu sagt, findet sich auch darin in erster Linie Kritik an der Leistung, an den Gegebenheiten.

Nein, nein, man kann sich nicht einmal dazu durchringen, der schier unglaublichen Leistung des Jubilars mit Respekt und Achtung zu begegnen!

Hier meint man, gerade zum Geburtstag die kritischen Daumenschrauben noch stärker anziehen zu müssen …

Ganz im Sinne einer großartigen Freuindschaft …

Mal ehrlich, würden Sie, wenn Sie von Ihren Freunden eine solche Laudatio erhielten, diese Leute noch zu Ihren Freunden zählen, auf die Sie sich in guten, wie in schlechten Zeiten verlassen würden?

Ich auch nicht!

Nachtrag:

Leider erst heute (11.5.) Broders bissigen Beitrag zum gleichen Thema bei SPON gelesen.

I S R A E L … eine Liebeserklärung 7. Mai, 2008

Posted by Rika in israel.
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6o Jahre I S R A E L

6o Gründe I S R A E L zu lieben!

Mindestens 60 sehr persönliche Gründe – weder alphabetisch noch chronologisch noch nach Bedeutung oder Wichtigkeit geordnet, Stichpunkte nur, Erinnerungen, sicher unvollständig … und um mindestens weitere 60 Gründe leicht zu ergänzen … einfach so aus dem Herzen geschrieben:

1 die vielen, vielen kleinen Schneckenhäuser in der menschenleeren und trockenen Gegend von Dimona – ‚wo kommen die bloß her?‘, habe ich mich bei meiner ersten Negevwanderung mit SPNI gefragt … *** 2 der blaue Himmel über dem Land *** 3 die kleinen Geckos auf einer trockenen Mauer in Jerusalem *** 4 Zippi in Haifa, die Jahre lang für AKIM gearbeitet hat *** 5 der Vollmond über den Jerusalemer Bergen *** 6 das unentwegt tönende Radio im Egged-Bus unterwegs von Haifa nach Jerusalem *** 7 die lässige Hektik der Leute im Busbahnhof *** 8 der Geruch (und Geschmack) frischer Beigele am frühen Morgen *** 9 die Stille in den Straßen an Jom Kippur *** 10 die Menschen im Beit Hannah in Haifa ***

11 die wilden Feigen am Bachlauf in den Banias *** 12 die jungen Soldatinnen und Soldaten an den Bushaltestellen … unaufgeregt-entspannt mit der Waffe am Schulterriemen *** 13 das Klickern der abertausend Steinchen, die von den Wellen an den Strand von Eilat gespült werden und sacht wieder zurück kullern *** 14 die unglaublich vielen Buchläden im Land *** 15 die schier unglaubliche Vitalität in den Straßen von Tel Aviv *** 16 die Ruhe am Grab von David und Paula Ben Gurion in Sde Boker *** 17 die Sammlungen des Israel-Museums in Jerusalem *** 18 der gewaltige Eindruck von der Aussichtsplattform in den „Krater“ des „Makhtesch Ramon“ *** 19 Alexis, der viel zu früh verstorbene, liebenswerte Mensch, Freund und Herbergsvater in Mizpe Ramon *** 20 Akim – die Menschen … Mitarbeiter und Helfer …***

21 Mefalsim, der Kibbuz am Gazastreifen, nahe bei Sderot, dessen Bunkeranlagen wieder ihrer Bestimmung gemäß benutzt werden MÜSSEN wegen des ständigen Raketenbeschusses durch die Terroristen der Hamas … *** 22 die Mitglieder der Organisation ZAKA, die nach Selbstmordattentaten die Opfer bergen … *** 23 die Schomer, die wachsam sind und Acht haben – und denen ich einmal einen ruhigen Schlaf im Flughafen „Ben Gurion“ verdankte …*** 24 Lila und ihren „Letter from Rungholt“ *** 25 „The good fence“ in Metulla, der damals ein Zeichen der Hoffnung war – und dann durch die Hizbollah „geschlossen“ wurde … *** 26 die immer wieder neue Bereitschaft der Israelis, sich auf die „Friedensangebote“ der palästinensischen Führer einzulassen – trotz schlechter Erfahrungen … *** 27 das quirlige Treiben in den Gassen der Altstadt von Jerusalem – wenn nicht gerade wieder mal gestreikt wird *** 28 der Blick vom Mount Abel hinüber zum Kinneret *** 29 der lärmende Trubel, den israelische Großfamilien „auf Urlaub“ verbreiten … *** 30 die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Angestellten in israelischen Jugendherbergen ***

