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Damenwahl 17. Juli, 2019

Posted by Rika in aus meinem kramladen, gesellschaft, politik.
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Damen werden erwählt und Damen wählen….

„Damenwahl“ fand ich persönlich ja immer etwas blöd… beim Tanzen wohl gemerkt. Allerdings fand ich diese ganze Tanzkurstanzerei auch ziemlich blöd, was vermutlich an meiner Sozialisation in einer frommen christlichen Familie liegen mochte.

Damen werden erwählt …. und Damen wählen….

Eine ganz andere Sache aber ist es wenn es darum geht, Frauen Führungspositionen zuzubilligen oder zu verweigern – und ich gebrauche  „zubilligen“ und „verweigern“ sehr bewusst. Es kann nicht darum gehen, einer Frau eine Führungsposition vorzuenthalten, NUR  weil sie eine Frau ist. Und ebenso wenig kann es darum gehen, eine Frau in eine Führungsposition zu hieven, WEIL sie eine Frau ist.

„Möge der Bessere gewinnen“, sagt man so leicht. Im Sport lässt es sich leichter eruieren wer der „Bessere“ ist, wer schneller läuft, fährt schwimmt, höher oder weiter springt, mehr Tore schießt und am Ende eines langen Tennismatches als Sieger feststeht. Wenn aber eine Wertung einfließt bei der Beurteilung des „Besten“, wie etwa bei der Sportgymnastik oder im Eiskunstlauf, sind die Kriterien schon nicht mehr so eindeutig festgelegt. Da bestimmt oft der persönliche Geschmack der Kampfrichter über die letzten Zehntel in der Punktevergabe.

Möge der Bessere gewinnen – in unserer Leistungsgesellschaft ist das ein ebenso berechtigter, wie leider aber auch frommer Wunsch, denn oft gewinnt eben nicht der, der am besten qualifiziert ist für einen „Job“, sondern derjenige, der die besten „Connections“ aufzubieten hat. Und da wird es dann auch für die Damen möglicherweise etwas enger als für die Herren der Schöpfung. Jahrzehntelange Gepflogenheiten in sogenannten Männerbündnissen sind nicht so leicht aufzubrechen, Emanzipations- und Frauenbewegung hin oder her.

Dass aber Hinterzimmerkungelei auch Frauen an die Spitze höchster politischer Ämter bringen kann, hat die gestrige Wahl des Komissionspräsidenten der  EU gezeigt. Ich will nicht darüber spekulieren, wer der „Bessere“ oder gar der Beste gewesen wäre, dazu fehlen mir einfach zu viele Informationen, ich will und werde mich auch nicht an den gehässigen Schmähungen beteiligen, die man seit Jahren Frau von der Leyen entgegen bringt. Aber ich finde es allerdings bemerkenswert, dass nach einer als „Schicksalswahl“ deklarierten Wahl zum europäischen Parlament nicht die Spitzenkandidaten  zum Zuge kamen, sondern eine Frau  –    die zwar nicht aus dem Hut gezaubert, aber doch erkoren wurde  –   die noch vor 5 Wochen nicht eine Menschenseele auf der Rechnung in Bezug auf irgendein europäisches Amt hatte. Das erstaunt doch zumindest. Und zeigt es nicht auch, wie wenig „der Wähler“ ernst genommen wird? Wozu der teure Wahlkampf, wozu die vielen Stellungnahmen zu diesem oder jenem, wenn am Ende eine Handvoll Regierungschefs darüber befinden, wer was wird „im Staate Dänemark“, in dem mehr faul ist, als wir uns vermutlich vorstellen können. Das Spielchen der deutschen SPD-Abgeordneten des EU-Parlaments will ich hier nicht thematisieren…. zu desaströs ist das Bild, das die  SPD derzeit bietet, man  (ich) muss es nicht vertiefen.

Als Frau von der Leyen ankündigte, unabhängig vom Ausgang der Wahl ihren Platz als Verteidigungsministerin räumen zu wollen, setzte sich augenblicklich das Personalkarussell in Gang, die Spekulationen dazu gab es ja schon vorher.

Und wieder fiel zu allgemeiner Verblüffung die Wahl auf eine Frau.

Das Verblüffende daran ist, dass die Erwählte noch vor 2 oder 3 Wochen mit Inbrunst bekannte, kein Ministeramt übernehmen zu wollen. Die öffentlich so genannte CDU-Chefin lehnte es ab, neben ihrer verantwortungsvollen Aufgabe, die Partei auf dem rechten Weg zu halten und zu leiten noch ein anderes Amt zu übernehmen.  Sprach’s und hielt sich nicht daran.

Und so denke ich in meinem stillen Kämmerlein, dass „man“ der Dame einfach noch ein wenig „Berliner Regierungsluft“ zu schnuppern geben will, bevor die Kanzlerin die Segel streichen und sie als ihre Nachfolgerin auch in diesem Amt inthronisieren wird…. Ob es aber auch Sinn macht, die Chefin an den Kabinettstisch der Chefin zu holen, muss doch erlaubt sein zu fragen.

Frau Dr. Merkel übt nun noch besser die Kontrolle darüber aus, was in ihrer CDU gedacht, gesagt, getan werden kann und was nicht. Denn, machen wir uns doch nichts vor, die Parteichefin Kramp-Karrenbauer wird auf diese Weise eiskalt entmachtet. Sie wird niemals mehr öffentlich einen anderen Kurs einschlagen können, als die eigentliche Führungsfigur in der CDU vorgibt und vorgeben wird.

Möge der Bessere gewinnen?

Es war Damenwahl….

 

 

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Des Menschen Weisheit ist unerschöpflich…. 16. Juli, 2019

Posted by Rika in aktuell, aus meinem kramladen, einwanderung, gesellschaft, meine persönliche presseschau, politik.
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Unter einem Artikel der ZEIT, der sich mit Frau Rackete, den Flüchtlingen und der Forderung befasst, auch Klimaflüchtlinge aus Afrika nach Europa / Deutschland zu holen, fand ich diesen schönen Leserbrief:

Europa selbst ist sehr dicht besiedelt. Von daher glaube ich nicht, dass wir alle aufnehmen können, die sich südlich von uns befinden
So ein Quatsch. Ein Platz mangelt es uns in Europa ganz sicher nicht, gerade mal 11% der Fläche wird für Wohnen, Gewerbe & Industrie genutzt. Der Großteil Europas ist Wald. Und selbst in den bestehenden Städten ist noch jede Menge Platz.
Oder haben Sie das Gefühl, es wäre trotz Millionen Flüchtlingen in Deutschlands Straßen kuscheliger geworden? Hatten Sie in irgendeiner Fußgängerzone mal das Gefühl, Sie würden vor lauter Flüchtlingen kaum vorankommen?
Es ist eine Mär, dass hier kein Platz mehr für Millionen Menschen zusätzlich wäre. Nicht, dass ich das für erstrebenswert halten würde, das sei dazugesagt… aber nicht aus Platzgründen.

