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„Alle wissen das“ … aber alle liegen falsch 17. April, 2019

Posted by Rika in aktuell.
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Ein zu wichtiger Text, um ihn zu übergehen, weil ich noch nicht wieder selbst geschrieben habe… Meine Befindlichkeit, respektive die meines Beines wird demnächst Thema sein, versprochen.

abseits vom mainstream - heplev

Vic Rosenthal, Abu Yehuda, 12. April 2019

Ich weiß nicht, wie oft ich es erlebt habe, dass Judäa und Samaria als „besetzte Palästinensergebiete“ bezeichnet und jüdische Siedlungen dort „nach internationalem Recht illegal“ genannt wurden. Aber die Gebiete sind nicht „palästinensisch“, sie sind nicht „besetzt“, jüdische Gemeinden dort sind nicht illegal und Israel unterdrückt keine Millionen Palästinenser, die auch dort leben.

Premierminister Netanyahus Versprechen Israels Souveränität auf die Siedlungen auszuweiten – übrigens nicht, „die Westbank zu annektieren“, wie so viele Schlagzeilen behaupten – hat die Debatte über diese Themen wieder angeheizt. Aber es hat sich nichts verändert. Hier ein paar beliebte, aber falsche Aussagen zu Judäa/Samaria und die jüdischen Gemeinden, die dort gegründet wurden:

1. Die „Westbank“ ist „palästinensisches Land“, das Israel besetzt hält

Judäa und Samaria waren, wie der Rest von Israel und Jordanien, vom 16. Jahrhundert bis zum Ende des Ersten Weltkriegs Teil des Osmanischen Reichs. Nach dem Krieg…

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Knabenchöre sollen endlich auch Mädchen zugänglich sein… 14. Februar, 2019

Posted by Rika in aktuell, emanzipation, gesellschaft, meine persönliche presseschau, politik.
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fordert eine Berliner Rechtsanwältin wie das Online-Magazin „Evangelisch“ berichtet.

Rechtsanwältin: Knabenchöre verstoßen gegen Gleichberechtigung

Wenn Mädchen keinen Zugang zu bekannten Knabenchören hätten, die staatlich gefördert würden, sei dies eine Diskriminierung nach Artikel 3, Abs. 3 der Verfassung, der Benachteiligung aufgrund des Geschlechts verbietet, sagte die Juristin dem Evangelischen Pressedienst (epd). Bräcklein beschäftigt sich derzeit mit Fällen, bei denen Mädchen von Spitzenchören abgelehnt wurden, darunter der Leipziger Thomanerchor.

 

Ich bin sehr für die Gleichberechtigung, wirklich.

Aber aus Prinzip die Spezialisierung in Knaben-  und Mädchenchöre aufzuheben, geht doch an dem Thema schlichtweg vorbei. Gäbe es für Mädchen überhaupt keine Möglichkeit, sich in Chören zu organisieren – oder wäre der weibliche Gesang gar verboten, wie etwa in Iran, könnte ich die Aufregung ja noch verstehen, aber so? Gut, sie führt als Argument an, dass die Chöre öffentlich gefördert würden und von daher der Gleichheitsgrundsatz gewahrt sein müsse. Dennoch  habe ich den Eindruck, dass die Anwältin eine richtig gute Möglichkeit entdeckt hat,  zusätzliches Einkommen zu generieren, indem sie nämlich Klage führt gegen Chöre aller Art, die bei öffentlicher Förderung dem scheinbaren Grundsatz von „Gleichberechtigung“ widersprechen.

Zu Frau Bräckleins Gunsten mag man vermuten, dass die Dame nicht zu dem Kreis von Experten im Musikleben gehört, die am Klang eines Chores bereits erkennen können, ob es die Thomaner aus Leipzig, oder die Spatzen aus Regensburg oder die Knaben aus Wien sind, die vielstimmig herrliche Chorwerke intonieren. Ich gebe zu, ich gehöre auch nicht zu dem erlesenen Kreis der Spezialisten, aber ich kann deutlich einen Knabenchor von einem Mädchenchor unterscheiden – und Mädchenchöre gibt es doch auch. Und wenn wir schon vom Gleichheitsgrundsatz reden, der Mädchenchor Hannover wird auch öffentlich gefördert und mir ist nicht bekannt, dass Knaben begehren, dem Chor anzugehören, damit die Gleichberechtigung gewahrt ist.

Die Geschlechter bedingte Spezialisierung der Chöre endet ja nicht mit der Pubertät oder dem Stimmbruch der Knaben. Ich zum Beispiel habe jahrelang in einem „Gemischten Chor“ gesungen, der wiederum eine andere Klangfarbe hatte als der Jugendchor, in dem ich auch etliche Jahre begeistert sang. In meiner Gemeinde gab es neben diesen beiden Chören einen ganz wunderbaren Männerchor – der klag zwar nicht wie der Chor die Don-Kosaken, stellte aber manches Mal den Gemischten Chor in den Schatten, weil , ja weil Männerchöre einfach ganz anders  und auch manche Lieder eben nur von einem Männerchor richtig gut klingen. Neben dem Gemischten-, dem Jugend- und dem Männerchor spielte auch der Posaunenchor eine wichtige Rolle im Gemeindeleben. Wenig  klingt so gewaltig und erhebend wie der vom Posaunenchor geblasene Lobpreis „Großer Gott wir loben dich…“ Mir jedenfalls liefen dann immer die Tränen – was allerdings nicht unbedingt als Kriterium taugt, weil mir schnell mal die Tränen fließen.

Wie nun, dachte ich angesichts des oben angeführten Artikels, mögen sich Cellisten diskriminiert fühlen, weil sie nicht im Posaunenchor mitspielen dürfen – wobei ja auch der Ausdruck „Posaunenchor“ schon diskriminierend ist, erklingen doch auch Trompeten, diverse Hörner und die dicke Tuba im Posaunenchor, warum mancherorts besser vom Bläserchor gesprochen wird, besonders, wenn auch Flöten, Klarinetten, und Oboen mitwirken – aber, wie gesagt, eben keine Geigen oder Celli, Kontrabässe oder Harfen.  Das Gefüge aus all diesen Instrumenten nennt man darum ja auch Orchester…

Doch auch in anderen Sparten des gesellschaftlichen Lebens gibt es die strenge Teilung nach männlich – weiblich. Besonders gut kann man das bei beliebten Sportarten feststellen, jetzt im Winter zum Beispiel bei den Skirennen und den Biathlonwettkämpfen, den Bob- und Rodelwettbewerben. Zwar gibt es auch Mixed-Mannschafts-Wettkämpfe, aber selbst die sehen nicht so aus, dass Männer gegen Frauen antreten und umgekehrt. In den Teamwettbewerben zählen dann nämlich die Einzelergebnisse der männlichen und weiblichen Sportler in der Summe als Mannschaftsergebnis.

Die Gleichberechtigung wird durch diese Form der  Aufteilung nicht infrage gestellt.

Das würde geschehen, ich deutete es schon an, wenn es aufgrund des Geschlechts einem Mädchen oder Jungen, einer Frau oder einem Mann generell verboten wäre, einer Sportart oder einem Hobby wie dem Singen und Musizieren nachzukommen.

Gar noch nicht in den Überlegungen der Anwältin ist das Thema Teilhabe angesprochen, Inclusion nämlich, die sich ja nicht nur auf Bildungseinrichtungen und Berufstätigkeit bezieht…. DAS wäre im Hinblick auf Chöre und Sport ein neues, riesiges Gebiet… wenn eben nicht mehr „Special-Olympics“ – die ich außerordentlich gut finde, ausreichen würden, um dem Gleichheitsgebot zu entsprechen….  Das mag ich  mir gar nicht vorstellen…

Aber vielleicht, so denke ich etwas sarkastisch, entspricht die Forderung der Anwältin einem neuen Trend im Kampf um die Gleichberechtigung von Frauen – konnte man in diesen Tagen doch lesen, dass die Brandenburger zukünftig die Zusammensetzung ihres Parlaments streng danach ausrichten, dass in den Parteien beide  Geschlechter bei der Aufstellung der Kandidaten für die Landtagswahl in gleicher Anzahl berücksichtigen müssen.

So stellt sich mir (Achtung, Ironie) allerdings angesichts von Binnensternen und Toiletten mit der Aufschrift „divers“ die Frage, wie lange dieser soeben postulierte Grundsatz noch zu halten sein wird…..

