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Fremde Feder: Sehenden Auges in die Katastrophe – Europa und die Türkei 13. September, 2016

Posted by Rika in aktuell.
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Weil ich das, was schon seit Wochen meinen Unmut ausmacht, nie und nimmer selbst so gut hätte erklären und beschreiben können, hier als „fremde Feder“ im vollständigen Text und mit großem Dank:

SpitzWege aus dem Kopf eines Bürgerlichen

Endlich! Unsere Bundestagsabgeordneten dürfen endlich wieder zu unseren Bundeswehrsoldaten in die Türkei! Der Präsident aus dem Morgenland hat es großzügig genehmigt – und Deutschland dafür den Rest seiner Selbstachtung aufgegeben. Kein Wunder also, dass der türkische Außenminister Cavusoglu larmoyant erklärte, Deutschland habe alle „türkischen Bedingungen“ erfüllt. Das Herrchen streichelt seinen Dackel: „Brav! Sitz!“

Angesichts dieser offenbar bedingungslosen Unterwerfung, die man bei einem etwas kämpferischer veranlagtem Volk als den Deutschen auch als bedingungslose Kapitulation hätte bezeichnen können, scheint es angemessen, den Rahmen der Selbstaufgabe zumindest oberflächlich zu beschreiben. Oberflächlich deshalb, weil derzeit kaum jemand wagt darüber nachzudenken, was unter der Oberfläche des Offensichtlichen noch alles an Kotau versteckt ist.

Doch bevor wir dieses tun, sollten wir noch einen kurzen Blick auf den vorgeblichen Anlass der Unterwerfung werfen.

Die Patriots sind überflüssig

Die Bundesrepublik hatte sich im Rahmen ihrer NATO-Bündnisverpflichtungen bereit erklärt, deutsche Patriot-Raketenabwehrsysteme in der Türkei zu stationieren. Der türkische Verbündete…

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„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne… 7. September, 2016

Posted by Rika in aus meinem kramladen, eltern, familie, gesellschaft, Kinder - Famile, schule - kinder.
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… der uns beschützt und der uns hilft zu leben.“

Daran musste ich bei der Einschulung des ersten Enkelkindes denken.

„Auf dem Dorfe“, so sagte schon der für unsere Schule zuständige  Schulrat vor gut 25 Jahren, „ist die Welt noch in Ordnung!“

Und dem ersten Eindruck und äußeren Schein nach zu urteilen, ist das heute wohl auch noch so.

Die Einschulung wird gefeiert,   29 Kinder beginnen den „Ernst des Lebens“  mit ihren Eltern und vielen Verwandten in der gemeinsamen Dorfkirche zweier Dörfer am Rande der großen Stadt. Jeder Platz in der Kirche ist besetzt, Väter, Mütter, Großeltern, Geschwister, Onkel und Tanten der i-Männchen sind gekommen, um  die kleinen Schulanfänger bei diesem wichtigen Schritt zu begleiten. Fröhliche und kindgerechte Lieder werden gesungen und der Pastor hält eine wunderbare und bemerkenswerte Predigt für die Kinder – und ein bißchen auch für die Erwachsenen. Um einen Hut geht es in der Predigt, darum, wozu so ein Hut gut ist: Er schützt vor zuviel Sonne, vor Wind, Regen oder Kälte und selbst vor neugierigen Blicken. Das verstehen wirklich alle.  Das Wort „Hut“, erklärt der Pastor weiter, steckt in dem Wort „behütet“. Und das wünscht er den Kindern, behütet zu sein auf ihrem weiteren Weg – nicht einfach nur mit einem Hut, versteht sich, sondern von GOTT selbst, der Hilfe und Schutz sein will in den herausfordernden Situationen des neuen Lebensweges. Ja, das verstehen auch alle…  wenn vielleicht auch nicht jeder Anwesende um diesen Schutz weiß oder gar darum bittet.

Doch der Pastor bittet darum für alle Kinder und die Eltern, Geschwister und Großeltern und legt jedem neuen Schulkind segnend die Hände auf und stellt jedes Kind unter Gottes Segen.  Am Verhalten einiger Erwachsener ist abzulesen, dass ihnen Kirche und Gottesdienst gänzlich fremd sind. Aber auch sie gehören hier in der Kirche ganz selbstverständlich dazu.

„Auf dem Dorf“, denke ich, „geht das noch, ohne dass zuvor darüber debatiert werden muss“ und bin dankbar für diesen wunderbaren segensreichen Einschulungsgottesdienst.

Im Anschluß ziehen wir alle in langer Prozession hinter einem bunt geschmückten Bollerwagen*** her  ins Nachbardorf zur „großen“ Schule, in deren Turnhalle die „Neuen“ von der Schulleiterin und allen Lehrerinnen begrüßt werden und die Viertklässler ein Theaterstück für die neuen  Mitschüler aufführen.  Die 29 Kinder werden auf zwei Klassen verteilt, 17 Kinder bleiben in der „großen“ Schule, für die anderen 12 geht es zurück ins Nachbardorf und in die „kleine“ Schule….  Dort wird das Enkelkind also seine ersten Schuljahre verbringen. Wie schön!

 

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„Auf dem Dorf herrscht doch noch das Paradies“ meinte der ehemalige Schulrat …. und Recht hat er. Zumindest was dieses Dorf angeht und seine kleine Schule mit einer winzig kleinen Schar neuer Grundschüler.   Dankbar bin ich für die Eltern, Lehrer und die politisch Verantwortlichen, die sich für den Erhalt der kleinen Grundschule eingesetzt haben und immer noch einsetzen. Das ist nicht selbstverständlich, wie ich aus eigener Anschuung und vielen Kämpfen in früheren Jahren weiß.