 

Der Autor dieses Briefes antwortet offenbar auf die Aussage und die damit einhergehende Befürchtung,  Europa sei sehr dicht besiedelt und könne wohl nicht alle Flüchtlinge aufnehmen. Er hält diese Aussage für Quatsch, siehe oben, da ja nur 11% der Fläche für Industrie und Wohnen genutzt sei.

Vermutlich hat er mit der Angabe zur Flächennutzung sogar Recht. Was er jedoch nicht bedenkt, ist, dass der Mensch Nahrung braucht, die wiederum auf Feldern angebaut werden muss; doch umso mehr Anbaufläche ist vonnöten, je mehr die Bevölkerung durch den Klimaflüchtlingszuzug wächst.  Und was Wälder und Brachland angeht, warnen uns die Grünen nicht Jahr für Jahr davor, noch mehr Flächen zu versiegeln, noch mehr Häuser in den Vorstädten zu bauen, noch mehr Straßen anzulegen? Das müssten wir aber, wenn, wie der Rostocker Bürgermeister unlängst vorrechnete, jede Stadt gut 20000 zusätzliche Menschen aufnehmen könne und solle.

Und was die Wälder betrifft, sind sie nicht dringend notwendig, zum Ausgleich des CO2-Haushalts?

Ganz abgesehen davon gibt es in Europa recht unwirtliche Landschaften, die sich gar nicht zur großzügigen Ansiedlung von Menschen eignen. Ich staune ja immer über die Bergbauernhöfe in den Alpen, die noch an den steilsten Abhängen zu kleben scheinen…. Aber – so frage ich etwas flapsig –  könnte man die hohen Berge beliebig mit Häusern bestücken, um noch ein paar Prozent der freien Fläche für den geforderten Zuzug von Millionen Klimaflüchtlingen zu bebauen… ?

Ich weiß, das klingt bescheuert und das ist es auch. Wir können Europa nicht zu „Singapur“ machen und die verfügbaren Flächen mit Wohn- und Geschäftshäusern zukleistern.

  Ganz abgesehen davon, werden wir doch angewiesen mit den Ressourcen sorgsam umzugehen, und das gilt doch wohl auch für die benötigten Baumaterialien  –  Steine, Ziegel, Mörtel, Beton, Glas, Holz, Metall die ja alle irgendwie zum Hausbau benötigt werden.

Und irgendwo müssten die Menschen ja auch arbeiten. Aber fordern die „Fridays for Future“-Aktivisten nicht gerade, dass wir unsere CO2-Emissionen extrem zurückfahren, um die Erderhitzung abzuwenden und die Zukunft für ihre und die nächste Generation zu erhalten, droht uns nicht gar die Katastrophe, wenn wir bis 2030 nicht alle Kohle- und möglichst auch alle Gaskraftwerke abschalten? Wie aber sollen Millionen neuer Mitbürger in Europa mit Energie versorgt werden, wobei doch noch nicht einmal klar ist, ob die Energie für diejenigen reichen wird, die jetzt schon hier leben, wenn erst mal alle gefährlichen Kernkraftwerke und alle CO2 ausstoßenden Verbrenner – ob Kohlekraftwerk, Pelletheizung  oder Kaminofen – abgeschafft sind? Und wer von uns möchte denn unter den vielen, vielen Windrädern oder in deren unmittelbarer Nachbarschaft wohnen, die ja dann den Strom für die vielen, vielen neuen Haushalte, die Industrieanlagen, die Elektroautos, Computer, Mobiltelefone, Server und was weiß man noch liefern müssten?

Frau Merkel wird ja zugesprochen, dass sie alles vom Ende her bedenkt. Das finde ich richtig gut. Das hätte der Leserbriefschreiber auch tun sollen. Das sollten wir alle tun bei diesen vielen gut gemeinten Vorschlägen, die uns beinah Tag für Tag neu erreichen. Die Forderung alle Klimaflüchtlinge aufnehmen zu sollen, wäre doch eine lohnenswerte Denksportaufgabe….

Vom Ende her, liebe Freunde. Denkt vom Ende her…

 

Um Kopf und Kragen…. 2. Juli, 2019

Posted by Rika in aktuell, gesellschaft, politik.
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Ich rede – respektive schreibe – mich  um Kopf und Kragen.

Weil ich nämlich nicht der allgemeinen Lesart folgen kann und will, wonach die deutsche Kapitänin aller Ehren wert sei mit ihrer bravourösen Rettungstat vor Lampedusa.

Um es ganz klar zu sagen:

KEIN MENSCH DARF ODER SOLL IM MITTELMEER ERTRINKEN

Und dennoch gibt es neben diesem hohen moralischen Anspruch auch noch eine andere Wirklichkeit, die eben auch einen hohen Anspruch auf Beachtung hat, nämlich das, worauf unsere demokratischen Staaten ihren ethischen wie moralischen  Handlungsspielraum gründen: Das Recht.

Moral ohne Recht gebiert Chaos und Willkür, Recht ohne Moral bedeutet Unbarmherzigkeit und Kälte.

Nicht umsonst wird in unserer Rechtsprechung nicht pauschal nach einem vorgegebenen Punkteplan –  der an den Gesetzen abzuarbeiten ist –  Recht gesprochen, sondern jedem Einzelnen werden persönliche Befindlichkeiten zugebilligt und gehen in die Verhandlung ein, wenn es darum geht ein Urteil über seine ihm zur Last gelegte Tat zu fällen. Manchmal erscheinen Urteile „ungerecht“ zu sein, zu hart, zu milde… Und dennoch haben wir keine andere Basis als Recht und Gesetz für unser gemeinsames Zusammenleben, wenn es darum geht, Straftaten zu ahnden oder Zwistigkeiten zwischen verschiedenen Parteien aus dem Weg zu räumen.

