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Da bin ich wieder….. 16. Januar, 2019

Posted by Rika in aus meinem kramladen, familie, gesellschaft.
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Eigentlich wollte ich  allen lieben Menschen, die hier ab und zu lesen, „Frohe und gesegnete Weihnachten“ gewünscht haben, gefolgt von den eine Woche darauf geschriebenen guten Wünschen zum Neuen Jahr.

Nun ist es so, dass manchmal einfach die Zeit knapp wird und manchmal etwas dazwischen kommt, das man einfach nicht auf dem Zettel, sprich, eingeplant hatte.

Vor Weihnachten war ich sehr damit beschäftigt alles für den bevorstehenden Skiurlaub in unserer Lieblingsunterkunft am Lieblingsskiberg vorzubereiten. Da habe ich es einfach nicht mehr geschafft irgendwelche Briefe oder Grüße zu schreiben, weder hier im Blog, noch im analogen Leben, Briefe per Post von Haus zu Haus…. Außerdem wollte ich nicht unbedingt veröffentlichen, dass wir für eine Woche Haus und Hof gänzlich unbewohnt lassen würden (natürlich haben liebe Nachbarn gut aufgepasst. Dank an sie!)

In den frühen Morgenstunden des 22. Dezember brachen wir auf, der Liebste und die beiden „Kleinen“ in einem Auto, der Älteste mit seiner Familie im eigenen Fahrzeug. Mit von der Partie waren außerdem der Neffe mit seiner Lebensgefährtin, die befreundete Familie mit ihren beiden Kindern und der liebe Neffe aus dem Süddeutschen, der schon viele Male mit uns am Kronplatz unterwegs war .

Was soll ich sagen, die Anreise verlief – bis auf den üblichen Stau rings um München – erwartungsgemäß und störungsfrei, Südtirol empfing uns mit leichtem Puderschnee auf den Wiesen im Tal und auf den Bergen, unser Quartier mit  „heimatlichem Zauber“ und dank der Vorarbeit von Deutschland aus waren auch die organisatorischen Dinge – Skipass, Skiverleih, Depot – unten an der Gondelstation in Reischach schnell erledigt.

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Die Erkältung, die mich noch am Mittwoch und Donnerstag stundenweise ins Bett gezwungen hatte, schien auch überwunden, einer wunderbaren Skiwoche stand also nichts mehr im Wege.

Und wunderbar wurde sie…. obwohl ich noch am Sonntag und Heiligabend der „Glatze“ lediglich einen kleinen Besuch per Gondel abstattete….

Für die kleinen Enkel allesamt und die Kinder der Freunde war schon der Skikurs von Deutschland aus gebucht worden. Und welch ein Vergnügen war es den kleinen Skifahrern zuzusehen. (Ein Unfall mit dem Schlitten hatte jedoch zur Folge, dass das ältere Kind der Freunde nicht am Kurs teilnehmen konnte… eine große Platzwunde am Kopf, die im Brunecker Krankenhaus genäht werden musste,  da schien  das Skifahren nun wirklich nicht ratsam zu sein.)

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Das hervorragende pädagogische Konzept der Skischule für die Kleinen hatte mich schon im letzten Urlaub begeistert. Spielerisch und phantasievoll …. einfach gut.

 

 

Und auch uns „Alten“ war es eine große Freude selber auf den Skiern zu stehen und die bekannten – nicht schwarzen – Pisten abzufahren. Wie schon beim letzten Mal meinte der liebste Gatte, ich führe wie ein junger Gott…. nun ja, das kann man schon etwas differenzierter betrachten, aber angesichts meines nicht mehr ganz so jungen Alters traf es schon zu…. jedenfalls fühlte ich mich wie eine Schneekönigin und war einfach nur glücklich.

 

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Zum Ende des Skikurses fuhren wir „Allemann“ hinter der jüngsten Skifahrerin her… welch eine Freude. Die war auch für den ältesten Enkel groß, gewann er doch beim abschließenden Rennen seiner Gruppe den Siegerpokal.

 

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An unserem letzten Skitag wollten der Liebste und ich die Woche in Ruhe ausklingen lassen… noch eine kleine Abfahrt hinunter zur Marchner-Hütte, dann hinauf auf die Glatze zum Treffen mit der ganzen Gruppe im „Kron“ zur Mittagspause.

 

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Der Marchner….

Vermutlich habe ich es schon in einem früheren Jahr beschrieben, dass ich eine ganz besondere Beziehung zu dieser Piste habe. Am Anfang – ich konnte kaum skifahren – war diese Piste eine einzige Schweiß treibende Herausforderung für mich. Schmal und eng und „steil“, mit Eisplatten und sogar Steinen durchsetzt oder zu riesigen Hindernissen aufgetürmten Sulzschneehügeln… kein schöner Hang für mich, aber ich musste ihn meistens fahren, weil an der Marchner-Hütte unser Auto stand…

Im Laufe der 45 Jahre seit unserem allerersten Skiurlaub am Kronplatz ist der Marchner aber immer mehr zu einer Lieblingspiste geworden… Breit angelegt, supergut präpariert, nicht  steil, aber auch nicht zu flach… einfach gut geeignet ganz entspannt und locker hinab zu schwingen.

Und das tat ich mit Lust und Wonne.

Aber dann….  schon im Auslauf …  bereits neben der Gondelstation …  musste ich einem anderen Skifahrer ausweichen, war für den Bruchteil einer Sekunde abgelenkt und kriegte meinen Schwung nicht mehr richtig hin, sondern landete stattdessen sehr unsanft auf der rechten Hüfte.

Es war mir sofort klar, dass etwas kaputt gegangen sein musste…. es tat so höllisch weh, wie ich nie zuvor einen Schmerz empfunden hatte…  ich konnte mein Bein nicht bewegen…. und schrie vor Schmerzen ….

Schnell waren außer dem Liebsten auch andere Skifahrer zur Stelle, die sich sofort kümmerten, die Rettung riefen, meine Ski lösten – die Bindung war nicht aufgegangen – und mir beruhigend zuredeten.

Nicht nur die Pisten sind am Kronplatz bestens präpariert, auch die Rettung ist bestens organisiert. Es dauerte nur wenige Minuten, bis ein Sanitäter mit dem Rettungsschlitten bei mir ankam und die erste vorsichtige Untersuchung vornahm –  das Bein schien gebrochen -, mich mit Hilfe der anderen Ersthelfer auf eine aufblasbare Unterlage bettete, auf den Rettungsschlitten hiefte und zum bereits eingetroffenen Krankenwagen brachte, der hinter der Marchner-Hütte schon bereit stand.

Hier ist es wirklich angebracht, ein Loblied zu singen  auf die Südtiroler Rettung, das Brunecker Krankenhaus und alle Mitarbeiter, denen ich da begegnete. Ein ruhiger und reibungsloser Ablauf, routiniert und doch freundlich die Pfleger,  Schwestern,  Ärzte, die mich weiter behandelten, die Skischuhe und „Klamotten“ auszogen (es tat sehr, sehr weh!) , das verletzte Bein röntgten, mich ins Bett packten, mit Medikamenten versorgten und mich über die weitere Behandlung informierten.  Der Sturz war am Freitag passiert… und weil es vielen anderen Skifahrern ähnlich ergangen war wie mir, waren die Operationsräume durchgehend belegt und die Teams bis in den späten Abend beschäftigt. Ich wurde am Samstagmorgen operiert.