Im Haus des i-Männchens wurde mit der ganzen Familie kräftig gefeiert…  wir  Erwachsenen erinnerten uns an die Einschulung  der Eltern, Onkel und Tanten des neuen Schulkindes… auch damals gab es den Gottesdienst in der Dorfkirche, die Einschulungsfeier in der Aula der Schule… die Aufregung der Kinder… Tränchen der Rührung und des bewußten Abschiednehmens von einem wichtigen Teil der Kindheit ihres Kindes  bei den Eltern…   Lieder und Theaterspiele…..     und  Schultüten!      Waren die damals auch schon so reich gefüllt…?

 

Und die Gedanken gingen zurück in meine eigene Kindheit. Wie war das damals vor 60 Jahren bei meiner Einschulung, waren die Eltern, waren Oma und Opa mit dabei, ich meine, in der Schule? Gab es eine Feier in der Klasse für die neuen i-Männchen – eine Aula oder Turnhalle hatte meine Schule nicht.

Ich weiß es nicht mehr, aber ich meine mich daran zu erinnern, dass wir in der ersten Schulstunde ein Lied lernten: „Schön ist die Welt, drum Brüder laßt uns reisen, wohl in die weite Welt, wohl in die weite Welt…“

Der Meinige erzählte, dass er der einzige „Knabe“ gewesen sei, der in der einklassigen Dorfschule eingeschult wurde. So vermerkt es jedenfalls die Dorfchronik des kleinen Dorfes, in dem seine Familie damals als Flüchtlinge  Rettung und Unterkunft gefunden hatte.

 

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***Der geschmückte Bollerwagen mit den Schultüten, die von den  Müttern der Schulkinder gebastelt worden waren.

 

 

 

 

 

 

 

 

Bitte bevorraten Sie sich…. 23. August, 2016

Posted by Rika in aus meinem kramladen, gesellschaft, politik.
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Ich gebe es zu, dieser hübsche Satz mit der wunderbaren Verbkonstruktion stammt nicht von mir …. die Eingeweihten werden es wissen.

Auch die Idee, die darin zum Ausdruck gebracht wird, ist nicht neu und auch nicht auf dem Mist des großen Discounters (s.o.) gewachsen:

Menschen legen Vorräte an –

für den Winter

für schlechte und oder lausige Zeiten

aus Bequemlichkeit, weil der Weg zum nächsten Laden einfach viel zu weit ist oder die Zeit nach einem langen Arbeitstag zu knapp bemessen

oder einfach aus Sorge um die Zukunft.

Ich kann mich noch gut an die Zeiten erinnern, in denen ein gut gefüllter Vorratskeller  der Stolz und  „DIE“ Visitenkarte einer jeden guten Hausfrau ( ja, Hausfrau und nicht NUR-Hausfrau)  war. Ab dem Frühsommer, praktisch mit der Ernte der ersten Gemüse- und Obstsorten,  begann das große Einkochen: Möhren, Erbsen, Bohnen, Blumenkohl, Gurken und Mixed Pickles wurden eingeweckt.  Erdbeeren, Stachelbeeren, Kirschen, Pflaumen, Äpfel, Mirabellen, Pfirsiche und Renekloden,  Birnen und selbst Heidelbeeren in Liter- und Halblitergläsern mit Wasser und der Zugabe von mehr oder weniger viel Zucker durch Sterilisieren haltbar gemacht und anschließend  nach Sorten getrennt in eigens dafür gezimmerten Regalen im Keller für die nächsten Wochen und Monate gelagert. Kohl wurde gehobelt, in großen Steinguttöpfen eingelegt und auf diese Weise  zu Sauerkraut. Aus allen möglichen Früchten kochte man Gelees und Marmelade oder gewann den Saft und dickte diesen zu Sirup ein…  für die Bionade der 50er, wenn man so will.

Natürlich wurden auch Kartoffeln zentnerweise eingekellert.

Selbst  die Leute, die mit dem Geld sparsam haushalten mussten und nicht auf die Ernte aus dem eigenen Garten zurückgreifen konnten, legten Vorräte an.

Auf den Dörfern schlachtete man Schweine und Rinder, pökelte und räucherte  Schinken und Würste und kochte selbstverständlich auch Fleich in Weckgläsern ein.

Niemand, wirklich niemand wäre auf die Idee gekommen, daran Anstoß zu nehmen. Es war ganz normal.

Es war vor allem auch notwendig

Die Konservenindustrie lieferte noch nicht die heute verfügbaren Produkte und die verfügbaren auch nicht in guter Qualität.  Tiefkühlgeräte, die heute der Vorratshaltung dienen, waren noch äußerst selten in den Haushalten anzutreffen.

Neben dem Eingemachten und Eingelagertem hortete eine gute Hausfrau selbstverständlich auch Zucker, Mehl, Reis, Grieß, Haferflocken und Nudeln. Auch Fischkonserven gehörten in eine gute Vorratskammer.   Wein und Spirituosen natürlich auch, wobei deren Lagerung meistens den Hausherren oblag.

Mit der Veränderung des „Hausfrauen- respektive Nur-Hausfrauenstandes“ einerseits und der durch die Globalisierung des Handels ständigen Verfügbarkeit aller nur erdenklichen Obst- und Gemüsesorten andererseits, veränderte sich zumindest in den Städten das Kauf- und Konsumverhalten der Verbraucher. „Just-in-time“ ist nicht nur das Zauberwort der großen Automobilhersteller und ihrer Zulieferer, es ist auch in vielen Haushalten das System der Wahl geworden; Einkauf für maximal drei Tage im Voraus.