31 die überwältigende Schönheit der Landschaft in der Wüste Zin *** 32 die Libellen im Nahal Arugot *** 33 Rafi, der mir „sein“ Jeruschalajim zeigte *** 34 Frozen Yoghurt auf der Dizengoff in Tel Aviv *** 35 die malerische Marina von Akko *** 36 Shirley, die in Jerusalem lebt und die ich (bisher ) nur virtuell ‚kenne‘ *** 37 der Blick aus Zippis Wohnung in Haifa über das Meer *** 38 die betagten Bewohner des Merkaz Vera Salomons in Kfar Saba *** 39 der stille Ort in Jerusalem, der den von den Deutschen ermordeten Juden Würde, Namen und Gedenken gibt – Yad Vaschem *** 40 der Duft der Jerusalemer Luft nach Pinien, Zypressen, wildem Thymian, Rosmarin … ***

41 die – nach Yossis Aussagen – besten Falafel der Welt an einem unscheinbaren Imbissstand in Haifa *** 42 die Geschichte der „Heimkehr“ aus dem Galut *** 43 das faszinierende Nebeneinander von uralten jüdischen Traditionen und modernstem israelischen Leben *** 44 das Wandern, Klettern und Baden im Nachal Yehudia *** 45 Dov, der Guide, der uns auf unserer Wanderung im Negev führte und wunderbar erklärte … und vom zweiten Tag an Deutsch mit mir sprach … *** 46 der Bahai-Tempel und die Parkanlage in Haifa *** 47 die lärmende Fröhlichkeit israelischer Schulkinder, die gerade einen Ausflug machen *** 48 Coffee with Spice *** 49 der lange Strand von Tel Aviv *** 50 Avraham, mein erster Hebräischlehrer, der mit seiner Familie in Maale Adumin wohnt ***

51 das Zirpen der Vögel im frühen Morgengrauen bei der Jugendherberge am Fuße Mazzadas … und das Hinaufsteigen auf den Berg … und die ersten Sonnenstrahlen oben auf dem Plateau *** 52 das stille Ruhen an der Kotel *** 52 das Treiben der Händler am Damaskustor *** 53 die Erfahrungen mit netten Leuten der Mischtara *** 54 Erinnerungen an Yitzchak Rabin *** 55 die Meinungsvielfalt israelischer Medien und die Diskussionsfreude israelischer Gesprächspartner und Freunde *** 56 die Knesset – Ausdruck und Symbol für die einzige Demokratie im „Nahen Osten“ *** 57 der Blick vom Ölberg auf „Jeruschalajim schel Sahav“ *** 58 die Klippen und Höhlen von Rosch HaNikrah *** 59 Ein Gedi, der Schlamm und Yam HaMelach ***

60 I S R A E L , ganz einfach I S R A E L !!!

Es ist ein Wunder vor unseren Augen!

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH , I S R A E L !!!

Jedes einzelne Stichwort steht für eine Fülle von Erfahrungen, Gedanken, Erinnerungen … ich könnte die Reihe beliebig fortsetzen …Politik, Religion, Altertum und Moderne, alles bündelt sich in Israel … Israel, große Liebe … Sehnsuchtsland … Herausforderung – für die dort lebenden Israelis – Juden, Araber, Christen, die arabischen und die palästinensischen Nachbarn, aber auch für uns, die wir hier in Deutschland so gut zu wissen glauben, was richtig und falsch, gerecht und ungerecht ist, die wir so gerne gute Ratschläge geben ohne die Realität zu kennen …

ISRAEL ad meah v’esrim und weit darüber hinaus … lebe es in sicheren Grenzen!

hatikwa

RhAPSodie: GELB … 6. Mai, 2008

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nicht BLAU

Sagte ich schon, dass wir in einer ländlichen Gegend im Dunstkreis Hannovers wohnen?

Und diese ländliche Gegend schwelgt in GELB!

Immer schon leuchteten im Frühjahr die Rapsfelder zwischen frisch gepflügten Äckern, aufkeimendem Sommergetreide, den mit Folien abgedeckten Spargelfeldern, vor dunklen Kiefernwäldern und dem jungen Grün der Laubbäume. Doch in diesem Jahr ist es beinahe umgekehrt, liegen Wiesen, Wäldchen und Felder in der fast schon unverschämt ganz in Gelb strahlenden Landschaft.