Ich bin dankbar dafür, dass ich in einem Rechtstaat leben kann, froh darüber, dass ich mich auf eine unabhängige Justiz verlassen kann, glücklich, dass ich in diesem Teil der Welt lebe, in dem „Rechtsfriede“ nicht nur ein leeres Wort ist. Und ich verzichte jetzt ganz bewusst auf das kleine Wörtchen „noch“, denn das ist der gegenwärtige Stand und um den geht es und um nichts anderes.

Allerdings erleben wir immer wieder Situationen, in denen der Rechtstaat herausgefordert wird, in denen einzelnen Personen oder Organisationen die Grenzen des Rechts und der Rechtsprechung ausloten zum eigenen Vorteil oder um eine grundsätzliche Änderung der Rechtsprechung und der Gesetze zu erwirken. In sehr vielen Fällen mag das eine pure Provokation, ein von vornherein so angelegtes Machtspiel sein, in vielen anderen Fällen aber wird nach gründlicher Bearbeitung entweder das Gesetz oder seine Anwendung zugunsten  einer „gerechteren Beurteilung“ der gesellschaftlichen Bedingungen geändert. Der Paragraph 175 mag dafür ein Beispiel sein, der über viel zu viel Jahre Homosexualität unter Strafe stellte, empfindliche Strafen. Oder die Anwendung des Paragraphen 218, der darüber befindet, dass Abtreibung ein Straftatbestand ist aber die Anwendungen,  die Ausführungsbestimmungen zu diesem Paragraphen an bestimmte Bedingungen knüpft, nach denen er tatsächlich zur Anwendung kommt.

Man möge mir verzeihen, wenn meine letzten Sätze allzu laienhaft  daher kommen, ich bin nun mal keine Juristin.

Und natürlich bin ich auch keine Expertin in Sachen „Seerecht“.

Doch auch die vielen Beiträge, die ich inzwischen zu dem Thema gelesen habe, zeichnen sich nicht unbedingt durch einen einheitlichen Absolutheitsanspruch aus. Das aber – diese Absolutheit geltenden Rechts für die Seefahrt im  Mittelmeer und in den Anrainerstaaten – wäre aber die einzige  Möglichkeit, ganz zweifelsfrei über die Einfahrt der „Sea-Watch 3“ in den Hafen von Lampedusa zu entscheiden.  So aber bleibt die Lage zumindest noch unentschieden und unklar.

Nochmals:  Es war absolut richtig, die  Migranten von ihrem Schlauchboot an Bord eines seetauglichen Schiffes zu holen. Darüber darf es überhaupt keinen Zweifel geben. Aber alle weiteren Schritte sollten doch sorgfältiger betrachtet werden, als es meiner Wahrnehmung nach im verständlichen Eifer für Barmherzigkeit und Menschenrettung  geschieht.

Es ehrt alle, die sich für die Rettung aus Seenot einsetzen, das ist keine Frage, aber dennoch muss die Frage erlaubt sein, wie zuverlässig das Recht eines souveränen Staates von den offiziellen Staatsdienern eines sogenannten „befreundeten Staates“ anerkannt und gewürdigt wird.

Ich halte es für legitim, wenn die Führer der christlichen Kirchen christliche Barmherzigkeit anmahnen und das „Recht“ dabei ganz und gar auf der Seite der Seenotretterin sehen – wobei ich schon sagen muss, dass es mich bekümmert, dass sie so wenig in der Lage zu sein scheinen zu differenzieren: Rettung aus Seenot, ja!  Recht auf Anlandung in einem beliebigen Hafen, zumindest zweifelhaft.

Dass aber der Bundespräsident unseres Staates und der amtierende Außenminister ihre ganze geballte verbale Kraft mit dem Hinweis auf  die Macht oder Würde ihres Amtes auffahren und die Rechtsprechung des Staates Italien infrage stellen und vollmundige Belehrungen an die italienischen Behörden erteilen, das halte ich zumindest für reichlich wenig staatsmännisch und extrem ungeschickt. (Aber was soll man von einem Präsidenten halten, der sich nicht entblödete, am Grabmal eines Massenmörders und Terroristen im Namen der Bundesrepublik Deutschland einen Kranz niederzulegen und eine tiefe Verbeugung zu machen? Ganz Klassenkämpfer alter Schule…?)

So weit ich die bisherige Berichterstattung verstanden habe, soll der Kapitänin Rackete nicht der Vorwurf der Rettung aus Seenot und damit ein Prozess gemacht werden, sondern das (unrechtliche) Einlaufen in das Hoheitsgebiet eines italienischen Hafens zur Anklage gebracht werden.

An dieser Stelle frage ich mich, ob mit dieser Aktion eine generelle Änderung oder Festlegung des Seerechts eingeleitet werden sollte, es also gar nicht in erster Linie um die „Geretteten“ ging, sondern – und vielmehr -um eine gezielte Provokation der als „rechts“ gescholtenen italienischen Regierung mit dem Ziel, das Verbringen von Migranten nach dem Belieben der beteiligten NGOs, die im Mittelmeer operieren –  und unabhängig von Frontex  –  zukünftig sicher zu stellen.

Ich habe keine Antwort auf diese Frage, aber ich denke, ich habe jedes Recht sie zu stellen, auch wenn ich mich damit um Kopf und Kragen rede und schreibe und von meinen Mitmenschen als unbarmherzig angesehen werden kann und werde.

 

Es wäre, denke ich,  sinnvoll über Seerecht, Barmherzigkeit, Migration, Verteilung der Geretteten auf europäische Staaten neu nachzudenken   –   und zwar ohne gehobene Augenbrauen oder Zuweisungen in gute oder böse Ecken….

Und für mich wäre es wichtig, mich auch zukünftig auf der sicheren Seite der Rechtstaatlichkeit über alle EU-Grenzen hinweg sehen zu können  –  gerade im Bewusstsein der Jahre  des Unrechts unter den Nationalsozialisten und den bitteren Jahren des Unrechts unter der Herrschaft der SED-DDR.

 

Fremde Feder: Das Versprechen der Mullahs: Der Untergang Israels und der amerikanische Zivilisation 17. Juni, 2019

Posted by Rika in aktuell.
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Im Gegensatz zu nahezu allen deutschen Nachrichtenorganen, ob Presse oder öffentlich-rechtliche Sender, halte ich den Iran NICHT für einen glaubwürdigen Verhandlungspartner, weder für die Wirtschaft, noch für politische Aktionen.