Und noch ein paar Gedankenzüge weiter könnte dann eine Differenzierung nach Religionszugehörigkeit notwendig werden, damit sich nur ja niemand aufgrund seiner ausgeübten Religion oder seines  bekennenden Atheismus  ausgegrenzt fühlt und sich damit eine weitere Gerechtigkeitslücke in Sachen  Gleichberechtigung  auftut.

Mir – und sicher den meisten Leuten die hier lesen – würden noch unglaublich viele weitere Lücken einfallen, die dringend geschlossen werden müssten…. wenn ich es mir so richtig überlege….

 

 

 

……

Nobel, nobel…. 7. Februar, 2019

Posted by Rika in aktuell, gesellschaft, politik.
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Immer wenn man denkt es geht nicht mehr…“

Im besten Fall ergänzt man diesen Satz mit: „kommt von irgendwo ein Lichtlein her.“

Im weitaus schlechteren Fall führt man ihn auf diese Weise zu Ende: „tiefer, kommt irgendjemand daher, der den Beweis antritt, dass ein Abgrund von  xxxxheit unendlich sein kann.“

 

Ich dachte ja wirklich, dass der Hype um eine schwedische Vestalin im Tempel des Grünen Klimagötzenkults und Ritterin im  Klimakatastrophenabwehrkampf endlich abklingen würde und man zwar langsam, aber doch sicher, zur Vernunft und damit auch zu einer an der Realität ausgerichteten Tagespolitik zurückkehren würde.

Und natürlich glaubte und hoffte ich auch, dass das für Wahlkämpfe wunderbar geeignete prima-klima-Thema nicht länger die tatsächlichen Probleme „nur“ unseres Landes überdecken würde,so dass man zur Sacharbeit über die Fragen der Gegenwart zurückkehren können  könnte … ich habe ja schon vorsichtshalber den Konjunktiv gewählt…. Und mit Gegenwart meine ich tatsächlich die überschaubare Zeit dieser gar nicht mehr so langen Legislatur. Die Fragen nach Soli, Renten, Pflege, Bildung, Wohnen, nach Staatsschulden und Süd-oder Westlink sind doch gar nicht oder nur unzureichend geklärt und auch beantwortet, dabei habe ich noch  überaus viele Baustellen,  die echten auf den Straßen, an Brücken, Deichen, Tunneln, Schienennetz, wie die metaphorisch „Bau und Umbau“ genannten, und darin befindlichen gesellschaftlichen Veränderungen doch noch gar nicht mit aufgezählt.

„Es gibt viel zu tun, packen wir’s an“  war ein ebenfalls sehr beliebter Satz wie der mit dem Lichtlein, das irgendwo aufscheinen wird.  Leider ist aus dem „packen wir’s an“  ein „wir schaffen das“ gemacht worden – aber ohne die Aufforderung zum zielstrebigen Handeln. Das, zielstrebiges Handeln,  so scheint mir, ist dieser Regierung und den sie tragenden Parteien aus CDUCSU und SPD, sowie den ihr zuarbeitenden  ideologischen Stichwortgebern der Grünen und in bescheidenerem Umfang auch der Roten und der FDP aber bisher überhaupt nicht gelungen, ja, ich frage mich, ob sie zu zielstrebigem Handeln abseits der Zerstörung der Energieversorgung und der davon abhängigen Industrien dazu überhaupt in der Lage sind. Über das immer noch nicht gelöste  und darum umso schwerer wiegende Problem der Integration der vielen aus einem archaisch anmutenden Kulturkreis stammenden Neubürger, will ich gar nicht erst reden. Da setzt sich doch das Versagen seit vielen, vielen Jahren fort, exemplarisch besonders gut zu bewundern in Berlin. Besser informierte und gebildetere Leute, als ich es bin, schreiben darüber Bücher, die die Verantwortlichen doch sowieso als „nicht hilfreich“ bezeichnen würden  und halten Vorträge, die aber im Raum verhallen, ohne befolgt zu werden.

Ich belasse es bei dieser höchst unvollständigen Auflistung meiner Anmerkungen zu dem oben geschriebenen Satz, den ich hier aber gerne noch einmal wiederholen möchte:

Immer wenn man denkt es geht nicht mehr tiefer, kommt irgendjemand daher, der den Beweis antritt, dass ein Abgrund von  xxxxheit unendlich sein kann.

Über den neuerlichen Beweis der Unendlichkeit der menschlichen Weisheit und Vernunft berichtet  Kolja Zydatiss auf der ACHSE DES GUTEN.

Sein schöner Artikel trägt den Titel: „Ein Leben ohne Greta ist möglich, aber sinnlos„.

Ich empfehle  sehr ihn zu lesen!

Darin findet sich diese informative Aussage:

Die besagte Jugendliche soll nun zwar kein eigenes Museum aber eine der höchstmöglichen Weihen unserer klimabesorgten Gesellschaft bekommen und ist für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen worden. Eine solche Nominierung darf nicht jeder Krethi und Plethi vornehmen, aber „alle Mitglieder der Regierung oder des Parlamentes eines souveränen Staates“ (Wikipedia). Die Grüne Bundestagsabgeordnete Lisa Badum, die laut SWR3.de als „Klimaexpertin der Partei gilt“, hat jetzt von diesem Recht Gebrauch gemacht und die junge Aktivistin offiziell für die Auszeichnung benannt.

 

Mit „besagter Jugendlichen“ ist Greta Thunberg gemeint, die neue Heilsbringerin der Klimakathastrophenabwehrgesellschaft, eben jene Vestalin aus Schweden, siehe oben.

Im Artikel bei ACHGUT sind  Links eingestellt, die weitere wichtige Informationen bereit halten.

LESEN BITTE !

Nur zu, packt es an…. Ihr schafft das.

 

Rika im Dschungelcamp…. 6. Februar, 2019

Posted by Rika in aktuell, aus meinem kramladen.
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HOLT MICH HIER RAUS ….!

Nanu, werden sich die geneigten Leser dieses kleinen Blogs verwundert die Augen reiben, seit wann gehört denn die liebe Rika zu den – sagen wir mal –  D – Z-Promis, denen die Ehre zukommt, sich auf eigene seelische Kosten im Dschungelcamp gründlichst durch den Kakao (wenn es nur der wäre, habe ich mir sagen lassen) und andere Widerwärtigkeiten ziehen zu lassen zum Gaudi eines atemlos auf Sensationen hoffenden Publikums.

Nun, ich gehöre ja weder zu den Promis von A bis Z, noch bin ich durch Losentscheid  im Dschungelcamp der Unterhaltungsindustrie gelandet.

Gleichwohl fühle ich mich wie im Dschungel –    und mein derzeitiger, überwiegend belegter  Aufenthaltsraum  hat auch so ein bisschen etwas von einem Camp, wird doch die eigentliche Nutzung des Arbeitszimmers des Liebsten durch mich in meinem Pflegebett ein wenig eingeschränkt und das Zimmer gleicht  in der Tat einem provisorisch aufgeschlagenen Camp, das die Bewohnerin auf Zeit  zur Wiederherstellung ihrer körperlichen vollständigen Bewegungsfreiheit nutzt.

So, nun aber genug der langen Vorrede.

Ich hatte ja einigermaßen ausführlich über den kleinen Unfall am letzten Tag unseres Skiurlaubs berichtet, dessen Folge  sich allerdings bei näherer Betrachtung durch ein Röntgengerät als kapitaler Beinbruch erwies.