Es ist nicht verwunderlich, dass in sehr vielen Haushalten – zumeist in den Städten –  kaum Vorräte gehortet werden, die den Bedarf der jeweiligen Haushaltsmitglieder über mehr als zwei Wochen hinaus sicher stellen würden. Ich selbst habe in den Zeiten, als noch alle vier Kinder bei uns im Haus lebten, immer ausreichende Vorräte für einen längeren Zeitraum „gebunkert“ – wohl auch aus der Erfahrung heraus, die ich als Kind im elterlichen Haushalt gemacht hatte, aber auch geprägt durch meinen Beruf als Hauswirtschaftslehrerin „alter Schule“, zu dem es auch gehörte, Schülern die Notwendigkeit eines gut sortierten Vorratsschranks für Grundnahrungsmittle nahe zu bringen.

Die Häme gegen die Empfehlung zur Lebensmittelvorratshaltung kann ich nur schwer nachvollziehen und auch nicht teilen.

Ganz anders sieht es jedoch mit dem übrigen Konzept aus. Darüber kann man hier mehr lesen.

Und ganz sicher  ist die Kritik verständlich und auch dringend geboten, die sich gegen  die geradezu dilletantische mediale und methodische Vorgehensweise der Verantwortlichen richtet.  Als gäbe es nicht genug Grund für Unsicherheit und scheinbar irrationale Ängste in diesen chaotischen Wochen und Monaten, werden durch seltsame Verlautbarungen über und Begründungen für die Bevorratung mit Wasser und Nahrungsmittlen und die weiterführenden Pläne zusätzliche Unsicherheiten und Befürchtungen geschürt und den Spekulationen für die absurdesten Katastrophenszenarien Tor und Tür geöffnet.

 

Ganz offensichtlich hat das Innenministerium seit dem unglückseligen Auftritt des Ministers im vergangenen November – „das würde Sie nur verunsichern“ – nichts, aber auch gar nichts dazu gelernt.

Und so ist es weniger der Aufruf zur Vorratshaltung und mehr, der MICH beunruhigt, als vielmehr der Eindruck von hilfloser Inkompetenz, den die für unsere innere wie äußere Sicherheit zuständigen Behörden mit dieser genialen Strategie hinterlassen.

Würden  die zuständigen Ministerien und Behörden einen Katastrophenfall – sei er durch die Natur***  oder durch Terror hervorgerufen – wirklich bewältigen können? Gibt es ein Krisenmanagement, das dem Anspruch,  eine Krise zu meistern, gerecht werden kann?

Ich fürchte nein.

Darum liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, sorgen Sie selbst für sich  und sorgen Sie vor:

BITTE BEVORRATEN SIE SICH !

 

.

***Ich erinnere mich mit Schaudern an einen Winter, in dem es wintergemmäß heftig geschneit hatte und es weder einsatzbereite Räumfahrzeuge noch ausreichendes Streugut gab….  und übermäßiger Schneefall  ist ja nur eine winzige Naturkatastrophe und meist auch temporär sehr begrenzt. Was aber wäre wenn?

 

 

 

Netzlos…. 10. August, 2016

Posted by Rika in aktuell, aus meinem kramladen.
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Das ist schon  seltsam,  wenn es gut hundert Gründe für einen Blogeintrag gibt, aber das Schreiben nicht möglich ist, beziehungsweise nur unter erschwerten Bedingungen via Smartphone möglich wäre. So ist es mir in den letzten Wochen ergangen. Ganz plötzlich und ohne irgendeine Vorwarnung fiel unser  Internetzugang aus.

Natürlich weiß inzwischen ja jedes Kind was dann zu tun ist: Stecker des Routers ziehen…  warten….  Router wieder ans Stromnetz anschließen….. gucken, was passiert. Passiert ist nichts, auch nicht nach der gefühlt 47. Wiederholung der Prozedur.

Schritt 2: Den Anbieter anrufen:  „Tatatatiita“ …… der magentafarbige Riese ließ sich aber auch nach vielen, vielen Versuchen nicht aufwecken….  „tatatatiita“ dudelte es Minute um Minute  fröhlich aus dem Hörer, so dass mir bald Hören und Sehen verging.  Es ist wirklich keine Freude in einer Endlosschleife auszuharren in der absurden Hoffnung, irgendwann würde sich schon jemand erbarmen und mein Anklingeln erhören.

Schritt 3: Mit Hilfe des Smartphones die Serviceseite des Riesen im Internet aufrufen, sich durch das Programm kämpfen und irgendwie doch immer wieder auf der Startseite landen….  „Bin ich denn wirklich so blöd?“ fragte ich mich entnervt und verschob weitere Bemühungen auf die nächst folgende Woche. Zu meinem Glück lenkte mich nämlich eine überaus nette  Wochenendaktion vom Routerkampfplatz ab.

Wir fuhren zu Freunden in die Kasseler Gegend und gemeinsam mit ihnen nach Bad Hersfeld zu d en Festspielen in der alten Stiftsruine: „My fair Lady“ wurde gegeben in einen wunderbar leichten, sehens- und hörenswerten Darbietung. Ausklang des schönen Tages  unterm Sternenhimmel im Garten der Freunde… Herz, was willst du mehr?!

Montags ist unser Opa & Oma-Tag mit den Enkeln. Da hat der Router tagsüber  nichts zu melden, selbst dann nicht, wenn er funktioniert. Und natürlich funktionierte er nicht….  Auch am Dienstag war die Lage unverändert. Aber am Dienstag musste ich ganz dringend für den Rest der Woche auf die Wiese und von dort aus ab und zu nach Otterndorf fahren wo das große BUJU stattfand.  BUJU ist großartig, wunderbar, einzigartig, toll. Und obwohl ich selbst niemals an einem BUJU teilgenommen habe und die Großartigkeit dieses Ereignisses nur aus den Erzählungen meiner damals noch jugendlichen Kinder erahnen kann, bin ich ein absoluter BUFU-Fan!  Es machte mir riesigen Spaß und große Freude in Otterndorf vorbei zu schauen….