Es macht mich immer wieder vollkommen fassungslos, wenn ich die Stellungnahmen besonders bundesdeutscher Politiker zum „Atom-Deal“ lese oder höre, die nämlich  völlig ausblenden, dass der Iran und seine religiös-politische Führung ganz oben die Auslöschung Israels auf der Agenda hat und nicht müde wird, dies in immer neuen Wendungen auch mitzuteilen.

Wer Ohren hat zu hören, der höre, wer Augen hat zu sehen, der sehe.

Das Versprechen des Iran ist –  dem uralten Menetekel gleich – unübersehbar, unüberhörbar in die Welt verkündet.

Unsere Politiker scheinen mit Blindheit geschlagen – und das ist noch die bessere Variante meiner Vermutungen, die vermutlich richtigere und zutreffendere ist, dass sie alles sehen und hören und TROTZDEM dem Iran die Stange halten, aus keinem anderen Grund als dem ihrer Verachtung für Israel und die USA…  ich hätte statt Verachtung auch Hass schreiben können…. abgrundtiefer Hass auf Juden und den Staat, der Israel stützt.

 

Quelle: Das Versprechen der Mullahs: Der Untergang Israels und der amerikanische Zivilisation

Euer Uniformismus macht euch kaputt! 13. Juni, 2019

Posted by Rika in aktuell.
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Nichts, gar nichts will ich hinzufügen… nur die Bitte: LESEN und weitersagen.

Kathrin Elfman

Die DDR ist abgewickelt, die Sowjetunion nur noch ein verblassender Alptraum. Sollte man meinen. Offenbar leiden relativ viele Mitmenschen aktuell an staatlich verordnetem Nostalgiefieber. Firmen, Medien, Künstler und Privatmenschen, selbst Kinder überbieten sich darin, vorauseilend unterwürfige politische Bekenntnisse abzugeben. Laut, ungefragt, immer unter Zuhilfenahme des massenmedial deklarierten Feindbildes du jour. (Ja, das hier wird ein persönlicher Rant. Kein sachlicher, sauber strukturierter Blog.)

Kann man eine Jacke rassistisch beleidigen?

Neulich habe ich bei Facebook ein Experiment durchgeführt. Ja, ich weiß – macht man nicht. Aber das Ergebnis war so aufschlussreich, dass ich es teilen will. Anonymisiert, versteht sich.

Ich scrolle durch meinen Feed und bekomme gleich mehrmals hintereinander die sponsored Ad eines internationalen Sportartikelherstellers eingeblendet. Das Motiv: ein männlicher dunkelhäutiger Profi-Basketballpieler präsentiert eine oversized Jacke aus Kunstfaser. Im Text fragt der Anbieter die User, wie sie diese Jacke denn fänden, und bei welchem Sport sie diese tragen würden. Ich bevorzuge beim…

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EUTOPIA …. 29. April, 2019

Posted by Rika in aus meinem kramladen, einwanderung, gesellschaft, integration, medien, politik, wahlrecht.
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Da stöbere ich im Netz und stoße auf dieses wirkmächtige Bild….

 

Bild könnte enthalten: 1 Person

Mein Europa“ in Kombination mit dieser Herrschaftspose  –   da werde ich rebellisch, bekomme ich auf der Stelle das große Würgen.

Welch eine Vermessenheit, welch eine Hybris.

Hat man dem guten Mann nicht gesagt, dass  sein „Mein Europa“ nur ein  Teil des großen Europa ist, dass EUROPA  mehr ist als die „Europäische Union“, denn nur um die geht es doch bei den anstehenden Wahlen.

Europa, dieser alte Erdteil, vielfältig, vielschichtig, vom Atlantik bis an den Ural reichend, vom Nordmeer bis zum Mittelmeer, Heimat vieler Völker, ein Gebiet so vieler Staaten. Und da redet der Herr Weber von „mein Europa“.

Sicher, wir habe es uns angewöhnt von „Amerika“ zu sprechen, wenn wir eigentlich die USA meinen, aber müssen, nein, können wir diese Sprachregelung einfach so auf unseren alten Kontinent übertragen und die „EU“ gleichsetzen mit den „Vereinigten Staaten von Amerika“? NOCH gibt es die „Vereinigten Staaten von Europa“ nicht und angesichts der mehr als 2000-jährigen Geschichte Europas mit seinen  einerseits längst verflossenen Imperien des Altertums wie den noch gar nicht so lange zurückliegenden Machtzentren der Neuzeit – Stichpunkt Kolonialmächten – , den Irrungen und Wirrungen der Entwicklung vom  Mittelalter bis zur Neuzeit, mit der Machtbesessenheit vergangener „Reiche“ und fürchterlichen Kriegen, verbietet es sich meiner Ansicht nach geradezu, diese Gleichsetzung auch nur subversiv zu betreiben.  Der Zusammenschluss freier und eigenständiger europäischer Staaten – und es sind  ja lange nicht alle Staaten auf dem europäischen Kontinent an diesem beteiligt – aus zunächst rein wirtschaftlichen Gründen bedeutet doch noch lange nicht eine eigene gemeinsame auch  politisch wirksame Macht zu sein. Ist es nicht gerade die schier überbordende Anzahl von VERWALTUNGSbeamten in Brüssel, die das allzu deutlich machen? Ist nicht die Regulierungswut dieses gigantischen Apparats ein sichtbares Zeichen  für die eigentliche politische Bedeutungslosigkeit, quasi so etwas wie eine Übersprungshandlung, die davon ablenken soll, dass das „mein Europa“ des Herrn Weber ein zahnloser Tiger ist, der sich aber immer und überall wichtig macht und ein Mitspracherecht einfordert, wo es gar nichts mitzusprechen und schon gar nichts mit zu entscheiden  gibt, auch weil die staatliche Legitimation und Macht dazu schlicht fehlt? Weder wählen die Bürger der zur EU gehörenden Staaten eine gemeinsame Regierung, noch einen gemeinsamen Repräsentanten, wir entsenden lediglich „Abgeordnete“ in einen „Parlament“ genannten Verwaltungsapparat.

Das müssen wir uns immer wieder bewusst machen. Es gibt keinen „Staat  Europa“, es gibt und gab eine rein geografische Definition, die wir EUROPA nennen.

