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Dringende Leseempfehlung… 16. Februar, 2018

Posted by Rika in aktuell, gesellschaft, islam, mohammed, politik, sharia.
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Hätte ich nicht gerade erst mein diesjähriges Vorhaben zur Fastenzeit bei Facebook kundgetan – nämlich während der Passionszeit auf Facebook komplett zu verzichten – würde ich diesen Artikel mit der dringenden Bitte um Weiterreichen bei Facebook posten.

Ich will aber an meinem Vorhaben festhalten und nicht bereits am zweiten Tag wieder an den Nagel hängen.

Worum geht es?

Ich möchte auf einen Artikel aufmerksam machen, der sich mit dem sogenannten  „politischen Islam“ beschäftigt – nüchtern, sachlich, ohne unnötige Polemik, dafür sehr,  kenntnisreich:

Kalter Schnee, helles Licht, nasses Wasser, politischer Islam

Daraus diese einleitenden Absätze:

Die französische, englische oder auch deutsche Islamkritik steht erst ganz am Anfang, jedenfalls was die allgemeine Besprechbarkeit betrifft, nicht zuletzt heißt das: was in Presse und Funk publiziert wird und was in den Parlamenten, universitären Hörsälen und öffentlich-schulischen Klassenzimmern zum Islam zur Sprache kommen darf.

Denn dass es Kenner des Islam gab und gibt, ist leider nach wie vor weniger von – allerdings, von politischer – Bedeutung. Dort nämlich, wo sich Tilman Nagel seit wenigen Jahrzehnten aufhält oder Ignaz Goldziher sich vor vielen Jahrzehnten befunden hat, dort im Bereich der Kenntnis zum Islam steht die – allerdings, die politische – deutsche Öffentlichkeit noch nicht. Schon eher verhält es sich so, dass jeder die universell-menschenrechtswidrigen und überhaupt den Bürgerbegriff (citoyen, citoyenne) aushebelnden Fakten nennende Kritiker Zensur erlebt – nichtabgedruckte Leserbriefe, weggerissene Mikrofone, die hastige Distanzierung des Moderators, eisiges Schweigen –, sobald es nicht um den Taoismus, nicht den Hinduismus, nicht die Bahai, sondern sobald es um die Religion nach Koran und Sunna geht, um den Islam.

 

Ja, es gibt diese Kenner, und ja, „man“ könnte sich ohne Mühe umfassend informieren, aber „man“, speziell unsere Regierung zieht es vor, sich mit den Herren der Dithib oder mit dem „Zentralrat der Muslime in Form von Herrn Mazyek“ zusammen zu setzen und sich Sand in die Augen streuen und Bohnen in die Ohren stopfen zu lassen. „Nichts hören, nichts sehen und bitte auch nichts sagen“ ist die Devise, denn jede auch nur ansatzweise kritische Äußerung zum Islam könnte ja die muslimische Gemeinschaft in Deutschland beleidigen, da nimmt „man“ es lieber in Kauf, dass die nicht-muslimische Bevölkerung „dumm“ bleibt, die Erkenntnisse  über den Islam könnten ja die Menschen hierzulande verunsichern. Und diejenigen, die nicht länger im Tal der Ahnungslosigkeit verharren und darum warnend ihre Stimme erheben, die schiebt man ab und hängt ihnen das schöne Schild „Rassist“ oder wahlweise „islamophob“ um den Hals und stellt sie in die Schmuddelecke  namens  „Rechts“.

Sehr geschickt ist auch die Taktik, islamische Erscheinungsformen von der „Urfom Islam“ zu lösen und in „lieb und friedlich“ und „islamistisch und gefährlich“ zu zerlegen. Selbstverständlich gibt es in Deutschland vor allem und überwiegend den „friedlichen Islam“, sagen die Islamverbände und die Unkundigen stimmen ihnen zu. Man räumt zwar ein, dass Salafisten nun nicht gerade zu den freundlichen Vertretern der Religion des Friedens gehören, aber im Prinzip dürfen wir uns beruhigt zurück legen und darauf vertrauen, dass „wir“ von ihnen solange nichts zu befürchten haben, wie wir uns nur anständig – sprich: unterwürfig – gegenüber dem Islam im Allgemeinen verhalten und mehr und mehr schariakonforme Regeln beachten, Kopftücher nicht länger beklagen, auf Schweinefleisch in Mensen und Kantinen verzichten, Frauenbadetage in streng abgeschirmten öffentlichen Schwimmbädern für „menschenfreundlich“ halten und es normal finden,  dass muslimische Frauen in ihren Herkunftsländern weniger Rechte haben und deshalb auch in Deutschland unterdrückt werden können. Die Liste ließe sich locker erweitern.

Jacques Auvergne beschreibt es so:

Um nur ja das Heilsobjekt Islam nicht zu beflecken, redet man um das Thema herum. Man versteckt sich hinter hastig aufgefalteten und bunt angemalten Kulissen wie „Salafismus“, die Anhänger leben islamisch-urgemeindlich (vor 855 d. allgemeinen Zeitrechnung), ausgerichtet am für jeden Muslim vorbildlichen frühen Islam, oder „Wahhabismus“, de facto ist das der Fiqh nach Ibn Hanbal, echter sunnitischer Islam. Oder man tut alarmiert über den geisterhaft bleibenden „Islamismus“, ein Begriff, zu dem Tilman Nagel nüchtern feststellte: „Eine Unterscheidung von Islam und Islamismus ist ohne Erkenntniswert: Sie sind so lange nicht voneinander zu trennen, wie Koran und Sunna als absolut und für alle Zeiten wahr ausgegeben werden.“