Zurück in den heimatlichen Gefilden nahm ich wieder den Routerkampf auf….  Schlau geworden durch die Erfahrung der Endlosschleife fuhr ich zur Niederlassung des Anbieters. Ein freundlicher Mitarbeiter wies auf die vielen Gewitter hin, die in der letzten Zeit auch bei uns gewütet hatten und meinte, der Splitter habe wohl den gewittrigen Belastungen nicht standgehalten und versorgte mich kostenfrei mit einem neuen. Ein Kinderspiel den alten Splitter gegen den neuen zu tauschen. So etwas mache ich mit rechts wie links gleich gut. Hoffnungsvoll schaltete ich die Stromversorgung ein….   NICHTS, gar nichts hatte sich geändert. Am Router leuteten einsam die Anzeigen für die Stromversorgung und für das funktionierende Wlan –  was aber völlig irrelevat ist für die Nutzung, wenn der Zugang nach draußen nicht funktioniert. Wieder Endlosschleife…. und wieder Serviceseiten. Und, oh Wunder, es gelang mir tatsächlich meine Beschwerde hinsichtlich des nicht funktionierenden Internetzugangs los zu werden. Und ein noch größeres Wunder passierte: Eine Servicefrau rief tatsächlich zurück, wir führten ein leidenschaftliches Gespräch über Serviceleistungen und Kundenfreundlichkeit. Am Ende – und nachdem  ein weiterer Techniker die Leitung per Ferndiagnostik geprüft hatte – einigten wir uns darauf, dass der Router seinen Dienst aus Altersgründen eingestellt haben musste. Also wurde ein neuer bestellt und sogar ziemlich prompt geliefert.  Die Installation des neuen Routers nahm der Internet erfahrene Sohn vor. Alles wurde ordentlich verstöpselt, das Gerät angemeldet und dann….. passierte NICHTS! Die Anzeigenleuchten für die Energieversorgung und das Wlan blinkten freundlich, ansonsten verweigerte auch der Neue seinen eigentlichen Dienst, mich mit dem großen weiten Netz zu verbinden. Wieder war Wochenende und wieder war es ein besonders schönes. Keine Lust auf  und keine Zeit für Routeraktionen.

Aber dann. … Störungsmeldung….  Vertröstung auf die übernächste Woche….

Nein, ich beiße nicht in Teppiche und werfe auch nicht (mehr) mit Gegenständen….  ich war einfach nur resignativ tätig.

Gestern erhielt ich einen Anruf von einem gut gelaunten Techniker, der mir verkündete, mein Internetzugang sei nun wieder verfügbar. Ich hatte aber inszwischen sämtliche nicht benötigten Stecker gezogen…. Irgendwie erwischte ich intuitiv die richtigen Steckverbindungen … und…

Hier bin ich wieder.

 

Mein Aufregungspotential habe ich weitgehend an meinen Router verschwendet…  es wäre aber noch Erdogan im Angebot…. die olympischen Spiele in Rio…. eine antisemitische Seminarveranstaltung in Hildesheim…. die Dopingheuchelei…. und …. und … und. Genug also für  Stunden, Tage und Wochen…  Aber soll ich das wirklich jetzt alles auf einmal abarbeiten, den ganzen Frust ertragen  und den schönen Tag hier am PC verbringen?

Es war eigentlich mal ganz nett ohne Netz.

Schade nur, dass ich die vielen schönen Dinge auch nicht beschreiben konnte…. Vielleicht hole ich das wirklich noch nach.

 

 

 

 

Fremde Feder: Papst Franziskus und der Islam: Eine perfide Verharmlosung von Gewalt 1. August, 2016

Posted by Rika in aktuell.
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philosophia perennis

(David Berger) Dass Papst Franziskus mit seiner Aufgabe intellektuell komplett überfordert ist, ist unter Katholiken kein Geheimnis. Dass er sich aber auch vermehrt zu gesellschaftspolitischen Fragen in einer Weise äußert, die alle Demokraten und überzeugte Vertreter einer offenen Gesellschaft zum Widerstand motivieren muss, ist ein besonders weitreichender Tiefpunkt dieses Pontifikates.

Besonders bedenklich ist sein Verhältnis zu Gewalt und Aggression: So forderte er auf einem seiner Lateinamerikabesuche die Prügelstrafe für Kinder doch insgesamt lockerer zu sehen. Ein „würdevolles Schlagen“ von Kindern sei völlig ok.

Dieses atavistische Verhältnis zur Gewalt gegenüber Schwächeren spielt auch in einer seiner jüngsten Äußerungen eine nicht zu unterschätzende Rolle.  Auf dem Rückflug vom Weltjugendtag in Polen, wo er bereits durch seine Einmischung in die polnische Politik unangenehm aufgefallen war, hat er sich nun für den gewalttätigen Islam stark gemacht, indem er diesen schön geredet hat.

Von den Journalisten gefragt, warum er – angesichts der Gräueltaten des Allahu-Akbar-Terrorismus…

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Hass nicht mit Hass begegnen…. 15. Juli, 2016

Posted by Rika in aktuell, christsein und glaube, gesellschaft, hass, islam, politik, terrorismus.
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„Sie“ –   diese mörderischen Kämpfer    –  müssen uns hassen,  uns Menschen mit unserem westlichen Lebensstil, unserer Lebensfreude,  unserer Lust an allem Schönen – an Musik, Kunst, Literatur, Theater, Tanz,  Festen und Feiern.  Sie müssen  unsere Freiheit hassen, unsere Unbekümmertheit, den Frieden, in dem wir leben – noch leben.