Zu dem verlogenen Slogan „mein Europa ist sicher und schützt seine Außengrenzen“ möchte ich nicht explizit Stellung nehmen, denn dann könnte es mir passieren, dass ich meine gute Kinderstube vergesse und in eine verbale Attacke gleite, die ich mir selber nicht verzeihen könnte. Unsere angeblich sicheren Außengrenzen beruhen auf einem mehr als schmutzigen Deal, der noch dazu nur unzureichend die Außengrenzen sichert. Vielmehr werden die Staaten in die Ecke der Bösen stellt, die sich tatsächlich um die Grenze ihres Staatsgebiet kümmern, die sie von Nicht-EU-Staaten trennt. Dass die EU ihre Grenze IN der Türkei (als NICHT-EU-STAAT) gegenüber Syrien und dem Irak „sichert“, ist doch ein mehr als schändliches Vorgehen, eine einzige furchtbare Angelegenheit, die der Bevölkerung – vor allem in Deutschland – weismachen soll, DASS  die Grenze sicher sei, wobei dieses „SICHER“ ja nicht etwa eine Sicherung vor einer erkennbaren Kriegsgefahr bedeutet, sondern lediglich und vor allem verhindern soll, dass Flüchtlinge aus dem Nahen Osten einen Weg in die EU finden. Was auf dem Mittelmeer passiert, die undurchsichtige Kombination aus Schlepperbanden und Seenotrettung will ich erst gar nicht thematisieren.

Was also meint der Herr Weber mit „…. ist sicher und schützt seine Außengrenzen“ wirklich? Er spricht damit ein diffuses Gefühl sehr vieler Menschen in Deutschland an, die sich mit der aktuellen Entwicklung hinsichtlich der Einwanderung – und das ist es doch, was eigentlich passiert – vollkommen überfordert und ohnmächtig fühlen und  die das Geschwätz von den Fachkräften, die angeblich dringend gebraucht und aus Ländern mit einem sehr niedrigen Bildungswesen und entsprechendem Bildungsstand importiert werden, einfach nicht mehr hören wollen und schon gar nicht glauben können. In einer wirklich offenen und demokratischen Gesellschaft müsste man diese Vorbehalte eigentlich ansprechen und benennen können. Leider geht aber genau das nur sehr, sehr bedingt. Schnell werden die Skeptiker dieses grandiosen Einwanderungsplans in die Schmuddelecke gestellt, in die man die Populisten, Rassisten und neue wie alte Nazis abschiebt, nicht zu vergessen auch diejenigen, die man „islamophob“ nennt, weil sie berechtigte Vorbehalte gegen die Religion des Friedens hegen.

Leider – so kommt es mir vor – ist der Zeitpunkt zu einem offenen Diskurs längst verpasst. Und leider wird die so notwendige Auseinandersetzung überlagert, bzw. verdrängt von dem ungeheuer wichtigen Thema der „Klimarettung“, das besonders jetzt in der Zeit des Wahlkampfs für die Wahlen zu EU hohe Wellen schlägt, Greta sei Dank.

Bei facebook habe ich etwas sarkastisch kommentiert, man möge den Begriff „Europa“  wieder rein geografisch definieren und das, was Herr Weber mit „Mein Europa“ meint EUTOPIA benennen….

In Anlehnung an eine Utopie, eine Utopie von einem Staat, den es vermutlich niemals geben wird… die „Vaterländer“ haben einfach eine viel zu lange und immer noch viel zu mächtig wirksame   Geschichte…

 

NACHTRAG

Und vielleicht, so denke ich, ist das auch gut so mit den Vaterländern und ihrer mächtig wirksamen Geschichte. Wie ich darauf komme? Ich habe „in Broders Spiegel“ gesehen und seine Bedenken hinsichtlich eines Wahlplakats der Grünen aufgenommen, die klingen in etwa so: Heute gehört uns – nein, nicht Deutschland –  EUROPA und morgen die ganze Welt…. Da ist etwas dran, fürchte ich und diese Utopie von Macht hat in ein fürchterliches Verhängnis, in ein ungeheuerliches Morden geführt….  die deutsche Hybris ist , wie Broder befürchtet, nicht überwunden….

Seinen Gedanken kann man hier folgen

 

 

Das ist doch kein Beinbruch… 28. April, 2019

Posted by Rika in aus meinem kramladen, familie.
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…. sagt man so leicht dahin, wenn es um eine Lappalie geht.

Stimmt.

Ein Beinbruch ist keine Lappalie  –  wie ich nun am eigenen Leib erfahren habe.

Es tut weh.

Es geht leider auch nicht schnell vorbei.

Man braucht Geduld und einen langen Atem – das ist mir nicht von der Natur in die Wiege gelegt worden.

Mein großes Glück war, dass ich noch in Bruneck operiert wurde. Mein noch viel größeres Glück bestand und besteht darin, dass der Liebste der geduldigste und liebevollste Krankenpfleger war – und zeitweise und notwendigerweise immer noch ist -, den man sich nur vorstellen kann.

Nachdem endlich das verletzte Bein wieder voll belastbar war konnte ich ja die Reha in Bad Nenndorf antreten – auch das erwies sich als großes Glück. Ich kam in ein perfekt organisiertes System, ein schönes Haus und traf auf wirklich sehr engagierte und freundliche Therapeuten und Mitarbeiter, die für jede nur mögliche  Lebenslage im Bereich der Reha bestens geschult und zuständig waren. Ein Glück war es auch, dass ich rechtzeitig meine drei Wochen VOR dem Umbau des hauseigenen Sole- und Bewegungsbades absolvieren konnte, unmittelbar nach der Beendigung meiner Reha-Zeit wurde das Bad wegen des notwendigen Totalumbaus komplett geschlossen und die armen Patienten, die nach mir die Reha antraten, müssen nun zum öffentlichen Solebad pendeln – auch wenn das per Shuttle-Bus geschieht, so ist es doch ungleich aufwendiger, als nur mal eben die Ebene zu wechseln, von Ebene 1 auf Ebene Null mit dem Fahrstuhl zu fahren und direkt vor dem Bad zu landen (was auch den unschätzbaren Vorteil hatte, dass das lästige Umziehen im eigenen Badezimmer vonstatten ging und ich nur in Badeanzug und Bademantel den Transfer bestreiten musste!).