 

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Die wunderbare Brunecker Krankenhauskost  – ein wirklicher Genuß! Südtiroler Knödel mit „geschmelzter Butter“ esse ich für mein Leben gerne !!

Der Liebste hatte inzwischen den berühmtesten Automobilclub Deutschlands informiert, bei dem wir seit vielen Jahren Mitglied sind. Der übernahm die weitere  Organisation des Rücktransports in die norddeutsche Heimat und auch die Rückführung unseres Autos zum Wohnort. Zum Glück konnten nämlich der Liebste und die Tochter noch in Bruneck bleiben… Die andere Urlaubsgesellschaft hatte sich am Samstag auf den Heimweg gemacht… und auch Tobias zum Anschlußbahnhof in Bregenz mitgenommen … Danke an Manfred.

Der Rücktransport erfolgte am 2. Januar durch das „Weiße Kreuz“. Ich kann mich nur tausendmal bedanken für die überaus freundliche Behandlung durch die beiden Männer, die die Fahrt durchführten.

Und dann die Ankunft im Krankenhaus meines Heimatortes. Einen größeren Gegensatz zu der in Bruneck erfahren und erlebten Freundlichkeit, Professionalität und Hilfe kann man sich kaum vorstellen. Eine mürrische Schwester in der Notaufnahme, ein arroganter Arzt, der uns zunächst keines Blickes würdigte – kann man sich das vorstellen …   in der Notaufnahme!? Minutenlang war er mit uns im gleichen Raum, kein Blick, keine Frage, keine Ansprache, NICHTS.  Ich habe mich vor den Rettern aus Südtirol unglaublich geschämt, wurden doch auch sie behandelt wie lästige Bittsteller – und das nach einer 10-stündigen Autofahrt …. Unglaublich.

Ähnlich negativ auch die Erfahrung auf der Station…  wobei es mir schon bewusst ist, dass die meisten Pfleger und Schwestern permanent am Limit arbeiten. Aber dennoch… der Gegensatz zu den Brunecker Kollegen war unübersehbar.

Nun bin ich wieder zu Hause. Der Liebste pflegt mich, die Physiotherapeutin meines Vertrauens kommt ins Haus, die Medikamente halten mich schmerzfrei, es geht mir gut.

Der Knochen muss einfach nur noch heilen…. und dann geht es in die Reha. Das Informationschaos zum Thema Anschlußheilbehandlung – Reha werde ich in einem späteren Bericht abhandeln…

Ich bin unendlich dankbar, dass es nur das Bein getroffen hat und ich keine weiteren oder schlimmere Verletzungen erlitten habe.

Ich danke allen, die mir so schnell und gut geholfen haben.

Ich danke meinem Liebsten für die fürsorglichste Pflege, die man sich denken kann, bin dankbar für Freunde, die sich kümmern und nachfragen, wie es mir geht.

Ich danke Gott, dass es mir so gut geht!

Und ich bin mir bewusst, dass ich in einem Land lebe, in dem trotz aller beschriebenen  Widrigkeiten eine hervorragende medizinische Versorgung gewährleistet ist, gut ausgebildete Krankenschwestern, Pfleger, Ärzte, Therapeuten nach Kräften ihr Bestes  für uns leisten Tag für Tag für Tag.

Das müssen wir uns, die wir in Deutschland (Südtirol   😉 ) leben, immer wieder bewusst machen.

 

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Und natürlich wünsche ich allen nachträglich, aber von Herzen ein gutes und gesegnetes Jahr 2019

 

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Tochter Zion…. 17. Dezember, 2018

Posted by Rika in christsein und glaube, israel.
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singen wir in meiner Gemeinde im Adventgottesdienst…

 

und ich denke –  während ich so singe –  an Jerusalem, diese Stadt, die wie keine andere mit diesem Zion verbunden ist…

In Gedanken stehe ich wieder auf der Dachterrasse des „Vaterhauses“ und schaue hinüber auf die Altstadt, den Tempelberg, auf dem schon seit beinahe 2000 Jahren kein Tempel mehr steht…

Der Pastor predigt zu den berühmten Worten des Propheten Jesaja, Kapitel 40:

 

Tröstet, tröstet mein Volk, spricht euer Gott.
Redet Jerusalem zu Herzen und ruft ihr zu, dass sie vollendet hat ihren Frondienst, dass gesühnt ist ihre Schuld, dass sie empfangen hat aus der Hand des HERRN Doppeltes für all ihre Sünden!
Eine Stimme ruft: In der Wüste bahnt den Weg des HERRN, ebnet in der Steppe eine Straße für unseren Gott!
Jedes Tal soll sich heben, jeder Berg und Hügel sich senken. Was krumm ist, soll gerade werden, und was hüglig ist, werde eben.
Dann offenbart sich die Herrlichkeit des HERRN, alles Fleisch wird sie sehen. Ja, der Mund des HERRN hat gesprochen.
Eine Stimme sagt: Rufe! Und jemand sagt: Was soll ich rufen? Alles Fleisch ist wie das Gras und all seine Treue ist wie die Blume auf dem Feld.
Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt, wenn der Atem des HERRN darüber weht. Wahrhaftig, Gras ist das Volk.
Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt, doch das Wort unseres Gottes bleibt in Ewigkeit.
Steig auf einen hohen Berg, Zion, du Botin der Freude! Erheb deine Stimme mit Macht, Jerusalem, du Botin der Freude! Erheb deine Stimme, fürchte dich nicht! Sag den Städten in Juda: Siehe, da ist euer Gott.
10 Siehe, GOTT, der Herr, kommt mit Macht, er herrscht mit starkem Arm. Siehe, sein Lohn ist mit ihm und sein Ertrag geht vor ihm her.
11 Wie ein Hirt weidet er seine Herde, auf seinem Arm sammelt er die Lämmer, an seiner Brust trägt er sie, die Mutterschafe führt er behutsam.
Jerusalem….
Ja, redet freundlich zu Jerusalem, überlasst nicht den törichten Kritikern das Feld.

Die Schrift an der Wand… 13. Dezember, 2018

Posted by Rika in gesellschaft, integration, islam, medien, migration, mohammed, politik, terrorismus.
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beziehungsweise im SPIEGEL erschien vor nunmehr 11 Jahren.

Und ich kann nicht sagen, dass sie weniger aktuell ist oder etwas von ihrem Realitätsbezug zur deutschen Wirklichkeit eingebüßt hätte. Das Gegenteil ist der Fall.  Eine Freundin hat sie bei facebook aus der Versenkung geholt und ich stelle sie hier ein, weil sie damals prophetisch und wie ein helles Licht auf unsere Gegenwart erschien.