Ich hatte auch in einem Nebensatz angedeutet, dass ich zu einem späteren Zeitpunkt über das schreiben würde, was mir im Krankenhaus als „REHA“ verkauft wurde durch die sehr nette junge Frau des Sozialdienstes. Ich kann nur vermuten, dass dieser das Wort ‚REHA‘ einfach viel leichter über die Lippen kommt als der etwas sperrige Ausdruck „Anschlussheilbehandlung“.  Das, eine Anschlussheilbehandlung war es aber, die sie mit unserer Zustimmung für uns beantragte, allerdings OHNE uns darüber zu informieren, dass mir bei Inanspruchnahme keine weitere REHA – und damit ist wirklich eine REHA gemeint, zustehen würde. Mein leises Murren und scheues Nachfragen was um alles in der Welt ich in einer REHA sollte, nur 14 Tage nach Bruch und Operation und mit der ausdrücklichen Einschränkung mein Bein nur mit 15 kg belasten zu dürfen, wurde aber nicht  gehört. Wie, so stellte ich mir nämlich vor, sollte ich denn an den gepriesenen Segnungen von Massagen, Krankengymnastik und Solebädern teilnehmen können, wenn ich zum aktuellen Zeitraum nur mühsam und unter Schmerzen so gerade eben den Weg vom Bett zur Toilette und zurück mit Hilfe des Gehbocks schaffen konnte – den Gehbock haben sie mir dann auch noch weggenommen und ich musste den halsbrecherischen Gang nur mit den Gehhilfen antreten, wobei der Gang selbst gar nicht das Problem war  (das Laufen beherrsche ich noch aus ehedem notwendigem Gebrauch der allgemein als Krücken bekannten Hilfsmittel perfekt),  aber das Niedersetzen und Aufstehen vom Thron mit einzig den Krücken als Halt eine überaus wackelige und auch rutschgefährdete Angelegenheit war.

Es schien, als habe eine Freundin auf geheimnisvollen Wegen mein Klagen vernommen, sie rief den Liebsten an und fragte: „Sag mal, was soll denn die Rika in der REHA? Der Bruch ist ja noch gar nicht verheilt!!!“ Womit sie zweifellos Recht hatte, was zu meinem Glück auch der Liebste einsah und  liebevoll anregte, doch mal den behandelnden Arzt zu fragen…. Die Sache mit der „REHA“ hatte ja der Sozialdienst in die Hände genommen, ein Arzt, so kam es mir vor, war an der Sache gar nicht beteiligt  –  sieht man von der Unterschrift eines Mediziners auf dem Antragsformular mal ab – denn mit mir hatte keiner aus dem Ärzteteam darüber gesprochen.  Als ich nun so in meinem Murren gestärkt am nächsten Tag dem Chefarzt mitteilte, dass ich sehr verunsichert sei hinsichtlich der „REHA“, meinte der nur trocken: “ Was wollen Sie denn in der REHA, Sie können das Bein doch nur mit 15 kg belasten. Das ist doch totaler Quatsch!“

Meine Rede!

Also stoppten wir die Überführung in die „REHA“ und ich wurde stattdessen nach Hause entlassen. Im Nachhinein erweist sich nun diese Entlassung als schwerwiegender Fehler, wie hier noch näher erläutert werden wird.

Zu Hause hatte der Liebste  alles für mein Wohlergehen vorbereitet, einem guten Fortgang der Genesung stand nichts mehr im Wege, zumal auch die Physiotherapeutin zuverlässig und professionell hier bei uns ihrer Arbeit an meinem Bein nachging, bzw. nachgeht.

Auf Anraten der Freunde, die uns auch die von ihnen selbst in Anspruch genommene  REHA-Klinik empfohlen hatten, setzte sich der Liebste alsbald mit der Klinik in Verbindung und erfuhr, dass diverse Anträge – vom behandelnden Arzt befürwortet und unterschrieben – bei der zuständigen Krankenkasse einzureichen und nach Genehmigung an die Klinik weiterzuleiten seien.

Gleichzeitig hatten die Freunde mir geraten, mich  vorsorglich  nach einem möglichen Termin zu erkundigen und für alle Fälle  auch vormerken zu lassen. Frohgemut und hochmotiviert rief an…. und geriet an eine Dame, die, einem Zerberus nicht unähnlich, mit größtmöglicher Abweisung in der Stimme meine schüchterne Anfrage dahin gehend beantwortete, dass das ganz und gar unmöglich sei, was mir überhaupt einfiele, ob ich anderen Leuten zuerst einen Platz wegnehmen wolle und dann am Ende gar nicht kommen würde!  Ich war bedient,  frustriert und verkündete meinem verdattert dreinblickenden Liebsten – ich ebenfalls einem zu allem entschlossenen Würgeengel nicht unähnlich – dass ich nie und nimmer und auf gar keinen Fall in eine Klinik gehen würde, in der Angestellte auf eine schlichte Anfrage in so üblem Ton mit „kranken und alten“ Menschen redeten.

Der Liebste war verstört und teilte diese wenig schöne Entwicklung den Freunden bei nächster sich bietender Gelegenheit mit.   Und wieder wurde telefoniert, diesmal mit mir direkt. Ich hatte mich aber inzwischen beruhigt und erklärte mit gelassener Heiterkeit, dass ich natürlich in die vielgepriesene Klinik gehen wolle.

Nun, das Ende der angesagten Zeit in der mein Knochen ausreichend verheilt sein müsste, ist langsam in Sicht. Mein wunderbarer Mann hatte inzwischen Berge von Unterlagen ausgefüllt und an diverse Stellen verschickt. Heute Morgen rief er in der REHA-Klinik an, um vorsichtig (gebranntes Kind scheut Feuer) nachzufragen, in welchem Zeitraum ich die REHA antreten könne.

Ob ich denn schon angemeldet sei, wurde er gefragt. Wie, angemeldet? Ja, ob denn das Krankenhaus mich schon als REHA-Anwärterin angemeldet habe. Wieso Krankenhaus? Für die Weiterreichung eines Patienten vom Krankenhaus an die REHA-Klinik sei das Krankenhaus zuständig, nicht irgendeine  Privatperson, wurde  dem Liebsten beschieden.

Am Telefon kann man so komplizierte Sachverhalte nicht klären. Also nahm der beste Pfleger der Welt seinen Berg an Anträgen und Papieren (zum Glück hatte er ja sämtliche Formulare kopiert) und fuhr stante pede ins Krankenhaus. Die nette Sachbearbeiterin, die mich in die von ihr „REHA“ genannte Anschlussheilbehandlung schicken wollte, war nicht erreichbar. Das wiederum erwies sich ausnahmsweise als Glücksfall, traf der Liebste doch ihre Kollegin im Nebenzimmer an, schon etwas älter, sehr freundlich und sehr erfahren. Diese nette Dame – und sie war wirklich sehr nett – eröffnete meinem armen Mann zunächst, dass das Krankenhaus, da ich ja entlassen worden sei, gar nicht mehr für mich zuständig sei.  Der Antrag auf die REHA hätte noch während meines dortigen Aufenthaltes gestellt werden müssen. (Das aber hatte die junge Mitarbeiterin wohl übersehen.)

Nun schien guter Rat teuer. Aber da die freundliche Dame nicht nur freundlich, sondern auch mit allen Abläufen solcher Anträge, Überweisungen und was weiß ich noch bestens vertraut war, gab sie dem ratlosen Bittsteller einen Laufzettel mit, auf dem alle nun notwendigen Schritte aufgeführt waren.  Arzt = Antrag …. Krankenkasse = Genehmigung…. REHA-Klinik = Terminabfrage.

Also wieder telefonieren …  (den Arzt können wir erst morgen erreichen, Mittwochnachmittag hat die Praxis zu) … mit der Krankenkasse … Erfolg = morgen sollen wir die genehmigten Unterlagen, die der Liebste ja schon eingereicht hatte, zurückbekommen und dann so schnell wie möglich bei der Klinik einreichen, aber unbedingt die Klinik anrufen und doch noch einmal eine Terminklärung versuchen.

Ergebnis: Ja, man würde mich natürlich gerne aufnehmen, ab Ende März sei damit zu rechnen…

Ich glaube, meinen Brülll hätte man beinahe von hier bis Tokio hören können, zumindest aber im Nachbarhaus… Zum Glück hatte der Liebste aber da schon den Hörer aufgelegt.

Erklärung: Ich bin eigentlich ein sehr ungeduldiger Mensch – leider – und immer schon gewesen – auch leider! Aber ich habe geduldig meinem Bein das Heilwerden zugebilligt, immer mit der Aussicht, bald wieder ganz fit zu sein…  Eine Terminzusage für Ende März hat meine Geduld aber einfach nicht ausgehalten….

Da wird man ja wohl mal brüllen dürfen.

 

 

 

 

Die Jubiläumsfeier des Dlfs und Ulrich Sahms notwendige Korrektur… 4. Februar, 2019

Posted by Rika in aktuell, fatah, gesellschaft, hamas, israel, israelkritik, medien, plo, politik, presse, terrorismus.
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Dass ich in früheren Jahren eine begeisterte Hörerin des Deutschlandfunks war, habe ich schon verschiedentlich anklingen lassen, ebenso, dass diese Begeisterung in zunehmende Irritation umgeschlagen und schließlich einer sehr kritischen Haltung gewichen ist.