Es muss doch Hass sein,  tödlicher Hass, wenn sich ein Mann einen LKW mietet und in eine fröhlich feiernde Menschenmenge rast, um möglichst viele Menschen zu töten. Denn was haben ihm diese Menschen getan, die Frauen und Männer, die Kinder? Nichts, gar nichts.

 

Ich habe schon an anderer Stelle gesagt, dass ich nicht mehr länger nach persönlichen Motiven für diese Art von Verbrechen fragen werde mit der Absicht, irgendeine Besonderheit im Leben des Täters zu finden, die möglicherweise geeignet ist seine schreckliche Tat zu „entschuldigen“ .  Es gibt keine Entschuldigung für Attentäter, die in Israel einem schlafenden Mädchen ein Messer in den Hals rammen, Jeschiwa-Schüler in Jerusalem abschlachten, mit dem Auto in die Wartenden an einer Bushaltestelle fahren, hinterrücks mit Messern auf friedliche Menschen einstechen.  Es gibt keine Entschuldigung für Mörder, die sich vor Fußballstadien in die Luft sprengen und wahllos Menschen während eines Konzerts erschießen,. Es gibt keine Entschuldigung für  tödlichen Terror gegen die Mitarbeiter von  Satirezeitschriften, keine Entschuldigung für die Ermordung von Menschen in jüdischen Supermärkten.

Nein, es gibt keine Entschuldigung für solche Taten.

Weder für den Terror in Israel, noch für den Terror in Europa. Es sind nicht „die Siedlungen“ und es sind nicht die „sozialen Bedingungen“, die ein Verbrechen legitimieren. Niemand  hat nach unserer Rechtsauffassung das Recht, aufgrund seiner Sozialisationsbedingungen andere Menschen zu töten, niemand hat das Recht, aufgrund politischer Gegebenheiten anderen Menschen das Leben zu nehmen. Wer solche Entschuldigungen in der Vergangenheit zuließ, macht sich mit schuldig an Terror und Gewalt.

Terror, Mord und Totschlag sind durch nichts zu rechtfertigen.

Wir würden unsere Rechtsstaatlichkeit aufgeben, wenn wir anfingen, Terror als Akt der Verzweifelung  – aus welchen Gründen auch immer – zu „entschuldigen“ und damit quasi zu legitimieren.

 

Dennoch gibt es die Suche nach den Gründen, den Motiven für den Terror gegen „uns“.

Spätestens seit den Anschlägen auf das World Trade Center in New York haben wir eine Ahnung davon, dass es religiöse Motive sein könnten, die Menschen bewegen andere Menschen zu töten. Und immer deutlicher zutage tritt die Religion, in deren Namen Attentäter töten:  „Allahu Akba – Allah ist groß“ ist der Begleitruf nahezu aller schweren Anschläge der letzten Monate. „Allahu Akba“ begleitet den perversen Jubel vieler Muslime über den Tod der Ungläubigen.

Die „Religion des Friedens“, wie der Islam von seinen treuen Anhängern immer wieder beteuernd genannt wird, bringt den Unfrieden in die Welt. Er teilt die Menschheit in Gläubige  und Ungläubige.  Ungläubige ohne Rechte, den Gläubigen unterlegen, „Affen und Schweinen gleich“, wie der Koran über Juden und Christen aussagt, die man verfolgen, unterwerfen oder sogar töten kann im Namen des „Gottes“, der sich der islamischen Lehre nach Mohammed offenbart hat und dessen Weisungen in eben diesem Koran festgelegt sind…. unumstößlich wie fromme Muslime sagen.

Seit dem Feiertag zur Wiedervereinigung Deutschlands, an dem der damalige Bundespräsident Wulff vollmundig bekannte, der Islam gehöre zu Deutschland, sind wir in Deutschland mit dem Phänomen konfrontiert, dass dieser Islam ohne die leiseste kritische Anmerkung von offiziellen staatlichen wie kirchlichen Stellen unter Schutz gestellt ist und bei (fast) allen politischen wie kirchlichen Entscheidungsträgern nach schweren Anschlägen muslimischer Terroristen sofort und reflexartig die Sorge artikuliert wird, Muslime könnten unter Generalverdacht gestellt, diskriminiert und ausgegrenzt werden – dabei wird argwöhnisch nach Rechts geschaut, denn von dort kommt ungleich größere Gefahr, als von muslimischen Terroristen, folgt man den Statements der Politiker und Kirchenführer.

Doch diese Strategie des Abwiegelns und Anpassens an muslimische Grundsätze („Islam ist Frieden“) verhindert die kritische Betrachtung islamisch geprägter Parallelgesellschaften und der von außen gesteuerten Einflußnahmen durch  türkische und arabische Imame in den Moscheen Deutschlands. Ich bin nicht sicher, ob es Angst vor dem Islam oder beispiellose Naivität ist, die selbst viele Kirchenführer zu Fürsprechern zur Durchsetzung muslimischer Lebensweisen in Deutschland machen – „Kopftuchstreit“ und „Minarett“ mag hier als Stichwort ausreichen.

Dabei hätten doch gerade die Kirchen eine wunderbare Alternative den Muslimen anzubieten, die sich mit Fragen nach Gott und dem Sinn des Lebens beschäftigen, die eben nicht gegen „Ungläubige“ in den heiligen Krieg ziehen wollen, weder ideel noch real.