Leider haben wir sie nicht ernst genug genommen…

Broder schrieb am 26. 3. 2007:

„Epidemie des Wahnsinns

Henryk M. Broder über die Furcht vor islamischen Fanatikern
Der 15. Februar 1987 war ein normaler deutscher Wintertag, kühl, feucht und neblig. Es gäbe keinen Grund, sich an diesen Tag zu erinnern, wenn er nicht eine Zäsur markieren würde, wie das vor 20 Jahren kein Mensch ahnen konnte. Die Fatwa über Salman Rushdie war noch nicht verhängt, der Karikaturenstreit nicht ausgebrochen, und doch fand schon eine Art Vorspiel für die kommenden Skandale statt. Es dauerte nur wenige Sekunden, löste aber ein politisches und kulturelles Erdbeben aus, das bis heute nachwirkt.
Rudi Carrell schaute in die Kamera und verlas mit ruhiger Stimme eine fiktive Meldung: „Diese Woche feierte man im Iran den achten Jahrestag der islamischen Revolution. Ajatollah Chomeini wird von der Bevölkerung gefeiert.“ Der Meldung folgte ein Minifilm, in dem der Führer der iranischen Revolution von weiblichen Fans mit BH und Slips beworfen wurde. Es war ein visueller Kalauer: arglos, harmlos, nett. Nur was anschließend passierte, war weder arglos noch harmlos und schon gar nicht nett.
Schon 15 Minuten nach der Sendung beschwerte sich der Botschafter der Islamischen Republik beim Sender und meldete den Vorfall nach Teheran. Dann ging es Schlag auf Schlag. Teheran bestellte den deutschen Botschafter ein und forderte Konsequenzen für die „ungeheuerliche Beleidigung“. Vor der deutschen Botschaft in Teheran zogen Demonstranten auf, die „Tod dem deutschen faschistischen Regime!“ schrien. Deutsche Diplomaten in Iran wurden zur Ausreise aufgefordert, Iran Air stellte seine Flüge nach Deutschland, das Goethe-Institut seinen Betrieb in Teheran ein.
Entsprechend der Parole des Vorsitzenden Mao – „Bestrafe einen, erziehe hundert“ – wurde nicht nur Rudi Carrell diszipliniert, der nie wieder einen Mullah-Witz riskierte, die Botschaft kam auch im gesamten sozio-kulturellen Komplex an: Als zwei Jahre später, 1989, die Todesfatwa über Salman Rushdie verhängt wurde und Ajatollah Chomeini zum Mord an dem Autor der „Satanischen Verse“ aufrief, war die Haltung der deutschen Öffentlichkeit bereits geteilt. Während sich ein Teil des Kulturbetriebs mit Rushdie solidarisierte, meinte der andere, er sei „zu weit gegangen“, habe „unnötig provoziert“ und deswegen keine Solidarität verdient.
Und während über Rushdie noch das Todesurteil schwebte, wurde 1995 der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels an die Islamwissenschaftlerin Annemarie Schimmel verliehen. Die Juroren lobten das Lebenswerk der Sufismus-Expertin, wobei sie bereitwillig übersahen, dass die „überzeugte Fundamentalistin“ (Emma) die Fatwa gegen Rushdie theologisch gerechtfertigt hatte: „Beleidigung des Propheten ist nach den meisten islamischen Rechtsschulen ein todeswürdiges Verbrechen.“
So wird das Stück „Die beleidigten Moslems und wir“ seit rund 20 Jahren in verschiedenen Besetzungen aufgeführt, wobei der Plot immer der gleiche bleibt: Dort die verletzten und gekränkten Gläubigen, die gar nicht anders können, als Botschaften abzufackeln, um ihre Ehre zu verteidigen, hier die kleinlauten und ewig bußfertigen Relativisten des Abendlandes, die den „Dialog der Kulturen“ als therapeutisches Selbstgespräch inszenieren: Günter Grass, der als Goodwillgeste gegenüber den in Deutschland lebenden Muslimen eine Kirche in eine Moschee umwandeln möchte; Hans-Christian Ströbele, der einen christlichen Feiertag gegen einen islamischen eintauschen will; Oskar Lafontaine, der „Schnittmengen zwischen linker Politik und islamischer Religion“ entdeckt hat; ein Gericht, das einem Berliner Islamisten erlaubt, seinen Sohn „Dschihad“ – Heiliger Krieg – zu nennen.
Es ist ein langsamer Prozess der Kapitulation vor dem scheinbar Unvermeidlichen. „Nur nicht provozieren“, lautet die Losung, „die Fanatiker könnten böse werden.“ Wie sehr das Verfahren inzwischen zur Routine geworden ist, wurde im Laufe der Auseinandersetzung um die 12 Mohammed-Karikaturen klar, die in der dänischen Zeitung „Jyllands-Posten“ am 30. September 2005 erschienen waren. Während in Beirut und Damaskus dänische Botschaften brannten und Demonstranten von Islamabad bis London den Tod der Beleidiger forderten, reagierten die Repräsentanten der westlichen Zivilgesellschaft wie Wanderer, die vom Sturm überrascht wurden.
Der ewige Grass, immer vorneweg, wenn es darum geht, den Westen für seine Untaten zu verurteilen, charakterisierte die Ausschreitungen als eine „fundamentalistische Antwort auf eine fundamentalistische Tat“.
Damit stand es sozusagen eins zu eins in einem Länderspiel zweier Fundi-Mannschaften, von denen die eine ein paar Karikaturen in die Welt gesetzt hatte – und die andere daraufhin wie eine Feuerwalze durch das globale Dorf gezogen war. Fritz Kuhn, Fraktionschef der Grünen, sagte, es müsse nun geredet werden „über das Verhältnis der Meinungsfreiheit zu der Verantwortung, die daraus erwächst“, denn: „Manche fühlen sich durch die Karikaturen stigmatisiert. Mich haben sie an die antijüdischen Zeichnungen in der Hitler-Zeit vor 1939 erinnert.“
Ein Satz, mit dem Kuhn, Jahrgang 1955, vor allem eins bewies: dass er sich nie gründlich genug antijüdische Zeichnungen aus der Zeit vor 1939 angesehen hat. Auch der CDU-Abgeordnete Eckart von Klaeden mahnte: „Wir dürfen keinen Beitrag zur Eskalation leisten“ – nachdem Demonstranten in Teheran die österreichische Vertretung mit Brandsätzen attackiert hatten.
Ganz Europa erlebte eine Epidemie des Wahnsinns: Die dänisch-schwedische Firma Arla Foods, die einen Teil ihrer Produkte in islamische Länder exportiert, schaltete in 25 führenden arabischen Zeitungen
Anzeigen, in denen sie sich von den Mohammed-Karikaturen distanzierte. Großbritanniens Außenminister Jack Straw nannte die Veröffentlichung der Karikaturen „unnötig, unsensibel, respektlos und falsch“.
Die Botschaft fand Gehör: Als der Künstler Hans Haacke gefragt wurde, warum es von ihm kein Werk gibt, „das sich mit der Rolle des Islams beschäftigt“, gab er zu Protokoll: „Das wird es so bald wohl auch nicht geben. Das Verhältnis zum Islam erscheint mir so komplex und explosiv, dass ich mich da nicht heranwage.“ Seine Haltung, so Haacke, sei „nicht feige“, sondern „weise“.
Nachdem der Künstler Gregor Schneider seinen „Kubus“, der an die Kaaba von Mekka erinnert, in Berlin und Venedig nicht zeigen durfte, weil die Veranstalter Angst vor islamistischem Terror hatten, ging er in Hamburg denn auch gleich auf Nummer sicher. In der „Kulturzeit“ auf 3sat wurde Schneiders Vorgehen so dargestellt:
„Um eventuellen Protesten bereits im Vorfeld zu begegnen, wurde die Ausstellung gemeinsam mit den Vertretern der muslimischen Gemeinden vorbereitet.“
Wobei der Moderator der „Kulturzeit“ nicht einmal mit einem kurzen Anheben einer Augenbraue die Frage andeutete, ob es denn angehen könne, dass Kunstobjekte, die den Glauben thematisieren, von der Vertretern der betroffenen Religion „bereits im Vorfeld“ abgesegnet werden müssen. Die Antwort war so klar, dass sich die Frage erübrigte.
Von Henryk M. Broder“

DER SPIEGEL 13

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Nein…. keine weiteren Fragen außer diesen:

WARUM LASSEN WIR DEN WAHNSINN GESCHEHEN, WARUM LASSEN WIR IHN IMMER NOCH ZU?