In der Luft liegt der unverkennbare Duft blühender Rapsfelder. Ich muss gestehen, dass ich darüber – obwohl ich den Duft nun nicht unbedingt liebe – ziemlich erfreut bin, bauen die Landwirte doch ihren Raps auf den früheren Zuckerrübenfeldern an – und die bescherten uns dann im Herbst, während der Kampagne, den ebenfalls untrüglichen und unverkennbaren Geruch süßlicher Maische der mit Hochdruck arbeitenden Zuckerfabriken. Die Zuckerfabriken hier in der Gegend sind schon seit Jahren demontiert, die Zuckerkampagne lohnte sich nicht mehr, zu teuer, zu viel Energie, zu viel Steuern, was weiß ich!

Nun beschert uns der Energiehunger der Welt diese Rhapsodie in Gelb – Raps, jahrelang als preiswerter Öllieferant für die Lebensmittelindustrie angebaut, wird nun mit dem Prädikat „nachwachsender Rohstoff“ geadelt, was nichts anderes bedeutet, als das eine wertvolle Nahrungsmittel- und Futterpflanze in den Tanks als Biodiesel landet …

… und das, meint Herr Gabriel , ist unverzichtbar, obwohl doch die Energiebilanz nicht annähernd so günstig, wie man es in der ersten Euphorie der Erdölersatzfindungsphase annahm und Menschen inzwischen an der Lebensmittelknappheit leiden …

aber da viele ältere Autos nun so gar nicht mit Biodiesel fahren wollen und neue Fahrzeuge halt ziemlich teuer sind, muss Herr Gabriel das wohl doch noch überdenken …

Dann ist es wohl wieder vorbei mit den blühenden Landschaften … und der Mai ist vor allem wieder grün!

frisch – fromm – fröhlich – frei … 3. Mai, 2008

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… und radikal?

ca 16000 Jugendliche treffen sich in Bremen zum Christival, einem Kirchentag ähnlichen Event gläubiger junger Christen.

16 ooo !

Unter dem Motto „Jesus bewegt“ begegnen sich junge Menschen, feiern Gottesdienste, singen, beten, tanzen, diskutieren über Glaubensfragen und aktuelle Themen unserer Zeit … und machen sich damit offenbar gesellschaftspolitisch so verdächtig, dass „Grüne“ und „Linke“ schon seit Wochen gegen das Christival agitieren und – nicht genug damit – die Jugendlichen direkt angreifen und die Website des Christivals hacken.

16000!

16000 junge Leute, die friedlich zusammen sein wollen, die weder Lust auf Saufgelage noch auf Randale haben, die einfach nur ihren Glauben in aller Öffentlichkeit für 4 1/2 Tage gemeinsam leben und feiern wollen.

Die meisten von ihnen sind doch in ihren Heimatorten immer eine winzig kleine Minderheit und erleben während dieser 4einhalb Tage oftmals zum ersten Mal eine große Gemeinschaft gleich oder ähnlich gesinnter junger Leute! Das – so berichteten jedenfalls meine Kinder vom Christival in Kassel – ist eine ganz wunderbare Erfahrung, man muss sich nicht rechtfertigen, wird nicht mit Spott bedacht oder ausgelacht, nur weil man GERNE betet, singt, Gottesdienste feiert und miteinander Spaß hat bei Lobpreis und Fun-Aktivitäten!

16000!

Wenn Hannover 96 gegen berühmte Bundesligavereine ein Heimspiel hat, ziehen etwa doppelt so viele Fans durch die Innenstadt – und niemand nimmt daran Anstoß und ich nehme an, dass das in Bremen bei Heimspielen des SV Werder nicht anders ist.

Aber 16000 Christen stellen natürlich ein ganz extremes Gefahrenpotential dar, vor allen Dingen die 80 Teilnehmer, die an einem Seminar zu Fragen der Abtreibung teilnehmen …Im Zentrum der Kritik steht eines von 229 Seminaren, das an diesem Sonnabend unter der Frage „Sex ist Gottes Idee – Abtreibung auch?“ geplant ist. Veranstalter sind radikale Lebensschützer des Heidelberger Vereins „Die Birke“, die sich auch gegen eine Abtreibung im Fall einer Vergewaltigung wenden. Dazu hätten sich rund 80 Jugendliche angemeldet, hieß es.“ dies ist vor allem, so meint es jedenfalls die HAZ, ein Grund für den Hackerangriff auf die Website.