2017 sprechen zwei deutsche Lager empört vom „politischen Islam“. Einerseits die oft der SPD oder noch öfter Bündnis 90/Die Grünen zurechenbaren wohlstandsverwöhnten Kirchenkritiker oder Sonnenscheinatheisten, auf der anderen Seite finden sich Nationalisten oder sonstige Gegenmodernisten. Jene, gerne organisiert in hpd und gbs, argumentieren dann und wann schon mal ein bisschen gegen Beschneidung oder Kopftuch und benötigen, um über das eigentliche Problem, über den Islam nur ja nicht reden zu müssen, seit fünf Jahren eine nicht ernst zu nehmende Schreckgestalt, ihren Popanz namens Islamismus oder politischer Islam. Mit der Bemerkung, dass man ja den weltweiten „Humanismus“ unterstütze und grundsätzlich gegen jede Religion sei, versucht der zeitgenössische Schönwettergottlose sich aus der Islamdebatte herauszuwinden:

 

Ich beklage schon seit Jahren, dass  die öffentliche Auseinandersetzung mit dem Islam nicht geführt wird, Politiker sich ausschweigen und  Kirchenführer vielmehr beschönigend von den „Gemeinsamkeiten“ reden, die Juden, Christen und Muslime doch in den drei abrahamitischen Religionen hätten: „Wir beten doch alle zum gleichen Gott.“ ist eine beliebte Floskel. Aber ist das so? Kennen sie ihren Katechismus nicht? Spätestens mit dem Apostolischen Glaubensbekenntnis hört doch die Gemeinsamkeit auf… aber vermutlich wird das demnächst  ins Archiv der theologischen Erkenntnis abgeschoben, wer glaubt denn noch an Jungfrauengeburt oder an die Gottessohnschaft Jesu und die  Auferstehung von den Toten? Da kann man als doch gleich die muslimische Lesart von „Isa“ übernehmen oder als Christ verzweifelt und gemeinsam mit  Juden auf das Erscheinen des Messias hoffen….  Denn während Christen die „Hebräische Bibel“ – das „Alte Testament“ – als für Christen verbindliche Offenbarung Gottes erkennen, der das „Neue Testament“ als Fortschreibung der Heilsgeschichte folgt, bezichtigt der Koran Juden und Christen der Verfälschung der göttlichen Offenbarung, um klar zu stellen, dass nunmehr nur der Koran das letztgültige Wort Allahs sei, dem sich alle Menschen zu unterwerfen haben und betreibt selbst in unverschämter Weise die Fälschung der biblischen Botschaft im Sinne der neuen, von Mohammed gegebenen Interpretation biblischer Quellen. Aber ich lenke vom Thema ab….

Der Islam, schreibt  Auvergne,  ist untrennbar mit den archaischen Regeln verbunden, die der Kriegsherr und Religionserfinder Mohammed vor 1400 Jahren aufstellte. Der Autor erinnert an den Ursprung mit wenigen Sätzen:

 Im Jahre 627 wurden alle Männer des Stammes Banu Quraiza, einer der drei jüdischen Stämme der Stadt Yathrib nachmalig Medina, mit Zustimmung und unter Aufsicht des Propheten getötet, die Frauen und Kinder auf dem Sklavenmarkt verkauft. Mohammeds Gemeindeordnung von Medina oder Verfassung von Medina schuf keine multikulturelle und multireligiöse Heiterkeit, sondern die Herrschaft der Muslime über die Nichtmuslime. Bis heute gilt Mohammed, der zeit seines Lebens mehr als 60 Kriege führte, als das durch jeden Muslim unbedingt nachzuahmende Vorbild. Von einem politischen Mohammed zu reden ist ein Pleonasmus, den sich die kulturelle Moderne, anders gesagt den sich die an ihrer Abschaffung nicht interessierte freiheitliche Demokratie nicht leisten sollte.

Denn Islam bedeutet Herrschaft und Unterwerfung ….  und so schließt auch der Text:

Nach Koran und Sunna ist der Mensch gar nicht zur Herrschaft befugt, vielmehr muss er den Gesetzgeber, Allah, als König einsetzen: politischer geht es nicht. Eine unpolitische Religion in Wortwörtlichkeit zu Sure und Hadith gibt es nicht, die buchstabengetreue Lesart ist dem Mufti, Scheich und dem muslimischen Endanwender Pflicht.

Kalter Schnee, helles Licht, nasses Wasser, politischer Islam. Gemäß Hadith und Idschma, dem Konsensus der islamischen Rechtsgelehrten (wir erinnern uns: Ulama, Sg. Alim), ist der Abfall vom Islam mit der Todesstrafe zu ahnden, das sagt nicht der „politische Islam“ sondern der Islam. Seit 14 Jahrhunderten bedroht einen jeden Murtadd (vgl. ridda, Islamapostasie) nicht der politische Islam oder der Islamismus, sondern der Islam.

Als Islamkritiker oder als Ex-Muslim erspare man der Öffentlichkeit, den mutigen muslimischen Säkularen und nicht zuletzt den weltweit der Scharia keineswegs zu unterwerfenden muslimischen Frauen und Kindern daher das Gerede vom „political Islam“ oder „politischen Islam“ und nenne das zivilisatorische und juristische, nicht zuletzt frauenrechtliche Problem Nummer Eins bei seinem Namen.

Islam.

 

Reden wir über den Islam. Kritisch. Offen. Ohne Furcht. Aufrecht, nicht unterwürfig.

 

 

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Kommentare»

1. Jacques Auvergne - 31. März, 2018

„Reden wir über den Islam. Kritisch. Offen. Ohne Furcht. Aufrecht, nicht unterwürfig.“

– dem ist nichts hinzuzufügen.

Jacques Auvergne


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