Wir Christen wollen Hass nicht mit Hass beantworten, weil wir moralisch soviel besser sind als alle anderen Menschen dieser Welt, sondern weil es zur Basis unseres christlichen Glaubens gehört, den GOTT der Liebe und der Vergebung zu verkündigen, von Jesus zu reden, der gesagt hat:

Liebet eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen.“ (Matthäus 5,44)

Ich glaube, dass Jesus damit nicht gemeint hat, „Schließt eure Augen vor Hass und Gewalt und laßt die Hassenden gewähren“. Deshalb, denke ich, sollten wir mutig dem Terror und Hass entgegen treten und deutlich machen, dass eine Religion, die Hass predigt, mit unserer Werteordnung nicht vereinbar ist. Und allen denen die von der Frage nach „Allah“  getrieben sind, von GOTT dem Vater erzählen, der die Menschen liebt und dessen Gebot nicht  das Strafen durch  Abhacken von Gliedmaßen,  Steinigung, Auspeitschen und Aufhängen ist, sondern das Angebot zur Buße, Umkehr und Vergebung.***

 

Manchmal fällt es mir schwer, angesichts des Terrors meine Wut zu überwinden  und nicht mit Hass zu reagieren. Dann ist es gut, sich der Liebe Gottes zu erinnern, der Liebe Gottes, die allen Menschen gilt.

 

Und weil ich heute eigentlich einen Beitrag über eine wunderschöne verrückte Idee schreiben wollte, poste ich hier ein Bild, das bei der Umsetzung dieser Idee entstand. Ich sehe es auch als Trostbild für mich in dieser schrecklichen Situation.

 

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***(was allerdings nicht gleichzusetzen ist mit dem Aussetzen jeglicher irdischen Gerichtsbarkeit, für die haben wir in Deutschland aber ein ausgezeichnetes Rechtssystem, das sogar mildernde Umstände kennt.)

 

 

 

 

 

 

 

Gandhi zählt nicht mehr… 1. Juli, 2016

Posted by Rika in antisemitismus, araber-"palästinenser", attentat, hamas, hass, israel, mord, plo, politik, terrorismus.
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NEIN,  Gandhis Mantra vom „gewaltlosen Widerstand“ hat ausgedient, es ist nicht mehr im Bewußtsein Europas und seiner politischen Eliten und der über sie berichtenden Medien verankert.

Wie sonst ist es  zu verstehen, dass nicht eine Welle der Empörung durch das ganze aufgeklärte und demokratische Westeuropa schwappt, Menschen auf die Straße gehen und den feigen Mord an einem jungen Mädchen beklagen und beweinen, das in seinem Bett friedlich schlief, als der Mörder kam und es mit vielen Messerstichen so schwer verletzte, dass es daran starb.

Warum, so frage ich mich angesichts dieser schrecklichen Bluttat voller Entsetzen, wird der Mörder nicht ohne wenn und aber verurteilt als Verbrecher? Warum kann es keinen Bericht geben  – immerhin gibt es Berichte, das ist ja nicht immer so, wenn beinahe täglich Israelis von Attentätern getötet werden – warum also  kann es  keinen Bericht geben, der darauf verzichtet auf das angebliche Elend eines im „Freiheitskampf“ stehenden jungen Mannes hinzuweisen?  Warum wird Wert darauf gelegt zu berichten, dass Kiryat Arba eine sogenannte „Siedlung“ ist ? Dürfen Menschen in „Siedlungen“ einfach so und mir nichts dir nichts abgeschlachtet werden? Ist „Siedlung“ ein hinreichender und vor allem legitimer Grund für Attentate, Morde und täglichen Terror?

Warum schreibt es im focus , die Mordserie sei durch einen „Streit um Gebets- und Besuchsrechte auf dem Tempelberg in Jerusalem“ ausgelöst worden. Und wie kommt der Schreiberling des Magazins dazu, einen Mord an einem unschuldigen Kind mit diesem Hinweis zu erklären:

  Als Grund wird auch die Frustration der Palästinenser über die fortwährende israelische Besatzung gesehen. Der Friedensprozess liegt seit mehr als zwei Jahren brach.

 

Warum findet sich kein noch so kleiner Hinweis auf die Abscheulichkeit der Tat?  Das ist so schäbig und so empathielos, dass mir schlicht die Sprache fehlt, meinen Abscheu für diese Form der Nachricht auszudrücken.

Hat der Nachrichtenmann, die Nachrichtenfrau noch nie etwas von „gewaltfreiem Widerstand“ eines Mahatma Gandhis gehört? Ist das alles schon vergessen? Ganz abgesehen davon, dass die „fortwährende israelische Besatzung“ das Märchen ist, welches das Geld aus den westlichen Demokratien und den arabischen Bruderstaaten trefflich sprudeln läßt. Immerhin gibt es  doch in den Gebieten von Samaria und Judäa  die palästinensische Autonomiebehörde mit Ramallah als „Hauptstadt“ und Abbas als „Präsidenten“, der von den europäischen Staaten hofiert und gehätschelt wird und vor der EU antisemitische Reden schwingen darf, OHNE dass man ihm ins Wort fällt, im Gegenteil, Herr Schulz fand Abbas‘ Rede „inspirierend“.  Die Amtszeit  des Präsidenten Abbas ist zwar schon seit mindestens 6 Jahren abgelaufen, doch niemand scheint sich daran zu stören – vielmehr sind die angeblich „Besetzten“ doch ganz froh darüber, dass keiner auf die Idee kommt Neuwahlen zu veranstalten, bei denen möglicherweise die Hamas die Kontrolle über „Palästina“ erlangen könnte, mit nicht vorhersehbaren Folgen für die schöne Freizügigkeit, die die Araber  dort genießen, im krassen Gegensatz zur brutalen Herrschaft der Hamas im Gazastreifen, wobei die Herrschaft der PLO im Autonomiegebiet nun auch nicht das Himmelreich auf Erden bedeutet, wenn man z.B. unvorsichtigerweise als „palästinensischer Araber“ versucht, mit den Israelis in Frieden zu leben und beispielsweise Grund und Boden an einen Israeli verkauft. Dann kann man schon um seinen Kopf gebracht werden und hat nicht einmal das Recht auf einen Begräbnisplatz der muslimischen Gemeinschaft.