Ein anderes Seminar, das sich mit Fragen der Homosexualität beschäftigen wollte, ist auf Druck politischer Dauerempörter schon im Vorfeld gekanzelt worden.

Hat sich eigentlich niemand der Kritiker vorgenommen, so ein Seminar zu besuchen und intern, in der Diskussion den eigenen Standpunkt zu vertreten? Ich meine, das hätte doch durchaus Sinn gemacht. Schließlich gibt es doch in den Seminaren genug Raum, sich mit den Darlegungen auseinander zu setzen und eigene andere Standpunkte zu vertreten.

Aber vermutlich hatte Volker Beck gar keine Zeit für diese Form von basisdemokratischer Diskussionskultur und viele andere Kritiker vermutlich ebenso wenig – da hetzt es sich doch besser in den entsprechenden Medien, man heizt den Volkszorn an, der sich dann ja auch prompt einstellt.

Vielleicht haben die Kritiker aber auch einfach nur Angst vor der geballten Macht christlicher „Radikaler“ (nicht zu verwechseln mit autonomen Steinewerfern und Bombenbastlern, die ihrer Ideologie gerne gewaltig radikal Ausdruck verleihen!) und sie haben sich einfach nicht getraut, das offene Gespräch mit Jugendlichen zu suchen – die ja in aller Regel doch noch gar nicht so sehr auf eine eindeutige Meinung festgelegt sind, die doch nach Entscheidungshilfen suchen, ihre eigene Position in der Auseinandersetzung mit anderen entwickeln und finden wollen.

Immerhin reichte es aber für eine Diskussionsrunde mit anderen „Offiziellen“.

Ich persönlich denke, dass hier die Themen Homosexualität und Abtreibung künstlich hochgespielt wurden, um gegen das Christival insgesamt Stimmung zu machen. Sicherlich gibt es zu diesen Fragen sehr unterschiedliche Einstellungen und Haltungen, die man wohl auch jeweils biblisch begründen kann, und sicher ist die Diskussion zum Thema Abtreibung schmerzhaft und schwierig in einer Zeit, da Abtreibung aus medizinischen Gründen (schwere Missbildungen des Kindes) auch noch in der Spätphase der Schwangerschaft möglich ist und die pränatale Diagnostik immer mehr Gewicht bekommt. Und vermutlich gibt es auch beim Thema Homosexualität schmerzhafte und schwierige Prozesse, die zu leugnen weder hilfreich noch förderlich ist. Soll man darum nicht darüber reden? Und wenn Christen darüber reden, wird dann nicht gleich Hölle und Fegefeuer assoziiert und tief empfundenes Misstrauen und Angst ausgelöst? Sind aber nicht viele andere Themen unserer Zeit weitaus beunruhigender als die Frage nach Sexualität oder Abtreibung?

Ja, 16000 junge Christen beunruhigen!

Sie werden ihres Glaubens an Jesus Christus wegen angefeindet und manche von ihnen gar als „Radikale“ bezeichnet und ausgegrenzt.

Das ist (für mich) das eigentliche Beunruhigende in unserer Gesellschaft. Christlicher Glaube stößt zunehmend auf Widerstand, wird als störend wahr genommen, gar als feindlich betrachtet, wird einer allgemeinen Kritik Preis gegeben und diese dabei nicht mehr (nur) an einzelnen Kritik würdigen Positionen festgemacht, sondern Christ sein und Glauben wird in unserer Gesellschaft generell und mit zunehmender Tendenz als unzeitgemäß und dem multikulturellen Mainstream abträglich, an den Pranger gestellt.

frisch – fromm – fröhlich – frei ???

JESUS bewegt …

NACHTRAG:

Gestern las ich im Bonhoeffer Brevier

Das gibt für diese Tage Verse aus dem 10. Kapitel des Matthäus-Evangelium an: 30. April- Verse 11- 15; 1. Mai – Vers 16 „Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. …“ ; 2. Mai – Verse 17-22; 3. Mai – Verse 26-33; 4. Mai -Verse 40 – 42 „Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf …“

Jesus bewegt