 

Passend dazu auch dieser Text…. „Haben wir schon die Scharia?“

Warten oder Abwarten…. 11. Dezember, 2018

Posted by Rika in christsein und glaube, gesellschaft.
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Es ist Advent.

Zeit des Wartens.

Warten worauf?

Manche Christen sagen, in der Adventszeit warten wir auf die Ankunft des HERRN, auf die Geburt Jesu.  Dazu singen auch manche Christen mit Inbrunst das Lied „Alle Jahre wieder kommt das Christuskind“.

Mit Verlaub, das ist natürlich vollkommener Blödsinn.

Jesus kam als ein Kind zur Welt – „natürlich“ wie alle Kinder seit uralt-ewigen Zeiten, geboren von einer Frau. Er lebte als Mensch in dieser Welt, lehrte, predigte, heilte… starb schließlich am Kreuz als ein von Gott verlassener Mensch, elendig, grausam gequält. Von seinen Freunden begraben ohne jede Hoffnung. Trostlos.

Doch – wie wir im Glaubensbekenntnis bezeugen – blieb er nicht im Grab, nicht im „Reich der Toten“… „auferstanden von den Toten“  heißt es in dem Jahrhunderte alten Zeugnis der Christenheit. Und weiter darin  „aufgefahren in den Himmel“.  Vor diesem „Auffahren in den Himmel“ sicherte er seinen immer noch verstörten Jüngern und Freunden zu: „Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende“… wie es in der Sprache der Bibel heißt.

JESUS ist doch da. Jetzt. Immer.

Er wird nicht an Weihnachten neu geboren, kommt nicht als Christuskind wieder „auf die Erde nieder“.

Worauf warten wir also im Advent?

Und warte ich, warten wir wirklich?

 

Eine hilfreiche Betrachtung von Iris Macke findet sich im diesjährigen Kalender „Der Andere Advent“.

Perspektivwechsel

Advent heißt Warten

Nein, die Wahrheit ist

Dass der Advent nur laut und schrill ist

Ich glaube nicht

Dass ich in diesen Wochen zur Ruhe kommen kann

Dass ich den Weg nach innen finde

Dass ich mich ausrichten kann auf das, was kommt

Es ist doch so

Dass die Zeit rast

Ich weigere mich zu glauben

Dass etwas Größeres in meine Welt hineinscheint

Dass ich mit anderen Augen sehen kann

Es ist doch ganz klar

Dass Gott fehlt

Ich kann unmöglich glauben

Nichts wird sich verändern

Es wäre gelogen, würde ich sagen:

Gott kommt auf die Erde!

 

Und nun lesen Sie den Text von unten nach oben!

 

Ich will nicht einfach nur abwarten, was passiert und  den Zweifeln, deer Verunsicherung  Raum geben über die (politische) Realität, die ich in diesen Tagen, Wochen, Monaten erlebe:

Die „Performance“ unserer Regierung, den Wechsel in der Führung der CDU, die unglaubliche, unmenschliche, unethische  Forderung der SPD-Jugend zur generellen Freigabe der Abtreibung und das Einstehen der SPD für die Streichung des § 219,  die nach wie vor virulente Frage der Migration / Integration, die verallgemeinernden Zuschreibungen  „Rechts“ – „Radikal“ –  „Populistisch“  vs  „Richtig“ … „Gut“ …. „Alternativlos“.  Die Parteiergreifung (und das meine ich ganz wörtlich!) der Kirchen, ihr Ausgrenzen all derer, die nicht „gut, richtig, alternativlos im Sinne der Regierung“ denken und reden.  Die Gewalt, die wir Tag für Tag erleben. Die mediale Aufbereitung der „Informationen“, die man immer noch „Nachrichten“ nennt und die eigentlich Meinungsbildung, besser noch Meinungserziehung  heißen müsste.  Die innnere und äußere Zerrissenheit unserer Gesellschaft. Der erkennbare Verlust vieler Freiheiten – zu meinen, zu sagen, zu entscheiden, zu verneinen, zu bewahren….

 

Und dann doch wieder einstimmen in das „Große Halleluja“

 

 

 

 

 

Von Milchkannen und Fortschritt… 26. November, 2018

Posted by Rika in aktuell, aus meinem kramladen, gesellschaft, medien, politik.
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Unsere Bundesbildungsministerin ließ neulich verlauten, dass ein schnelles Internet nicht an jeder Milchkanne notwendig sei…

Ich fühlte mich angesichts dieser Aussage an einen alten Spruch meines Vaters erinnert, der nämlich Bezug nehmend auf den Bahnverkehr zwischen Münster und Gronau (damals noch an der Grenze zu Holland gelegen, mit Betonung auf Grenze, die damals noch deutlich gekennzeichnet und gesichert war) seufzend erklärte, die Eisenbahn  hielte an jeder Milchkanne, was das schnelle Fortkommen überaus erschwerte, ja, extrem verlangsamte, gleichsam also verunmöglichte.

Vermutlich hat auch die Ministerin einen ähnlich lautenden Seufzer vernommen, stammt sie doch  – wie ich gelesen habe – aus dem schönen Münsterland, da halten offenbar nicht nur die  Nahverkehrszüge immer noch an jeder Milchkanne, da hält man auch ansonsten wenig von Geschwindigkeit und Beschleunigung. Anders kann ich mir das Statement einer „Bildungsministerin“ von „Internet nicht für jede Milchkanne“ nun wirklich nicht erklären.

Vielleicht, so vermute ich, reicht es der Ministerin ja vollkommen aus, zwischen dem beschaulichen Münster und dem umtriebigen Berlin im Dienstwagen samt eingebautem Telefon zu pendeln und auf Reisen ansonsten zu verzichten,  so dass sie überhaupt noch niemals in die Situation gekommen ist, unterwegs mal kurz ein dringendes Gespräch via Handy führen zu müssen.

Vielleicht geht es der Ministerin ja auch so wie der Kanzlerin, die vor noch nicht allzu langer Zeit treuherzig meinte, das Internet sei Neuland, das es noch zu entdecken gelte und mit dem umzugehen man noch lernen müsse….

Die Kanzlerin hat keine Kinder, sonst hätte sie gewusst, dass schon vor vielen, vielen  Jahren viele, viele Kinder – so auch unsere – ihren Eltern, denen die Schreibmaschine als Hilfsmittel zur schnellen Erstellung von Schriften aller Art noch ausreichte, ständig in den Ohren lagen doch endlich, endlich einen PC anzuschaffen. Die lieben Kleinen wollten damit allerdings weder Texte verfassen noch wirklich Hausaufgaben erledigen – wie sie argumentativ vorbrachten -, sondern surfen und spielen. So jedenfalls kamen wir Anfang der 90er Jahre zum ersten PC, der dann ziemlich bald ans Netz gebracht wurde… (Auch zu meiner Freude, wie ich gerne zugebe!) Und wir standen beileibe nicht an der Spitze der Bewegung hin zu  Internet und weltweiter Kommunikation.

Was die Milchkannen angeht, an denen „Internet nicht von Nöten“ sei, dazu habe ich in diesem Jahr ganz vorzügliche Erfahrungen machen können:

Im Mai war ich in Israel. Es war eine wunderbare Reise. Und wunderbar war es für mich auch, dass ich meine Familie und Freunde so unmittelbar daran teilnehmen lassen konnte. In Israel gibt es nämlich das  Milchkannenprinzip. Praktisch an jedem möglichen Standort für Milchkannen – aber eigentlich überall – hat man ein gut funktionierendes Netz und im Reisebus sogar allen Fahrgästen zur Verfügung stehendes freies  W-Lan, was die Kosten für die schnelle Übertragung von „guckt mal wo ich gerade bin“ ganz erheblich drückt.