Aber das interessiert den focus vermutlich ebenso wenig, wie die beklemmenden Tatsachen, dass Morde an Israelis in der Regel von den „Palästinensern“ bejubelt und gefeiert werden und Straßen und Plätze nach den „verehrten Märtyrern“ benannt  und die Familien der Mörder mit großzügigen „Gehältern“  oder sollte ich besser sagen „Kopfgeldern“  bedacht und belohnt werden, Gelder übrigens, die von der Autonomiebehörde gezahlt und von der EU bereit gestellt werden, wenn auch wohl  nicht willentlich für diese speziellen „Boni“, aber die EU forscht auch nicht nach, was mit den Millionen finanziert wird. So wäre es doch nicht unwichtig darüber nachzudenken, ob man weiterhin Schulbücher mitfinanzieren will, in denen der Staat Israel gar nicht vorkommt oder zu wissen, dass Fernsehsendungen für Kinder produziert werden, in denen offen Hass auf Israel kindgerecht vermittelt wird. Die EU gibt sich mit dem Märchen zufrieden, die „Siedlungen“ seien es, die den Frieden behindern und unterstützen weiterhin mit allen Kräften den „Widerstand“ der „Palästinenser“ gegen den Staat Israel.

Nur Gandhi und seine Gewaltlosigkeit haben die Funktionäre der EU dabei vergessen, lieber spielen sie dem arabisch-palästinensischen Terror in die Hände….

 

und wundern sich, wenn Araber Terror auch in Europa verüben.

 

 

 

 

Fremde Feder: Ein offener Brief nach dem Terroranschlag in Orlando an alle Muslime 12. Juni, 2016

Posted by Rika in aktuell.
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Deutlich, ja, drastisch formuliert von Gerd Buurmann.

Ich stimme ihm zu, schließe mich seiner Bitte an Muslime hier im Land und darüberhinaus an:

Tapfer im Nirgendwo

Liebe Muslime,

ich brauche Eure Hilfe!

Entschuldigt, dass ich Euch als Mitglieder einer Religionsgemeinschaft anspreche. Eigentlich ist mir egal, woran Ihr glaubt, aber der Terrorist, der in Orlando gemordet hat, bekannte sich vor seiner Tat zum Islamischen Staat und vollführte seine Taten im Namen eines Gottes, den er Allah nannte. Er tötete in einem Club für Homosexuelle, so wie seine terroristischen Glaubensbrüder vor ihm in jüdischen Märkten und Museen, in Theatern, Redaktionen, Hotels und auf Straßen gemordet hatten.

Der Hass auf Homosexuelle, Juden und Frauen findet sich in vielen fundamentalistischen Ideologien und er findet sich auch im Koran! In den letzten Jahren wurden Frauen, Homosexuelle und Juden weltweit im Namen des Islams ermordet. Sämtliche Staaten, in denen Homosexualität mit dem Tod bestraft werden, sind islamische Länder. Der Hass auf Juden, Frauen und Homosexuelle ist keine notwendige, aber eine mögliche und für viele Islamisten naheliegende Interpretation des Korans.

Ich würde die…

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Wir sind durch Deutschland gefahren… 24. Mai, 2016

Posted by Rika in aus meinem kramladen.
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…. in der vergangenen Woche.

Nein, nicht durch ganz Deutschland, nur durch einen sehr kleinen Teil, von der Leine, an Harz und Werra vorbei nach Eisenach, um  Luther und Bach zu besuchen.

Deutschland im Frühling ist einfach wunderschön – noch jung und vieltönig das Grün der Laubbäume und Büsche, dunkel die Fichten und Tannen, zwischen sattgrünen Wiesen und Getreidefeldern das leuchtende Gelb des blühenden Raps. Sollte man da nicht begeistert sein von dieser herrlichen Natur?

Und gilt das nicht auch für die wunderbare Musik, die Johann Sebastian Bach geschaffen hat, für die Begeisterung über einen schier unerschöpflichen Genius und sein Werk?

Bach haben wir zunächst unsere Aufwartung gemacht im „Bachhaus“ von Eisenach, das wirklich jeden Besuch lohnt. Herr Fischer lässt die Zeit lebendig werden in der Bach gelebt hat, er bietet eine  kleine musikalische Kost- und Klangprobe von Haus- und kleiner Kirchenorgel, Cembalo, Clavichord und Spinett, die zum Teil noch aus Bachs Zeit stammen; die Einrichtung des Hauses mit Möbeln aus Bachs Epoche, die Sammlung der Instrumente   im „alten“ Haus und die großartigen Hörbeispiele im Medienraum des Neubaus…. da könnte mir „der Mund über gehen“, weil mir das Herz so voller Bewunderung ist.

Wem das Herz voll  ist, dem geht der Mund über.“  Wer kennt es nicht dieses Sprichwort.

Im Lutherhaus ist es mir über den Weg gelaufen, bzw. ins Ohr gedrungen. In der neu konzipierten Ausstellung gibt es viele Audiostationen, an denen man unter  anderem etwas erfährt von der Mühsal lateinische, griechische oder hebräische Bibeltexte so zu übersetzen, dass sie einerseits dem Volk verständlich sind und andererseits den Sinn des Ursprungstextes wiedergeben. Was aber ist der ursprüngliche Sinn eines Textes? Luther selbst gibt in seinen Schriften Auskunft darüber, dass er und seine Helfer manchmal Tage oder Wochen darüber gebrütet haben, wie sie eine Bibelstelle übersetzen sollten. Theologische Kollegen, jüdische Gelehrte haben das Ringen um die Genauigkeit des „Dolmetschens“, wie Luther es auch nannte,   unterstützt.   Und dennoch haben Luther und seine Mitarbeiter  ihr Werk niemals  als vollendet und letztgültiges Wort betrachtet. Bis zu seinem Tod hat Luther an den biblischen Texten gearbeitet und gefeilt und war sich immer dessen bewusst, dass er eine hohe Verantwortung für das hatte, was wir gerne mit „Gottes Wort“ bezeichnen. Die Bibel als das von Gott inspiriertes Wort ist nach diesem Verständnis eben nicht ein in Stein gemeißelter Text. Sie hat in allen Jahrhunderten viele Dispute darüber ausgelöst, was ihre Kernaussagen seien und sie wird bis heute immer wieder abgeklopft auf das, was Gottes Geist oder menschliches Wort ist. „Wort des lebendigen Gottes“, wie es in der Liturgie zur Schriftlesung heißt… und doch  menschliche Worte, aber von Gottes Geist bewegt.