Nicht nur, aber doch ausschlaggebend für diese tiefgreifende Veränderung  von Begeisterung zur kritischen Ablehnung ist die Berichterstattung oder Kommentierung der Nachrichten aus und über Israel, seine Regierung, seine Bewohner – verbunden mit einer mich immer zur Verzweifelung treibenden, nahezu kritiklosen Berichterstattung über Fatah, PLO, Abbas, Hamas, Hisbollah und den Terror, der von diesen ausgeht und immer wieder verharmlosend als „Widerstand gegen die Besatzung“ nicht nur schön geredet, sondern geradezu verständnisvoll als „berechtigt“ gut geheißen und unterstützt wird.

Der arabische Terror gegen Israel reicht  sehr weit vor die eigentliche Staatsgründung zurück. Er ist zwar gut dokumentiert, wird aber heutzutage immer als Reaktion auf die größer werdende  jüdische Bevölkerung in dem zunächst von den Osmanen beherrschten, dann unter dem Mandat der Briten stehenden Gebiet „Palästina“ verstanden und so auch von vielen politischen und medialen Meinungsmachern „israelkritisch“  betrachtet.

Mit, bzw. nach  dem Sieg des Staates Israel 1967 –  im eigentlich,   von den arabischen Staaten geplanten Krieges zur  Vernichtung   Israels –   änderte sich die Begrifflichkeit.  Aus Arabern wurde aus propagandistischen Gründen und zur Abgrenzung von den ringsum bereits bestehenden arabischen Staaten das „Volk der Palästinenser„. Maßgeblich beteiligt an diesem raffinierten Schachzug war der bis dahin wenig bekannte  Jassir Arrafat, ein Meister der Taktik aus Schmeichelei, Lügen, Täuschung und fürchterlichem Terror.

Seinen Aufstieg zum Leader der arabischen (palästinensischen) Widerstands- und Terrororganisation PLO feiert nun der Deutschlandfunk in einem Arafat gewidmenten „Special“.

Wie nicht anders zu erwarten zeigt der Dlf in der Jubiläumsausgabe für einen Mörder und Terroristen eine ebenfalls beachtliche Meisterschaft in der „Taktik der Täuschung und Lüge“ durch Weglasssen von Fakten, Hinzufügen von sentimentalen, märchenhaften Tönen, dem Auslassen wirklicher Kritik an der Strategie und Kriegsführung des oben zurecht so genannten Terrorchef Arafat.

Ich habe den Bericht nicht live gehört, aber die Mitschrift gelesen.

Und ich bin froh, dass ich das im zeitlichen Abstand getan habe – meinem Blutdruck bekommt dieser Text nicht, wieviel weniger erst die Live-Berichterstattung.

Zum Glück hat sich ULRICH SAHM  dieser angenommen. Mit seiner Zustimmung  kopiere ich seine Sicht auf die Dinge auf seiner Facebook-Seite vollständig hierher,

Ulrich Sahms Text:

 

„Der Deutschlandfunk hat eine Huldigung Jassir Arafats als „Freiheitskämpfer, Terrorist, Realist“ veröffentlicht. Anlass war das 50-jährige Jubiläum von Arafats Wahl zum PLO-Chef. In dem Bericht heißt es: „Vor allem die verheerende Niederlage gegen Israel im 6-Tage-Krieg 1967 ließ in den Palästinensern eine neue Einsicht entstehen“, so Muriel Asseburg von der Stiftung Wissenschaft und Politik.
Doch „Palästinenser“ gibt es erst seit 1968, nachdem Arafat die PLO-Charta neu formuliert hatte. Geschichtsklitternd geht es weiter. Ohne Datum und Quellenangabe wird zitiert: „Und natürlich die Veränderung, die mit dem Krieg 1967 einherging, nämlich die Besetzung der palästinensischen Gebiete und damit dann der Anreiz, den Widerstand gegen diese Besetzung in den palästinensischen Gebieten, die damals besetzt worden sind, aufzubauen.“ Vergessen ist dort, dass bis 1967 niemand von „palästinensischen Gebieten“ sprach, als die West Bank noch von Jordanien besetzt und annektiert war, während der Gazastreifen von Ägypten „verwaltet“ wurde. Vergessen auch das Attentat von München, als die Terroristen von Jassir Arafats PLO die israelischen Sportler gefoltert und verstümmelt haben, bevor sie sie ermordeten. Alles nur „Widerstand gegen Besetzung“?
Weiter werden zwei Reden Arafats vor der UNO beschrieben, kein Wort aber zu den Terroranschlägen und Selbstmordattentaten, deren Finanzierung Arafat mit seiner Unterschrift bestätigt hat. Kein Wort zu der 2. Intifada, die Arafat ab Mai 2000 geplant hat und im Herbst 2000 startete. Sie hat über 1000 Israelis und noch mehr Palästinensern das Leben gekostet. Stattdessen steht beim DLF, er „machte den Weg frei für Friedensverhandlungen, für die er 1994 den Friedensnobelpreis erhielt.“ Unerwähnt ist hier auch, dass Arafat nicht Frieden mit sich selbst geschlossen hat, sondern mit Israelis, die ebenfalls den Nobelpreis erhielten. Kein Wort auch zu den Milliardensummen, die Arafat veruntreut hat. 


Unglaublich, was sich die ARD da leistet. Ob sie wohl zu anderen korrupten Massenmördern auch eine solche Lobeshymne veröffentlichen würde?“

 

(Hervorhebung von mir.)

Soweit Ulrichs Sahms Einlassungen zur Jubiläumsfeier für einen Massenmörder und Friedensverhinderer in einem renommierten deutschen Sender.

Bleibt eigentlich nur noch zu sagen, dass es dieser und ähnliche Beiträge bei nahezu allen großen Magazinen, in Tageszeitungen und in den Sendern  der öffentlich-rechtlichen Fernseh- und Rundfunkanstalten sind, die die ausgegebene Losung „Kampf gegen Antisemitismus“ zu einer höhnischen Verschleierung der tatsächlichen und überaus gefährlicheren Form des Antisemitismus machen, dem ANTIZIONISMUS, der, getarnt als „Kritik unter Freunden“,  längst und  entgegen aller Merkel’schen Beteuerungen von der Staatsräson, zur Basis deutscher Außenpolitik geworden ist, getragen von nahezu allen Parteien dieses Landes und von Kirchen, Verbänden und NGOs mit zweifelhaften Argumenten und noch irrsinnigeren Methoden (BDS) unterstützt wird..

 

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Fremde Feder: Broderbild mit Dame 1. Februar, 2019

Posted by Rika in aktuell.
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Ich reiche diesen Text einfach nur weiter…
Mit ausdrücklicher Zustimmung.

Tapfer im Nirgendwo

Am 29. Januar 2019 hielt Henryk M. Broder vor der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag eine Rede zu dem Thema: „Das Ende der Demokratie, wie wir sie kennen und was die political correctness dazu beiträgt“.

In seiner Rede kritisierte er die Zunahme der physischen Gewalt in der politischen Landschaft und die Unfähigkeit mancher Politiker, sich von Gewalt gegen Mitglieder des Bundestags zu distanzieren. Er kritisierte ebenfalls geschichtsrevisionistische Strömungen innerhalb der AfD, zum Beispiel Alexander Gaulands Aussage, die zwölf Jahre der Naziherrschaft seien ein „Vogelschiss“ in der deutschen Geschichte gewesen. Broder betonte:

„Das ist nicht nur aus der Sicht der Nazi-Opfer, der Juden, der Zigeuner, der Homosexuellen, der Widerstandskämpfer, der Deserteure, eine schwere Sünde.“

Vor der Rede machte die AfD-Chefin Alice Weidel ein Foto von sich und Broder. Dieses Bild wurde später massenhaft in den sozialen Netzwerken geteilt, versehen mit wenig schmeichelhaften Kommentaren, in denen Broder abwechseln als

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„Ich will, dass Ihr in Panik geratet“… 26. Januar, 2019

Posted by Rika in aktuell, gesellschaft, medien, politik, presse.
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Ich will, dass Ihr in Panik geratet!“

Das sagt das junge 16jährige Mädchen, Greta Thunberg   – und die Pressse jubelt ihm nahezu kritiklos zu.