Vermutlich ungleich mehr Kühe als in Israel und somit auch  Milchkannen  hat man in Südtirol und Österreich.

In diesen schönen Ländern war ich im August.

Und was soll ich sagen? Selbst im hintersten Zipfel des imponierenden Rosengarten (weltberühmtes Massiv der Dolomiten) hat man Zugang zum „guckt mal wo ich gerade bin Internet“. Die beiden Jüngsten klettern – die Familie kriegt ein Bildchen, wir bewundern die Aussicht auf der Marmolada – der Freundin, die gerade im fernen Jerusalem weilt, wird ein Bild geschickt. Wie wollen wissen, was es mit einem Berg auf sich hat? Google gibt Auskunft, via Internet selbstredend. Und da wir im europäischen Ausland sind, kostet es nicht mehr als daheim. Fein!

Bilder von Milchkannen habe ich allerdings nicht in die Heimat oder in die Ferne gepostet… hätte ich ahnen können, dass die Bildungsministerin von Internet und Milchkannen reden würde, dann, ja dann hätte ich mit Sicherheit auch ein solches Bild gemacht, quasi  „ad oculus demonstrare“.

Jeder Urlaub geht einmal zu Ende. Und so machten wir uns auf die Heimreise. Vom schönen  Südtirol durchs nicht minder schöne Österreich  über den Fernpass Richtung Heimat …  Überall Zugang zum Netz, was auch wirklich gut war, konnte doch der Jüngste sein Smartphone als Wegbeschreiber und Routenberechner zum Einsatz bringen und ich die Langeweile des Mitfahrens  (die Strecke kenne ich inzwischen in- und auswendig)  mit Surfen in den bekannten Netzwerken überbrücken, denn schließlich kann man sich nicht unentwegt über dies und das „im Gespräch versprudeln“, wie es Eugen Roth wohl ausdrücken würde.

Dann erreichten wir die nicht mehr als solche erkennbare Grenze zwischen Österreich und Deutschland. Freie Fahrt. Keine Kontrolle.

KEIN INTERNET!!!

HURRA, wir sind wieder in Deutschland.

Merke also: Du weisst, dass du wieder in Deutschland bist, wenn dein Zugang zum Internet nicht funktioniert, du nicht in jeder Ecke, ach, was sag ich, wenn du NICHT bei der Fahrt über die  weltberühmten Autobahnen  deines schönen Heimatlandes mit dem Handy überall telefonieren kannst, von Internetzugang gar nicht erst zu reden. (In meinem Lieblingsferienort an der Nordsee muss man an manchen Tagen auf den Deich gehen, um ein „Netz“ zu haben…. tja, moderne Zeiten!)

Nun bin ich ja längst im Ruhestand. Ich bin beruflich überhaupt nicht mehr auf den Zugang zum Internet angewiesen, von daher wird mein Beispiel etwas hinken, mag auch die Frau Ministerin nicht ganz ohne Berechtigung einwenden, dass Internet sei nicht zum Vergnügen da.

Aber es ist für die Bevölkerung im Allgemeinen und für die Berufstätigen im Besonderen so etwas, wie vor gut 500 Jahren die „Taxis-Post“ für die Menschen der damaligen Zeit. Die Thurn und Taxis verdienten sich eine goldene Nase, sorgten aber auch für die reibunslose Zustellung…

Reibungslose Zustellung der Post ist heute leider auch nicht mehr gegeben, seit nämlich nicht mehr pflichtbewusste Beamte den Postdienst betreiben die noch  Recht und Ordnung per Amtseid verpflichtet waren.

Die Zeiten ändern sich.

Die Bahn ist nicht mehr zuverlässiges Transportmittel, nach der man ihrer Pünktlichkeit wegen die Uhr stellen konnte,  selbst wenn sie an jeder Milchkanne hielt.

Dass aber eine Ministerin von heute glaubt, die Zukunft mit Hilfe uralter Kommunikationsmittel gewinnen zu können, das hätte ich mir nicht träumen lassen.

Nicht als Bildungsministerin.

Nicht im Land der Dichter, Denker und Ingenieure.

Nicht in Deutschland, nicht bei uns.

 

 

Kein „himmlischer Vater“ mehr in der Kirche ? 20. November, 2018

Posted by Rika in aktuell, christsein und glaube, islam.
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Kein automatischer Alternativtext verfügbar.

Bei facebook entdeckte ich diese schöne Werbung für die Spurensuche nach dem Gemeinsamen.

Ist dieses „Allah unser“  analog zu „Vater unser“ zu verstehen?

Es ist wirklich ehrenhaft – und ich meine das kein bisschen ironisch  –  Brücken zum Anderen zu bauen, nicht das Trennende zu betonen, sondern das Gemeinsame zu suchen.

Aber doch bitte so, dass man das Kind nicht gleich mit dem Bade ausschüttet.

Was ich damit sagen will?

Zu den zentralen Aussagen Jesu über „Gott“, wenn nicht gar zu „der“ zentralen Aussage gehört das Gebet, das er uns gelehrt hat.

Bei Matthäus lesen wir die Anleitung Jesu zum Gebet: „Wenn du aber betest, so geh in deine Kammer, und nachdem du deine Tür geschlossen hast, bete zu deinem Vater, der im verborgenen ist. Und dein Vater, der im Verborgenen sieht , wird dir vergelten. Wenn ihr aber betet, sollt ihr nicht plappern wie die von den Nationen; denn sie meinen um ihres vielen Redens willen gehört zu werden. Seid ihnen nicht gleich! Denn euer Vater weiß, was ihr benötigt, ehe ihr darum bittet. Betet ihr nun so: Unser Vater, der du in den Himmeln bist, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir unseren Schuldnern vergeben haben; und führe uns nicht in Versuchtung, sondern errette uns von dem Bösen.“ Siehe Matthäus 6, 6 – 13 (Elberfelder Übersetzung)

 

Der Evangelist Lukas beschreibt die Szene so: „Und es geschah, als er an einem Ort war und betete, da sprach , als er aufhörte, einer seiner Jünger zu ihm: Herr, lehre uns beten, wie auch Johannes seine Jünger lehrte. Er sprach aber zu ihnen:  Wenn ihr betet, so sprecht: Vater, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, unser nötiges Brot gib uns täglich; und vergib uns unsere Sünden, denn auch wir selbst vergeben jedem der uns schuldig ist; und führe uns nicht in Versuchung.“   Siehe Lukas,11, 1 – 4 (Elberfelder Übersetzung)

 

Eine vergleichbare Anredung Allahs mit „Vater“ oder eine vergleichbare Anleitung zum Gebet weist der Koran nicht nach. Im Gegenteil, Allah mit Vater anzureden wird ausdrücklich von den hohen Geistlichen des Islam nicht erlaubt:

Ist es erlaubt, zu Allah zu sagen: Du bist mein Vater?

Inhalt der Antwort

Alles Lob gehört Allah.

Es ist nicht erlaubt zu Allah zu sagen: „Du bist mein Vater“, weil in dieser Aussage etwas Falsches erwähnt wird und in ihr ist die Trennung zwischen dem Weg der Muwahhidun (Monotheisten) und darin ist ein Vergleich zu den Juden und Christen.