Nun bin ich schon seit gut einem Monat wieder zu Hause, ich habe eine gute Physiotherapeutin zu der ich allerdings gefahren werde,  noch muss ich für die Wege außerhalb des Hauses die Gehhilfen („Krücken“) in Anspruch nehmen und auch die Schmerzen sind noch nicht gänzlich verschwunden, halten sich aber in erträglichen Grenzen, so dass ich keine Medikamente dauerhaft nehmen muss…. Dennoch empfinde ich die Einschränkungen in meiner Mobilität immer stärker als wenig angenehm und das Maß meiner bisher aufgebrachten Geduld neigt sich deutlich dem Ende zu…

Alles in Allem bin ich aber nach wie vor unglaublich dankbar, dass mein Beinbruch letztlich „nur“ ein Beinbruch war und nichts Schlimmeres passiert ist.    Ich danke meinem Mann, meiner Familie, den Ärzten, Pflegern und Therapeuten und nicht zuletzt dem, der meinem Glauben nach auch mein Leben in seiner Hand hält…. Gott, dem Vater.

 

Natürlich habe ich alle wesentlichen politischen und pseudo-politischen  Entwicklungen als Zeitungsleser und Nachrichtenkonsument wahrgenommen – zu manchen hätte ich gerne meinen Senf dazu gegeben, bei einigen habe ich das auch getan, aber letztlich hatte  ich  nicht den Nerv zu einem  langem Schrieb zu jedem neu aufkommenden Aufreger.

Und natürlich habe ich auch die Schrecken der letzten Wochen unübersehbar mitbekommen, sie sind wahrlich  kein Beinbruch, sie sind unermesslich viel, viel schrecklicher und es überkommt mich ein Entsetzen und Schaudern, das ich kaum beschreiben kann.

Fremde Feder: „Alle wissen das“ … aber alle liegen falsch 17. April, 2019

Posted by Rika in aktuell.
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Ein zu wichtiger Text, um ihn zu übergehen, weil ich noch nicht wieder selbst geschrieben habe… Meine Befindlichkeit, respektive die meines Beines wird demnächst Thema sein, versprochen.

abseits vom mainstream - heplev

Vic Rosenthal, Abu Yehuda, 12. April 2019

Ich weiß nicht, wie oft ich es erlebt habe, dass Judäa und Samaria als „besetzte Palästinensergebiete“ bezeichnet und jüdische Siedlungen dort „nach internationalem Recht illegal“ genannt wurden. Aber die Gebiete sind nicht „palästinensisch“, sie sind nicht „besetzt“, jüdische Gemeinden dort sind nicht illegal und Israel unterdrückt keine Millionen Palästinenser, die auch dort leben.

Premierminister Netanyahus Versprechen Israels Souveränität auf die Siedlungen auszuweiten – übrigens nicht, „die Westbank zu annektieren“, wie so viele Schlagzeilen behaupten – hat die Debatte über diese Themen wieder angeheizt. Aber es hat sich nichts verändert. Hier ein paar beliebte, aber falsche Aussagen zu Judäa/Samaria und die jüdischen Gemeinden, die dort gegründet wurden:

1. Die „Westbank“ ist „palästinensisches Land“, das Israel besetzt hält

Judäa und Samaria waren, wie der Rest von Israel und Jordanien, vom 16. Jahrhundert bis zum Ende des Ersten Weltkriegs Teil des Osmanischen Reichs. Nach dem Krieg…

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Knabenchöre sollen endlich auch Mädchen zugänglich sein… 14. Februar, 2019

Posted by Rika in aktuell, emanzipation, gesellschaft, meine persönliche presseschau, politik.
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fordert eine Berliner Rechtsanwältin wie das Online-Magazin „Evangelisch“ berichtet.

Rechtsanwältin: Knabenchöre verstoßen gegen Gleichberechtigung

Wenn Mädchen keinen Zugang zu bekannten Knabenchören hätten, die staatlich gefördert würden, sei dies eine Diskriminierung nach Artikel 3, Abs. 3 der Verfassung, der Benachteiligung aufgrund des Geschlechts verbietet, sagte die Juristin dem Evangelischen Pressedienst (epd). Bräcklein beschäftigt sich derzeit mit Fällen, bei denen Mädchen von Spitzenchören abgelehnt wurden, darunter der Leipziger Thomanerchor.

 

Ich bin sehr für die Gleichberechtigung, wirklich.

Aber aus Prinzip die Spezialisierung in Knaben-  und Mädchenchöre aufzuheben, geht doch an dem Thema schlichtweg vorbei. Gäbe es für Mädchen überhaupt keine Möglichkeit, sich in Chören zu organisieren – oder wäre der weibliche Gesang gar verboten, wie etwa in Iran, könnte ich die Aufregung ja noch verstehen, aber so? Gut, sie führt als Argument an, dass die Chöre öffentlich gefördert würden und von daher der Gleichheitsgrundsatz gewahrt sein müsse. Dennoch  habe ich den Eindruck, dass die Anwältin eine richtig gute Möglichkeit entdeckt hat,  zusätzliches Einkommen zu generieren, indem sie nämlich Klage führt gegen Chöre aller Art, die bei öffentlicher Förderung dem scheinbaren Grundsatz von „Gleichberechtigung“ widersprechen.

Zu Frau Bräckleins Gunsten mag man vermuten, dass die Dame nicht zu dem Kreis von Experten im Musikleben gehört, die am Klang eines Chores bereits erkennen können, ob es die Thomaner aus Leipzig, oder die Spatzen aus Regensburg oder die Knaben aus Wien sind, die vielstimmig herrliche Chorwerke intonieren. Ich gebe zu, ich gehöre auch nicht zu dem erlesenen Kreis der Spezialisten, aber ich kann deutlich einen Knabenchor von einem Mädchenchor unterscheiden – und Mädchenchöre gibt es doch auch. Und wenn wir schon vom Gleichheitsgrundsatz reden, der Mädchenchor Hannover wird auch öffentlich gefördert und mir ist nicht bekannt, dass Knaben begehren, dem Chor anzugehören, damit die Gleichberechtigung gewahrt ist.