So macht auch meine Heimatzeitung, die HAZ, auf Seite 1 diese schöne Aussage zur Titelzeile eines Artikels über die mutige Kämpferin für ihre und die Zukunft unseres Planeten.  „Mit einem emotionalen Appell hat die 16 Jahre alte Klimaaktivistin Greta Thunberg die Top-Manager und Spitzenpolitiker in Davos zu sofortigen Maßnahmen gegen den Klimawandel aufgerufen.“  schreibt die HAZ.   ImText wird Greta mit diesen Worten an die anwesenden Manager zitiert:

Ich will, dass ihr handelt, als wenn euer Haus brennt, denn das tut es.

Ich will eure Hilfe nicht, ich will nicht, dass ihr ohne Hoffnung seid. Ich will, dass ihr in Panik geratet, dass ihr die Angst spürt, die ich jeden Tag spüre. …

Jetzt ist es an der Zeit, deutlich zu sein. Die Klimakrise zu lösen, ist die größte und komplexeste Herausforderung, der die Menschheit je gegenüberstand. An Orten wie Davos erzählen Menschen gerne Erfolgsgeschichten. Aber ihr finanzieller Erfolg hat ein unvorstellbares Preisschild. Und beim Klimawandel müssen wir anerkennen, dass wir versagt haben.

 

Ich erinnere mich, dass ich als 16jährige entweder den Schwarm meiner kindlichen Sehnsucht heiraten, oder Missionarin in Afrika werden wollte. Als Alternative überlegte ich eine zeitlang, mit meiner Lieblingstante Herta, die ledig war, eine Junggesellen-WG aufzumachen. Damals sagte man aber noch nicht WG und Junggesellinnen gab es auch noch nicht. Das kam später. Im jugenlichen Überschwang und im Bewusstsein der eigenen „Beinah-Unsterblichkeit“ und nahezu unbegrenzter Möglichkeiten , kann man leicht  glauben, die Welt sei ähnlich leicht zu handhaben wie der bunte Ball, mit dem wir damals „Ball an die Wand“ spielten, dabei ging es darum, möglichst viele kunstvolle Würfe zu machen, bevor der Ball dann auf der Erde landete. In sofern kann ich auch den jugendlichen Überschwang der hübsch bezopften Greta aus Schweden gut verstehen.

Aber dennoch…. und ein „Dennoch“  gibt es.

Ich habe es in verschiedenen Variationen bei facebook in Form von Kommentaren beschrieben, und damit ich das nicht alles noch einmal neu schreiben muss, kopiere ich diese Aussagen einfach hierher. Ich begann an diesem Morgen mit einem eigenen Eintrag bei fb:

 

Ich lese die Zeitung, die HAZ. Auf Seite 1 springt mir eine Überschrift ins Auge:
„Ich will, dass ihr in Panik geratet“.
Ich gerate tatsächlich in Panik, aber nicht wegen einer möglichen Klimakatastrophe, sondern darüber dass eine ungebildete 16-jährige Göre gefeiert wird als neuer Stern am Himmel des Klimakatastrophen-Kampfes. Darüber, dass ernst zu nehmenden Wissenschaftlern, die vom Mainstream abweichende Modelle vortragen könnten, kein Raum zur Darlegung ihrer Erkenntnisse gegeben wird, sondern dass ihnen stattdessen ohne Anhörung jegliche Wissenschaftlichkeit abgesprochen wird.
Ich gerate in Panik darüber, dass hierzulande Schüler von den Medien geradezu gepusht werden, dem kleingeistigen Weltbild Gretas zu folgen und auf die Straße zu gehen.
Ich gerate in Panik über die manipulative Macht der Medien, die es fertig bringen, ein Schulmädchen zum Heiland der Welt, zur Rettung der Klimaideologen zu schreiben.

Ich gerate in Panik darüber, dass offenbar die Mehrheit der Medien von allen guten Geistern verlassen ist…. Sachlichkeit, Objektivität und kritisches Denken an den Nagel gehängt haben, der fernab ist von jeder von Vernunft geprägten Verantwortung für das, was sie in die Welt sagen und schreiben.

Ich kommentiere aber auch bei anderen Facebook-Nutzern und auch in Erwiderung auf andere Kommentare.

Und zwar so:

Ich verstehe die Medien nicht, die doch diesen Hype erst erzeugt haben. Ich betrachte es als Missbrauch an einer Jugendlichen, die unversehens auf eine Bühne gestoßen wird, die viel, viel zu groß ist.

Die Erwachsenen leiten in Deutschland gerade eine der radikalsten Wenden in der Energieversorgung und in der Industrielandschaft ein, die wir bisher kannten
Gerade hier in Deutschland ist darum Gretas Vorwurf völlig überflüssig. Die Wende kann nicht schneller vollzogen werden.
Würden alle noch verbliebenen (klassischen)  Stromerzeuger JETZT abgeschaltet, stünden wir buchstäblich im Dunklen. Das müsste eigentlich selbst dem besten Kämpfer für die Energiewende klar sein. 
Auch den Inividualverkehr kann man nicht abschaffem, solange es keinen ausreichenden öffentlichen Nah- und Fernverkehr gibt.
Alles andere ist eine reine Utopie.

 

Und gleichzeitig läuft bereits die Energiewende und bedeutet einen Umbruch, wie wir ihn zuletzt mit der Erfindung der Dampfmaschine erlebt haben..
Wenn man bedenkt, wie groß auch der Energiebedarf allein der Großrechner für die Nutzung des Internet ist, wie gigantisch die Mengen an E-Energie sein werden,  wenn nur die Hälfte aller jetzt fahrenden Verbrenner als E-Autos unterwegs sein werden und der Verbrauch der Industrie gleich bleibt.

 

Vieleicht sollte man Greta schützen, wenn auch nur annähernd zutrifft, was wiki bekannt gibt: https://de.m.wikipedia.org/wiki/
Das ist der Grund, warum ich es Missbrauch nenne, was die Medien mit ihr treiben.

 

Ist das nicht seit uralten Zeiten so? 
Jede Generation trifft Entscheidungen, die für die folgenden Generationen bedeutsam sind… so ist es mir mit meinen Eltern und den wesentlichen Entscheidern ihrer Generation ergangen und so geht es weiter. 
Die Proteste meiner Generation in den späten 60ger Jahren haben Auswirkungen bis heute, meine Kinder und Enkel werden sich mit den Entscheidumgen der 68er befassen müssen… und nur wenig davon war richtig gut.
Die heute 30 – 40jährigen bringen ihre Vorstellungen ein… aber eben nicht  HEUTE  bereits die 6 oder 8jährigen….     Warum mag das so sein?

 

Welche konkreten und realisierbaren Vorschläge macht Greta, Vorschläge, die NICHT bereits durchdacht und gemacht wurden und die auch ohne Zwangsmaßnahmen realisierbar sind? Meine Frage ist echt gemeint, nicht polemisch

 

Passend dazu ein kurzer Gedankengang zum Thema Energiewende in einem anderen Thread. Hier geht es mir um die Stellungnahme eines FB-Nutzers dazu. Ich habe sein Einverständnis  eingeholt, seinen Text weiterzugeben.

 

Ein Kommentar von   Martin M.

»Aktuell beträgt die Spitzenlast im deutschen Stromnetz 80 GW, womit die maximale gesicherte Leistung von 90 GW auch fast ausgeschöpft ist. Das bedeutet übrigens auch, dass eine Abschaltung von 20 Kohlekraftwerken (wie von den Grünen gefordert) vollkommen unmöglich ist.

Ein Tesla Supercharger hat jetzt eine Ladeleistung von 120 kW. Das bedeutet: sämtliche deutschen Kraftwerke können maximal 670.000 Tesla Supercharger gleichzeitig aufladen. Aber auch nur dann, wenn ansonsten im ganzen Land alle Lichter und Computer aus sind, alle Geschäfte, Krankenhäuser und Polizeireviere dichtmachen und alle Maschinen stillstehen. Realistischerweise kann man mit unserem Kraftwerkspark nie mehr als 100.000 Tesla Supercharger gleichzeitig aufladen.