So sagen die Juden in ihren Gebet: „Lieber Gott, oh unser Vater, du bist unser Vater und Erretter.“

Aus dem Buch „Hidayat al Hajara“ (Seite 138)

Und bei den Christen: „Bittet für die, die euch beleidigen und verfolgen, auf daß ihr Kinder seid eures Vater im Himmel.“ Matthäus 5:44

Das richtigste, was der Diener über Allah, Erhaben sei Er, sagen kann ist, Ihn mit Seinen schönsten Namen und Seinen höchsten Eigenschaften zu lobpreisen.

 

 

Und Allahs Prophet Jesus (Allahs Frieden auf ihm) sagte: „Und gewiß, Allah ist mein Herr und euer Herr; so dient Ihm. Das ist ein gerader Weg.“ Surah Maryam 19:36

Es gehört sich also nicht für den Muslim, von dem Weg der Propheten abzuweichen und den Weg der Juden und Christen zu folgen und den Feinden Allahs in ihren Aussagen nachzuahmen.

Und Allah weiß es am besten.

Quelle:

Und mehr will ich dazu eigentlich gar nicht sagen. Nur so viel, wer als Christ sein Eigenes gering achtet, ja es sogar dem Anderen zuliebe verändert, wird keine Brücke zum Anderen bauen. Er wird vielmehr verhindern, dass der Andere verstehen lernt, was uns Christen wichtig und wesentlich ist.

Hätte das Plakat nicht sehr viel einfacher „Unser Allah – unser Gott“ ? fragen können?

 

 

 

 

Die hohe Kunst der Selbstdarstellung…. 12. November, 2018

Posted by Rika in gesellschaft, medien, meine persönliche presseschau, politik.
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… als unverzichtbares Stilmittel in der Politik Angela Merkels.

Die Kanzlerin ist angezählt. Ihre Regierung holpert und stolpert mehr schlecht als recht seit der Bildung der großen Koalition. Keine gute „Performance“ sei das gewesen, mäkelte Andrea Nahles an  dem unglücklichen Verlauf der in Chemnitz ausgelösten „Maaßen-Krise“ und ihrer Regelung.

Nun aber dieses wunderbare Bild….

 

 

„Ein Bild fürs tumbe Volk“, dachte ich, als ich dieses zu Herzen gehende Foto zum ersten Mal sah  –   und zollte der Kanzlerin zum x-ten Mal Respekt für ihre großartige schauspielerische Leistung, mit der sie das Volk immer wieder überrascht – nein,  eigentlich muss „überrumpelt“ geschrieben werden.

Immer, wenn die Kanzlerin unerquickliche Wahrheiten oder Forderungen wie „ihr müsst das jetzt schaffen“, verbrämt als „wir schaffen das“ verbreitet, setzt sie ihr süßestes und unschuldigstes Kleinmädchengesicht auf, so wie es vor ihr wohl nur die für   ihren Seelchenblick  berühmte Schauspielerin  Maria Schell zu Wege brachte. Ein Minenspiel der Kanzlerin,  das jeweils im stärksten Kontrast zur eigentlichen, verbal vermittelten Botschaft steht.

Ich vermute, dass beinahe ALLE , Frauen wie Männer gleichermaßen auf diesen unschuldigen Engelsblick hereinfallen und augenblicklich jeden Gedanken an Kritik oder gar Angriff fahren lassen.
Es ist ihr Trick, sich als die demütig-dienende, uneitel-freundliche Frau aus dem Volk zu präsentieren, der Trick, der ihren kalten Machtanspruch vergessen und übersehen lässt. Wer kann – beim Anblick dieser Unschuldsmine – schon an politisches Kalkül, an Machtbessenheit und Ränkespiele denken?

Aber genau das ist es doch, was die Kanzlerin seit dem damaligen Antritt vor mehr als einem Vierteljahrhundert als „Kohls Mädchen“ gnadenlos und strategisch geschickt umsetzt. Macht, Macht, Macht – mit der sie Gegenspieler auskontert und ihre „alternativlose Politik“ (Energiewende, Griechenlandrettung, Flüchtlingskrise, Klimarettung,  Migrationspakt) nicht zum Wohle des Volkes umsetzt. Ich weiß natürlich, dass die persönliche  Macht unbedingt dazu gehört, will man „Politik machen“. Hat man Schröder seiner offen zur Schau getragenen Macht – „Basta“ ist das Stichwort – heftig kritisiert, so bleibt die Kritik an Merkels Alternativlosigkeit weitgehend aus.   Es ist deshalb der so gut „verborgene Machtanspruch“, der mich schon seit mehreren Jahren und zunehmend irritiert, weil er unerkannt zu großem Schaden führen kann.


Darum ein „Bravo, Frau Kanzlerin, eine bessere Performance gab es nie in der deutschen Politik!“


Performance – nicht der Inhalt zählt, die Darstellung ist alles.

 


Ganz unabhängig von meiner kritischen Bildbetrachtung, bin ich unendlich dankbar dafür, dass die Völker Europas nach dem grauenvollen Morden und Schlachten des Ersten Weltkriegs und dem noch unfassbar brutaleren Schrecken  des Zweiten Weltkriegs gemeinsam über den Gräbern der Gefallenen trauern und sich erinnern können – in der Hoffnung auf eine gute gemeinsame und friedliche Zukunft in Freiheit.

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Bei Achgut liest man dies: Merkels Backfisch-Offensive

 

 

 

 

 

 

 

Die unerträgliche Arroganz des Herbert Grönemeyer… 10. November, 2018

Posted by Rika in aktuell, flüchtlinge, gesellschaft.
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… hat mich heute ziemlich irritiert.

„Ich halte die Flüchtlingssituation für einen Glücksfall. Weil wir endlich wieder gefordert werden, Engagement zu zeigen.“

So die Aussage des großen Barden, verewigt mit seinem Konterfei, gefunden habe ich es bei facebook.

 

„„Ach, wie gut, daß es die Flüchtlingskrise gibt, so können wir zeigen, wie gut wir sind und wie sehr wir uns engagieren können“, sagt ein in London lebender Millionär und Steuerflüchtling. Wie niederträchtig, selbstsüchtig und gemein muss man sein, um eine humanitäre Katastrophe als Glücksfall zu bezeichnen? ( @[626142051:2048:Matteo Gesualdo Corvaja])“

Da auf dem Foto als Quelle zusätzlich die faz angegeben ist und auch das Logo der ARD deutlich erkennbar in der rechten unteren Ecke prangt, gehe ich davon aus, dass es sich nicht um ein Fake handelt.

Lieber Herr Grönemeyer,

ich vermute, dass Sie aus Ihrem übergroßen finanziellen Schatz großzügig spenden und finde das auch wirklich toll. Ihr Statement hingegen ist eine bodenlose Beleidigung.

Wie? werden Sie vielleicht nachfragen.

„Weil wir endlich wieder gefordert werden, Engagement zu zeigen.“

Vielleicht sind sie ja mit den Gegebenheiten in Deutschland nicht mehr sehr vertraut und darum kommen sie zu dieser überaus arroganten Einschätzung. Wissen Sie denn nicht, dass in deutschen Vereinen, Kirchengemeinden, in Krankenhäusern, Hospizeinrichtungen, Selbsthilfegruppen, Sportvereinen jede Woche Tausende und Tausende von Menschen ehrenamtlich unterwegs sind, sich einbringen, also  „Engagement zeigen“.