Die Geschlechter bedingte Spezialisierung der Chöre endet ja nicht mit der Pubertät oder dem Stimmbruch der Knaben. Ich zum Beispiel habe jahrelang in einem „Gemischten Chor“ gesungen, der wiederum eine andere Klangfarbe hatte als der Jugendchor, in dem ich auch etliche Jahre begeistert sang. In meiner Gemeinde gab es neben diesen beiden Chören einen ganz wunderbaren Männerchor – der klag zwar nicht wie der Chor die Don-Kosaken, stellte aber manches Mal den Gemischten Chor in den Schatten, weil , ja weil Männerchöre einfach ganz anders  und auch manche Lieder eben nur von einem Männerchor richtig gut klingen. Neben dem Gemischten-, dem Jugend- und dem Männerchor spielte auch der Posaunenchor eine wichtige Rolle im Gemeindeleben. Wenig  klingt so gewaltig und erhebend wie der vom Posaunenchor geblasene Lobpreis „Großer Gott wir loben dich…“ Mir jedenfalls liefen dann immer die Tränen – was allerdings nicht unbedingt als Kriterium taugt, weil mir schnell mal die Tränen fließen.

Wie nun, dachte ich angesichts des oben angeführten Artikels, mögen sich Cellisten diskriminiert fühlen, weil sie nicht im Posaunenchor mitspielen dürfen – wobei ja auch der Ausdruck „Posaunenchor“ schon diskriminierend ist, erklingen doch auch Trompeten, diverse Hörner und die dicke Tuba im Posaunenchor, warum mancherorts besser vom Bläserchor gesprochen wird, besonders, wenn auch Flöten, Klarinetten, und Oboen mitwirken – aber, wie gesagt, eben keine Geigen oder Celli, Kontrabässe oder Harfen.  Das Gefüge aus all diesen Instrumenten nennt man darum ja auch Orchester…

Doch auch in anderen Sparten des gesellschaftlichen Lebens gibt es die strenge Teilung nach männlich – weiblich. Besonders gut kann man das bei beliebten Sportarten feststellen, jetzt im Winter zum Beispiel bei den Skirennen und den Biathlonwettkämpfen, den Bob- und Rodelwettbewerben. Zwar gibt es auch Mixed-Mannschafts-Wettkämpfe, aber selbst die sehen nicht so aus, dass Männer gegen Frauen antreten und umgekehrt. In den Teamwettbewerben zählen dann nämlich die Einzelergebnisse der männlichen und weiblichen Sportler in der Summe als Mannschaftsergebnis.

Die Gleichberechtigung wird durch diese Form der  Aufteilung nicht infrage gestellt.

Das würde geschehen, ich deutete es schon an, wenn es aufgrund des Geschlechts einem Mädchen oder Jungen, einer Frau oder einem Mann generell verboten wäre, einer Sportart oder einem Hobby wie dem Singen und Musizieren nachzukommen.

Gar noch nicht in den Überlegungen der Anwältin ist das Thema Teilhabe angesprochen, Inclusion nämlich, die sich ja nicht nur auf Bildungseinrichtungen und Berufstätigkeit bezieht…. DAS wäre im Hinblick auf Chöre und Sport ein neues, riesiges Gebiet… wenn eben nicht mehr „Special-Olympics“ – die ich außerordentlich gut finde, ausreichen würden, um dem Gleichheitsgebot zu entsprechen….  Das mag ich  mir gar nicht vorstellen…

Aber vielleicht, so denke ich etwas sarkastisch, entspricht die Forderung der Anwältin einem neuen Trend im Kampf um die Gleichberechtigung von Frauen – konnte man in diesen Tagen doch lesen, dass die Brandenburger zukünftig die Zusammensetzung ihres Parlaments streng danach ausrichten, dass in den Parteien beide  Geschlechter bei der Aufstellung der Kandidaten für die Landtagswahl in gleicher Anzahl berücksichtigen müssen.

So stellt sich mir (Achtung, Ironie) allerdings angesichts von Binnensternen und Toiletten mit der Aufschrift „divers“ die Frage, wie lange dieser soeben postulierte Grundsatz noch zu halten sein wird…..

Und noch ein paar Gedankenzüge weiter könnte dann eine Differenzierung nach Religionszugehörigkeit notwendig werden, damit sich nur ja niemand aufgrund seiner ausgeübten Religion oder seines  bekennenden Atheismus  ausgegrenzt fühlt und sich damit eine weitere Gerechtigkeitslücke in Sachen  Gleichberechtigung  auftut.

Mir – und sicher den meisten Leuten die hier lesen – würden noch unglaublich viele weitere Lücken einfallen, die dringend geschlossen werden müssten…. wenn ich es mir so richtig überlege….

 

 

 

……

Assoziationskette….. 13. Februar, 2019

Posted by Rika in aus meinem kramladen.
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Oder auch, wie mein Großvater selig zu sagen pflegte, vom Höcksken aufs Stöcksken, was ja nichts anderes bedeutet, als dass man so vor sich hin denkt und eben von einem zum nächsten Gedanken hüpft… übers Stöcksken, sozusagen.

Es ist eigentlich vollkommen egal, welcher Gedanke oder welche Information den Ausgangspunkt bildet… man springt und springt und springt…. und irgendwann fragt man sich, ob es nicht sinnvoll ist, alle Probleme  zusammenzudenken und daraus die notwendigen Schlüsse zu ziehen  ….   oder alles in die bewährten Hände der Gretageneration zu legen  …. nun ja …

Auf dem Tisch am Fenster liegt das Buch von Frank Schirrmacher „Das Methusalem-Komplott“ … ich habe bisher nur den Klappentext und die einleitenden Worte gelesen … aber schon gehen meine Gedanken spazieren. Unsere Gesellschaft altert  … irgendwann werden wir Alten dergestalt in der Mehrheit sein, dass den Jungen die Last, die sie tragen müssen, schwerer wiegen wird, als einst dem Atlas das ganze Himmelsgewölbe….

Bei Achgut ein Text von Anabel Schunke, auch den habe ich nicht wirklich richtig gelesen, nur überflogen , offenbar spricht sie sich darin  über die „meinBauchgehörtmir“ abwehrenden Gegner aus und propagiert Freiheit für alle, nur nicht für die Ungeborenen….

Über   100 000 Kinder wurden in Deutschland  allein im letzten Jahr im Mutterleib getötet… über einen Zeitraum von zehn Jahren addiert sich das schon auf eine gute Million und mehr, zieht man den Reproduktionsfaktor hinzu. Die fehlen nicht nur den Methusalems natürlich, oder?

Die deutsche Industrie klagt über den Mangel an Fachkräften und befürwortet darum die Einfuhr von Facharbeitern aus den ohnehin strukturschwachen Ländern Afrikas, die eigentlich jeden gut ausgebildeten Menschen für die eigene Entwicklung der Wirtschaft gebrauchen könnten….