Um den gesamten Verkehr in Deutschland zu elektrifizieren, bräuchte man ne Leistung von 500 – 1000 GW, also 10 Mal mehr als wir jetzt haben. Wie soll das in diesem Jahrhundert jemals klappen? Daher bleibt nur, Supercharger zu verbieten und lediglich langsam ladende Stromer zu erlauben. Dann könnte man mit unserem Kraftwerkspark zumindest 500.000 E-Autos gleichzeitig aufladen. Das dauert halt dann immer die ganze Nacht. Mehr als 3 Millionen E-Autos wird es in Deutschland daher niemals geben, weil sonst immer die meisten leergefahren rumstehen und mangels Leistung im Stromnetz nicht aufgeladen werden können. Wenn man Schnelllader erlaubt, wäre es sogar nur ein Bruchteil davon.

Interessant auch der Vergleich mit dem konventionellen Tankstellennetz. Die Energiedichte von Benzin liegt bei 12,8 kWh pro kg. Eine Tankgeschwindigkeit von 32 Litern pro Minute ist Standard bei deutschen Tankstellen. 1 Liter Benzin wiegt 750 Gramm. Damit kriegt eine stinknormale Zapfsäule eine Energie von 307,2 kWh pro Minute in einen Benziner rein. Das ist eine Leistung von 18,4 MW. In Deutschland gibt es ca. 150k Zapfsäulen. Wenn die alle gleichzeitig laufen, haben sie also eine Leistung von 2.760 GW. Alle deutschen Kraftwerke haben jedoch wie gesagt nur eine gesamte gesicherte Leistung von 90 GW – 30 Mal weniger. Und die Kraftwerke müssen ja auch noch andere Stromkunden bedienen. D. h. mit Kraftstoff kann man deutsche Autos mindestens 100 Mal einfacher betanken als mit Strom.«

 

Und abschließen möchte ich mit meinem ziemlich sarkastischen Kommentar zum Thema „Energiebedarf an einem ganz normalen Wintertag im Jahr 2030″:

Wozu die ganze Aufregung. Bis 2030 gibt es keine Auto-, Chemie-, Pharma- und Schwerindustrie mehr in Deutschland. Statt mit Strom fressenden Rechnern wird wieder mit dem Rechenstab gerechnet, private PC sind wegen möglicher Bildung von Widerstandsnestern gegen die Grüne Regierung ohnehin verboten, ebenso Handys oder Smartphomes. Jeder Haushalt bekommt einmal in 6 Wochen einen Waschtag zugewiesen, die wenigen, noch erlaubten Kühe werden mit der Hand gemolken, Geflügelfarmen und Treibhäuser sind bis auf wenige verboten. Der Flugverkehr stark eingeschränkt, die aus Russland importierten und dort ausgemusterten Züge fahren zum Glück mit Diesel. Also, wozu die Panik. Das bisschen Haushaltsstrom fürs Kaffee kochen und eine warme Mahlzeit am Tag schaffen die Windräder… und wenn nicht, bleibt die Küche eben kalt.“

 

Wer ein Skeptiker in Sachen „menschengemachter“ Klimawandel ist –  mit dem Schwerpunkt auf „menschengemacht“ -,  so wie ich, muss ganz schön mutig sein, solche  Gedanken in einer Runde überzeugter  Vertreter des „menschengemachten Klimawandels“  einzubringen. Inzwischen ist Klimawandel nicht nur ein seit Jahrmillionen bestehendes und immer wieder phänomenales Geschehen  –  eigentlich bekannt und selbstverständlich (kleine Erinnerung an die Schulzeit … kleine Eiszeit …. große Eiszeit …. Grundmoränen …. Endmoränen usw),  nein, Klimawandel ist eine Glaubenssache und ein Politikum. Und wer den politischen und den Experten von der Zunft der Journalisten  in Sachen Klima widerspricht, würde, wären wir noch im Mittelalter, vermutlich ein schreckliches Ende nehmen.

Für manche Wissenschaftler hat der Widerspruch schon ein schlechtes Ende genommen… sie wurden einfach kalt gestellt, ihre Artikel werden nicht mehr veröffentlicht, zu Kongressen werden sie nicht mehr als Redner eingeladen … und vermutlich entstehen ihnen dadurch auch finanzielle Nachteile.

Wie gut, dass ich „nur“ Werk- und Hauswirtschaftslehrerin war und jetzt im Ruhestand bin.

Beim Thema Hauswirtschaft fallen mir auf der Stelle auch einige Themen ein, die im Strom der wichtigsten Medien  auf sanften Wellen der Zustimmung schaukeln, aber  mir mindestens ein Stirnrunzeln hervorrufen…

Von Milchkannen und Fortschritt… 26. November, 2018

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Unsere Bundesbildungsministerin ließ neulich verlauten, dass ein schnelles Internet nicht an jeder Milchkanne notwendig sei…

Ich fühlte mich angesichts dieser Aussage an einen alten Spruch meines Vaters erinnert, der nämlich Bezug nehmend auf den Bahnverkehr zwischen Münster und Gronau (damals noch an der Grenze zu Holland gelegen, mit Betonung auf Grenze, die damals noch deutlich gekennzeichnet und gesichert war) seufzend erklärte, die Eisenbahn  hielte an jeder Milchkanne, was das schnelle Fortkommen überaus erschwerte, ja, extrem verlangsamte, gleichsam also verunmöglichte.

Vermutlich hat auch die Ministerin einen ähnlich lautenden Seufzer vernommen, stammt sie doch  – wie ich gelesen habe – aus dem schönen Münsterland, da halten offenbar nicht nur die  Nahverkehrszüge immer noch an jeder Milchkanne, da hält man auch ansonsten wenig von Geschwindigkeit und Beschleunigung. Anders kann ich mir das Statement einer „Bildungsministerin“ von „Internet nicht für jede Milchkanne“ nun wirklich nicht erklären.

Vielleicht, so vermute ich, reicht es der Ministerin ja vollkommen aus, zwischen dem beschaulichen Münster und dem umtriebigen Berlin im Dienstwagen samt eingebautem Telefon zu pendeln und auf Reisen ansonsten zu verzichten,  so dass sie überhaupt noch niemals in die Situation gekommen ist, unterwegs mal kurz ein dringendes Gespräch via Handy führen zu müssen.

Vielleicht geht es der Ministerin ja auch so wie der Kanzlerin, die vor noch nicht allzu langer Zeit treuherzig meinte, das Internet sei Neuland, das es noch zu entdecken gelte und mit dem umzugehen man noch lernen müsse….

Die Kanzlerin hat keine Kinder, sonst hätte sie gewusst, dass schon vor vielen, vielen  Jahren viele, viele Kinder – so auch unsere – ihren Eltern, denen die Schreibmaschine als Hilfsmittel zur schnellen Erstellung von Schriften aller Art noch ausreichte, ständig in den Ohren lagen doch endlich, endlich einen PC anzuschaffen. Die lieben Kleinen wollten damit allerdings weder Texte verfassen noch wirklich Hausaufgaben erledigen – wie sie argumentativ vorbrachten -, sondern surfen und spielen. So jedenfalls kamen wir Anfang der 90er Jahre zum ersten PC, der dann ziemlich bald ans Netz gebracht wurde… (Auch zu meiner Freude, wie ich gerne zugebe!) Und wir standen beileibe nicht an der Spitze der Bewegung hin zu  Internet und weltweiter Kommunikation.

Was die Milchkannen angeht, an denen „Internet nicht von Nöten“ sei, dazu habe ich in diesem Jahr ganz vorzügliche Erfahrungen machen können:

Im Mai war ich in Israel. Es war eine wunderbare Reise. Und wunderbar war es für mich auch, dass ich meine Familie und Freunde so unmittelbar daran teilnehmen lassen konnte. In Israel gibt es nämlich das  Milchkannenprinzip. Praktisch an jedem möglichen Standort für Milchkannen – aber eigentlich überall – hat man ein gut funktionierendes Netz und im Reisebus sogar allen Fahrgästen zur Verfügung stehendes freies  W-Lan, was die Kosten für die schnelle Übertragung von „guckt mal wo ich gerade bin“ ganz erheblich drückt.

Vermutlich ungleich mehr Kühe als in Israel und somit auch  Milchkannen  hat man in Südtirol und Österreich.

In diesen schönen Ländern war ich im August.