Ohne diese vielen, vielen Ehrenamtlichen würde unser gesellschaftliches Miteinander nämlich gar nicht funktionieren. DAS ist es doch, was unser Gemeinwesen bisher ausmacht in  Städten und Dörfern, sich einbringen und mithelfen auf allen möglichen Ebenen und Schauplätzen.

Gestern, am 9. November,  war ich zum Beispiel mit meinem Mann in unserer Nachbarstadt. Da gibt es eine Gruppe die sich dafür einsetzt die Vergangenheit nicht im „Vergessen“ versinken zu lassen. Menschen, Frauen und Männer engagieren sich, stellen eine Gedenkveranstaltung auf die Beine, haben dafür in Archiven nachgeforscht, Bilder aus  der Vergangenheit gesucht und digitalisiert und so in einem eindrucksvollen Vortrag den von den Nationalsozialisten ermordeten Juden der Stadt ein Gesicht  gegeben und sie wieder in die Mitte der Gesellschaft  geholt. Und da gehören sie hin.

Meine Tageszeitung informierte über mehrere dieser Gedenkveranstaltungen. Glauben Sie, lieber Herr Grönemeyer, dass kleine Orte dafür hochbezahlte Eventmanager einstellen? Nein, sie bewerkstelligen das mit „Bordmitteln“, wie wir unsere (zusätzliche und nicht bezahlte) Arbeit    immer dann an meiner Schule nannten, wenn von Außen, von der Stadt, dem Ministerium, dem  Staat keine Hilfe zu erwarten war, wir aber für unsere Schüler etwas Positives organisieren wollten.

Apropos Schule. Wissen Sie eigentlich, wie viele Eltern sich im Bereich Schule ehrenamtlich engagieren, in den Klassen- und Schulelternräten,  für Schul- und Klassenfeiern, sogar   bei anstehenden Renovierungsarbeiten? Das gilt im Übrigen auch für die meisten „Kindergarteneltern“.

Woche für Woche stehen Fußballtrainer mit den Kleinen von der F-Jugend bis zu den älteren Kindern auf dem Fußballfeld – zumeist ehrenamtlich oder für ein kleines Entgeld, das mehr eine Anerkennung, denn eine wirklich „Bezahlung“ ist.  Freiwillige organisieren in den Sportvereinen das Kinderturen, die Herzsportgruppe, das Tischtennistraining oder die Leichtathletik, um nur einige der Sparten zu nennen, die der Sprotverein meines Dorfes anbietet.

Und das hat alles gar nichts mit Flüchtlingen zu tun.

Das war schon immer so.

Keine Freiwillige Feuerwehr käme ohne dieses Engagement aus, keine „Rote-Kreuz-Gruppe“ bei den Blutspendeaktionen und auch kein  THW bei den vielen Einsätzen, die die Ehrenamtlichen überall dort  leisten, wo sie gebraucht werden – und das weltweit.   Im Sommer gäbe es an Stränden und  Baggerseen keine lebensrettende Aufsicht  ohne die freiwilligen Helfer von der DLRG.

„Blaue Engel“ übernehmen in Kliniken freiwillige Dienst für die Versorgung der Patienten mit den Dingen, für die die professionellen Pflegekräfte gar keine Zeit mehr haben… sie organisieren praktische Hilfe für die, die keine Angehörigen in der Nähe haben.

In Hospizen und ambulanten Hospizdiensten engagieren sich eigens dafür ausgebildete Freiwillige. Kirchengemeinden organisieren Besuchsdienste für Alte und Kranke oder Fahrdienste für diejenigen, die nicht mehr zu Fuß, mit Öffis oder einem eigenen Auto die Kirche zu Gottesdiensten erreichen können.

Ich könnte die Aufzählung noch ellenlang fortsetzen…

UND DA REDEN SIE VON ENDLICH WIEDER ENGAGEMENT ZEIGEN?

 

Von der völlig empathielosen Aussage, „Ich halte die Flüchtlingssituation für einen Glücksfall“ gar nicht erst zu reden.

WIE kann man es für einen Glücksfall halten, dass Menschen auf der Flucht sind? Haben Sie denn überhaupt nicht nachgedacht?

FLUCHT IST KEIN GLÜCK!

Für niemanden auf der Welt.

Flucht ist Unglück, Leid, Angst, Sorge, Not, Schmerz, Verlust.

Sie sind doch ein Meister Ihrer eigenen Songtexte. Wie kann Ihnen so eine furchtbare  Textzeile passieren?

Selbst wenn Sie meinten, es sei toll, dass sich so viele Menschen für Flüchtlinge engagieren, ist Ihre Aussage völlig unpassend und daneben.

Natürlich ist es toll und ein Segen, dass so viele Menschen sich eingebracht haben und immer noch einbringen, damit das „Wir schaffen das“ der Kanzlerin nichts ins Leere laufen musste. Es ist großartig, dass Menschen in den Notünterkünften helfen, sich für die Begleitung der Flüchtlinge bei notwendigen Behördengängen engagieren, Sprachunterricht erteilen, Bekleidung in eigens dafür eingerichteten Ausgabestellen weitergeben, Kinder betreuen und Jugendlichen in vielerlei Weise das Einleben in Deutschland erleichtern.

Aber die Fluchtsituation ist dennoch kein „Glücksfall“.

„Glück“ kann man es allenfalls nennen, dass es in Deutschland immer schon Menschen gab und immer noch gibt, die sich aus religiöser und / oder humaner  Einstellung  einsetzen für andere.

Und vergessen sollte man auch diejenigen nicht, die immer wieder und nicht nur in aktuellen  Katastrophenfällen Geld spenden, um zu helfen.  Kaum eine Einrichtung    – von Rotem Kreuz, über ASB, Miserio oder Diakonischen Werk –   könnte ohne die vielen freiwilligen Spenden weiter arbeiten.

Dafür können und dürfen wir dankbar sein.

Ihre seltsamen Sprüche, lieber Herr Grönemeyer,  brauchen wir aber nicht.

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(Die ständige Wiederholung der Begriffe „Engagement“ und „engagieren“ ist volle Absicht und nicht etwa mangelnde alternative Ausdrucksmöglichkeit! ♥ )

 

 

9. november 2018 9. November, 2018

Posted by Rika in aktuell.
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9. november…

novembergrau und leise ist der tag

birgt stille klage über mord und not

doch ruhige freude auch

wie kann man es ertragen

der einheit  und des tobens  zu gedenken

kann man es wirklich wagen

 

und  auch das morgen scheint nicht rosenrot

 

 

 

 

 

Gedenkstätte Yad Vashem

Hier nur zwei der vielen großen Tafeln, die an die zerstörten jüdischen Gemeinden erinnern…. ich habe sie ausgewählt von vielen, weil sie meinem heutigen Lebensbereich um Hannover und meiner Heimat im Sauerland entsprechen.

 

 

Aus Rikas Küchenkabinett – Logik ist ein schweres Ding… 8. November, 2018

Posted by Rika in aktuell, aus meinem kramladen, gesellschaft, politik.
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Ich stehe in meiner Küche und sollte eigentlich kochen, aber ich denke bloß so vor mich hin…

Über diesen Artikel, den ich heute bei Achgut gelesen habe : „Sachpolitik? Die irre Demontage der Autoindustrie (1)“

Ich mache mir schon länger Gedanken über die Vereinbarkeit, bzw. Unvereinbarkeit von Wohlstand einerseits und Rückbesinnung auf die Natur andererseits. Wie soll das zusammen gehen? Wie funktionieren?