Das wird  deutlich im Lutherhaus in Eisenach.

Der ebenfalls unglaublich wichtige Beitrag Luthers zu dem, was wir „deutsche Sprache“ nennen, wird an einer Hör-Station erkennbar: Auf der interaktiven Landkarte sind die Gebiete der damals hauptsächlich gesprochenen Dialekte skizziert. Durch Anklicken der Gebiete hört man über Kopfhörer eben jene dort gesprochenen Dialekte, viele von ihnen sind für mein an modernes Hochdeutsch gewohntes Hören und Sprechen kaum bis gar nicht verständlich. Für alle diese verschiedenen Sprechgwohnheiten hat Luther eine gemeinsame Sprache für die Bibel entwickelt. Das babylonisch anmutende „deutsche“ Sprachgewirr noch im Ohr, macht seine Leistung umso bemerkenswerter.

Natürlich waren wir auch auf der Wartburg, Inspiration für das wohl bekannteste Lied Luthers „Ein feste Burg ist unser Gott“,  Trutz- und Schutzburg, Dokument mittelalterlicher Baukunst und Stein gewordene Geschichte. Vom Söller aus hat man einen weiten Blick in die thüringische Landschaft…. Berge und Wälder so weit das Auge reicht, als gäbe es neben Eisenach keine menschlichen Behausungen in der Gegend.

Dass am vergangenen Wochenende ein großes Burschenschaftstreffen in Eisenach stattfand, wussten wir vor Beginn unserer Reise nicht, trafen aber in unserem Hotel auf Gäste, die durch ihre Kleidung als Burschenschaftler zu erkennen waren. Bevor wir am Freitag den Heimweg antraten, fuhren wir noch hinauf auf die Göpelskuppe, auf der das Burschenschaftsdenkmal  steht, gegenüber der alten Trutzburg auf der anderen Seite des Tals.

Das auch in Eisenach ansässige Automobilmuseum  haben wir uns  erspart, obgleich  das sicher eine nicht zu vernachlässigende Komponente dessen ist, was Deutschland heute ausmacht….  Deutschland, deine Autos…. Autofahrer und Fabriken,  Diesel inklusive😉

Eisenach …

Was ist schon Eisenach neben solchen Städten wie Köln, Mainz, Hamburg, Leipzig oder Berlin, mag man denken. Und doch wird in dieser kleinen Stadt alles das an Geschichte lebendig, was Deutschland zu Deutschland werden ließ und ausmacht … Natur, Kultur, Religion, Staatsmacht und Status mit allen Schönheiten, aller Genialität und allen Abgründen und Verwerfungen.

 

„Wir sind durch Deutschland gefahren….“

Die Überschrift über diesem Blogbeitrag ist der Anfang eines Liedes, das ich als Jugendliche begeistert gesungen habe, Ausdruck romantischer Gefühle und Sehnsüchte…..   ich singe es immer noch gerne, wohl wissend, dass es nicht nur die Romantik gibt, auch die Schrecken und Abgründe.

Dennoch, Deutschland – schönes Heimatland.

Fremde Feder: Soll und haben nach Torsten Teichmann 1. Mai, 2016

Posted by Rika in aktuell.
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Nichts, aber auch gar nichts hat sich bei den mit unseren Gebühren finanzierten öffentlichen Qualitätsmedien geändert. Die Damen und Herren Nah-Ost-Journalisten stellen Mutmaßungen an, wenn es sich um palästinensisch-arabische Terroraktionen handelt, aber sie berichten mit größter Gewißheit von israelischer Terrorabwehr, die sie dann gerne als „unverhältnismäßig“ darstellen…. mit all den vernebelnden Satzhülsen, die sie im Reservoir ihres journalistischen Sprachgepäck haben.

Spirit of Entebbe

Wenn es darum geht, die verhassten Juden vom Leben zum Tode zu befördern, waren palästinensische Terroristen noch nie wählerisch. Seit ihre Sprengstoffgürtelträger wegen der furchtbaren Apartheidmauer nicht mehr in israelische Städte gelangen und ihre Raketen vom Iron Dome abgefangen werden, setzen sie notgedrungen – oder inspiriert vom Islamischen Staat – wieder auf Attacken mit traditionellen Waffen wie Messer und Beil. Groß in Mode ist schon länger, mit Fahrzeugen aller Art, vom Bus über den Bagger (im SPIEGEL, der wenigstens da mal richtig korrekt sein will: „Radlader“) bis zum Pkw, Menschen zu überfahren, was dann bei SpOn verkehrsunfallverdächtig mit „Autofahrer steuert in Menschenmenge“ umschrieben wird.

Von Terror mag auch Torsten Teichmann nicht reden, schließlich hat er das, was von Matti Friedman die „Israel Story“ genannt wird“, ebenso verinnerlicht wie die versammelte Pressemeute vor Ort, weshalb er sich strahlend neben dem „großartigen“ Etgar Keret ablichten lässt und mit säuerlicher Miene neben…

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