Und was soll ich sagen? Selbst im hintersten Zipfel des imponierenden Rosengarten (weltberühmtes Massiv der Dolomiten) hat man Zugang zum „guckt mal wo ich gerade bin Internet“. Die beiden Jüngsten klettern – die Familie kriegt ein Bildchen, wir bewundern die Aussicht auf der Marmolada – der Freundin, die gerade im fernen Jerusalem weilt, wird ein Bild geschickt. Wie wollen wissen, was es mit einem Berg auf sich hat? Google gibt Auskunft, via Internet selbstredend. Und da wir im europäischen Ausland sind, kostet es nicht mehr als daheim. Fein!

Bilder von Milchkannen habe ich allerdings nicht in die Heimat oder in die Ferne gepostet… hätte ich ahnen können, dass die Bildungsministerin von Internet und Milchkannen reden würde, dann, ja dann hätte ich mit Sicherheit auch ein solches Bild gemacht, quasi  „ad oculus demonstrare“.

Jeder Urlaub geht einmal zu Ende. Und so machten wir uns auf die Heimreise. Vom schönen  Südtirol durchs nicht minder schöne Österreich  über den Fernpass Richtung Heimat …  Überall Zugang zum Netz, was auch wirklich gut war, konnte doch der Jüngste sein Smartphone als Wegbeschreiber und Routenberechner zum Einsatz bringen und ich die Langeweile des Mitfahrens  (die Strecke kenne ich inzwischen in- und auswendig)  mit Surfen in den bekannten Netzwerken überbrücken, denn schließlich kann man sich nicht unentwegt über dies und das „im Gespräch versprudeln“, wie es Eugen Roth wohl ausdrücken würde.

Dann erreichten wir die nicht mehr als solche erkennbare Grenze zwischen Österreich und Deutschland. Freie Fahrt. Keine Kontrolle.

KEIN INTERNET!!!

HURRA, wir sind wieder in Deutschland.

Merke also: Du weisst, dass du wieder in Deutschland bist, wenn dein Zugang zum Internet nicht funktioniert, du nicht in jeder Ecke, ach, was sag ich, wenn du NICHT bei der Fahrt über die  weltberühmten Autobahnen  deines schönen Heimatlandes mit dem Handy überall telefonieren kannst, von Internetzugang gar nicht erst zu reden. (In meinem Lieblingsferienort an der Nordsee muss man an manchen Tagen auf den Deich gehen, um ein „Netz“ zu haben…. tja, moderne Zeiten!)

Nun bin ich ja längst im Ruhestand. Ich bin beruflich überhaupt nicht mehr auf den Zugang zum Internet angewiesen, von daher wird mein Beispiel etwas hinken, mag auch die Frau Ministerin nicht ganz ohne Berechtigung einwenden, dass Internet sei nicht zum Vergnügen da.

Aber es ist für die Bevölkerung im Allgemeinen und für die Berufstätigen im Besonderen so etwas, wie vor gut 500 Jahren die „Taxis-Post“ für die Menschen der damaligen Zeit. Die Thurn und Taxis verdienten sich eine goldene Nase, sorgten aber auch für die reibunslose Zustellung…

Reibungslose Zustellung der Post ist heute leider auch nicht mehr gegeben, seit nämlich nicht mehr pflichtbewusste Beamte den Postdienst betreiben die noch  Recht und Ordnung per Amtseid verpflichtet waren.

Die Zeiten ändern sich.

Die Bahn ist nicht mehr zuverlässiges Transportmittel, nach der man ihrer Pünktlichkeit wegen die Uhr stellen konnte,  selbst wenn sie an jeder Milchkanne hielt.

Dass aber eine Ministerin von heute glaubt, die Zukunft mit Hilfe uralter Kommunikationsmittel gewinnen zu können, das hätte ich mir nicht träumen lassen.

Nicht als Bildungsministerin.

Nicht im Land der Dichter, Denker und Ingenieure.

Nicht in Deutschland, nicht bei uns.

 

 

Kein „himmlischer Vater“ mehr in der Kirche ? 20. November, 2018

Posted by Rika in aktuell, christsein und glaube, islam.
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Kein automatischer Alternativtext verfügbar.

Bei facebook entdeckte ich diese schöne Werbung für die Spurensuche nach dem Gemeinsamen.

Ist dieses „Allah unser“  analog zu „Vater unser“ zu verstehen?

Es ist wirklich ehrenhaft – und ich meine das kein bisschen ironisch  –  Brücken zum Anderen zu bauen, nicht das Trennende zu betonen, sondern das Gemeinsame zu suchen.

Aber doch bitte so, dass man das Kind nicht gleich mit dem Bade ausschüttet.

Was ich damit sagen will?

Zu den zentralen Aussagen Jesu über „Gott“, wenn nicht gar zu „der“ zentralen Aussage gehört das Gebet, das er uns gelehrt hat.

Bei Matthäus lesen wir die Anleitung Jesu zum Gebet: „Wenn du aber betest, so geh in deine Kammer, und nachdem du deine Tür geschlossen hast, bete zu deinem Vater, der im verborgenen ist. Und dein Vater, der im Verborgenen sieht , wird dir vergelten. Wenn ihr aber betet, sollt ihr nicht plappern wie die von den Nationen; denn sie meinen um ihres vielen Redens willen gehört zu werden. Seid ihnen nicht gleich! Denn euer Vater weiß, was ihr benötigt, ehe ihr darum bittet. Betet ihr nun so: Unser Vater, der du in den Himmeln bist, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir unseren Schuldnern vergeben haben; und führe uns nicht in Versuchtung, sondern errette uns von dem Bösen.“ Siehe Matthäus 6, 6 – 13 (Elberfelder Übersetzung)

 

Der Evangelist Lukas beschreibt die Szene so: „Und es geschah, als er an einem Ort war und betete, da sprach , als er aufhörte, einer seiner Jünger zu ihm: Herr, lehre uns beten, wie auch Johannes seine Jünger lehrte. Er sprach aber zu ihnen:  Wenn ihr betet, so sprecht: Vater, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, unser nötiges Brot gib uns täglich; und vergib uns unsere Sünden, denn auch wir selbst vergeben jedem der uns schuldig ist; und führe uns nicht in Versuchung.“   Siehe Lukas,11, 1 – 4 (Elberfelder Übersetzung)

 

Eine vergleichbare Anredung Allahs mit „Vater“ oder eine vergleichbare Anleitung zum Gebet weist der Koran nicht nach. Im Gegenteil, Allah mit Vater anzureden wird ausdrücklich von den hohen Geistlichen des Islam nicht erlaubt:

Ist es erlaubt, zu Allah zu sagen: Du bist mein Vater?

Inhalt der Antwort

Alles Lob gehört Allah.

Es ist nicht erlaubt zu Allah zu sagen: „Du bist mein Vater“, weil in dieser Aussage etwas Falsches erwähnt wird und in ihr ist die Trennung zwischen dem Weg der Muwahhidun (Monotheisten) und darin ist ein Vergleich zu den Juden und Christen.

So sagen die Juden in ihren Gebet: „Lieber Gott, oh unser Vater, du bist unser Vater und Erretter.“

Aus dem Buch „Hidayat al Hajara“ (Seite 138)

Und bei den Christen: „Bittet für die, die euch beleidigen und verfolgen, auf daß ihr Kinder seid eures Vater im Himmel.“ Matthäus 5:44

Das richtigste, was der Diener über Allah, Erhaben sei Er, sagen kann ist, Ihn mit Seinen schönsten Namen und Seinen höchsten Eigenschaften zu lobpreisen.

 

 

Und Allahs Prophet Jesus (Allahs Frieden auf ihm) sagte: „Und gewiß, Allah ist mein Herr und euer Herr; so dient Ihm. Das ist ein gerader Weg.“ Surah Maryam 19:36

Es gehört sich also nicht für den Muslim, von dem Weg der Propheten abzuweichen und den Weg der Juden und Christen zu folgen und den Feinden Allahs in ihren Aussagen nachzuahmen.

Und Allah weiß es am besten.

Quelle:

Und mehr will ich dazu eigentlich gar nicht sagen. Nur so viel, wer als Christ sein Eigenes gering achtet, ja es sogar dem Anderen zuliebe verändert, wird keine Brücke zum Anderen bauen. Er wird vielmehr verhindern, dass der Andere verstehen lernt, was uns Christen wichtig und wesentlich ist.