Ich gehöre zu der Generation der „die Gnade der späten Geburt“ zuteil wurde, d.h. die Schrecken des Krieges habe ich überhaupt nicht mitbekommen –  da gab es mich noch nicht – und ich war auch noch zu klein, um die mageren Jahre nach der Gründung der Bundesrepublik bewusst zu erleben. Mir ging es gut. Meine Eltern, Großeltern und auch der Rest der Familie gaben mir das Gefühl von Geborgenheit und einem guten Auskommen, auch wenn das Gehalt des Vaters schmal und die erste eigene Wohnung der Eltern winzig war (nach 3jährigem Zusammenwohnen mit den Großeltern und zwei Tanten in der großelterlichen Wohnung).

Es ging aufwärts mit uns allen in der Familie, die Wohnungen wurden mehr und größer, Luxusgüter wie Kühlschrank, Gasherd, Waschmaschine und , man höre und staune, auch Fernseher wurden (später) angeschafft. Einer der Onkel hatte gar ein Motorrad, ein anderer in den frühen 60er Jahren sogar einen Dienstwagen… und ein dritter war stolzer Besitzer eines Käfers. Der Erwerb dieses absoluten Luxus gelang meinen Eltern Anfang der  70er Jahre. War das toll.

Seitdem gehört das Auto auch zu meinem Leben. Käfer, Golf, Passat, waren in den folgenden Jahren „unsere“ bevorzugten fahrbaren Untersetzer, jetzt fahren wir (der Liebste und ich) Skoda und betreiben nach Jahren der „Zwei Autos“ nun innerfamiliäres Car-Sharing. Es funktioniert ganz gut, zumal wir als Ruheständler nicht unbedingt jeder ein Auto benötigen.

Und so wird uns das Schreckensszenario, das sich vor meinem inneren Auge abspielt, wohl auch nicht gar so hart treffen.

Aber alle diejenigen, die jetzt noch so unbekümmert jung und lebenslustig sind und gar nicht bemerken, was sich da für die Zukunft auftut, die wird es treffen.

Kommt es wirklich so, wie in dem Artikel beschrieben, bedeutet das nicht nur den Verlust an mobiler Flexibilität, der wäre ja irgendwie noch zu verkraften, nein, es bedeutet auch den Verlust an Arbeitsplätzen für Hundertausende. Denn machen wir uns doch nichts vor, werden keine Diesel und Benziner für den privaten Gebrauch mehr fabriziert, stehen also die Bänder still (nicht weil der Arbeiter es will, um an einen alten Slogan der Gewerkschaft zu erinnern), müssten unglaublich viele Menschen anderweitig Arbeit finden. Denn der Bau von E-Autos, so ließ ich mir von einem Experten erklären, verlangt nur ein Bruchteil der Arbeitsplätze, die jetzt für die Verbrenner gebraucht werden. Aber wo wären die erforderlichen Arbeitsplätze zu finden? Mit noch mehr Nagelstudios und Tattoo-Salons wird man die Wirtschaftskraft Deutschlands kaum erhalten – ganz abgesehen davon, dass Menschen ohne Arbeit meistens auch ohne ausreichendes Einkommen sind und für Nagelstudio, Tattoo oder  Daddelbuden ohnehin keine Geld haben. Hinzu kommt noch, dass wir ja jährlich viele Migranten aufzunehmen haben, auch sie müssen doch einen Arbeitsplatz bekommen, lägen sie doch sonst den Sozialsystemen auf der Tasche.

Schon heute jammern die Wirtschaftsweisen, dass immer weniger Junge immer mehr Alte via Rente mitversorgen müssen… nach der Stilllegung der Autoindustrie wohl auch noch immer mehr Arbeitslose…

Und sage jetzt niemand, all die vielen Verbrenner würden dann eben durch E-Autos ersetzt werden.

Energie ist das Geheimnis und der Knackpunkt.

Wenn alle Verbrenner durch E-Autos ersetzt werden, muss für diese Autos auch die nötige Energie bereit gestellt werden.

Aber wir wollen ja nach Willen der Grünen und der Regierung aus der Kohleverstromung aussteigen, wie ja auch demnächst das allerletzte AKW vom Netz gehen wird.  Sonne und Wind sollen es zukünftig richten. Doch schon heute ist klar, dass aktuell die so erzeugte Energie nicht ausreicht, um den gegenwärtigen Bedarf tatsächlich zu sichern.

Frage:  Wie soll dann die ZUSÄTZLICH von den E-Autos benötigte Energie in ausreichendem Maße sicher gestellt werden?

Ganz Schlaue – und die findet man vor allen Dingen in der grünen Fraktion – erzählen uns darum von der goldenen Zukunft ganz ohne persönlichen Fahruntersatz (in Form eines Autos). Man teilt sich die Kisten. Geht klar.

Und fährt Bus und Bahn.  Geht vermutlich nicht klar.

Das Schienennetz der Bahn ist unzureichend ausgebaut für alle die vielen Leute, die dann Bahn fahren müssten, weil sie ja kein individuelles Automobil mehr besitzen. Der öffentliche Nahverkehr ist verdammt teuer (entschuldigt bitte den Ausdruck)…. vielleicht wird sich das ja ändern oder die Rechnung geht so: was wir bisher an Anschaffung, Steuern, Versicherungen und Benzingeld fürs Auto ausgegeben haben, fließt jetzt eben in die Öffis, die sind zwar nicht ganz so  bequem und auch nicht so zuverlässig bereit wie mein Auto in der Garage, aber sei’s drum. Es wird schon. Viele Millionen Autofahrer verstopfen die wenigen  funktionsfähigen Bahnen und  Busse und lernen sich so ganz neu und auch viel besser kennen.

Und dann ist da noch das Problem mit den Brücken! Tunnel und Brücken sind marode oder werden es bald sein, umso mehr, wenn deutlich mehr Züge fahren müssen. (Die Züge brauchen übrigens auch elektrische Energie, will ich nur mal schnell noch einfügen in mein goldenes Zukunftsbild.)

Viele andere Fragen müssten auch noch in dieses Bild eingefügt werden, es würde den Rahmen meiner kleinen Glosse sprengen, darum lass ich es bei diesem einzigen Aspekt „Automobilindustrie“ bewenden.

Das Fazit, das Gerd Held in Bezug auf den zu erwartenden Niedergang dieser Industrie zieht, liest sich so:

Der Angriff auf den Diesel ist nur der erste Schlag. Da der Benzinmotor bei einer vergleichbaren Steigerung der Grenzwerte ebenfalls nicht haltbar ist und die Alternative E-Mobil weder sozial bezahlbar noch ökologisch verträglich ist, läuft der Schlag gegen den Diesel auf einen Schlag gegen das Automobil selbst hinaus. Am Ende der jetzt ablaufenden Kettenreaktion wird das Auto nur noch als exklusives Gut vorhanden sein. Der motorisierte Individualverkehr wird zum Privileg werden.

 

Ich stehe also in meiner Küche und denke so vor mich hin und frage mich und Euch, die Ihr hier lest, wie soll das also gehen mit dem gleichzieitigen  Verzicht auf  Kohle, Gas  und  Kernkraft als sichere Ernergieversorgung  und damit auch auf so Vieles, was bisher so selbstverständlich für uns war: Sichere Arbeitsplätze, hohe Mobilität, ausreichende Energie, gutes Ein- und Auskommen.

Hat die Regierung einen geheimen Plan wie wir das schaffen sollen?