Liegt es vielleicht daran, dass die bisherigen Einwanderer nicht so ganz dem entsprechen, was wir hier unter Facharbeiter verstehen, weil die wirklichen Facharbeiter zu Hause bleiben und dort sinnvoll für ihre Gesellschaft schaffen (ganz ohne die Aufforderung einer die Welt verbessern wollenden Kanzlerin)?

Demnächst schalten wir die sichere Energiezufuhr aus Atom-, Kohle- und Gaskraftwerken ab und verlassen uns nur noch auf Mutter Natur… Wind und Sonne.

„Natur“ und „natürlich“ ist das Allerwichtigste zur Rettung der Welt und des Klimas. Weil nichts so schrecklich dem Klima zusetzt, wie der Mensch mit seinen bisherigen Bedürfnissen und  Errungenschaften: Jede Sorte von Industrie, Autos, Hochleistungslandwirtschaft, Massentierhaltung, pubsenden Kuhherden und Butter, ja, BUTTER. Im Vergleich zu  Butter sind nämlich die CO2 verursachenden Kohlekraftwerke ein Klacks. Butter ist das Schädlichste überhaupt für das Klima,  verkündete heute der SWR.

Warum müssen dann die Kohlekraftwerke eigentlich abgeschaltet werden?

Aber wenn wir sie abschalten, dann haben wir leider nicht genug zusätzliche Energie für die Elektroautos, die wir ja ab 2030 alle fahren sollen (wobei „ALLE“ ja einfach nicht stimmt, denn der Individualverkehr soll ja eingeschränkt werden, aber das darf man nicht so laut sagen, es könnte die KFZ-Junkies verunsichern ). Und leider haben wir dann auch nicht genug elektrische Energie für die enorm Energie fressenden Industrien… die müssten dann vermutlich nur noch im Wechsel arbeiten dürfen… also zum Beispiel in der ersten Woche eines Monats nur die Chemie- und / oder  die Pharmaindustrie,  sofern die letztgenannte  2030 überhaupt  noch in Deutschland ansässig ist, ich habe nämlich neulich gelesen, dass es jetzt schon Engpässe für bestimmte Arzneimittel gibt, weil die Chinesen und andere asiatische Hersteller mit ihrer Produktion nicht nachkommen oder Medikamente einfach  zusammenpantschen, weil das einfach kostengünstiger ist, nicht wahr? Und aus Kostengründen werden vermutlich auch noch die letzten in Deutschland verbliebenen Pharmakonzerne ihre Produktion hier stilllegen.

Wo war ich stehen geblieben?

Ach ja, bei den wochen- oder tageweise Abschaltungen der Stromfresser. Das blüht natürlich auch den privaten Stromkunden. Man könnte da ja stadtteil-, bzw. gebietsweise vorgehen: An den jeweiligen Wochentagen dürfen nur eine bedingte Anzahl von  privaten Haushalten  kochen oder große Wäsche machen   Fernsehgeräte werden nur am Nachmittag für 3 Stunden zentral frei geschaltet, um die arbeitslosen Facharbeiter von der Straße fern zu halten,   und am Abend darf man mit der Spielekonsolen oder ähnlichen Geräten   1/2 Stunde daddeln oder am PC notwendige Tätigkeiten ausführen …. sofern es alle  diese Dinger dann überhaupt noch gibt.

Wenn wir aber nicht genug Energie für die Industrie haben, brauchen wir vielleicht auch nicht noch mehr einwandernde Facharbeiter.  Und außerdem  könnten wir die dann frei gewordenen Arbeitskräfte zur Pflege  der Methusalems einsetzen… sofern es überhaupt noch Methusalems gibt…

Wenn nämlich die Medikamente nicht mehr ausreichend vorhanden oder ausreichend wirkungsvoll sind, reduziert sich die Bevölkerung schneller als angenommen und dann müssen die Jungen auch nicht mehr so viel mehr arbeiten, um die Alten zu ernähren. Und vor allen Dingen wird dann auch viel weniger Butter verbraucht, was dem Klima ganz ungemein gut zugute kommt. Auch die übrigen Produkte der wenigen noch vorhandenen landwirtschaftlichen Betriebe reichen dann aus, die reduzierte Bevölkerung mit Kartoffeln und Steckrüben neben Wildkräutern und Bucheckern zu versorgen, das hat nach dem Krieg auch ganz gut funktioniert.  Ich vergaß nämlich zu erwähnen, dass selbstverständlich auch Flugzeuge und Schiffe unter Kuratel stehen, will meinen, denen wird der Treibstoff ebenso gnädig zugeteilt, wie den Bürgern der Strom fürs Kochen und Heizen.

Damit dürfte sich ohnehin auch das leidige Thema erledigt haben, die Ernährung ganz auf regionale Produkte umzustellen. Kaffee, Tee, Ananas, Bananen, Avocados, Melonen, Zitrusfrüchte wachsen in Deutschland nicht, Paprika und Tomaten nur unter günstigsten Bedingungen, die aber im Gewächshaus mangels Energie nicht mehr erreicht werden können.

Und wenn sich dann noch die „Meinbauchgehörtmirlobby“ endgültig durchgesetzt hat, können die wenigen verbliebenen Menschen sich getrost zur Ruhe setzen. Sie haben sich komplett zugunsten des Klimas und des Planeten aufgegeben…

Ich bin mir nur nicht so sicher, ob jenseits des eisernen Vorhangs, den die Nachbarländer um Deutschland gezogen haben werden, die gleichen idealen Bedingungen zur Rettung der Welt herrschen werden.

 

Und nun denkt das alles mal ein bisschen besser sortiert, als ich es hier getan habe….

NACHTRAG AM 14. 2. 2018 (Wichtiger Hinweis, es ist nicht der 1. April!)

Und wer glaubt, dass ich  mit dieser eher launischen Aufstellung doch weit über das Ziel hinaus geschossen sei, möge sich diese Schlagzeile anschauen:

Klimakiller Nummer eins: Ein Kind schadet Klima mehr als 24 Autos

Sagte ich nicht schon, dass die Klimarettungsziele beinahe erreicht seien, wenn die Meinbauchgehörtmirlobby endlich obsiegt hätten….

DER WELTWEIT ANWACHSENDE WAHNSINN MACHT MIR MEHR SORGEN ALS JEDE ERHÖHUNG DES MEERESSPIEGEL UM 0,5mm PRO JAHR ODER DER ANSTIEG DER DURCHSCHNITTSTEMPERATUR UM 2 ° !