Hätte das Plakat nicht sehr viel einfacher „Unser Allah – unser Gott“ ? fragen können?

 

 

 

 

Die unerträgliche Arroganz des Herbert Grönemeyer… 10. November, 2018

Posted by Rika in aktuell, flüchtlinge, gesellschaft.
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… hat mich heute ziemlich irritiert.

„Ich halte die Flüchtlingssituation für einen Glücksfall. Weil wir endlich wieder gefordert werden, Engagement zu zeigen.“

So die Aussage des großen Barden, verewigt mit seinem Konterfei, gefunden habe ich es bei facebook.

 

„„Ach, wie gut, daß es die Flüchtlingskrise gibt, so können wir zeigen, wie gut wir sind und wie sehr wir uns engagieren können“, sagt ein in London lebender Millionär und Steuerflüchtling. Wie niederträchtig, selbstsüchtig und gemein muss man sein, um eine humanitäre Katastrophe als Glücksfall zu bezeichnen? ( @[626142051:2048:Matteo Gesualdo Corvaja])“

Da auf dem Foto als Quelle zusätzlich die faz angegeben ist und auch das Logo der ARD deutlich erkennbar in der rechten unteren Ecke prangt, gehe ich davon aus, dass es sich nicht um ein Fake handelt.

Lieber Herr Grönemeyer,

ich vermute, dass Sie aus Ihrem übergroßen finanziellen Schatz großzügig spenden und finde das auch wirklich toll. Ihr Statement hingegen ist eine bodenlose Beleidigung.

Wie? werden Sie vielleicht nachfragen.

„Weil wir endlich wieder gefordert werden, Engagement zu zeigen.“

Vielleicht sind sie ja mit den Gegebenheiten in Deutschland nicht mehr sehr vertraut und darum kommen sie zu dieser überaus arroganten Einschätzung. Wissen Sie denn nicht, dass in deutschen Vereinen, Kirchengemeinden, in Krankenhäusern, Hospizeinrichtungen, Selbsthilfegruppen, Sportvereinen jede Woche Tausende und Tausende von Menschen ehrenamtlich unterwegs sind, sich einbringen, also  „Engagement zeigen“.

Ohne diese vielen, vielen Ehrenamtlichen würde unser gesellschaftliches Miteinander nämlich gar nicht funktionieren. DAS ist es doch, was unser Gemeinwesen bisher ausmacht in  Städten und Dörfern, sich einbringen und mithelfen auf allen möglichen Ebenen und Schauplätzen.

Gestern, am 9. November,  war ich zum Beispiel mit meinem Mann in unserer Nachbarstadt. Da gibt es eine Gruppe die sich dafür einsetzt die Vergangenheit nicht im „Vergessen“ versinken zu lassen. Menschen, Frauen und Männer engagieren sich, stellen eine Gedenkveranstaltung auf die Beine, haben dafür in Archiven nachgeforscht, Bilder aus  der Vergangenheit gesucht und digitalisiert und so in einem eindrucksvollen Vortrag den von den Nationalsozialisten ermordeten Juden der Stadt ein Gesicht  gegeben und sie wieder in die Mitte der Gesellschaft  geholt. Und da gehören sie hin.

Meine Tageszeitung informierte über mehrere dieser Gedenkveranstaltungen. Glauben Sie, lieber Herr Grönemeyer, dass kleine Orte dafür hochbezahlte Eventmanager einstellen? Nein, sie bewerkstelligen das mit „Bordmitteln“, wie wir unsere (zusätzliche und nicht bezahlte) Arbeit    immer dann an meiner Schule nannten, wenn von Außen, von der Stadt, dem Ministerium, dem  Staat keine Hilfe zu erwarten war, wir aber für unsere Schüler etwas Positives organisieren wollten.

Apropos Schule. Wissen Sie eigentlich, wie viele Eltern sich im Bereich Schule ehrenamtlich engagieren, in den Klassen- und Schulelternräten,  für Schul- und Klassenfeiern, sogar   bei anstehenden Renovierungsarbeiten? Das gilt im Übrigen auch für die meisten „Kindergarteneltern“.

Woche für Woche stehen Fußballtrainer mit den Kleinen von der F-Jugend bis zu den älteren Kindern auf dem Fußballfeld – zumeist ehrenamtlich oder für ein kleines Entgeld, das mehr eine Anerkennung, denn eine wirklich „Bezahlung“ ist.  Freiwillige organisieren in den Sportvereinen das Kinderturen, die Herzsportgruppe, das Tischtennistraining oder die Leichtathletik, um nur einige der Sparten zu nennen, die der Sprotverein meines Dorfes anbietet.

Und das hat alles gar nichts mit Flüchtlingen zu tun.

Das war schon immer so.

Keine Freiwillige Feuerwehr käme ohne dieses Engagement aus, keine „Rote-Kreuz-Gruppe“ bei den Blutspendeaktionen und auch kein  THW bei den vielen Einsätzen, die die Ehrenamtlichen überall dort  leisten, wo sie gebraucht werden – und das weltweit.   Im Sommer gäbe es an Stränden und  Baggerseen keine lebensrettende Aufsicht  ohne die freiwilligen Helfer von der DLRG.

„Blaue Engel“ übernehmen in Kliniken freiwillige Dienst für die Versorgung der Patienten mit den Dingen, für die die professionellen Pflegekräfte gar keine Zeit mehr haben… sie organisieren praktische Hilfe für die, die keine Angehörigen in der Nähe haben.

In Hospizen und ambulanten Hospizdiensten engagieren sich eigens dafür ausgebildete Freiwillige. Kirchengemeinden organisieren Besuchsdienste für Alte und Kranke oder Fahrdienste für diejenigen, die nicht mehr zu Fuß, mit Öffis oder einem eigenen Auto die Kirche zu Gottesdiensten erreichen können.

Ich könnte die Aufzählung noch ellenlang fortsetzen…

UND DA REDEN SIE VON ENDLICH WIEDER ENGAGEMENT ZEIGEN?

 

Von der völlig empathielosen Aussage, „Ich halte die Flüchtlingssituation für einen Glücksfall“ gar nicht erst zu reden.

WIE kann man es für einen Glücksfall halten, dass Menschen auf der Flucht sind? Haben Sie denn überhaupt nicht nachgedacht?

FLUCHT IST KEIN GLÜCK!

Für niemanden auf der Welt.

Flucht ist Unglück, Leid, Angst, Sorge, Not, Schmerz, Verlust.

Sie sind doch ein Meister Ihrer eigenen Songtexte. Wie kann Ihnen so eine furchtbare  Textzeile passieren?

Selbst wenn Sie meinten, es sei toll, dass sich so viele Menschen für Flüchtlinge engagieren, ist Ihre Aussage völlig unpassend und daneben.

Natürlich ist es toll und ein Segen, dass so viele Menschen sich eingebracht haben und immer noch einbringen, damit das „Wir schaffen das“ der Kanzlerin nichts ins Leere laufen musste. Es ist großartig, dass Menschen in den Notünterkünften helfen, sich für die Begleitung der Flüchtlinge bei notwendigen Behördengängen engagieren, Sprachunterricht erteilen, Bekleidung in eigens dafür eingerichteten Ausgabestellen weitergeben, Kinder betreuen und Jugendlichen in vielerlei Weise das Einleben in Deutschland erleichtern.

Aber die Fluchtsituation ist dennoch kein „Glücksfall“.

„Glück“ kann man es allenfalls nennen, dass es in Deutschland immer schon Menschen gab und immer noch gibt, die sich aus religiöser und / oder humaner  Einstellung  einsetzen für andere.

Und vergessen sollte man auch diejenigen nicht, die immer wieder und nicht nur in aktuellen  Katastrophenfällen Geld spenden, um zu helfen.  Kaum eine Einrichtung    – von Rotem Kreuz, über ASB, Miserio oder Diakonischen Werk –   könnte ohne die vielen freiwilligen Spenden weiter arbeiten.

Dafür können und dürfen wir dankbar sein.

Ihre seltsamen Sprüche, lieber Herr Grönemeyer,  brauchen wir aber nicht.

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(Die ständige Wiederholung der Begriffe „Engagement“ und „engagieren“ ist volle Absicht und nicht etwa mangelnde alternative Ausdrucksmöglichkeit! ♥ )